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Full text of "Das Vril Projekt - Endkampf um die Erde"

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Nach dem aktuellen Kenntnisstand sind die Falschdarstellungen einer kommerziellen Schwindelsekte, 
welche eine Isais - Darstellung mit kurzen Haaren verbreitete besonders ärgerlich, sowohl für die 
Autoren dieser Arbeit, als auch für all jene, die sich für eine nichtkommerzielle Verbreitung dieser 
Informationen ernsthaft engagieren. 




Ebenfalls von immenser Bedeutung ist die Tatsache, daß die Vril-Gesellschaft nicht als 
nationalsozialistische Vereinigung angesehen werden kann, ihre politische Ausrichtung war vielmehr 
eine monarchische. 




3 



Wußten Sie, 

daß die Vereinigten Staaten am 
27.08.1958, 
30.08.1958 und am 
08.09.1958 

Atomwaffen über der Region New Schwabenland (P211) in der Antarktis 
zündeten? 

Dies ist um so interessanter, da sich die heutige Wissenschaft bis zum heutigen Tage nicht schlüssig 
ist worin die genaue Ursache z.B. des Ozonloches liegen könnte. 

Über diese Tatsache ist in der Öffentlichkeit nichts bekanntgemacht worden. Offensichtlich sollte dies 
ebenso vertuscht werden, wie der mißlungene Invasionsversuch der Amerikaner 1946 unter Admiral 
Byrd. 

Diese Antarktis - Mission war als geologische Expedition deklariert, obwohl sich eine beträchtliche 
Armee mit einer ganzen Flotte und Flugzeugträgern nach nur wenigen Tagen und einer 
nie(Darstellungen sprechen von 6 bis 13) genannten Zahl verlorener Flugzeugen, geschlagen geben 
mußte. 

Admiral Byrd erwähnte in seinem Abschlußbericht, daß man es mit Flugzeugen zu tun hatte, die von 
einem Pol zum anderen fliegen könnten. Admiral Byrd wurde übrigens danach psychiatrisch 
behandelt. 



Vril-Symbolik 



Die "VR1L"-Fahne 

und ihre Bedeutung. 




Die Farben 5chw«rz-Silber(wciß>- Violett reichen vermutlich noch auf frühere 
Zelten zurück, sie wurden sowohl bei einer deutschen Templer -Formation 
den Mittelatters verwendet wie auch beim venezianischen Ordo Bucintoro 
In der Renaissance, wenngleich leweib In anderer Auslormung. 
Die alldeutsche Gesellschaft fttr Metaphysik (VrlMäesellsthafl) definierte 
die Dcdcutuns 'hier Fahne wie folgt: 

Das Schwan steht für das zu Uberwindende finstere Zellaller, das Violett 
für das Licht des Neuen Zeitalters: der "Ilu-Bliiz" barm dem neuen Licht 
den Weg durch die Finsternis 



Die „Alldeutsche Gesellschaft für Metaphysik" - intern auch „Vril-Gesellschaft" - verwendete als 
wichtigstes Symbol ihrer Vereinigung ein blitzförmiges Gebilde. Die eigene „Vril-Standarte" zeigte 
dieses Symbol in Weiß auf Schwarz und Violett, wobei Weit für Silber stand. 

Das blitzförmige Zeichen versinnbildlicht den Blitz des göttlichen Lichts Ilu. 




5 



Es findet sich bereits auf einer Speerspitze des Assyrerkönigs Sargon IL, welcher sich der Göttin 
Ischtar besonders zugetan und von dieser geführt fühlte. 

Im deutschen Mittelalter findet sich dasselbe Zeichen bei einer speziellen Gruppierung des 
Templeritter-Ordens wieder. Diese war Bestandteil der „Geheimwissenschaftlichen Sektion" des 
Ordens und nannte sich in Bezugnahme auf den magischen Stein der „Göttin Isais": „Die Herren vom 
Schwarzen Stein." 

Auch die Farbkombination Schwarz-Silber-Violett - die Farben der Isais - hat dort ihren Ursprung, 
ohne daß es aus jener Zeit eine Sinndefinition dafür gäbe. 

Die „Vril-Gesellschaft," für die der Isais-Mythos nicht von zentraler Wichtigkeit war, übernahm Zeichen 
und Farben und ordneten dem eine Bedeutung zu: 

Die violette Farbe steht für das göttliche Licht (Ilu/ Pralada) des Neuen Zeitalters. 
Das Schwarz bezeichnet das gegenwärtige Zeitalter der Finsternis. 

Der silberne (weiße) Blitz meint jene Kraft, die dem göttlichen Licht des neuen Äons den Weg durch 
die Finsternis in das irdische Diesseits bahnt. 

In der Zeit zwischen 1922 und 1945 wurde jener Blitz in „Vril"-Kreisen der „Saetta Ilua" genannt - der 
Ilu-Blitz (Staetta ist das Italienische Wort für Blitz; besonders nach Bildung der Achse Berlin-Rom 
waren italienische Begriffe in Deutschland beliebt). Die Titulierung „Isais-Blitz" ist nicht historisch 
belegt. 

Ein weiteres Symbol der von Damen dominierten „Vril-Gesellschaft" waren Frauenköpfe mit 
Pferdeschwanzfrisur, einer damals ansonsten unüblichen Haartracht, die jedoch bei internen 
Zusammenkünften der „Vril"-Gesellschaft 

von den überwiegend jungen Damen dieser Vereinigung getragen wurde. 




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Sinn dieser Darstellung war ein Hinweis auf die Bedeutung der langen Haare der Frauen, dies nicht 
zuletzt als „magische Antennen" (bei den Vril-Damen hab es keine kurzen Frisuren). 

Bei Umwandlung der spirituellen Gemeinschaft in die Firma „Antriebstechnische Werkstätten o.H.G." 
im Jahre 1934 wurde der „Saetta Ilua" auch zum Firmenlogo. 




Aus der Arbeit dieser Firma sollen die unkonventionellen Fluggeräte der Serien „RFZ" (Rundflugzeug) 
und „VriT hervorgegangen sein wie auch die Grundlagen zu den „Haunebu"-Geräten. 

Ob auch das Zeichen der „Schwarzen Sonne" im Rahmen der „Vril-Gesellschaft" in formaler Weise 
verwendet wurde, ist ungewiß. Sicher war dieses Symbol dem Kreise aber bekannt. Unter der 
Bezeichnung „Magische Sonne" wurde es als die „Schleuse" des Ilu-üchts zwischen Jenseits und 
Diesseits angesehen. 



Vril Geist 
Mythos - Legende 

eine geheimnisvolle Energieform in Esoterik, Technik, und Therapie 




Das Vril - Projekt 

geistige Hintergründe 



Das Unvorstellbare, Unglaubliche, Unfaßbare der Ideen von Thüle und die Lehre des Vril wird hier 
greifbar werden. Es gehörte Mut dazu, diese Zeilen zu schreiben. Dies nicht, weil politische 
Drangsalierung zu befürchten wäre - mit unmittelbarer Politik hat all dies wenig zu schaffen - sondern 
weil es eine Gratwanderung besonderer Art darstellt, eben den Griff ins Unglaubliche, bloß 
phantastisch anmutende, das aber vielleicht viel realer ist als alle Alltäglichkeit. Und wenn dies auch 
nicht gewiß sagen können, so wissen wir doch: 

Die Leute, von denen wir sprechen, haben an all dies geglaubt, haben es intern nie in Frage gestellt. 

Und die unheimliche Macht, die bei den einen Wunschträume und bei den anderen Alpträume auslöst, 
ist womöglich viel gewaltiger, als selbst kühnste Ahnungen vermuten. 

Oder ist alles doch bloße Phantasterei? - Vielleicht gar bewußte Irreführung, um anderes zu 
verdecken? - Eine Stimme tief in demjenigen von uns selbst vermag wohl am ehesten die Antwort 
geben. 

Wie haben lediglich zusammengetragen, was uns an Informationen zuging. 



(Wien, August 1992; 5892 nach Sargon) 



UFO 's (Unkonventionelle Flugobjekte) 




Wie geheimnisvolle Lichter aus dem Dunkel des Unbekannten - so erscheinen die „UFO 's" dem 
außenstehenden Publikum. Die einen finden für sich selbst und ihre Beruhigung ausreichende 
Argumente, dies alles in die überspannter Phantasie zu verbannen; die anderen träumen von allen 
möglichen und unmöglichen Außerirdischen - Geschichten. Jene schließlich, die sich realistisch mit 
dieser Materie beschäftigt haben, daß es sich bei den „UFO 's" weder um Hirngespinste handelt, noch 
um außerirdische Raumschiffe, sonder um durchaus irdische Fluggeräte, deren Ursprungsland 
Deutschland zu sein scheint - genauer: das seinerzeitige Großdeutsche Reich, das sogenannte „Dritte 
Reich". Jene Leute, die sich ein wenig auskennen, wissen zumeist auch, daß diese „UFO 's" aus 
Gedanken und technischen Entwicklungen vorgingen, die durchaus nicht militärischer Nutzung waren, 
daß vielmehr erst der Krieg die Weichen in eine (auch) militärische Richtung stellte - wie ja auch das 
Dampfschiff nicht zuerst als Schlachtkreuzer auf die Meere kam, sonder friedlichen Zwecken diente. 
Der Krieg bemächtigt sich eben aller Mittel, und so unterstellte sich auch die „neue Technik", die 
Technik der „UFO 's", den Erfordernissen des Krieges, zumal die Lage Deutschlands und seiner 
wenigen Verbündeten das Aufbieten aller Mittel notwendig machte, welche geeignet waren dem 
Vernichtungswillen der feindlichen Staaten zu begegnen. 



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Der Endkampf um die Erde 




In diesen Jahren gehen wir mit rasenden Schritten dem Endsieg des Lichtes über die Finsternis 
entgegen; das Wassermannzeitalter, das 'Neue Goldene Zeitalter' triumphiert über das Fischezeitalter, 
die Schlußphase des finsteren „Kali - Yuga", worüber anschließend noch in vielen Einzelheiten 
gesprochen 

werden wird. Das sind keineswegs bloß vage Mythen. Gerade die Entwicklungen der jüngsten Zeit 
beweisen es. Der vollendete Zusammenbruch des „Ostens" und der immer rapider sich ankündigende 
und voranschreitende Kollaps des „Westens" ist greifbare Tatsache geworden(Wer hätte vor einer 
Generation diese Entwicklung ahnen können?). Von der UDSSR ist so gut wie nichts übriggeblieben - 



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und die „USA" werden binnen weniger Jahre ebenso zerfallen; wie zu befürchten steht, unter 
schrecklichen Bürger- und Rassenkriegen. Nach und nach, aber immer in schnellerer Folge, fallen die 
von den Alliierten 1918 und 1945 gezogenen Blutgrenzen. Es kommt, wie Papst Johannes der XXIII. 
Vorhersagte: „Die den (zweiten Welt-) Krieg gewonnen haben, werden ihn verlieren, und die ihn 
verloren haben werden die Sieger sein!" 

Das finstere „alttestamentarische" Fischezeitalter geht unwiderruflich zuende. Der lichte Geist des 
Wassermannzeitalters naht. Was die vergangenen zwei Jahrtausende des Fischezeitalters geprägt hat, 
wird ganz einfach verschwinden. El Schaddai, der Satan, wird mit all seinen Anhängern in den Pfuhl 
seiner Hölle verbannt werden. 

Dann werden Frieden und Gerechtigkeit einkehren in unsere Welt. Die Schäden, die von den finsteren 
Mächten verursacht wurden, um die „Hölle auf Erden" herzustellen, werden behoben werden. Die 
Umweltzerstörung wird enden und gesundet werden, die „multikulturellen Gesellschaften" werden 
entflochten werden, so daß die Länder und Völker der Erde gesunden. Minderheitsegoismen und 
Vorherrschaftsstreben wird es nicht mehr geben. Und selbst Israeli und Palästinenser werden zu 
Frieden und Harmonie gelangen. Das Licht wird siegen über die Finsternis - überall. 
Die Ideen der „VRIL - Leute" sind untrennbar verbunden mit diesem großen „Kampf der Götter" für 
einen neue, bessere Welt. 



„Kampf der Götter" 

Die Auseinandersetzung, die zugleich die Geschichte des 'VRIL - Projekts ist, das unlösbar in diese 
Auseinandersetzung eingebunden ist, war ein „Kampf der Götter", der noch immer fortwährt. Es ist 
der Kampf zwischen dem Beherrscher des alten Fischezeitalters, des hebräischen „Gottes" El Schaddai 
- Jahwe" und seiner Dienerschaft auf der einen Seite und den lichten Gottheiten des neuen Zeitalters, 
des Wassermannzeitalters auf der anderen, angeführt von der Göttin Ischtar - Ostara. 




Das exoterische Zeichen der Vril - Gesellschaft wird aus verbotsrechtlichen Gründen nicht abgebildet. 
Es zeigte ein schwarzes Hakenkreuz auf silbernem Grund in einem violetten Eichenlaubkranz (Schwarz 
- Silber Violett: Die Farben der Isais).Hier das esoterische Signet der Vril - Gesellschaft, das auch 
schon bei DHvSS eine Rolle gespielt hat. 




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Zum Thema „Vril" und „Thüle" 1 .. 



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Über die „Thüle - Gesellschaft" ist schon eine ganze Menge geschrieben worden richtig und falsch, 
wohlmeinend und bösartig. Über die „Vril - Gesellschaft" ist weniger veröffentlicht worden, und wo es 
geschah, so zumeist aus dem Blickwinkel eines Anhängsels der Thüle - Gesellschaft, was indes nicht 
ganz zutreffend ist. Die meisten „Thüle - freundlichen" Autoren haben die „Vril - Komponente" wohl 
auch deshalb vernachlässigt, weil sie mitunter allzu „phantastische" Züge aufweist. Manch einer 
wünschte wohl nicht, die Thüle - Gesellschaft, um die es ohnehin genug Ungewöhnliches zu berichten 
gibt, in den Dunst noch weiterer „Phantasmen" zu bringen. - Über das „Vril - Projekt" schwiegen sich 
sicherlich aus eben diesem Grunde auch informierte Kreise weitgehend aus. 

Die Gegner der „Thüle" hingegen geizten nicht mit Unsinn, wenn es darum ging, die Thüle - Leute 
schlechtzumachen. Eine der bekanntesten Unsinnigkeiten solcher Art ist die Behauptung, die Thüle - 
Leute hätten an den „verborgenen Übermenschen" geglaubt, mit dem sie eine „Superrassenzucht" 
hätten verwirklichen wollen. Dieser Unfug geht darauf zurück, daß zu den „Thüle - Ideen" die 
Vorstellung gehörte, jeder Mensch trage den „Übermenschen" - verstanden als das „bessere Ich" in 
sich und müsse also dieses „bessere Ich" in sich kultivieren. Das ist natürlich ganz etwas anderes. 

Es trifft aber gewiß zu, daß im Umkreis der Thüle - Gesellschaft alle möglichen Mythen und Okkult - 
Lehren zumindest erfaßt, analysiert und bearbeitet wurden - was jedoch nicht heißt, all solches habe 
zum Glauben und zur Lehre der „Thüle" gehört! Etwa die „Geheimlektüre" der Frau Hahn - Blavatzky 
oder die „Hohlwelttheorie" waren niemals Bestandteil der Thüle - Glaubenswelt. Auch der Arierkult ist 
nicht in jener einfältigen Weise vertreten worden, wie das später oft behauptet wurde (so standen 
beispielsweise die semitischen Araber und deren Kultur in höchster Achtung bei den Thüle - Leuten, 
was bis in die Gegenwart weiterwirkt). 

Eine der wichtigsten Lehren, die auf die Thüle - Gesellschaft stark einwirkte, war hingegen die ario- 
germanische Religionsrekonstruktion („Wihinei") des Philosophen Guido von List, deren 
Nahverwandtschaft zur „Ilu - Lehre" unübersehbar ist. Eine andere wichtige Lehre war die 
„Welteislehre" des Hans Hörbiger („Glacial - Kosmologie"). Außerdem gab es in der „Thüle", und wohl 
besonders bei Rudolf von Sebottendorff persönlich, Hinwendungen zu einem 
„antialttestamentarischen" Urchristentum (Marcionitertum). 

Der wesentlichste Ideenunterschied zwischen „Thüle" und „Vril" war wohl der, daß in der Thüle - 
Gesellschaft ein verhältnismäßig breitgefächertes Grundlagenwissen zusammenklang. Dies lag 



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sicherlich an dem bewußten „Konzept", eine für möglichst viele Menschen annehmbare Grundlehre zu 
schaffen, deren gemeinsame Eckpfeiler zwar feststanden, eine religiöse oder ideologische Einengung 
jedoch von vornherein ausschließen sollten - während die Vril - Gesellschaft ziemlich eng mit den 
Lehren der ISAIS - Offenbarung verknüpft gewesen sein dürften. 

So erkannten die Thüle - Leute beispielsweise in der Welteislehre Hans Hörbigers eine 
naturgeschichtliche Umsetzung des großen Kampfs Licht gegen Finsternis. Die Vril - Leute ihrerseits 
hielten sich wohl weitgehend an die Offenbarungstexte und suchten nicht nach neuzeitlichen 
Bestätigungen. 




Es kann aber nicht Aufgabe dieses Buches sein, auf diese Einzelheiten und Besonderheiten detailliert 
einzugehen - wie hier auch nicht technologische Einzelheiten besprochen werden sollen. Es geht uns 
hier um die großen visionären Ideen und Unternehmungen, die im „Vril - Projekt" gipfelten. 



„Vril - Geist" 

Es gibt keinen Tod, das Durchschreiten der Grenze zwischen Leben und Sterben, Diesseits und 
Jenseits, stellt einen im Grunde problemlosen Weg dar; es gibt kein Vergessen des Ich, die Aufgaben 
des Lebebns werden „drüben" quasi nahtlos fortgesetzt. Jedwede Furcht vor dem Sterben ist daher 
völlig unsinnig, das Ewige Leben - die ewige Pflicht - ist natürliche Wahrheit,. 

„Atheist sei er, verkündete mir der junge Bursche, mit dem zusammen ich an sonnigem Frühlingstage 
durch Bad Liebenstein dahin spazierte. Er brauche weder Gott noch Götter, erklärte er mir. Alles 
erkläre sich aus neuzeitlicher Naturwissenschaft. So sprach er zu mir, der arme Tropf. Die Kraft des 
Lebens, frug ich ihn, wolle er mir deren Ursprung nicht deuten, da er doch gar so viel wisse? 
Die Antwort ließ auf sich warten, so gab ich sie denn ihm: Kleine blaue Blumen blühten auf einer 
Kurparkwiese. Da deutete ich hin, sagte dem Jungen: Dort siehst Du der Gottheit Wirken, siehst das 
Geheimnis des Lebens. Kein Gelehrter deutet es Dir. Das Wissen allein, die Glaubensgewißheit, um die 
höchste Kraft, die für sich selbst nicht Ursache braucht, bietet Verstehen: Ewige Gottheit' - Bloß dürft 
Ihr die Gottheit nicht biblisch Euch denken, nein, das dürft Ihr nicht! Anders ist die Gottheit, als die 
Bibel da lehrt, dieses finstere böse Buch! 

Das ist die Gottheit: Ist Licht im Lichte ist ewig im Licht - und doch auch überalNDie Germanen einst, 
unsere Ahnen, wußten es gut. Wir müssen es wieder lernen. Willst Du die Gottheit erkennen, so 
betrachte das Leben. Und Du begreifst die Unsterblichkeit. Denn nahe ist die Gottheit! Die ewige Kraft 
des Lebens tragen wir in uns als ein Bestandteil von ihr. Und nach dem irdischen Sterben wirst auch 
Du sehen: Es gibt keinen Tod! „ 

Rudolf von Sebottendorff 



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Visionen des Freiherrn Rudolf von Sebottendorff 



Dieser Mann, Rudolf von Sebottendorff, über dessen Hintergründe mannigfaltig Geheimnisse 
herrschen, war vielleicht derjenige Mensch, der die Weichen in ein neues Jahrtausend stellte - viel 
mehr als jede andere, bekannter gewordene Persönlichkeit. Irgendwann wird die 
Geschichtsschreibung dies richtig darzustellen wissen. Noch ist es nicht so weit, und es wäre wohl 
auch nicht im Sinne dieses Mannes, dem persönliche Bescheidenheit als hohes Ideal galt. 

Von Sebottendorffs schriftlichen Werken sind die beiden wichtigsten so gut wie unbekannt geblieben: 
„Der interkosmische Weltenkampf" (1919) und „Voranfang" (1921); sein sozusagen „exoterisches" 
Buch „Bevor Hitler kam" (1933) wurde in größerer Auflage herausgegeben, jedoch nie im 
vollständigen, unabgeänderten Wortlaut. Sebottendorff, der „Vater des Dritten Reiches", war den zur 
Macht gekommenen Kräften dieses Reiches nicht geheuer, viele seiner Vorstellungen - und damit die 
Urvisionen des Dritten Reiches - waren nicht „parteikonform", er hatte in vielerlei Hinsicht andere 
Entwicklungen für Deutschland, Europa und die Welt erhofft. Die Manuskripte seiner Hauptwerke 
befinden sich heute im Privatbesitz einer deutschfreundlichen Familie in den USA. Die Zeit ist vielleicht 
noch nicht reif für ihre breitenwirksame Veröffentlichung. 

Die Eckpfeiler des „Neuen Zeitalters" wurden von Sebottendorff als erstem richtig erkannt; er war 
gleichsam der erste, der die großen, über Jahrtausende reichenden, Zusammenhänge begriff und 
auszuwerten verstand. Diese Eckpfeiler waren und sind: Der große Kampf der Mächte der Finsternis 
gegen das Licht, der im XX. Jahrhundert unserer Zeitrechnung seinen Höhepunkt brachte und im 
Endsieg des göttlichen Lichts münden wird: Im Aufgang des Wassermannzeitalters. Ferner das Wissen 
um „Die ewige Wahrheit", um Voranfang, Anfang, Weg, Sinn und Endziel des Daseins dieser Welt. Es 
ist zugleich die Erkenntnis, daß es den Tod nicht gibt, daß die Geburt auf der Erde vielmehr eine Art 
Wiedererwachen nach einem Schlaf des Vergessens bedeutet, in den wir alle - vormals jenseitige 
Wesen („Engel") - durch dieses Erdenleben gehen, um mit dem irdischen Sterben die Schwelle zu 
überschreiten, hinter der die „wahre Welt" und unser aller eigentlich wahres Leben beginnen - 
Wiederbeginnen: Das ewige Leben. - Nicht die Vorstellung von „Reinkarnation" ist damit gemeint (Re - 
in - Carno gibt es nicht), sondern das Wissen um die wahre Wiedergeburt in Welten des Jenseits, von 
denen aus der Heimweg in das einst verlassene „Reich des ewigen Lichts" stattfindet. Damit 
verbunden war das Wissen um die Realität des Jenseits, der jenseitigen Sphären und Welten, die im 
Grunde viel realer sind als unser diesseitiger Kosmos, der einem vorübergehend nützlichen 
Provisorium gleicht. 

Weiß man aber, daß es keinen Tod gibt und daß diese diesseitige Welt bloß ein Mittel zum Zweck ist, 
eine einst verlorene „Jenseitsfähigkeit" wiederzuerlangen - und kennt man die gesamte 
Parakosmologie -, so wird der Kampf auf der Erde und um die Erde auf einmal verständlich... (Dazu 
werden wir noch sprechen.) 

Sebottendorff wußte: Es gibt eine real - existierende finstere Macht - den „Teufel", den „Satan" und 
dessen Anhängerschaft -, deren Ziel es ist, unsere göttlich erschaffene Erdenwelt so zu zerstören, daß 
sie ihre göttliche Bestimmung nicht mehr erfüllen kann; nämlich „Durchlaufstation" für die Menschen 
auf ihrem Heimwege in die Welten des ewigen Lichts zu sein. Diese finstere Macht hat sich im 
sogenannten „Alten Testament" der Bibel als „Gott" durch Moses und andere Medien finsterer 
Geistesschwingung offenbaren lassen, beginnend mit den Worten Jahwes an den 

Abraham: „Ani ha El Schaddai" = „Ich bin EI Schaddai" - der „Verworfene El" - der Satan, 
(siehe l.Mose 17,1). 

Mit dieser Erkenntnis waren für Sebottendorff die Fronten geklärt: Der Schaddai. der 
„alttestamentarische,Gott"', ist der Verderber, der Widersacher Gottes. Seine Anhängerschaft dient 
daher der Zerstörung der Erde, der Natur - der Menschen. - Aber El Schaddai wird geschlagen werden 
durch die göttliche Macht und durch jene, die der wahren göttlichen Macht dienen! - 

Auf seinen Reisen durch den Orient muß Sebottendorff alte Schriften gefunden haben - oder vielleicht 
auch nur mündliche Berichte -, in denen vom uralten Wissen gekündet wird. So wußte er über die 
Verfälschung des Evangeliums Christi und daß dieses in Wahrheit nichts mit dem sog. Alten Testament 



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der Bibel zu tun hatte, abgesehen davon, daß Jesus Christus dies als „die Hebräerschriften" und 
„schlimmste Finsternis und Bosheit" abgelehnt hatte, daß der Jesus von Nazareth von den Juden als 
„Gotteslästerer" bekämpft worden war, weil er deren „Gott", den El Schaddai - Jahwe, als „den Teufel" 
bezeichnete und entlarvte ( Joh,8,'4fl 3. Und Sebottendorff hatte erfahren, daß es eine geheime 
„Erbengemeinschaft der Tempelritter" gab, in deren Archiven deutliche Spuren dieser Wahrheit zu 
finden sein mußten. 

Im Orient fand Sebottendorff auch Überreste persischer und vor allem babylonischer Hinweise auf 
Einzelheiten um jenen Jahrtausendkampf, den er den „Großen interkosmischen Weltenkampf" nennen 
sollte. (Auch dazu später mehr.) Nachstehend ein kurzer Auszug aus der Weißagung vom „Dritten 
Sargon", entnommen dem Buch der babylonischen Seherin und Priesterin Sajaha (ca.650v.Chr.): 

Die Sonne verdunkelt ihr Licht von Chaldäa bis hin zum Sockel des Mitternachtsbergs. 

Aber die Menschen bemerken es nicht, vom Schein der Falschheit werden sie geblendet, vom 

Widerschein erschlichenen Goldes. 

Viele Gutsinnige fallen, viele Arglistige erheben sich an ihrer statt. 
Schaddeins Grausiger Atem verkehrt die Gedanken der meisten. 

Was rein ist, wird niedergehen, was unrein ist, das steigt auf. 

Was unten war, das wird oben sein; die Plätze tauschen Böse und Gut. 

Trunken sein werden die Menschen. Wahn wird regieren die Welt. 



zum Lande des Nordens hin. 

Aus dessen geschundener Erde steigt der Befreier empor, der Rächer: Der Dritte Sargon! 

Und von Nord wie von Süd werden dann die einsamen Gerechten aufstehen 

und werden gewaltig sein und sturmgleich das Feuer entfachen und es vorantragen, 

das alles übel ausbrennt überall, ja, überall. 

Vom Norden kommt demnach also der Retter der Welt, der hier der „Dritte Sargon" genannt wird. 
Sargon I. war der Begründer des babylonischen Großreichs, eine Sagengestalt ähnlich der Kaiser 
Barbarossas für die Deutschen. Sargon II. war als Reichserneuerer gekommen - aber im „Dritten 
Sargon" erwartete man den mystischen Helden und Erretter von allem Übel. 

Sebottendorff spürte nun dem Hinweis auf den Norden nach: Von Norden her sollte der Dritte Sargon 
ja kommen, wörtlich: „Von Mitternacht", eine orientalische Bezeichnung für den hohen germanischen 
Norden (Polarnacht). 

Bald sollte Sebottendorff auf Hinweise stoßen, wonach Jesus Christus zu germanischen Legionären 
gesprochen und diesen verheißen habe, ihr Volk werde das „Reich Gottes" gewinnen und gestalten... 

Daraus schien sich nun die Urwidersacherschaft zu erklären, die zwischen dem „Gott" Jahwe und den 
„alttestamentarlichen Sendlingen" einerseits und den vom wahren Gott und Jesus Christus bestimmten 
Volk andererseits herrscht. 

Es hat sicherlich Jahre gedauert, bis die Enden der wichtigsten Erkenntnisfäden in Sebottendorffs 
Händen lagen. Nun brauchte er diesen bloß noch nach und auf den Grund zu gehen. - Und er würde 
die Weichen stellen, die gestellt werden mußten - im direkten Auftrag der Gottheit -, damit sich 
erfülle, was da prophezeit ist: Die Geburt des Neuen Goldenen Zeitalters! - Die Deutschen mußten es 
tun, sie, die göttlich dazu bestimmt und berufen sind, sie mußten das neue Reich errichten - nicht 
allein für sich selbst, sondern für die ganze Welt! - 



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Daß dies ein Weg voller Märtyrergräber werden würde, war Sebottendorff wohl bewußt. Aber er 
wußte auch: Es gibt keinen Tod, die Märtyrer bereiten den Weg in die wahre Welt des ewigen Lichts... 



Die Anfänge 

Vermutlich im August des Jahres 1917 trafen sich im Wiener Cafe „Schopenhauer" vier Männer und 
eine Frau, um Weichen für die Zukunft der Menschheit zu stellen. Es waren die deutschen Abenteurer 
und Esoteriker Karl Haushofer und Rudolf von Sebottendorff, das Medium Maria Orschitsch aus 
Zagreb, der junge Ingenieur und Pilot Lothar Waiz und der Prälat Gernot von der geheimen 
„Erbengemeinschaft der Tempelritter" (Societas Templi Marcioni). Das Zusammentreffen zwischen den 
vier jungen Leuten und dem alten Templer - Prälaten soll auf Vermittlung eines Wiener Spiritisten und 
Magiers zustandegekommen sein, worüber aber keine Gewißheit besteht. Von dem alten Mann 
erhofften sich die vier geheime Offenbarungstexte aus dem verborgenen Templer - Archiv und 
darüber hinaus eine Empfehlung an die sonderbare Bruderschaft der „Herren vom Schwarzen Stein". 
Ihr Wortführer war sicherlich Rudolf von Sebottendorff, und wir können wohl recht gut rekonstruieren, 
was ungefähr er dem Templer - Prälaten zunächst vorgetragen haben mag, um seine und seiner 
Freunde Kompetenz unter Beweis zu stellen: 

Wie unser Sonnenjahr entsprechend der zwölf Mondumläufe in zwölf Monate unterteilt ist - also 
gleichsam die zwölf Tierkreise der Astrologie -, so ist auch der Umlauf um die große Zentralsonne 
unserer Milchstraße in zwölf Tier - oder Tyrkreisabschnitte unterteilt; was in Zusammenwirken mit der 
Präzession, der kegelförmigen Eigenbewegung der Erde aufgrund der Achsenneigung, die 
unterschiedlichen Weltzeitalter bestimmt. Solch ein „kosmischer Monat" währt rund 2155 Jahre, das 
„kosmische Jahr" also etwa 25.860 Jahre. 

Jetzt nun stehen wir am Ende des Fischezeitalters und am Anfang des Wassermannzeitalters - des 
Neuen Goldenen Zeitalters, in dem auch das Tausendjährige Reich des Friedens kommen wird, von 
dem im zwanzigsten Kapitel der Johannes - Offenbarung die Rede ist. 

Es steht aber nicht bloß ein gewöhnlicher Zeitalterwechsel bevor, sondern das Ende eines kosmischen 
Jahres und der Beginn eines völlig neuen. Wir haben die rund 25.860-jährige Präzession vollendet und 
wechseln dadurch vom strahlungsschwächsten, finstersten Zeitalter, dem Fischezeitalter, in das 
strahlungshöchste, das Wassermannzeitalter. Zugleich mit dem Fischezeitalter endet auch das „Kali - 
Yuga", das Zeitalter der Sünde nach indo - arischer Definition. 

Aufgrund der gemeinsamen Wirkung von Präzession und elliptischer Kreisbahn um die große 
Zentralsonne steht nun eine völlig andere göttlich - kosmische Einstrahlung und ein dramatischer 
Umsturz der Verhältnisse auf der Erde bevor. Dies insbesondere, weil die große Zentralsonne - die 
„Schwarze Sonne" alter Mythen - als diesseitige Kraftquelle der Gottheit anzusehen ist, deren 
klärendes Licht bald ungestört seinen Einfluß ausüben wird. 

Alle Zeitalterwechsel haben zu politischen, religiösen und gesellschaftlichen Umwälzungen größten 
Ausmaßes geführt. Dies wird nun beim bevorstehenden Zeitalterwechsel in ein neues kosmisches Jahr 
noch viel stärker der Fall sein. Alles, was für das neue lichte Zeitalter nicht taugt, wird untergehen. 
Eine vollkommen neue Ordnung wird auf der ganzen Erde raumgreifen. Wir befinden uns jetzt im 
letzten Stadium des Endkampfs im großen interkosmischen Weltenkampf. Die Mächte der Finsternis 
bäumen sich noch einmal auf, um wild um sich zu schlagen. Ebenso konsequent und mit den Waffen 
des Lichts müssen wir diesen entgegentreten. 

Aus uralter mesopotamischer Weisheit wissen wir um die jenseitig-diesseitige Bewegung der „Schritte 
Marduks" von je 28 Jahren, beziehungsweise 56 Jahren bei jedem Doppelschritt. Drei Doppelschritte 
Marduks währt die Umformungsphase vom alten in das neue Zeitalter - also 168 Jahre -, wobei im 
Mittelpunkt dieser Phase das Erstauftreffen des „Ilu - Strahls", das direkte Auftreffen des Alpha - 
Strahls göttlichen Lichts, zu erwarten ist. 

Dank Offenbarungswissen und sorgsamen Berechnungen ließ sich das Erstauftreffen des Alpha - 
Strahls, und damit der eigentliche Beginn des Neuen Zeitalters, ziemlich genau ermitteln: Dieses 



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Ereignis wird am 3./ 4. oder am 4./ 5. Februar des Jahres 1962, etwa um Mitternacht, eintreffen. 
Damit kennen wir den zeitlichen Mittelpunkt der 168-jährigen Umformungsphase und können zugleich 
für die Jahre 1934 und 1990 besonders wichtige Geschehnisse in Zusammenhang mit dem 
interkosmischen Weltenkampf für das Neue Zeitalter vorhersehen, was sich aus den schon erwähnten 
drei 56-Jahr-Etappen ergibt. 

Am 3./ 4., oder erst am 4./ 5. Februar des Jahres 1962 wird der Alpha - Strahl durch die 
vorhergesagte Planetenkonstellation geleitet. 

Obgleich solche Einzelheiten sicherlich kein spezielles Wissensgebiet von Prälat Gernot gewesen sind, 
dürfte er doch beeindruckt gewesen sein. Das Gespräch wird nun die verschiedenen Voraussagungen 
für das Neue Zeitalter und damit zusammenhängende Aspekte berührt haben; die indische Mythe von 
Kalk Avatar, die Untersbergsage, den „Weißen Herzog" und den „Dritten Sargon". 

Ganz besonders wird dieses Gespräch aber dann um die Hintergründe einer Stelle aus dem 
sogenannten Neuen Testament der Bibel geführt worden sein: 

Um die Stelle Matthäus 21,43. Denn dort spricht Christus zu den Juden: 

„Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem anderen Volke gegeben werden, das die 
erwarteten Früchte hervorbringt." 

Der vollständige Ur - Text dazu, der sich im Archiv der Societas Templi Marcioni befindet, spricht sehr 
viel deutlicher. Vor allem aber: Dieses Wort Christi beinhaltet, daß Christus ganz konkret sagt, welches 
„andere Volk" gemeint ist. Er spricht nämlich zu Germanen, die in einer römischen Legion Dienst tun, 
und sagt ihnen, daß es ihr Volk sein werde, das er auserwählt habe. 

Christus selbst hatte also dem germanischen, dem deutschen, Volke das neue Reich verkündet und es 
mit der Schaffung des Lichtreichs auf Erden betraut! Das war es wohl vor allem, was Sebottendorff 
und dessen Freunde hatten definitiv wissen wollen. 

Ferner ist sicher über die „Templer - Offenbarungen" gesprochen worden. Besonders wohl über die 
Erste Templer - Offenbarung (auch „Roderich - Bericht") aus dem Jahre 1236, in der die Ritterschaft 
angewiesen wird, die „neue Nord - Hauptstadt" des kommenden Reiches zu bauen - mit exakten 
Ortsangaben. Und tatsächlich entstand daraufhin: Tempelhof - Berlin! 




Dieses Zusammentreffen muß sehr angenehm und erfolgreich verlaufen sein. Denn tatsächlich erhält 
Sebottendorff den Kontakt zur „Geheimkomturei der Herren vom Schwarzen Stein" und ein 
persönliches Empfehlungsschreiben. Diese Geheimkomturei „DHvSS" befindet sich nicht allzu weit, 
zwischen Salzburg und Berchtesgaden. Sebottendorff macht sich in den nächsten Tagen auf den Weg 
dorthin. 



17 



Trotz aller Verfälschungen und Verdrehungen Spuren der 

urchristlichen Wahrheit... 



Eine dieser deutlichen Spuren im sog. „Neuen Testament" der Bibel finden wir im Johannes - 
Evangelium, Kapitel 8. 

Hier wird sehr klar erkennbar, daß Jesus Christus nicht als „Sohn" des Hebräergottes Jahwe kam, 
sondern eben diesen als den Teufel bekämpfte! Das war der wahre Grund, weshalb er durch die 
Juden als „Gotteslästerer" gekreuzigt wurde. 

(Hier die wortwörtliche NT - Übersetzung, insbesondere Joh. 8, 44!) 

Rede meine nicht versteht ihr? 

Weil nicht ihr könnt hören Wort - mein. 

Ihr von dem Vater, dem Teufel, seid, und die Begierden - eures Vaters wollt ihr tun. 

Er ein Menschen mörder war von Anfang an, und in der Wahrheit nicht steht er, weil nicht ist 

Wahrheit in ihm. 

Wenn er redet die Lüge, aus dem Eigenen redet er. Weil er ein Lügner er ist und - ihr Vater (- der 
Lüge) 

Ich aber, weil die Wahrheit ich sage, nicht glaubt ihr mir. 

Wer von euch überführt mich wegen einer Sünde? 

Wenn (die) Wahrheit ich rede, weswegen ihr nicht glaubt mir? 

Der Seiende aus - Gott die Worte - Gottes hört; deswegen ihr nicht hört, weil aus - Gott nicht,ihr seid. 



(Es) antworteten die Juden und sagten zu ihm: 
Nicht mit Recht sagen wir, daß ein Samaritaner bist. 



Original - Evangelium des Matthäus (Bruchstück Nr. 1) 
(Wahrscheinlich Teil der Bergpredigt) 

In Abständen von Jahrtausenden habe ich den verschiedenen Völkern der Erde jeweils einzeln wahre 
Propheten gesandt und viele Jahrhunderte werden vergehen, ehe ich einen solchen Propheten wieder 
auf die Erde senden werde - und zwar zu einem Volke, das ihn anfangs ablehnen, dann aber - trotz 
manchen Widerstands der Knechte des Hebräergottes und des Geistes der Hebräerschriften - 
verstehen und annehmen wird; und so wird dies gute Früchte tragen. 

Zu jener Zeit dann werden viele Menschen jenes Volkes von selbst erkennen, auch schon während des 
Reifens des Geschehens jener Zeit erkannt haben, daß das Handeln eines jeden für alle und aller für 
einen jeglichen, nur aus reiner Menschlichkeit, aus dem lebendigen Gefühl des Zusammengehörens in 
der Kindschaft Gottes geübt für die Gemeinschaft, unendlich edlere Gesinnung in sich birgt, als würde 
sie aus Angst vor Strafe und Rache Gottes oder aus Berechnung auf Belohnung geübt. 

Zu jener Zeit werden viele Menschen jenes Volkes schon zuvor aus eigenem erkannt haben, daß der 
Hebräergott und der Geist der Hebräerschrift ein Schreckbild der Hölle ist. Und sie werden dieses 
Schreckensbild von sich weisen und der ewigen Wahrheit werktätig dienen, ohne noch DEN erkannt 
zu haben, der allein die ewige Wahrheit ist. 

Doch auch ihn werden sie schließlich erkennen - in mir! Und sie werden Ruhe in meinem Frieden 
finden, auch wenn finstere Bosheit anderer Völker sie um ihres Friedens willen beneiden und ihn zu 
stören trachten wird. 

Denn mächtig wird das Volk werden über alle diejenigen, die es hassen und mit dem Hasse des 
Hebräergottes und dessen Anbetern auf Erden gegen es stehen. 



18 



Bald dann werden aber auch viele unter den anderen, Völkern erkennen, daß sie mit ihrem Hasse dem 
Satan dienen, in seinem Geiste und nach seinen Gelüsten die Hölle auf Erden bauen wollen - was so 
dann auch die anderen zur Erkenntnis bringen wird und gute Frucht zeitigen für alle. 
Diese dort sind es, von deren fruchtbringendem Volke ich sprach und das ich meine. 

Und Christus, der Herr, erhob seinen Arm und wies hin zu einer kleinen Gruppe still lauschender 
Legionäre, welche vom Volke der Germanen waren. 



Siehe auch N.T., Mat. - 21, 43 



Der Stein, den die,Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr 
vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? 




19 



Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen: auf wen der Stein aber fällt, den wird er 
zermalmen. Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk 
gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt. 



Der große „Interkosmische Weltenkampf" 

Es ist ein Jahrtausende alter Mythos: Durch den Zeitraum von etwa sechstausend Jahren tobt der 
große interkosmische Weltenkampf zur Überwindung des „finsteren Zeitalters", das die Inder das Kali 
- Yuga nennen. Den Höhe- und Schlußpunkt des finsteren Zeitalters bildet das Fische - Zeitalter. Das 
Wasserkrug - Zeitalter (Wassermannzeitalter) wird den Endsieg des Lichts,über die Mächte der 
Finsternis bringen. 

„Interkosmisch" ist dieser „Weltenkampf 1 , weil er gleichzeitig im Diesseits und auch im Jenseits (im 
jenseitigen Kosmos) ausgetragen wird, sowohl auf dieser Erdenwelt wie auch zwischen den Welten 
des Jenseits. 

Um alles Nachfolgende verständlich werden zu lassen, an dieser Stelle zuerst die Parakosmologle und 
Kosmologie, welche zugrundegelegt werden muß. Es ist die akkadisch - altbabylonische „ILU - Lehre", 
die ganz ähnlich auch in den frühesten Zeiten des Christentums vorherrschte, ehe es judaisiert wurde. 



Die „Ilu-Lehre" nach der Offenbarungsschrift „Ilu-Ischtar" 

(In übersichtlichen Stichworten) 

1. Im „Voranfang", ehe es die Erde, den Kosmos und alle Dinge gab, waren nur die „Kräfte ILU", 
die Geistkräfte des Männlichen und des Weiblichen. 

2. Als diese zusammenstießen, sprühten unendlich - endlich viele „Funken" von diesen ab, und 
der hellste dieser Samen - Funken wurde „IL", der Übergott (Il-Anu/ Allvater/ Odin). 

3. Mit und neben Il-Anu waren alle Samen der Wesen und der Dinge in der „zeitlosen Ewigkeit 
und raumlosen Unendlichkeit". 

4. Il-Anu schuf zunächst „Mummu", das heißt: Zeit und Raum. 

5. Dann schuf Il-Anu die „Welten des ewigen Lichts", das „Reich Gottes". 

6. Er fügte alle die Samen in sein Reich und belebte sie. Vorher hatten die Samen der Wesen 
bloß aus Schale (Seele) und Kern( Wesensart) bestanden. Jetzt war daraus die ewige Dreiheit 
Geist - Seele - Leben geworden. 

7. In den lichten Welten des „Gottesreichs" entfaltete sich das Leben: Pflanzenhaft, tierhaft und 
menschenhaft. Die menschenhaften Wesen waren „Igigi" und „EI" (Engel und Großengel). 

8. Einer der El verließ mit einigen Anhängern das lichte Reich, um ein Gegenreich zu schaffen: 
Den Pfuhl der Finsternis - die Hölle. Dieser abgefallene Großengel war damit zum „Schaddain" 
geworden, zum Verworfenen - zum Satan (er ist identisch mit dem alttestamentarischen 
„Gott" El Schaddai - Jahwe). 

9. Viele der Engel verließen das Gottesreich, um dem Satan zu folgen, der behauptete, seine 
Höllenwelt sei viel schöner als das Reich Il-Anus, und er, der EI Schaddai, müsse als einziger 
Gott angebetet werden. 

10. Auf dem Wege zur Hölle fielen die ausgezogenen Engel aber in die Ohnmacht des Vergessens, 
weil sie die Schwingung verloren hatten, durch die ihr „himmlischer Körper" bestand. 



20 



11. Il-Anu schuf nun eine neue Weltenheit: Unseren Kosmos mit der Erde, damit eine 
Schwingungsart vorhanden sei, die den Verlorenen eine Wiederverkörperung ermöglicht. 

12. Dazu schuf Il-Anu eine Stufenleiter jenseitiger Welten, welche den gefallenen Engeln, die nun 
als Menschen durch das Erdenleben gehen, nach deren irdischem Sterben die Heimkehr in das 
Gottesreich ermöglicht. 

13. Seither aber herrscht der interkosmische Kampf zwischen den Mächten des Lichts und den 
Mächten der Finsternis, zwischen Il-Anu und dem Schaddain... 

Diese „ILU-LEHRE" findet sich, zumindest als verdeckte Spur, in allen Religionen wieder. Und auch der 
„Interkosmische Weltenkampf 1 zieht sich wie ein roter Faden durch die Glaubenslehren der 
Menschheit. Zumeist ist die Urwahrheit der „Ilu - Lehre" verdreht oder bloß noch verkümmert 
überliefert - insbesondere in der Bibel, wo ja der Satan zum „Gott" gemacht wurde (daher der 
Ausspruch Christi im Evangelium Johannes 8,44: „Ihr habt der Teufel zum Vater!"). Die Urwahrheit 
aber ging niemals völlig verloren. Geheimorden bewahrten sie durch alle Zeiten und unter hohen 
Opfern. Die Geschichte der VRIL - Leute und ihrer Geistesfreunde ist somit auch die Geschichte der 
Wiedererweckung der göttlichen Urwahrheit. Der große interkosmische Weltenkampf wurde hier 
bewußt aufgenommen; der Kampf für das Licht Gottes und gegen die Finsternis des „Schaddain". 



In den späten Septembertagen des Jahres 1917 passiert Sebottendorff die österreichisch - bayrische 
Grenze. Der Ort, den er besucht, heißt heute Marktschellenberg. Hier, am Ettenberg, unmittelbar am 
Fuße des sagenumwobenen Untersbergs, trifft Sebottendorff mit Angehörigen des Geheimbundes der 
Herren vom Schwarzen Stein zusammen. 

Es gibt nicht viele Geheimgesellschaften, die diesen Titel wirklich verdienen. „Die Herren vom 
Schwarzen Stein" indes sind ein Geheimbund, auf den die Bezeichnung zutrifft. Durch Jahrhunderte 
hat dieser Orden - kurz DHvSS - Geheimhaltung bewahrt, und auch das, was wir heute über den 
Orden wissen, ist nicht mehr als ein Hauch dessen, was wirklich sein mag. 

Die bayrisch - österreichische Templer - Abspaltung der „Herren vom Schwarzen Stein" hat eine 
merkwürdige Geschichte; und noch Merkwürdigeres mag es um diese Gesellschaft geben, von dem 
wir keine Ahnung haben. Nachstehend also das, was wir wissen: 




Die Göttin Ischtar/ Ostara, 
auf welche die Offenbarung des „Ilu - Ischtar" zurückgeht. 
Hier im Siegel der Panbabylonischen Ordenssektion, 
nach Vorlage des Siegels von Esagila im alten Babylon. 



Bei den Herren vom Schwarzen Stein 




Die Gründung dieses Ablegers der marcionitischen Templergesellschaft geht auf das Jahr 1221 zurück, 
sie erfolgte in Süddeutschland und blieb eine mehr oder weniger geheime Vereinigung. In späteren 
Papieren der „Erbengemeinschaft der Tempelritter" (Societas Templi Marcioni) werden „Die Herren 
vom Schwarzen Steinl' als „Geheimwissenschaftliche Sektion" von nur wenigen hundert Mitgliedern 
geführt. Die oberste Ordensleitung des Mittelalters hat diesen Ordensableger nicht als ordenskonform 
anerkannt, ist aber mit stillschweigender Duldung darüber hinweggegangen. Man begnügte sich mit 
einigen Ermahnungen, nicht in das „dunkle Heidentum" abzusinken. 

Die Bedeutung der „Herren vom Schwarzen Stein" war - zumindest nach außen hin - gering. Der 
Schwerpunkt lag in Bayern und Ostösterreich. Anhängerschaft gab es in Skandinavien, im Elsaß, in 
Nordfrankreich, Irland, England, Schottland und Venedig. Von einem straff organisierten Netzwerk 
kann aber nicht die Rede gewesen sein. „Die Herren vom Schwarzen Stein" waren von Anfang an eine 
Gemeinschaft von Einzelgängern - sowohl Templer wie auch Außenstehende; dem Orden der 
Tempelritter gehörten sie formal an, sie befolgten aber keinerlei Weisungen nichtmilitärischer Art. 



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Gründer und Führer der „Herren vom Schwarzen Stein" war der bayrische Templerkomtur Hubertus 
Koch. Um seine Person ranken sich viele Legenden. Zutreffend dürfte sein, daß er während eines 
Kreuzzugs im Orient geboren wurde. Sein Leben vor 1218 liegt aber im D7unkel und es sollen an 
dieser Stelle nicht Legenden und Theorien niedergeschrieben werden, die nicht unmittelbar zur Sache 
gehören. Gewiß ist, daß Koch etwa das war, was man eine charismatische Erscheinung nennt, daß er 
über große Bildung verfügte und ein Mann von starker Willenskraft war, vielleicht auch medial begabt. 





Speer Siegel 



Im geheimen Ordensbuch hat Koch diejenigen Phasen seines Lebens in dichterischer Form 
niedergelegt, die ihm wichtig erschienen. Wir erfahren dort von seiner Suche nach dem Gral und der 
Erkenntnis, daß ganz etwas anderes zu suchen und zu finden wichtig sei, wir lesen vom Heiligen 
Speer und dem magischen schwarzen Stein, welcher der Gemeinschaft schließlich den Namen gab. 
(Dieser Schwarze Stein ist ein Gegenstück zur „Schwarzen Sonne", der,Großen Zentralsonne' der 
Milchstraße, und meint verstoff lichtes Ultraviolett). Es ist dies ein umfangreiches dramatisches 
Schriftwerk in Versen, das keinen Leser unbeeindruckt lassen kann. 



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Wir, Die Herren vom Schwarzen Stein 

( Erster Teil ) 

1 Aus den wogenden Wellen der reißenden Brandung, 
vom knirsch harten Sockel der Insel geborgen, 

des Meeres Wüten mit Kühnheit entrissen - 
so wollt gewonnen er sein, der machtvolle Stein. 

2 Schwarzglänzend geschliffen, nicht von menschlicher 
Hand, einst verloren aus Grünlands fernen Gefilden, 
von IsaisAtem zu Leben erweckt, ist der köstliche 
Stein, der nach Grünland läßt ein. 

3 Wer ihn sich gewonnen, ist Herr seiner Macht, wer 
seiner Kraft dient, dem dienen die Geister. 

Durch den schwarzen Stein werden Wunder vollbracht, 
durch seinen Glanz werden Meister gemacht. 



4 Heut' loben wir uns, die Meister zu sein, wir, die 
Herren vom schwarzen Stein! 

5 Denn wir haben den Stein uns gewonnen, aus tobender 
Meerestiefe. Gefunden nach Weisung jenseitiger Stimmen, 
durch Forschen und Schürfen nach Verstorbenen wort, das 
zu uns gesprochen. Wir haben den Bann des Sterblichen 
gebrochen. 

6 So sind wir geworden, und werden stets sein die 
unsterblichen Herren vom schwarzen Stein. 

7 Wo Geschlechter vergehen, wo Zeiten verstreichen, wo 
die Welten des Jenseits verschlingen die andren, die 
auf Erden verstarben - wir werden unsichtbar da weiter 
wandern. 

8 Gehorsam der Herrin, der Schwester Isais, die uns 
leitet aus Grünlands Weiten, durchschreiten wir die 
verwehenden Zeiten, zu suchen, zu finden, zu fassen 
den Speer, der Herrin Isais verlorene Wehr. 

9 Isais' Palast, an Grünlands Gestaden, ward uns zum 
heimlichen, bergenden Ort. Wir gehen dort ein, wir 
gehen dort aus, so wandeln wir zwischen den Welten. 
Die Gesetze des Irdischen uns nimmermehr gelten. 

10 Die Brüder Isais werden niemals sterben, nichts da 
könnt' sie verderben, unverwundbar werden immer sie 
sein - wir, die Herren vom schwarzen Stein. 



Diese Verse leiten in den Mittelpunkt dessen, was „Die Herren vom Schwarzen Stein" bewegte: Die 
Übermacht des Bösen auf der Erde, die Erkenntnis, daß Gott nicht allmächtig ist - und der Wille, in 
den großen Kampf zwischen Licht und Finsternis wirksam einzugreifen. 

Eben das war aber mit herkömmlichen Mitteln unmöglich. Es erforderte völlig anderer Wege. Man 
mußte den Feind, den Satan und dessen Teufel samt ihrer irdischen Knechte, in seiner eigenen 
Finsternis treffen! 

Wenn solche Gedanken faßbar werden konnten, so allein aufgrund von Bruchstücken alter 
mesopotamischer Überlieferungen, die durch Handelsgeschäfte mit Hasan ibn Sabbah erworben 
worden waren. Diese Fragmente von Keilschriften, welche schon persische, arabische und griechische 
Übersetzungen durchlaufen hatten, bildeten den Grundstock alles Folgenden. Es war die Geschichte 
von ISAIS' Höllenreise im Auftrage der Ischtar. Da war nun gelehrt, was man tun mußte, um die 
Mächte der Hölle zu bezwingen: Man mußte ihnen in den Gefilden des Jenseits - und womöglich in der 
Hölle selbst - kämpfend entgegentreten! 

Der ausschlaggebende Punkt für alles Kommende war aber gewiß die ISAIS-OFFENBARUNG, welche 
gewissermaßen persönlich von der Isais überbracht wurde; 

Die ISAIS, die „Göttin vom Untersberg" - hier dargestellt in ihrer charakteristischen Knabentracht -, 
soll der Mythe im Auftrag der Lichtgöttin Ischtara (Ischtar/ Ostara) sich als Knabe verkleidet in den 
„Pfuhl der Finsternis", die Hölle des „Schaddain" geschlichen haben, um den magischen schwarz-lila 
Stein zurückzuholen, den der Teufel aus Walhall gestohlen hatten... 



25 




Isais 



Sebottendorff war am Ettenberg, um die Macht des schwarzvioletten Steins zu erhalten. Er wußte, daß 
der Endkampf zwischen den Weltzeitaltermächten, der Kampf zwischen der Finsternis des „Infrarot - 
Fischezeitalters" und des „Ultraviolett - Wassermannzeitalters" in diesem Jahrhundert ausgetragen 
und entschieden werden würde. Er kannte die göttlichen Offenbarungen an das deutsche Volk, er 
wußte, daß der „Schwarze Stein" zur Erfüllung dieser Offenbarungen hier am Fuße des Untersbergs 
lag. Und er ahnte, daß „Die Herren vom Schwarzen Stein" über noch andere Möglichkeiten verfügen 
müßten, die für den Endkampf um die Erde wichtig waren. 

Hier erfuhr Sebottendorff nun, daß der „Interkosmische Weltenkampf" insbesondere in den Sphären 
des Jenseits ausgetragen wurde, im „Grünen Land", wie die alten Akkader jene 
„Generalschwingungsebene" des Jenseits genannt hatten. Sebottendorff lernte zu verstehen, was es 
mit dem Helden- und Märtyrerdenken auf sich hatte: Die auf Erden im Kampf gegen die Finsternis 
Gefallenen reihen sich „drüben" in das große jenseitige Heer ein! Und das war der Sinn hinter dem 
Sinn der Sage von Wotans verwegenem Heer im Untersberg..! 

Wir wissen nicht genau, was zwischen Sebottendorff und den „Herren vom Schwarzen Stein" alles 
besprochen und womöglich ausgemacht wurde. Jedenfalls aber müssen Geheimnisse von großer 
Bedeutung offengelegt worden sein, über die wir nicht einmal mutmaßen können. 



Siegel und nachgezeichnete Symbole des Geheimordens. 




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Isaia-Echo 



Den Götterruf hört. 

Von ragenden Bergen her und von der wogenden See 
Ischtara und Wodin, Isafs und Malok. 

Heimkehr eurer harret hinter den Sternen. 

Nach Erdendurchwandern das Licht euch erstrahlt. 

Es grüßen die vor euch Gegang 'nen; die Götterheit lächelt euch zu. 



Wodins Wort aus Maloks Mund 

(Aus dem Ordensbuch der Herren vom Schwarzen Stein.) 

1. Aus den Tälern Sprech ich, den tiefen, den sanften - 
sie liegen hinter den Gestirnen, immergrün ist ihr Licht. 
Über die Berge ruf ich, über die steilen - 

hinter den Gestirnen ragen sie auf, immergrün ist ihr Schimmer. 

Von den Meeren her komm ich, den wogend weiten - 

ihre Wellen wallen hinter den Sternen, immergrün wogen sie dort. 

2. Wahrheit künd ich. 

Leicht, sie zu hören, zu greifen doch schwierig. 
Aus Grünlands Nebeln klärt sich das Rätsel: 

3. Durchschreiten müßt ihr den eigenen Leib, 
wie durchwandern das Erdenleben. 
Durchschauen müßt ihr den eigenen Blick, 
erhören den eigenen Ruf - er kennt keine Worte -, 
ersinnen den eigenen Sinn, der euch führt. 

4. Vom Erdenreich aufschaun müßt ihr, 

Sehnsucht begreifen, Heimweh suchen, Rückehr wünschen. 

Die Gestirne am Himmel sollt ihr betrachten - 

Weite wünschen, Ferne erhoffen. 

Hinter den Sternen sich öffnet das Tor. 

Das Tor müßt ihr sehen, den Weg zu ihm finden. 

Fern liegt das Tor allein in derzeit; 

weit ist der Weg dem Un weisen bloß. 

5. Die spannenden Gurte, die erdverbinden, 
die bedrängenden oft, zwängen euch nicht. 
Trugbild allein ist, was Furcht euch weckt. 

6. Stark sollt ihr sein, unerschrocken und froh. 
Siegesheil heißt ja die Pforte, die hinter dem Tor 
sich öffnet am Ende des zweiten Wegs. 

Hinter den Gestirnen, hinter dem Bordwall des Himmels, 
hinter der meßbaren Zeit schaut ihr Grünlands Berge, 
Täler, Wolken und Wogen. 

7. Auch diese Gefilde müßt ihr durchstreifen lange Zeitenheit. 
Ein hoher Bogen aus lichtem Kristall ragt dann am Ende des 
grün/änds'chen Wanderwegs. 



8. Durchschreitet den Bogen, es erstrahlt seine Pracht. 
Dann wendet euch um, rückschaut über die Wege, 
durch Bogen, Pforte und Tor: 

Hinter den Gestirnen werdet ihr stehen - unwandelbar - 
und der Erde Welten heit darstehen sehen. 



9. Aus Wodins Gärten so schaut ihr dahin, 
aus der Heimstatt der Wahrhaftigen. 
Was wollt ihr handeln? 
Es steht euch nun frei! 

Zum ewigen Ring sind geschmiedet Anfang und Ende; 
es gibt das eine nicht noch das andre. 



Schwarzer Stein und Schwarze Sonne 



Es war wohl der magische schwarz - violette Stein, der Sebottendorff interessierte, jener Stein, der 
aufgrund der Affinität von Schwingungen den „Alpha - Strahl" des Neuen Zeitalters, das Hauptlicht der 
„Schwarzen Sonne", zu sich hin anziehen konnte und sollte. Im übrigen wird Sebottendorff nicht allzu 
viel über „Die Herren vom Schwarzen Stein" gewußt haben, als er sich auf Empfehlung von Prälat 
Gernot mit deren Komtur traf. 

Aber diesmal wird er umfassendes Wissen bei seinen Gesprächspartnern vorausgesetzt haben. Er wird 
also gleich auf das Ziel zugesteuert sein, das ihn bewegte: Die „Große Zentralsonne", die „Schwarze 
Sonne", und die Entwicklung hin zum Wassermannzeitalter. 

Die „Schwarze Sonne" ist die diesseitige Kraftquelle Gottes (IL - Anus). Für das menschliche Auge ist 
sie unsichtbar (bzw. sind die heutigen Fernrohre zu schwach, um sie erkennen zu können). Die 
konstante „ILU - Schwingung", also die reine Schwingung des göttlichen Lichts, welche von der 
Schwarzen Sonne, der Großen Zentralsonne unseres Milchstraßensystems ausgeht, hat 75 Trillionen 
Schwingungseinheiten pro Sekunde. Das entspricht Ultraviolett. Diese volle „ILU - Schwingung" wird 
die Erde erreichen, wenn das Neue Zeitalter sich vollendet, sie wird ein neues „Goldenes Zeitalter" 
bewirken und die schwachen 15 Trillionen Schwingungseinheiten pro Sekunde, das Infrarot des 
Fischezeitalters, hinweg fegen. 

Wir müssen hier einflechten, daß dem deutschen Mythos vom Schwarzen, ultravioletten, Stein auf 
Seite der Alliierten das „Redstone - Project" entgegen stand: Der „Rote Stein" des alten 
Fischezeitalters! 

Neuzeitliche Darstellung der Ischtar - Ostara über dem „Baphomet". 




28 



Der Weg nach Thüle 



In den beiden folgenden Jahren formierte sich ein Kreis um Sebottendorff, der über den „Germanen- 
Orden" in der Thüle-Gesellschaft gebündelt wurde. Rudolf Hess tritt hier bereits aktiv in Erscheinung, 
aber auch Alfred Rosenberg. Weniger bekannte Namen der frühen Thüle-Gesellschaft waren: 
Trebitsch - Lincoln, Gräfin Westrap oder der Verleger Lehmann. Auch Erich Koch und Heinrich Himm- 
ler dürften mit der Thüle-Gesellschaft zumindest schon in Verbindung gestanden haben. Einer der 
wichtigsten Namen aber war Dr. W .0. Schumann; von ihm werden wir noch besonders zu berichten 
haben. 

Im Jahre 1919 geriet die bis dahin vor allem geistig interessiert gewesene Thüle-Gesellschaft in den 
Strudel der politischen Ereignisse. Während der Abwehrkämpfe gegen das marxistische Räteregime in 
München stellten sich Thüle-Leute an die Spitze des Widerstands. Auch das „Freikorps Oberland" ging 
aus einer Thule-Initiative hervor. Die Weichenstellung in die aktuelle Politik war damit vollzogen. Für 
geistig-esoterische Anlie9en wurde ein eigener Zweig geschaffen: Die VRIL - Gesellschaft, bei der Dr. 
Schumann bald eine entscheidende Rolle spielen sollte. 



/ / 



/ 




oer Thuln-C!<;velivc(ijf' 

Las esjlerisi'ie äigne'. 
Oer Thule-Cesellschaf- 



1: Das exoterische Signet der Thüle - Gesellschaft 
2: Das esoterische Signet der Thüle - Gesellschaft 



Dieses Zeichen der Doppel - Eh - Rune versinnbildlicht - das Zusammenwirken der beiden Ur - Ilu - 
Kräfte von Männlich und Weiblich in der „Schwarzen Sonne". Das „Baphomet" - Symbol der 
Tempelritter stellte eine Verschlüsselung des selben Motivs dar. 



29 



Die „Ubergottheit ILU" (die,Allmacht') ist männlich und weiblich zugleich. Dagegen sind die 
mosaischen Lehren des finsteren Zeitalters (Judentum, Pseudo - Christentum, Islam) 
weiblichkeitsfeindlich, weil der El Schaddai - Jahwe nur männlich ist. Trotz aller Verfälschung des 
ursprünglichen wahren: 

Christentums ist die Symbolik erhalten geblieben, daß das Weib (hier Maria) die Schlange (den Satan) 
besiegt. Dies entspricht einer verschlüsselten Erinnerung an den bevorstehenden Sieg der Göttin 
Ischtar - Ostara über den El Schaddai - Jahwe. 




30 



Vril - Wie „gottgleich"... 

Während die Thüle - Gesellschaft mehr und mehr den politischen Weg des kommenden „Dritten 
Reiches" mitbestimmte, ging der immer eigenständiger werdende Zweig „Vril - Gesellschaft" anderer 
Wege. 

„VRIL", das leitet sich vom akkadischen „Vril - IL" „wie die höchste Gottheit" ab, bedeutet also 
ungefähr so viel wie: „gottgleich". Und darum ging es im Kern des Anliegens wohl auch, die Gottheit 
zu ergründen und mit gottgleichen, das meint: gottgefälligen, Mitteln eine neue Welt in einem neuen 
Zeitalter zu gestalten. 

Die Vril - Philosophie oder Vril - Theologie (von einer Ideologie zu sprechen wäre falsch) unterschied 
sich von der Thüle - und -NS - Ideologie in vielerlei Hinsicht. 

Der Unterschied kann auf einen einfachen Nenner gebracht werden: Die Vril Gesellschaft war im 
wesentlichen jenseitig orientiert. 

Aber es blieben doch zahlreiche Anknüpfungspunkte zwischen Vril- und Thüle - Gesellschaft. Beide 
bemühten sich um die Geheimnisse der fernen Vergangenheit: Atlantis, Thüle, die „Insel der Seligen" 
des Gilgamesch - in den Felsen von Helgoland erkannten sie deren Überreste. Dann die Urverbindung 
zwischen Germanien und Mesopotamien. Aber auch alte Heiligtümer wie die Externsteine oder der 
Hausberg von Stronegg waren Themen gemeinsamer Forschung. Bald kam auch Hans Hörbigers 
„Welteislehre" hinzu. Kurz: Es wurde ein Sammelpunkt für unkonventionelle Ideen und Auffassungen 
verschiedenster Art. Und so braucht es eigentlich gar nicht zu verwundern, wenn eine der 
phantastischsten Ideen, die jemals von Menschen gedacht wurden, in diesem Kreise auf fruchtbaren 
Boden viel: Dr. Schumanns Idee einer „Jenseitsmaschine"... 



Die „Andere Wissenschaft" 

Es waren Schumann und die Vril-Leute - damals noch unmittelbar mit der Thüle-Gesellschaft 
verbunden -, die ein Gerät zu bauen überlegten, das sie „Jenseitsmaschine" nannten. Es sollte eine 
Maschine zur „Transmutation von Diesseitsmaterie in Jenseitsmaterie und wieder zurück" sein. 

Kurz: Eine Maschine zur Überwindung von Raum und Zeit, von Leben und Sterben; eine Maschine, mit 
der man „die Welten der Götter" sollte besuchen können, um GEWISSHEIT ÜBER DIE EWIGE 
WAHRHEIT zu erlangen. Hatte Sebottendorff über die „Mani Sola" nachgedacht und mit Hilfe des 
Heiligen Speers (Marduks/ Odins) den Weg in das Jenseits gesucht, so gedachte der Techniker Dr. 
Schumann, die Dinge mit technischem Mitteln anzugehen. 

Im Dezember des Jahres 1919 traf sich der innerste Kreis von Thüle- und Vril-Gesellschaft in einem 
dazu angemieteten alten Forsthaus in der Ramsau bei Berchtesgaden. Eine der Hauptpersonen dieses 
Zusammentreffens war das Medium Maria Orschitsch (Or A s;ic') aus Zagreb. Sie hatte zwei Stapel 
beschriebener Papiere mitgebracht. Die Blätter des einen Stapels zeigten die bizarr anmutende 
deutsche Templer - Geheimschrift, der andere die Übertragungen in normalleserliche Schrift. Der 
Inhalt dieser Blätter war auf mediale Weise eingegeben und diktiert worden - in „Tempelschrift" und 
in einer dem Medium völlig unbekannten Sprache. Maria Orschitsch meinte aber, es müsse sich um 
eine altorientalische Sprache handeln, und hatte deshalb Verbindung mit dem „Panbabylonisten" - 
Freundeskreis aufgenommen (begründet durch Friedrich Delitzsch, Hugo Winckler, Peter Jensen u.a.), 
der dem Thüle - Kreis nahestand. Es stellte sich heraus, daß die geheimnisvoll erscheinende Sprache 
tatsächlich Sumerisch war, also die Sprache der altbabylonischen Kulturbegründer. Es ist nicht 
bekannt, welchen Inhalts die sumerischsprachigen Texte im einzelnen waren. Doch hält sich noch 
immer das Gerücht, es habe sich um - unter anderem - technische Anweisungen aus dem Jenseits 
gehandelt, quasi um das „Rezept" zum Bau der Jenseitsmaschine - und damit die Grundlage aller 
„UFO" - Technologie. 

Auf alle Fälle reifte das Konzept einer „anderen Wissenschaft" in dieser Zeit und den folgenden Jahren 
heran (heutzutage würde man von „alternativer Wissenschaft" sprechen). Doch es dauerte über drei 



31 



Jahre, bis das Projekt „Jenseitsmaschine" greifbare Gestalt annahm. Das dürfte wohl auch eine Frage 
der Finanzierungsschwierigkeiten gewesen sein. 

In dieser frühen Phase der „anderen Wissenschaft" und der „anderen Technik" hielt Dr. Schumann an 
der TH - München einen Vortrag, aus dem hier einige Sätze wiedergegeben werden sollen: 

„Wir kennen in allem und jedem zwei Prinzipien welche die Dinge des Geschehens bestimmen: Licht 
und Finsternis, Gut und Böse, Schaffen und Zerstören - wie wir auch bei der Elektrizität Plus und 
Minus kennen. Es heißt stets: Entweder - oder! 

Diese beiden Prinzipien - konkret zu bezeichnen als das schaffende und das zerstörende - bestimmen 
auch unsere technischen Mittel... Alles Zerstörende ist satanischen Ursprungs - alles aufbauende 
göttlicher Herkunft... Jede auf dem Explosionsprinzips oder auch der Verbrennung, beruhende Technik 
kann daher als satanische Technik bezeichnet werden - Das bevorstehende neue Zeitalter wird ein 
Zeitalter neuer, positiver gottiger Technik werden! 



Die Jenseitsflugmaschine 

Im Jahre 1922 wurde das Projekt „Jenseitsmaschine" in Angriff genommen und jetzt als 
Jenseitsflugmaschine bezeichnet. 

Im Sommer dieses Jahres wurde in einem kleinen Ort in der Nähe von München eine Scheune 
ausgebaut. Ein Teil des Bodens wurde ausgehoben, Ritzen in den Bretterwänden wurden abgedichtet. 
Ein zusätzlicher Schuppen wurde angebaut. In diesem Schuppen sammelten sich bald alle möglichen 
technisch anmutenden Einzelteile... Die Jenseitsflugmaschine wurde ins Werk gesetzt! - 

Sie bestand aus einer Scheibe von acht Metern Durchmesser, über der sich eine parallelgelagerte 
Scheibe von 6,50 Metern Durchmesser befand, und darunter eine weitere Scheibe von sieben Metern 
Durchmesser. Diese drei Scheiben wurden in der Mitte von einem 1,80 Meter durchmessenden Loch 
durchbrochen, in dem das 2,40 Meter hohe Antriebsaggregat montiert war. Unten lief der Mittelkörper 
in einer kegelförmigen Spitze aus, von der aus ein in das Kellergeschoß reichendes riesiges Pendel für 
die Stabilisierung des Geräts sorgte. 

Im aktivierten Zustand drehten sich vermutlich die obere und die untere Scheibe in gegenläufiger 
Richtung, um zunächst ein elektromagnetisches Rotationsfeld zu aufzubauen - und dabei zugleich jene 
„interkosmische Schwingung" zu erzeugen, die in der Jenseitssphäre des „Grünen Lands" herrscht. 
Nach dem Prinzip der Affinität von Schwingungen soll dadurch die Grundbedingung für den „Flug in 
das Jenseits" geschaffen werden. Das Kraftaggregat, der Antrieb der Jenseitsflugmaschine wird als 
besonders geartete Batterie geschildert. Vermutlich handelte es sich um einen hochenergetischen 
Spezialkondensator für kurzfristige höchstmögliche Energiespitzenwerte und diente als Anlasser für die 
drei Scheiben, welche wohl gleichzeitig einen speziellen Elektromotor wie auch einen Elektrogenerator 
bildeten. - Die Angaben über die Jenseitsflugmaschine sind jedoch sehr dürftig, es ist sogar möglich, 
daß einige bewußt irreleitende Informationen eingestreut wurden, um die Geheimhaltung zu 
gewährleisten. 

Zwei Jahre lang wurde mit der Jenseitsflugmaschine experimentiert. Finanzierungshilfen für dieses 
Projekt tauchen unter dem Code „JFM" in den Buchhaltungen mehrerer deutscher Industriebetriebe 
auf. Mit Sicherheit ging aus der Jenseitsflugmaschine das „Vril - Triebwerk" hervor (formal als 
„Schumann SM-Levitqtor" geführt). 

Welche Leistungen die Jenseitsmaschine erbrachte - oder womöglich auch nicht erbrachte - ist 
unbekannt. Anfang 1924 wurde sie jedenfalls demontiert und nach Augsburg gebracht und dort 
eingelagert. Die Annahme, daß die Jenseitsflugmaschine den Augsburger Messerschmitt - Werken 
überstellt wurde, läßt sich weder beweisen noch widerlegen. Es mag aber vielleicht kein Zufall sein, 
wenn fünfzehn Jahre später in Augsburg das erste „Haunebu" - Testgerät fliegt. Die Jenseitsmaschine 
wäre demnach die Grundlage auch für das „Thüle - Triebwerk" gewesen. 



32 



Für die Vril- und Thüle - Leute folgte ein Jahrzehnt intensiver Forschung. Mit großer 
Wahrscheinlichkeit hat das später so bedeutsam werdende Projekt des „Dimensionskanalflugs" in 
jener Zeit feste Formen angenommen. Und wie berichtet doch das,Karthager - Buch': Mit kühnem 
Gerät führten die Götter ihre Schlachten im Jenseits gegen die Mächte des bösen Geistes.. 
Prinzip des mehrfachen Raum - Zeit - Sprunges, oder der Librations - Reise. 



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Die JENSEITS - Flugmaschine sollte um sich herum und ihre unmittelbare Umgebung ein extrem 
starkes Feld erzeugen, welches den davon umschlossenen Raumsektor mitsamt der Maschine und 
ihrer Benutzer zu einem vom übrigen diesseitigen Kosmos vollkommen unabhängigen, „noch 
diesseitigen und doch auch jenseitigen" Mikrokosmos werden ließ. Dieser von der JENSEITSMASCHINE 
erzeugte diesseitig - jenseitige Mikrokosmos wäre bei maximaler Feldstärke von allen ihn umgebenden 
diesseitigen universellen Kräften und Einflüssen - wie etwa Gravitation, Elektromagnetismus und 
Strahlung, sowie Materie jeglicher Art - völlig unabhängig und könnte sich innerhalb jedes 
Gravitations- und sonstigen Feldes und jeder gasförmigen Materiezusammenballung beliebig bewegen 
und im Vakuum bis fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen - ohne daß in ihm irgendwelche 
Beschleunigungskräfte wirksam oder spürbar würden. Ja, ab einer gewissen Feldstärke würde der 
Mikrokosmos unser relativ gegenwärtiges Universum verlassen und urplötzlich in dessen relativer 
Vergangenheit auftauchen; und zwar in demjenigen universell diesseitigen Vergangenheitsabschnitt, 
dessen damals kosmisch-evolutionär bedingt höheres universelles Energiepotential genau dem des 
erzeugten Mikrokosmos entsprach. Rein theoretisch könnte so der Mikrokosmos mit der zentralen 
„Jenseitsmaschine" und ihrem Piloten sowohl in die früheste Vergangenheit des Universums und 
dessen von einem „Weißen Loch" aus erfolgten Expansionsbeginn gelangen. Wie auch bei einer fast 
der universellen Expansions- und Lichtgeschwindigkeit entsprechenden Beschleunigung, durch den in 
diesem „hochrelativistischen" Geschwindigkeitsbereich auftretenden „Zeitdehnungseffekt" - sozusagen 
„zeitgefroren" - bis zu dessen in allerfernster Zukunft liegenden Ende infolge einer universellen 
Kontraktion zu einem „Schwarzen Loch". 

Der streng wissenschaftlichen Definition der uralten sumerisch - babylonischen Jenseits- und 
Diesseitslehre, also der Parakosmologie und Kosmologie („Ilu - Ischtar", „Ilu - Aschera". 
„Parakosmologie des Ilu") zufolge, entstand unser diesseitiger Kosmos aus einem „Jenseitsquant", 
welches - wie alles Jenseitige, ob unbelebte Jenseitsmaterie und -energie, ob belebte Jenseitswesen, 
deren höchste Daseinsform der zentrale „Lichtgott" (IL) ist - für diesseitige Begriffe unendlich dicht, 
energiereich und elastisch ist. Dieses „Jenseitsquant" expandierte infolge eines bestimmten jenseitigen 
Ereignisses (siehe dazu „Ilu-Ischtar") zunächst zu einem nun schon diesseitigen „Weißen Loch" und 
dieses zu dem uns heute bekannten Universum, welches im Grunde nur dem Zwecke dient, die durch 
ein Jenseitsereignis verunglückten Jenseitswesen nach ihrer Existenz als Diesseitswesen, wie etwa als 
Menschen, wieder zu einer „jenseitig normalen" Existenz zu verhelfen. - Soviel hier nur ganz kurz zur 
Parakosmologie und Kosmologie. 



33 



Doch mit welcher Energie sollte die „Jenseitsmaschine" gespeist werden, um ihr extrem starkes, 
zunächst spezielles elektromagnetisches Rotationsfeld zu erzeugen, verbunden mit einem steuerbaren 
Antigravitationseffekt und gleichzeitigem Schutzschirm gegen negative materielle und energetische 
Einflüsse, wie auch mit kollidierenden Objekten und atmosphärischer Reibungshitze? Die theoretische 
Grundlage zur „Jenseitsmaschine" - oder auch „Jenseitsflugmaschine" - findet sich in den bereits 
umrissenen Jenseits - Diesseits - Kosmologien also die Parakosmologie und Kosmologie mit ihrer 
uralten geistigen Basis. Auf der anderen Seite ergeben sich Ähnlichkeiten mit den schon kurz 
erwähnten Apparaturen und Systemen sogenannter Elektrogravitations Tachyonen - und Freie - 
Energie - Konstruktionen, von denen die „Jenseitsmaschine" wohl nur eine spezielle Abart ist - oder 
vielleicht richtiger) Eine Vorläufer - Variation. 

Als unser (diesseitiges) Universum vor rund 20 Milliarden Jahren aus einem „Jenseitsquant" von 
unendlicher Dichte, Energie und Elastizität, welches im nächsten Augenblick in ein (diesseitiges) 
„Weißes Loch" überging und wieder im nächsten Augenblick explosiv in alle Richtungen expandierte, 
entstand, da waren nicht allein sein Energiepotential und seine Dichte, sondern auch die Werte seiner 
Naturkonstanten, wie die universelle Expansions- und Lichtgeschwindigkeit und die 
Gravitationskonstante, die Allgemeine Masseanziehung, fast unendlich mal so groß wie heute. Erst im 
Laufe der Expansion des Universums und der dabei verstreichenden Jahrmilliarden verringerten sich 
das Energiepotential und alle Naturkonstanten - wie die Lichtgeschwindigkeit und die 
Expansionsgeschwindigkeit des Universums, sowie auch die Allgemeine Masseanziehung, die 
Gravitationskonstante - bis auf die heutigen Werte. Es besteht also ein UNIVERSELLES 
VERGANGENHEITS-GEGENWARTS-ENERGIE- UND -NATURKONSTANTENGEFÄLLE. 

Ohne dieses spezielle kosmisch - evolutionäre „Gefälle" könnte weder die „Jenseitsflugmaschine" noch 
ein „Raum - Zeit - FlugschifT funktionieren, welches die „Jenseitsmaschine" im Kern der Sache 
darstellte: Also eine flugfähige,Zeitmaschine'. Auch alle Elektrogravitations - Tachyonen - und Freie - 
Energie - Apparaturen, die im Grunde nichts anderes als „primitive Zeitmaschinen" sind (sofern sie 
funktionieren), sind von den soeben geschilderten Voraussetzungen abhängig. Es geht stets darum, 
durch eine entsprechend hohe Frequenz und hohe elektrische Spannung innerhalb eines eng 
begrenzten Raumes in ihrer allernächsten bis näheren Umgebung eine energetische Situation zu 
schaffen, wie sie innerhalb eines bestimmten Zeitabschnitts in der Vergangenheit unseres Universums 
geherrscht hat. Dadurch entsteht eine Art „Zeittunnel" oder „Raum - Zeit - Wurmloch" von unserer 
relativen Gegenwart in die relative Vergangenheit, und durch diesen „Kanal" kann dann Energie aus 
der Vergangenheit in die betreffende gegenwärtige Apparatur einfließen. Was dadurch entsteht, 
könnte ein „Perpetuum - Mobile - Effekt" genannt werden. 

In etwas abgewandelter konstruktiver Form kann eine solche Apparatur auch Gravitations- und 
Antig ravitationseffekte von kleinerer bis größerer Stärke hervorrufen; in dem durch den 
„Mikrozeittunnel" oder das „Mikro-Raum-Zeit-Wurmloch" außer elektromagnetischer Energie aus 
Gravitation aus der Vergangenheit - als eine Art „Gravitationssog"- in der Gegenwart wirksam wird; 
und zwar als Antigravitationseffekt. 

Soviel in knappen Worten zum Funktionsprinzip der „Jenseitsflugmaschine" und des späteren „Vril- 
Triebwerks". 

Zum besseren Verständnis der gesamten Materie sollten wir uns das Universum vor seiner Entstehung 
aus einem „Weißen Loch", oder „Jenseits-Diesseits-Wurmloch" bis zum gegenwärtigen, viele Milliarden 
von Lichtjahren durchmessendem Universum, einem Expansionsuniversum, das aus unendlich vielen 
„Raum-Zeit-Schalen" besteht, vorstellen. Diese „Raum-Zeit-Schalen" - sinnbildhaft ähnlich einer 
Zwiebel - existieren unveränderlich, so lange das Universum existiert. Deshalb könnte mit einer „Raum 

- Zeit - Flugmaschine", wie etwa der „Jenseitsmaschine", prinzipiell jede Vergangenheits - Raum - Zeit 

- Schale erreicht werden. 

Dies mag einen kurzen Einblick in das Innere der Dinge geben, die im einzelnen abzuhandeln hier zu 
weit führen würde. 

Einzige erhaltene Zeichnung der „Jenseitsflugmaschine". 



34 




Ihr bewegt falsch 

Ein Mann der ersten Stunde in Sachen Neue Wissenschaft war der österreichische Erfinder Viktor 
Schauberger. Sein Ausspruch: „Ihr bewegt falsch!" faßt in einen Satz, worüber Schumann ausführlich 
referierte. 

Es ist nicht ganz sicher, wann die Verbindung zu Schauberger zustandekann, doch zwischen ihm und 
den Vril-Leuten hat es sicher Verbindung gegeben. 

Die Schauberger-Flugkreisel arbeiteten nach dem Levitationsprinzip. Es waren zunächst kleine 
unbemannte Flugsonden die bei Schauberger in Wiener Neustadt entstanden, Geräte von etwa 1,80 
Meter Durchmesser. 

Über die näheren Verbindungen zwischen Schauberger und Schumann gibt es, wie schon gesagt, 
keine gesicherten Informationen. Es konnte aber sehr wohl sein, daß sogar Briefwechsel zwischen 
diesen beiden Forschern geführt wurde. 

Gewiß ist, daß Schauberger von der „SS-E-IV 1 , der technischen Division der Thüle-Gesellschaft, später 
konkrete Unterstützung erhielt. 



35 



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Das „RFZ 1" 

Die Geburtsstunde des „UFOs" schlug aber im Jahre 1934 und bei den Leuten der Vril-Gesellschaft - 
auch wenn der Anfang ein Fehlschlag war. 

Rund zehn Jahre nach dem sich das Schicksal der „Jenseitsflugmaschine" im Dunkel verlor, nämlich im 
Juni 1934, stand auf einem wenig benutzten Gelände der deutschen Flugzeugfabrik Arado in 
Brandenburg ein höchst sonderbar anmutendes Ding. Es sah aus wie ein aus zwei riesigen Bierdeckeln 
zusammengesetztes Fluggerät ohne Propeller. Dieses Ding, das „RFZ" (Rundflugzeug) 1, war das erste 
mit Antischwerkrafteffekt betriebene Experimentalflugzeug. Seine maßgeblichen Erbauer waren Dr. 
Schumann und ein Ingenieur aus Bochum. 

Dieses RFZ 1 bestand aus einem Zweischeiben - Vril - Antrieb einer Pilotenkanzel oben darauf, einem 
einer Arado 196 (?) entlehnten Leitwerk und ein paar Kufen, die unten an stelle eines Fahrwerks 
angebracht waren. 

An einem schönen sonnigen Junitag startete das RFZ 1 zu seinem ersten und einzigen Flug. Zunächst 
stieg es auf geschätzte 60 Meter Höhe, begann aber dann minutenlang in der Luft zu taumeln und zu 
tanzen. Das zur Steuerung angebrachte Leitwerk erwies sich als völlig wirkungslos. Mit Mühe und Not 
gelang es Lothar Waiz, dem Piloten, das RFZ 1 wieder auf den Boden zu bringen, herauszuspringen 
und einige Dutzend Meter davonzulaufen. Dann begann das RFZ 1 sich wie ein Kreisel zu benehmen 
bis es umkippte und buchstäblich auseinanderfetzte Die Trümmer sollen im Umkreis von über hundert 
Metern verteilt gelegen haben 

Das war das Ende von RFZ 1 aber der Anfang der VRIL-Flugkörper. 



36 



RFZ 1 und RFZ 2 



Was zu sagen wäre über das RFZ 2, welches auf dem Geländer der Arado gebaut wurde, muß zuvor 
die Entwicklung des RFZ 1 betrachten, welches schon zuvor gebaut worden war und als solches sich 
als Mißerfolg zeigte, wenn man es als Flugzeug ansehen will, was es, genaue besehen nicht war. 
Das RFZ 1 entstand schon in Juni 34. Es stellte einen Versuch dar das SM-Antriebswerk zum Fliegen 
zu bringen. RFZ 1 war also folgerichtig gesehen,(ein „fliegendes Treibwerk" mit einer Pilotenkanzel 
oben, ein paar Kufen unten und einem sich völlig nutzlos erweisenden Seitenruder. Bei dem einzigen 
Flugversuch stieg RFZ 1 etwa 60m hoch., tanzte unsteuerbar knappe fünf Minuten in der Luft herum 
und konnte dann wieder zur Landung gebracht werden. Dabei konnte der Pilot, Lothar Weiz, 
herausspringen, ehe das Gerät sich am Boden in immer stärkerer Weise wie ein Kreisel benahm und 
dabei kaputtging, was das Ende von RFZ 1 bedeutete. 

Dagegen war RFZ 2 ein richtiges Flugzeug, welches man eigentlich das erste Rundflugzeug nenne 
müßte, jedenfalls so weit ich von solchen weiß. RFZ-II hatte ein verbessertes SM - Levitations - 
Treibwerk und Impulssteuerung. Ein Leitwerk herkömmlicher Art gab es nicht mehr. RFZ II besaß 
auch ein Landewerk, welches allerdings nur einmal ausgefahren werden konnte. Man mußte es am 
Boden hineinkurbeln, was nur von unten ging, und es so „spannen". Für die Landung konnte es dann 
herausgelassen werden. Der Start erfolgte „bäuchlings" von einem Holzgestell aus. Die drei Beine des 
Landewerks sahen aus wie hohe Stelzen, die nötig waren, da die Steuerung noch keine genaue 
Landung gestattete und es daher für unebenes Gelände auch geeignet sein mußte. Sehr unangenehm 
war die Kanzel, welche später zu einer Druckkabine umgebaut wurde. Da das SM - Treibwerk den, 
ganzen Raum des Scheibenkörpers einnahm, mußte die Kanzel oben aufgesetzt werden. Der Pilot 
hatte gewissermaßen eine kniende Haltung inne. 

Die Flugleistungen von - RFZ-II waren sehr beeindruckend; bis auf die Steuerung, welche nur 
plötzliche Richtungswechsel von jeweils 22,50° zuließ. 

Die Zuverlässigkeit dieses Flugzeugs war aber beachtlich. Wegen der problematischen Steuerung und 
auch wohl aus anderen Gründen wurde RFZ-II bis Ende 40 eingemottet. Dann wurde das. Gerät 
belebt. Es wurden zwei 2 cm Maschinenkanonen außenbords in Verkleidungen eingebaut. Obwohl 
RFZ-II ein Einzelstück geblieben sein dürfte, ist dieses bis zuletzt immer wieder für 
Fernaufklärungsflüge eingesetzt worden und sehr brav gewesen. Es soll sogar über Amerika 
(...Bruchstück...) zurückgekehrt sein. Wie es heißt, war RFZ-II im Main 49 (...Bruchstück...) ist 
irgendwo versteckt worden (...Bruchstück...). 



Das „RFZ 2 




37 



Das „RFZ 2" - Das „Ur-UFO" 

Noch ehe das Jahr 1934 zuendegegangen war, hatte die Vril - Technik ihren verdienten Triumph. 
Vermutlich schon wenige Monate nach dem Unglück mit RFZ 1 war das RFZ 2 fertiggestellt worden, 
jedenfalls aber noch vor dem Winter 1934. 




Und das RFZ 2 sah nun aus wie „eine richtige Fliegende Untertasse" nach heutiger Vorstellung. Dieses 
kleine Rundflugzeug, dessen Durchmesser nur wenig über fünf Meter lag, funktionierte - und es sollte 
ab 1941 noch ein bemerkenswertes Schicksal vor sich haben. 



RFZ 2" zieht in den Krieg 




Die Manöverkritik der heute „Luftschlacht um England" genannten Kriegsphase offenbarte wesentliche 
Schwächen der deutschen Luftrüstung. Zwar hatte die deutsche Luftwaffe im Verhältnis 2:1 gekämpft 
- d.h. die Briten hatten doppelt so viele Flugzeuge verloren wie die Deutschen, und von „Sieg" der 
Briten kann also gar keine Rede sein, doch war das Problem der mangelnden Reichweite der 
deutschen Flugzeuge offenkundig geworden. Die Verschrottung der viermotorigen 
Langstreckenbomber die man nicht zu brauchen meinte, weil die Führung an keinen Krieg geglaubt 
hatte, rächte sich nun. Ebenso der Verkauf der besten Jagdflugzeuge (He-100 und He-110) an das 
Ausland. Der deutsche Standardjäger Me-109 war zwar schnell und wendig, im Grunde aber nur zur 
Reichsverteidigung geeignet, da seine geringe Reichweite nicht einmal 20 Minuten Kampf über London 
erlaubte, geschweige denn Geleitschutzeinsätze bis Schottland, wo die Briten daher ungestört ihre 
Rüstungsgüter produzieren konnten. Und selbst in der Aufklärung fehlten die weitreichenden 
Maschinen, weshalb die zivilen Transatlantikflugzeuge der Lufthansa provisorisch umgerüstet werden 
mußten. 

Die Vril - Herstellungsstätte war ein zum Teil ganz, zum anderen Teil zu etwa zwei Drittel, unter die 
Erde gebauter Komplex. Die obererdigen Gebäude sind zwar inzwischen alle zerstört worden, ihre 
Abbildung könnte aber dennoch Rückschlüsse auf den Ort zulassen. Da nicht ausgeschlossen werden 



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kann, daß die unterirdischen Anlagen noch teilweise vorhanden sind, wurden wir angehalten, alle zur 
eventuellen Ortsbestimmung heranziehbaren Merkmale auf den Fotos abzudecken. 
In dieser Phase erinnerte man sich des „komischen runden Dings", das 1934 einmal vorgeführt 
worden war - und das niemand ernstgenommen hatte, weil es keine richtigen Flügel, kein Leitwerk 
und „nichtmal eine Luftschraube" besaß. Ähnlich wie das erste Düsenflugzeug, das schon vor 
Kriegsbeginn flog, buchstäblich um Jahre verschlafen wurde, erging es auch der Vril - Technik. Doch 
da nun einmal dieses „komische Ding" da war, das „unheimlich schnell" fliegen konnte und eine 
enorme Reichweite hatte, wurde es aus einem Schuppen hervorgeholt und entstaubt. Es wurde mit 
einer eckigen, gepanzerten Druckkabine versehen und außerdem mit zwei Maschinenkanonen Mk-104 
(2cm) ausgestattet. Dann begannen Versuchsflüge. Das war im Spätherbst 1940. 

Das „RFZ-2" hatte ein wesentliches ProbOlem: Die Impulssteuerung erlaubte nur 
Richtungsänderungen von 90°, 45!, oder 22,5! . Damit war es als Jagdflugzeug völlig untauglich. - 
Aber es konnte als Fernaufklärer sinnvoll Verwendung finden. Und zu diesem Zweck wurde es auch ab 
1941 eingesetzt. 




Die „Fliegende Wärmflasche" 

Es gab gleich zwei Gründe, dem RFZ-2 diesen Spitznamen zu verpassen: 

Erstens, weil es wirklich ein bißchen wie eine alte Wärmflasche aussah - und zweitens, weil es in der 
winzigen Pilotenkanzel sehr schnell mörderisch heiß wurde. 

Das ganze RFZ-2 hatte nur wenig mehr Durchmesser als fünf Meter. Die Pilotenkanzel war so eng, 
daß der Pilot darin bäuchlings mit angezogenen Beinen liegen mußte. Für ein Versuchsflugzeug war 
das kein Problem gewesen - jetzt aber hatte die „Fliegende Wärmflasche" weitreichende 
Aufklärungsflüge zu übernehmen. Dazu war ein über viele Prismen geleitetes Teleskop nach unten 
eingebaut worden. 

Trotz aller Widrigkeit soll das RFZ-2 den ganzen Krieg über gute Dienste geleistet haben, bis nach 
Amerika und in den antarktischen Raum. Das RFZ-2 hatte kein Fahrwerk. Es startete von einem 
Holzgerüst aus. Die drei hohen Landestelzen mußten vor dem Start von außen in die Flugzeugzelle 
gekurbelt werden. Für die Landung wurden sie dann mit einem Federmechanismus herausgeschnellt. 



39 



Bei allem Provisorium soll sich die „Fliegende 

Wärmflasche" bewährt haben. Über den Verbleib dieses Rundflugzeugs ist nichts bekannt. 




Einziges bekanntes Foto von RFZ II aus dem Einsatz, von einer Fw-200-Besatzung über dem Südatlantik 

gemacht. 



„RFZ 2", die „Fliegende Wärmflasche" 

Diesen Spitznamen bekam das Flugzeug nicht nur, weil es ein bißchen wie eine alte Wärmflasche 
aussah, sondern vor allem, weil es in der winzigen Kanzel schnell sehr heiß wurde. Deshalb hatte das 
RFZ II seinen Spitznamen schnell weg. Alle vier Leute unserer „Spinnergruppe" - so nannten uns die 
paar oberen Leute der Firma, die von unserer Arbeit wußten -, nannten das Flugzeug also kurz 
„Wärmflasche". 

Ich sah es zum erstenmal im Spätherbst 1940. Das Flugzeug war damals schon rund sechs Jahre alt. 
Es hatte sich wohl nie jemand darum gekümmert. Jetzt sollten zwei Bordkanonen von Kaliber 2 cm 
montiert werden, die aus einer bruchgelandeten Me 110 stammten. Neuere Stücke hielt man unserer 
„Spinnerei" wohl nicht für würdig. Irgendwie mit Grund, denn es sollte sich zeigen, daß man mit der 
Wärmflasche nicht gezielt schießen konnte. Aber das Flugzeug selbst ging prima, und es wurde ja 
auch immer wieder als Fernaufklärer herangezogen. 

Solche Flüge waren eine Tortur wegen der engen Kabine. Die Einstiegluke maß 45xllOcm, man mußte 
sich hineinwälzen. Dann hatte man eine halb auf dem Bauch liegende und halb flach kniende Stellung 
einzunehmen. Auf der rechten Seite vorne hatte man den Steuerknüppel - ein winziges Ding -, links 
das „Gas", und neben dem Sehschlitz ein Okular für ein nach unten gerichtetes Teleskop, das über 
unzählige Prismen ein Bild brachte. 

Ursprünglich hatte das RFZ II eine Glaskabine, die ich aber nicht mehr gesehen habe. Ich kenne es 
nur mit der Metallkabine mit dem Sehschlitz und den Bullaugen. Aber immerhin eine Druckkabine. 



40 



Neben der Hitze, die durch die beklemmende Enge in der Kanzel kam, war noch etwas unangenehm: 
Wenn das Treibwerk auf Touren kam und das Eigenfeld aufbaute, befand man sich für ein paar 
Minuten in einem „gewichtslosen Zustand". Erst wenn die Wärmflasche flog, war das überstanden. 
Dann aber war es ein sehr angenehmes Fliegen ohne Fliehkräfte. Die Geschwindigkeit, die man mit 
RFZ II fliegen konnte, waren so phantastisch, daß einem keiner geglaubt hätte. Und wenn ich sage: 
Man konnte in rund vier Stunden bis Amerika fliegen und so hoch, daß man mehr im Weltall als auf 
der Erde war, dann wird man ausgelacht. Es war wohl das Schicksal dieser Erfindung, daß keiner den 
Berichten glaubte - Udet und Göring am allerwenigsten. Hätten wir gesagt, wir können 600 Km/ Std. 
fliegen, dann wäre vielleicht schon früher etwas weitergegangen. So aber blieb es bei einer 
gutgemeinten aber schwachen Unterstützung durch die SS, die dafür totale Geheimhaltung verlangte. 
Ich habe gerüchteweise gehört, Hitler soll getobt haben, als er später erfuhr, welche Möglichkeit wir 
versäumt hatten, denn mit dieser Technik hätten wir leicht 1942 einen „Amerikabomber" haben 
können. 

Die Ignoranz kam übrigens sicherlich auch, weil die „Wärmflasche" sehr klein war. 

Später wurde der Beweis geliefert, daß man mit derselben Technik ein 45-Meter- großes Flugzeug 
bauen konnte! (Gemeint ist Vril 7.) 



Fortschritt auf allen Gebieten - RFZ 7t („V-7") 

Es war eine Zeit des Fortschritts auf allen Gebieten. Deutschland besaß die schnellsten Autos, die 
schnellsten und weitreichendsten Flugzeuge, das erste regelrechte Fernsehen (während der 
Olympischen Spiele 1936), die besten Unterhaltungsfilme usw. Bald flogen die ersten Düsenflugzeuge, 
die ersten Fernraketen standen in Entwicklung. All dies ist bekannt. 




Da nun auch die konventionelle Technik überall im Aufschwung stand, wurden auch Versuche mit 
konventionell angetriebenen Rundflugzeugen unternommen. Allerdings ist denkbar, daß es sich dabei 
ursprünglich um reine Testobjekte handelte, mit dem man ausprobieren wollte, wie sich ein scheiben- 
oder diskusförmiges Fluggerät in der Luft verhält - ganz ähnlich wie der Düsenjäger Me-262 zunächst 
mit einem herkömmlichen Kolbenmotor getestet wurde. Es entwickelte sich aber dann aus dem „RFZ- 
7t"(t = „Turbo") ein eigenständiges Flugscheibenprogramm, das unter der Chiffre, V-7' später bekannt 
werden sollte. 

Die Geschichte dieser „V-7-Objekte" konventioneller Auslegung gehört nicht unmittelbar zu unserem 
Thema, es ist auch schon so viel darüber veröffentlicht worden, daß wir uns auf das Notwendigste 
beschränken können: 

Beginnend im Juli 1941 bauten die Entwicklungsgruppen Schriever - Habermol und Miethe - Beluzzo 
mehrere konventionelle Flugscheiben, taten sich dann zu einer Entwicklungsmannschaft zusammen 
und schufen funktionsfähige Rund-flugzeuge mit Düsenantrieb, - „konventionelle UFOs". 



41 



Am 17. April 1945 berichtete Dr. Richard Miethe Adolf Hitler detailliert über diese Erfolge: 
Überschallgeschwindigkeit und Höhenleistung rund 24.000 Meter. Diese „konventionellen UFOs" 
haben sehr zur Legendenbildung um die deutschen Flugscheiben beigetragen, da die Geheimhaltung 
hier nicht so total gewesen ist wie hinsichtlich der unkonventionellen (vermutlich hat niemand in 
Deutschland geahnt, daß die Engländer schon lange von den unkonventionellen „Haunebu" - 
Flugzeugen wußten). 




Eines der wenigen Fotos von konventionellen Flugscheiben zeigt einen Start im Raum Prag; das „UFO" 
trägt weißen Wintertarnanstrich. 




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Die ganzen herkömmlich angetriebenen Flugscheibenprojekte waren meines Erachtens Abfallprodukte 
von Tests für die neuartige Flugkörperform. Das begann 1936 mit dem Versuch, ein diskusförmiges 
Gerät zum Fliegen zu bringen, was dann 1938/ 39 mit einem simplen Ottomotor auch gelang. 
Wahrscheinlich ging es bei alledem um nichts anderes, als zu sehen, wie eine solche Zellenform sich 
überhaupt in der Luft verhalten würde. Dabei dürfte wegen der strengen Geheimhaltung und 
gegenseitigen Abschottung unter den einzelnen Entwicklungsgruppen in jenen Kreisen gar nicht 
bekannt gewesen sein, daß RFZ II ja schon seit Ende 1934 grundsätzlich funktionierte. Vielleicht 
traute man aber auch dieser Bauweise nicht. 

Die „Düsenflug kreisel", von denen später so viel geredet wurde (Miete, Schriever, Habermol etc.), 
waren entweder unerwartete Abfallprodukte - oder vielleicht auch ein bewußtes Ablenkungsmanöver 
von den anderen RFZ - Projekten „Haunebu" und „Vril". Allerdings gibt es ernsthafte Zeugnisse 
darüber, daß einige dieser Geräte sogar Funktionstüchtigkeit erlangt haben sollen. 



42 



Die letzte Version der „V-7" (RFZ-7) dürfte bereits eine Kombination aus konventioneller und 
unkonventioneller Technik dargestellt haben. Ein Foto dieser, V-7' gibt es in den USA, wir konnten es 
jedoch für dieses Buch nicht bekommen. 



„Foo Fighters", „Feuerbälle" und „Seifenblasen"... 

Unter dem Sammelbegriff „foo fighter" bezeichneten die Alliierten verschiedene deutsche Flugkörper, 
denen ein Leuchten oder Kugelform gemeinsam war. 

Insbesondere waren es aber wohl zwei Erfindungen, die unter den Begriff „foo fighters" fielen: Die 
„Fliegende Schildkröte" und die „Seifenblasen"; zwei völlig unterschiedliche Dinge, die jedoch von den 
Alliierten als zusammengehörend gewertet wurden. 

Die „Fliegende Schildkröte" - auch „Feuerball" genannt -, wurden von der technischen Abteilung der 
SS (jedoch nicht der SS-E-IV) in Wiener Neustadt entwickelt. Es handelte sich bei diesen Geräten um 
ferngesteuerte Flugsonden. Ihre äußere Form erinnerte an die eines Schildkrötenpanzers. Erst in der 
Luft entwickelten die „Feuerbälle" oder „Fliegenden Schildkröten" aufgrund einer speziellen 
Treibstoffeinmengung ein stark leuchtendes Halo, was dann den optischen Eindruck des „typischen 
Foo Fighters" ergab. 

Zweck dieser Flugsonden war, die Zündanlagen der feindlichen Bomber zu stören. Diese Technik geht 
auf eine Weiterentwicklung von Klystron - Röhren zurück, dürfte jedoch noch nicht so gewirkt haben, 
wie man es sich vorstellte. Die wirksame „Zündabschaltung" - von der SS malerisch,Todesstrahlen' 
genannt - wurde erst später und wohl unter Verwendung anderer technischer Mittel geschaffen. 
Seither ist eben diese „Zündabschaltung", das Ausfallen elektrischer Anlagen, typisch beim UFO: 
Auftauchen. In diesem „passiven Kampfmittel" zeigt sich auch ein wenig die weltanschauliche 
Komponente der Suche nach „gewaltfreien Waffen". 




Eine ganz andere Sache waren die oft als „foo fighters" bezeichneten,Seifenblasen'. Diese waren im 
Grunde nichts anderes als einfache Ballons, in denen sich dünne Metallspiralen zur Störung des 
feindlichen Flugzeugradars befanden. Sie sollten besonders die „Pfadfindermaschinen" der alliierten 
Bomberverbände irritieren. Der Erfolg dieser Idee dürfte gering gewesen sein - von der 
psychologischen Wirkung einmal abgesehen. 



43 



„Seifenblasen" gab es in verschiedenen Größen. Für Nachteinsätze waren sie zumeist schwarz, und für 
Tageinsätze meistens aus heller oder fast durchsichtiger Folie. Im Prinzip handelte es sich um kleine 
Adaptationen von Wetterballons. Diese,Seifenblasen' - „Foo - Fighters" haben noch lange nach 1945 
immer wieder, einmal für Verblüffung gesorgt. Einige von ihnen stiegen in die Stratosphäre auf und 
wanderten herrenlos um die halbe Erde, um dann irgendwann irgendwo als „UFOs" Erstaunen zu 
erregen.- Da aufgrund des deutsch - japanischen Zusammenstehens sicherlich auch Japan 
versuchsweise „Seifenblasen" aufsteigen ließ, ist deren Auftauchen im Räume Japans und Koreas 
beinahe selbstverständlich; und auch die japanischen „Seifenblasen" hielten zum Teil natürlich 
Jahrelang aus. 



Nicht alle „UFOs" waren rund 

Ein ungewöhnliches Jagdflugzeug entwarf Dr. Lippisch mit dem Typ „DM-1". Dieses kleine Flugzeug 
erreichte in der Versuchsphase mit Rückstoßantrieb schon eine Geschwindigkeit von 1360 Km/ Std. 
Später sollte aber eine Mini - Version des SM - Levitators (Vril - Triebwerk) eingebaut werden, wozu 
das „SM - Lev. - A", welches das kleine RFZ-2 antrieb, zum Vorbild hätte dienen sollen. 




44 



Diese Bemühung war die logische Schlußfolgerung aus der bis dahin gewonnenen Erkenntnis, daß die 
Scheiben- und diskusförmigen Fluggeräte nicht in der Lage waren, typische Jagdflieger - 
Kurvenmanöver auszuführen, die in Luftkämpfen mit gegnerischen Jägern häufig waren. Überlegene 
Geschwindigkeit genügte für diesen Zweck nicht, und vor allem dürfte es ein grundlegendes Problem 
dargestellt haben, eine Flugzeugtechnik wie die der Alliierten, die gegenüber einem Vril - Flugzeug 
geradezu steinzeitlich wirken mußte, mit den Mitteln einer völlig anderen geistig - technischen Ebene 
zu bekämpfen. Das DM-l-Konzept war daher ein Resultat der Überlegung, einen Mittelweg finden zu 
müssen. 



Vril-Leute im AUufwind - Das Vril 1 




Nach der immer deutlicher gewordenen Trennung der Vril - Gesellschaft von der Thüle - Gesellschaft - 
und damit zunehmenden Abstands der Vril - Leute von der Führung des Staates - hatte sich ganz 
offenkundig eine nicht zuletzt weltanschauliche Distanz gebildet. Während die Thüle - Leute so auf die 
massive Unterstützung durch die SS bauen konnten, standen die Vril - Leute weitgehend einsam dar. 
Sie waren zwar gewiß keine ausgesprochenen Gegner der nationalsozialistischen Führung - aber sie 
waren auch keine gefügigen Anhänger der staatsführenden Kräfte. Demzufolge hatte die Vril - 
Gesellschaft nicht mit staatlicher Unterstützung für ihre Projekte rechnen können. Das änderte sich 
wohl nach dem Erfolg des so belächelten RFZ-2. Es gab jetzt mehr Möglichkeiten als zuvor für die Vril 
- Leute, wenn auch nicht annähernd in dem Ausmaße, wie die SS-E-IV „Schwarze Sonne" (direkter 
Arm der Thüle - Leute) verbuchen konnte. 

Die Vril - Gesellschaft erhielt ein eigenes Gelände in Brandenburg und auch weitere Unterstützung. So 
konnte jetzt das Projekt „Vril-1" begonnen werden. Ziel dieser Entwicklung war offensichtlich ein 
Jäger. Und das Vril-1 wurde erfolgreich in mehreren Versionen gebaut. So gab es, neben der 
einsitzigen Variante, auch eine zweisitzige mit einer verhältnismäßig großen Plexiglaskuppel. 

Das Nachfolgemuster, Vril-2, dürfte zwar als Prototyp gebaut, dann aber wieder abgewrackt worden 
sein. Ganz gewiß ist dies aber nicht. Der universelle Jäger für die Reichsverteidigung war sicherlich in 
dem nicht mehr realisierten Vril-9 geplant gewesen. 



45 



VRlh-1 
VRIL-2 
VP.IL-S 




■"'.oi^SnSi 



. AUD«spe*«raa£:;V~, 



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' All_g"Mi«<!-?l^fühlst«lt ! - W.tteru««b 
CroadaatiUotwjXlJunttralfe 



ibtUicRLg Jag 



*tir«lfe ; ca. Sept. 1944, :,»; 





^- - »ffiff 



Nachteil der Vril - Bauweise war das große, platzraubende Vril - Triebwerk. Der Vorteil aber war die 
schnelle und billige Herstellungsweise - und wohl auch die erstaunliche Zuverlässigkeit. 





46 





Das „Thule-Triebwerk" 

Im Wettbewerb mit dem Vril - Triebwerk - aber sicherlich in einem kameradschaftlichen Wettbewerb 
mit Erfahrungsaustausch - entwickelte die von den Thüle - Leuten ins Leben gerufene „esoterische" 
SS-Formation „Schwarze Sonne" (später SS-E-IV u. SS-E-V) ebenfalls ein unkonventionelles 
Antriebsaggregat: Das „Thüle - Triebwerk" - später sollte es die Bezeichnung „Thüle - Tachyonator" 
erhalten. 




47 



Anfangs stand diese Entwicklung aber sicherlich nicht in Konkurrenz zu den Vril - Triebwerken 
Vielmehr war das Ziel, Deutschland eine rohstoff - unabhängige Energiequelle zu schaffen. 
Deutschland war ja weitgehend vom Rohöl aus dem Ausland abhängig. Die Benzingewinnung aus 
Braunkohle stellte bereits einen Schritt in Richtung Unabhängigkeit vom Öl dar - jedoch reichte das bei 
weitem noch nicht aus. Im übrigen ging es um die weltanschaulich begründete Idee der „gottigen 
Kraftquelle". - Viele Gedanken, die in gewisser Weise heute hochaktuell wirken! 

Trotz aller anderen Schwierigkeiten und der gewaltigen zahlenmäßigen Übermacht des Gegners kann 
wohl gesagt werden, daß Deutschland den Krieg insbesondere an der „Rohstoff - Front" verloren hat. 

Es waren also volkswirtschaftliche Überlegungen, die zum Thüle - Triebwerk führten. Hätte die 
Erzeugung von Flugscheiben im Vordergrund gestanden, so wären diese vermutlich schon 1943 
verfügbar gewesen. Denn bereits 1941 flog das „Haunebu 1". Wenn die Informationen zutreffend 
sind, ging dieses große Rundflugzeug bei einem Aufklärungsflug über der Irischen See verloren. 

Das Hauptaugenmerk der SS-E-IV dürfte aber noch lange Zeit über weniger den Flugscheiben als der 
Energiequelle an sich gegolten haben. 

So kam es erst verhältnismäßig spät zum gezielten Flugscheibenbau seitens der „Schwarzen Sonne" - 
wahrscheinlich erst, als man schon nach allerletzten Möglichkeiten suchen mußte. 




48 



Thule-Triebwerk, „Haunebu" und „DO-STRA" 



Ganz im Gegenteil zur Vril - Gesellschaft dürften die aus dem Thüle - Kreis inspirierten Fluggeräte mit 
dem „Thüle - Triebwerk" sich starker Förderung durch die Führung erfreut haben, obgleich ihre 
Herstellungsweise sehr viel zeitraubender und in jeder Hinsicht aufwendiger war. Die bei der aus dem 
Thüle - Kreis hervorgegangenen „SS - Entwicklungsabteilung IV" -SS-E-IV - Rundflugzeuge der 
„Haunebu" - Typenreihe (von den Alliierten,Hownebor genannt) besaßen jedoch gegenüber der Vril - 
Technik den Vorteil, aufgrund des raumsparenden Thüle - Triebwerks wesentlich höhere Nutzlasten zu 
gestatten. Auch die Zellenbauweise war eine völlig andere. 

Der Thüle/ SS-E-IV - Typ „Haunebu II" war in der Tat schon für die Serienfertigung vorgesehen. 
Zwischen den Flugzeugfirmen Dornier und Junkers soll eine Ausschreibung stattgefunden haben, die 
Ende März 1945 zugunsten von Dornier ausfiel. Die offizielle Bezeichnung der schweren „Flug kreiser 
sollte Do-Stra (= DOrnier-STRAtosphärenflugzeug) lauten. Es ist aber bekannt, daß es zu dieser 
Serienfertigung nicht mehr kam. Die Vor -"Serien" deutscher „UFOs" waren im Grunde bloß 
hinsichtlich der Triebwerke Serien, während die äußeren Merkmale sich stets unterschieden. 



Nutzraum 




Ganz ausgeschlossen werden kann jedoch nicht, daß der Beginn einer Kleinstserie Haunebu - II/ Do- 
Stra noch gelang. Die verschiedenen „UFO" Fotos, die nach 1945 mit dem ganz typischen Aussehen 
dieser deutschen Konstruktion auftauchten, legen diese Möglichkeit nahe. 



49 



Der Coler-Tachyonenkonverter 




Ohne auf technische Details näher eingehen zu wollen - dazu gibt es ausreichend andere 

Publikationen -, muß kurz der Tachyonenkonverter nach Erfindung des deutschen Kapitäns Hans Coler 

erwähnt werden, da diese Technologie auf Seiten der SS-E-IV für die Thüle - Triebwerke 

mitverwendet wurde. Dies bildete einen der Unterschiede zwischen Thüle - Triebwerk und Vril - 
Triebwerk. 

Auch für andere Einsatzzwecke war der Coler - Tachyonenkonverter ab Ende 1944 bereits für die 
Serienproduktion vorbereitet und vorgesehen. 




50 



Das Gamagische Auge 




Am Rande der Geschichte des Thüle - Triebwerks sollte noch das Projekt eines winzigen „Fliegenden 
Spions" gestreift werden. 

Unter dem Namen „Gamagisches Auge" soll ein nur männerfaustgroßes Ding geplant gewesen sein, 
das als ein quasi mitsehender und mithörender „Spion" durch jeden Fensterschlitz sollte fliegen 
können - geräuschlos, und unheimlich -, um Spionage in den Zentren des Feindes betreiben zu 
können. Dieses „Gamagische Auge" sollte über dem Feindgebiet aus der Luft abgesetzt werden und 
dann ferngesteuert seine Positionen einnehmen, die es nach belieben auch wieder hätte wechseln 
können. Versehen mit einem Selbstzerstörungsmechanismus wäre so auch der Vorläufer einer 
„Fernflugmine" gegeben gewesen. 

Allerdings ist schwer vorstellbar, daß 1943/ 44 bereits so kleine Fernsehkameras und Abhöhrgeräte 
technisch realisierbar waren, die für das „Gamagische Auge" nötig gewesen wären. Heutzutage 
allerdings würde eine solche Konstruktion, insbesondere mit japanischer Hilfe, leicht einsatzbereit sein 
können. 

Wer weiß, ob nicht inzwischen „UFOs" diverse „Gamagische Augen" zur Ausspähung wichtiger 
Informationen absetzen? 



51 



Haunebu 




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AllgeaalB*« ?lugT«rtt>)K.a: 1s£ uod Kicbt, »'•tt»ru»»!ihBB 41s 
GruadaStrllCba r.l«aatatau K lli)Mcelt (r»)i 55 * 

v.rfut bart.lt Uaua.bu II" (b«l w.it«r «J-sax Er ? rcbuoga»«rlaaf wt« TT) ab 0«»k.r. 
kann . 

Yoa Hlbxar Terlaagte b uoil« f tzaaaproi.at lg. Elaaanr»i.r« ruadua kaaa all«r«iRg« 
alcbt ror End» e»ehatea Haares aruartct «erdao.Erat ab etwa Serie 9. 
Begerkuag suetandig» SS-3etwlelclnagoet.il« IV: IIa neae äeutectie Teabalk-uiJ 
uCt tot -all«« Fla*Kreleel und KSKs-viro wegen dar «och «ltraibead«. 
'.ungBT.rrabr.» (b.aoniera bei «an Ihule-ApnarSteo.) nad äußerst mttU.aoar «at.riitl- 



54 



7. November 1943 
SS - Entwicklungsstelle IV 



MITTELSCHWERER BEWAFFNETER FLUGKREISEL, TYPE „HAUNEBU II" 
Durchmesser: 26,3 Meter 

Antrieb: „Thüle" - Tachyonator 7c (gepanzert; Durchmesser TY.- Scheibe: 23,1 Meter) 
Steuerung: Mag - Feld - Impulser 4a 

Geschwindigkeit: 6000 Kilometer p. Stunde (rechnerisch bis ca. 21000 möglich) 
Reichweite (in Flugdauer): ca. 55 Stunden 

Bewaffnung: 6 8 cm KSK in drei Drehtürmen, unten, eine 11 cm KSK in einem Drehturm, oben 

Außenpanzerung: Dreischott - „Victalen" 

Besatzung:9 Mann (erg. Transportverm. bis zu 20 Mann) 

Weltallfähigkeit: 100. % 

Stillschwebefähigkeit: 15 Minuten 

Allgemeines Flugvermögen: Tag und Nacht, wetterunabhängig 
Grundsätzliche Einsatztauglichkeit (V7): 85 % 

Verfügbarkeit „Haunebu II" (bei weiter gutem Erprobungsverlauf wie V7) ab Oktober. Dann Serienherstellung ab Jahreswende 
1943/ 44, jedoch noch ohne verbesserte Kraftstrahlkanone „Donar-Ksk HIV.", deren Frontreife nicht vor Frühsommer 1944 
angenommen werden kann. 

Von Führer verlangte hundertzehnprozentiqe Einsatzreife rundum kann allerdings nicht vor Ende nächsten Jahres erwartet 
werden. Erst ab etwa Serie 9. 

Bemerkung zuständige SS - Entwicklungsstelle IV: Die neue deutsche Technik - und damit vor allem Flugkreisel und KSKs - wird 
wegen der noch zeitraubenden Herstellungsverfahren (besonders bei den Thüle - Apparaten..) und äußerst mühsamer Material- 




Dieses UFO-Foto präsentierte George Adamsky 1952. Es gibt jedoch auch die Behauptung, es sei nicht 1952 in 
Californien aufgenommen worden - sondern schon Anfang 1945 in Norwegen. 




55 




Ein L'FO auf dm nugnitilr 1 Cl>er J ic > ™ v ll ic. Florida. USA. Aot 
1 1.2.1967 folOfiwfltrte Jammi« Horn» üb.r Ihre WSsckcIri.ur hin- « 



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56 




Schwer bewaffneter Flugkreisel „Haunebu III" 
Durchmesser 71. Meter 
Antrieb: Thüle - Tachyonator 7c plus Schumann - Levitatoren (gepanzert) 




Hier ein Foto aus dem Jahre 1979, wobei rechts deutlich das Balkenkreuz zu sehen ist. Ebenfalls interessant ist 
die oben links angebrachte Seriennummer, was einen Einsatz im militärischen Bereich wahrscheinlich macht. 



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Haunebu 3 - Das Marsraumschiff 



Zu einer Zeit, da die Zukunft Deutschlands und seiner wenigen Verbündeten schon äußerst bedroht 
war, baute die SS-E-IV die Riesenflugscheibe „Haunebu IIP - mit ca. 71 Metern Durchmesser daß 
größte Fluggerät dieser Art, von dem je etwas bekannt wurde. 




TISCHMODELL DES „HAUNEBU III" 
(Gebaut, bzw.; rekonstruiert, von einem deutschen Privatforscher.) 



Es gibt zwei konkrete Hinweise auf einen Marsflug des Haunebu III, der vermutlich am 20. April 1945 
gestartet wurde. Rein rechnerisch hätte Haunebu III den Mars erreichen können. - Über diese 
Unternehmung ist in anderen Büchern geschrieben worden, so daß wir uns hier auf jenen Aspekt 
darin beschränken wollen, der womöglich mit dem „Vril - Projekt" in einem direkten Zusammenhang 
steht. Denn Das „Vril - Projekt" ging von der Annahme aus, Verbündete Streitkräfte aus einer anderen 
Welt heranzuführen. Vielleicht sollte Haunebu III dazu Stützpunktvorbereitungen auf dem Mars 
treffen? - Fraglos eine sehr kühne Annahme. Doch welchen vernünftigen Grund könnte der häufig 
umstrittene und doch vielleicht reale Marsflug sonst gehabt haben..? 




58 



Andromeda-Gerät" - Thüles Traum vom fernsten Kosmos.. 




ANDROMEDA GERÄT, E-V, 2. Dez. 44 



Bewaffnetes Träger- und La ngstreckenra umschiff „Andromeda-Gerät" 

Vermutlich angeregt durch die,Dimensionskanal' - Vril - Projekte und davon überzeugt, daß auch 
„Thüle" - Raumschiffe in die Lage versetzt werden müßten, die fernsten Gefilde des Kosmos erreichen 
zu können, bildete sich aus der SS-E-IV eine Sondereinheit zur Entwicklung und Realisation des 
„Andromeda - Geräts", eines walzenförmigen Riesenweltraumschiffs, das gleichsam als Mutterschiff 
für,Haunebus' und 'Vrils' sollte dienen können. Diese neue Abteilung, die SS-E-V, arbeitete also an 
einem Raumschiff - Projekt, das sicherlich nicht von ungefähr den Namen „Andromeda" erhielt, denn 
dieses mit vier Thüle - Triebwerken ausgestattete Fernraumschiff sollte wohl gewissermaßen eine 
organisierte Eroberung des fernen Weltalls einleiten. 

Technische Daten wie Reichweite, Bewaffnung, Außenpanzerung, Besatzung, Weltallfähigkeit, 
Stillschwebevermögen, Allgemein... sind für uns derzeit nicht verfügbar. 

Wie weit dieses Projekt noch gedieh, läßt sich schwer sagen. Vermutlich kam es über das 
Papierstadium oder erste Versuche nicht mehr hinaus. Allerdings sind in späterer Zeit verschiedene 
„UFO-Fotos" aufgetaucht, die Apparate zeigen, welche an das Projekt „Andromeda - Gerät" erinnern. 



Flugkreisel - Erprobung, Stand/ Anzahl Erprobungsflüge: 

HAUNEBU I, (vorhanden 2 Stück) 52 E-IV 
HAUNEBU II (Vorhanden 7 Stück) 106 E-IV 
HAUNEBU III (vorhanden 1 Stück) 19 E-IV 
(VRIL I) (vorhanden 17 Stück) 84 (Schumann) 

Empfehlung: 

Bescheinigen von Abschlußerprobung und Produktion „Haunebu IF + „VRIL 1" 



59 



Zu neuen Ufern.. 



•m> -mm < - a - • ■ 



Die Echtheit dieses 




t Much unfertige Haunebu/DOSTRA-Geröte 



Dicrjnlircsplcin 







r -l».rrr>H..I IfWlilW 









LanSfduft In &ci Anurtulc 



60 



Im Jahre 1938 wurde die bekannte deutsche Antarktis - Unternehmung ins Werk gesetzt, die in der 
Inbesitznahme eines außergewöhnlichen Stücks Land gipfelte, das den Namen „Neuschwaben land" 
erhielt (nach Kapitän Ritschers Flugzeugmutterschiff „Schwabenland", von dem aus die Unternehmung 
ablief)- Initiator dieses Vorstoßes zu neuen Ufern war Hermann Göring - und somit die Deutsche 
Luftwaffe. 

Auch über dieses ungewöhnliche Kapitel deutscher Aktivität ist schon viel geschrieben worden; ebenso 
über die,Absetzbewegung', bei der ganze Flotten von U - Booten geheime Stützpunkte anzulegen 
halfen - so insbesondere eben in „Neuschwaben land". Bekannt sind auch die alliierten 
Invasionsversuche dort. Wir meinen also, im Zusammenhang mit dem speziellen „Vril - Projekt" 
diesen Themenkomplex nur streifen zu sollen. Denn so wahrscheinlich es ist, daß „Haunebu" und „V- 
7" von Neuschwaben land operierten, so sehr ist doch anzunehmen, daß das „Vril - Projekt" 
weitgehend vom Gebiet des seinerzeitigen Großdeutschen Reichs aus durchgeführt wurde. Das 
schließt nicht aus, Vril - Flugzeuge könnten auch in der Antarktis stationiert worden sein - So weit es 
die Tätigkeit der „Vril - Gesellschaft" unmittelbar anbelangt, dürfte diese aber eben vorwiegend in der 
Heimat stattgefunden haben. 

Allein der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle eine kurze Impression zu diesem Thema 
eingeschoben. 



61 




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„Operation Uranus" - Das Sonderbüro „U-13" 

Vermutlich auf Initiative der Dienststelle Kaltenbrunner wurde das Sonderbüro U-13 geschaffen. Der 
Code - Name „Operation Uranus" weist darauf hin, daß es sich hier um keine alltägliche Stelle 
handelte. Wahrscheinlich ging vom Büro U-13 die Koordination der unkonventionellen Fluggerät- und 
Weltraumprojekte aus. Darüber hinaus aber erhielt das Sonderbüro U-13 ab Mitte 1944 eine völlig 
ungewöhnliche Zusatzaufgabe: Beobachtung und Nachforschung hinsichtlich spurlos verschwundener 
deutscher Experimentalfluggeräte. Vieles spricht für die phantastisch anmutende Theorie, einige 
dieser „spurlos verschwundenen" Geräte - es handelte sich namentlich um einige,Haunebus' - könnten 
durch ein „Raum-Zeit-Loch" in die Vergangenheit „gefallen" sein. Womöglich waren die Haunebu - 
Besatzungen dann als „weiße Götter" - in Empfang genommen worden? Und vielleicht gelangte durch 
sie das Hakenkreuz - Symbol in die verschiedenen Länder und Erdteile der Welt? - Niemand kann 
diese Fragen schlüssig beantworten. Nur eines fällt immer wieder auf: Oft sind die phantastisch und 
unfaßbar erscheinenden Lösungen tatsächlich die Wirklichkeitsnahesten. 



Der „Tag Matthäus 24,30" 




„Da wird das Zeichen des Menschensohnsam Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde 
jammern und klagen, und sie werden den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des 
Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. " 

(ML 24,30) 

(Im Gegensatz zu den sich oft als"christlich" bezeichnenden Feinden Deutschlands waren es nicht 
diese, sondern die Deutschen, die das Zeichen des Kreuzes zum Hoheitszeichen gewählt hatten! 
Ritterkreuz und, Balkenkreuz'; das Kreuz, das „Zeichen des Menschensohns".) 

Diese Formulierung: DER TAG MATTHÄUS 24.30, scheint eine Art Code - Bezeichnung für den 
erwarteten Tag des Endsiegs der Mächte des Lichts über die Mächte der Finsternis bei den Thüle - 
Leuten gewesen zu sein. Ungewiß ist, ob es sich um eine reine Chiffre handelte, oder ob womöglich 
ein echter, tiefer Offenbarungsgehalt in jenem Vers des Matthäus - Evangeliums im NT gesehen 
wurde. 




63 



Die mit der Aussage verbundenen Vorstellungen lassen sich leicht entschlüsseln: 




Das "Zeichen des Menscnensohns" : 



Wenn das „Zeichen des Menschensohns" - identisch mit dem deutschen Hoheitszeichen - machtvoll 
am Himmel über der Erde erscheint, dann werden natürlich „alle Völker" jammern und klagen (auch 
die zurzeit herrschenden „Neudeutschen"!), denn das Ende der alliierten Weltordnung ist gekommen, 
Kriegsgewinner und Kriegsgewinnler verlieren ihre Pfründe und müssen womöglich mit einem harten 
Strafgericht rechnen. Ob bei „auf den Wolken des Himmels" an die „UFOs" gedacht wurde, spielt 
dabei eine untergeordnete Rolle. Unsicher ist ferner, ob unter dem Code „Der Tag Mt.24,30" der rein 
irdische Sieg Deutschlands gedacht war - oder der kosmische Sieg des Neuen Zeitalters. 



Zwischenschau 

Die Dinge, die wir in diesem Buch besprechen wollen, liefen zeitlich derart versetzt ab, daß sie sich 
nicht chronologisch behandeln lassen. Da unser Interesse hier aber besonders dem „Vril-Projekt" gilt, 
müssen wir - auch gegen die zeitliche Abfolge - einen groben Überblick hinsichtlich aller „UFO" - 
Entwicklungen bieten. So haben wir bereits über Geräte und Geschehnisse gesprochen, die nach dem 
Zeitpunkt liegen, an dem wir nun gleich anknüpfen wollen, um zum Kern des „Vril-Projekts" 
vorzustoßen. Es schien uns dies aber der beste Weg zu sein: Gewissermaßen alle anderen und 
parallelen Entwicklungen im Groben darzulegen, um sie dann hinter uns lassen zu können. Denn wie 
beeindruckend und faszinierend die anderen Entwicklungen auch gewesen sein mögen - etwa die 
„Haunebu-2" mit ihren mehr als 26 Metern Durchmesser und über 10 Meter Höhe an der Mittelachse 
und die Frage, ob womöglich einige von ihnen durch ein „singuläres Raum-Zeit-Loch" in die 
Vergangenheit entschwanden - alles dies verblaßt im Vergleich mit dem „Vril-Projekt" als Krönung aller 
unkonventionellen deutschen Technik. 

So haben die Vril-Leute sicherlich auch kaum Anteil an der Antarktisunternehmung und 
der,Absetzbewegung' gehabt. Ihre Neigungen lagen nicht auf Erden - auch nicht am Südpol -, 



64 



sondern in den Tiefen des Weltenalls, ja, in jenseitskosmischen Sphären, die kein Sterblicher zuvor je 
erreicht hat... 

Womöglich ist es gar kein Zufall, wenn über alle anderen Themen dieses Bereichs und Umfelds bereits 
Publikationen erschienen - und lediglich das „Vril-Projekt" (mit Ausnahme einer Kolportage-Story in 
den USA) noch nie wirklich aufgegriffen wurde. Vielleicht war es bisher einem jeden zu kühn, zu 
unglaublich. Namentlich jene, die den Boden der geltenden Naturwissenschaft nicht verlassen mögen, 
werden vor diesem Thema zurückgeschreckt sein. Und doch ist das „Vril-Projekt" - geschichtlich 
gesehen - weit besser belegt als so manches andere Thema des Gesamtkreises „UFO". 

Eines müssen wir von vornherein erkennen und anzunehmen versuchen: 

Die Gedanken und die Technik des „Vril-Projekts" fußen nicht auf den diesseitigen Naturgesetzen - 
sondern auf völlig andersartigen „Naturgesetzen des Jenseits" in Zusammenklingen mit den 
diesseitigen. 

Das Geheimnis der Götter in den Händen der Wissenden. Uralte Keilschriften enthüllen es den 
Prädestinierten. 



Magie ist Wirken durch Wollen 




Magie - zurückgehend auf das alte persische Wort,Mogani' = Der Mächtige -hat nichts gemein mit all 
dem Hokuspokus, der mittlerweile in Europa darunter verstanden wird. „Ur - Magie" ist in erster Linie 
die Ausnutzung des Gesetzes der Affinität von Schwingungen, gründend auf dem Wissen um die 
verschiedenartigen diesseitigen und jenseitigen Schwingungen. 

Je mehr man sich mit alledem beschäftigt, um so mehr begreift man: Es gibt glasklare „Physikalische 
Gesetze des Jenseits" und zwischen Diesseits und Jenseits. Das JENSEITS ist kein abstrakter Begriff, 
es ist ein real existierender „Überkosmos", in den unser,kleiner' Kosmos eingebettet ist - zusammen 
und neben vielen anderen jenseitigen Welten und Sphären. 

Die „Transkommunikation" (quasi Ferntelepathie) und „mediale Kommunikation" sind uralte 
Mittel, magischen' Wirkens. Den alten Kulturen waren diese Mittel noch vertraut, den Sumerer- 
Babyloniern, den Germanen, der Persern, den Indern, Ägyptern, Phöniziern usw. Es brauchte hier also 
nicht etwas Neues erfunden zu werden - es ging lediglich darum, altes Wissen zu heben und 
wiederzubeleben. Dazu gehörte aber - und das ist ein Schlüssel zum Verständnis dessen, weshalb die 
Deutschen, und nicht die Alliierten diese Mittel benutzen konnten - es gehörte dazu die „richtige", die 
passende „Eigenschwingung", eine Geisteshaltung und Weltanschauung, die jener - entsprach, deren 
Schwingungsaffinität notwendig war. (Dazu später noch ausführlich im Kapitel,Was wissen wir über 
Summi'.) 



65 




„Vril" 



Das Geheimnis der Schwingungen - Geheimnis der „UFOs" 

Ganz offenbar bedeutete ein Vril-Triebwerk mehr als bloß eine „Freie-Energie-Maschine" und mehr als 
Tachyonenantrieb - es war buchstäblich eine „spirituelle Apparatur"! Außer der Erzeugung des eigenen 
Felds dürften die Vril-Triebwerke in der Lage gewesen sein, ganz spezielle Schwingungen zu 
erzeugen, die in Affinität zu nichtdiesseitigen Schwingungen standen. Selbst von Schwingungen einer 
anderen Dimension zu sprechen würde den Kern der Sache wohl noch nicht ganz treffen; es war 
mehr, war: Die Schwingung der umspannenden Jenseits-Sphäre, die mythlogisch „Das Grüne Land" 
genannt wird, jene,Generalschwingung' des „Überkosmos", in die alle diesseitigen und jenseitigen 
Welten und Sphären eingebettet sind. Und wer die „Schwingung des Grünen Lands" erzeugen konnte 
- der vermochte alle Grenzen zu überschreiten, selbst die Grenze zwischen Leben und Tod..! Er war 
„vri-II" geworden: 

Gottgleich! VRIL. 

Weithin bekannt ist, daß „UFOs" aufgrund des eigenen Schwerefelds stets mehr oder weniger 
unscharf erscheinen - aber auch zumeist farbig leuchten. Wir wollen uns ansehen, welche Begriffe für 
„Antriebsstufen" innerhalb der Vril-Gesellschaft gängig waren: 

„Erster Gang" - WEIß - GELB =, WAHRHEIT 
„Zweiter Gang" - GELB - ORANGE =,GÜTE' 
„Dritter Gang" - ORANGE - ROT =, LIEBE' 
„Vierter Gang" - ROT - GRÜN =, ERBARMEN' 
„Fünfter Gang" - GRÜN - BLAU =,VERGEBUNG' 
„Sechster Gang" - BLAU - VIOLETT -GERECHTIGKEIT 
„Siebter Gang" - VIOLETT - INDIGO ^SELBSTAUFOPFERUNG' 
(Bezieht sich auf das Vril-7-Triebwerk mit insgesamt 21 Stufen.) 

Gewiß nicht zufällig entspricht dies den „Sieben heiligen Eigenschaften Gottes" nach marcionitischer 
Definition, (entspr. „Schwarze Sonne") 

Angesichts solcher Handhabung der Dinge braucht nicht zu verwundern, wenn die Vril-Gesellschaft 
und deren Werke von den meisten Menschen mit großer Scheu betrachtet werden. Können denn so 



66 



Techniker reden und denken? Kann man das ernst nehmen? Man kann! Trifft es etwa nicht zu, daß 
die „UFOs" in den hier geschilderten Farben zu leuchten pflegen - und daß die Leuchtfarben je nach 
„Gang" wechseln? - Doch das ist natürlich reine Äußerlichkeit, Das Unbegreifliche für den 
Außenstehenden mag bleiben, daß die entsprechenden „Schwingungen" ganz sicher eben auch 
geistige, ja geistliche, Bedeutung hatten. 

So bleibt denn auch die Bezeichnung für den Betriebsstoff des Vril-Triebwerks ein Geheimnis. Die Vril- 
Leute sagten: 




Licht aus dem Lichte 
Bloß ISAIS- und „Vrir-Symbol - oder „Aldebaranisches" Hoheitszeichen? 



Der Geist des „Vril" 




Nichts könnte den inneren Geist der Vril-Gesellschaft, wie er jedenfalls ab 1921 vorgeherrscht haben 
muß, besser veranschaulichen als Sinn und,Stimulus' des nachstehenden Auszugs aus den ISAIS- 
GEBOTEN an „Die Herren vom Schwarzen Stein". 

4.1 Wisset: In allen Welten und Wesenheiten, diesseits und jenseits der Spiegel, tobt unablässig der 
große Kampf zwischen dem Licht und der Finsternis, zwischen guten und bösen Wesen, den Helden 
des Lichts und den Knechten der Finsternis. 

4.2 Einjeder ist inmitten dieses großen Kampfes - wissend oder unwissend, beteiligt oder unbeteiligt 
bloß duldend. 

4.3 Im Irdischen sind allein die Stärksten im Geiste berufen, teilzunehmen an der großen Schlacht. Die 
Schwächeren mögen lichten Schutzschirm sich bilden durch braves Handeln und gute Gedanken. 



67 



4.5 Und bedenket: Nicht fern sind die Grenzen des Jenseits, nahe ist der wundersame Spiegel. 
Durch woben vom Jenseits ist eure diesseitige Welt. 

5.1 Wisset: Die Grenze zwischen Jenseits und Diesseits gleicht einem Spiegel. Das Diesseits sieht 
darin nur sein Spiegelbild - das Jenseits aber schaut hindurch wie durch klares Glas - und vermag 
auch, in die Diesseitswelt einzudringen. 

5.2 Ihr Irdischen könnt in das Jenseits nur gehen vor dem irdischen Sterben, so ihr besitzt das 
Geheimnis von Marduks Speer, wie ich es euch, meinen Brüdern gab. 

6.1 Wisset: Ewig währt ja aller Wesen Leben - es ist euch bekannt und vertraut. Wiedergeboren wird 
einjeder nach irdischem Sterben in den Reichen des Jenseits - unsterblich dann, wie im Anfange er 
war. 

6.2 Doch sind die Jenseitsreiche alle verschieden. Allein das Grüne Land, das große, das weite, 
umspannt all die Reiche. Eine Schwingung herrscht dort, die allen Wesen gemäß ist. Diese ergibt 
gleichsam nur eine Farbe; die grüne. 

6.3 Dicht um die Erde liegt Nebelheim. Dort vermengen sich Jenseits und Diesseits. Von da an greifen 
arge Wesen die Menschen an. 

6.4 Ihr, meine Brüder, die ihr besitzt Marduks Speer, sollt euch vor den Schlachten in Grünland nicht 
scheuen und nicht vor dem Ringen in Nebelheim. 

6.5 Ihr, meine Brüder, die ihr besitzt Ischtaras Spiegel, sollt ihn benutzen und schauen, was geschieht 
da drüben in diesen Gefilden, sollt schauen und lauschen, wo eure Hilfe gebraucht. 

6.6 Denn ihr seid Kämpfer auf dem Grat zwischen Diesseits und Jenseits. 

Die „VRIL-GESELLSCHAFT, der in diesem Buch unser Hauptinteresse gilt, hat sich vermutlich in der 
zweiten Hälfte des Jahres 1921 „verselbständigt"; was für sie Gültigkeit hatte, trifft also nicht 
unbedingt auch für die Thüle-Gesellschaft zu. 

Die Vril-Gesellschaft, die im Grunde nichts anderes war als DHvSS mit neuem Namen, bzw. ein Zweig 
von DHvSS, der stark in die politischen Geschehnisse der Zeit involviert war und auch das DHVSS- 
Großsiegel (plus Hakenkreuz über dem Stierkopf) benutzte, vertrat etwa nachstehende Auffassungen, 
bzw. Glaubenssätze, zu deren Grundlage man die ILU-Lehre nehmen muß, welche für alle diese 
esoterischen Sektionen gleichermaßen gültig war. 

Hier also die Thesen der DHvSS-VRIL-Gesellschaft: 

1. Nach der ILU-Lehre: Wir Menschen sind alle „gefallene Enger (Igigi und El), die einst aus dem 
„I/u". dem Reich Gottes, auszogen. Der diesseitige Kosmos ist eine vorübergehende Nachgeburt, ein 
Mitte/ding zwischen Reich Gottes und Hölle, daß wir Menschen zur Findung der Erkenntnis „der 
ewigen Wahrheit" durchwandern. Im Jenseits - wie im Diesseits - tobt der Kampf zwischen Licht und 
Finsternis, dessen Höhepunkt mit der Weltzeitalterwende kommen wird. Nach dem großen Endsieg 
wird „das tausendjährige Reich" des Friedens kommen. 

2. (...Bruchstück...) also auf die Seite des Lichts treten können, wenn sie Deutsche sind, Brüder sein; 

3. Wie der Teufel sich ein „ Volk" (richtiger: eine Religionsgemeinschaft) auserwählt hat, so hat auch 
Gott, - der höchste Gott IL, der als Jesus Christus auf die Erde kam, ein Volk als Vorkämpfer für das 
Licht ausgewählt (wobei die Schwingung der Reinheit, welche durch die Sprechfrequenz erkennbar 
wird - Sprache ist Denken! -, entscheidend war) Dieses „gottige Volk" ist als „geistige Rasse" zu 
betrachten. Es „wanderte". Zuerst waren es die Mesopotamier (Sumerer, Babylonier, Assyrer), dann 
die Karthager (wohl auch die Phönizier), und schließlich die Deutschen (alle Menschen deutscher 
Sprache). Letztere bestimmte Christus selbst (siehe Fragment Mt.21,43). 

4. In grauer Vorzeit kamen „El-Menschen" (ehemalige Großengel) vom ersten Stern des Sternzeichens 
Stier, von Aldebaran auf die Erde. Das waren die SUMERIER! Daher ist das Zeichen Babylons der 



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geflügelte Stier! - Mit anderen Worten: Die Aldebaraner sind die Sumerer!!, bzw. deren Vorfahren. 
Tatsächlich hat sich die sumerische Sprache durch Jahrtausende in Mesopotamien erhalten. 
Tatsächlich gehört die sumerische Sprache keiner irdischen Sprachfamilie an! (Die sumerischen 
Königstafeln beginnen mit dem Satz: „Als die königliche Macht vom Himmel herabkam... "). Okkultisten 
der DHvSS-Vril-Ges. „empfingen" medial Nachrichten von Aldebaran durch das Jenseits. Die Sprache 
klang fast wie Deutsch, war aber völlig un verstehbar. Es stellte sich heraus: Es war Sumerisch! (Das 
konnte leicht herausgefunden werden, weil die bedeutendsten Altorientalisten und Assyrologen der 
Zeit zum Orden gehörten oder ihm nahestanden.) Ebenso löste dich das Geheimnis der 
„ Tempelschrift", jener Schrift, die süddeutsche Templer im 13. Jahrhundert benutzten. Man hatte bis 
dahin geglaubt, es sei eine Geheimschrift auf Basis des Phönizischen, Aber: Es war die Schrift der 
Aldebaraner! 

5. Daraufhin wurden die alten Unterlagen der bayrischen Templer-Komturei „Koch" näher 
durchgearbeitet. Man kam zu der Überzeugung, daß die „Koch - Leute" Verbindung mit den 
Aldebaranern gehabt hatten, wahrscheinlich ohne das zu erkennen, sie hielten die Botschaften der 
Aldebaraner für rein jenseitige Botschaften. Vril-Leute hielten es sogar für möglich, daß die Isais- 
Erscheinung in Wahrheit der Besuch einer Frau von Aldebaran gewesen sei. (Darüber kann natürlich 
sehr gestritten werden.) 

6. Das Großsiegel DHvSS wurde von den Vril-Leuten neu gedeutet: Der „Moloch", der Stier, stehe für 
Aldebaran, den ersten Stern des Sternbilds Stier. Die Isais für die aldebaranische Kaiserin (eine solche 
sollte es geben), der Spiegel, das altorientalische Symbol für die Scheidewand zwischen Diesseits und 
Jenseits, und der „Speer" für das Mittel, durch diesen „Spiegel" gehen zu können (also der „Diesseits- 
Jenseits-Diesseits-Flug ") 

7. Wenn man die überlieferten Anschauungen und Gesetze hernahm, welche, sofern alles andere 
zutraf, diejenigen der Aldebaraner sein mußten, fand man eine Art von Nationalsozialismus auf 
theokratischer Grundlage. Da die Diesseits-Jenseits-Kommunikation, die Schwingungskontaktnahme 
etc., alles dies nach dem Gesetz der Affinität funktioniert, und anders nicht funktionieren kann(!), war 
klar, daß die Aldebaraner „die Deutschen im Sternbild des Stiers" sind. Diese mußten also Verbündete 
im großen Weltkampf gegen die Mächte der Finsternis sein. 




Im Kreis unter dem „MALOK" gab es verschiedene Signets. So etwa auch das Vril-Zeichen, die Doppel-Eh-Rune, 
das EK, das Hakenkreuz, die Farben Schwarz-Silber-Lila, die Schwarze Sonne und den Schwarzen Stein. 



Alle bis hierher dargelegten Punkte gehen auf die Zeit zwischen 1923 und 1933 zurück. Beteiligte in 
dieser Arbeit der Vril-Gesellschaft/ DHvSS waren u.a. Dr. Schumann, Künkel Koch (der spätere 
Gauleiter, ein Nachkomme des Templer-Komturs Hubertus Koch), Heß, Kiß, Schauberger - und 
zumindest als Randinformierter auch schon damals Himmler. Was Hitler anbelangt, so ist nur sicher, 
daß er von der Existenz dieser Dinge grundsätzlich wußte. 



69 



Die Religion des Interkosmos 



Mehrere Religionen der Erde nehmen für sich in Anspruch, „Universalreligionen" zu sein. Keine von 
ihnen hat Anrecht auf einen solchen Anspruch. Selbst der Anspruch „Weltreligion" - also eingegrenzt 
auf die Welt Erde - erscheint fragwürdig, zumal auch das Wort Weltreligion letztlich wieder 
Universalreligion bedeuten soll; denn daß es auch noch andere, womöglich bedeutendere, Welten 
geben könnte als die irdische - im Diesseits und im Jenseits - befindet sich außerhalb des geistigen 
Horizonts der Verfechter jener „universellen Religionen". 

Die Leute der Thüle- und Vril-Gesellschaft gewannen einen höheren Erkenntnisstand und eine 
weiterreichende Sicht. Die Religion von Thüle, die Religion des Vril, steht auf einer unvergleichlich 
höheren Stufe als sämtliche sogenannte Weltreligionen mit all ihren Ansprüchen an Universalität; die 
Religion von Thüle, die;Religion des Vril, sprengt die Grenzen irdisch diesseitiger Enge. 

Die alten Kulturvölker der Erde beanspruchten nicht, „universelle Religionen" zu besitzen. Ihre Götter, 
vielleicht richtiger: Schutzpatrone, waten Nationalgötter, gewissermaßen Schutzheilige für einen 
jeweils bestimmten Raum. Die meisten von Ihnen kannten außerdem eine über allem stehende 
Obergottheit, wie sie im germanischen ALLVATER (Alfadur) besonders klar in Erscheinung tritt. Kein 
Volk aber erhob Anspruch darauf daß sein Nationalgott zugleich Universalgott sei bis die Hebräer mit 
einer solchen Ideologie in der Geschichte aufschienen. Aber natürlich ist auch deren National patron 
kein universeller Gott. 

Das Universum ist größer als die Erde - und der Interkosmos ist größer als unser Universum. 
Umfassende religiöse Erkenntnis kann allein dort gedeihen, wo das Bewußtsein dieser größeren 
Maßstäbe zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Die heutzutage auf der Erde noch vorherrschenden 
sogenannten „Weltreligionen" haben sich geistig um keinen Millimeter von jenem Punkte fortbewegt, 
da sie behaupteten, die Erde müsse eine Scheibe sein. Sie stecken tief in der Nichterkenntnis, 
eingemauert in die Kerker ihrer auf Irrtum und Fälschung beruhenden „heiligen" Schriften. Die 
angeblich universellen Weltreligionen der Erde sind in Wahrheit so fern von Gotterkenntnis wie wie die 
Höhle des Neandertalers vom Frankfurter Messeturm. Es fehlt ihnen jeder Blick in die Weite, die 
Unbegrenztheit, die wahre Freiheit. Und im wesentlichen ist irdische Religion zum Mittel weltlichen 
Zwecks geworden - womit sich, sinnbildlich gesprochen, das Neandertalertum in die Lebensformen der 
Gegenwart einmengt. Aus begrenzten Räumen erwachsene Nationalreligionen in die Übernationalität 
erhoben, das mußte zu Unheil führen, sollten doch nun Genera Imaßstäbe für die ganze Welt angelegt 
werden, die tatsächlich aus einem begrenzten Kulturkreis kamen und also mit anderen Kulturkreisen 
unmöglich harmonieren konnten. 

Die wahrhaft universelle Religion muß über jeder Enge stehen, die wahre Religion ist „interkosmisch", 
sie steht über allen Dingen, sie läßt den einzelnen Völkern die ihnen jeweils gemäßen Gottheiten und 
Schutzpatrone - und schafft übergeordnete Glaubensgewißheit im überschauenden Großen, ohne 
Gleichmacherei im einzelnen. 

Denn die wahre Gottheit ist Gottheit vieler Welten und Dimensionen, ihr Einheitsmaßstäbe unterstellen 
zu wollen, ist ganz einfach lächerlich. Alle Wesen sind ungleich, kein Mensch ist wie der andere, 
verschieden sind die Völker - und völlig unterscheiden sich die Rassen voneinander. Welche 
Absurdität, welche Anmaßung, beispielsweise dem Schwarzen in Afrika die Maßstäbe der Kirche 
aufdrängen zu wollen - oder auch die des Demokratismus. Jedes Volk, hat seine eigenen Maßstäbe, 
und so lange man ihm diese beläßt, lebt es in Einklang mit sich und der Natur. Als ab, wiederum zum 
Beispiel, die Schwarzen in Afrika nicht ihre eigenen Religionen gehabt hätten, die ihnen und ihrer 
Lebensart gemäß waren! Erst das Aufpressen fremder Maßstäbe rief Elend und Hunger hervor. 

Alle Religionen und selbsternannten „Heilslehren", die sich universell geben, bringen Unheil über die 
Menschen; insbesondere über jene Menschen, die nicht dem Ursprungskulturkreis der jeweiligen 
Religion oder Heilslehre (z.B. Marxismus u Demokratismus) angehören. Analysieren wir: Wer trägt die 
Hauptschuld am Unglück der Völker der sogenannten Dritten Welt? - Wo liegen die Ursprünge dieses 
Unheils - außer im Kolonialismus, der wiederum durch universelle Ansprüche jedweder Art motiviert 
wurde? 

Wäre es nach den angeblich so „bösen Rassisten" der Thüle-Gesellschaft gegangen, so lebten die 
Völker der Dritten Welt heute nicht in Armut und Elend, bedroht von millionenfachem Hungertod, 



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sondern ihrer Art gemäß in ihrer ureigensten Kultur, in Unabhängigkeit und relativem Wohlstand. 
Denn ohne Vermischung und Infiltration fremder Maßstäbe wären die Völker der Dritten Welt niemals 
ins Elend geraten, nie hätten sich die naturverbundenen, hoch anständigen Völker vieler sogenannter 
Drittweltländer von selber ins Elend gestürzt, wäre ihnen nicht der „westliche Lebensstil" aufgepfropft 
worden - der zu ihnen dort ebensowenig paßt wie in jenen Ländern, in die man sie als Sklaven oder 
„Immigranten" brachte. - Respekt vor der Unterschiedlichkeit, Achtung gegenüber der 
Verschiedenheit, Anerkennung der eigenen Art jedes Wesens: Das ist wahre Gotterkenntnis. 

Die interkosmische Religion von Thüle, die Religion des Vril, ist wahre Gotterkenntnis. Denn sie 
anerkennt die Verschiedenheit, sie weiß, daß es Wesen auf anderen Welten gibt, Wesen auf anderen 
Planeten in unserem Kosmos und Wesen auf Welten des Jenseits, die alle ihre Eigenart besitzen und 
allein dann in Harmonie und Wohlbefinden leben können, wenn man sie jeweils in ihrer Mitwelt und 
unter sich beläßt. Dieser „Rassismus" ist in Wahrheit Gotterkenntnis, ist die einzige Grundlage des 
Wohlergehens für alle Wesen, die in Achtung vor einander sich selbst bewahren und jede 
Vermengung, die den Kern des Unheils darstellt, vermeidet Wenn die Welt Erde vom Unheil der 
Universalität beanspruchenden Religionen und politischen Heilslehren befreit und von dem durch sie 
Hervorgerufenen genesen soll, so kann dies allein durch die Ideale des Vril und von Thüle geschehen. 
Denn alle Menschen haben das gleiche Anrecht auf ein artgemäßes Dasein; und alle Völker und 
Rassen besitzen genug Fähigkeiten aufgrund ihrer eigenen Natur, um das Leben meistern zu können 
und keiner braucht einen fremden Vormund. 

Die Religion des Vril, der Glaube von Thüle, achtet einen jeden in seiner Art. Wer weiß, daß in den 
Fernen des Weltenalls womöglich Lebewesen von solcher Andersartig keit sind daß wir sie uns nicht 
einmal vorstellen können, der begreift, daß ein höheres Gesetz als jedes von Menschen in 
Verfassungen niedergeschriebenes lautet: 

Alle Wesen sind ungleich, Vermischung ist widergöttlich und Ursache allen Unheils. 

Die „Religion des Interkosmos", das „Vril von Thüle", (allumspannende Weisheit des Lebens, geboren 
aus dem Wissen um die Offenbarungen des „ILU" in Verbindung mit der transmedialen 
Kommunikation. Es ist die Erfahrung, daß zwei 68 Lichtjahre voneinander entfernte Welten 
einunddieselbe Grundmaßstäbe kennen. Es sind die Lehren, die aus dem überlegenen Wissen einer 
weit überlegenen Kultur gezogen werden konnten. Und es ist die Glaubensgewissheit aufgrund 
göttlicher Botschaft. 

Die Religion des VRIL erkennt die höchste übergeordnete Gottheit, die allem und jedem 
gleichermaßen gilt und über allem steht. Und sie anerkennt die Verschiedenheit im kleinen, wie sie 
das übergeordnete Große versteht. 

Einen „universellen Erdengott" gibt es nicht. 

Jedes Volk hat seine eigenen jenseitigen Bezugswesen - „Götter" -, die auf das irdische Geschehen in 
begrenztem Ausmaß einwirken können. Es gibt einen Weltwidersacher, einen „Oberteufel", der gegen 
alle lichten Kräfte kämpft und sich als Widersacher der Obergottheit versteht, welche jedoch unendlich 
hoch über ihm steht. 

Das deutsche Volk, als Kernvolk des Germanentums, ist dem aldebaranischen Volk der Sumi-Er direkt 
verwandt. Deshalb ist dessen Gott-Schutz-patron auch für das deutsche Volk bedeutsam (in der Isais- 
Off. kommt dies bereits zum Ausdruck), nämlich Molok/ Malok! (Edda: „Mörnir") 

Die Thule-Religion des VRIL ist aber vor allem eine Religion des Wissens um das wahre ewige Leben, 
den Sinn des Erdendaseins und den Weg nach dem irdischen Sterben. 

Die interkosmische Religion trägt diese Bezeichnung, weil sie über das diesseitige Erdenleben hinaus 
Gültigkeit hat, weil ihre Lehre und ihr Wissen weiter reicht über die Schwelle des Irdischen in das 
Jenseitige hinüber. 



71 



Wir könnten wahrscheinlich ganz einfach sagen: VRIL ist die Religion der lichten Gottmenschen von 
Aldebaran, unserer Ur-Vorfahren - also unsere Religion, die Glaubensgewissheit der ewigen göttlichen 
Wahrheit. 

Der Gott MALOK ist aller Wahrscheinlichkeit nach weitgehend identisch mit dem babylonischen 
MARDUK und dem germanischen ODIN, bzw. WOTAN. 



Die „Mediale Kommunikation" 

Ein Kernstück der inneren Glaubenswelt der „Vril - Gesellschaft" war, wie in früherer Zeit bei den 
„Herren vom Schwarzen Stein", die Möglichkeit medialer Kommunikation sowohl mit Verstorbenen und 
anderen Wesen des Jenseits - wie auch mit Wesen anderer Welten; wobei das Letztgenannte 
gewissermaßen als „Super - Telepathie" bezeichnet werden könnte. 

Dergleichen ist als „Spiritismus" nicht unbekannt, und schon im sog. Alten Testament der Bibel 
werden die „Totenbefrager" von Jahwe verflucht. Im alten Orient war der mediale Verkehr mit dem 
Jenseits ja weit verbreitet. 

Die Besonderheit, mit der wir es hier zu schaffen haben, besteht in der Kombination zweier Ebenen: 
Das lebende deutsche Medium, kontaktierte' einen verstorbenen Deutschen im Jenseits, welcher mit 
einem verstorbenen Aldebaraner im Jenseits beisammen war, der wiederum in medialem Kontakt zu 
einem lebenden Aldebaraner stand. (So schildert es eine ehemalige Sekretärin des Büros 
Kaltenbrunner, die der Vril - Gesellschaft angehörte.) 

Dies erklärt, weshalb nicht allein medial übermittelte Schriften in Sumerisch - Aldebaranisch 
vorhanden sind, sondern auch solche in aldebaranischer Schrift und deutscher Sprache. 



Verstorbener Aldebaraner Verstorbener Deutscher 



Diesseits-Jenseits-Grenze- 



lebendes aldebaranisches lebendes deutsches 
Medium Medium 

Die als wichtig erachteten Texte, die solchen Wegs nach Deutschland gelangten, werden, sofern sie 
nicht schon vernichtet worden sind, von den Besitzern noch immer streng geheimgehalten. 
Nachstehend jedoch zwei typische Beispiele, die heute gezeigt werden dürfen. 



72 



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Diese " Tempel - 
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eine mittelalter- 
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Die Medien Maria und Sigrun 




Die jeweils in den Tageszeitungen erscheinenden Berichte von Augenzeugen über die in Seancen 
wahrgenommenen okkulten Phänomene erregen die Neugierde der wenig oder meist gar nicht in 
diesem Gebiete orientierten Leser - und bilden für einige Stunden deren Gesprächsstoff. 



74 



Ma'.a Oi •• i l -i'/jch [Medium dar Tnule Ga*.l 



Der sonst nicht als geistig ebenbürtig betrachtete, daher, meist, gemiedene Spiritist wird plötzlich 
aktuell. 

Die Sensationslust macht ihn zum Mittelpunkt der umstrittensten Fragen über die Möglichkeit oder 
Unmöglichkeit der geschilderten Phänomene, um schließlich doch bei der Hauptfrage, .dem Kernpunkt 
des plötzlichen Interesses, „könnt ich denn so etwas auch nicht einmal sehen?" zu landen.. Als Anreiz 
um die intensive Bekehrung des Fragestellers wird mit halber Resignation noch hinzugefügt, daß erst 
dann geglaubt werden könnte, wenn etwas gesehen werden würde. 

Leider ist stets das Sehen und Greifen, nicht aber das Denken die Hauptsache. Die augenscheinliche 
Wahrnehmung ohne den festen Willen; in objektiver Weise nach Ursache und Zweck des Geschehens 
zu suchen, hat keinen Sinn und führt nur zu phantastischem Aberglauben und damit zu einer totaler 
Verkennung der Tatsachen. Ich will mir das Anführen der Beweise zu obiger Behauptung ersparen 
und setze voraus, daß jeder der Leser das Alte Testament aus denn sogenannten heiligen Buch - der 
Bibel - genügend kennt, um die ungeheure Tragweite solcher verkannter Tatsachen ermessen zu 
können. 

Die Methode der exakten Forschung durch die autorisierten Vertreter der Wissenschaft beruht 
ausschließlich nur auf der Wahrnehmung durch unsere Sinnesorgane, weshalb auch diese einseitige 
Vorgangsweise auf dem Gebiete der okkulten Erscheinungen, die dem mit den Sinnesorganen nur 
unter bestimmten Voraussetzungen wahrnehmbaren geistig - seelischen Komplexe angehören, bis 
heute noch zu keinem Ergebnisse geführt hat. Selbst wenn, da doch die hochentwickelte Technik über 
Apparate verfügt, welche die unseren Sinnesorganen nicht mehr wahrnehmbaren stofflichen Vorgang 
zu registrieren vermögen, die Erfassung der Stoffgebilde dieser okkulten Phänomene gelingt und 
deren Gewebsstruktur genau erkannt wird, bleibt doch die Ursache ihrer Entstehung weiter in 
Dunkeln. 

Diese sichtbaren Materialisationen müssen, weil wir Sie leiblich - sinnlich wahrnehmen, auch den 
physikalischen Gesetzen unterliegen und als Ursache unbedingt eine sie bildende Kraft haben, die aus 
der von ihr zielbewußt geleiteten Materie jene Gebilde formt, welche infolge ihrer Dichte dem Lichte 
Widerstand entgegensetzen und so für uns wahrnehmbar werden. 

Der Augenschein verleitet leicht zur Annahme, daß solche Kräfte bloß eine Ausdrucksform der 
unbewußten seelischen Empfindungen des Mediums darstellen, und diese psychische Eigenart 
krankhaften Zuständen des Körpers solcher Medien entspringt. Diese Hypothese ist nur auf der 



75 



einseitigen Beobachtung der Materialisationen aufgebaut und wird sofort hinfällig, wenn man die 
anderen Manifestationen der Sprech- und Hörmedien, sowie das Hellsehen in Betracht zieht. Auch 
diese Arten der Kundgebungen gehen aus dem seelisch - geistigen Komplexe des Menschen hervor, 
ohne daß oft nur die geringste Grundlage für die Annahme eines krankhaften Körpers des Mediums 
vorhanden ist. Damit soll allerdings nicht gesagt sein, daß ausschließlich nur gesunde Menschen 
Medien sein können. Sehr häufig sogar ist es der kranke Körper, an welchem die Seele wegen der 
mangelhaften Beherrschung seines stofflichen Gefüges durch den Willen die Anpassung verliert, 
welcher sodann teilweise zum Werkzeug fremder Kräfte wird. Hierzu liefert uns die Beobachtung vieler 
Patienten in den Irrenanstalten den Beweis. Die freiwillige Abschaltung des seelischen Stoffes aus 
gewissen Körperteilen und die dadurch bewußt herbeigeführte Anpassung fremder Geisteskräfte an 
diese zum Zwecke der Verständigung mit unserer Weit, ist solcherart bestimmt als eine Fähigkeit zu 
werten, doch keinesfalls als ein pathologischer Zustand. 

Unter Materialisationen sind stoffliche Verdichtungen zu verstehen, die, ob sie körperliche Gebilde 
darstellen oder sich in der Auswirkung einer nicht sichtbaren Kraftentfaltung bemerkbar machen, 
durch Wesen des Jenseits aus leicht lösbaren Stoffen dieser Welt gebildet und wieder aufgelöst 
werden können. 

Diese spiritistische These, die wohl durch abertausend Experimente bestätigt ist, ist allerdings zu 
einfach und unkompliziert, daher jedem objektiv Denkenden zu leicht verständlich, um dem einseitig 
hochgeschraubten, sich gebildet nennenden Geiste zu genügen. 

Wenn die Erkenntnis der Wahrheit nicht jedem Menschen möglich wäre, wäre jedes Denken zwecklos 
und würde der im Menschen vorhandene Drang, nach dem Ziel und Zweck des Lebens zu suchen, 
überhaupt nicht existieren. 

Da aber der Mensch an seinem Körper die Tatsächlichkeit des Vorhandenseins anderer Körper 
wahrzunehmen und die aus der Berührung der Kräfte entstandenen Empfindungen im Geiste zu 
ordnen versteht, ist das Studium der höheren Mathematik zum Begreifen der einfachen Tatsache des 
Vorganges bei den durch die geistige Schaff ungskraft der Seelen des Jenseits bewirkten, uns physisch 
wahrnehmbaren Erscheinungen absolut nicht erforderlich. 

Auch die Sorge, daß die so häufig beobachteten Levitationen oder Schwebeerscheinungen den 
Rahmen des Grundgesetzes der Physik - von der Schwerkraft - nicht hineinpassen und dadurch diese 
Säule des physikalischen Gesetzgebäudes ins Wanken geraten könnte, ist gerade eben der Unkenntnis 
dieses Gesetzes entsprungen. Leider hat dieses Unwissen selbst prominente Größen der heutigen 
Wissenschaft zur Ableugnung des Bestehens der Levitationen veranlaßt. 

Der schwebende Körper des Mediums braucht ebenfalls einen Widerstand, die der Anziehungskraft der 
Erde entgegenwirkt, um in diesen Zustand zu gelangen und zu bestehen. Daß wir diese Widerstand 
leistenden Kräfte nicht wahrnehmen können, bildet ja schließlich nichts Besonderes, denn auch der 
Magnetismus, die Elektrizität und die Schwerkraft selbst werden von uns nur in ihren Auswirkungen 
wahrgenommen. Der Unterschied zwischen den vorgenannten Elementarkräften und den bei den 
Materialisationen wirkenden Intelligenzkräften besteht nicht nur in der scheinbaren Willkürlichkeit der 
Entstehung der letzteren, sondern auch in der nur seelisch - geistiger Art möglichen Verständigung 
über die jeweilige Veränderung, Bildung oder Auflösung solcher Erscheinungen. Der ungeheure 
Gegensatz zwischen den physisch - stofflichen und den rein geistig - seelisch wirkenden Kräften 
müßte doch schon längst ZU einer ganz anderen als der bisherigen Forschungsmethode geführt 
haben, würde man nicht blind über solche feststehende Tatsachen hinweggehen. Jeder sich auch 
noch so ablehnend gegen die spiritistische Methode verhaltende Gelehrte muß sich, ob er will oder 
nicht, der. spiritistischen Art im Verkehr mit dem Medium, sowie auch mit den sich manifestierenden 
Seelen bedienen. Die sich kundgebende Seele nennt selbst ihren Namen, oder wird um demselben 
gefragt, um dann stets mit diesem Namen gerufen zu werden; die auf Fragen an das durch das 
Medium sich kundgebende Wesen erfolgten Antworten, sowie die meist bei Materialisationen 
gegebenen, auf diese bezughabenden Anordnungen usw. haben alle einen größeren 
Gedankenkomplex zur Grundlage, der wieder nur bei einem bewußt denkenden Wesen möglich ist. 
Das Medium weiß aber im Zustande der Trance und auch nach demselben im wieder bewußten 
Zustande von all den Vorgängen nichts, und dies läßt deutlich die teilweise oder vollkommene 
Abschaltung des eigenen Bewußtseins erkennen. Unbewußt zu denken kann aber nur jemand 



76 



behaupten, der überhaupt nicht denkt. Zum Denken bedarf der menschliche Geist bestimmter Stoffe 
des Körpers, welche aber durch die Abschaltung des Willens und der somit fehlenden Kraft für eine 
Tätigkeit des Geistes nicht erfaßt werden können, wodurch der bewußtlose Zustand eintritt. Mit dieser 
Erkenntnis ist auch das als Auskunftsmittel bei allen Psychologen so beliebte Kuriosum, das 
sogenannte Unterbewußtsein, seines Bestandes enthoben. 

Es bleibt nach dem Vorhergesagten nur die eine Erklärung über und das ist die, daß fremde 
Intelligenzen sich des entweder durch eigene Abschaltung des Willens, oder durch Raub desselben 
seitens einer stärkeren Geisteskraft, zur Benutzung freigewordenen Körpers oder verschiedener Stoffe 
desselben bemächtigen, um einerseits Teile des Körpers als Werkzeuge für Manifestationen zu 
gebrauchen und andererseits leicht lösbare Stoffe demselben zu entnehmen, und durch deren 
Verdichtung wahrnehmbare Materialisationen zu bilden. 

All das zeigt, wie wichtig vor allem bei der Erforschung der okkulten Phänomene die Erfassung und 
Beurteilung der sich in der Seele des Mediums abspielender Vorgänge ist und daß man nur nach 
eingehendem Studium und Beobachtung dieser zu einer wahren Lösung dieser sogenannten 
übernatürlichen Erscheinungen gelangen kann. 




"Sigrun" (Medium der Vril-Ces.) 



Wie aber die Seele des anderen erkennen, wenn man sein eigenes Ich nicht kennt. Das ist wohl der 
größte Vorwurf, den man den heutigen Berufenen der Wissenschaft und speziell jenen, die sich mit 
der Erforschung der menschlichen Psyche befassen, machen kann. Die Erforschung der Außenwelt 
schreitet mit Riesenschritten fort, während man über jene Kraft und ihre Fähigkeiten, welche uns 
diese Außenwelt wahrnehmen und erkennen läßt, die das bewußte Sein unseres Lebens schafft und 
ohne die auch unser Körper nicht vorhanden wäre, aber schon gar nichts weiß. 



Was wissen wir über „Summi" (Aldebaran)? 

In einer Zusammenfassung der medialen (und/ oder transkommunikativen) Übermittlungen der 
mittelalterlichen Templer - Geheimsektion vom „Schwarzen Stein" einerseits und der neuzeitlichen Vril 
- Gesellschaft andererseits, bzw. soweit wir über deren Niederschriften verfügen oder Einblick 



77 



erhielten, kann über die „Welt Summi" und das Reich Sumeran - Aldebaran folgendermaßen berichtet 
werden: 

ALDEBARAN, wie das Hauptgestirn des Sternbilds Stier bei uns genannt wird, ist ein Sonnensystem 
mit einer unbekannten Anzahl von Planeten, von denen zwei bewohnbar und auch bewohnt sind. Die 
„Aldebaraner" selbst nennen ihre Sonne SUMI und die beiden bewohnten Planeten Sumi-Er und Sumi- 
An. Das aldebaranische Reich nennen sie „Sumeran" oder auch SUMMI. (Die Selbstbezeichnung der 
die Erde besucht habenden „Sumerer", keilschriftlich ebenfalls,Sumi'. wird dadurch besonders 
verständlich. 

Die sumerischen Königstafeln beginnen mit den Worten: „Als die königliche Macht vom Himmel 
herabkam -". Also nicht etwa Götter kamen vom Himmel, sondern die königliche Macht - also 
Menschen: eben die Sumeraner - Aldebaraner. Eine deutliche Spur dessen finden wir in dem alten 
mesopota mischen Symbol des geflügelten Stiers, das sich auch bei den Sumerern kulturverwandten 
Völkern oft wiederfindet. In der deutscher Isais-Offenbarung des 13. Jahrhunderts wird es ganz klar 
ausgesprochen: „Aus dem Haupte des Stiers" kommt Beistand - also vom Hauptgestirn des Sternbilds 
Stier - von Aldebaran. In der hebräischen Bibel wird der geflügelte Stier, das Sinnbild Aldebaran - 
Summis, dann zum „bösen Moloch" abgewandelt. 

Isais-Offenbarung 4.15: 

Spähet durch die Sternen welt, 
aufschaut zum Haupte des Stiers, 
des geflügelten Recken. 
Die Lanze er bringt. 

Isais-Offenbarung 6.3: 

Aus dem Haupte des Stiers 
Hilfe euch kommt 
In Drangsal und Not, 
der Artgleichen Waffe. 

Doch zurück zu unserer Kenntnis über Summi - Aldebaran, zurückgreifend auf die medialen 
Übermittlungen und verknüpft mit den Möglichkeiten, die uns irdische Naturwissenschaft zur 
Ergänzung bietet: 

Setzen wir voraus, daß die Sonne SUMI (Aldebaran) vor ihrer Expansion zum „Roten Riesen" die selbe 
Anzahl von Planeten hatte wie unsere Sonne heute - was natürlich rein fiktiv und nicht wirklich 
bedeutsam ist - dann könnte das Planetensystem von SUMI zur Zeit aus noch acht Planeten bestehen. 
Von diesen womöglich acht Planeten sind zwei erdähnlich und umkreisen die Sonne SUMI in einer 
Entfernung von ungefähr 2,5 Milliarden Kilometern auf der- gleichen Umlaufbahn, also einander 
gegenüber. Setzen wir weiter voraus, daß die natürlichen Planetenbahnen auch bei anderen 
Sonnensystemen im Prinzip denen unseres Sonnen-Planeten-Systems entsprechen, so wäre die 
Installierung der beiden erdähnlichen Planeten in „Hantelposition" vielleicht künstlich von 
„Planeteningenieuren" vorgenommen worden? Für unsere irdische Wissenschaft mag das an der 
Grenze zur Unvorstellbarkeit liegen, für eine weitaus höhere Kultur und Technik indes könnte es 
möglich sein (wer hatte vor hundert Jahren auch nur an das Fernsehen glauben können!) - Ziehen wir 
zum Vergleich mit dem SUMI - Planetensystem wieder unser Sonnensystem heran, dann umkreisen 
die beiden von ihren Bewohnern Sumi-Er und Sumi-An genannten Planeten bei einer ungefähren 
Sonnenentfernung von 2,5 Milliarden Kilometern ihre Sonne SUMI in einer Zeitspanne von rund 80 
Erdenjahren. Ein „Aldebaran- Jahr" würde demzufolge etwa 80 irdische Jahre dauern. 

Nach den medialen Übermittlungen, über die wir sprechen, ist die Summi - aldebaranische Kultur in 
weitgehend ununterbrochener Entwicklungslinie mehrere Millionen Jahre alt. Nun bleibt dabei 
ungeklärt, ob von aldebaranischen Jahren die Rede war oder, vielleicht zur besseren Begreifbarkeit für 
die irdischen Empfänger der Botschaften, in Erdenjahren gerechnet - bzw. umgerechnet - wurde. Auf 
alle Fälle haben wir es bei der Summi - Aldebaran - Kultur mit einer um vielfaches älteren und 
fortgeschritteneren zu tun, als unsere eigene ist. Wenn wir uns die technischen Fortschritte auf Erden 



78 



allein während der vergangenen 70 Jahre bewußt machen, wird uns klar, was eine millionenjährige 
Höchstzivilisation bedeuten mußte! Und von einer solchen „Super - Zivilisation" haben wir hinsichtlich 
Summi - Aldebaran auszugehen. 

Nach den medial übermittelten Informationen lebt die Menschheit des Summi-Aldebaran - Systems 
„seit langer Zeit" nach Rassen (sofern diese Bezeichnung hier richtig ist) getrennt. Das Herrschaftsvolk 
die „lichten Gottmenschen"' lebt auf dem Planeten Sumi-Er. Diese „Alpha - Aldebaraner" sind die 
alleinigen Herren des Reiches. Alle anderen „minderfähigen. Rassen" leben auf dem Planeten Sumi-An 
und haben zu Sumi-Er keine Zutrittsmöglichkeit. 

Entstanden sind die „minderfähigen Rassen" des Aldebaran - Systems infolge negativer Mutationen; 
und zwar zu einer Zeit, als die Sonne SUMI - Aldebaran noch lange nicht zu einer rötlichen 
Riesensonne expandiert war, sondern noch eine stabile hellgelbe Sonne vom Spektraltyp „F6" war, 
also eine etwas hellere „Hauptreihen- und Zwergsonne", wie die unseres Sonnensystems heute ist. Bei 
einem erneuten Vergleich mit unserem eigenen Sonnensystem verfügte SUMI - Aldebaran damals 
vielleicht über vier oder gar fünf mehr oder weniger „erdähnliche" Planeten innerhalb der „Ökosphäre" 
- der strahlungsmäßig für Menschen bewohnbaren Raumzone um eine entsprechende Sonne, die von 
etwa 150 bis 650 Millionen Kilometer Sonnenabstand gereicht haben mag. Vermutlich stammt die 
Urrasse der „Aldebaraner", die späteren „lichten Gottmenschen"' vom letzten oder vorletzten der 
äußeren erdähnlichen Planeten des SUMI - Systems. Von dort aus dürften sie nach Entwicklung der 
Raumfahrttechnik die anderen drei oder vier sonnennäheren erdähnlichen Planeten des SUMI - 
Systems besiedelt haben. Im Laufe der folgenden Jahrmillionen dürften dann die Kolonisten nach und 
nach, je nach den klimatischen Verhältnissen, zu verschiedenartigen Rassen, eventuell auch farbigen, 
mutiert sein, die jedoch durchwegs auf einer niedrigeren geistigen Stufe standen als die „lichten 
Gottmenschen" der „Alpha - Aldebaraner" des Ursprungs. Kam es nun zwischen den Kolonistenvölkern 
zu Kriegen, die womöglich mit Kernwaffen oder mit Waffen ähnlich mutativer Wirkung ausgetragen 
wurden - bei planetaren oder auch interplanetaren Kriegshandlungen -. dann mutierte ein Teil der 
Kolonistenvölkerschaften immer wieder zu verschiedenen „Affenmenschen" - ähnlich den irdischen 
prähistorischen Vormenschen und den heutzutage noch lebenden Austrainegern und 
Urneuguineanern. (An dieser Stelle ist interessant zu bemerken, daß altorientalische Schriftfragmente 
den Glauben wiedergeben, der „Sintbrand" sei ein fürchterlicher Großkrieg gewesen, an dessen Ende 
die Erde verwüstet und die Menschheit „zu schrecklich aussehenden Bestien verkommenen" gewesen 
sei. Die Assyrer glaubten, daß die Neger Übrigbleibsel solcher „vom Sintbrand versengten" seien. Die 
„Sintflut" ist nach dieser Denk- und Glaubensrichtung von den Überlebenden „Gottmenschen" 
künstlich hervorgerufen worden, um die „Bestien", die alles Leben zerstörten, zu ertränken... Ein Blick 
in das Gilgamesch - Epos zeigt uns beispielsweise Schilderungen, die stark an Schreckensvisionen - 
oder Erinnerungen? - eines Atomkrieges gemahnen.) 

Je mehr die Vermischung der „minderfähigen" farbigen Kolonisten des Aldebaran - Systems 
voranschritt, um so mehr sanken die geistigen Fähigkeiten der Kolonisten ab (im kleinen können wir 
einen solchen Abfall der geistigen Fähigkeiten mit zunehmender Rassenvermischung in Amerika 
erkennen; was Nakasone ganz richtig als Ursache für die Überlegenheit der Japaner gegenüber den 
Amerikanern charakterisierte). 

Als dann vor wohl rund 500 Millionen Jahren Erdzeit die Sonne SUMI - Aldebaran zu expandieren 
begann, verfügten die farbigen und mischrassigen Planetenkolonisten inzwischen nicht mehr über die 
Fähigkeiten und technologischen Möglichkeiten, ihre Planeten zu verlassen, da sie intellektuell schon 
nicht mehr imstande waren, die Raumfahrttechnik ihrer Vorfahren zu erhalten und weiter zu pflegen. 
Die verschiedenen rassisch - geistig minderwertigen Planetenkolonistennachkommen waren jetzt völlig 
darauf angewiesen, daß die „lichten Gottmenschen" sie vor dem drohenden Untergang bewahrten. 
Entweder durch Evakuierung auf andere bewohnbare oder bewohnbar gemachte Planeten innerhalb 
des SUMI - Systems - oder auch durch Ansiedlung auf einem womöglich geeigneten Planeten eines 
anderen Sonnensystems. 

Nachdem die Sonne SUMI - Aldebaran zu einem „Roten Riesen" expandiert war, gab es jedenfalls 
innerhalb dieses Sonnensystems nur noch zwei bewohnbare Planeten; nämlich „Sumi-Er" und „Sumi- 
An". Vermutlich wurde den zu errettenden Kolonistennachkommen der Planet Sumi-An quasi als 
„Reservat" - zur Verfügung gestellt und die notwendige Evakuierung von der „Alpha - Rasse" 
durchgeführt. 



79 



Es wird ferner berichtet, daß das Reich Summi, Sumeran-"Aldebaran", seit länger Zeit im Krieg mit 
den Reichen der Sonnensysteme „Capeila" und „Regulus" steht. Capeila ist der Hauptstern des 
Sternbilds „Fuhrmann", Regulus das Hauptgestirn des Sternbilds „Löwe". Vielleicht sind die. dort 
beheimateten „fremden Rassen" ursprünglich interstellare Kolonisten von .Summi/ Aldebaran 
gewesen, die unter den Umständen in den Systemen Capeila und Regulus zu Rassen mit stark 
aggressiven Wesensmerkmalen mutierten - oder aber es handelt sich wirklich um fremde, eventuell 
sogar nichtmenschliche Lebensformen? - Dazu haben wir keine näheren Aussagen. 
Auf alle Fälle scheint der Krieg zwischen Summi/ Aldebaran und seinen Feinden von Capeila und 
Regulus seit undenklichen Zeiten geführt zu werden, ohne daß eine Seite die andere entscheidend 
besiegen könnte. Auf Seiten der „Aldebaraner" steht der geistige Vorsprung einer höheren Kultur und 
weiterentwickelten Technik auf der Seite „Capellas" und „Regulus" der der größeren Masse. Es ist also 
ein Krieg Qualität gegen Quantität. Berichtet wird, daß es den Feinden noch nie gelungen sei, in das 
System SUMI - Aldebaran einzudringen, während andererseits schon „aldebaranische" 
Teileroberungen feindlicher Räume stattgefunden haben. Eine wirkliche Entscheidung scheint aber auf 
absehbare Zeit nicht in Sicht zu sein. Jedenfalls bedrängen diese Kampfhandlungen das Reich 
„Sumeran" (Aldebaran) nicht so sehr, daß von einer ständigen Kriegsstimmung die Rede sein könnte. 
Es scheint vielmehr so zu sein, daß „aldebaranische" Raumflotten diese Kämpfe weitgehend 
selbständig führen und von einer unmittelbarer Bedrohung für die Heimat nie gesprochen werden 
kann. Es mag aber sein, daß eine Entscheidungsschlacht in den Vierziger- und Fünfzigerjahren 
unseres Jahrhunderts irdischer Zeitrechnung stattgefunden hat und „Aldebaran" inzwischen „den 
Rücken frei" hat... 

Eine Annahme ist schließlich, daß nicht allein Aldebaraner - Sumerer vor sehr langer Zeit die Erde 
besuchten, sondern womöglich auch „Capellaner" und „Regulaner". Darin könnte eine Ursache für die 
drei irdischen Haupt - Menschenrassen vermutet werden. Von einer Wahrscheinlichkeit läßt sich 
diesbezüglich aber nicht sprechen. 

Über die 'inneren Verhältnisse' des Reichs „Sumeran" (Aldebaran) sind wir recht gut unterrichtet: 

Auf dem „Alpha-Planeten" des SUMI-Systems. „SUMI-ER". leben die „lichten Gottmenschen" seit jeher 
unter sich. Jede Vermischung mit anderen Rassen ist ihnen erspart geblieben - und daher auch jeder 
Kulturabsturz. 

Der „Beta-Planet" „SUMI-AN" hingegen ist ausschließlich von Nicht-Alpha-Menschen bewohnt, für die 
Sumi-Er unerreichbar bleibt. Zugleich blieb Sumi-An aber auch gänzlich unbehelligt von Sumi-Er, wird 
also nicht etwa ausgebeutet oder anderweitig mißbraucht, wie etwa die sog. „Dritte Welt" auf Erden 
von den Industriestaaten ausgebeutet und ausgenutzt wird. Ob 'Sumi-Aner' in den „aldebaranischen 
Streitkräften auf freiwilliger Grundlage Dienst tun, ist nicht berichtet, könnte jedoch im Rahmen des 
Vorstellbaren liegen. Schließlich sorgt „das Reich" für Sumi-An mit, und daher wäre es denkbar, daß 
Sumi-Aner von den Sumi-Erern zur Reichsverteidigung mit herangezogen werden. Gewiß ist, daß 
keinerlei Mißverhältnis zwischen den „Alpha-Aldebaranern" von Sumi-Er und den „Beta-Aldebaranern" 
von Sumi-An herrscht, sondern vielmehr einem jeden in seiner Weise im wörtlichen Sinne gerecht 
geworden wird. Es handelt sich gewissermaßen um eine Interessensgemeinschaft auf natürlicher 
Grundlage. 

Das REICH SUMERAN (Aldebaran) kann politisch als Theokratie bezeichnet werden. Oberhaupt des 
Reiches ist eine Herrscherin, gewissermaßen eine „Kaiserin", die zugleich auch als eine Art 
„Hohepriesterin" geistliches Oberhaupt des Staates ist, vielleicht ein wenig vergleichbar dem Papst im 
Mittelalter. Dieses Reichs- und Religionsoberhaupt ist immer weiblich - eben die „Kaiserin". Ihr 
untersteht, als oberstes ausführendes Organ, der „Reichsführer". Dieser ist immer männlich, er ist 
Chef der Raumflotte und aller Streitkräfte und bestimmt die Entscheidungsträger der Wirtschaft und 
aller anderer Bereiche Über alledem steht „die Gottheit" - greifbar durch den „Paracomputer" Malock, 
von dem noch gesprochen werden wird. 

In Urzeiten der aldebaranischen Kulturgeschichte muß jedoch eine andere Ordnung geherrscht haben. 

So ist die Reichshauptstadt auf Sumi-Er nach einem „berühmten König aus frühester Zeit" namens 
„Derger" benannt - was inzwischen jedoch Dargor ausgesprochen wird. Möglicherweise lebte dieser 



80 



König Derger noch vor der Expansion der Sonne SUMI Aldebaran zum „Roten Riesen" und war 
wesentlich für die rettende Neugestaltung des Sumi - Sonnensystems verantwortlich. 

Dieser urzeitliche König Derger der Sumi - Gottmenschen ließ, „vor einer Zeit, die so lange zurückliegt, 
daß wohl auch kein Sumeraner es mehr genau weiß" ein für unsere Begriffe unendlich weit 
fortgeschrittenes „Elektronengehirn" mit der Bezeichnung „Malock" schaffen. Dieser Name geht auf 
den „aldebaranischen" Hauptgott „Molok" zurück. (Hier sollten wir uns kurz daran erinnern, daß der 
Name des babylonischen Hauptgottes „Marduk" war, der Gott der Phönizier und Philister den Namen 
„Moloch" trug, und die Karthager den Gott „Malok" verehrten; was alles zusammen vielleicht nicht 
zufällig an den aldebaranischen Gottesnamen „Molok" gemahnt. Alle diese Götter waren durchaus 
positiv besetzt. Erst in der hebräischen Bibel wurden sie negativ dargestellt, wobei jedoch der Irrtum, 
dem Moloch seien Kinder geopfert worden, darauf zurückgeht, daß die Formulierung „Kinder dem 
Moloch durch das Feuer gehen lassen" als Verbrennung gedeutet wurde, während es in Wirklichkeit 
eine symbolische Feuertaufe meinte - ähnlich wie das Springen der jungen Leute über Sonnwendfeuer 
im germanischen Raum.) 

Der „Super-Paracomputer" „Malock" ist auf Anweisung des Königs Derger mit den Gesetzen des 
Gottes Molok „programmiert" worden. Gesetze, die der Gott Molok den „Aldebaranern" offenbart hatte 
(ob es sich dabei nicht um einunddieselbe Gottheit handeln mag, die in der deutschen „Isais- 
Offenbarung" als „Malok" genannt ist?!). 

Der „Paracomputer Malock", der womöglich sogar eine Diesseits-Jenseits-Kommunikation zwischen 
den „Aldebaranern" und ihrem Hauptgott Molok ermöglicht, ist in einem „heiligen Berg" 
untergebracht, der von einer besonders eingeschworenen Elitetruppe, der „heiligen Streitschar" 
bewacht wird. Diese Elitetruppe, die dem Gotte Molok geweiht ist, verfügt über wahrscheinlich in den 
„heiligen Berg" hineingebaute „Niederlassungen". Sie führt allein die Befehle von „Malock" aus und 
kann wohl als eine Verquickung von Religionspolizei, Ordensrittern und Tempelwächtern betrachtet 
werden. Die „Heilige Schar" überwacht auch die Einhaltung der Gesetze, was im Falle von 
Übertretungen womöglich in sehr drastischer Weise vorzustellen ist. Interessanterweise gehören zu 
den schwersten Verbrechen nach „aldebaranischem" Gesetz beispielsweise: Eigennutz und Egoismus 
oder auch Blutmischung. Dies sei angemerkt, um zu zeigen, welche Umwälzungen die sog. „westliche 
Wertegemeinschaft" erfahren würde, kämen auf diese oder jene Weise „aldebaranische" 
Wertmaßstäbe auf Erden zur Anwendung. 

Der „Paracomputer" Malock und seine dem Gott Molok geweihten Elitetruppen haben über Äonen von 
Zeiten die Menschheit von Sumi-Er vor allen Verfallserscheinungen bewahrt. - Wer weiß, ob „der Arm 
Molocks" nicht auch einmal bis zur Erde reichen wird? 

Abschließend zusammenfassend können wir sagen: 

Das aldebaranische Reich Sumeran wird von einer dreigeteilten Staatsführung geleitet: 

0. Die „Kaiserin" mit ihren Priesterinnen und Priestern. Die Nachfolge wird wahrscheinlich auf dem 
Wahlwege aus den Priesterinnen bestimmt. 

1. Der „Reichsführer", der von der „Kaiserin" in Absprache mit den wirtschaftlichen und militärischen 
Führungskreisen bestimmt wird. 

2. Der allüberwachende „Gott-Paracomputer" „Malock" und die „Heiligen Streitscharen" des Gottes 
Molok. 

Offenbar hat sich diese Ordnung über Jahrmillionen bestens bewährt. In ihr verbinden sich die 
unterschiedlichen Wesensqualitäten von Weiblich, Männlich und Göttlich zu einem harmonisch 
wirkenden Ganzen. 

Noch manches mehr ließe sich über Summi - Aldebaran sagen, wäre es zurzeit möglich, alle noch 
vorhandenen Unterlagen der Thüle- und Vril - Gesellschaft auszuweiten. Es sind schlicht technische 
Gründe, die dies im Augenblick nicht möglich werden lassen. Im übrigen kann damit gerechnet 
werden, daß in kommender Zeit eine umfassende Publikation über die Aussagen der medialen 
„Aldebaran - Übermittlungen und über das „transkommunikative Logbuch des - „Vril-Odin" (VriL-7?) 



81 



erscheinen wird, was indes sicherlich noch eine Weile dauern wird, da es u.a. 
Übersetzungsschwierigkeiten mit vielen „Aldebaran - Mitteilungen" geben dürfte. 

Als gewiß können wir annehmen, daß die sumeranische - aldebaranische „Gesellschaft" sich von 
Gesellschaftsformen auf der Erde wesentlich unterscheidet. So ist ein bekanntes Faktum die 
Verwobenheit dieser „aldebaranischen Gesellschaft" mit der Natur ein besonderes Verhältnis zu Tieren 
und Pflanzen - und zu den Jenseitssphären. Sicherlich dürfen wir uns nicht vorstellen, die 
„Aldebaraner" kennten ähnliche Vergnügungen wie wir Menschen der Erde; es gibt auf Sumi-Er ganz 
sicher keine Discotheken oder dergleichen, die Kultur ist dort meilenweit über solche Dinge hinaus. 
Vermutlich leben die „Sumierer" nicht einmal in Luxus nach irdischen Maßstäben. Hingegen kann von 
starker Naturverbundenheit ausgegangen werden - und sicher von einer Gesellschaftsordnung, die auf 
ziemlich strengen Sitten beruht. 

Die „Gesetze des Gottes Molok" können mit hoher Wahrscheinlichkeit recht gut nachempfunden 
werden, wenn wir beispielsweise die „Isais-Offenbarung" und die „Isais-Gebote" heranziehen - und 
ferner ganz einfach beachten, welcher irdischen Ordnung und welchem irdischen Reich sich die 
„Aldebaraner" zugewandt haben; nämlich dem „Großdeutschen Reich". 

Ob der aldebaranische Molok dem Malok aus der Isais-Offenbarung und dem Malok aus dem 
Karthager-Buch definitiv gleichgesetzt werden kann, bzw. muß. wissen wir nicht. Aus alten 
vorhandenen medialen Aufzeichnungen (von denen uns für dieses Buch nur ein kleiner Teil zur 
Verfügung steht) kann aber der Schluß gezogen werden, daß dies zumindest grundsätzlich der Fall ist. 
Aus diesem Grunde erscheinen uns ein paar Auszüge aus dem „Ilu-Malok" hier angebracht. 

Interessant ist, wie sich in dem „aldebaranischen Gott Molok" und Malok vier Lebensformen 
vereinigen: Das Pflanzenreich, denn „Malok" erwächst aus einem Eichenstamm; das Tierreich, denn 
„Malok" hat den Kopf eines Stiers; das Menschentum, denn ab der Taille hat „Malok" einen 
menschlichen Körper; das Göttliche - versinnbildlicht in den „Engelsflügeln" des „Malok". In einigen 
Zeichnungen aus jüngster Zeit ist all dies recht phantasievoll dargestellt worden. 

(Ilu-Malok Auszüge aus dem Karthager-Buch): 




11. Der fernen Welten betretet einjeder ihr eine, Menschenwesen, nach dem Sterben auf Erden. Auf 
die Erden welt kehrt keiner zurück, es seie denn besuchend durch andere und im Irrtum des 
Geistes. Eine neue Heimat bezieht ihr und einen neuen, euch stets gleichenden, Leib, 
Menschen wesen. Weit noch ist einesjeden von euch Weg. 

12. Wie die Erdenwelt ihr verlasset, ihr Menschen wesen, solcher Art wird die Welt in der Ferne sein, 
die eure nächste wird sein: Hell oder dunkel, heiß oder kalt, laut oder leise; und viele ferne 
Welten noch durchwandert von euch einjeder. 

13. Großes Geschrei hebt nicht an um des Sterbens auf Erden Willen. Es gibt keinen Tod, es gibt kein 

Vergehen, es gibt kein Vergessen des Selbst. Nicht fürchtet das Gehen hinüber, Menschen wesen, 

mehr steht zu er/eben euch allen noch an, als alles Er/eben auf Erden welten. 



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Auf schrien die Himmel, das Erdenreich dröhnte -! 
Der Tag erstarrte, die Finsternis kam heraus, 
Auf blitzte ein Blitz, 
es entlodert ' ein Feuer, 

wurden immer dichter, es regnete Tod. 

Dann wurde rot das weißglühende Feuer und verlosch. 

Alles aber, was herabfiel, ward zu Asche. 

Diese Schilderungen aus dem Gilgamesch-Epos, Tafel 4, können in der Tat sehr leicht als 
Beschreibung eines Atomkriegs aufgefaßt werden - bis hin zum nuklearen Aschenregen. So ist denn 
auch schon die Auffassung vertreten worden, daß womöglich die Erde die Mutter aller menschlichen 
Zivilisationen sei, daß also vielleicht auch die „Aldebaraner" Nachkommen,ausgewanderter 
Erdenmenschen sein könnten. Nach verschiedenen altorientalischen Fragmenten gab es schon 
mehrere „Menschheiten". Berossos beispielsweise schreibt eine Geschichte der Menschheit von rund 
2.6 Millionen Jahren. 




Der „Geflügelte Stier von Babylon" wurde zumeist mit menschlichem Gesicht dargestellt (unsere 
Abbildung zeigt eine der kolossalen Statuen vom Portal des Sargon-Palastes) - Was die Ankunft der 
„königlichen Macht vom Himmel" anbetrifft, so sprechen die sumerischen Königstafeln vom Jahre 
210.200 der Sintflut, welche wiederum, nach akkadischer Rechnung 36.000 Jahre vor Sargon 1 
stattfand. Über die Lebzeit Sargon 1 ist sich die Wissenschaft zurzeit noch um mehr als tausend Jahre 
uneinig, sie wird zwischen etwa 2800 und 3950 vor Christus vermutet. Die eventuelle Ankunft der 
„Aldebaraner-Sumerer" kann also vor rund einer Viertelmillion Jahren angenommen werden. 



83 



Ist dies das Gesicht eines „Aldebaraners"? 



Mediale Träume oder Wirklichkeit? 

Auszüge aus einer medialen Übermittlung von „Aldebaran" nach Deutschland aus dem Jahre 1944 
(wahrscheinlich 4. Oktober). 

(Bruchstück)... stehende Erderben der Gottheit Aldebarans(Kaiserin), Priesterin im Hause(Tempel?) 
der Gottheit zu Dargor. Glücklicher als ihr daran sind wir, weil der Feind unser Reich nicht unmittelbar 
bedrohen kann. Auch haben wir den Nunuten (Regulanern) neulich schwere Schläge versetzen 
können. Der sumeranische Feldherr Sener steht mit 4282 Schlachtkreuzern jetzt über Nunut zum 
Angriff auf die Hauptfeindwelt bereit. An der Godonos (Kapella)- Front ist eine Schlacht im Gange. 
Dort hat der Feldherr Menerlok die Welt Podatira (?) jüngst erobert und rückt mit 6433 
Schlachtkreuzern in Richtung Godonos vor. Podatira war durch lange Zeit gleich einem bedrohlichen 
Dorn im Rücken unserer Frontlinien gewesen. Damit es jetzt vorüber ist. Tutan(?), Wrosta(?), Uluk (?) 
und Ollibatusia (?) hat der Feind schon an uns verloren, so daß jetzt nur noch die Welt Lokkydan(?) in 
Feindeshand ist. Lokkydan wird von dem Feldherrn Tobitner mit seinen 420 Schlachtkreuzern belagert 
und wird, mnit Moloks Hilfe, bald fallen. Das wichtigste ist zurzeit für die sumeranische Kriegsführung, 
die große Anzahl von rund 30000 Schlachtkreuzern zur Entscheidungsschlacht um Godons 
heranzuführen zu können, die an den Frontabschnitten Tesiladt (?) und S..d (?) noch Gebunden sind. 
Die größten ... nicht durchführen lassen, weil solches Übeltun gegen die gegen die Gebote der 
Gottheit wäre. Auch ist zu unserem Glücke es an dem, daß unsere Feinde mit ihren Schiffen unsere 
Welt nicht direkt zu bedrohen vermögen, denn so weit fliegen Können sie nicht, und ihre 
Zwischenstützpunkte haben wir ihnen weggenommen, jüngst Podatira als letzten. Wir aber können 
mit unseren Schlachtkreuzern die Feindwelten direkt erreichen, ohne solcher Stützpunkte zu bedürfen. 
Ich sage aber: Frieden wird nicht einkehren, so lange die gottheitswidrigen Staatsräte auf Nunutan 
und Godonos ihr liderliches Regiment ausüben, .an welchem die Uiusen (?) die Schuld tragen, seit sie 
auch die Staatsräte sich nutzbar machten. Diese bösartigen Wesen müssen vollkommen geschlagen 
werden. 

Euch, Gleiche, im Kampf Stehende, habe ich den Feldherrn Zoder mit 280 Schlachtkreuzern 
bereitgestellt. Diese Macht muß ausreichen, eure Feinde auf der Erdwelt niederzuwerfen. Zoder ist mit 
seinen Schlachtkreuzern von der Srock-Front abgezogen und zum weiteren, Kampf ausgerüstet 



84 



worden. So bald wir die Überwegbahnen mit eurer Hilfe festgestellt haben, gehen diese Schiffe auf 
Marsch zu euch. Es muß dazu ein Vorgehensplan zwischen... 

Ob dies alles nun mediale Traumvorstellungen sind - oder ob wir reale Hintergründe annehmen wollen 
- Sicherlich ist nicht so ohne weiteres mit einer „Invasion der Aldebaraner" zu rechnen (wenngleich 
sich freilich hier absolut nichts völlig ausschließen läßt). 

Vielleicht kann man sich am ehesten vorstellen, daß eine Art von „moralischer Unterstützung" durch 
„Aldebaran" erfolgen könnte. Gewissermaßen die verhaltene Drohung von den Grenzen des 
Sonnensystems her. Dies könnte auch die vielbesprochenen „SDr-Projekte in einem anderen Lichte 
erscheinen lassen. Boten doch die USA sogar der seinerzeitigen UdSSR Partnerschaft in diesem ihrem 
„Supervorhaben" an; ein Aspekt, der höchst widersinnig erscheinen muß, will man annehmen „SDF 
sei zur Abwehr eines eventuellen Angriffs der vormaligen UdSSR gedacht. Doch welche Chancen 
dürfte man wohl dem SDI-System im Kampf gegen eine unaussprechlich hoch überlegene 
aldebaranische Raumflotte einräumen? Sicherlich keine! Das wissen - gegebenenfalls - 
selbstverständlich auch die Alliierten. Aber womöglich hoffen sie darauf, allein schon ein Bekunden der 
Abwehrbereitschaft würde die deutsch-aldebaranische Streitmacht zum Zögern veranlassen? 

Die Wirklichkeit sieht vermutlich sehr viel schlichter aus. Unsere Informationen sind rund ein halbes 
Jahrhundert alt. In dieser Zeit kann auch auf jenen anderen Ebenen viel geschehen sein. Der immer 
rapider um sich greifende Zusammenbruch der Alliierten - auch ohne große Kampfhandlungen spricht 
wohl eine deutliche Sprache. 



85 



Raumschiffe der Aldebaraner 




Anmerkungen zu den Tafeln 1), 2) und 3): 



1. Aldebaranischer interstellarer Raumschlachtkreuzer,l,5 km Länge, 1,0 km Spannweite - Beiboote: 
-3 diskusförmige interstellare Aufklärungsraumschiffe, 45 Meter Durchmesser, 20 Meter Höhe, 
-1 walzenförmige interstellare Landeraumfähre und Raumtransporter-Trägerraumschiff, 150 Meter 

Länge, 50 Meter Durchmesser (Höhe/ Breite). 

2. Aldebaranisches interstellare Raumschlachtschiff, 3,0 km Länge, 2,0 km Spannweite - Beiboote: 
-14 walzenförmige interstellare Trägerraumschiffe, 150 Meter Länge, 50 Meter Durchmesser 

(Höhe/ Breite) 

-3 Diskusraumschiffe (Aufklärer) Ladekapazität = 42 diskusförmige interstellare 
Aufklärungsraumschiffe. 

3. Aldebaranisches interstellares Raumsuperschlachtschff, 6,0 km Länge, 3,0 km Spannweite - 
Beiboote: 

-10 walzenförmige interstellare Trägerraumschiffe,450 Meter Länge, 150 Meter Durchmesser 
(Höhe/ Breite) 

-81 Diskusraumschiffe (Aufklärer) Ladekapazität, = 810 diskusförmige interstellare 
Aufklärungsraumschiffe. 

Aldebaran-Sumi-Raumarmada mit Ziel Erde, 280 „Schlachtkreuzer" (250 Raumschlachtkreuzer, 27 
Raumschlachtschiffe, 3 Raumsuperschlachtschiffe),Summi-Feldherr (Admiral, Raumadmiral) ZODER, 
Zeitpunkt der Ankunft auf der Erde zwischen 1992/ 93 und 2004/ 05, Lotsenraumschiff VRI;-ODIN 
(Vril 7 oder Vril 8?) 

(Berechnete Daten) 



Astronomisches über Summi-Aldebaran 

Aldebaran (- Tau, Hauptstern im Sternbild Stier, Riesensonne Leuchtkraftklasse (LKK) III, Leuchtkraft 
(Lk) ca. 220-fache Sonnenleuchtkraft (Slk, 1-fache Slk = die Leuchtkraft unserer Sonne), Spektraltyp 
(Stt)K5, Farbe rötlichgelb (orange), Oberflächentemperatar ca. 3500c°, Durchmesser 63 Mio. km, 
Masse ca. 0,95 bis 1,15 Sonnenmassen (Sm, 1 Sm = die Masse unserer Sonne), Alter ca. 6,5 bis 8,5 
Mrd. Jahre, Entfernung (von unserer Sonne) 68 Lichtjahre (Lj, 1 Lj = 9,46 Billionen km), 
Ökosphärenzone um Aldebaran in ca. 1,5 bis 3,2 Mrd. km, mit 2 erdähnlichen Planeten, Durchmesser 
ca. 7000 bis 14000 km, in ca. 2,4 und 2,6 Mrd. km. 

Noch in den Siebzigerjahren wurde in astronomischen Nachschlagwerken und Tabellen die rötliche 
Riesensonne Aldebaran, ein sogenannter „Roter Riese", wie der astrophysikalische Ausdruck dafür 
lautet, mit einer Masse von zumindest 2,5 Sonnenmassen, also der 2,5-fachen Masse unserer eigenen 
Sonne, womit Aldebaran astrophysikalischen Berechnungen zufolge damals nur ein Alter von 
bestenfalls rund 800 Millionen Jahren zugestanden wurde, was die Existenz von bewohnbaren 
Planeten praktisch ausschloß, denn erst ab 1,5 Sonnenmassen kann eine Sonne zumindest für 2,5 
Milliarden Jahre stabil bleiben und insgesamt als Sonne etwa 3,0 Milliarden Jahre existieren, also 
gerade lange genug, um die Bildung eines oder einiger erdähnlichen Planeten mit zumindest 
primitiven Lebensformen darauf zu ermöglichen. Erst ab Mitte der Achtzigerjahre schien Aldebaran in 
entsprechender Fachliteratur mit rund 1,15 Sonnenmassen auf, womit diese Sonne zumindest ein 
Gesamtalter von rund 6 Milliarden Jahre hätte, von den sie die letzten 100 bis 500 Millionen Jahre von 
einem stabilen „Hauptreihenstern" vom Spektraltyp F6, einer gelben Sonne, die etwas heller als die 
unsere war (unsere Sonne ist ein rund 5 Milliarden Jahre alter Hauptreihenstern, Leuchtkraftklasse 7, 
Spektraltyp G2, der noch schätzungsweise 3 Milliarden Jahre stabil bleiben könnte), zu einem „Roten 
Riesen" mit dem heutigen Spektrum K5 expandierte. 

Doch vielleicht ergeben zukünftige Messungen bei Aldebaran, daß dieser nur eine Masse von knapp 
über oder knapp unter einer Sonnenmasse aufweist, was durch nicht unwahrscheinlich wäre, womit 
sich dann sein Alter auf etwa 8,5 Milliarden Jahre erhöhen würde! 



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Das „Kolberger Treffen" 



In der Weihnachtszeit des Jahres 1943 fand die vermutlich letzte große gemeinsame Tagung von Vril- 
Gesellschaft und Thüle-Gesellschaft statt. Schauplatz war das romantische Strandschloß im deutschen 
Ostseebad Kolberg. 

Hier dürften sich noch einmal Thüle- und Vril-Leute aus allen Himmelsrichtungen versammelt haben. 
Auch Maria Orschitsch und ein neues Medium der Vril-Gesellschaft, die von Maria Orschitsch entdeckte 
Sigrun F., waren anwesend (mit Rücksicht auf lebende Angehörige nennen wir den vollständigen 
Namen der Sigrun hier nicht). Diese beiden Frauen dürften bald eine Hauptrolle bei diesem Treffen 
gespielt haben. 

Vorerst aber - und das können wir bloß mutmaßen - wird die Kriegslage besprochen worden sein; und 
wir können davon ausgehen, daß in jenem Kreise, der weitgereiste Weltkenner umfaßte, wenig an 
Illusionen über die Gesamtlage geherrscht haben wird. Die Bedrohung Deutschlands und seiner 
wenigen Verbündeten durch eine anzahlmäßig gewaltige Übermacht war ebenso offenkundig wie das 
zunehmende Rohstoffproblem. Es war wohl klar, daß Deutschland einer gnadenlosen Vernichtung wie 
weiland Karthago entgegensah, wenn nicht allerletzte Möglichkeiten ausgeschöpft werden konnten, 
um dieser Absicht der Alliierten entgegenzutreten. 

Die Schwierigkeiten mit der Gefechtsbereitmachung der „UFOs" wird ebenfalls behandelt worden sein. 
Denn so bald das („UFO" sein eigenes „Feld" aufgebaut hatte, war es gegenüber Angriffen von außen 
zwar so gut wie unverwundbar - doch wie feindliche Geschosse das Feld nicht von außen 
durchbrechen konnten, so konnten auch die herkömmlichen Waffen von innen nach außen nicht 
eingesetzt werden. Weder Bombenabwürfe noch Geschützfeuer waren möglich, es seie denn, der 
Antrieb wurde so weit reduziert, daß nicht allein die Flugeigenschaften unattraktiv wurden, sondern 
auch Beschußempfindlichkeit bestand. Und die von der SS-E-IV vorgesehenen „Kraftstrahlkanonen", 
über deren Einzelheiten wenig bekannt ist, waren noch nicht einsatzbereit. 

Die unkonventionelle Technik hatte also zu diesem Zeitpunkt kaum etwas zu bieten, was unmittelbar 
als Waffe in die Kämpfe hätte geworfen werden können. 

In dieser Gesamtsituation kam nun die „Aldebaran-Perspektive" ins Spiel. 

Auf medialem Wege waren (so heißt es) konkrete Verbindungen mit dem fernen, aber mächtigen, 
Reich „Summi" von Aldebaran hergestellt worden. Und die Vril-Leute arbeiteten in fortgeschrittenem 
Stadium an einem Raumschiff, das „dimensionskanalfähig" sein würde - also die ca. 68 Lichtjahre 
betragende Entfernung bis Aldebaran verhältnismäßig leicht und schnell würde zurücklegen können... 

Es ging also schließlich um nicht weniger, als das „medial-transkommunikativ" schon geschlossene 
deutsch-aldebaranische Bündnis handgreiflich wirksam zu gestalten. Dieser Gedanke sollte so bald wie 
möglich Adolf Hitler vorgetragen werden. Ein diesbezüglicher Gesprächstermin mit ihm war für den 2. 
oder 4. Januar 1944 anberaumt. 

Über dieses Gespräch steht uns ein Informantenbericht zur Verfügung, der hier nachstehend 
wiedergegeben ist: 

Am 2. Januar d.J.44 soll ein Gespräch nachstehenden Inhalts stattgefunden haben zwischen: Hitler, 
Himmler, Künkel („Vril-Ges.") und Dr. Schumann („Vril-Ges.") 

Hitler habe eine dunkle Vorahnung ausgesprochen. Den Verlust des Schlachtschiffs Scharnhorst 
nannte er einen „unheilkündenden Schatten". Allein diese Stimmung hatte Hitler veranlaßt, auf 
Drängen Himmlers hin die Herren Künkel und Schumann zu empfangen. Diese trugen in knappen 
Worten ihre Idee vom Bündnis mit anderen Welten vor, insbesondere mit einem Reich im 
Sonnensystem Aldebaran. Sie legten Protokolle von Arbeitssitzungen der Vril-Gesellschaft vor, in 
denen von der Verbindungsaufnahme mit der anderen Welt die Rede war: Hitler hörte zu, blickte 
dabei Himmler an, wohl um an dessen Gesichtsausdruck zu erkennen, ob das alles irgendwie 
ernstzunehmen sei. Künkel berichtete von der Möglichkeit des „Jenseitsflugs", durch den die 
Überbrückung der gewaltigen Entfernungen möglich werde. Aldebaran, im Sternbild des Stiers, sei 



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eine Sonne mit zwei erdähnlichen Planeten, die von verwandten Menschen bewohnt würden - so legte 
Künkel dar. Das aldebaranische Reich befinde sich im Krieg mit anderen Rassen, welche von Planeten 
der Sonnen Regulus und Capeila stammten. Alle diese Reiche verfügten über Flotten von 
Weltraumschlachtschiffen, mit denen sie die Kriege austrügen. Die Aldebaraner seien von einer 
zahlenmäßigen Übermacht bedrängt, technisch jedoch ihren Feinden voraus. Künkel behauptete, es 
sei bereits eine „Gedankenkommunikation" zwischen Deutschland und Aldebaran gegeben (Zitat: „Das 
Schnellest von allem was fliegt, ist der Gedanke"). Hitler fühlte seine Geduld vermutlich auf eine harte 
Probe gestellt, hörte aber auf Bitten Himmlers weiter zu. Schumann legte Pläne und Fotos von „Vril"- 
Fluggeräten vor, die „Interkosmische Fahrzeuge" genannt wurden. Die Herren Schumann und Künkel 
legten Hitler den Plan vor, mittels einiger „Vril"-Geräte durch einen „Dieseits-Jenseits-Diesseits- 
Mehrfachdimensionskanal" nach Aldebaran zu fliegen, mit der dortigen Führung ein Bündnis zu 
schließen und so aldebaranische Weltraumschlachtschiffe heranzuführen - ebenfalls durch den 
„Diesseits- Jenseits-Kanal", deren Eingreifen in die irdischen Kampfhandlungen den Sieg für 
Deutschland sichern werde. 

Hitler hatte bis dahin kein Wort gesagt. Schließlich fragte er Himmler, was dieser dazu meine. 
Himmler soll gesagt haben, er halte das alles nicht für bloße Phantasterei, sondern fände es des 
Versuchens wert - zumal die „Vril-Leute" diese Versuche selbst durchführen wollten, gewissermaßen 
mit der Bereitschaft, sich im Falle des Mißlingens zu opfern. 

Hitler soll daraufhin erstmals an die Herren Schumann und Künkel das Wort gerichtet und gefragt 
haben, wie diese sich das im einzelnen vorstellen würden. Schumann antwortete, ein erstes 
geeignetes „Vril-Gerät für einen solchen Flugversuch sei bereits fertiggestellt. Es fasse zwei Mann, die 
noch in diesen Monat den Versuch unternehmen könnten. Nach den vorliegenden Berechnungen 
würde die andersartige „Jenseitszeit" für die Flieger kaum ins Gewicht fallen, gemessen an der 
Diesseitszeit aber ein Zeitraum von 22 bis 23 Jahren Flugdauer bis nach Aldebaran anzunehmen sein, 
eine Zeitspanne, die für die Flieger vermutlich aufgrund der Dimensionswechsel nur einige Tage 
bedeuten würden. Falls diese Rechnung irrig sein sollte, würde es den Tod der „Vril-Besatzung 
bedeuten. 

Hitler sagte, zu Himmler gewandt, das heiße, die angenommene Verstärkung durch aldebaranische 
Streitkräfte könne dann günstigstenfalls nach einem halben Jahrhundert auf der Erde eintreffen? 
Künkel übernahm die Antwort und sagte, nach dem augenblicklichen Stand der „Vril"-Technik sei das 
richtig, man gehe aber davon aus, sehr bald wesentlich verbesserte Geräte herstellen zu können. 

Hitler hat das ganze sicherlich nicht sehr ernst genommen. Dennoch fragte er, was für Völkerschaften 
das denn seien, die herbeigerufen werden sollten. Künkel erwiederte, es handele sich um eine 
menschliche Rasse, die von einer Art Kaiserin regiert werde. 

Hitler entließ die Vril-Leute mit dem Wort, sie sollen mit Unterstützung der SS ihr Unternehmen 
starten. (Er hat zu diesem Zeitpunkt vermutlich nicht daran geglaubt. Gegenüber Himmler soll er April 
1945 geäußert haben, er hoffe zu Gott, das Imperium aus den Weiten des Weltraums möge einst 
rächend über diese Erde kommen wie Schumann und Künkel es versprochen hatten. Mit diesen 
beiden gab es mindestens noch ein weiteres Zusammentreffen, nämlich im Dezember 1944.) 



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Das Vril 7 




Unmittelbar nach dem Gespräch im „Führerhauptquartier" vom 2. Januar 1944 muß der Bau des „Vril- 
7" mit allen Kräften vorangetrieben worden sein. Es war vermutlich - aus der Perspektive der Vril- 
Leute - nicht allzu schwierig, denn das 45-Meter-Durchmesser-Raumschiff dürfte im Grunde nichts 
anderes dargestellt haben, als ein aufgeblasenes und adaptiertes Vril-l, mit möglichst einfachen und 
produktionstechnisch billigen Mitteln realisiert. 

Daß es sich bei dem Vril-7 tatsächlich um eine „aufgeblasene" Vril-l-Konstruktion handelte, läßt sich 
auch daraus schließen, daß der mehr als vierfach größere Zellenkörper mit zusätzlichen Verstrebungen 
versehen war - man könne beinahe von einem Provisorium sprechen. 

Dieses Provisorium dürfte dann auch zu Problemen geführt haben, denn nach einer höchst brisanten 
Situation, bei der das Vril-7 sogar zu brennen begonnen hatte, wurde eine völlig neue 
Zellenverkleidung angelegt. Außerdem gab es verschiedene Zu- und Anbauten, bis das Vril-7 
schließlich mit Tarnanstrich versehen und an die SS übergeben wurde. Vieles spricht dafür, daß diese 
Übergabe im Frühjahr 1945 in der Nähe von Traunstein stattfand. 

Das Vril-7 startete von einem gemauerten „Startring" aus, es besaß kein eigenes Start- und 
Landewerk. „Bauchlandungen" waren aber wohl ohne Risiko möglich. In der Mitte unterhalb des Vril- 
7-Körpers war eine nicht näher bezeichnete „Abfederungsanlage" angebracht, auf welcher das 
Raumschiff niedergehen konnte. 



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EIHZICE VERrJGB&RZ ORIGIUhL-SKIZZE DES "VRTL-7". 




Bevor das Vril-7 fertiggestellt wurde, gab es auf dem Vril-Gelände in Brandenburg ein mittelgroßes 
Rundflugzeug, über dessen Bedeutung Unklarheit besteht. Handelte es sich - wie anzunehmen ist - 
um das Vril-7-Triebwerk, das für Testzwecke mit einem notdürftigen Aufbau versehen worden war? - 
Oder war dieses Fluggerät vielleicht gar ein nicht vermerktes „Vril-6", womöglich jenes Gerät, von 
dem Hitler gegenüber gesprochen worden war und das den ersten Aldebaran-Flug unternommen 
hatte? - Dazu läßt sich nichts Sicheres aussagen. 




Der erste Dimensionskanalflug 






Vermutlich im Winter 1944 dürfte der erste „Diesseits- Jenseits-Dimsionskanalflug" mit dem Vril-7 
unternommen worden sein. Alles, was wir darüber definitiv wissen, ist, daß dieser Flug hart an einem 
Desaster vorbeigegangen sein dürfte. Als das Vril-7 - schließlich doch erfolgreich - aus dem 
„Dimensionskanal" zurückkehrte, sah es aus „als wäre es 100 Jahre unterwegs gewesen". Die äußere 
Zellenverkleidung wirkte stark gealtert und war an mehreren Stellen beschädigt. Es ist nicht bekannt, 
ob dieser Versuchsflug auch Menschenleben gefordert hat. 




In einer Mondnacht hebt sich Vril-7 aus seinem zu 2/ 3 unterirdischen Horst. 



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Der „Jenseitskanalflug 




Der Schüssel zur Sache ist nicht etwa der, daß die Entfernung eine kürzere wäre oder daß man etwas 
überspränge, sondern vielmehr tritt man in eine andere Ebene ein, in der a) eine andere 
Raumeigenart und b) eine andere Zeitart herrscht. Man könnte vereinfachend sagen: Die Zeit vergeht 
sehr viel langsamer, und es besteht eine völlig andere Zeit - Raum - Relation. Vor allem aber wirkt der 
„Schwingungsantrieb" des Vril 1-Triebwerks in jener anderen Ebene so, daß in beinahe kaum 
merklicher weise die Entfernungen überbrückt werden, wie dies im diesseitigen Kosmos wohl völlig 
unmöglich wäre. 



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Das Geheimnis liegt darin, die Hin - und - Rücktransmutation des Raumschiffs samt Besatzung 
bewerkstelligen zu können. Dieses Problem gelöst zu haben - die vielleicht bedeutendste geistig - 
technische Leistung aller Zeiten! - war und ist der Schlüssel zur Sache. 

Die erfolgreiche Verwirklichung des VRIL-PROJEKTS in dessen erster Stufe versetzte Deutschland in 
die Lage, bis in die fernsten Tiefen des Kosmos vorstoßen zu können. Die zweite Stufe, der leibliche 
Flug in das Jenseits, in die Welten der Engel und vor das Angesicht Gottes, steht wohl noch aus. 

Über die Bewaffnung des „Vril 7" 




Die Gondelkanorc 



Bei der Übergabe an die SS hatte VRIL 7 vier Mk-108-Drillingsbatterien, zwei oben und zwei unten. 
Diese waren aber wahrscheinlich bloß zur Selbstverteidigung gedacht für den Fall, daß es zur 
Begegnung mit feindlichen Jägern kommen könnte und zugleich die Feldkraft einen Schaden erlitte 
(es hat aber immer einwandfrei funktioniert). 



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Zwischenzeitlich wurde VRIL 7 mit einer monströsen Kanone ausgestattet, über die ich nicht viel 
sagen kann. Allein ihr Rohr war fünf bis sechs Meter lang. Diese Riesenkanone hing in einer schmalen 
Gondel unter dem Flugzeug, leicht nach links aus der Mitte versetzt. Es war eine ungewöhnliche 
Kanone. Ich weiß nicht, ob sie je einen Schuß abgefeuert hat. Sie soll ein Erbstück von Dornier 
gewesen sein, wo schon Versuche an einer Do 17 gemacht worden sein sollen. Das erscheint mir aber 
schwer vorstellbar. Diese Riesenkanone wurde schließlich wieder demontiert und sie verschwand bei 
Nacht und Nebel irgendwohin. 




Die Gondelkanone 



Gerüchten zufolge sollte die Kanone mit Feldkraft aus dem Triebwerk schießen. Ob das stimmt, ist mir 
unbekannt. 



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vrü-7 lfm UpttMxgxuna der t*tt«****zy?) 





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Zu den verschiedenen Spekulationen über den Verbleib 

von VRIL 7 

Als hartnäckige Legende hält sich verschiedenerorts die Geschichte, VRIL-7 sei Anfang 1945 in den 
Mondsee (Oberösterreich) gestürzt. Es gab sogar Versuche eines italienischen Privat - Fernsehsenders, 
das Wrack von VRIL-7 mit Tauchern aufzuspüren (die Behörden untersagten jedoch dieses Vorhaben). 

Andere Stimmen wollen wissen, VRIL-7 habe im Mondsee Tauchversuche unternommen, weil man 
hätte ausprobieren wollen, ob ein Apparat, der im Weltall fliegen kann, nicht auch für 
Unterwassereinsätze tauglich sei. Eine wiederum andere Variante sagt, nicht VRIL-7, sondern eines 
der verschollenen HAUNEBU II sei in den Mondsee gestürzt. Diese letzte Variante könnte am ehesten 
zutreffend sein, da VRIL-7 das vielleicht sicherste aller Rundflugzeuge war. 

Eine andere Legende behauptet, VRIL-7 sei Anfang 1945 nach Spanien verlegt worden, von wo aus es 
deutsche Flüchtlinge der „Vatikanischen Hilfslinie" nach Südamerika und in die Antarktis gebracht 
habe. 

Weiter wird behauptet, VRIL-7 sei Anfang 1945 in einem eigens dafür angelegten Alpenbunker für 
kommende Zeiten quasi „mumifiziert" worden. 

Andere Aussagen meinen, VRIL-7 sei Anfang 1945 nach Japan verlegt worden. Dieses Gerücht könnte 
insofern einen Teil der Wahrheit treffen, wie dokumentiert ist, daß mehrere Rundflugzeuge nach 
Japan gehen sollten. Es ist aber anzunehmen, daß es sich dabei um HAUNEBU - Typen handelte. 

Ein wieder anderes Gerücht sagt aus, VRIL-7 sei zur Bergung der HAUNEBU III - Besatzung zum Mars 
geschickt worden. 

Schließlich besteht die Vermutung, VRIL-7 habe, nach einem „Dimensisonskanal-Testflug", die Reise 
zum Aldebaran angetreten. 

Zur Untermauerung dieser These wird ein Foto angeführt, auf dem VRIL-7 in einem stark 
mitgenommenen Zustand zu sehen ist; es sieht darauf aus, als sei es schon sehr alt, und auch das 
charakteristische „Wabern" um den Antriebskörper ist deutlich zu sehen. So, heißt es, sei VRIL-7 von 
seinem kosmischen Testflug zurückgekehrt. 

Wir nehmen als richtig an, daß VRIL-7 die Aldebaran-Mission mit Erfolg durchgeführt hat. 



Das grösste Abenteuer 

Wir haben nur wenige, bruchstückhafte Informationen über das „transmediale Logbuch" von VRIL- 
ODIN. Die Besitzer dieser Papiere behalten sich eine eventuelle umfassende Veröffentlichung für einen 
späteren Zeitpunkt vor. Ein paar Streiflichter aber können wir hier vermitteln, um zu versuchen, 
vielleicht einen Hauch dessen mitzuempfinden, was die Besatzung des Raumschiffs „Odin" 1945 erlebt 
hat. 

Den Start können wir zunächst noch unmittelbar rekonstruieren: 

In einer kühlen Nacht wurden die Startvorbereitungen getroffen. Am Horizont schimmerte feuriges 
Rot. Es war kein Morgenrot, es war der Widerschein brennenden Landes. Geschützdonner der 
näherrückenden Fronten grollte herbei. Die Anlagen des Vril-Geländes waren zur Sprengung 
vorbereitet, alles verkabelt zur gleichzeitigen Selbstzerstörung. Dann hob sich das über 45-Meter 
Durchmesser große Raumschiff aus seinem zu etwa zwei Dritteln in die Erde versenkten Hangar. Es 
ließ sich nicht auf dem gemauerten Startring nieder, sondern verweilte im Schwebeflug dicht über 
dem Boden. Die Besatzung befand sich schon vollzählig an Bord. Für diejenigen, die zurückblieben, 
gab es ein letztes Zuwinken. Dann zog Vril „Odin" in den Himmel - schnell war es den Blicken der Vril- 
Bodentruppe entschwunden. Hier würden in wenigen Minuten die Sprengungen erfolgen, so gut wie 



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nichts würde übrigbleiben von den Werkstätten jahrelanger Arbeit. Immer näher rückte die feindliche 
Front... 

Die Besatzung von Vril „Odin" sah nicht mehr, wie der Heimathort in Flammen aufging. Das 
Raumschiff hatte die unmittelbare Erdnähe bereits verlassen und steuerte auf den vorberechneten 
„Sturzpunkt" in den Dimensionskanal zu, vorbei am Erdtrabanten Mond, vorüber an anscheinend still 
im All stehenden Meteoritenschwärmen. Die unsagbar beruhigende dunkle Weite des 
sternenflimmernden Kosmos lag vor ihnen. Aber noch sahen sie deutlich ihre Erde, den Stern der 
Heimat, über die jetzt die Schrecken alliierter Gewalttat kamen. Und sie, die sie mit Vril „Odin" dem 
größten Abenteuer der Menschheitsgeschichte entgegenflogen, konnten nichts tun - konnten jetzt, in 
diesem Moment, nichts tun... 

Dann kam der „Sturzpunkt" in den Dimensionskanal. War die angestellte Berechnung auch nur um 
geringes falsch, so müßte es den Tod der Besatzung bedeuten. Doch keiner an Bord von Vril „Odin" 
fürchtete das Sterben, einjeder lebte in der festen Glaubensgewißheit des persönlichen Weiterlebens 
in den Welten des Jenseits, sie alle wußten: Es gibt keinen Tod. Und im übrigen war die 
Unternehmung des Vril „Odin" ohnehin eine SO - Selbstopfer - Unternehmung. Wenn sie aber jetzt 
starben, falls der Sturz durch den Dimensionskanal nicht gelang, dann könnten sie auch der Heimat 
keine Hilfe bringen... 

Der kritische Punkt kam: Die Auflösung und Umformung der Eigenmaterie bei Eintritt in den Diesseits- 
Jenseits-Dimensionskanal! - Der Rechner war geschaltet - die Besatzung legte sich nieder. Denn der 
Sturz in den Dimensionskanal begann mit tiefem Schlaf... 

Als sie erwachten, erfüllte ein grüner Lichtschleier das Raumschiff. Doch bald hatten sich die Augen so 
an dieses grünschimmernde Licht gewöhnt, daß es nicht mehr wahrgenommen wurde. Vor den 
Fenstern des Raumschiffs aber lag ein anderer Kosmos, ein dunkelgrüner mit anderen Gestirnen, 
anderen Welten... Merkwürdige Gebilde zogen vor den Fenstern von Vril „Odin" vorüber, Dinge, die 
wohl kein irdisch lebender Mensch je gesehen hatte: Die Sphären des Jenseits - die Reiche der 
jenseitigen Wesen und deren Gefährte... 

Und es schien, als stehe die Zeit still... 

Dann kam der Austritt aus dem Dimensionskanal und der Rücksturz in der diesseitigen Kosmos! Und 
trotz seiner Sterne erschien er der Vril-Besatzung ungeheuer dunkel - dieser ihr Kosmos, dem auch die 
Erdenwelt angehörte... 

Unweit des vorberechnet gewesenen Austrittspunkts näherten zwei orangefarben leuchtende Körper. 
Sie wurden größer, deutlicher, nahmen greifbare Konturen an: Die aldeba ranischen Raumkreuzer! Wie 
vereinbart warteten sie schon..! 

MEDIALE TRÄUME ODER WIRKLICHKEIT? 



Das Geheimnis inmitten der Geheimnisse... 

Die Existenz des im April 1945 an die SS übergebenen Großrundflugzeugs Vril-7 ist weitgehend belegt. 
Dieses Flugzeug wurde bekanntermaßen einmal umgebaut und erhielt dadurch ein etwas anderes 
Aussehen. Aller Wahrscheinlichkeit nach gab es nur dieses eine Exemplar des Typs Vril-7. - Oder gab 
es vielleicht doch zwei? - Oder gab es zuvor ein Großrundflugzeug Vril-6? - Oder gar einen noch 
größeren Typ Vril-8 -? 

Es gibt tatsächlich einige Ursachen für solche Gerüchte. Da ist vor allem das Vorhandensein von 
Aufnahmen eines sehr großen VRIL-Flugkörper, der einem Vril-7 sehr ähnlich sieht, bei genauerer 
Betrachtung jedoch eine Reihe grundverschiedener Merkmale aufweist. Es sind nicht die nach 
Haunebu-Vorbild angebrachten Kampfstände. Solche könnten auch versuchsweise am Vril-7 montiert 
worden sein. Bemerkenswert ist die andere Bauweise der gesamten Zelle. Auch die Kuppel sieht 
anders aus, sie ist höher und weist Fenster von zwei Stockwerken auf. Ein anderer Punkt des Zweifels 
ist der, daß Schumann und Künkel bereits Anfang 1944 gegenüber Hitler behaupteten, schon ein für 
den interkosmischen Flug geeignetes Vril-Gerät zu haben. Man hatte diesbezüglich zumeist gedacht, 



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es sei von einem umgebauten Vril-1 die Rede gewesen. Aber könnte es nicht wirklich sein, daß ein 
Vorläufer des Vril-7 - nennen wir es „VriI-6" - vorhanden war? Und könnte dies womöglich die 
Erklärung sein, daß Vril-7 dann in so verblüffend kurzer Zeit einsatzfertig und zuverlässig gebaut 
werden konnte? 

Definitive Antworten auf diese Fragen konnten wir nicht finden. Lediglich die Gerüchte - und die Fotos. 
Diese Fotos wurden anfänglich für „UFO-Aufnahmen" aus jüngerer Zeit gehalten. Eine Überprüfung 
der Negative auf Echtheit aber zeigte, daß die Aufnahmen von 1944/ 45 stammen und auf 
reichsdeutschem Fotomaterial gemacht wurden. 



„Vril Odin" und das „Unternehmen Walhall" 

Allgemein wird gesagt, daß das Vril-Raumschiff „Odin" das Vril-7 gewesen ist, beziehungsweise ein 
Raumkreuzer des Musters Vril-7. Es ist aber auch eine andere Behauptung bekannt, von der in 
inneren Kreisen noch heute gesprochen wird. Und zwar, daß schon vor dem Vril-7 ein Groß-Vril, das 
„Vril-8" fertiggestellt worden ist. Vril 7 wurde danach zwar früher konstruiert und dann dem 
Reichsführer vorgeschlagen, aber, gewissermaßen auf eigene Rechnung, ist schon ein Vril- 
Weltraumkreuzer „Vril-8" in Angriff genommen worden. Dieses Vril-8 war dann also, trotz der späteren 
Typenbezeichnung, ein Vorläufer des Vril-7. Es soll einen doppelstöckigen Aufbau gehabt haben, oben 
also höher gewesen sein als das Vril-7. Dafür soll die Zelle an der Unterseite anders als beim Vril-7 
gebaut gewesen sein. Die vorhandenen Aufnahmen zeigen das ganz gut. 

Es ist. Also denkbar, daß das Weltraumschiff Vril-ODIN kein Vril-7 war, sondern das nirgends 
schriftlich dingfest zu machende Vril-8. Auch gibt es die Behauptung, die bewußten Aufnahmen zeigen 
kein Vril-8, sondern vielmehr das Vril-7 in einem frühen Stadium, wonach es umgebaut worden sein 
soll. Es stimmt auch, daß Vril-7 umgebaut wurde, aber dieser Umbau ist genau bekannt. Ich glaube 
daher, daß es in der Tat ein noch anderes Groß-Vril, eben das Vril-8-Odin, gegeben hat. Dies heißt, 
daß alle die Berichte bezüglich des Raumkreuzers „Odin" sich dann gar nicht auf das der SS 
übergebene Vril-7 beziehen, sondern auf das im Besitze der Vril-Gesellschaft verbliebene Vril-8! 
(Vielleicht nannten sie es auch Vril-6?) 

Wenn Schumann und Künkel dem Führer nach Neujahr 1944 erzählten, sie hätten schon ein 
fernweltraumflugtaugliches Vril, so war das ganz bestimmt keine Lüge. Das Vril-7 war zu dieser Zeit 
aber noch auf keinen Fall fertig, und eines der Vril-1 kann kaum gemeint gewesen sein. 

Das irrtümlich als Vril-5 manchmal bezeichnete Gerät, von dem wir die drei Aufnahmen besitzen, war 
sicher kein „Vril-5", sondern vielmehr das große Vril-T reibwerk, für Versuchszwecke mit einem 
Pilotensitz versehen. Man kann deutlich erkennen, daß es sich bei diesem Apparat nicht um ein 
fertiges Vril handeln dürfte. Dieses Gebilde ist also wohl ein Antriebsaggregat, testflugfähig gemacht. 

Da unwahrscheinlich ist, die Vril-Leute hätten den Führer angelogen, muß also ein anderes Vril für den 
Fernraumflug, den Jenseitskanalflug zur Verfügung gestanden haben, oder zumindest fast fertig 
gewesen sein. Und dieses Fernraumschiff muß also der „Raumkreuzer ODIN" gewesen sein, der zu 
Aldebaran-Summi flog! 

Unter der Tarnbezeichnung UNTERNEHMEN WALHALL ist ein Vril - Weltraum - Kreuzer, der den 
Namen ODIN erhielt, zum Aldebaran/ Summi gestartet. Das meine ich genau zu wissen. Außerdem 
nehme ich an, daß „Odin" sogar schon unterwegs war, als Schumann und Künkel mit dem Führer 
darüber sprachen, ganz bestimmt aber sonst unmittelbar nach dem Gespräch gestartet ist. 

Wenn es möglich sein sollte, werden Sie darüber noch genauere Einzelheiten erfahren. Es ist deshalb 
aber eine Rücksprache zuvor nötig. 



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Überlegungen zu „Vril -7, Vril Odin V6/ 8, Unternehmen Walhall, 
sowie Haunebu-III, Unternehmen Mars und Andromedagerät" 

Bereits Anfang 1944 existierte ein fast fertiges, oder bereits fertiges, zweistöckiges interstellares 
Fernrundraumschiff „Vril6/ 8-0din"; Länge/ Durchmesser ca. 45 m, Höhe ca. 22,5 ml; welches dann 
im Frühjahr 1944 entweder von Großdeutschland, oder vom reichsdeutschen Antarktisgebiet 
Neuschwabenland aus, zum 68 Lichtjahre von der Erde entfernten Aldebaran startete und nach 
wenigen Wochen Bordzeit bei rund 22,5 Jahren Erd- und Universumszeit mit dreifachem 
Überlichteffekt etwa Anfang 1967 Erdzeit das Sonne - Planetensystem Aldebaran - Summi - Sumeran 
im sogenannten „Dimensionskanalflug" (= „Librationsraum.- oder Halbraumreise") - erreichte. 

Doch bereits kurz vor dem Vril - Odin - Raumschiff begann man mit der Konstruktion des nur 
einstöckigen interstellaren Fernrundraumschiffes „Vril-7"; Länge/ Durchmesser ca. 45 m, Höhe ca. 15 
m; dessen Bau dann jedoch vorübergehend zugunsten von „Vril-Odin" eingestellt wurde, um dessen 
raschestmögliche Fertigstellung zu ermöglichen, wobei Vril-7 konstruktiv von Vril-1 abgeleitet wurde 
und daher im Grunde als eine Art „Groß - Fern - Vril -1 Rundraumschiff 1 betrachtet werden konnte. 

Da Vril - Odin nun vor Vril-7 startete, aber nach Vril-7 gebaut wurde, konnte Vril-Odin sowohl als „vril- 
6", als auch „Vril-8" bezeichnet werden. Mit dem Bau von Vril-7 wurde etwa Ende 1942 begonnen, mit 
dem von Vril-6/ 8 vermutlich ungefähr Mitte 1943. Nach dem Start von Vril - Odin im Frühjahr 1944 
erfolgte dann die Fertigstellung von Vril-7 bis Ende 1944 und dessen anschließendem Einsatz für rein 
irdische geheime Transportflüge bis etwa März/ April 1945. Nach einigen Umbauten, Verbesserungen 
und abschließendem Tarnanstrich, wurde dann im Frühjahr 1945 das Vril-7 der SS, genauer der SS-E- 
IV „Schwarze Sonne", von der Vril - Gesellschaft zur weiteren Nutzung übergeben. Ein im Winter Ende 
1944 erfolgter „Dimensionskanal - Testflug" des Vril-7, von dem es sehr desolat und teilweise arg 
beschädigt zurück kam, hatte dann die schon kurz erwähnten Umbauten, Verbesserungen und eine 
wesentlich stabilere Neu-und Gesamtverschalung von Vril-7 zur Folge. 

Anfang Mai 1945 folgte dann Vril-7 dem bereits Ende April 1945 zum Mars gestarteten Haunebu-III 
nach, wo beide Besatzungen mit der Anlage von Raumschiffstützpunkten für die frühestens etwa 1967 
zu erwartenden ersten Aufklärungsraumschiffe von Aldebaran begannen. Ob anschließend daran dann 
Vril-7 vom Mars ebenfalls zum Aldebaran startete, oder aber zur Erde, etwa nach Neuschwaben land - 
Deutschantarktika zurückkehrte, ist ungewiß, doch erscheint letzteres wahrscheinlicher. Jedenfalls 
existierten viele Jahre nach 1945 neuzeitliche UFO-Fotos, auf denen das darauf abgebildete UFO ganz 
genau den Umrissen eines Vril-7 gleicht. Ebenso existiert auch eine Teleskop-Aufnahme von 1952, auf 
der ein über dem Mond schwebendes UFO mit den genauen Umrissen des Haunebu - III erkennbar 
ist. 

Im Gegensatz zu früheren Vermutungen, daß Haunebu-III auf Mars notlanden mußte, wonach Vril-7 
zur Rettung und Bergung der Haunebu-III-Besatzung zum Mars fliegen mußte und dabei Haunebu-III 
irreparabel auf der Marsoberfläche zurück blieb, erscheint also nun neuerdings diese frühere Annahme 
überholt und damit die oben beschriebene, neue wesentlich wahrscheinlicher! 

Da auch NASA-Fotos von UFOs mit den Umrissen von Haunebu-II - und Vril-1 Raumschiffen ab 1969 
auf dem Erdmond existieren, dürften einige dieser Raumfahrzeuge nach 1945 auf dem Erdmond 
stationiert worden sein, deren Besatzungen vermutlich, wie die von Haunebu-III und Vril-7 auf Mars, 
am Erdmond für die Ankunft der Aldebaraner-Raumarmada Mondstützpunkte anlegten. 

Nachdem Vril-Odin 1967 Aldebaran erreicht hatte, dürften einige Aldebaraner-Aufklärungsraumschiffe 
seine Bahn bis zur Erde zurückverfolgt haben und hier bis spätestens 1968 eingetroffen sein, also 
einen extrem raschen Dimensionskanalflug zur Erde mit vielfachem Überlichteffekt geschafft haben, 
wo sie möglicherweise als Vorbereitung für Ihre Raumarmada eine Raumstation mit „PSI- Projektor" 
auf einer Erdumlaufbahn stationierten. 

Das zwar vereinzelte Aldebaraner-Raumschiffe durchaus in kürzester Zeit zur Erde gelangen können, 
jedoch nicht eine ganze riesige Raumfiotte, hat seine Ursache in dem Umstand, daß jede 



102 



Dimensionskanalreise denjenigen Raumsektor, in dem dieser Überlichteffektraumflug stattfindet, in 
seinem Raum - Zeit - Kontinuum desto mehr erschüttert, je mehr Objekte und mit je größerem 
Überlichteffekt diese einen Weltallsektor durchqueren. 

Diese Raum - Zeit - Kontinuum - Erschütterungen manifestieren sich vor allem in 
Gravitationsschockwellen, also Schwerkraftschocks, die auf den, oder die betreffenden Flugkörper 
einwirken. Ist nun ein Flugkörper zu leicht gebaut,, wie etwa das Vril-7 in seiner Version Ende 1944, 
dann wird er auch bei einem relativ langsamen Überlichteffektflug zumindest beschädigt, was auch bei 
Vril-7 der Fall war. Das anders und stabiler gebaute Vril-6/ 8-Odin verkraftete jedenfalls seinen 
Dreifachüberlichteffektraumfiug zum Aldebaran durchaus ohne Schäden. Während nun ein einzelner 
Raumflugköper mit der höchstentwickelten Technologie der Aldebaraner durchaus mit höchsten 
Überlichteffektwerten reisen konnte, war dies einer größeren Raumflotte mit noch so stabil gebauten 
Raumschiffen nicht möglich. 

Eine Aldebaraner-Raumflotte wird daher aus Sicherheitsgründen stets mit einem relativ geringen 
Überlichteffekt geflogen sein, der wohl dem des reichsdeutschen Vril-6/ 8-Odin entsprach, welches 
deshalb auch als Lotsenraumschiff für die Raumarmada der Aldebaraner dienen konnte. Daher kann 
auch die Aldebaraner-Raumarmada frühestens in den Neunzigerjahren die Erde erreichen. 




Deutsches „HAUNEBU", 1944 



Das von der SS-E-V projektierte, aber bis 1945 auf einem dafür vorgesehenen Gelände bei Wiener 
Neustadt, Niederdonau, nicht mehr gebaute Mutterraumschiff „Andromedagerät", welches Platz für 
einen Haunebu-II und vier Vril-1 und -2 haben sollte, muß bis 1950/ 51 außerhalb von Europa, 
wahrscheinlich in einer unterirdischen riesigen Eishöhle in Neuschabenland-Deutschantarktika, doch 
noch zumindest als Einzelexemplar gebaut worden sein, da vom ihm eine 1951 gemachte Teleskop- 
Aufnahme existiert, wie es als „Leuchtzigarre" über den Erdmond schwebt. Das würde auch erklären, 
weshalb das Vril-1 mit seiner für ein Mondra umschiff zu geringen Reichweite auf NASA-Mondfotos der 
Siebzigerjahre aufscheint. 

PLATE 96. Apollo 11 ON the Moon. Photo taken from TV screen in Europe showing white bell-shaped 
UFO right hand photo. 1969 

Da überliefert ist, daß sowohl Haunebu-III, als auch Vril-7 bis zum Frühjahr 1945 die Antarktis, 
Neuschwabenland, anflogen, werden diese die Einzelteile von „Andromedagerät" nach 
Neuschwabenland überflogen haben, wo es hier zusammengebaut wurde und mit einem Haunebu-II 
und vier Vril-1 in den Hangern (der Bau des Vril-2 wurde aufgegeben) zum Mond startete, wo dann 



103 



deren Besatzungen mit dem Mondstützpunktbau für die erwartete Aldebaraner - Raumarmada 
begannen. 

Und da sah ich auch eine andere Erdenwelt. Vertraut und doch auch fremd zugleich. Auf ihr ging ich 
nieder. Deren Himmel aber war von bläulichem Rot, und es gab keinen anderen Tag als eben in 
diesem Licht. Eine andere Sonne schien mir (dort) und ein anderer Mond, der sich ein Zwilling war. 
Aber ich hörte Sprachen sprechen, die ich (gedanklich) verstand. 

Vielleicht gelang dem Vril-7, dem „VRIL-ODIN", der Flug nach Aldebaran - und vielleicht sah die Vril - 
Besatzung dann Dinge, wie die babylonische Seherin Sajaha sie in einer Vision beschrieb: (Saj.5) 





104 



Das interkosmische Bewußtsein des „Vril", 
(Die absolute Souveränität.) 

Interkosmisches Bewußtsein - VRIL-GEIST - ist die höchste Entfaltungsstufe des menschlichen Geistes 
im diesseitigen Leben. Wer es einmal erfaßt hat, ist ständig davon erfüllt, er ist „Vril" geworden. 

Eine Spur der Idee und des Wissens um das VRIL - Bewußtsein findet sich noch, wenngleich in 
verkümmerter Form, in der arisch - vedischen Religion, gipfelnd in der Bhagawad Gita und der Lehre 
vom „Krischna - Bewußtsein". Und doch lassen sich diese beiden Auffassungen nicht miteinander 
vergleichen. Die Grundlagenverwandtschaft zeigt jedoch, daß in lange vergangenen Zeiten der 
Erdgeschichte die Religion des VRIL schon einmal vorgeherrscht haben dürfte; in einer Zeit, die noch 
vor der Offenbarung der ILU - Lehre gelegen haben muß, denn die ILU - Offenbarungen sagen uns 
zwar alles Wissen um die vollkommene, ewige göttliche Wahrheit, geben indes keine unmittelbare 
Anleitung zur Gewinnung des ILU - Bewußtseins, wie das VRIL - Bewußtsein sehr wohl auch genannt 
werden kann. Es mag also sein, daß es verschollene vor - vedische Schriften im arischen Raum gab, in 
denen das vollkommene Wissen zusammen mit dem Wissen um den vollkommenen Weg bereits 
einmal niedergelegt war - womöglich dank der albebaranischen Altvorderen, vielleicht aber auch aus 
eigenem Ursprung. 

VRIL - Bewußtsein unterscheidet sich von allen anderen religiösen Ausformungen dadurch, daß es aus 
der Verbindung von WISSEN und GLAUBEN erwächst und zur GLAUBENSGEWISSHEIT hinführt. VRIL - 
Bewußtsein kann nur dort gedeihen, wo die konkreten Kenntnisse über die Geschichte des Weltalls, 
der Gestirne, des diesseitigen Kosmos und des jenseitigen Kosmos mit seinen jenseitigen Welten 
gegeben ist. VRIL - Bewußtsein ist das allgegenwärtige Wissen um alle diesseitigen und jenseitigen 
Zusammenhänge in Verquickung mit vollkommener Gotterkenntnis - und diese beiden Ebenen 
bedingen einander. 

So ist das VRIL - Bewußtsein untrennbar verknüpft mit dem anschaulichen, greifbaren Wissen um die 
kosmischen und interkosmischen Gegebenheiten und Zusammenhänge. Der VRIL - Bewußte lebt in 
geistiger Verbundenheit mit allen Wesen seines Geschlechts. In ihm herrscht sowohl diesseitige wie 
jenseitige Weite; für ihn gibt es keine Geheimnisse. Er weiß, daß es viele Lichtjahre entfernt Brüder 
und Schwestern gibt, die ihm völkisch viel näher stehen als zahlreiche Erdenvölker. Er weiß, daß die 
Reinheit des ererbten Wesens den Schlüssel zur Gemeinsamkeit mit dem Ursprung und die namenlose 
Geborgenheit in der Urheimat bedeutet. Der „VRIL - Bewußte ist wahrhaft „universell", er steht auf 
der höchsten Stufe. Und es liegt in der Natur der Dinge, daß allein derjenige „Vril" werden und sein 
kann, der im unmittelbaren Erbe der Gottmenschen steht. Allein solcher Geist vermag es zu fassen. 

So ist DAS VRIL die Religion der Erhabenen, der geistigen Übermenschen, derer, die das große Ganze 
zu erfassen vermögen - weil sie ein Teil davon sind. Alle Erkenntnis der diesseitigen Welten, alles, 
Wissen auch um das Jenseits, das ewige Leben nach dem irdischen Sterben, Kenntnis der großen 
Aufgaben, die erst hinter der Schwelle des irdischen Sterbens kommen, die allumfassende 
Überlegenheit - das ist VRIL. 

Der Mensch im Vril steht so über allen Dingen. 



„Zurück auf die Erde" 

All diesen mehr oder weniger phantastisch anmutenden Informationen und Materialien liegen 
durchaus glaubhafte Quellen zugrunde. Und doch erscheint vieles unglaublich - was nicht 
gleichbedeutend mit,unglaubhaft' sein muß! Wollen wir aber eine nun rückschauende „Kritik zur 
Sache" versuchen, so ergeben sich unseres Erachtens folgende Aspekte: 

Es ist möglich, daß sich alles ganz genau so verhält, wie es sich in diesem Buch darstellt. Es ist 
vorstellbar, daß die geistige Verbindung mit Aldebaran tatsächlich zustandekam und ein „großdeutsch- 
aldebaranisches" Bündnis besteht, daß „Vril Odin" Aldebaran erreichte und nun mehr eine 
aldebaranische Kampf-Raumflotte heranführt, die - den vorliegenden Informationen folgend - in den 



105 



Jahren 1992 bis 1996 eintreffen dürfte. Es kann sein, daß noch bis 1945 verbesserte Möglichkeiten 
entwickelt und realisiert wurden - und daß also durch einen „Dimensionskanar schon eine 
„aldebaranische" Vorhut im erdnahen Raum steht (man denke an diverse UFO-Meldungen), vielleicht 
sogar auf dem womöglich von Haunebu-3 schon erreichten Mars... Alles ist möglich, nichts ist 
unmöglich in diesem Großzusammenhang. 

Es ist möglich, daß die „Aldebaraner" quasi in Wartestellung verharren und aufgrund von uns 
unbekannten Bündnisbedingungen nur dann angreifen werden, wenn die Entwicklung des neuen 
Zeitalters allein nicht ausreicht, die Geschicke Deutschlands und der Welt zum besseren zu wenden - 
oder aber daß die „Aldebaraner" lediglich eine Art Rückendeckung zur Absicherung der natürlichen 
Entwicklung leisten. 

Es ist aber auch möglich, daß sich alles ganz anders verhält. Es ist möglich, daß sich unter den uns zur 
Verfügung gestellten Informationen „Spielmaterial" befindet, daß es also gewissermaßen eine 
„Esoterik in der Esoterik" geben könnte, von der wir nichts ahnen? - Vielleicht gibt es statt der 
„Aldebaraner" einen sehr irdischen Geheimbund - nennen wir ihn fiktiv „Vril-Bund", wie er gewiß nicht 
heißen würde -, der seine Leute an vielen wichtigen Positionen hat. Es wäre denkbar, daß die,Front' 
dann keine so klare wäre, wie es anderenfalls den Anschein böte, daß vielmehr auch und gerade dort 
wo man es am wenigsten vermuten mag, „Vrilbundleute" sind und wirken. Etwa mitten in der CIA, im 
BND, in Großbanken und Großindustrie, in kleinen und großen Positionen in allen Ländern der Erde. Es 
könnte sein, daß dieser Geheimbund wesentlich an den politischen Umwälzungen der Gegenwart 
beteiligt ist - ohne dazu UFOs zu benötigen! - Es mögen Manager sein - und auch,kleine Leute', die in 
aller Unauffälligkeit des Alltags leben, um dann zu ganz bestimmten Zeiten eine ganz bestimmte 
Aufgabe zu erfüllen. 

Bedenken wir für einen Augenblick, daß die Thüle- und Vril-Ideen keine nationalistischen waren! 
Gewiß: Deutschland - das deutsche Volk im Sinne aller Menschen deutscher Herkunft und deutscher 
Sprache -, Deutschland trägt die Bestimmung, das Neue Goldene Zeitalter auf Erden zu verwirklichen. 
Jedoch nicht für sich allein - sondern für die ganze Welt! - Hier kommt der Begriff des „Ariers" ins 
Spiel, der die übernationale Verpflichtung verdeutlichen sollte! Nicht der deutsche Nationalstaat war 
Traum und Endziel der Thüle- und Vril-Leute, sondern das übergeordnete Reich des Friedens aller 
„Arier" (korrekt: aller Kulturvölker). Diese höhere Warte, die ohne Frage allein durch den Krieg 
zeitweilig nicht wahrgenommen werden konnte, war und blieb sicher auch diesseitiger Kern der 
Ideale! 

Vielleicht sieht die Wahrheit - ein Teil der Wahrheit - so aus, daß jene Leute, die sich heutzutage noch 
auf ausschweifenden Parties vergnügen und „High Society" nennen lassen, die die „Reichen und 
Mächtigen" zu sein scheinen, in Wirklichkeit schon nur mehr den „Tanz auf dem Vulkan" ausführen, 
ahnungslos, daß mitten unter ihnen - ob als Dienstmädchen oder Vorstandsvorsitzender, als Portier 
oder als Manager - längst Angehörige einer geheimen Organisation wirken, die mächtiger sind als sie. 

Womöglich ist das Geheimnis um die „UFOs" vielmehr eine Art von Chiffre oder Code als unmittelbar 
„Fliegende Untertassen"? - Vielleicht gibt es mehrfach verschlüsselte Geheimnisse, die wir alle nicht 
richtig verstehen? - Wer weiß? - Wer vermag es zu ergründen? - Wenn es so einfach wäre, daß es 
sich als Druckwerk veröffentlichen ließe, könnte das Geheimnis wohl nicht allzu groß sein wie es aber 
zweifellos ist. 

Über noch intakte unterirdische Anlagen - „V-ANLAGEN" - wird u.a. in dem noch unveröffentlichten 
Schlüsselroman „Z-Plan" berichtet, um dessen Herausgabe der Da mböck- Verlag bemüht ist. 

Das unwohle Empfinden kehrte wieder. Es verstärkte sich, je näher sie dem Panzer kamen. So gewiß 
blieb, daß der alte,Tiger' sich nicht von der Stelle rühren würde, so sehr erschien er wie ein lebendiges 
Wesen, das lediglich schlief. - Jills Hand griff fester zu. - Sie gingen dicht an dem Panzer vorbei - Der 
Tunnel führte weiter. - Jill hauchte: „Dort rechts!" - Lakowsky blendete in die Richtung. Er bemerkte 
ein ähnliches Tor wie jenes, an dem er die Autos gewendet hatte. Das Tor war weit geöffnet. - Sie 
traten näher. Lakowsky leuchtete hinein: Der dünne Lichtstrahl streifte Tische und Stühle. Weiter 
hinten reckten sich bizarre Gerüste empor. Ein großes flaches Ding lag dort. Es sah aus wie ein 
riesiger Brummkreisel in schwarz - grauem Verzerrungsanstrich. An zwei Stellen waren deutlich alte 
Hoheitszeichen zu erkennen. 



106 



In diesem Buch, dessen Manuskript (ein Originalauszug oben) buchstäblich verschollen gewesen war, 
wird die abenteuerliche Geschichte von einer Auseinandersetzung geschildert, die sich zwischen einem 
alten deutschen SD-Mann und einem ehemaligen US-Geheimdienstler abspielt. Diese Geschichte, die 
durchaus reale Hintergründe hat, spielt Anfang der Siebzigerjahre. „UFOs" sind nicht ihr Hauptthema, 
aber das Weiterbestehen geheimer deutscher Anlagen für einen „Tag X", das Vorhandensein von 
Flugkreiseln und generell das Andauern jener Auseinandersetzung, die als Fortsetzung des zweiten 
Weltkriegs bezeichnet werden muß, wird hier in außerordentlich plastischer Weise miterlebbar 
gemacht. Es ist eine Auseinandersetzung, die auf verschiedenen Ebenen stattfindet und die in die 
unterschiedlichsten Lebensbereiche hineingreift. Uns hat das Manuskript des Romans „Z-Plan" gerade 
deshalb fasziniert, weil es im Grunde eine phantastische Kriminal- und Abenteuergeschichte ist, deren 
Schicksalhaftigkeit durch jene übergeordneten Dinge und Auseinandersetzungen bestimmt wird, von 
denen wir auch hier im „Vril-Projekt" sprechen müssen. 



Aldebaran - Urheimat der Germanen? 

Blicken wir nachts auf zum Sternenhimmel, so erfaßt uns eine namenlose, anscheinend unerklärliche 
Sehnsucht. Wir sehen die Gestirne des Himmels - und empfinden sie nicht wie Sterne am Firmament, 
sondern als eine räumliche Tiefe, von der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf uns ausgeht; es 
ist wie ein Sog der Sehnsucht, ein körperliches Empfinden: Heimweh! Zurück in die Ferne, zur Welt 
unseres Ursprungs! Dies ist ein Stück unserer Seele: Die stillen Weiten des Weltenalls, aus denen 
unsere Ahnen womöglich einst kamen, aus einer reineren, klareren, besseren Welt... 

Vor Jahrhunderttausenden mag es gewesen sein, zu Zeiten, derer kein Irdischer sich mehr wirklich 
erinnert. Und doch ist es geblieben - verschlüsselt im germanischen Blute: Das Ahnen, das Wissen um 
die ursprüngliche Heimat. 

In stillen Sternennächten besinnen wir uns, lauschen wir schweigend dem Ruf uralten Blutes. Und 
plötzlich wissen wir ganz genau: Unsere Heimat liegt dort, irgendwo in der Unfaßbarkeit; fremdes und 
doch so vertrautes Vaterland! 

Einjeder von uns verspürt diesen Ruf in traumstillen Augenblicken, ein jeder der germanischen 
Wesens ist. 

(Zusammengefaßt nach R.v.Sebottendorff: „Voranfang") 




107 



Nachwort und nachklingende Gedanken 



Vielen Deutschen im gesamtdeutschen Raum Mitteleuropas und Nachkommen deutscher Kolonisten in 
allen Gegenden der Welt offenbart sich immer wieder eine anscheinend unerklärliche Vertrautheit mit 
dem Weltenall, gepaart mit rätselhafter Wehmut und einer brennenden Sehnsucht, dem unstillbaren 
Verlangen, diese Erde zu verlassen, um heimzukehren in die kosmischen Fernen einer paradiesischen 
Urheimat Es ist nicht allein Jenseitssehnsucht, ist nicht bloß das Wissen um die göttliche 
Ursprungswelt des ewigen Lichts, in der wir alle einst geboren wurden, lange ehe es diesen Kosmos 
gab; Es ist noch etwas anderes - wenn wir aufblicken zum nächtlichen Sternenhimmel und geradezu 
körperlich spüren: Heimweh zu den Sternen. Mancheiner hat schon in unauslöschlich verhafteten 
Farbträumen erlebt: „Außerirdische Begegnung", etwa die Verbindung mit „fliegenden Untertassen" 
und deren Piloten. Und erinnern wir uns, was echte Träume sind: Wenn der vom grobstofflichen 
Körper losgelöste Geist auf Wanderung geht und nach dem Gesetz der Affinität von Schwingungen 
einen anderen besucht (Saj.4). So können Träume mehr als Schäume sein, reale Erlebnisse, mit 
einem anderen mitempfunden, den unser Geist besuchte. Und für den Geist gibt es keine räumlichen 
und zeitlichen Grenzen. Wie heißt es doch im Rg-Veda, der wohl ältesten erhaltenen arischen Schrift: 
„Der Geist ist das Schnellste von allem was fliegt!" Und dem höchstentwickelten Geist ist es möglich, 
wandernd jede Entfernung zu überbrücken im Augenblick. 

So träumte beispielsweise dem hier zuerst unterzeichnenden Verfasser schon vor vielen Jahren, noch 
kaum daß er den Kinderschuhen entwachsen war, in einer unvergeßlichen Wirklichkeitsnähe von 
einem „UFO" und dessen Piloten. Als er rund dreissig Jahre später erstmals Fotos eines im Zweiten 
Weltkrieg gebauten VRIL-1 in Händen hielt, stellte er staunend fest, daß es genau seinem „Traum- 
UFO" glich! 

Wie viele Dinge sind doch zwischen Himmel und Erde, die auf den ersten Blick unfaßbar erscheinen 
mögen - und doch so wirklich sind! Und nicht jene Leute sind Realisten, die all solches in den Raum 
der Phantasie meinen schieben zu müssen, sondern Realisten sind diejenigen, die aufgrund höheren 
Wissens erkennen und begreifen, daß es eine „Überrealität" gibt, welche die wahren Maßstäbe der 
Dinge setzt. 

Viele Menschen der irdischen weißen Rasse kennen jenes „kosmische Fernweh", von dem wir 
sprachen. Sind es womöglich Spuren verkümmerter Fähigkeiten der sagenumflorten „weißen 
Gottmenschen", die einst unsere Ahnen waren? 

Es sind tief verwurzelte Reste einer Urerinnerung, welche die meisten nicht mehr einzuordnen 
vermögen, deren Bedeutung aber derjenige begreift, dessen Geist dank seiner Eigenschwingung 
aufgrund von Weltanschauung und Welterkenntnis das Uralte-Ewigjunge schrittweise wiedergewinnt. 
Und solches für die gesamte Volksgemeinschaft zu erreichen, muß als ein Kernbestandteil der Thule- 
Ideen verstanden werden Die Höherentwicklung des Menschen an Geist und Körper ist das natürliche 
Bestreben. Es ist der Wunsch hin zum Gottnahen - so zu werden, wie vielleicht unsere frühesten 
Kulturstifter waren: Die „Aldebaraner". 

Als sich die rund 68 Lichtjahre von unserer Erde entfernte Sonne Aldebaran vor etwa 500 Millionen 
Jahren auszudehnen begann, um nach und nach zu einer rötlichen Riesensonne zu werden, wird sich 
die aldebaranische SuperZivilisation der „weißen Gottmenschen" gezwungen gesehen haben, 
wirksame Maßnahmen zum Weiterbestand ihrer Rasse zu ergreifen. Eine für uns heutzutage 
unvorstellbar hochentwickelte Technologie wird in der Lage gewesen sein, die Schwierigkeiten zu 
bewältigen. Und zwar einerseits durch Versetzung der Heimatplaneten auf eine andere Umlaufbahn - 
wodurch die Lebensverhältnisse erträglich blieben -, und andererseits durch Besiedelung bewohnbarer 
Planeten in anderen Sonnensystemen -was mit dem Bau riesiger Weltraumschiffe möglich wurde. 

Bei Erkundungsexpeditionen vor rund 500 Millionen Jahren dürften die Aldebaraner auf der damals 
noch urzeitlichen Erde des Kambrium gelandet sein, in einem Erdzeitalter, da die Urozeane und 
sonstigen Gewässer noch sehr urtümliches Leben aufwiesen. Wir haben eine deutliche Spur dieses vor 
rund 500 Millionen Jahren erfolgten Besuchs; eine Spur im wörtlichen Sinne: Den 500 Millionen Jahre 
alten versteinerten Schuhabdruck, zusammen mit einem Trilobiten, einem Urkrebs, einem 
sogenannten Leitfossil, denn die Trilobiten sind vor etwa 400 Millionen Jahren ausgestorben. Dies ist 
die älteste entdeckte Schuhabdruckversteinerung, aber keineswegs die einzige; es gibt andere von 
200 Millionen Jahren Alter, über 60 Millionen Jahre alte aus dem Ende der Kreidezeit und dem 



108 



Dinosaurierzeitalter, andere sind nur 15 Millionen Jahre alt. Die heutige Wissenschaft ignoriert diese 
Funde, beziehungsweise hat sie „noch nicht eingeordnet", weil sie sonst ihr künstlich konstruiertes 
Weltbild umstoßen müßte. Daß dies trotz allem bevorstehen könnte, wurde aber selbst beim Kongreß 
der Evolutionsforscher 1989 eingeräumt, von denen einige offen aussprachen, daß ihre gegenwärtige 
Wissenschaft auf tönernen Säulen stehe und sich auf reines „Vermutungswissen" stütze. 

Gestatten wir uns also, dem vorzugreifen, und nehmen wir an: Die Aldebaraner könnten bereits vor 
500 Millionen Jahren ihren Fuß erstmals auf die Erde gesetzt und hier vielleicht zunächst einige 
Stützpunkte angelegt haben. Womöglich wußten sie damals noch nicht gewiß, ob es ihnen gelingen 
würde ihre Heimatplaneten im System der Sonne Aldebaran bewohnbar zu erhalten und wollten sich 
andere Möglichkeiten sichern. 

Aus den aldebaranischen Stützpunkten mögen sich dann die sagenhaften irdischen Urzivilisationen 
entwickelt haben, die wir Thüle, Atlantis, Muror und Lemuria nennen - in vager Erinnerung an 
Überlieferungen aus frühester Zeit. Da es den Aldebaranern jedoch wohl gelang, ihre Heimatplaneten 
zu retten, werden sie auf der Erde keine umfassende Besiedlung betrieben haben. Im Zuge der 
Jahrtausende haben sie ihre Stützpunkte womöglich wieder aufgelöst, und nur wenige Aldebaraner, 
die auf der Erde eine neue Heimat gefunden hatten, verblieben dort. Sie gründeten schließlich auch 
die bis zuletzt überdauernde Kultur von Mesopotamien. Davon zeugt der Name SUMI, SUMERER, 
nennen die Aldebaraner doch ihre Sonne Sumi und ihr Reich SUMERAN. Sumerer und Urgermanen 
könnten demnach sehr wohl unmittelbare Nachkommen der „Aldebaraner" gewesen sein - was uns 
wiederum einen Einblick in den tieferen Sinn der „Rassenideologie" der Thüle-Gesellschaft gewährt: 
Allein diejenigen, die auf dem hohen Entwicklungsstand der Aldebaraner stehen, können deren 
würdige Partner sein, Partner im für das Neue Zeitalter bevorstehenden Aufbau einer umfassenden 
interstellaren Hochzivilisation.- Dazu gehört nicht zuletzt das geistige Vermögen, die Bedeutung des 
ewigen Lebens und die Verwobenheit von Diesseits und Jenseits zu erfassen, die Fähigkeit, spirituell 
anstatt materiell zu denken und zu empfinden. Es ist das Erkennen der überkosmischen Stärke und 
Verantwortlichkeit des menschlichen Wesens. 

Und noch ein Blickwinkel soll an dieser Stelle nicht ausgelassen werden: Vor einigen Jahren wurde in 
Ohma bei Fergana in Usbekistan eine jahrtausendealte Felszeichnung gefunden, die eine an einen 
Weltraumfahrer erinnern die menschliche Gestalt zeigt - und einen Raumflugdiskus, der verblüffend 
einem VRIL-1 gleicht. Sollten die VRIL-Flugkörper wirklich durch mediale Konstruktionsbeschreibungen 
von Aldebaran nach Deutschland entstanden sein? Oder ist in der Tat ein deutsches Raumschiff - 
wenn nicht gar mehrere - durch ein unbeabsichtigtermaßen gebildetes „Raum-Zeit-Loch" in die ferne 
Vergangenheit gelangt? - Vielleicht, spinnt man diesen Gedanken weiter, müßte man dann davon 
sprechen, daß nicht die Aldebaraner die Vorfahren der Germanen waren - sondern vielmehr die 
Deutschen die Vorfahren der Aldebaraner? 

Vieles ist möglich - nichts ist unmöglich von alledem! Was es zu sagen gilt, um dieses Buch zu 
beschließen, ist so vor allem dies: Die Leute der Thüle- und Vril-Gesellschaft verfolgten ungewöhnliche 
Ziele, besondere Ziele von einer sowohl geistigen wie substantiellen Reichweite, die der kleine 
Verstand kaum zu ermessen vermag. Wer verstehen will - muß das weite Denken lernen. 



109 



Anhang 1 



Nachtrag 
1. Der „Isais-Faktor 




Aus dem Lichte des Mondes, 
Aus dem Dunkel der Nacht, 
Kommst Du herbei, 
Schwester Isaf, 
Die Du immer uns gesehen, 
Die Du unser stets gedacht 



Der Isais-Faktor 
Der wahre Kern der Isais-Mythe 

Die Mythe um die „Göttin Isais" hat im Laufe der Zeit das gleiche Schicksal erlitten, wie viele andere 
Mythen auch. Zeitaktuelle Umstände haben Einfluß genommen und Veränderungen bewirkt. Einzelne 



110 



Aspekte wurden herausgegriffen, in den Vordergrund gerückt und schließlich zum Hauptsächlichen 
erklärt. Allmählich führte dergleichen dann immer weiter vom wahren Kern weg. 
Wie sieht nun der wahre Kern der Mythe aus: 




Isais 



Isais stammt aus Kuthärach (oder Kuthagracht), dem Reich der Dämonen, das sich in den dunklen 
Zonen des Jenseits befindet (jedoch nicht in den finsteren, was unterschieden wird). Sie ist 
ursprünglich also keine Göttin, sondern eine Dämonin. Da sie jedoch ein sehr lichtes Naturell hat, zieht 
es sie zur Götterwelt hin. Wegen ihres reinen Geistes - aber auch wegen ihrer großen weiblichen 
Schönheit - wird Isais dort aufgenommen. 

In einem für die Götterwelt besonders schwierigen Moment, erweist Isais ihre Dankbarkeit. Sie holt 
den magischen schwarz - violetten Stein aus der Hölle zurück, der von deren finsteren Geistern 
geraubt worden war. 

Dieser Stein (oder Kristall) ist von besonderer Bedeutung, weil sich in ihm göttliche 
Kraftschwingungen angesammelt und geballt haben; und zwar weibliche, also Schwingungen der 
Göttinnen. Dieser weibliche Stein heißt „Ilua". Er hat ein männliches Gegenstück, in dem 
Schwingungen der Götter geballt sind. Dieser männliche Stein heißt „Garil" (Gral). Erst diese beiden 
Steine zusammen können jene höchste Schwingung der göttlichen „Iluhe" bewirken, die über 
Herrschaftsansprüche entscheidet - etc. 

Da die finstere Macht der Hölle eine nur männliche ist, wollte sie den Stein mit der weiblichen 
Schwingung in ihren Besitz bringen, um damit zugleich auch die Herrschaft der dem Teufel verhaßten 
weiblichen Gottheit im neuen Zeitalter auf der Erde zu verhindern. 

Da das Reich der Hölle ein nur männliches ist - der Hölle verfallene Frauen werden in den höllischen 
Vorhöfen gefangen gehalten -, kann eine weibliche Kraft sie am besten bekämpfen (dieses Motiv hat 
sich auch im Christentum noch vage erhalten; viele Darstellungen Mariens' zeigen unter ihren Füßen 
die zertretene Schlange, den besiegten Teufel). Um unerkannt in die Hölle hineinschleichen zu 
können, wie es ihr Plan war, mußte Isais sich für diese Mission als Knabe verkleiden und auch ihre bis 
zum Boden reichenden Haare bis auf Hüftlänge schneiden, damit sie sich unter einer Kapuze 
verstecken lassen. Das wollte sie nicht tun. Die Götter versprachen ihr aber die vollkommene 
Vergöttlichung, so daß sie ihre Haare gleich nach der Mission in vollständiger Länge wieder erhalten 
konnte. Daraufhin war Isais einverstanden. Sie nahm die Verkleidung an, schlich sich in die Hölle und 
entwendete den Teufeln den gestohlenen magischen Stein. Dabei wurde sie jedoch erkannt, es kam 
zu einer dramatischen Flucht. Am Rande der Hölle hätte man sie beinahe gepackt, wäre ihr nicht der 
Dämon Malok (=>Moloch?) zu Hilfe geeilt. Dieser wurde seither ihr treuer Freund. 

Als Isais erfolgreich in die Götterwelt (das Mittelreich/ Walhall/ Olymp) zurückkehrte, hielten die 
Götter ihr Versprechen. Damit sie aber in der Götterwelt bleiben könne, müsse sie sich von dem 



Iii 



schrecklichen Dämon Malok trennen. Dies wollte Isais nicht. Sie irrte eine Weile ratlos durch die 
Sphären und entdeckte dabei auf der Erde den Ritter Hubertus. Sie entschloß sich, diesem und seinen 
Getreuen zur Herrschaft über die Erde zu verhelfen, wenn das neue Zeitalter komme. Deswegen eilte 
sie zur Götterwelt zurück und sprach mit der Göttin Istara (Ischtar/ Venus/ Ostara/ Aphrodite/ 
Aschera/ Freyja/ Inanna/ Aramati etc.). 

Die Göttin Istara sagte, es sei ohnehin beschlossen, die beiden wichtigen Steine geeigneten Menschen 
zu übergeben, damit zur rechten Zeit die weibliche Ilu - Schwingung zur Erde hin angezogen werde 
etc.. 

Den männlichen Stein „Garil" werde der Gott Wodin (Odin/ Wotan/ Jupiter/ Zeus/ Marduk/ Indra) im 
geheimen zur Erde bringen, den weiblichen „Ilua" solle sie, Isais, bringen und für ein sicheres 
Versteck sorgen. 

Isais brachte Ilua, den magischen „schwarz-lila Stein", zum Untersberg (zwischen Berchtesgaden und 
Salzburg), wo sie den Ritter Hubertus veranlaßt hatte, ein Quartier zu errichten, und weihte ihn nun in 
die Geheimnisse ein etc.. Isais erschien jener Ritterschaft dann mehrfach. Unterdessen hatte Wodin 
(Odin) einer anderen Rittergruppe, die sich im Norden Italiens ein Quartier geschaffen hatte, den 
Garil, den anderen magischen Stein übergeben. Istara (Venus) hatte bereits Jahre zuvor den Geist des 
einstigen römischen Imperators Octavian Augustus veranlaßt, sich in einem deutschen Ritter erneut 
auf der Erde zu verkörpern. In dessen Gestalt sollte er seine spätere Wiedergeburt als Kaiser im 
neuen Weltzeitalter vorbereiten. Dazu mußte er, nach genauen Anweisungen der Göttin, heimlich eine 
goldene Figur schaffen lassen, die ein männlich/ weibliches Doppelhaupt darstellte, welches von dem 
Frauenzopf wie von einer Säule getragen wurde (den „Großen Baphomet von Wien", genannt auch, 
die „Figura"). 

Isais fiel ferner die Aufgabe zu, jene Ritterschaften zusammenzubringen und für die Vollendung des 
Werks zu sorgen, wenn das neue Zeitalter (das Wassermannzeitalter) kommt. 

In der gegenwärtigen Zeit, während der Umformung des alten Fischezeitalters zum neuen 
Wassermannzeitalter, gewinnt die Isais - Mythe - zumindest mittelbar - an Aktualität. 

Den Äußerungen geheimer Vorstellungen zufolge, müßte die „Belebung" jener goldenen Figur mit dem 
männlich/ weiblichen Doppelhaupt entweder 1983/ 84 oder 1989/ 90 erfolgt sein, oder aber 1997/ 98 
stattfinden, resp. irgendwo im Geheimen stattgefunden haben. 

Allerletzter Gewißheit sicher ist, daß jenes Doppelhaupt der Baphomet der Tempelritter war, soll diese 
Bezeichnung hier nicht verwendet werden, obschon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 
davon ausgegangen werden kann. 

Die hinter alledem stehende Idee ist wohl im Kern, daß durch die magische Verbindung der beiden 
Steine „Ilua" und „Garil" eine besondere Schwingung hervorgerufen wird, welche nach dem Prinzip 
der Affinität von Schwingungen den göttlichen „Ilu-Strahl" anzieht. Dieser wiederum nimmt seinen 
Weg vom Jenseits ins Diesseits durch eine spezielle „Schleuse", welche „Ilum" genannt wird und mit 
der oft mißdeuteten (und auch mißbrauchten) „schwarzen Sonne" gleichzusetzen ist. Wenn der „Ilu - 
Strahl", der Strahl des absoluten göttlichen Lichts, die Erde erreicht, dann endet die Ära des 
grausamen Bibel-Gottes und des unduldsamen Monotheismus. Die weibliche Gottheit übernimmt die 
Herrschaft, verkörpert in der Liebesgöttin Ischtar/ Venus. Zugleich wird ein weiser Mann das 
Cäsarentum wieder errichten und im Geiste der Göttin die Welt erneuern. Dieser Mann wird die 
Wiedergeburt einer großen Herrscherpersönlichkeit der Vergangenheit sein. Das wahre Frauentum 
wird wieder in seiner Weiblichkeit geehrt werden; alle alten, göttlichen und natürlichen Prinzipien 
triumphieren. 

Isais hat ihre Mission in dem Augenblick erfüllt, wo alles dazu Nötige vorbereitet ist - also wohl in 
dieser Zeit. Dann tritt sie in den Hintergrund, die Liebesgöttin überstrahlt alles. 



112 



2. Das richtige und das falsche Isais-Bild 



Mythologisch und historisch korrekte Isais- Darstellungen. 




Das Wesen der ISAIS (Göttin Isais vom Untersberg etc.) hat in den vergangenen Jahrzehnten wieder 
Interesse hervorgerufen. Dabei sind falsche Schilderungen und Darstellungen jedoch nicht 
ausgeblieben, solche werden in verschiedener Weise gehandelt. 

Dies ist leider geeignet, Menschen in die Irre zu führen, die sich mit diesem Aspekt näher beschäftigen 
wollen. 



113 




Eine Zeichnung dieser Dame (nicht sie selbst!) inspi- 
rierte nach dem zweiten Weitkrieg vermutlich, noch- 
mals nach den 1920er Jahren, ein falsches Isais-Bild. 
dem Original widersprechend mit kurzer Frisur. In 
der Zeichnung wurde ein Flacon nachträglich gegen 
den "Schwarze Stein" ausgetauscht. 
Die abgebildete Dame war daran, wie gesagt, völlig 
unbeteiligt und unschuldig. 



Sei zunächst am Rande von der irrigen Auffassung Gustav Meyrinks in dessen Roman „Der Engel vom 
westlichen Fenster" gesprochen. In diesem Buch konstruiert der Dichter eine wenig historische 
Handlung um den englischen Alchimisten John Dee. Sowohl zeitverschoben wie auch sinnverwirrt, 
bringt Meyring Motive aus dem Umfeld der Templer-Gruppierung „Die Herren vom Schwarzen Stein," 
welche der deutsch-italienischen „geheimwissenschaftliche Sektion" des Ordens (SIGNUM SECRETUM 
TEMPLI) unterstand, ins Spiel. So taucht auch ein magischer „schwarzer Stein" auf, jedoch völlig 
verschieden vom Schwarzen Stein der Templer. Als Widersacherin des Alchimisten läßt Meyrink eine 
„Schwarze Isais" auftauchen, die mit der quasi-historische richtigen Form nichts gemeinsam hat. Wie 
wenig der Dichter sich an wahre Grundlagen hält, zeigt auch, daß er Kaiser Rudolph II. zur Zeit des 
Auftauchens von John Dee an dessen Hof als Greis schildert, während der Kaiser damals gerade 31 
Jahre alt war. Einer „Adaptation" unterzieht Meyrink auch den 'Isais-Hymnus' („Aus dem Lichte des 
Mondes ...). 

Wenigstens hinsichtlich der Beschreibung des Äußern der „Isais" vermeidet er offenkundige Fehler. 
Dafür läßt sein geschilderter „Isais-Kult" keinen Fehler aus, da der Dichter die bizarren Rituale einer 
gnostischen Sekte mit dem tatsächlichen Isais-Aspekt verwechselt. 

All dies kann jedoch nicht schwerwiegend genannt werden, denn der Dichter Gustav Meyrink 
beansprucht keine Authentizität für sein Werk. 

Anders verhält es sich mit verschiedenen neueren Publikationen, die den Anspruch der 
„Dokumentation" für sich erheben, aber ein durchaus falsches Isais-Bild vermitteln (z.B. Isais mit 
kurzer Frisur etc.). 



114 





Nachbildung (1:1) 
der historischen Isais- 
Figur aus dem 13. Jh. 

(Angefertigt von Erwin Reiff) 




Medial entstandene 
Zeichnung der Isais. 

(Steiermark, 1996) 



Über den Ursprung dieser Fehlerhaftigkeit, der auf die 1920er Jahre zurückgeht, soll an dieser Stelle 
Aufklärung erfolgen. 



Die wiederentdeckte Isais. 



In der Neuzeit wurde der Isais-Mythos im Jahre 1903 von der damaligen „Panbabylonischen 
Gesellschaft" zu Wien aufgegriffen, aus welcher unter der Leitung der jungen Wienerin Maria 
Orschitsch 1919 die „Alldeutsche Gesellschaft für Metaphysik" mit Hauptsitz in München hervorging. 
Bald wurde diese Gesellschaft auch „Vri-Il"- oder „Vril-Gesellschaft" genannt. 

Diese Vereinigung verfügte über direkten einen Kontakt zur „Templer-Erbengemeinschaft" in Wien, 
von welcher ihr Originalunterlagen übergeben worden waren; insbesondere durch die 
Archivverwaltung DHvSS („Die Herren vom Schwarzen Stein") zu Salzburg. 

Die „Alldeutsche Gesellschaft für Metaphysik" beschäftigte sich fortan u.a. mit der Wiederbelebung 
und Weiterführung der alten Mythen um Isais und den magischen „Schwarzen Stein" sowie die Ideen 
des Templer-Komturs Hubertus, welcher im Auftrag des Wiener Großkomturs Hugo von Weitenegg die 
Ettenberg-Komturei am Fuße des Untersbergs bei Berchtesgaden leitete; 1938 nahm die Gesellschaft 
auch alte Fäden zum venezianischen Bucintoro-Orden auf. 



Der Isais-Aspekt galt für die „Alldeutsche Gesellschaft für Metaphysik" als ein wichtiger Bestandteil 
eines größeren Gefüges, zu welchem auch die Mythe um die „Große Figura" und die kommende 
Herrschaft der Göttin Ischtar (Venus) im neuen Äon gehörte. 

Für die „Vril-Gesellschaft" ist der Isais-Mythos zwar offenbar nicht von zentraler Bedeutung gewesen; 
er bildete jedoch einen wichtigen Baustein des größeren Gesamtgefüges. So ist es vielleicht kein purer 



115 



Zufall gewesen, wenn sowohl die Farben der Isais (Schwarz-Silber-Violett) wie auch das dieser 
zuzuordnende Blitz-Signet in diesem Kreise Verwendung fand. 

Ein damals besonders aktuelles Anliegen dieser überwiegend aus jungen Damen bestehenden 
Gemeinschaft war der Kulturkampf gegen die Entwürdigung der Frau durch Vermännlichung, etwa 
durch kurze Frisuren u.s.w. Daher wurde nach einer Abstimmung im Jahre 1922 die Verpflichtung zu 
langen Haaren für alle weiblichen Mitglieder der Gemeinschaft festgelegt. 

An der Peripherie der Gesellschaft kam es zur Abspaltung einer kleinen Gruppe, welche sich der 
herrschenden Mode dennoch unterwerfen wollte. Durch diese gelangten Unterlagen aus dem Archiv in 
die Hände einer geschäftstüchtigen okkultistischen Gruppe, die unbedarften Menschen mittels Hokus- 
Pokus Geld aus den Taschen zog. Jene Gruppe präsentierte eine „modernisierte Isais" mit kurzer 
Frisur. Ende 1923, nach dem die 'Templer-Erbengemeinschaft' alle Originaldarstellungen, Siegel u.s.w. 
mit Hilfe des Bildmarkenrechts juristisch hatte schützen lassen, wurden die falschen Darstellungen 
verboten. 

Im Jahre 1926 benutzte ein anderer okkultistischer Verein nochmals falsche Isais-Darstellungen, 
wenngleich nur am Rande anderer Dinge. 

Dieser Verein wurde 1934 aufgrund von Privatklagen mehrerer finanziell geschädigter Personen 
aufgelöst. 

Die falschen Isais-Bilder und Texte waren damit vorerst verschwunden. 

Erst nach dem zweiten Weltkrieg gelangten falsche „Isais"-Darstellungen erneut an die Öffentlichkeit 
und wurden abermals verwendet - zunächst von Menschen, die tatsächlich nicht wußten, es mit 
Fälschungen zu tun zu haben. Es bestand dort also anfangs keine Betrugsabsicht. 

Das nach dem zweiten Weltkrieg neu entstandene falsche Isais-Bild ging übrigens auf ein sehr 
hübsches Berufs-Fotomodell zurück, welches dafür die optische Vorlage bot, ohne davon zu wissen. 

Der Grund für die „Modernisierung" ist sicherlich einfach erklärt: 

Zur geschäftlichen Ausnutzung eignet sich ein „Isais-Bild", mit dem möglichst viele Frauen sich 
identifizieren können, besser als das korrekte mit hüftlangen Haaren. 

Der Fehler ist über mehrere Jahre nicht durchschaut, bzw. von Kennern der Materie gar nicht bemerkt 
worden, weil solche kaum in Verbindung zum „Esoterikgeschäft" standen. Dazu kam noch, daß sich 
auch in den informierten Kreisen längst niemand näher mit dem Isais-Aspekt beschäftige, diese 
Angelegenheit daher auch über Jahre hinweg kein Aufsehen erregte. Schließlich wäre es auch nicht 
allzu schlimm gewesen, gewissermaßen „zwei Ausführungen" zu präsentieren, wäre der dabei die 
historisch richtige nicht unterschlagen worden. Denn für Menschen mit ernsthaftem Interesse konnte 
natürlich allein das richtige Bild einen Wert haben. 

Später aber, etwa Mitte der 1990er Jahre, wurde die Verbreitung des Fehlers erkannt; es wurden 
korrigierende Unterrichtungen an alle relevanten Firmen versandt. Offenbar wurde dies aber nicht bei 
allen wahrgenommen, bzw. nicht respektiert. 

Die einzige richtige Isais-Darstellung ist die der Isais mit langen Haaren, wobei es die Ausformung vor 
der Dichtung „Höllenreise" mit bodenlangem Haar gibt und seit der „Höllenreise" mit hüftlangem Haar. 
Sämtliche Darstellungen einer „Isais" mit kurzer Frisur sind falsch. 

Nicht immer muß es sich dabei um bewußte Fälschung gehandelt haben. Ein Ursprung des Irrtums lag 
womöglich in der Schilderung, daß Isais ihre bodenlangen Göttinnenhaare ein Stück schneiden ließ, 
wodurch sie auch den irdischen Frauen ähnlicher wurde - freilich den irdischen Freuen des 
Mittelalters, nicht denen des XX. Jahrhunderts. 

An Originaldarstellungen der Isais sind heute noch vorhanden: 

Eine aus Holz geschnitzte Figur (um 1235), Isais stehend mit dem Schwarzen Stein und wehenden 
hüftlangen Haaren. Von dieser Figur gibt es eine sehr genaue Zeichnung, angefertigt nach dem 



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Original von dem Historiker Dr. H. Reiterich, sowie eine gelungene Kopie von dem Holzschnitzer Erwin 
Reiff. Die Originalfigur ist unbeschädigt erhalten, allein der Sockel ging im Laufe der Zeit verloren. 

Ferner gibt es eine Zeichnung in Holz (um 1230) mit noch längerem Haar, sowie ein Tonrelief (um 
1235), wiederum mit hüftlangen Haaren. 

Das Isais-Amulett sowie das Malok-Siegel sind wahrscheinlich rekonstruiert worden, allerdings schon 
in verhältnismäßig früher Zeit (vermutlich um 1550). 

Aus späterer Zeit (ca. 1870) gibt es Illustrationen zu der Dichtung „Höllen reise," die nicht zu den 
Originaldarstellungen gezählt werden können, obschon sie sich an die Schilderungen halten. 

Aus jüngerer Zeit sind mehrere 'medial' angefertigte Zeichnungen verfügbar, die Isais teils mit offenen 
hüftlangen Haaren, teils auch mit einem Zopf zeigen, (solche Medialzeichnungen können zwar nicht 
als historisch gelten, sind jedoch durchaus bemerkenswert). 

Als ungewiß muß gelten, ob das Frauenbild in einem Siegel des Ordo Bucintoro (Venedig um 1520) 
Isais abbildet. Die Ähnlichkeit zu einigen der 'Medialzeichnungen' erscheint aber äußerst verblüffend. 

Hinsichtlich der Isais-Schriften können als echt, resp. originalgetreu in Gegenwartsdeutsch übertragen, 
folgende gelten: 

Die „Isais-Offenbarung" Vers 1-86 (von da an streckenweise ungewiß) 
sowie der kleine Text „Hoffnung". 

Die Dichtung „Isais Höllenreise" (nicht zu verwechseln mit der in Ich-Form verfaßten Fälschung!) darf 
als aussagekräftig angesehen werden. 

Gut übertragen ist der als „Hymnus" bekannte Originaltext: 

Aus dem Lichte des Mondes, aus dem Dunkel der Nacht, 

kommst Du herbei, Schwester Isai', 

die Du immer uns gesehen, die Du unser stets gedacht. 

Diese Aufzählung will jedoch nicht behaupten, sämtliche anderen bekannten Textfragmente müßten 
von Anfang bis Ende falsch sein. 

Eine gründliche Aufarbeitung sämtlicher relevanten Schriften und Textfragmente steht noch an. 



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3. Isais-Erscheinungen 




Die im Originaltext erhaltenen Schilderungen von Isais - Erscheinungen aus dem Mittelalter sind rar. 
Die Textsammlung „Isais Erdenwandern" ist nicht erhalten, die meisten unter diesem Titel später 
veröffentlichten Texte sind günstigstenfalls vage Rekonstruktionen, wenn nicht gar Erfindungen. Von 
den vier noch vorhandenen echten Schilderungen sind wiederum nur zwei vollständig. 

Die vier erhaltenen Originalschilderungen beschreiben das Erscheinen der Isais wie folgt: Zweimal in 
schlichten Frauenkleidern, einmal die Haare vor der rechten Schulter zu einem Zopf geflochten, ein 
andermal vor der Schulter zu einem Schweif zusammengebunden. Ferner einmal in Knappenkleidung, 
mit offenen, hüftlangen Haaren. Örtlich fanden diese drei Erscheinungen beim Brunnen der Ettenberg 
- Komturei statt. Eine vierte Beschreibung schildert Isais in prunkvoller Frauenkleidung, mit offenen 
Haaren und mit Schmuck versehen; diese Erscheinung ist im Inneren des Komtureigebäudes 
beschrieben. 

Eine bemerkenswerte Besonderheit findet sich in alten grundsätzlichen Beschreibungen der Isais. 
Danach wechselt auf Erden die Farbe ihrer Haare mit dem Tageslauf. Obwohl Isais 'jenseitig' mit 
kupferfarben Haaren beschrieben wird, erscheinen diese im Irdischen am Morgen rot, am Tage blond, 
am Nachmittag braun und in der Nacht schwarz. 

Der Überlieferung nach sollte Isais sich im Jahre 1996 abermals persönlich zeigen. Aus diesem Jahr 
gibt es tatsächlich eine ganze Reihe von Erscheinungen, zum Teil von Menschen, die nichts von der 
Isais - Mythe wußten. Diese Erlebnisse wurden in Wien gesichtet, einige wurden als ernstzunehmend 
eingestuft. Diese Isais - Erscheinungen sind nachstehend wiedergegeben, im Wortlaut jener Personen, 
von denen die Schilderungen stammen (teilweise gestrafft). 



ISAIS - Erscheinungen im Jahre 1996 

17. August 1996, gegen 16,oo Uhr nachmittags, Steiermark: 

ISAIS erschien groß und schlank. Ihre Augen waren bernsteinfarben. Sie trug ein boden-langes 
tailliertes Kleid, das bis zu den Oberschenkeln eng war und dann weit wurde, es hatte auch lange 
Ärmel, die zunächst eng waren und beim Unterarm weit wurden. Das Kleid war rötlich braun und 
hatte einen mit Silber verzierten Gürtel. An den Handgelenken hatte sie Silberschmuck. Die Haare 



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hatte sie offen und rechts gescheitelt. An beiden Seiten staken silberne Kämme darin. Die Haare 
waren hell rotbraun, mehr als hüftlang und sehr dick, sie wirkten massig, fast metallisch glänzend und 
nur ganz leicht wellig. Unten waren die Spitzen dicht, aber es sah nicht wie geschnitten aus. 

24. August, gegen 8,00 Uhr morgens, Nähe Tulln, Niederösterreich: 

ISAIS erschien, ziemlich groß, schlank, etwas zierlich. Sie hatte braune Augen. Ihre Haare waren 
rotblond, hell, nur ein bißchen wellig, schon fast glatt und stark glänzend. Die Haare gingen gut bis zu 
den Hüften und waren sehr dicht, so daß sie die Figur fast umhüllten. Goldene oder silberne Kämme 
steckten oben in den Haaren. Das Kleid, das Isais trug, war teils silbrig und teils golden, wie Brokat, 
es ging bis zum Boden und hatte einen breiten Gürtel sowie lange Ärmel. 

8. September, gegen 14,oo nachmittags, Raum Salzburg: 

ISAIS war mittelgroß und schlank. Sie hatte ein langes, ziemlich weites hellbraunes Kleid an, mit 
einem etwas dunkleren Gürtel. Ihre Haare waren dunkelblond und schimmernd. Der Scheitel lag 
rechts, und vor der linken Schulter hatte sie ihre Haare zu einem dicken und sehr langen Roßschweif 
zusammengebunden, sie waren nicht stramm gebunden, vom Scheitel rutschten sie ihr weit in das 
Gesicht. Ihre Augen waren hellbraun, und sie hatte fast leuchtend rote Lippen. 

21. September, gegen 22,oo Uhr abends, Klosterneu bürg: 

Die Frau (ISAIS) war groß und sehr schlank und trug ein langes, weites Kleid mit langen Ärmeln. Es 
war violett und hatte schwarze und silberne Verzierungen sowie einen breiten schwarz-silbernen 
Gürtel. In den Haaren hatte sie einen silbernen Haarreifen, sonst waren sie offen. Ihre Haare waren 
dunkelbraun, fast schwarz, sie glänzten so, daß es wie Leuchten aussah. Sie gingen reichlich bis zur 
Hüfte und sahen schwer aus, fast glatt. Sie hatte dunkle Augen, man konnte nicht genau die Farbe 
erkennen. 

23. Oktober, gegen 20.oo Uhr abends, Nähe Bad Harzburg: 

ISAIS war ziemlich groß, schlank und sehr schön. Sie hatte ein langes silbernes Kleid mit langen 
Ärmeln und einem breiten Gürtel an. Ihre Haare waren braun, sehr lang, vielleicht bis zu den Hüften, 
und sehr füllig und glänzend, vielleicht wie polierte Kastanien. Sie hatte sie ganz offen, ziemlich wild, 
so daß sie ihr in das Gesicht hingen, denn sie trug einen Seitenscheitel. Ihre wahrscheinlich dunklen 
Augen waren darum beschattet. 

24. Oktober, gegen 20.oo Uhr abends, Nähe Bad Harzburg: 

Es war am selben Ort und ISAIS sah wie am Tage davor aus, bloß daß diesmal ein silberner 
Haarreifen ihre Haare etwas zurückhielt, mit denen sie aber trotzdem noch verwegen wirkte. 

29. November, gegen 11.00 Uhr vormittags, Nähe Bielefeld: 

ISAIS war ziemlich groß und sehr schlank. Sie trug ein langes, hellblaues Kleid. Ihre Haare waren 
blond und zu einem enorm dicken Zopf geflochten, der vor ihrer linken Schulter hing, fast bis zum 
Schoß. In der Hand hielt Isais einen schmalen goldenen Stab, aber den konnte ich nicht genau 
erkennen. Alles war sehr hell um sie. Welche Farbe ihre Augen haben, weiß ich nicht, ich glaube, ein 
beinahe gelbliches Braun, vielleicht auch grün. 

1. Dezember, gegen 21. 00 Uhr abends, Nähe Berchtesgaden: 

ISAIS ist eine große, aber vielleicht überschlanke, Frau, sehr schön ist sie. Sie hat warme braune 
Augen und füllige dunkelbraune, glänzende, unbändig wirkende Haare von großer Länge, mehr als bis 
zu den Hüften, aber unten an den Spitzen fast gerade. Sie trug ein dunkles lila Kleid, das oben eng 
war und nach unten hin weit wurde. Bei den Ärmeln, die auch lang waren, ähnlich. Das Kleid hatte 
einen breiten silbernen Gürtel mit Schwarz in der Mitte, der ihre Taille hervorhob. Es hatte auch noch 
silberne Verzie-rungen. In Ihren Haaren, oben auf der Seite gegenüber dem Scheitel, hatte Isais einen 
silbernen Schmuckkamm. Isais sah sehr wie eine schöne Frau aus, die auf ihr Äußeres hält. 



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Die Braut des Baphomet 

Agnes S.-N. 

Diese Geschichte steht zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Wirklichkeit ist das Tagebuch der Agnes, 
auf dem die Geschichte hauptsächlich beruht, wie auch in der Beschreibung des Äußeren jener 
schönen jungen Frau, an dem sich Tag nichts geändert hat. Die erwähnten Schauplätze sind 
zutreffend. Allerdings befand sich das Atelier der Malerin (die eine Freundin, nicht die Schwester der 
Agnes war), in einer anderen Gasse der Wiener Innenstadt. Hinsichtlich dieses Schauplatzes nimmt 
sich die Geschichte eine Freiheit, weil eben dieser Ort, die Wiener Blutgasse, den Tempelritterorden 
betreffend wiederum historisch ist. Im übrigen steht fest, daß gerade dort schon vor Zerschlagung des 
Ordens sehr eigenständige Wege gegangen worden sind. Reale Hintergründe haben auch die Mythen, 
von denen die Rede ist, sowie viele Einzelheiten. Dies betrifft etwa die durchaus nicht auf der Luft 
gegriffene Legende um den „großen Baphomet", die „Welt der ewigen Morgenröte", das Reich der 
Göttin Venus, an welches der Kaiser Augustus glaubte, eine wichtige Rolle spielt. Zutreffend ist auch 
die Verbindung all dessen mit dem Untersberg. Bei Salzburg. Richtig sind auch die Schilderungen der 
lichten Magie, der Bedeutung der langen Haare der Frauen sowie die angedeutete quasi sexual- 
magische Komponente. So weit es die Perspektive der Agnes anbelangt, sind alle magischen Aspekte 
richtig und auf sicheren Boden bauend geschildert. Was hingegen die schwarzmagischen Angriffe 
anbelangt, wurden durch Zuhilfenahme fremder Quellen Eventualitäten rekonstruiert. Erfunden sind 
auch die widerstreitenden Organisationen, was nicht unbedingt bedeuten muß, es könne solche nicht 
vielleicht geben. Alles in allem steckt jedoch in dieser Geschichte - insbesondere im Hinblick auf die 
geistig-magischen Details - womöglich mehr Wahrheit als Dichtung! 



„Die Braut des Baphomet" 

(Textskizze nach dem Tagebuch der Agnes S.-N.) 
Autorisierte Originalfassung, Dez. 1997 
Prolog Wien im Jahre 1243 

Mitternacht in einer engen Gasse des mittelalterlichen Wien, die nach den Ereignissen der 
kommenden Stunden vom Volksmund einen Namen erhalten wird, der heute auf dem Straßenschild 
steht: Die „Blutgasse". 

An den hohen Wänden des Kellergewölbes unter dem Wiener Ordenshaus der Tempelritter loderten 
Fackeln. Von der Decke herab hingen an Ketten große schmiedeeiserne Schalen, von denen aus 
brennendes Öl helles Licht verbreitete. Die gewölbte Decke des großen grottenartigen Raums hatte 
der Ruß der Ölfeuer geschwärzt. In dieser Nacht sollte hier eine Zeremonie stattfinden, eine 
Zeremonie von ganz besonderer Art: Die „Figura" des "Großen Baphomet" würde für den Aufgang 
eines noch fernen neuen Zeitalters magisch aufgeladen werden, das sich mit Beginn des XXI. 
Jahrhunderts ausbreiten und die Erde beherrschen würde. Alle Vorbereitungen für die Zeremonie sind 
getroffen worden. Um Mitternacht, wenn der Stern Venus eine ganz bestimmte Position am Himmel 
eingenommen haben würde, mußte das hohe Ritual vollzogen werden. Zwei Ritter enthüllen die hohe 
Figur, die bis dahin von einem violetten Tuch verdeckt gewesen war. Jetzt erstrahlte der große 
Baphomet. Es war eine merkwürdig anzuschauende Figur aus purem Gold. Sie zeigte ein Doppelhaupt 
mit einem weiblichen und einem männlichen Gesicht. Von der weiblichen Kopfhälfte ging ein langer, 
starker Zopf aus, der das Doppelhaupt wie eine Säule trug. Unten ging das Zopfende über einem 
gewölbten, mit Edelsteinen verzierten achtkantigen Sockel auseinander. Der große Baphomet war ein 
Sinnbild für die ewige Gottheit, welche aus den Kräften Männlich und Weiblich besteht. Die als 
Frauenzopf ausgebildete Säule wies auf die Bedeutung jener weiblichen Kräfte hin, welche, in Gestalt 
der Liebesgöttin, zur Vereinigung der beiden göttlichen Bestandteile leiten und somit zum 
schöpferischen Akt. Diese „Figura" stand auf einem runden, siebenstufigen Sockel aus poliertem 
Basaltgestein. An der nach Norden weisenden Wand gab es einen geschmückten Altar. Auch dieser 
war aus glänzendem Basalt. Über dem Altar ragte die goldene Statue einer Göttin auf. Ihr Unterleib 
glich einer Lilie, aus der sie herauszuwachsen schien. Die langen Haare der Göttin breiteten sich aus 
wie im Winde wehend, so daß sie an Flügel erinnerten. Es waren die geistigen Schwingen der Göttin 
Ischtar, der Venus, durch welche sie gleichsam ihre Kräfte ausstrahlte. Vor diesem Altar standen drei 



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junge Frauen in langen lachsroten Gewändern, die mit silbernen Lilien verziert waren. Die Frau in der 
Mitte trug ihre bis unter die Hüften reichenden braunen Haare offen, die beiden anderen hatten die 
ihren zu ebenso langen Zöpfen geflochten. Eine der beiden war blond, die andere schwarzhaarig. 
Diese drei schönen Frauen standen völlig still. Zweiundvierzig Männer formierten sich in der Grotte um 
die Baphomet-Figur herum und blickten schweigend auf die drei Frauen bei dem Altar. Die Männer 
trugen weiße Mäntel mit schwarzumrandeten roten Dornenkreuzen darauf. Sie warteten still, bis die 
brünette Frau mit den offenen Haaren, die Priesterin der Göttin, zu sprechen begann. Ihre Stimme 
war hell und sanft, doch der Hall in der Grotte gab ihr einen kräftigen Klang, als sie sprach: „Jetzt 
naht die erste Stunde der Göttin. Doch noch fern ist ihre zweite, die zur Vollendung führt. Zunächst 
wird es gelten, die Zeit der Finsternis durchzustehen - durch manche Generationen - bis das Licht 
erwacht und die Göttin ihre Kräfte auf Erden entfaltet. Dies wird erst sein, wenn sich der Wasserkrug 
öffnet(das Wasserkrugzeitalter/ Wassermannzeitalter kommt) auf dem Grat vom zwanzigsten zum 
einundzwanzigsten Jahrhundert. Bevor das neue Licht kommt, wird die Finsternis fürchterlich wüten. 
Doch gewiß ist schließlich der Sieg unserer heiligen Göttin. "Die zweiundvierzig Männer riefen im Chor: 
„Es wird sein!" Und nun sprachen auch die blonde und die schwarzhaarige Frau: "Es wird sein. "Die 
Priesterin sagte dieselben Worte noch einmal und griff dabei mit einer Hand in ihre schimmernden 
nußbraunen Haare. Mit der anderen Hand gab sie zugleich den Männern im Kreise ein Zeichen. Diese 
alle neigten für einen Augenblick die Köpfe. Es war, als müßten sie etwas verinnerlichen, was ihnen 
nicht leicht fiel. Dann wendeten die Ritter ihre Umhänge. Diese waren nun schwarz mit 
weißumrandeten roten Dornenkreuzen. Und die Männer sprachen im Chor: „In den finsteren Zeiten 
wird vorherrschen das Schwarz der Trauer." Die drei Frauen sprachen: „Wenn aber die Morgenröte 
der Göttin aufsteigt am Himmel der Zeit, dann wird ihre rosige Farbe überall herrschen, die blutigen 
Kreuze werden weichen der leuchtenden Lilie der heiligen Göttin der Liebe. „Und die Männer 
wiederholten: "Wenn aber die Morgenröte der Göttin aufsteigt am Himmel der Zeit, dann wird ihre 
rosige Farbe überall herrschen, die blutigen Kreuze werden weichen der leuchtenden Lilie der heiligen 
Göttin der Liebe. " Der Nachhall der Worte verklingt. Abermals herrscht Schweigen in dem Gewölbe. 
Nun streckte die Priesterin ihre Arme aus und sagte: „Der erste der Ritter komme zu mir, der 
auserkorene für den Einherierweg. „Ein stattlicher Mann von wohl vierzig Jahren trat vor und ging bis 
an den Altar heran. Die Priesterin sprach: „Nun wird der Geist des Großen Kaisers in den Baphomet 
hineingerufen werden für manche Jahrhunderte, damit er einst neu erstehen möge, um diese Welt zu 
regieren im Geiste und im Namen der Göttin. "Damit reichte sie dem vorgetretenen Ritter ihre Hände, 
und dieser ergriff sie. Die beiden anderen Frauen bereiteten ein purpurnes Lager zwischen dem Altar 
der Göttin und der Baphomet-Figur. Unterdessen sprach die Priesterin - und ihre Worte schienen 
sowohl an den vor ihr stehenden Ritter wie auch an alle Anwesenden gerichtet zu sein: „Die ewigen 
Kräfte des Ilu, des Männlichen und des Weiblichen, allen Göttlichens Gipfel und höchste Macht, sollen 
jetzt zeugend werden zum anderen mal. " Damit ließ sie die Hände des Ritters los. Die beiden 
Assistentinnen traten heran. Der Ritter übergab der einen seinen Mantel, Gurt und Schwert, die 
andere entkleideten ihn sodann vollständig. Die erste Asisstentin legte das Schwert des Ritters vor den 
Altar. Mit einer Flasche Rosenöl kam sie wieder und salbte damit den nun unbekleideten Körper des 
Ritters. Die andere Assistentin löste inzwischen mehrere mit silbernen Lilien verzierte Spangen an dem 
Gewand der Priesterin. Die Hülle aus lachsrotem Samt fiel von ihr, und unbekleidet stand die Priesterin 
dar. Die Assistentinnen zogen sich zurück, und nur zwei Menschen standen sich vor dem Altar 
gegenüber: Der erste Ritter und die Priesterin - ein Mann und eine Frau. Der Widerschein offenen 
Lichts schimmerte auf ihrer Haut, zeichnete die Formen der zwei Körper wie mit einem rötlich- 
goldenem Pinsel. Die langen braunen Haare der Priesterin aber glänzten nun wie blankes Kupfer. Die 
Priesterin sprach: „Im Angesicht der Göttin wird gleich der Geist des Kaisers, des großen Augustus, 
erstehen im astralen Liebesakt. So wird er seinen Weg nehmen. "Eine der beiden anderen Frauen, die 
blonde, nahm nun vom Altar einen breiten, scharfen Dolch und schnitt sich damit die unterrsten 
Spitzen ihrer Zopfenden ab, nur wenige Zentimeter. An den Schnittstellen erschien sogleich der Hauch 
eines rötlichen Lichts. Sie übergab den Dolch der schwarzhaarigen Frau, und auch diese schnitt sich 
die äußersten Enden ihrer Zopfspitzen damit ab. Auch bei ihr begannen die Schnittstellen leicht rötlich 
zu leuchten. Sodann legte sie den Dolch auf den Altar zurück und gab ihre Zopfspitzenenden der 
anderen Blonden. Diese ging zur Figur des Baphomet und zog in deren Sockel eine kleine Schublade 
auf. Sie nahm einen funkelnden Kristall heraus und streute die Haarspitzenschnipsel hinein. Den 
Kristall indes brachte sie der Priesterin. Diese hielt ihn dem entkleideten Ritter hin und sagte: „In 
diesen männlichen Stein, den Garil(Gral), wird nun des Kaisers Geist Einzug halten. Ilua, das weibliche 
Gegenstück, liege sicher verborgen im heiligen Berg WodinsfOdin/ Wotan) und harrt der neuen Zeit. 
Für deren Geburt werden dann die beiden Kristalle im Großen Baphomet vereinigt werden durch eine 
würdige Frau. "Die Priesterin hielt sich nun den Kristall zwischen ihre Brüste, und der Ritter küßt ihn 



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dort. Die Assistentinnen hoben der Priesterin deren lange Haare vom Rücken vor die Schultern. Die 
Priesterin hielt den Kristall jetzt unten in die Enden ihrer Haare und sagte: „Die Ströme des göttlichen 
Lichtes Ilu fließen!". Ihre Haare begannen auf ganzer Länge in einem hellen rötlich-violetten 
Schimmer zu leuchten. Dieses Leuchten erfaßte bald ihre ganze Gestalt. Der Ritter kniete vor ihr 
nieder und küßte die Spitzen der langen Haare der Priesterin. Auch auf ihn ging dadurch das rötlich- 
violette Leuchten über. Der Ritter erhob sich wieder. Die Priesterin reichte jetzt ihm den Kristall. Er 
hielt ihn für einen Augenblick empor. Das rötlich-violette Leuchten erfaßte den ganzen Raum. Jetzt 
lösten die beiden Assistentinnen ihre Haare auf, und auch aus diesen erstrahlte nun das rötlich- 
violette Leuchten, es durchflutete das gesamte Gewölbe und überstrahlte gleichsam das Licht der 
Fackeln und aus den Ölschalen. Eine der Assistentinnen nahm dem Ritter den Kristall aus der Hand, 
hüllte ihn in die Enden ihrer Haare und brachte ihn zur Figur des Großen Baphomet. Dort wartete die 
andere Assistentin. Diese übernahm den Kristall und legte ihn im Sockel der Figur auf die 
Zopfspitzenenden. Jetzt entkleiden sich auch die beiden Assistentinnen und stellten sich auf die dritte 
Stufe des Sockels. Sie zogen ihre Haare nach vorn und flochten sie sich zu einem einzigen dicken 
Zopf, durch den sie nun miteinander verbunden waren. Das Schwarz und das Blond ihrer Haare in 
einem einzigen Zopf gab diesem ein besonderes Aussehen: Es versinnbildlichte, daß zwei 
verscheidende Kräfte, die sich im großen Baphomet vereinigten. So blieben die beiden Frauen still 
stehen. Auf einmal begann sich die Baphomet-Figur mit einem leisen mahlenden Geräusch zu drehen - 
und die männliche Gesichtshälfte blickte jetzt zum Altar und auf das dort zusammenstehende Paar, 
den ersten Ritter und die Priesterin. Die Runde der Ritter begann ein leises melodisches Summen, und 
die beiden Frauen auf dem Sockel des Baphomet griffen an ihren starken gemeinsamen Zopf und 
riefen dazu die göttlichen Mächte an. Die Priesterin und der erste Ritter umarmten einander, sie 
vollzogen den Liebesakt vor dem Altar der Liebesgöttin. Dabei wurde das Leuchten um sie herum 
immer stärker und rötlicher - bis sich die beiden Gestalten in ein purpurnes Licht auflösten. Die 
Strahlen dieses Purpurlichts ballten sich und wurde von dem doppelten Zopf der beiden Frauen bei 
der Baphomet-Figur angezogen. Es hüllte auch diese beiden völlig in Purpurschein, sammelte sich in 
dem starken Zopf und ging von dort aus in die Figur des großen Baphomet ein. Die Priesterin und der 
erste Ritter indes waren für diese Welt verschwunden. Ihre letzte Spur war ein rötlicher Schimmer in 
den zusammengeflochtenen Haaren der beiden Frauen auf dem Sockel des Baphomet. 

Draußen rückten unterdessen die Truppen der Inquisition an und stürmten dieses letzte noch 
bestehende Ordenshaus der Tempelritter. Die oben im Gebäude gebliebenen Templer, die nicht an 
der Zeremonie des Großen Baphomet teilgenommen hatten, setzten sich zur Wehr. Binnen 
Augenblicken war die Gasse vom Klirren der Schwerter erfüllt. Ein Templer eilte in das Kellergewölbe, 
um die anderen zu warnen. Aber der Waffenlärm war ohnehin schon selbst dort drunten zu hören. 
Soeben war die Zeremonie vollendet. Die meisten der Ritter eilten nach oben zum Kampf. Trotz der 
feindlichen Übermacht gelang es ihnen, die ersten Angreifer wieder aus dem Haus hinaus zu drängen 
und weitere zunächst am Eindringen in das Gebäude zu hindern. Um so heftiger entwickelte sich der 
Kampf auf der Gasse. Unten in der Andachtsgrotte wurden indessen die wichtigsten Heiligtümer in 
Sicherheit gebracht: Die Statue der Göttin und der große Baphomet. Mühsam hoben drei Ritter den 
großen Baphomet von dessen steinernem Sockel, andere nahmen die Statue der Göttin. Die beiden 
durch den gemeinsamen Zopf aneinander gefesselten Frauen betätigten einen verborgenen 
Mechanismus. Sie konnten sich noch nicht voneinander lösen, die Kraft der Ilu-Schwingungen machte 
sie bis zu einem gewissen Grade zum Bestandteil einer anderen Sphäre. Sie wären in diesem Zustand 
auch unverwundbar gewesen. Das konnte jedoch nur einige Minuten anhalten. Dann würde das 
rötliche Licht aus ihren Haaren weichen, der gemeinsame Zopf würde sich dann auflösen lassen, und 
die beiden Frauen wieder ganz dieser Welt angehören. Zwar blieben ihre Haare noch unverletzlich, 
doch gegen einen Lanzenstich wären sie nicht mehr gefeit. Sie mußte sich daher schnell in Sicherheit 
bringen. Dies um so mehr, wie sie noch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hatten: Mit ihnen würden 
die tapfersten der überlebenden Templer Kinder zeugen, deren Blutslinie über viele Jahrhunderte 
fortbestehen sollte. Eine Wand öffnete sich in einen breiten und hohen Gang. Ein Ritter ergreift eine 
Fackel. Die Frauen, die den geheimen Gang kannten, gingen im Dunklen voran. Hinter ihnen und den 
Männern, die die beiden Figuren trugen, schloß sich die Wand wieder; keine Spur blieb mehr von 
diesem Geheimnis zu sehen. 

Auf der Gasse wurden die anza hl mäßig weit unterlegenen Templer nach und nach nieder-gehauen. 
Auf Befehl des Inquisitors werden sogar noch den Gefallenen die Kehlen durch-geschnitten, wie nach 
alttestamentarischem Opferritus, so daß das Blut der Templer über das Pflaster der Gasse strömte, 



122 



wonach sie ihren Namen erhalten sollte: Blutgasse. Als die Soldaten der Inquisition den unterirdischen 
Kultraum erreichten, war dort nichts mehr außer brennenden Fackeln und leeren Podesten. 

Auf Anordnung des Inquisitors hin, der das Schlachten unbeteiligt beobachtet hatte, wurde der letzte 
Templer am Leben gelassen und zum Verhör in die Folterkammer gebracht. 

Nur sieben Männer und die zwei Frauen waren aus dem Ordenshause entkommen. Jetzt standen sie 
in einem anderen, größeren Gewölbe. Auch hier gab es einen runden siebenstufigen Sockel aus 
Basaltgestein, welche jenem in dem anderen Keller glich, und ebenso einen gleichen Altar. Die Männer 
hatten die Statue und die Figur des großen Baphomet plaziert. Sie verhüllten diese Figur und dann 
auch die Statue der Göttin. Die beiden Frauen konnten ihre Haare nun wieder auseinander lösen und 
sich bereitliegende Kleider anziehen. Ein Blick in das Gewölbe zeigte, daß dieser Raum häufig benutzt 
wurde und wohl den eigentlichen Aufbewahrungsort der Heiligtümer darstellte. Die neun 
Überlebenden begaben sich in einen an das große Gewölbe anschließenden kleineren Raum. Dort gab 
es einen Tisch und Stühle. Einer der Ritter entzündete bereitstehende Kerzen. Die neun setzten sich 
an den Tisch, ohne zu sprechen. Mehrere Minuten verstrichen in Schweigen. Schließlich sagte einer 
der Ritter mit kräftiger Stimme: „Es wird sein!" Alle anderen wiederholten diese drei Worte. In der 
Folterkammer der Inquisition lag der gefangene Templer auf den Streckbrett. Daneben standen zwei 
Folterkechte und brachten über einem von Blasebälgen angefachten Feuer ihre Foltereisen zum 
glühen. Der Inquisitor befahl den Beginn der Tortur. Nach einer Weile fragte er den geschundenen 
Templer: „Sage, wohin habt ihr eure Götzenbilder verbracht?" Ein Mönch in Dominikanerkutte stand 
mit Feder und Pergament bereit, um eventuelle Aussagen zu protokollieren. Der Inquisitor fragte nun: 
„Sage, wessen Geist steckt in eurem greulichen Baphomet? Ist es der von Nebukadnezar, dem König 
von Babylon? Oder vielleicht der von Julius Cäsar? Oder der des Kaiser Augusts? Oder des ketzerische 
Friedrich IL? Oder wer sonst?" Der Templer gibt keine Antwort. Dies treibt den Inquisitor in 
gesteigerten Zorn. Die Adern auf seiner Stirn schwellen an, seine Stimme jedoch bleibt vorerst 
beherrscht: „Sage, was habt ihr mit den Weibern in eurem Heidentempel getrieben? Sprich! Uns ist 
schon vieles bekannt!" Und was sie mit den Weibern in ihrem heidnischen Tempel getrieben hätten. - 
Der gequälte Templer gibt keine Antwort. - Nun fragt der Inquisitor, wo der große Baphomet versteckt 
sei und wie er belebt werden solle. Der Tempelritter rafft seine letzten Kräfte zusammen und sagt, die 
Zeit werde kommen, da der Baphomet selbst alle Antworten geben und Gericht halten werde! Dann 
werde sich auch der neue Kaiser zeigen! Der Ritter hob noch einmal den Kopf von der Folterbank und 
spuckte dem Inquisitor Blut ins Gesicht. Von Grauen gepackt, wich der Inquisitor zurück und befahl, 
den Templer sofort zu töten. Der Dominikaner neben ihm bekreuzigt sich mit bebender Hand. Der 
Inquisitor bekreuzigt sich ebenfalls und sagt mit belegter Stimme, ihnen allen werde es noch 
schlimmer ergehen wie jenem dort auf der Folterbank, wenn der große Baphomet zum Leben erwache 
und das Cäsarentum, die Herrschaft des alten Heidentums, wieder errichte. Die alten Abgötter seien 
nicht tot, und niemand wisse wirklich, ob sie nicht stärker seien als der Gott der Bibel - und welche 
Macht sie womöglich in jener Welt haben, die hinter dem irdischen Sterben stehe. Verhaltene Furcht 
klang in diesen Worten mit. Das Gesicht des Inqusitors war so blaß wie die Kutte des Dominikaners 
neben ihm, allein der Widerschein brennender Feuer gab seinem Gesicht eine Farbe. 

Jahrhunderte vergehen. 

Einige der überlebenden Ritter haben mit den Frauen der Gemeinschaft Kinder gezeugt. 
Ihre Blutslinie begründet die geheime Erbengemeinschaft der Tempelritter. 



Gegenwart 
Berlin 

In einer nicht ganz unähnlichen Lage wie weiland der gefangene Tempelritter, befindet sich nun der 
Wissenschaftler Dr. Arnold Wendelin vom Institut für mittelalterliche Kultur und Geschichte in Berlin. 
Er wird von einem jungen Mann verhört wie der Gefangene eines nicht eben zimperlichen 
Geheimdiensts. Auf dem Tisch vor Dr. Wendel in liegen Skizzen ausgebreitet. Diese zeigen ein 
merkwürdiges Gebilde: Ein Doppelhaupt, einem Januskopf ähnlich, jedoch mit einem weiblichen und 
einem männlichen Gesicht. Von der weiblichen Kopfhälfte geht ein langer dicker Zopf aus, der unten 



123 



über einem achtkantigen Sockel auseinandergeht und das Doppelhaupt wie eine Säule trägt. Es sind 
Zeichnungen des „großen Baphomet" der Tempelritter. Dr. Wendelin erklärt, unwissende Leute hielten 
immer wieder einen bocks- oder teufelsköpfigen Engel für Baphomet, ein Irrtum, den Elifas Levy im 
vorigen Jahrhundert aufgebracht habe, nicht wissend, daß dies die verschlüsselte templerische 
Darstellung der „Eklesias" sei, nicht aber Baphomet... Im Hintergrund steht ein stämmiger Mann von 
Mitte fünfzig. Dieser Mann ist Edward Kolling, polizeilichen Behörden in Europa wie in Übersee 
ausreichend bekannt, wenngleich ihm noch nie ein Verbrechen unmittelbar nachgewiesen werden 
konnte. Doch daß Kolling der Kopf einer Organisation ist, die gegen Geld jedem dient und auch alles 
tut, steht außer Zweifel. Wenn Kolling nie etwas angelastet werden konnte, so mag das auch daran 
liegen, daß sogar westliche Geheimdienste mitunter zu seinen Kunden gehören sollen und er über 
dementsprechend gute Kontakte verfügt. Das jedenfalls wird in Polizeikreisen gemunkelt. Momentan 
ist Kollings Kunde eine Vereinigung aus mehreren Geheimlogen mit mehr oder minder esoterischem 
Anstrich und sehr viel Geld. Diese Vereinigung fürchtet, eine verborgene „Erbengemeinschaft der 
Tempelritter" könne den „großen Baphomet" in Funktion versetzen wie eine magische Apparatur. 
Wenn dies gelinge, so meinen jene Kreise, werde es zu einer umsichgreifenden Schwingung führen, 
die das gegenwärtige Wirtschafts- und Gesellschaftssystem umgestürzt und durch ein rein 
idealistisches ersetzt würde - was für die Angehörigen jener Vereinigung das Ende all ihren Einflusses 
bedeuten müßte. Kollings Auftraggeber haben diesem sogar eine „Magierin" an die Seite gestellt, eine 
Frau namens Sybille, die ihn immer wieder an die angeblich so wichtigen Ziele ihrer Vereinigung 
erinnert. Kolling kann diese Frau nicht ausstehen, zumal sie ihn womöglich sogar kontrollieren soll. Er 
glaubt nicht an Übersinnliches, er glaubt allein an das Geld, das ihm für seine Dienste gezahlt wird. 
Jetzt hört er zu, wie Dr. Wendelin von seinem Mitarbeiter immer wieder die selben zwei Fragen 
gestellt werden: Wo sich der „große Baphomet" befinden könne und wie zu verhindern sei, daß 
dessen magische Wirkung sich entfalte. Dr. Wendelin kann die geforderten Antworten trotz 
angedrohter Gewalt nur zu einem geringen Teil geben. Seinen jüngsten Forschungen zufolge, so sagt 
er, dürfte der große Baphomet sich in Wien befinden. Dort habe sich nach der Zerschlagung des 
Ordens in Frankreich und dann überall, dessen letztes Refugium befunden. In Funktion gesetzt werde 
die Figur durch die ergänzende Aufladung mit speziellen weiblichen Schwingungskräften. Wie das 
vonstatten zu gehen habe, sei ihm nicht bekannt, so beteuert Dr. Wendelin. Er wisse nur, daß in den 
alten Schriften stehe, allein die edelste junge Frau mit dem reinsten Geist und den schönsten Haaren 
könne die Kräfte des großen Baphomet erwecken. Außerdem, so heiße es, ziehe jener männliche Teil, 
der dem großen Baphomet bereits innewohne, den weiblichen Teil selbst an. Jetzt tritt Kolling dicht an 
Dr. Wendelin heran. Der jüngere Mann, der bisher das Verhör durchgeführt hatte, verfällt sogleich in 
respektvolles Schweigen. Kolling stellt die gleichen beiden Fragen. Als darauf Dr. Wendelin nicht sofort 
antwortet, packt Kolling ihn urplötzlich beim Kopf und rammt diesen auf die Tischplatte. Dr. Wendelins 
Brille zersplittert; er blutet aus der Nase. Kolling wiederholt die erste Frage: Wo der große Baphomet 
sei oder sein könne. Und Dr. Wendelin antwortet abermals: In Wien; er glaube, daß sich diese Figur 
sich nur etwa ein halbes Jahr in Tempelhof, hier in Berlin, befunden habe, und 1244 heimlich nach 
Wien zurückgeschafft worden sei - eventuell an einen verborgenen Platz unter der Erde in der Nähe 
des alten Templer-Ordenshauses in der Blutgasse. Kolling stellt nun die zweite Frage. Dr. Wendelin 
versichert, er wisse nicht mehr, als er schon gesagt habe: Es sei eine bestimmte weibliche Kraft für 
die Aktivierung des großen Baphomet erforderlich. Wahrscheinlich in Gestalt einer jungen Frau mit 
sehr langen Haaren. Auch die Zopfform der Säule, die das Doppelhaupt trage, könne als ein Hinweis 
darauf gelten. Kolling fragt, was genau unter dem männlichen Teil des Baphomet zu verstehen sei. Dr. 
Wendelin antwortet, er vermute, ein besonderer Edelstein, wahrscheinlich ein großer Amethyst, der 
die Wesensschwingungen eines einstigen Kaisers enthalte - vielleicht auch diejenige verstorbener 
Ritter... Doch das sei lediglich eine Vermutung. Dieser Amethyst wäre dann der Träger der männlichen 
Schwingungen, und die langen Haare der Frau quasi das Medium für die weiblichen... Es gehe ja auch 
darum, die Wiederkehr der weiblichen Gottheit als Herrscherin des neuen Weltzeitalters einzuleiten... 
Kolling läßt von dem Wissenschaftler ab und sagt seinem Mitarbeiter, es würde gut sein, wenn Dr. 
Wendel in die selben absonderlichen Auskünfte niemandem sonst mehr geben könne. Der junge Mann 
weiß, was damit gemeint ist. Kolling verläßt den engen Raum. Im Nebenzimmer erwartet ihn eine 
Frau, die auf der ersten Blick attraktiv erscheint. Sie ist schwarz gekleidet, und hat glänzende 
schwarze Haare, die bis auf den Rücken reichen, und sich an ihren Enden zu großen Locken ringeln. 
Doch beim zweiten Blick wirken diese Haare unecht oder gefärbt, und das hübsche Gesicht der Frau 
ist von steinerner Härte. Trotz einer zierlichen, wohlproportionierten Figur und vordergründiger 
Schönheit, fehlt dieser sonderbaren Frau die weibliche Ausstrahlung. Diese Frau nennt sich Sybille. Sie 
spricht zu Kolling mit einer strengen Stimme, die von mal zu mal in einen beinahe herrischen Ton 
umschlägt. Sie wirft ihm vor, mit seinen banalen Methoden zu viel Zeit zu vergeuden. Sie und ihr Kreis 



124 



zahlten ihm viel Geld, damit er den großen Baphomet auffinde und vernichte. Kolling geht nicht darauf 
ein, sondern läßt die schwarzgekleidete Frau nach einer schroffen Verabschiedung stehen. 

Eine große Limousine fährt durch das nächtliche Berlin. Die Fahrt führt zum Stadtteil Tempelhof. Der 
große Wagen biegt in eine Nebenstraße und dann in eine unauffällige Hofeinfahrt. Alles ist dunkel und 
wirkt verlassen. Der große Wagen fährt direkt durch ein offenstehendes Garagentor. Das Garagentor 
schließt sich hinter ihm, und in der gegenüberliegenden Wand wird eine Tür geöffnet, hinter der 
mattes Licht scheint. Der Fahrer des Wagens steigt aus und geht auf die offene Tür zu. Dort begrüßt 
ihn ein großer hagerer Mann, der sehr alt ist, jedoch äußerst vital wirkt. Dieser Mann ist Lothar von 
Blanche fort, der „Älteste" der geheimen Erbengemeinschaft der Tempelritter. Offenkundig bringt ihm 
der Ankömmling hohen Respekt entgegen. Er begrüßt Blanchefort mit der Andeutung einer 
Verbeugung. Die beiden Männer gehen durch einen gewöhnlichen Keller, bis sie in einen weitläufigen 
Raum gelangen, dessen hintere Wände bei dem schwachen Licht bloß zu erahnen sind. Der vordere 
Teil des Raums ist inetwa so ausgestattet, wie das Büro des Vorstandsdirektors eines 
Weltunternehmens. Die einzige erkennbare Dekoration besteht in dem vage erkennbaren lebensgroße 
Bildnis einer Göttin mit sehr langen, flügelartig ausgebreiteten Haaren. Daneben befindet sich in 
einem Rahmen unter Glas eine sichtlich sehr alte Fahne mit dem Templerkreuz darauf. Auf dem 
Schreibtisch steht eine kleine Marmorbüste des Kaisers Augustus. Dies ist das Hauptquartier der 
Erbengemeinschaft der Tempelritter, deren Ahnen einst „Tempelhof" - Berlin - gegründet hatten. 
Blanchefort läßt sich hinter seinem breiten Schreibtisch nieder und deutet dem Gast an, in einem 
gegenüberstehenden Sessel Platz zu nehmen. Die Schreibtischlampe ist die einzige Lichtquelle im 
ganzen Raum. Blanchefort fragt den Mann gegenüber, wie weit die Dinge in Wien gediehen seien. 
Immerhin lasse ihnen der Gestirnenstand nur noch wenige Tage Zeit. Der Gast sagt, er wisse dies, 
falls es jetzt nicht gelinge, den Baphomet zu beleben, dann würde man ganze neun Jahre warten 
müssen. Doch er sei zuversichtlich, alles werde gelingen. Das Haus in der Blutgasse habe er schon vor 
anderthalb Jahren ankaufen können. Eine genaue Überprüfung der örtlichen Gegebenheiten habe 
gezeigt, daß sich alles in bester Ordnung befinde. Blanchefort legt die Hände unter dem Kinn 
zusammen und nickt zufrieden. Nun fragt Blanchefort mit seiner ruhigen, ernsten Stimme, wie es um 
die Trägerin der weiblichen Kraft stehe. Der Besucher antwortet, auch in dieser Hinsicht könne er 
Gutes berichten. Die ins Auge gefaßte junge Frau sie so ideal, wie man sie sich geeigneter nicht 
ausmalen könne. Der Gast reicht ein Foto über den Tisch, das Blanchefort mit viel Wohlgefallen 
betrachtet. Seine Miene nimmt dennoch den Hauch eines kritischen Ausdruck an. Er fragt den Mann 
gegenüber, ob er dessen Formulierung zu entnehmen habe, die bestimmte junge Frau sei noch gar 
nicht eingeweiht? So sei es, bestätigt der Gast; dies solle im richtigen Augenblick geschehen. 
Blanchefort nickt abermals, doch diesmal ist es eher ein nachdenkliches als ein zufriedenes Nicken. Er 
ist mit dieser Lage unzufrieden. Besonders deshalb, weil jene junge Frau sich schnell in großer Gefahr 
befinden könne, falls die Gegenkräfte in ihr den kommenden weiblichen Teil des Baphomet erkennen 
sollten. Es müsse insbesondere auch ganz sicher sein, daß die junge Dame ihre Haare in der schönen 
Länge behalte. Dessen, so sagt der andere Mann, sei er sicher. Blanchefort ermahnt den anderen, den 
er Bruder Walther nennt, sich sehr um die junge Dame zu kümmern, weil von ihr alles abhängen 
werde. Der Gast versichert, es bestehe kein Grund zur Besorgnis. Blanchefort behält dennoch seine 
nachdenkliche Miene bei. 



Gegenwart 
Wien 

Eine kleine freundliche Wohnung in einem Wiener Altbau. Die Sonne eines warmen Nachmittags 
schien durch die Fenster. Es war die Wohnung der neunzehnjährigen Studentin Agnes Lenz. Agnes ist 
noch in ihrem lachsroten Bademantel. Den hatte ihr Walther einmal geschenkt, Walther, der jetzt 
grade anrief. Ob er in einer halben Stunde kommen könne, um sie abzuholen. „Ja, in Ordnung, " sagte 
Agnes, sie werde rechtzeitig vor der Tür sein. Agnes legte auf und band ihre aschblonden Haare im 
Nacken zu einem langen Schweif zusammen, ungewöhnlich schöne und kräftige, mehr als hüftlange 
Haare. Jetzt waren sie frisch gewaschen und gerade getrocknet. Das hatte wieder eine ganze Weile 
gedauert. Die Mutter drängte Agnes in jüngster Zeit heftig, die langen Haare abschneiden zu lassen. 
Nicht ganz kurz, aber bis auf eine praktische Schulterlänge. Aber das kam nicht in Frage. Agnes war 
groß und von biegsamer Schlankheit. Eine außergewöhnlich schöne junge Frau, wie schon Homer sie 



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mit Freuden besungen haben würde. Die langen Haare trugen zu dieser Schönheit viel bei, das wußte 
Agnes sehr wohl. Vor vielen Jahrhunderten war ein normannischer Ritter unter ihren Vorfahren 
gewesen. Doch davon ahnte die junge Agnes nichts. Eines aber war von kleinauf ganz tief in ihrem 
Empfinden verankert: Das Gefühl, eigentlich nicht der gegenwärtigen Zeit anzugehören, sondern einer 
anderen, längst vergangenen Epoche. Ungeachtet ihres naturwissenschaftlichen Studienfachs - 
Chemie -, kann und will Agnes eine romantische Ader in ihrem Wesen nicht verleugnen. Sie schreibt 
Gedichte und führt auch ein Tagebuch, und die gerahmte Radierung von E T.A. Hoffmann hängt bei 
ihr nicht wahllos an der Wand. Ihre ältere Schwester Lydia ist Malerin geworden und fühlt sich der 
Wiener Schule des phantastischen Realismus besonders verbunden. Irgendwie muß es in der Familie 
liegen: Der Vater ist Bratschist bei den Wiener Philharmonikern, und die Mutter schreibt nebenbei 
Fortsetzungsromane für Zeitschriften. Agnes bindet noch einmal das Band fester, das ihre langen 
schweren Haare nicht sonderlich stramm zusammenhalten will. Sie sind nun wirklich sehr lang. Früher 
hatte sich Agnes hin und wieder von Lydia die Spitzen nachschneiden lassen. Aber es tat ihr jedesmal 
weh, und darum war es schon seit Jahren nicht mehr geschehen. Mittlerweile waren ihre Haare so 
lang und so schwer, daß sie sich nicht mehr aufstecken ließen. Schweif oder Zopf blieben die einzigen 
möglichen Frisuren. Vielleicht, dachte Agnes, sollte sie doch einmal eine Schere heranlassen; nicht 
sehr viel, aber ein bißchen - oder doch lieber nicht. Agnes machte ihre Haare wieder auf und kämmte 
sich träumerisch vor ihrem großen elliptischen Spiegel. Sie waren auf ganzer Länge dicht und schön 
und glänzten wie poliertes Anthrazit. Agnes liebt das Gefühl, die schweren, glatten Haare auf der 
bloßen Haut zu spüren, auf der jetzt, im Sommer, ein Hauch von Sonnenbräune lag. Agnes zog den 
Bademantel aus und genoß dieses Gefühl auf ein paar Augenblicke. 

Das Spiegelbild zeigte ihr eine außergewöhnlich schöne Frau. Agnes wußte sich diesbezüglich sehr gut 
einzuschätzen, ohne deshalb eitel oder gar überheblich zu sein. Sie schließt die Augen und legt den 
Kopf in den Nacken. Am liebsten würde sie so stehenbleiben und ihren Träumen nachgehen. Doch das 
geht heute nicht. Agnes bindet sich die Haare wieder zu einem Schweif zusammen und zieht sich an. 
Der Rock ist wadenlang, viel von ihren Beinen wird Agnes heute nicht viel zeigen. Dafür bietet die 
Bluse einen schönen Ausschnitt. Diese Aufmachung würden von ferne an spanische Folklore erinnern, 
wären die Farben nicht in hellen Pastelltönen gehalten. Agnes wirft einen Blick auf die Uhr und verläßt 
ihre Wohnung. 

Unten wartet ein großer Mercedes. Am Steuer sitzt Dr. Walther Goethinger-Wergenheim. Er 
entstammt einer alten österreichischen Beamtenfamilie und hat es inzwischen auch schon zu einer 
leitenden Stellung gebracht. Trotzdem würde er sich seinen Lebensstil nicht leisten können, hätte er 
nicht schon vor Jahren von entfernten Verwandten aus Norddeutschland eine erhebliche Erbschaft 
gemacht. Walther ist gut doppelt so alt wie Agnes. Dennoch herrscht zwischen ihm und ihr ein 
besonders vertrautes Verhältnis, daß wohl allein aus einem Grunde bei einem rein freundschaftlichen 
bleibt: Walther ist mit Agnes ' älterer Schwester Lydia verlobt. Trotzdem hat es mitunter den 
Anschein, als würde Walther sich viel lieber Agnes zuwenden. Agnes fördert diese Tendenz jedoch in 
keiner Weise, obschon sie Walther gern mag. Außerdem hat sie einen lieben Freund, Gerold, der 
allerdings jetzt die meiste Zeit in Brüssel bei der EU zutun hat. Agnes steigt zu Walther in den Wagen. 
Die Fahrt geht in die Blutgasse. Dort hat Lydia ihr Atelier. Heute soll ihr Agnes für ein neues Gemälde 
Modell sitzen. Sie brauche sie wegen ihrer langen Haare, hatte Lydia beteuert, und Agnes sagte 
schließlich zu, sich also von ihrer Schwester malen zu lassen. Gern hatte sie das nicht, mochte aber 
Lydia nicht kränken. Walther hält vor dem Haus, von Lydias Atelier. Agnes verspricht, sich nach der 
Male-reisitzung mit ihm und Lydia zum Essen zu treffen. Walther fährt weiter, und Agnes geht in das 
Haus. 

Fast zur selben Zeit hält beim Haus gegenüber ein Taxi. Kolling steigt aus. Er blickt sich um, als wolle 
er prüfen, ob ihn jemand beobachte. Er faßt nach der Türklinke - es ist offen. Kolling verschwindet in 
dem gegenüberliegenden Haus, dem ehemaligen Ordenshaus der Tempelritter. Lydia erwartet ihre 
Schwester schon in ihrem Atelier und begrüßt sie mit lebhaften Gesten. Sie zeigt ihr sofort das schon 
teilweise fertige Bild. Es ist großformatig und erinnert sehr an den Baphomet. Die männliche 
Kopfhälfte ist fertig, ebenso der Hintergrund. Der weibliche Kopfteil und der lange Zopf, der das 
Doppelhaupt trägt, sind erst vage skizziert. Lydia erklärt, dieses Motiv sei ihr durch eine Inspiration 
gekommen. Lydia beschäftigt sich mit allen möglichen esoterischen Dingen, und das spiegelt sich auch 
in zahlreichen Dekorationselementen in ihrer Atelierwohnung wider. Räucherstäbchen glimmen 
irgendwo, chinesischer Tee wird trotz dünnwandiger Porzellan-tassen allmählich schon kalt. Auch 
Rotwein mit zwei Gläsern steht bereit. Das männliche Gesicht ist streng und schön. Agnes meint, 



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Lydia solle doch als die weibliche Hälfte einfach ihr eigenes Gesicht malen. Lydia widerspricht, das 
gehe nicht, weil es nicht "stimmen" würde. Bei einem magischen Bild, wie sie ihr neues Werk nennt, 
sei das aber ausschlaggebend. Agnes habe die richtige Haarlänge, darum werde mit ihr das Bild 
stimmen. Sie bittet Agnes, sich auf einen zweckentfremdet darstehenden Barhocker zu setzen und 
ihre Haare aufzulösen. Agnes tut es und scherzt, die seien schon so lang, daß sie sich auf sie setzen 
könne. Lydia sagt, für ihren Zweck sei das jetzt genau richtig, aber nachher könnte sie ihr die Haare ja 
abschneiden, falls sie das wolle. Agnes will das ganz und gar nicht. Lydia behauptet, ein Stück könnte 
Agnes sich ruhig abschneiden lassen. Aber wenn sie das nicht wolle, solle sie nicht klagen, sondern 
sich vor der linken Schulter einen Zopf flechten, denn so möchte sie sie malen. Sie erklärt genau, wie 
der Zopf liegen und Agnes den Kopf halten soll. Agnes tut alles so, wie Lydia es haben möchte. Sie 
fühlt sich dabei nicht besonders gut. Aber Lydia hatte darauf bestanden, Agnes müsse ihr für dieses 
neue Gemälde unbedingt Modell sitzen, und sie mochte ihre Schwester nicht kränken. 

Unterdessen ist Kolling dabei, das ehemalige Templerhaus zu inspizieren, so weit möglich. Er gelangt 
am Dachboden an. Kolling ist sichtlich enttäuscht, nichts von alledem entdeckt zu haben, was er sich 
womöglich versprochen hatte. Durch eines der kleinen Fenster, reicht der Blick durch die großen 
Glasscheiben der Atelierwohnung gegenüber. Mühelos kann Kolling das Treiben der beiden 
Schwestern dort drüben beobachten. Dies verändert seine Miene. Wie gebannt strengt er seine Augen 
an. Er erkennt das mehr als halbfertige Bild des Baphomet und die junge Frau mit den 
außergewöhnlich langen Haaren. All dies wirkt geradezu elektrisierend auf ihn. Er telefoniert mit 
seinem Handy und gibt in knappen Worten durch, wo er sich befindet. Er sagt, jetzt könne diese 
Sybille zeigen, was sie mit ihren Methoden auszurichten vermöge; sie solle herkommen und ihren 
Hokuspokus unter Beweis stellen. 

Im Haus gegenüber flicht Agnes den Zopf fertig und läßt sich von Lydia genau instruieren, wie sie 
sitzen und wie wohin schauen solle. Lydia zieht eine leichte weiße Jacke über, der anzusehen ist, daß 
sie vor Ölfarbe am falschen Ort zu schützen hat, und bindet sich ihre reichlich mittellangen Haare 
zusammen. Dabei erklärt sie, die Haare von Frauen seien so etwas wie magische Antennen, mit denen 
sich Botschaften aus dem Jenseits empfangen und auch dorthin senden ließen, wenn man sich darauf 
verstehe. Sogar mit ihren nur mittellangen Haaren könne sie da einiges bewirken. Wenn Agnes nicht 
so desinteressiert an dem okkulten Wissen wäre, würde sie sehr viel mehr vermögen. Agnes ist zwar 
nicht völlig desinteressiert, verspürt aber in der Tat keine Neigung dazu, sich magisch zu betätigen. 
Lydia malt und kommt gut voran, und Agnes hört ihren Ausführungen geduldig zu. 

Vom Dachbodenfenster des gegenüberliegenden Hauses aus sieht Kolling mit Ungeduld ein Taxi in der 
Blutgasse halten. Eine schwarz gekleidete Frau steigt aus. Es ist Sybille. Bald darauf öffnet sich die Tür 
zum Dachboden, und die schwarzgekleidete Frau tritt ein. Kolling spricht sie mit höflicher Distanz an. 
Er fordert sie auf, aus dem Fenster zu schauen und in das gegenüberliegende Atelier zu sehen. Die 
Frau namens Sybille braucht keine weiteren Erläuterungen. Sie sagt mit ruhiger Stimme, die 
Langhaarige müsse sterben, und zwar sehr schnell. Und auf alle Fälle müßten ihr die Haare 
abgeschnitten werden, sogar noch nach dem Tode, weil sie sonst womöglich wieder Lebensstoffe aus 
dem Jenseits anziehen könnten. Sogar der hartgesottene Kolling erschauert vor Sybilles Eiseskälte. Er 
sagt nur knapp und nicht ohne Skepsis in der Stimme, sie möge das Nötige tun, falls sie es wirklich 
könne, und geht. Die Frau namens Sybille steht vor der schmalen Fensterbank. Sie öffnet einen 
kleinen Koffer und packt Utensilien aus. Ein Fläschchen kommt zum Vorschein, ein Stück Kohle und 
ein kleines schmales Messer in einer verzierten Scheide. 

Die beiden Schwestern im Haus gegenüber sind gut gelaunt. Lydia ist mit dem Malen flott 
vorangekommen. Sie möchte eine Pause einlegen und ein Glas Wein trinken. Agnes verläßt ihren Sitz 
auf dem Barhocker und setzt sich zu Lydia auf ein Sofa bei einem niedrigen Tisch, wo Lydia zwei 
Gläser voll Wein schenkt. Sie sprechen jetzt gut gestimmt über alltägliche Dinge. Lydia fordert Agnes 
auf, Walthers Angebot anzunehmen, ihr ein Auto zu kaufen. Es sei dumm, sich da zu zieren. 
Schließlich habe sie, Lydia, sich die komplette Atelierwohnung von Walther einrichten und de facto 
schenken lassen. Agnes hält entgegen, dafür sei sie ja auch mit ihm verlobt, und das Haus gehöre 
ohnehin ihm. 

Die schwarzgekleidete Frau steht weiterhin am Fenster. Sie hat mit Kohle sonderbare Zeichen auf die 
Fensterbank gemalt. Nun öffnet sie das Fläschchen und läßt mehrere Tropfen einer dunkelroten 
Flüssigkeit auf die bizarren Symbole fallen. Jetzt packt sie Kohle und Fläschchen wieder in den kleinen 



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Koffer und entnimmt diesem eine Puppe, die nicht viel größer als ihre Hand ist. Es ist die Puppe eines 
Mädchens mit einem langen Zopf. Sybille legt den Koffer beiseite und konzentriert sich auf ihre 
Zeichen. Draußen zieht Abendrot auf, aber es ist noch hell. Sybille beobachtet die beiden jungen 
Frauen hinter den großen Scheiben der Atelierfenster gegenüber. Ihre Miene verzieht sich ärgerlich, 
da Lydia so sitzt, daß sie zumeist den Blick auf Agnes versperrt. 

Doch immer wieder ergeben sich Momente, in denen der Blick auf Agnes frei wird. Die Frau namens 
Sybille zieht das kleine Messer aus der Scheide. Das Abendrot färbt die blanke Klinge blutrot. Sybille 
hält mit einer Hand die kleine Puppe auf der Fensterbank fest und legt mit der anderen die scharfe 
Klinge des Messers an den Zopf der Puppe. Sybilles Blick ist mit äußerster Konzentration auf die 
beiden Frauen hinter dem gegenüberliegenden Fenster gerichtet, sie wartet darauf, Agnes voll im 
Blickfeld zu haben. Dann drückt sie das kleine Messer nieder und schneidet der Puppe den Zopf ab. 
Sybille verzieht ärgerlich das Gesicht, denn in diesem Moment hatte Lydia nach dem Weinglas 
gegriffen und Agnes verdeckt. Sybille holt wieder das Fläschchen und läßt erneut rote Flüssigkeit auf 
die Fensterbank tropfen. Ohne eine Miene zu verziehen, sticht sich die schwarzgekleidete Frau mit 
dem kleinen Messer in die Hand und läßt frische Blutstropfen auf die Fensterbank rinnen. Sie wechselt 
die Tätigkeit der Hände und setzt die Spitze des Messers auf den Kopf der Puppe. Sybilles Augen sind 
angestrengt vom Lauern auf den richtigen Moment. Lydias Rücken verdeckt Agnes fast immer. Doch 
dann dreht sie sich, um auf das Bild zu zeigen und gibt den Blick auf Agnes frei. Die Frau namens 
Sybille sticht der Puppe das Messer in den Kopf. Aber Agnes hatte Lydias Bewegung hin zu dem Bild 
gleich nach vollzogen und war daher sofort wieder verdeckt gewesen. Und jetzt gehen beide in die 
Küche und entschwinden damit völlig dem Gesichtsfeld der schwarzgekleideten Frau. Diese gibt 
ärgerlich auf. Sie wischt die Zeichen von der Fensterbank und verläßt den Dachboden und das Haus. 

Die beiden Schwestern haben sich einen Kaffee aufgesetzt und gehen jetzt zum Sofa zurück. Lydia ist 
mit ihrem Tagewerk zufrieden und beischließt, für heute Feierabend zu machen. Das Gemälde ist, bis 
auf kleine Feinheiten, fertig. Agnes löst sich den Zopf wieder auf. Lydia schenkt Wein nach und sagt, 
es würde sensationell sein, wenn sie den echten Zopf in das Bild einfügen könnte. Lydia hantiert an 
Agnes ' Haaren herum und spricht ganz offen aus, sie würde sie ihr am liebsten abschneiden. 
Manchmal mache es sie richtig neidisch, wenn ihr Verlobter mit leuchtenden Augen nach den schönen 
Haaren ihrer Schwester schiele. Ob Agnes sich nicht wenigstens ein Stück abschneiden lassen wolle, 
vielleicht bis zur Taille, dann seien sie, magisch gesehen, immer noch lang genug. Agnes will auf gar 
keinen Fall etwas von ihren Haaren hergeben, sie seien vollständig ein Teil von ihr, und schließlich 
schnitte sie sich ja auch keinen Arm ab! Die beiden Schwestern haben schon ein paar Gläser 
getrunken, woran Agnes nicht gewöhnt ist. Sie läßt sich auf ein Gespräch über ihre Haare ein und, 
ganz gegen ihr Gefühl, sogar darüber, eventuell etwas an ihnen zu schneiden, obschon ihr dieser 
Gedanke fremd und zuwider ist. Lydia kommt auf eines ihrer bevorzugten Themen zurück. Sie spricht 
über Magie und die Wirkung gewisser Schwingungen in den weiblichen Haaren: "Bei Frauen", so 
erklärt sie, "reicht der Astralkörper nämlich bis in die Haare. Jeder Mensch hat ja einen Astral körper in 
sich. Das ist sozusagen der wirkliche unsterbliche Körper, um den sich während des Erdendaseins der 
globstoffliche Leib bildet. Die Astralkörper von Frauen sind aber ganz anders aufgebaut als die von 
Männern. Sogar die Feinstoffe, aus denen sie bestehen, sind verschiedenartig. So reichen die 
Astralkörper der Frauen über einen Meter weit bis in die Haare hinein. Darum fallen sie ihnen auch 
nicht aus, wie den meisten Männern. Frauenhaare ziehen durch diesen lebendigen Astralkörper lichte 
Schwingungen an, die wichtige Kräfte geben - gewissermaßen den Atem des Astralkörpers. Der 
funktioniert natürlich bloß, wenn die Haare lang genug sind. Darum dürften Mädchen- und 
Frauenhaare eigentlich gar nicht geschnitten werden, weil das immer den lebendigen Astralkörper 
verletzt und darüber hinaus die astrale Atmung behindert. Nur zu dünn gewordene Spitzen dürften hin 
und wieder geschnitten werden, da der Astralkörper sich in diesen nicht mehr richtig entfaltet. "All das 
hat Lydia durchaus ernstzunehmenden alten Wissensschriften entnommen, ohne aber für selber viel 
daraus gelernt zu haben, wie sie auch sagt; sie sei immer wieder verschiedenen Moden nachgelaufen, 
habe ihre Haare schneiden und blondieren lassen und dadurch ihren Astralkörper arg geschädigt. 
Wenigstens gut taillenlang hätte sie ihre Haare immer bewahren müssen. Die Taillenlänge sei auch 
praktisch. Ganz lang würde ihr zu mühsam sein - aber das sei selbstverständlich ein Fehler. Agnes 
mache das bei sich schon richtig! Agnes erwidert, so mühsam sei das gar nicht, wenn man sich einmal 
daran gewöhnt habe. Ein paar Minuten starrt Lydia schweigend vor sich hin - als ob etwas sonderbar 
Fremdartiges in ihr vorgehe. Urplötzlich schlägt sie Agnes vor, sie sollten sich gleich jetzt gegenseitig 
ihre Haare kurz schneiden. Agnes hält das für einen schlechten Scherz, obwohl Lydia tatsächlich 
aufsteht, ihren großen auf Rollen gelagerten Standspiegel herbeischafft und einen Kamm samt einer 



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Schere holt. Agnes erinnert Lydia daran, daß sie doch noch eben erst gesagt habe, schon wegen der 
Astralkörper sollte man Frauenhaare immer lang lassen! Lydia schaut verwirrt und verwundert 
zugleich, sie scheint das alles völlig vergessen zu haben. Einige Gläser Wein zuviel, lassen Agnes die 
Lage nicht richtig einschätzen. Lydia ist es sehr ernst. Da Agnes sich standhaft weigert, sich ihre 
Haare schneiden zu lassen, schlägt Lydia vor, Streichhölzer entscheiden zu lassen, wie sie das schon 
als Kinder in Streitfällen getan hätten. Falls Agnes das kurze ziehe, müsse sie sich ihre Haare 
abschneiden lassen; ziehe sie das lange, verspreche Lydia, nie mehr davon zu reden. Nach noch 
einem Glas Wein, stimmt Agnes zu, sich ihre Haare dann ein Stückchen schneiden zu lassen, aber nur 
die untersten Spitzen. Lydia bereitet die Streichhölzer vor und hält sie Agnes hin. Agnes zieht das 
kurze. Durch die Wirkung des Weins wird ihr nicht gleich klar, was das für sie bedeuten soll. Lydia 
sagt, Agnes solle sich auf den Barhocker setzen. Agnes tut das und schaut sich ihre Haarenden an, 
auf die sie wieder zu sitzen gekommen war. Sie reichen rund zwanzig Zentimeter unter die Sitzfläche. 
Es ist ungefähr das Stück, um das Agnes selbst ihre Haare manchmal zu lang findet. Obwohl Agnes 
schon jetzt jedes eventuelle Schneiden an ihren Haaren weh tut, sagt sie Lydia doch, dieses unterste 
Stück könne sie ihr abschneiden, so daß sie sich nicht mehr immer wieder darauf setzen würde. Wohl 
ist Agnes nicht dabei. Am liebsten würde sie von dem Barhocker springen und davonlaufen. Aber 
etwas, das sie selbst nicht versteht, hindert sie daran, das zu tun. Lydia kämmt Agnes' Haare vom 
Scheitel bis zu den Spitzen glatt. Agnes von dem Barhocker und schaut ihre Schwester ebenso 
vorwurfsvoll wie verständnislos an. Jede Weinwirkung ist mit einem male verflogen. Lydias Blich ist 
starr und zunehmend zornig. Agnes erkennt ein unheimliches, urfremdes Funkeln in den Augen ihrer 
Schwester. Lydia steht ihr steif gegenüber, die Schere in der Hand. Sie bleibt reglos auf der Stelle 
stehen. Es ist, als ginge etwas Grauenhaftes in ihr vor. Der wutsprühende Blick läßt Agnes erschauern. 
Sie dreht sich schnell um und verläßt fluchtartig die Atelierwohnung. 

Wie von unsichtbaren Wölfen gehetzt, eilt Agnes die Treppen hinunter, läuft durch den Hauseingang 
und hält erst inne, als sie die Blutgasse hinter sich gelassen hat. Mit großer Erleichterung sieht sie ein 
freies Taxi kommen. Sie winkt ihm und steigt schnell ein. Jetzt fällt ihr auf, daß sie ihre Handtasche 
vergessen hat. Aber Walther muß ohnehin schon seit über einer viertel Stunde im Restaurant, in den 
„Drei Husaren", warten. Agnes dirigiert das Taxi dort hin. Allmählich fängt sie sich wieder und kommt 
zur Ruhe. 

In den „Drei Husaren" wartet Walther geduldig. Von Lydia ist er Verspätungen gewöhnt, und es 
verwundert ihn nicht sonderlich, daß in deren Schlepptau auch die sonst zuverlässige Agnes auf sich 
warten läßt. Dann sieht er Agnes mit offenen Haaren kommen. Das ist so ungewöhnlich, daß er ein 
wenig staunt, ohne jedoch an Schlimmes zu denken. Es gefällt ihm, Agnes so zu sehen, wozu sie ihm 
nicht oft Gelegenheit bietet. Agnes entschuldigt sich und bittet um Geld für das vor der Tür wartende 
Taxi. Walter rückt ihr den Stuhl zurecht, sie möge sich ruhig setzen, er werde zu dem Taxifahrer 
hinausgehen. Nach ein paar Minuten kommt Walther zurück und setzt sich zu Agnes an den Tisch. Er 
nimmt an, daß die mitunter launische Lydia diese Verabredung nicht mehr wahrnehmen werde; 
dergleichen geschähe nicht zum erstenmal. Agnes erzählt, wie sonderbar sich Lydia verhalten habe, 
ohne sofort auf Einzelheiten einzugehen. Sie streicht sich die aus ihrem seitlichen Scheitel 
vorgleitenden Haare zurück und bittet Walther, ihr entweder seine Schnürsenkel oder die Krawatte zu 
leihen. Schmunzelnd gibt er ihr seine Krawatte, und sie bindet sich damit ihre Haare zusammen. Sie 
tut es gegen ihre Gewohnheit vor der Schulter, als fürchte sie einen plötzlichen Angriff von hinten. Der 
Ober kommt, Agnes und Walther bestellen. Anschließend berichtet Agnes in undramatischer Form, 
was in der vergangenen Stunde in Lydias Atelier vorgefallen war. Der sonst so ruhige Walther wird 
darüber ungewöhnlich wütend. Er sagt offen, er sei froh, daß Lydia nicht mitgekommen sei, denn 
sonst würde es einen ernsthaften Streit gegeben haben, der wegen dieser Sache ohnehin noch 
bevorstehe. Agnes versucht ihn zu besänftigen, so gut sie es vermag, doch Walther glüht vor Zorn. 

Lydia hat die elektrische Beleuchtung ausgeschaltet und im ganzen Atelier eine Menge Kerzen 
angezündet. Sie kniet auf dem Boden und zeichnet mit schwarzer Kohle einen doppelten Kreis um sich 
herum. Außerhalb des Kreises liegt ein aufgeschlagenes Manuskript, das ihr offensichtlich zur 
Anleitung dient. Zwischen die beiden Kreislinien malt Lydia mit roter Ölfarbe bizarre Symbole und 
murmelt dazu unverstehbare Worte. Der große Spiegel auf Rollen steht dicht bei dem Kohlekreis. Auf 
das Spiegelglas ist mit wenigen gekonnten Ölpinselstrichen ein Bild gemalt, das unverkennbar Agnes 
darstellen soll. Lydia steht auf, holt ein Dutzend brennender Kerzen und stellt diese in jene Hälfte 
ihres magischen Kreises, die an den Spiegel grenzt. Als nächstes nimmt Lydia aus der Handtasche, die 
Agnes vergessen hat, deren Kamm und holt die noch von vorhin bereitliegende Schere. Damit stellt 



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Lydia sich in die freie Hälfte des magischen Kreises. Sie murmelt wieder wirre Worte und kämmt sich 
dabei mit Agnes ' Kamm. Lydia wirft den Kamm zur Seite und neigt der Kopf über die Flammen der 
Kerzen. Nun schneidet sie sich bedächtig eine große Locken ab und läßt diese in die Flammen der 
Kerzen fallen. Dabei spricht Lydia zunehmend lauter, zwischendurch grell schreiend, bizarr klingende 
Worte. Dann hebt sie den Kopf und läßt die Schere sinken. Abermals stößt sie einen irren Schrei aus. 
Unterdessen klingeln und klopfen schon Nachbarn an Lydias Tür, um sich wegen des Lärms des 
Brandgeruchs zu beschweren. Die Tür ist nicht abgeschlossen. Einer der Nachbarn öffnet und tritt ein, 
da er Feuer sieht. Lydia packt die Schere wie einen Dolch und geht, wild kreischend, auf den 
Nachbarn los. Sie verwundet ihn schwer und greift sofort den nächsten an, der zu Hilfe zu eilen 
versucht. Andere Nachbarn flüchten und rufen die Polizei, die auch schnell kommt. Die rasende Lydia 
wird von den Polizisten überwältigt. Einer von ihnen ruft über Funk einen Wagen der Psychiatrie, denn 
er hat die Lage schnell richtig erkannt. Nachbarn löschen inzwischen das Feuer, das sich von dem 
magischen Kreis her auszubreiten droht. 

Kolling sitzt mit der Frau namens Sybille in einer entlegenen Nische der exklusiven Hotelbar. Auf 
Sybilles linkem Handrücken klebt ein Heftpflaster. Kolling zeigt sich unzufrieden. Er habe, so betont er, 
immer mehr von soliden irdischen Methoden gehalten als von Hokuspokus (bei diesem Ausdruck zuckt 
Sybille zusammen), doch er habe eben zu tun, was sein Auftraggeber wünsche. Die Frau namens 
Sybille sagt, sie habe zwar die Frau mit den ganz langen Haaren verfehlt, dafür aber die Malerin 
zweimal getroffen, und diese werde der Langhaarigen sowieso bald den Rest geben. Kolling läßt ein 
Zweifel andeutende Murren hören. Die schwarzgeleidete Frau sagt daraufhin mit einem 
rechthaberischen Unterton in der Stimme, sie habe die Schwingung der Langhaarigen eindeutig erfaßt 
und werde ihr zur Sicherheit noch in dieser Nacht die Haare schwer wie Blei machen und ihr die 
grausamsten Kopfschmerzen senden, so daß sie sich die langen Haare selber abschneiden würde. 
Kolling könne unbesorgt sein, die Haare dieses Mädchens würden rechtzeitig fallen und den 
Templererben also nicht für die Aktivierung des großen Baphomet zur Verfügung stehen. Kolling sagt, 
er habe die Order, das Mädchen müsse unbedingt sterben. Denn wenn sie wirklich unmittelbar von 
der sogenannten baphometischen Schwingung erwählt sei, wie jene Leute das nennten, könnten sie in 
einigen Jahren vor dem gleichen Problem stehen wie jetzt, falls die Baphomet-Figur vielleicht doch 
nicht gefunden und zerstört werden könne. Diese Agnes würde dann nämlich vielleicht dreißig sein 
und wieder so lange Haare haben wie jetzt. Die Frau namens Sybille versichert, sie wolle dafür 
sorgen, daß diese Agnes schnell sterbe. Ohnehin würde, aufgrund der Schwingungskonstellation, 
bereits ein einziger Schnitt in den Haaren jener jungen Frau zu Irrsinn und Tod führen. Abermals muß 
Kolling einen Anflug von Grauen abschütteln. Er spricht seiner Helferin höflichen, aber betont 
distanziert, Dank für ihre Bemühungen aus, die, wie er hoffe, zum Ziel führen würden. 

In Berlin sitzt Blanchefort hinter seinem großen Schreibtisch und lauscht mit regungsloser Miene am 
Telefonhörer. Schließlich sagt er, er werde schon morgen früh in Wien sein. Offenkundig habe sich der 
Baphomet jene junge Frau wirklich unmittelbar zu Braut erwählt, habe der dem Baphomet 
innewohnende Geist also in ihr seine Geliebte aus ewiger Ehe entdeckt und angezogen. Sie müsse 
perfekt geschützt werden! Sie dürfe nicht dem allergeringsten Risiko ausgesetzt sein. 

In ihrem geräumigen Zimmer eines Wiener Hotel nimmt die Frau namens Sybille in eine 
schwarzmagische Handlung vor. Auf den Tisch hat sie einen Kohlekreis voller bizarrer Symbole 
gezeichnet und sticht sich jetzt mit dem kleinen Messer erneut in die Hand, so daß Blut in den 
Kohlekreis tropft. Dann holt sie wiederum eine kleine Puppe hervor, die ein Mädchen mit sehr langen 
Haaren darstellen soll. Sybille legt die Puppe mit den Gesicht nach unten in den Kohlekreis und hält 
sie dort fest. Mit der anderen Hand zieht sie an den Haaren der Puppe und spricht dazu zischend 
unverständliche Worte. Die schwarzgekleidete Frau zieht so stark an den Haaren der Puppe, daß 
deren Kopf sich immer weiter nach hinten biegt und schließlich vom Rumpf abreißt. Sybille hält den 
abgerissenen Puppen köpf an dessen Haaren in der Hand. Sie holt aus und schmettert ihn auf die 
Tischplatte. 

Agnes zuckt im Bett zusammen. Sie erwacht aus einem unruhigen Schlaf. Der Spiegel an der Wand 
gegenüber zeigt ein Abbild des Fensters. Draußen steht ein heller Mond, beinahe Vollmond. Agnes 
setzt sich im Bett auf. Der Spiegel zeigt ihr ihre Silhouette. Agnes steht auf und macht Licht. Sie tastet 
sich an den Kopf und massiert die Schläfen. Sie wird von ungewohnten Kopfschmerzen geplagt. Sie 
geht ins Badezimmer. Dort sucht und findet sie eine Tablette. Agnes schaut in den Spiegel und hebt 
ihre Haare an, als wolle sie deren Gewicht prüfen. Dann nimmt sie die Tablette und legt sich mit 
einem leisen Seufzer wieder ins Bett. Aber sie kann nicht einschlafen. Das Glas des 



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gegenüberliegenden Spiegels scheint rötlich zu leuchten. Agnes steht nochmals auf und tritt vor den 
Spiegel. Sie nimmt einen Kamm und fährt sich damit durch ihre glatten langen Haare, auf denen das 
durchs Fenster strahlende Mondlicht schimmert. Jetzt läßt der Kopfschmerz nach. Aber noch immer 
kommt es Agnes so vor, als zeige der Spiegel sie in einem zarten rötlichen Licht. Sie wendet sich dem 
Fenster zu, geht hin und öffnet es. Dann tritt sie abermals vor den Spiegel. Jetzt scheint alles normal 
zu sein. Agnes legt sich wieder ins Bett. 

In einem dunklen Einzelzimmer liegt Lydia in einem Gitterbett. Sie liegt völlig starr, aber sie schläft 
nicht. Ihre Augen bewegen sich immerzu hin und her, und ihre Lippen formen ununterbrochen tonlose 
Worte. 

Agnes erwacht abermals aus dem Schlaf. Ihr ist heiß. Auch die Kopfschmerzen melden sich wieder. 
Agnes zieht sich aus und geht ins Badezimmer. Sie steckt ihre Haare unter eine große Badehaube und 
duscht. Anschließend wirft sie sich einen Bademantel über und bürstet ihre Haare. Sie kommen ihr 
noch viel schwerer vor als sonst. Das Gewicht Ihrer Haare direkt auf der Haut ist besonders 
angenehm. Agnes liebt dieses Gefühl. Sie zieht sich aus, macht Licht, setzt sich an den kleinen Tisch 
beim Schlafzimmerfenster. Es gibt gegenüber kein Fenster, von dem aus sie jemand beobachten 
könnte. Agnes schiebt ihre offenen Haare hinter die Schultern, nimmt das Tagebuch, das auf diesem 
Tischchen liegt, schlägt es auf und schreibt. 

In Berlin macht sich Lothar von Blanchefort in seiner Wohnung am Stadtrand reisefertig. Er packt 
nicht viel ein. Es klingelt an der Tür. Blanchefort geht zuerst in sein Arbeitszimmer und steckt eine alte 
08-Pistole zu sich, eher er öffnet. Die Vorsicht war unnötig. Eine brünette Dame steht im Türrahmen. 
Blanchefort spricht sie mit dem Namen Julietta an. Die beiden begrüßen sich mit verhaltener 
Herzlichkeit. Die Dame mag Anfang dreißig sein. Sie ist sehr schön. Sie kommt aus Wien, um 
Blanchefort über die bisher feststellbaren Aktionen von Kolling und dessen Leuten zu unterrichten. 
Julietta hat kein Gepäck bei sich. Sie wird bei Blanchefort übernachten und am kommenden morgen 
mit ihm nach Wien zurückfliegen. Offensichtlich kennt sie sich in Blancheforts Wohnung aus und hat 
auch die nötigsten Toilettsachen da. Während Blanchefort zuende packt, macht es sich Julietta leicht. 
Bald erscheint sie im Morgenmantel und mit aufgelösten Haaren, die beinahe die Länge von Agnes' 
Haaren haben. Zwischen ihr und Blanchefort scheint ein besonders persönliches Verhältnis zu 
bestehen, obschon der Mann sehr alt ist. Wie sie sich aber näher kommen, ist es, als leuchte der 
Hauch eines rötlichen Strahlens aus den Haaren der Frau. Dadurch geht mit Blanchefort eine 
geheimnisvolle Wandlung vor sich: Aus einem wohl Achtzigjährigen wird ein Mann von Mitte vierzig, 
mit starken Muskeln und straffer Haut und einem Gesicht von strenger männlicher Schönheit. Wie die 
Lampen verlöschen, bleibt um die nun nackten Körper der beiden jener Hauch eines rötlichen 
Strahlens, der von den langen Haaren der Frau ausgegangen war. Und sie lieben einander wie zwei 
Menschenwesen, über die die Zeit keine Macht hat. Agnes hat sich gerade eine Tasse 
Frühstückskaffee eingeschenkt, als das Telefon klingelt. Walther ist dran. Er berichtet in wenigen 
Worten, was mit Lydia geschehen sei. Die Eltern, die sich auf Urlaub im Ausland befinden, habe er 
noch nicht unterrichtet, um eine womöglich unnötige Aufregung zu vermeiden. Wahrscheinlich habe 
Lydia nichts wirklich gar so Schlimmes. Er telefoniert aus dem Auto auf dem Wege zur psychiatrischen 
Klinik, um Lydia zu besuchen und mit den dortigen Ärzten zu reden. Agnes drängt ihn, sie 
mitzunehmen. Das ist Walther nicht recht, doch er gibt nach und sagt, dann werde er sie in gleich 
abzuholen. Agnes beendet ihr kaum begonnenes Frühstück und macht sich zurecht. Ihre Haare flicht 
sie heute vor der linken Schulter zu einem Zopf. Schon wieder wird sie von Kopfschmerzen geplagt. 
Sie nimmt gleich zwei Tabletten auf einmal und geht dann, um Walther vor der Haustür zu erwarten. 
Der fährt auch schon vor, und Agnes steigt zu in den Wagen. 

Am Flughafen Wien-Schwechat landet zur selben Zeit Lothar von Blanchefort zusammen mit seiner 
Begleiterin mit dem ersten Flugzeug aus Berlin. Er ist wieder der alte Herr, rüstig und äußerlich doch 
im Greisenalter. Die Dame hat ihre Haare wieder zu einem dicken Nackenknoten geschlungen. Sie 
nehmen ein Taxi, und Blanchefort nennt dem Fahrer das Ziel: Die Blutgasse im 1. Bezirk. Offenkundig 
kennt sich Blanchefort in Wien aus. 

In der psychiatrischen Klinik an der Baumgarter Höhe bei Wien sprechen Walther und Agnes zunächst 
mit dem Primarius und dem Lydia behandelnden Arzt. Man sagt ihnen, Lydia leide unter 
absonderlichen Wahnvorstellungen mit Neigung zur Gewalttätigkeit. Immerhin habe sie gestern einen 
Nachbarn angegriffen und ernstlich verletzt. Es sei aber durchaus denkbar, das dieser Zustand sehr 



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bald vergehe; eine gewisse Besserung sei bereits eingetreten. Dennoch lassen die Ärzte nur einen 
sehr kurzen Besuch zu. Lydia ist durch Medikamente beruhigt worden. Trotzdem fängt sie sofort an zu 
schreien, als sie Walther und Agnes sieht. Sie zeigt mit ausgestrecktem Arm auf Agnes und ruft, diese 
trage die Schwingungen der apoka-lyptischen Engel in sich. Wie ein verwirrtes Raubtier, daß sich vor 
der Maßregelung durch seinen Dompteur fürchtet, weicht Lydia in die äußerste Ecke des Raums 
zurück. Agnes durchrieselt ein eiskalter Schauer, und Walther ergeht es kaum anders. Der 
behandelnde Arzt drängt auf sofortigen Abbruch des Besuchs, versichert jedoch, Lydia habe keinerlei 
schwere Krankheit, es sei sicherlich nur ein vorübergehendes Gestörtsein. Walther und Agnes 
verlassen den Pavillon in gedrückter Stimmung. Agnes ist erschüttert. Walter bemüht sich, sie mit 
Hinweis auf die Worte des Arztes zu beruhigen. 

Sie fahren zurück in die Stadt. Dort wollen sie auch nach Lydias Atelier schauen. Walther, der als 
Besitzer des Hauses und der Wohnung von der Polizei informiert worden war, hat sich schon in aller 
Frühe von dem schlimmen Zustand des Ateliers überzeugt und seine Putzfrau zum Aufräumen dorthin 
geschickt. 

Blanchefort und Julietta steigen vor dem ehemaligen Templerhaus aus dem Taxi und betreten durch 
die unverschlossene Tür das alte Gebäude. Sie begeben sich ohne Umwege in den Keller. Julietta 
öffnet eine schmale Tür, zu der sie einen Schlüssel besitzt. Hinter dieser Tür befindet sich eine enge 
Wendeltreppe. Blanchefort zieht eine Taschenlampe hervor. Sie verschließen hinter sich wieder die 
Tür. Es geht die Wendeltreppe hinunter. Diese mündet im unteren Kellergewölbe. Es ist jenes 
Gewölbe, in dem einst der große Baphomet gestanden hat. Auch dort halten sich Blanchefort und 
Julietta nicht auf. Sie gehen zu der Wand, die sich auf einen geheimen Druck zu einem unterirdischen 
Gang hin öffnen läßt. Julietta betätigt den verborgenen Mechanismus, und die beiden verschwinden in 
dem geheimen Gang. Die Wand schließt sich hinter ihnen - wie schon weiland vor Jahrhunderten 
hinter anderen Mitgliedern ihrer Gemeinschaft. 

Walther und Agnes betreten Lydias Atelier. Dort ist schon die von Walter beorderte Putzfrau am 
Werke. Trotzdem sieht es noch immer wüst aus. Agnes sieht ihren Kamm und ihre Handtasche am 
Boden liegen und hebt beides auf. Sie entdeckt das kurze Streichholz, das sie gestern gezogen hatte, 
und sie findet auch das zweite - es ist ebenfalls kurz. Dann erkennt sie auf dem großen Standspiegel 
die Zeichnung mit schwarzen Pinselstrichen, die offensichtlich sie darstellen soll. Einige rote 
Pinselstriche durchkreuzen auf Kinnhöhe die Haare. Auch Walhter nimmt dies wahr. Agnes beginnt 
unwillkürlich zu zittern. Sie sagt, Lydia glaube, in ihren Haaren seien irgendwelche magischen 
Schwingungen; und tatsächlich habe sie seit gestern Nacht schlimme Kopfschmerzen und es komme 
ihr so vor, als ob ihre Haare mit dem Gewicht von hundert Telefonbüchern in ihrem Nacken zögen. 
Walther legt einen Arm um ihre Schultern und sagt, das komme bloß von dem Wein, den sie gestern 
in ungewohnter Menge getrunken habe, dafür könnten ihre schönen Haare bestimmt nichts. Sie 
verlassen das Atelier und das Haus. 

Blanchefort steht in einem alten unterirdischen Gewölbe, das jenem unter dem ehemaligen 
Templerhaus ähnelt, jedoch wesentlich größer ist. Das wird erkennbar, als Blanchefort Licht 
anschaltet. Die elektrische Beleuchtung ist ganz offensichtlich erst unlängst provisorisch angebracht 
worden. Lauter kleine Scheinwerfer, welche die Mitte der Gewölbes bestrahlen. Blanchefort betätigt 
einen verdeckten Hebel an der Wand neben dem Ausgang des Geheimgangs. Ein dumpfes Grollen und 
Mahlen von Gestein auf Gestein ertönt. In der Mitte des Gewölbes wälzen sich die Steinplatten des 
Bodens auseinander, und aus der Tiefe schiebt sich ein dunkles, über zwei Meter hohes Gebilde 
empor. Es dauert eine Weile, bis dieses Gebilde seinen Platz voll eingenommen hat und die 
mahlenden Geräusche verstummen. Blanchefort geht zu dem sonderbaren Gebilde. Es besteht unten 
aus einem runden siebenstufigen Sockel aus blankpoliertem Basaltgestein. Was sich darauf befindet, 
ist von einem zerschlissenen violetten Tuch verhüllt. Blanchefort bleibt davor stehen und sieht es 
nachdenklich an. Unterdessen geht Julietta zur gegenüber befindlichen Wand. Auch dort ist, wie jetzt 
zu erkennbar wird, Verschiedenes unter dunklen Tüchern verborgen. Julietta zieht die Tücher weg. Ein 
steinerner Altar kommt zum Vorschein und dahinter die lebensgroße goldene Statue einer prachtvollen 
Göttin mit sehr langen Haaren, die sie wie gespreizte Flügel umgeben. Julietta verweilt vor dem 
Standbild der Göttin, Blanchefort tritt neben sie. Beide schauen die Figur der Göttin an: Ischtar, Venus 
- die Göttin der Liebe. Julietta entzündet zwei Kerzen, die auf dem Altar bereitstehen, Nach einer 
Weile des Schweigens vor dem Standbild der Göttin, wenden sie sich dann dem merkwürdigen Gebilde 



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zu, aus das dem Boden aufgetaucht war. Blanchefort steigt auf die unteren Stufen des runden Sockels 
und zieht das violette Tuch ab: Strahlend und funkelnd steht da: Der große Baphomet. 

Agnes versucht, sich auf ein Buch zu konzentrieren. Es gelingt ihr nicht. Von ihrem Gesicht sind starke 
Schmerzen abzulesen. Sie geht ins Badezimmer, um noch eine Kopfschmerztablette zu nehmen. Die 
Schachtel ist leer. Agnes quält sich. Sie nimmt nochmals das Buch, läßt es auf den Tisch zurück fallen 
und geht im Zimmer hin und her. Sie stützt den Kopf in die Hände und greift schließlich zum 
Telefonbuch. Im Erdgeschoß des Hauses praktiziert eine Ärztin. Diese ruft Agnes an und fragt, ob sie 
auf einen Sprung hinunter kommen könne. Es ist dafür zeitlich gerade günstig. 

Die Ärztin hört Agnes nicht lange zu. Sie hebt Agnes' Zopf an. Die langen Haare seien schuld, 
behauptet die Ärztin, sie seien zu schwer und verursachten dadurch die Kopfschmerzen. So etwas 
komme zwar bloß sehr selten vor, aber manchmal eben doch. Die langen Haare müßten herunter. 
Agnes schüttelt entschieden den Kopf und zuckt sogleich wegen der durch diese heftige Bewegung 
verstärkt stechenden Kopfschmerzen zusammen. Agnes entzieht ihre Haare den Händen der Ärztin. 
Sie sei überzeugt, sagt Agnes, die Kopfschmerzen werden auch so wieder vergehen. Die Ärztin 
versteht Agnes' Gefühle und macht sich die Mühe einer weiteren Untersuchung, kann jedoch nichts 
finden, was die Kopfschmerzen hervorrufen könnte. Sie gibt Agnes eine größere Menge Ärztemuster- 
Tabletten gegen Kopfschmerzen, mit und wünscht ihr alles Gute. 

Julietta mietet sich in demselben Hotel ein, in dem auch Kolling mit seinen Leuten Quartier bezogen 
hat. Julietta betritt das Hotelrestaurant. Dort sitzt Kolling mit Sybille. Julietta erkennt Kolling aufgrund 
eines Fotos, das sie von ihm gesehen hat. Aber auch sonst würde sie ihn erkannt haben - denn sie 
erfühlt sofort die finstere Macht, die ihm in der Person von Sybille gegenüber sitzt. Auch Sybille 
scheint eine Gegnerin in der Nähe zu spüren, sie späht um sich, fixiert verschiedene Gäste, vor allem 
Frauen, die in Frage kommen könnten. Sybilles Blick trifft auch auf Julietta, ist sich aber offenbar nicht 
sicher, ob diese ihre Gegnerin ist oder eine andere, mehrere Frauen im Raum tragen aufgesteckte 
Haare, die eine magisch wirksame Länge haben könnten. Sybille wird sich offenkundig nicht sicher, 
ihre Unruhe steigt. Sie sagt Kolling, sie bemerke gegnerische Schwingungen in nächster Nähe. Kolling 
unterdrückt ein Murren, er hält das für Unfug. Julietta nimmt an einem freien Tisch Platz, der den 
beiden Gegnern nicht nahe steht, ihr aber einen guten Blick auf diese ermöglicht. Sybille erhebt sich. 
Sie sagt zu Kolling, sie wolle noch etwas zur doppelten Sicherheit unternehmen, obwohl sie davon 
ausgehe, die Haare der Betreffenden würden geschnitten und sie dadurch zugleich getötet werden. 
Sybille verläßt den Tisch und geht. Julietta behält vorerst Kolling im Auge, wie es ihr Auftrag ist, 
obschon sie gefühlsmäßig eher Sybille folgen würde. 

Walther sitzt mit Blanchefort im Wintergarten seiner Villa in Wien-Hietzing zusammen. Walter hört still 
dem zu, was Blanchefort ihm zu sagen hat. Es sind nicht bloß freundliche Worte. Blanchefort wirft 
Walter in ruhiger aber bestimmter Weise vor, die junge Agnes nicht frühzeitig in das Geheimnis 
eingeweiht zu haben. So befinde sie sich jetzt in höchster Gefahr, ohne davon eine Ahnung zu haben 
und ohne sich wehren zu können. Das sei unverantwortlich gegenüber diesem Mädchen - aber auch 
im Hinblick auf das Werk, die Belebung der „Figura" des Baphomet. Walther gibt Blanchefort in allem 
recht und versucht, sich zu entschuldigen, er habe die Dinge in der Tat nicht richtig eingeschätzt. 
Blanchefort akzeptiert die Entschuldigung, betont jedoch, von nun an dürften keine Fehler mehr 
unterlaufen. Die Figur des großen Baphomet sei bereit, alle oberen Brüder und Schwestern der 
Templer-Erbengemeinschaft würden bis morgen Mittag in Wien eingetroffen sein, so daß in der 
kommenden Nacht die Belebung des Baphomet stattfinden könne. Alles werde nun an Fräulein Agnes 
liegen! Sie allein besitze jetzt den Schlüssel zur baphometischen Kraft, denn sie sei die auserkorene 
weibliche Hälfte. Insofern habe Walther ausgezeichnete Arbeit geleistet. Jetzt aber heiße es, das Werk 
sicher zu vollenden. Dabei gelte es vor allem, die junge Agnes zu schützen. Der große Baphomet sei 
kaum in Gefahr. Falls überhaupt in der Blutgasse, würden die Gegner im falschen Haus nach ihm 
suchen. Aber die junge Frau befinde sich in Gefahr! Blanchefort fordert Walther in strengem Ton auf, 
sofort alles Nötige für deren vollkommene Sicherheit zu unternehmen. Walther bietet einen 
zerknirschten Eindruck und entwickelt zugleich allen Eifer, für Agnes ' Sicherheit alle irgendwie 
erdenklichen Maßnahmen zu ergreifen. 

Die Frau namens Sybille verschafft sich unterdessen geschickt Einlaß zu jenem Pavillon der 
psychiatrischen Klinik, in dem sich Lydia befindet, und erreicht es auch, diese sprechen zu können. 
Sybille hat sich als eine Verwandte ausgegeben und zugleich als selbst erfahrene Ärztin. Beide Rollen 
spielt sie durchaus überzeugend. Da Lydia sich ruhig zeigt, erlaubt der behandelnde Arzt Sybille, einen 



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kurzen Spaziergang im Park mit ihr zu machen. Darauf hatte die Frau namens Sybille abgezielt. Sie 
hat einen Leihwagen in der Nähe des Pavillons geparkt und schmuggelt Lydia nun ohne 
Schwierigkeiten aus dem Areal der psychiatrischen Klinik. Lydia ist sehr still. Sie verhält sich fügsam 
wie ein Wesen ohne eigne Persönlichkeit und ohne eigenen Willen. Lydias Verschwinden fällt zunächst 
nicht auf, und auch später hält man es nicht für nötig, Walther zu unterrichten. 

Agnes sitzt am Tisch und hält sich die Hände vor das Gesicht. Sie läßt die Hände sinken. Tränen 
rinnen ihr über die Wangen. Agnes nimmt die beiden letzten noch vorhandenen Tabletten. Die 
Kopfschmerzen quälen sie immer mehr. 

Agnes kann ein Schluchzen nicht mehr unterdrücken. Sie dreht sich um, geht verzweifelt ein paarmal 
im Zimmer auf und ab und tritt dann vor den Spiegel. Sie macht den Zopf auf und bürstet Sie ihre 
Haare, und bei jedem Bürstenstrich zuckt sie vor Schmerzen zusammen. Agnes legt die Bürste aus 
Hand. Sie schüttelt den schmerzenden Kopf und wirft sich weinend auf ihr Bett. 

Julietta sieht, wie zwei junge Männer an Kollings Tisch kommen, offensichtlich Gehilfen von ihm. Die 
Männer scheinen ohne Eile auf etwas zu warten. Julietta beschließt, das Zimmer der Schwarzmagirin 
Sybille zu suchen und zu inspizieren. Die Schwingung der feindlichen magischen Gegenstände, die sich 
vermutlich in Sybilles Zimmer befinden dürften, würde Julietta spüren und somit auch das richtige 
Zimmer finden. Es dauert eine Weile, bis ihr das in dem großen Haus gelingt. Dann steht sie vor einer 
Tür und ist sich sicher, es ist die richtige. Sie winkelt ihre Hände an, legt sie x-weise übereinander und 
so gegen die Tür, die dadurch aufspringt. Julietta huscht in Sybilles Zimmer. Schnell entdeckt sie 
deren schwarzmagische Utensilien und auch verschiedene mit Kohle gezeichnete Kreise. Julietta 
erkennt, was diese bedeuten. Sie ruft Blanchefort an und sagt ihm, Agnes sei in akuter Gefahr, man 
müsse sie unbedingt sofort holen und sie schützen. Julietta erklärt, welcher Art der Angriff gegen 
Agnes nach sein müsse was aus den gefundenen Unterlagen hervorgeht. So können umgehend 
Gegenmaßnahmen getroffen werden. Julietta wird selbst auch zur Villa kommen. Aber wie sie das 
Zimmer verlassen will, läuft sie Kollings beiden Helfern direkt in die Arme, denen Sybille mit der 
apathischen Lydia folgt. Sybille erkennt nun die Gegnerin. Sie befiehlt den beiden Männern, Julietta 
gut festzuhalten. Die beiden Gegnerinnen schauen einander in die Augen, Julietta ernst aber ohne 
Furcht, Sybille mit einem triumphierenden Lächeln. Sie geht um Julietta herum, betrachtet den großen 
Haarknoten in ihrem Nacken und sagt, Julietta werde jetzt gleich einen kurzen Haarschnitt 
bekommen. Julietta erwidert nichts. Kollings kräftige Männer halten sie an den Oberarmen fest, sie 
kann sich kaum bewegen. Sybille führt die willenlose Lydia ins Badezimmer und kommt dann mit einer 
Schere in der Hand wieder. Sie grinst Julietta an und sagt, gleich werde man wissen, wie sich eine 
Venustochter ohne ihre langen Haare fühle. Dann löst sie Julietta die Haare und will die Schere 
hineindrücken. Doch es geht nicht, das Metall kann Juliettas Haare nicht berühren, nicht verletzen, 
kein einziges Haar fällt. Statt dessen beginnen Juliettas Haare auf ganzer Länge rötlich zu leuchten. 
Dieses Leuchten erfaßt in sekundenschnelle Juliettas Körper. Die beiden Männer, die sie festgehalten 
hatten, werden nach beiden Seiten zu Boden geschleudert, Sybille stürzt mit wutverzerrtem Gesicht 
auf den Rücken. Sie starrt Julietta an und streckt beide Arme gegen sie aus. Gelbe und graue 
Schwaden scheinen aus ihren Handflächen zu quillen und auf Julietta zuzuschweben. Julietta verläßt 
den Raum. Draußen flicht sie im Gehen ihre Haare zu einem Zopf. Das rötliche Leuchten zieht sich 
zurück. Julietta nimmt das nächste Taxi zu läßt sich zu Walthers Villa fahren. 

Agnes liegt noch weinend auf ihrem Bett, Das Telefon klingelt, sie eilt hin, als könne von dort Rettung 
kommen. Walther ist dran. Agnes erzählt ihm von den entsetzlichen Kopfschmerzen, die immer noch 
schlimmer würden. Sie wisse nicht mehr, was sie dagegen noch tun könne; denn ihre Haare zu 
schneiden, wie die Ärztin meine, das komme nicht in Frage. Walther beschwört Agnes, nichts 
Unüberlegtes zu tun; er werde gleich bei ihr sein und ihr auch sicher schnell helfen können! Agnes 
legt auf und wischt sich die Tränen ab und zieht sich schnell frisches ein Kleid an. Jede Bewegung 
bereitet ihr inzwischen Pein. Dann eilt sie vor die Haustür, um Walther zu erwarten. Der erscheint 
auch so schnell, daß er ohne Rücksicht auf jede Verkehrsregel gerast sein muß. Er bremst, springt aus 
dem Wagen und schließt die haltlos weinende Agnes in seine Arme. Dann geht es in rasender Fahrt zu 
seiner Villa. 

Walther fährt über die Auffahrt bis unmittelbar vor den Eingang seiner Villa. Er steigt aus, eilt zur 
Beifahrertür und hilft Agnes beim Aussteigen. Agnes unterdrückt jetzt das Weinen, aber ihre 
Schmerzen sind so arg, daß sie taumelt und der Ohnmacht nahe ist. Walther trägt Agnes ins Haus. 



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Blanchefort kommt ihnen bereits entgegen, sein Gesicht spiegelt höchste Besorgnis. Agnes hat das 
Bewußtsein verloren. Blanchefort betrachtet sie und sagt, dies sei wahrlich die schönste junge Frau, 
die er in diesem Jahrhundert gesehen habe; würdig, der weibliche Teil des Baphomet zu werden. Aber 
sie könne aufgrund des schwarz-magischen Angriffs sterben, wenn es nicht sofort gelinge, diesen 
abzuwehren. Blanchefort holt schnell einen Stein, der etwa Größe und Form eines plattgedrückten 
Eies hat und mit einem magischen Zeichen versehen ist. Blanchefort befielt Walther, irgendwo Feuer 
vorzubereiten oder auch eine Herdkockplatte in der Küche anzuheizen. Walther geht, um dies zu tun. 
Blanchefort streicht mit dem eiförmigen Stein wieder und wieder auf ganzer Länge durch Agnes ' 
Haare. Dabei zeigt sich der leichte Hauch eines mehrfarbigen Leuchtens. Bald schlägt Agnes die 
Augen auf. Sie erkennt Walther und sieht Blanchefort, der sich um sie bemüht. Der reicht Walther den 
Stein und ordnet an, er möge diesen jetzt in das Feuer werfen. Agnes tastet nach ihrem Kopf und 
nach ihren Haaren. Ihr Gesicht zeigt keine Spuren von Schmerz mehr. Agnes setzt sich im Sofa auf - 
die Schmerzen sind verschwunden, sie fühlt sich vollkommen wohl. Blanchefort hebt an, Agnes in das 
Geheimnis des Baphomet einzuweihen, noch ehe sie recht dazu kommt, sich für die Hilfe zu 
bedanken. Es ist offensichtlich nicht allein der Inhalt von Blancheforts Worten, sondern auch die 
Ausstrahlung, die von diesem ewig jung wirkenden alten Mann ausgeht, die Agnes jetzt alles andere 
vergessen läßt. Walther geht unterdessen in die Küche und legt den Stein in die Mitte der auf voller 
Kraft brennenden Flammen eines Gasherds. Inzwischen ist auch Julietta eingetroffen. Sie weiht Agnes 
in weitere Einzelheiten der Geheimnisse ein, besonders in solche, die aus der ganz und gar weiblichen 
Sicht verstanden werden müssen. 

Sybille ist mit Lydia allein im Badezimmer. Plötzlich entfährt ihr ein Schmerzensschrei. Es ist, als ob 
eine unsichtbare Hand ihr den Kopf weit nach hinten reiße, so daß ihr Blick zur Decke gerichtet steht. 
Es ist die Decke des zu ihrem Hotelzimmer gehörenden Bades. Vor dem Spiegel steht Lydia. Sie hat 
eines von Sybilles schwarzen Kleidern an, ist ordentlich frisiert und geschminkt. Lydia steht völlig still, 
sie scheint auch ihr eigenes Spiegelbild nicht zu erkennen. Sybille schafft es, ihren Kopf wieder 
aufzurichten. Sie befiehlt Lydia in herrischem Ton, ihr von drüben den kleinen Koffer mit ihren 
magischen Utensilien zu holen. Lydia tut es wie ein Automat. Sybille wird abermals den Kopf weit nach 
hinten gerissen. Sie scheint jetzt geballt von sämtlichen Schmerzen getroffen zu werden, die zuvor 
Agnes erduldet hatte. Mit Mühe richtet sie ihren Kopf wieder auf und befielt Lydia stöhnend, ihr das 
kleine Messer aus dem roten Koffer zu geben. Sich selbst solle sie die lange spitze Schere heraus 
nehmen. Jetzt müsse Lydia gehen, befielt Sybille, und damit ihre Schwester Agnes töten. Außerdem 
müsse sie dieser, vorher oder nachher, unbedingt die langen Haare abschneiden. Lydia nimmt 
automatenhaft die dolchspitze Schere und wendet sich um. Zwischen Schmerz-enslauten, stößt Sybille 
Flüche und unverständliche magische Formeln aus. Doch es hilft ihr nichts. Im Gegenteil, ihr Kopf wird 
durch eine unsichtbare Kraft gänzlich nach hinten gezerrt. Es ist abzusehen, daß Sybilles Genick 
brechen muß, falls diese Bewegung anhält. Sybille sticht sich mit ihrem Messer in die Hand, 
verschmiert das Blut auf der scharfen Klinge. Mit der blutenden Hand greift sie eine ihrer Locken, 
schneidet ab und läßt sie auf den Boden fallen. Doch der unsichtbare Griff biegt Sybilles Kopf vollends 
auf den Rücken. 

Wie Lydia die Hotelzimmertür hinter sich schließt, ist aus dem Bad das Stürzen eines Körpers zu hören 
und das letzte Röcheln einer Person, deren Genick soeben gebrochen ist. 

Agnes, Blanchefort und Walter sitzen gemütlich beisammen. Agnes hat mittlerweile eine Menge 
Merkwürdiges gehört und vieles verstanden: Der "große Baphomet" ist etwa so zu begreifen wie eine 
mächtige Transforma-torenanlage, die jenseitige Schwingungen in diesseits wirksam werdende 
umwandeln kann. Dazu aber ist es nötig, die göttlichen Lichtschwingungen von Weiblich und Männlich 
in der Figur zur Berührung zu bringen. Erst dadurch wird der „große Baphomet" aufgeladen - quasi 
„belebt" - und kann jenes erforderliche Ilu-Schwingungsbündel aussenden, aufgrund dessen die 
Lichtschwingungen nach dem Prinzip der Affinität herangezogen werden, welche sich dann über das 
Land und schließlich über die ganze Welt ausbreiten und ein neues Zeitalter bewirken: Das Zeitalter, 
in dem die lichte Göttin die Regentschaft übernimmt und den grausamen Bibelgott entthront... Agnes 
fragt Blanchefort, was genau ihre Aufgabe für den Baphomet sein werde. Blanchefort antwortet, es 
gebe zwei magische Kristalle. Der eine, der männliche, gehöre in den Sockel der Figur, und der 
andere, der weibliche, auf den Scheitel des Doppelhauptes. Damit die Verbindung zwischen diesen 
beiden Kristallen belebt werde und die Schwingung des Baphomet sich entfalten könne, müsse eine 
dafür besonders geeignete Frau die beiden Kristalle durch ihre Haare miteinander verbinden. Dazu sei 
aber eine sehr große Haarlänge notwendig, denn allein dann könnten die Kraftströme in 



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ausreichendem Maße fließen. Also, spricht Blanchefort weiter, müsse Agnes den männlichen Kristall in 
die Enden ihrer Haare hineinhalten. Dieser werde Garil genannt. Als den Gral hätten ihn einst viele 
gesucht. Den weiblichen Kristall, der Ilua genannt werde, müsse sie auf Brusthöhe in ihre Haare 
halten. Dann werde sie - Kraft ihres Willens - ein Bild, das Bildnis der Göttin, in ihre Gedanken 
aufnehmen und somit für die jenseitige Welt sichtbar machen. Wenn dies gelungen sei, werde sie eine 
angenehm Wärme durch ihren ganzen Körper strömen spüren, auch durch ihre Haare. In diesem 
geistigen wie körperlichen Zustand müsse sie die beiden Kristalle an die richtigen Plätze der 
Baphomet-Figur fügen. Damit sei das Werk für den Baphomet getan, der erste Teil ihrer Mission. Die 
Kraft des Baphomet werde in ihr bleiben und ihr große Macht verleihen. Sie werde von da an 
unverwundbar sein, auch ihre Haare könnten nicht geschnitten werden. Der zweite Teil ihrer Mission 
werde sie dann doppelt unsterblich machen. Das bedeute, sie werde nicht nur das ewige Leben im 
Jenseits haben, wie alle, sondern auch irdisch unsterblich sein. Agnes fragt, wer denn die männliche 
Hälfte des Baphomet sei und was der zweite Teil ihrer Mission. Blanchefort antwortet mit einem 
Lächeln, das sei der doppelt unsterbliche Kontur, den Wissende auch den ersten der Einherier nennen 
- sonst habe er in dieser Welt zurzeit keinen Namen, obschon er früher bereits Namen besaß. Erst 
durch sie, Agnes, werde er wieder einen irdischen Namen erhalten. Auf ihn beziehe sich der zweite 
Teil ihrer Mission. Denn mit dem Einherier solle sie unter dem Bildnis der Göttin den Liebesakt 
vollziehen! Von dieser Eröffnung ist Agnes zunächst schockiert. Sie solle mit einem Mann schlafen, den 
sie nicht liebe, den sie nicht einmal kenne? So sei das nicht, versichert Blanchefort. Den Mann, der 
dann erscheinen werde, den Unsterblichen, werde sie kennen - erkennen - und sie werde lieben vom 
ersten Augenblick an! Denn es sei ihr Gemahl aus ewiger Ehe, jener, der ihr bestimmt ist von allem 
Anfange her, ihr Geliebter und Gatte aus ewigem Recht. In den Strahlen der Göttin, die dem Licht der 
Morgenröte gleichen, werde sie ihn sehen, erkennen und lieben. Dadurch werde sie ihm gleichsam 
den wahren Weg in das Diesseits bahnen - und für sich selbst die unverletzliche doppelte 
Unsterblichkeit gewinnen. Sie werde diesen Mann, der dann irdisch erscheine, nach allem Gesetz 
dieser Welt heiraten. Mit ihm zusammen werde sie Kinder zeugen und Macht und Einfluß erringen - 
und schließlich neben ihm auf dem Thron der Cäsaren sitzen, um diese Welt in reinem Licht zu 
regieren! Ein neues Cäsarengeschlecht werde durch sie erstehen! Dies sei das Ziel - und es werde 
gelingen! Agnes schaut den alten Mann nachdenklich an und meint, wenn sie ihre Haare nicht so lang 
hätte, würde ihr all dies nie begegnet sein? Blanchefort erwidert, es sei ihr Wesen, so zu sein wie sie 
ist! Anders könne sie gar nicht sein. Darin liege eben ihre besondere frauliche Stärke. Denn allein eine 
Frau von rein weiblicher Schwingung sei berufen, die Braut des Baphomet zu sein - und die Gattin des 
neuen Kaisers! Noch in dieser Nacht, fügt Blanchefort hinzu, solle sie zunächst den großen Baphomet 
sehen und dessen Strahlung erfühlen können. Dabei wirft er Walther einen Blick zu, und dieser nickt 
sogleich. Dann er sagt zu Agnes, sie werde von jetzt an hier wohnen. Da Agnes zu einer 
widersprechenden Geste ansetzt, fügt Walther hinzu, wenigstens für die nächsten Tage. Agnes ist 
schließlich einverstanden. Es wird beschlossen, daß sie einige Sachen aus ihrer Wohnung holen 
werde, wobei, wie Blanchefort verlangt, Walther sie begleiten und keinen Augenblick allein lassen 
werde. Nachher wolle man sich wieder treffen, und dann solle Agnes den großen Baphomet sehen. 
Blanchefort küßt Agnes auf die Stirn. Dann ermahnt er Walther abermals, allerhöchste Acht auf sie zu 
geben. Walther versichert, alles zu tun. Er steckt für alle Fälle seine Pistole ein, und fährt dann mit 
Agnes zu deren Wohnung. 

Blanchefort und Julietta begeben sich unterdessen mit einem Taxi zum Haus in der Blutgasse. Sie 
benutzen wieder den geheimen Gang. Vor dem steinernen Altar der Göttin ist ein purpurfarbenes 
Lager bereitet. Julietta löst ihre Haare auf. Wieder leuchtet ein rötliches Strahlen aus ihnen, dem 
Morgenrot ähnlich, und umfängt bald sie beide. Bei Blanchefort tritt abermals die Verjüngung ein. Bald 
stehen sie einander unbekleidet gegenüber. Ihrer beider Körper sind jung und strahlend schön, das 
rötliche Licht liegt auf ihrer Haut wie Gewänder aus hauch feiner Seide. Sie sind sehr ernst. Nun, so 
sagt Blanchefort, werde er also den Platz freimachen für den ersten unter den Einheriern, den neuen 
Kaiser. Danach werde er die weite Wanderung antreten durch das Grüne Land im Jenseits und viele 
jenseitige Welten, bis in das Reich des ewigen Lichts, so die Götter ihm dessen Tor wollten öffnen 
wollten. Und sie, spricht Julietta, werde zurückkehren in die Welt der ewigen Morgenröte, in das Reich 
ihrer Mutter Venus. Gemeinsam würden sie nun in dieser Welt vergehen - um drüben neu zu 
erstehen. Sie umarmen einander und lasse sich auf das Lager sinken. Ihre Leiber vereinigen sich ein 
letztesmal im irdischen Liebesakt. Alle anderen Anwesenden wenden sich unterdessen um. 



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Lydia geht durch die Straßen der abendlichen Innenstadt. Es gibt nichts an ihr, was anderen 
Fußgängern besonders auffallen könnte. Höchstens, das sie sich sehr langsam bewegt und sonderbar 
gleichmäßig. Lydia geht durch die Straße, in der Agnes wohnt und in das betreffende Haus hinein. 

Im Hotelzimmer der Frau namens Sybille brennt Licht. Aber es gibt kein Antworten auf das Klopfen an 
der Tür. Sie öffnet sich, und Kolling tritt ein. Er ruft Sybilles Namen und geht zur offenen Tür des 
Badezimmers. Wie er Sybilles Leiche am Boden liegen sieht, gibt er ein paar ebenso verärgerte wie 
pietätlose Worte von sich. Er greift gleich nach seinem Handy und ruft seinen Mitarbeiter an, dieser 
solle sofort kommen, es gäbe etwas Unnützes zu beseitigen. Um die Lösung des Problems, bei der 
diese Sybille kläglich versagt habe, müsse er sich jetzt auf konventionelle Art selber kümmern. 

Lydia steht stumm und starr einige Stufen oben auf der Treppe gegenüber von Agnes ' Wohnungstür. 
Auch als der schwache Schein des Minutenlichts der Treppenhausbeleuchtung angeht, ist sie kaum zu 
sehen, wenn man nicht sehr genau hinschaut. Die Stimmen und Schritte von Agnes und Walther 
werden hörbar. Lydia bleibt gänzlich reglos. In einer Hand hält sie die lange spitze Schere wie einen 
Dolch. Agnes und Walther erreichen die Wohnungstür. Agnes schließt auf, und beide gehen hinein. 
Lydias Augen verfolgen, was sie sehen, sonst ist an ihr nicht die geringste Bewegung. 

In der Wohnung hilft Walter Agnes dabei, ein paar unentbehrliche Dinge in eine Reisetasche zu 
packen. Agnes versucht Walther in Freundschaft klarzumachen, daß sie nicht auf Dauer in das Haus 
des Verlobten ihrer Schwester einziehen werde; schon gar nicht, während diese krank sei. Walther 
möchte darüber jetzt keine Debatte führen, er nimmt auf Agnes ' Gefühle und Anschauungen jede 
Rücksicht. 

Vor der Tür hat Lydia unterdessen ihre Position verändert. Das Minutenlicht im Treppenhaus ist 
ausgegangen. Es herrscht Dunkelheit. Der Lichtschalter ist ein paar Schritte von der Wohnungstür 
entfernt. Lydia steht dicht neben der Wohnungstür. Die Wohnungstür öffnet sich. Zuerst kommt 
Walther mit der Reisetasche. Er sucht nach dem Lichtschalter und kann ihn nicht finden. Agnes 
kommt und schließt die Tür. Lydia steht unmittelbar neben ihr in der Dunkelheit. Die schlanke spitze 
Schere hält sie geschlossen und stoßbereit wie einen Dolch in der Faust. Wie Agnes den Kopf neigt, 
um den Schlüssel ins Türschloß zu stecken, bietet sie für einen Moment ihren Nacken dar. Die Klingen 
der Schere in Lydias Hand gehen auseinander und richten sich auf die Stelle über dem Band, das 
Agnes ' Haare zu einem Schweif lose zusammenhält. Dieses Band hat sich, wie so oft, stark gelockert. 
Agnes zieht es mit einer gewohnten schnelle Bewegung heraus und bindet ihre Haare wieder fester 
zusammen. Der schwere Haarschweif gleitet ihr vor die Schulter. Das irritiert die verwirrte Lydia. Sie 
zögert, holt dann doch mit der offenen Schere zum Stich in Agnes ' Rücken aus. Doch schon hat 
Agnes zugeschlossen, wendet sich schnell um und ist mit zwei Schritten bei dem auf sie wartenden 
Walther. Als Lydia die Schere zudrückt, ist Agnes mit Walter schon fast ein ganzes Stockwerk tiefer. 
Die beiden gehen die Treppe hinunter und verlassen das Haus, ohne Lydia bemerkt zu haben. 

Lydia bleibt oben still stehen. Die Klingen der Schere haben sie wieder gänzlich geschlossen. Zu 
schnellen Bewegungen ist Lydia in ihrem jetzigen, durch Psychopharmaka und Sybilles Hypnose 
beeinflußten Zustand nicht fähig. Sie packt die Schere erneut wie einen Dolch. 

Es ist eine laue Sommernacht, in der auch die ein wenig unheimlich anmutende Blutgasse nicht frei 
von Spaziergängern ist. Kolling kann nicht zu diesen gezählt werden. Er hat einen anderen Grund, 
zufuß dorthin unterwegs zu sein. Gleiches gilt für Lydia, die mit sich mit langsamen Schritten, aber 
doch in sonderbar zielstrebiger Weise, der Blutgasse nähert. 

Blanchefort begrüßt Agnes und Walther vor dem Eingang gegenüber des ehemaligen Templerhauses, 
jenes Hauses, daß Walther gekauft und in dem er Lydia die Atelierwohnung eingerichtet hat. Julietta 
ist in Walthers Villa geblieben, um die ersten eintreffenden Ordebnsmitglieder zu begrüßen. Agnes 
zeigt sich zunächst ein wenig verwundert, folgt aber den beiden Männern. Der Weg führt in den 
Keller. Walter schließt eine Tür auf und knipst Licht an. Es geht eine steinerne Treppe hinunter in ein 
zweites Kellergeschoß. Walther schließt abermals eine Tür auf und macht Licht. Sie befinden sich nun 
in jenem großen unterirdischen Gewölbe, unter dessen Boden der große Baphomet auf seine Stunde 
wartet. Das Standbild der Göttin und der Altar sind durch dunkle Tücher verhüllt und kaum zu 
bemerken. Blanchefort erklärt Agnes, der Bruder Walther (wie er diesen jetzt nennt), habe im Namen 
der Erbengemeinschaft der Tempelritter dieses Haus gekauft, weil es schon in alter Zeit Eigentum des 



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Ordens gewesen sei - wenngleich durch einen Strohmann, wie man heutzutage sagen würde. Und 
während in dem offiziellen Ordenshaus gegenüber allein die größeren Versammlungen abgehalten 
worden seien und ansonsten als Kontor benutzt worden sei, habe dieses Haus hier oft die wichtigsten 
Heiligtümer beherbergt. Mitunter seien diese dann zu bestimmten Anlässen durch einen unterirdischen 
Gang hinüber getragen, doch anschließend immer gleich wieder hierher zurück gebracht worden; vor 
allem der große Baphomet. Nur wenige Eingeweihte des innersten Kreises hätten um dieses 
Geheimnis gewußt. Denn es sei schon damals eine besondere Sektion des Ordens gewesen, von deren 
Hintergründen nur wenige wußten. Jetzt sei die Zeit gekommen, die lichtbringenden Kräfte des 
Baphomet zu erwecken - und damit gleichsam der Göttin des Lichts den Weg zur Herrschaft zu ebnen. 
Das grausame Regime des biblischen Gottes werde damit enden. Statt Krieg, Haß und Gewalt werde 
eine Ära des Herzens kommen... Denn die Göttin kenne weder Haß noch Neid, keinen Eifer und keine 
Habsucht... Er betätigt den verborgenen Mechanismus; und der nun unverhüllte Baphomet erhebt sich 
strahlend aus dem Boden. Er zeigt Agnes seine beiden Profile; das weibliche und das männliche, 
zugleich. Fasziniert schaut Agnes die goldene Figur an und geht dann auf sie zu, als vernehme sie 
einen für das diesseitige Ohr unhörbaren Ruf. Blanchefort und Walther lassen Agnes allein zum 
großen Baphomet gehen; sie verharren am Rande des Gewölbes. Doch Blanchefort erklärt weiter mit 
seiner wohltuend ruhigen Stimme: Morgen früh würden sie den Kristall für die weiblichen 
Schwingungen aus seinem Versteck am Fuße des Untersbergs holen, ebenjenen Kristall, nach dem so 
vergeblich gesucht hatten: Den Ilua, das weibliche Gegenstück des Garil, des Grals. In der morgigen 
Nacht sodann werde Agnes den weiblichen Teil des Baphomet beleben und dessen Kraft erwecken. 
Sie werde damit zur Herrin über alle Getreuen werden und zur Sachwalterin der Göttin im Diesseits. 
Sie werde somit alle Fähigkeiten besitzen - diesseits und jenseits der verschiedenen Welten... Agnes 
ist bis dicht an den Sockel herangetreten. Sie blickt unentwegt den Baphomet an und löst dabei ihre 
Haare auf, als habe sie von irgendwo eine Bitte darum vernommen. Da beginnt der Baphomet von 
innen heraus zu leuchten. Langsam dreht er sich und zeigt nun statt seiner beiden Profile frontal sein 
weibliches Gesicht - es ist Agnes ' Gesicht! 

Dicht vor dem Haus parkt Walthers Wagen. Von einem schräg gegenüber liegenden Hauseingang her 
beobachtet Kolling das Auto und die Tür des Hauses. Die an seinem Körper herabhängende rechte 
Hand hält unauffällig eine mit Schalldämpfer versehene Pistole. Kolling sieht Lydia kommen und in das 
Haus gehen, ohne dem eine Bedeutung beizumessen. Er hat sie nie persönlich gesehen. 

Lydia geht ein paar Stufen die Treppe hinauf. Dann vernimmt sie Geräusche. Sie bleibt stehen. Im 
Hausflur brennt kein Licht. Durch die beiden Glasscheiben der Haustür fällt der Schein von 
Straßenlaternen und Mondlicht. Das scheint den vom Keller her Kommenden zu genügen. Sie 
sprechen leise miteinander. Lydia wendet langsam den Kopf. Sie nimmt Blanchefort, Walther und 
Agnes wahr. Agnes ' Anblick scheint Lydia an die womöglich schon vergessene Schere zu erinnern, die 
sie bei sich trägt. Sie zieht sie hervor, nimmt sie wie einen Dolch in die Faust und wartet still. Gleich 
muß Agnes dicht an dem Treppengeländer vorüber kommen, durch dessen weit 
auseinandersetehende Sprossen ein Dolchstoß mit der großen Schere sie nicht verfehlen könnte. Die 
drei kommen näher. Ein kurzes Zittern schüttelt Lydia. Für den Bruchteil einer Sekunde schien das 
Begreifen in sie zurückgekehrt und doch sofort wieder entwichen zu sein. Die drei im Hausflur gehen 
sehr langsam, sie sprechen leise miteinander. Unmittelbar dort, wo Lydia kauert, verzögern die drei 
wieder ihre Schritte, bleiben für einen Moment sogar stehen. Agnes und Walther lauschen einigen 
erläuternden Worten Blancheforts. Es sagt, überall sei jetzt noch die Macht der Finsternis zu fürchten, 
sogar an diesem Ort. Erst morgen um diese Zeit könnten sie alle sich sicher fühlen. Agnes steht dicht 
beim Treppengeländer und wendet der im Dunklen nicht wahrnehmbaren Lydia den Rücken zu. 
Allerdings zwei Treppenstufen zu weit, als daß Lydia einen Dolchstoß gehen sie führen könnte. Etwas 
scheint sie zu durchzucken und sie die Lage erkennen zu lassen. Lydia läßt die Dolchfaust sinken. 
Statt dessen öffnet sie die Schneiden der Schere und reckt ihren Arm auf Agnes' Nacken und die 
offenen Haare zielend. Alter persönlicher Neid wird in Lydia wach und vermischt sich mit dem 
unbewußten Auftrag, die Mission der Baphometbraut zu zerstören. Denn nur jetzt ist der 
Gestirnenstand für die Belebung des Baphomet günstig, jetzt, da die Venus, der Stern der Göttin und 
die Schwingungsschleuse zum lichten Jenseits, sich weit öffnen kann. Die Haare der einen jungen 
Frau dort, die Agnes heißt, werden über ein kosmisches Zeitalter entscheiden. Es ist ein Kampf 
zwischen Licht und Finsternis. Die Finsternis scheint im Vorteil zu sein. Agnes wendet sich ein wenig. 
Im nächsten Moment muß die Schere in Lydias Hand die Aschblonden Haare der Schwester, die 
geöffneten Klingen zielen auf ihren Nacken. In Lydias Augen blitzen irre Lichter. Einen Augenblicke nur 
steht Agnes still an diesem Fleck. Als ob sie dann ganz plötzlich etwas spürte, wechselt sie 



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unvermittelt ihren Platz und tritt zu Blanchefort auf die andere Seite. Erschlafft zieht Lydia die Schere 
zurück und nimmt sie erneut als Dolch. In diesem Augenblick meint Blanchefort, es gehöre sich, daß 
die Dame zwischen den beiden Herren gehe! Er und Walther nehmen Agnes in die Mitte, sie verlassen 
das Haus. 

Lydia bringt diese neue Lage im Zustand ihrer eingeschränkten Denkfähigkeit durcheinander. Sie 
senkt den Blick geistesabwesend auf die Schere, als rätsele sie, was das für ein Ding sei und wie es in 
ihre Hände komme. Dann scheint es ihr doch wieder einzufallen. Sie folgt den dreien. Blanchefort, 
Agnes und Walther verlassen das Haus und gehen über die Gasse zu Walthers Wagen. 

Kolling weiß genau was er will. Sein Hauptproblem ist die schlechte Visiermöglichkeit über einen 
Schalldämpfer. Ein zweites, ganz unerwartetes Problem kommt gerade aus Haus: Lydia. Diese läuft 
mit unsicheren, aber nun schneller werdenden Schritten von hinten auf Agnes zu. Etwas scheint sie 
anzutreiben, ihre Bewegungen noch beschleunigen zu können. Blanchefort, der Lydia nicht kennt, 
aber sofort den Angriff begreift, sieht sie als erster von den dreien. Doch er befindet sich auf der 
anderen Seite des breiten Wagens und kann nur warnend rufen. Agnes und Walther drehen sich um. 
Lydia war schon so dicht herangekommen, daß sie nach einem weiteren Schritt Agnes hätte packen 
können. Doch sie hält plötzlich inne. Walther will sofort eingreifen, aber Agnes hält ihn durch eine 
Geste zurück. Die beiden Schwestern stehen sich gegenüber. Lydia treten Tränen in die Augen. Die 
Schwestern fallen einander weinend in die Arme. In diesem Moment schießt Kolling zweimal. Lydia 
gerät ihm genau in die Schußlinie. Zwei für Agnes bestimmte Kugeln treffen Lydia in den Rücken; sie 
wird schwer verletzt. Agnes erkennt den Platz, an dem Kolling steht, und flüstert in die warme 
Nachtluft, niemals mehr solle dieser Mann die Hand bewegen können, mit der er diese Schüsse 
abgegeben habe! Aus dem Hauseingang, in dem Kolling steht, erklingt ein irrwitziger Schrei. Kolling 
kommt von selber aus seiner Deckung. Die Pistole ist ihm aus der rechten Hand geglitten, und diese 
Hand weit vorgestreckt haltend, kommt er nun über die Gasse. Er wirkt verwirrt und hilflos wie ein 
armer Schwachsinniger. Blanchefort erkennt die Lage und gibt Walter dessen Waffe zurück. Der ruft 
über das Autotelefon Sanitäter und Polizei. Dann schaut er nach Lydia und geht zu Agnes, um sie zu 
beruhigen. Aber sie bietet einen durchaus starken Eindruck. Blanchefort habe ihr soeben erklärt, sagt 
sie, schon übermorgen werde sie Lydia von "drüben" aus helfen können. Ihre Schwester werde wieder 
gesund werden. Blanchefort, der dies hört, nickt ihr bekräftigend zu. Mittlerweile kommen Polizei und 
Rettungswagen. Der Notarzt kann soviel sagen, daß Lydia überleben wird. Sie ist jetzt im Geiste 
wieder völlig klar. 

Im Gebäude der Bundespolizeidirektion wird Edward Kolling von einem uniformierten Polizeibeamten 
und zwei weißbekittelten Krankenpflegern über einen Gang abgeführt. Kolling streckt immerzu seine 
starre rechte Hand vor und stammelt lauter wirre Worte. 

Zwei Männer betreten nach höflichem Anklopfen das guteingerichtete Büro des diese Dienststelle 
leitenden Hofrats. Einer der Männer ist ein Ermittler der Staatspolizei, der andere Polizeiarzt. Der Arzt 
behauptet, Kolling simuliere keineswegs, in seiner rechten Hand gäbe es keinerlei Blutzirkulation, sie 
werde bald trocken wie ein dürrer Ast sein. Überdies halte er auch den Irrsinn nicht für vorgetäuscht. 
Den Ermittler scheint diese Auskunft zu verärgern. Er jedenfalls, betont, er werde sich diesen 
Widerling Kolling nicht von Psychiatern wegschnappen lassen - jetzt, wo man ihn endlich einmal fest 
im Griff habe: Ein Mordversuch auf offener Straße, dann noch eine Frau mit gebrochenem Genick im 
Kofferraum seines Wagens in der Hotelgarage, und die Berliner Kollegen würfen ihm außerdem 
Anstiftung zum Mord an einem Wissenschaftler namens Dr. Arnold Wendelin vor. Dieser Kolling dürfe 
sich nicht mit der Masche Unzu-rechnungsfähigkeit davonstehlen! Welche guten Drähte der in gewisse 
Kreise habe, sei ja kein Geheimnis. Und wenn mag schon die Hintermänner nicht kriege, so wenigsten 
diesen Kolling! Der Hofrat versichert, auch er habe höchstes Interesse daran, daß dieser Verbrecher 
nicht wieder freikomme. Jetzt sei aber nichts anderes möglich, als ihn erst einmal sicher in der 
Psychiatrie unterzubringen. Der Ermittler wirft nochmals ein, alle diese Geschichten von angeblichen 
esoterischen Geheimbünden, die Kolling ihnen aufzutischen versucht habe, seien blanker Unsinn und 
zielten eben bloß auf den Trick mit der Unzurechnungsfähigkeit ab. Der Hofrat stimmt zu, diese Sache 
mit den Geheimbünden sei sicherlich Unsinn, dergleichen gäbe es vermutlich gar nicht. Er versichert 
abermals, er werde dafür sorgen, daß Kolling nicht wieder auf freien Fuß komme, jedenfalls nicht in 
den nächsten dreißig Jahren. - Für heute aber bitte er die Kollegen, ihn zu entschuldigen, er habe sich 
für die zweite Hälfte des Tages frei genommen - ein Familienfest! Der Ermittler und der Arzt 



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verabschieden sich von dem Hof rat - der Hof rat ist Dr. Walther Goetinger-Wergenheim. An der Wand 
hinter seinem Schreibtisch hängt das Bild vom Baphomet. 

Walter verläßt seine Dienststelle. Es ist ein schöner sonniger Nachmittag. In der Nebenfahrbahn beim 
Deutschmeisterplatz wartet Agnes am Steuer von Walthers Wagen. Walther steigt ein, sie begrüßen 
sich und Agnes fährt vor bis zum Cafe Prückel. Dort steigt Blanchefort zu. Sie fahren Auf die 
Westautobahn in Richtung Salzburg. 

Agnes berichtet, in Walthers Haus hätten sich unterdessen die erwarteten Gäste eingefunden, um die 
Julietta sich kümmere. Im übrigen kennten die meisten der Gäste sich ja sehr gut aus, auch wenn 
viele von allen Himmelsrichtungen her stammten. Dann fragt sie, ob es weiterhin gelte, auf der Hut 
vor irgendwelchen Attacken zu sein - von welcher Seite auch immer. Blanchefort erwidert, so lange 
der große Baphomet noch nicht belebt sei, bestünde allerorten Gefahr. Erst wenn das Welk gelungen 
sei, könne und werde die Göttin sie und alle Menschen guten Willens schützen. Er rechne jedoch nicht 
damit, ergänzt Blanchefort, daß ihnen jetzt noch ein Unheil drohe; denn die Kraft des Baphomet habe 
Agnes bereits erkannt, und so lange Agnes ' „magische Saiten", also ihre Haare, nicht verletzt würden, 
seien sie und das Werk nun wohl sicher. Falls dennoch ein weiterer Angriff der Gegenseite vorstellbar 
sei, so höchstens direkt durch schwarze Mächte von finsteren Jenseitszonen her. 

Die drei fahren nach Salzburg und dort über die bayerische Grenze bis in einen winzigen Ort, der 
unmittelbar am Fuße des sagenumwobenen Untersbergs liegt. Während der Fahrt erzählt Blanchefort, 
daß vor vielen Jahrhun-derten hier ihre Vorfahren einen streng geheimen Sitz gehabt hatten und hier 
auch jener Kristall verborgen liege, den es nun für die Belebung des Baphomet zu holen gelte. Vor 
Jahrhunderten hatte die göttliche Isais jenen magischen Stein gebracht. 

Agnes; noch immer bewacht und behütet er sie wie ein gewissenhafter Leibwächter. In ihrer 
Wohnung hilft Walther, einige Koffer zu packen. Agnes hat ein langes Kleid aus lachsroter Seide mit 
Silberstickerei. Ein Geschenk von Walther. Das will sie für den Baphomet anziehen. Sie begibt sich 
damit in ihr kleines Badezimmer. Während sie sich umzieht, überfällt sie plötzlich ein leichtes 
Schwindligkeitsgefühl. Und es kommt ihr auf einmal so vor, als ob die beiden Lampen einen gelblichen 
Schein von sich gäben. Das kleine Bad hat keine Fenster, so daß das Licht nun überall gelblich wirkt. 
Agnes wird sonderbar zumute, ohne daß sie sich selbst erklären könnte, wieso. Sie ist mit dem 
Umkleiden fertig. Sie legt noch ein dunkelrotes Kehlband an und bindet ihre Haare mit einem 
dunkelroten Samtband zusammen. Agnes betrachtet sich im Spiegel. Auch das Glas des Spiegels 
scheint jetzt gelb zu sein. Sie zupft an dem Kehlband herum. Dann überprüft sie nochmals den Sitz 
des Haarbands im Nacken und wiederholt dies gleich abermals. Sie weiß nicht, warum sie das tut, und 
es kommt ihr so vor, als mache das Spiegelbild alle Bewegungen vor, ehe sie selber sie tue. Nun greift 
das Spiegelbild wieder nach hinten, und Agnes Hände tun es auch. Eine ihrer Hände bleibt an dem 
Haarband, die andere wandert wieder nach vorn. Mit dieser öffnet das Spiegelbild jetzt das 
Sanitätskästchen. Es steht noch da, weil Agnes darin nach Kopfschmerztabletten gesucht hatte. Darin 
liegen auch Verbandsstoffe und eine Schere. Das Spiegelbild greift nach der Schere, und Agnes Hand 
nimmt sie aus dem Kästchen. Agnes fällt auf, daß das Spiegelbild ein schwarzes Kleid an hat - und 
auch gar nicht mehr sie zeigt, sondern eine andere Frau (nämlich Sybille). Agnes will die Schere fallen 
lassen, aber ihre Hand gehorcht ihr nicht. Das Spiegelbild hebt die Schere gegen ihre Kehle. Agnes ' 
Hand macht die Bewegung des Spiegelbilds nach, wenn auch viel langsamer. Agnes überkommt 
würgende Panik. Agnes schafft es durch ihren Willen, den Stoß gegen ihre Kehle zu stoppen. Das 
Spiegelbild blickt zornig. Es hebt die Schere nun über ihren Kopf, klappt die Schneiden auf und senkt 
sie von oben auf die hinten zusammengebundenen Haare. Auch Agnes' Hand führt jetzt die Schere 
nach hinten, jedoch ohne sie aufzuklappen. Agnes möchte laut schreien, Walther zu Hilfe rufen, aber 
sie kann nicht. Das kleine Badezimmer scheint jetzt kein Bestandteil der diesseitigen Welt mehr zu 
sein. Graue und gelbliche Nebelschwaden breiten sich darin aus. Agnes nimmt all ihre Willenskräfte 
zusammen, um die durch das falsche Spiegelbild erzwungene Bewegung zu beenden. Agnes bemerkt, 
daß ihre Kräfte wachsen. Das Spiegelbild hat die Hand mit der Schere schon ganz in den Nacken 
gesenkt, Es grinst aus dem gelben Spiegelglas. Agnes aber schafft es, die Hand mit der Schere wieder 
nach vorne und weg von ihren Haaren zu zwingen. Agnes hat die Schere wieder ganz nach vorn 
gebracht. Agnes schöpft Mut. Sie sieht das falsche Spiegelbild böse lächeln. Es führt die Schere jetzt 
erneut an die Kehle und beginnt, zu Agnes zu sprechen, in dem es ihr einen Gedanken sendet, der 
sagt: Noch sei sie nicht Teil des Baphomet, noch habe sie nicht die Kraft der Göttin! Doch Agnes fühlt 
deutlich, daß die Kraft des bösen Bilds im Spiegel schwindet und ihre eigene schnell zunimmt. Das 



140 



Bildnis der Göttin kommt Agnes in den Sinn. Eine ihrer Hände liegt noch immer an dem dunkelroten 
Samtband in ihrem Nacken. Sie zieht es heraus und macht die Haare auf. Mit der anderen Hand kann 
sie jetzt die Schere weglegen. Das feindliche Bild im Spiegel weicht zurück. Der graugelbe Nebel 
verschlingt die Wände des Badezimmers; auch der Spiegel ist verschwunden. Agnes steht in einem 
grenzenlosen Raum ohne Oben und ohne Unten. Die feindliche Gestalt weicht weiter zurück, in immer 
dichtere und dunklere Nebelschwaden hinein, in denen Schemen weiterer Gestalten lauern. Hinter 
Agnes steigt nun ein hellgrünes Licht auf, das sich bald in ein rosafarbenes umwandelt - wie ein 
Schein der Morgenröte. Aus Agnes ' Haaren beginnt in helles Violett zu leuchten, dem sich bald ein 
rostrotes Strahlen vom Scheitel und von den Haarspitzen her hinzufügt. Agnes hat jede Furcht 
verloren. Mit langsamen Schritten geht sie auf die feindliche Gestalt und die diese jetzt umringenden 
Schemen zu. Plötzlich fällt der Körper der schwarzgekleideten Frau wie eine tote Schale von der 
Gestalt ab, und Agnes steht einem Etwas gegenüber, das wie ein häßlicher Mann aussieht, dessen 
Körper aus dunklem, brodelndem Lehm besteht und keine feste Form hat. Dieses Etwas reckt seine 
dunkelgrau dampfenden Arme gegen sie aus und löst sich dann in grauen Dunst auf. Das helle 
Leuchten aus Agnes' Haaren und das rosa Licht hinter ihr treiben die grauen und gelben 
Nebelschwaden und deren Dämonen immer weiter zurück. Bald überschaut Agnes ein malerisches 
Land, über dem ein ewiges Morgenrot zu strahlen scheint. In einer Hand hält sie noch das dunkelrote 
Samtband. Agnes bindet sich die Haare wieder zusammen. Agnes steht in ihrem Badezimmer vor dem 
Spiegel. Die Lampen geben wieder ihr normales Licht, Im Waschbecken verfliegt grauer Dampf. Auch 
der Spiegel wird frei von jeglicher gelben oder grauen Färbung und zeigt Agnes ' eigenes, richtiges 
Spiegelbild. Agnes fühlt sich stark und wohlauf. Sie spürt, in einem letzten Kampf gesiegt zu haben, 
der womöglich nur wenige Augenblicke gedauert hatte, und doch entscheidend gewesen war. Gut 
gestimmt, begibt sie sich zu Walther. Der hat inzwischen fertig gepackt, und es geht nach Wien- 
Hietzing. 

Agnes hat in Walthers Haus nun die Rolle der Gastgeberin zu erfüllen. Julietta ist bereits in der Grotte 
des Baphomet und trifft Vorbereitungen. Die Gäste sind durch Blanche fort über sie unterrichtet. Außer 
Deutsch, Italienisch und Französisch ist auch Schwedisch, Spanisch, Portugiesisch, Englisch und 
Ungarisch, Kroatisch und manches mehr zu hören. In einem geeigneten Augenblick erzählt Agnes 
Blanchefort im Vertrauen von dem Ereignis im Badezimmer ihrer Wohnung. Blanchefort erblaßte 
zunächst beinahe vor Entsetzen. Er weiß ganz genau, in welch großer Gefahr Agnes - und mit ihr das 
ganze Werk - geschwebt hat. Das die Macht der Finsternis so nahe sei, hätte selbst er nicht vermutet, 
gibt Blanchefort zu und bereitet sich Vorwürfe. Dann aber sagt er, Agnes habe den schwersten Kampf 
bestanden, und das sogar schon ehe sie die hohen Kräfte erhalten habe. Sie habe, ohne es zu ahnen, 
Nebelheim betreten, jene von der Höllenmacht dominierte Sphäre, welche die irdische durchdringe. 
Dort habe sie mit dem Fürsten der Finsternis selbst den Kampf des höheren Willens ausgetragen - und 
gesiegt! Denn danach war das „grüne Land" vor ihr erschienen - und sogar die Welt der ewigen 
Morgenröte, das Reich der Göttin des selbst! Nur wenige wüßten zu ermessen, wie schwer und 
bedeutungsvoll dieser Sieg sei! Der erste der Einherier, würde zurecht gerade sie lieben. Nun sei 
gewiß, daß nichts mehr sie anzugreifen vermöchte, weder im Diesseits noch vom Jenseits aus. In 
dieser Nacht, so sagt er mit spürbarer Freude im Herzen, werde durch Agnes eine neue Lichtzeit 
beginnen. Blanchefort, dieser würdevolle alte Herr, verneigt sich vor der jungen Agnes und küßt ihr 
die Hand. 

Um Mitternacht in der weiträumigen Grotte des großen Baphomet. Statt des elektrischen Lichts, geben 
jetzt zahlreiche Kerzen rötlich schimmernde Flammen in hängenden Ölschalen eine helle Beleuchtung. 
Etwa zwei Dutzend Männer und Frauen stehen um die enthüllte Baphomet-Figur versammelt. Die 
Männer tragen lachsrote Umhänge mit silbernen Lilien darauf, die Frauen aber lange lachsrote Kleider 
mit Silberstickerei; ihre Haare sind vor der linken Schulter zu Schweifen gebunden. Blanchefort und 
Agnes stehen bei dem Altar der Göttin. Auf diesem Altar liegen die beiden Kristalle des Baphomet, der 
männliche und der weibliche. Blanchefort spricht mit ruhiger Stimme, jetzt nun breche die neue Zeit 
an, jene Zeit, da die schwarze Farbe der Trauer gegen die Farbe des Morgenrots ausgetauscht werde, 
weil ein neues Zeitalter aufsteigt. Statt der blutroten Kreuze aber erhebe sich jetzt die silberne Lilie 
der Venus. Wenn alles vollendet sein werde, dann würden Weiß und Gold alles beherrschen, und die 
Frauen würden ihr Haar immer offen tragen. Heute werde der große Baphomet belebt werden durch 
die würdigste Frau; der Baphomet habe sich diese Braut selbst erwählt, der ihm innewohnende Geist 
seine Gattin aus ewigem Recht in ihr erkannt und sie sich durch die stille Ausstrahlung seiner Liebe 
zugeführt. Diese werde nun auch den Weg bereiten für die Ankunft der Göttin und für deren weise 
Herrschaft. Alle Anwesenden rufen aus: „Es sei!" Agnes wendet sich jetzt dem Bildnis der Göttin und 



141 



damit dem Baphomet den Rücken zu. Sie tritt dicht an den Altar und steht nun auf einem aus 
Silberfäden gewobenen Tuch. Julietta tritt vor und kämmt Agnes mit einem großen verzierten Kamm 
symbolisch die Haare. Blanchefort verneigt sich vor ihr. Bald steht Agnes allein beim Altar der Göttin. 
Auf diesem liegen die beiden heiligen Kristalle. Mit jeder ihrer Hände berührt Agnes einen von ihnen. 
Dann hebt sie ihre Haare über die Schultern vor und dreht sich um, schaut nun den Baphomet an. 
Walther kommt jetzt, um ihr zu assistieren. Er reicht ihr den ersten Kristall. Diesen hält Agnes in die 
Enden ihrer Haare. Dann reicht er ihr den zweiten Kristall. Diesen hält sich Agnes zwischen den 
Brüsten in ihre Haare. Alle Anwesenden beginnen ein leises melodisches Summen, das schon bald 
wieder verstummt. Die beiden Kristalle beginnen zu leuchten, und ebenso Agnes ' Haare. Agnes 
nimmt nun die Belebung des großen Baphomet vor. Walther assistiert ihr dabei. Er reicht ihr die 
Kristalle an, hilft ihr auf die Stufen des runden siebenstufigen Sockels und wieder herunter. Wie 
danach alle im Kreise um den großen Baphomet versammelt stehen, entfährt dem Kristall auf dessen 
Doppelhaupt ein gleißender rötlich-violetter Strahl. Alle Anwesenden stoßen einen Jubelruf aus. 
Blanchefort sagt laut: „Die Zeit kommt!". Und alle wiederholen es: Die Zeit kommt! - Agnes steht 
neben Walther und Blanchefort vor dem Altar. Das Licht des Baphomet strahlt sie an. Blanchefort und 
Julietta traten vor, dicht an den Baphomet heran. So stehen sie Agnes gegenüber. Julietta löst ihre 
Haare auf. Blanchefort, der dem Greisenalter nahe steht, verwandelt sich in einen jungen Mann, und 
Julietta die Frau in den Dreißigern, in eine gerade Zwanzigjährige. Alle Kleider fallen von ihnen ab, der 
Schimmer der Morgenröte hüllt sie ein. So umarmen sie sich wie ein Paar, das stehend den Liebesakt 
vollzieht und lösen sich dabei in zuerst rötliches und dann violettes Licht auf. Dieses Licht aber ballt 
sich zu einer neuen Gestalt - so, als gehe diese aus der Vereinigung der beiden anderen hervor. Es ist 
die Gestalt eines blonden Mannes von schöner Gestalt und mit einem edlen Gesicht, das aus 
Geschichtsbüchern nicht unbekannt ist: Der Kaiser Augustus. Das violette Licht wandelt sich in die 
Farbe der Morgenröte. Aus ihr nimmt des Kaisers Gestalt feste Form an. Von dem Bildnis der Göttin 
her beginnt ein sanften rosafarbenes Licht zu strahlen - das Licht der ewigen Morgenröte. Dieses Licht 
erfüllt zunehmend das ganze Gewölbe. Agnes und der Kaiser fassen sich bei den Händen. Zwei Frauen 
bereiten schweigend zwischen dem Altar der Göttin und dem Sockel des Baphomet ein Lager aus 
vielen purpurfarbenen Decken und Kissen. Alle anderen verlassen unterdessen still den Raum. 

Das strenge und zugleich schöne Gesicht des Mannes, des ersten der unsterblichen Einherier, ähnelt 
dem männlichen Gesicht des Baphomet, denn auch dieses zeigt nun das Antlitz des Kaisers Octavian 
Augustus - wie das weibliche dem Gesicht des Baphomet Agnes gleicht. 

Octavian, der erste der Einherier, spricht zu Agnes, und seine Stimme hat einen dunklen, wohltuenden 
Klang: „ Vor undenkbarer Zeit schon kannten wir uns, von Ewigkeit her sind wir ein Paar. Du, Agnes, 
und ich, Octavian. Zu jenen wenigen zählen wir, die mehrere Wege durch das Irdische gehen - Du 
erstmals, ich zum anderen mal. Römischer Imperator bin ich gewesen, als Augustus, deutscher Kaiser 
und Diener der Göttin als geheimer Kontur. Jetzt erwartet mich ein neues Amt - gemeinsam mit Dir! 
Unsere liebende Göttin leitet uns gut, damit wir ein neues Geschlecht begründen, das dieser Welt 
Führer sein wird in einer neuen, lichtvollen Zeit. " Die beiden Frauen, die das Lager bereitet haben, 
entkleiden jetzt Agnes aus lachsroter Seide hauchdünnen Stoffen darunter. Jetzt ziehen sich auch die 
stummen Helferinnen aus dem Gewölbe zurück. 

Ganz als Mann und Frau stehen Octavian und Agnes sich nun gegenüber. Agnes ' Augen leuchten und 
ihre Lippen glühen. Sie spürt die Kraft seines Geistes und sieht die Stärke des männlichen Körpers, der 
sich dem ihren nähert. Ein leises Beben durchläuft Agnes ' Leib, als berühre das Licht der Morgenröte 
zärtlich überall ihre Haut. Es spannen sich ihre Brüste, und ihre Arme heben sich um den Nacken des 
Kaisers, der mit einer Hand um ihre Taille greift und mit der anderen in die Flut ihrer Haare. So sinken 
sie auf das purpurne Lager nieder - zu einem werdend im Schimmer des ewigen Morgenrots, das die 
Göttin der L iebe sendet, das jetzt alles durchdringt, das nun alles umhüllt. 

Ein neues Geschlecht wird geboren: Das Geschlecht der unsterblichen Lenker eine kommenden 
Zeitalters. 



142 



Das Beleben der „Figura" des großen Baphomet. 

Die Figur 

Diese ist so vorzubereiten, daß ohne Umstände sowohl der Sockel wie auch das Doppelhaupt erreicht 
werden kann. Die Höhe der Figur ist 127 cm, vom Scheitel des Doppelhaupts bis zum Sockelbeginn. 
Auf dieser ganzen Länge, durch Doppelhaupt, Frauenzopf und auseinandergehendes Zopfende, 
verläuft auch die vertikale runde Bohrung mit einem Durchmesser von 0,6 cm. Auf der Mitte des 
Doppelhaupts befindet sich eine vierkantige, nach unten konisch zulaufende Vertiefung; die Tiefe 
beträgt 7,3 cm, die Kantenbreite oben 5,2 cm. Dies ist die Einlassung für den oberen Stein/ Kristall, 
den weiblichen „I/ua", dessen untere Spitze dann in den Anfang der Bohrung reicht, während die 
obere Spitze zum Himmel hin ausgerichtet ist. Der untere Stein/ Kristall, der männliche „Gar/7", liegt 
unten flach und berührt den unteren Bohrungseinlaß. Über den Sockel sind keine exakten 
Beschreibungen vorhanden. Er ist halbkugelförmig und unten auf einem abermaligen achtkantigen 
Sockel befestigt. Über den oberen, halbkugelförmigen Teil des Sockels breitet sich das offene 
Zopfende aus. In diesem Sockel befindet sich eine Schublade. 

Die Braut 

Sie soll eine schöne, würdige Frau in einem Alter zwischen 17 und 27 Jahren sein. Sie braucht 
besonders dichte, füllige und dabei möglichst glatte Haare von mehr als 80 cm Länge. Für den Akt der 
Belebung der Figur müssen diese genau 3 mag. Ellen plus eine Fingerbreite haben, das heißt eine 
Länge von ca. 79 cm, gemessen vom Ende des Mittelscheitels am Hinterkopf bis zu den Spitzen; die 
Länge muß völlig gleichmäßig sein. Auf dieses Maß werden sie am Anfang des Vorgangs rituell 
geschnitten. Da sie keinen einzigen Millimeter kürzer als 79 cm geraten dürfen, damit die Figur belebt 
werden kann, wohl aber ein wenig länger sein können, ist ein Sicherheitsmaß von ca. 80 bis 81 cm 
vorgesehen, mehr jedoch nicht. Die abfallenden Spitzen werden sodann in den Sockel gelegt; es 
genügt, wenn diese 3 cm messen, falls es mehr ist, kommt alles hinein. Sodann wird die Braut 
gekrönt. Die Krone hat die Form eines Diadems, welches aus goldenen Lorbeerblättern in Größe ca. 
1:2 besteht, die auf einem silbernen Reifen angebracht sind. Der Reifen entspricht einem Haarreifen, 
der auf den Kopf gesteckt wird und an beiden Seiten vor die Ohren reicht, wo das Silbergeschmeide 
breiter wird und somit festen Halt gewährleistet. Oben hat der Silberreifen zwei halbrunde, nach 
hinten gerichtete Ansätze, welche rechts und links des Mittelscheitels in die Haare geschoben werden. 

Die Belebung 

Dann werden der Braut die Haare in zwei gleichen Hälften vor die Schultern gehoben und nochmals 
glattgekämmt. Zuerst wird ihr jetzt der untere, der männliche Stein/ Kristall angereicht. Diesen schiebt 
sie, hochkant, in die Enden ihrer Haare, und zwar so, daß er völlig in diesen verschwindet. So hält sie 
ihn mit der linken Hand fest. Dann wird ihr der obere, der weibliche Stein/ Kristall angereicht. Diesen 
schiebt sie zwischen ihren Brüsten senkrecht in die Haare, so daß auch dieser völlig von ihnen umhüllt 
ist. So hält sie diesen mit der rechten Hand fest. In dieser Weise verharrt die Braut, bis die 
Schwingungen voll fließen, was einige Minuten dauern wird. Dann beginnt von ihrem Scheitel und 
auch von den Haarenden her ein Leuchten in hellroter Farbe. Wenige Augenblicke darauf erfaßt ein 
rötliches, leicht ins Violette gehendes, Leuchten ihre gesamten Haare (diese sind fortan, wie sie 
überhaupt, unverletzlich). Bald nimmt das rötliche Leuchten an Scheitel und Haarenden der Braut eine 
violette Farbe an. Dieses Leuchten umhüllt dann die ganze Braut für einige Augenblicke und zieht 
dann unten durch die Haarenden nach innen, ehe es aufhört. Jetzt werden die beiden Steine/ Kristalle 
an ihre Plätze in der Figur gegeben. Nach wenigen Augenblicken beginnt der sichtbare obere Teil des 
oberen Steins/ Kristalls auf dem Doppelhaupt zu leuchten, gleich darauf sendet er den affinen Ilu- 
Strahl aus. 



Das mythisch/ magische System 

Die höchste Gottheit sind die Kräfte Männlich und Weiblich, das weibliche Ilu und das männliche Ilu. 
In ihrer Berührung werden beide zu den Iluhe, der namenlosen Allschöpferkraft. Einen einzigen Gott, 
wie nach biblischer Vorstellung, gibt es demnach nicht. Unter den Iluhe gibt es jedoch viele mächtige 



143 



Wesen des Jenseits; lichte, die unsere Ahnen die Götter nannten, und finstere Dämonen. Außerdem 
gibt es zahllose andere Wesen des Jenseits, die mitunter auch mehr oder weniger Einfluß auf die 
Erden weit nehmen. Diese diesseitige Welt ist nicht die „wahre Welt" - denn die liegt im Jenseits -, 
sondern quasi ein Provisorium, das wir, die wir alle kleine gefallene Engel sind, zu unserer ersten 
Wiederverkörperung brauchen. Nach dem Sterben verkörpern wir uns dann in jenseitigen Welten 
wieder. Der Astralkörper, unser ewiger innerer Leib, bleibt dabei stets das Muster für unsere Form. 
Die Unterschiede zwischen Männlich und Weiblich sind ganz grundlegender Natur. Mann und Frau sind 
von verschiedenartigen Gottkräften erfüllt, eben entweder vom männlichen Ilu oder vom weiblichen 
Ilu. 

Die bedeutsamste Gottheit unter den Iluhe ist die Göttin der Liebe (Venus, Aphrodite, Ischtar, Freyja, 
Aramati etc.), denn allein durch ihre Mittlung können die beiden Iluelemente zusammenkommen und 
schöpferisch werden (daher rühren auch die sexualmagischen Komponenten). 

Die Wiener Baphomet-Darstellung, die schon im alten Mesopotamien ihre Vorbilder hat, soll all dies 
versinnbildlichen. Zugleich ist sie eine magische Anlage. Aufgrund ganz bestimmter Abmessungen und 
Proportionen, sollen zwei mit Ilu-Schwingungen aufgeladene Kristalle in ihr belebt werden. Auch der 
Schliff der Kristalle spiet dabei eine Rolle, der eine ist für die weiblichen Schwingungen geeignet und 
der andere für die männlichen. Die belebende Verbindung zwischen diesen beiden kann allein von 
einer jungen Frau durch deren lange Haare geschaffen werden; diese Frau übernimmt dabei 
gewissermaßen die Funktion der Göttin. Da der weibliche Astralkörper (im Gegensatz zum 
männlichen) auf großer Länge die Haare umfaßt, wirken diese wie „Antennen" in das Reich der Göttin. 
Der Planet Venus, der Stern der Liebesgöttin, ist die Schwingungsschleuse zum lichten Jenseits. Der 
Begriff Einherier stammt aus dem Germanischen, die Mythe um die Welt der ewigen Morgenröte 
hingegen aus Rom. Kaiser Augustus, der ihr anhing und auch in dieser Geschichte wichtig ist, hatte 
eine Geliebte halb germanischer Herkunft. Durch diese dürfte jener germanische Begriff nach Rom 
eingewandert sein. Die Mythe besagt, daß es in ganz bestimmten Fällen zu Verkörperungen von 
Halbgöttern auf Erden kommen kann, wie auch zur Wiedergeburt bedeutender Persönlichkeiten. Dazu 
bedarf es mehrerer magischer Vorgänge, die immer in einer Verbindung von Mann und Frau gipfeln - 
in der Vereinigung der Iluhe im Licht der ewigen Morgenröte, den Strahlen der alles bewirkenden 
Liebesgöttin. 

Von dergleichen spricht diese Geschichte: 
Die Braut des Baphomet. 



144 



Anhang 2 



Isais 1 Höllenreise 
(Das Original) 

Vorwort 

Einigen Leserinnen und Lesern wird ein kleiner Zehn - Seiten - Text unter dem Titel „Isais 1 Höllenreise" 
bekannt sein. Jener Text ist nicht das Original, sondern lediglich eine knappe Zusammenfassung - 
lückenhaft und leider voller Übertragungsfehler und sogar Fälschungen! 

Das Original, der Gesamttext, ist umfangreich und in vielerlei Hinsicht kompliziert. Verschiedene 
Mythenwelten treffen aufeinander. Babylonisch/ Assyrisches und Germanisch/ Römisches werden zu 
einer durchaus homogen erscheinenden Einheit. 

Wieso es zu dieser Vereinigung kam, oder ob es vielleicht sogar eine frühgeschichtliche 
Deckungsgleichheit gibt, ist bislang nicht feststellbar; die dementsprechenden Überlegungen und 
vergleichenden Untersuchungen würden im übrigen ein eigenes Buch füllen, es müßte an dieser Stelle 

zu weit führen, die verschiedenen Theorien und Möglichkeiten zu erörtern. 

Über Isais ist bisher viel Falsches und wenig Richtiges veröffentlicht worden. Es besteht die 
Bemühung, interessierten Leserinnen und Lesern die richtigen Texte und Bilder zugänglich zu machen. 
Das erfordert Mühe, und gewissenhafte Arbeit kostet Zeit. Deshalb sind hier zunächst nur die ersten 
Kapitel des Originals von „Isais 1 Höllenreise" zu lesen. Das komplette Werk soll so bald wie möglich 
fertiggestellt werden. Inzwischen mögen dieser ersten Blätter Freude bereiten. 

August 1998 



1.1 

Dies ist die Geschichte von Isais, der holden, welche tapfer dem Fürsten der Finsternis trotze, in sein 
Höllenreich schlich und entwand ihm unendlich kostbare Beute. 

1.2 

Vor langen Zeiten ist dies geschehen, fern allem Erinnern der Menschen, zumal es sich zutrug nicht in 
der Menschen Welt. Und doch schulden Isais Dank dafür die Menschen, denn um derer willen 
vollbracht' sie ihre Tat und ihrer gedachte sie noch weiter in späterer Zeit. 

1.3 

So berichten diese Lieder von Isais' Taten, von ihrem Mut und von ihrem Witz; aber auch von ihrer 
lieblichen Schönheit. Was einst in fernen Welten des Jenseits geschehen und ebenso was nachher 
geschah in der Menschen Welt und noch kommen mag durch Isais' Handeln, von alledem gibt hier 
nun Kunde ein ihr getreuer Ritter, so wie er's durch Geisterbotschaft erfuhr. 

2.1 

Zu wissen ist euch erst, damit ihr's versteht, was der Götterwelt wichtig: 

Zwei magische Steine sind 's, köstlich geschliffen, welche Kräfte haben in besonderer Weise. Gar/7 (1) 
heißt der eine, seine Kraft ist die Schwingung von männlicher Art; Ilua der andre, dessen 
Schwingungsart ist weiblich. Vom Licht der Iluischen Mächte lebt da in beiden, gemeinsam bloß 
können sie wirken. 

2.2 

Zwar bedarf die Götterwelt selbst dieser Steine nicht, denn die Kräfte Ilu sind ja fest in den Göttinnen 
und in den Göttern. Doch für der Erden welt Zeitalterbestimmung tut's Not, beide Steine recht zu 
verwenden. In falsche Hand dürfen sie niemals gelangen, weil ihr Sinn sonst verdorben wär\ Garil (1) 
und Ilua bedeuten die Macht, das Schicksal der Menschen auf Erden zu lenken. 



145 



2.3 

Wenn da im Irdischen neues Licht wird gebraucht, dann senden die Göttinnen und die Götter II ua und 
Gar/7 mit Boten zur Erde. Auf gar geheimnisvolle Weise wird ihr Licht dort entfacht. Und immer sind es 
erwählte Getreue, welche auf Erden die Gottheit in Andacht verehren, denen das Amt wird zuteil. Zu 
solchen kommen die göttlichen Boden, überbringen die herrlichen Steine und dazu gute Weisung. 

2.4 

In alten Tagen führte der Steine Licht Kenhir,(2) den König von Thüle, dann Sar-Kyan,(3) den König 
von Babylon, dann Elissa,(4) Karthagos Königin, dann den zweiten Sak-Kyan von Assyrien,(5) dann 
den Babylonierkönig Nabukadarsur,(6) dann 0ctavian,(7) Roms weisen Herrscher, dann aber bislang 
keinen mehr; Augustus jedoch wird wiederkehren als Diener der Göttin und römisch-deutscher Kaiser 
in neuer Zeit. 

2.5 

Gingen die Steine verloren, oder einer von beiden, verfiele die Erde in tiefe Finsternis, ohne Hoffnung 
auf Rettung. Denn beide Steine gemeinsam erst zeugen den lichten Strahl, der hinauf bis zu Ilum (8) 
dringt, jener unsichtbaren zweiten Sonne, welche von Jenseits zu Diesseits das göttliche Licht läßt 
hernieder. 

1) Gral 

2) Sagenhafter König eines altnordischen Reichs. 

3) Sargon I 

4) Dido 

5) Sargon II 

6) Nebukadnezar 

7) Augustus 

8) die magische (schwarze) Sonne. 



2.6 

Darum sind so wichtig jene zwei heiligen Steine. Aus dem höchsten Licht Iis (1) und der Iluhe (2) 
gegeben, den Göttern und Göttinnen anvertraut, die strahlend in Walhall(3) thronen, damit sie 
zuzeiten der Menschen gedenken und ihnen gegen die Finsternis beistehen. - Um dies ist es zutun. 

3.1 

Als weiland die strahlenden Göttinnen und die heiteren Götter in Walhall wieder ein fröhliches Fest 
hatten gefeiert und ungetrübten Sinns sich in Freude ergingen, an Schlimmes nicht denkend, da 
schlichen Abgesandte des finstren Schaddain,(4) des höllischen Fürsten der eiskalten Schatten, 
unbemerkt bis zur Mitte Walhalls, um zu stehlen die magischen Steine. Alle beide zu fassen, gelang 
ihnen nicht, Ilua (5) jedoch, der zu oberst gelegen und am wertvollsten war in der Kammer der 
heiligen Schätze, griffen die Send/Inge Schaddains und trugen ihn fort in die grause Holl. 

3.2 

Dort nahm der Schaddain viele schwere Gewichte und versuchte, den göttlichen Stein zu 
zertrümmern. Da solches sich als ganz unmöglich erwies, verbarg der Finsterling den magischen Stein 
nächst seinen Thrones im schrecklichen Höllenpalast, um selber ihn zu bewachen, gedacht zu 
beenden die heilende 

Wirkung, für alle Zeiten das göttliche Licht zu entziehen den Menschen. 
3.3 

Zugleich ließ, durch finstere Geister und Menschen finsteren Wesens, Schaddain sich auf Erden den 
Menschen vermitteln als ob ein Gott er wäre und behauptete gar, er wäre einzige. (6) Er ließ ihnen 
drohen mit den Feuern seiner Hölle, und zahlreiche Menschen beugten sich ihm, brachten ihm blutige 
Opfer 

dar(7) und furchterfüllte Gebete. 
3.4 

Schlimm wirkte alles dies sich allmählich aus für die Menschen der Erde. Einen Gott glaubten sie zu 
verehren, und doch war es der oberste Teufel. Unter solchem Gift sank das römische Reiche, 



146 



einstmals stolze Menschen zwangen sich selbst auf die Knie, und bevor das finstre Äon wird zu Ende 
sein, säuft Schaddain noch viel Blut und Sellenblut (8) von etlichen Menschen. 

1) Die höchste, quasi halb-persönliche Gottheit. 

2) Die höchsten göttlichen Kräfte, Männlich und Weiblich. 

3) „Wahl-Halle", der selbstgewählte Raum; sinngemäß wie Mittelreich in Ilu Ischtar u. Karthager-Buch. 

4) El Schaddai/ Jahwe, der „Teufel". 

5) Der magische Stein mit dem des weiblichen göttlichen Licht, Gegenstück zu männlichen Garil. 

6) siehe Bibel. 

7) siehe Bibel/ AT. 

8) Dies bezieht sich auf das astrale Licht aus den Astralkörpern der Menschen, besonders wenn Frauenhaare 
geschnitten werden, wobei es entströmt, was daher nicht geschehen soll. 



3.5 

Weil aber die heldische Tat ward vollbracht, von der diese Lieder singen, wird siegen schließlich die 
neue Zeit, kehrt Casars Reich wieder - und die Göttin wird herrschen. Von der großen Tat gilt es nun 
zu sprechen, von Isais' Reise in die Mitte der Holl und wie sie hat wiedergewonnen den heiligen Stein, 
um ihn den Menschen zu bringen. 

4.1 Als entdeckt worden war in Walhall der Verlust des heiligen Steines Ilua und all dort erkannt, was 
geschehen, da hub ein lautes Klagen an in der Göttinnen und Götter Gefilde, weil das kostbare Kleinod 
vom argen Feinde ward geraubt. Und keiner wußte, was zu tun, um es zurück zu beschaffen. 

4.2 

Istara (1) schließlich, deren Geist von allen Göttinnen und Göttern am größten und stärksten - sie 
steht ja am nächsten bei II und den Iluhe, - sprach in der hohen Versammlung, welche da tagte: 
Von den Göttern und Göttinnen niemand kann hinein in des Feindes grausen höllischen Pfuhl, weil 
dort Finsternis auffrißt einjedes Licht. Eine Dämonin aber, eine lichten Wesens, uns Göttern 
verbunden, vollbrächte es wohl. Eine bestimmte ist's, an die ich dabei denke, Isais, die Schöne aus 
Kuthagracht (2) 

Diese wollen wir fragen, ob sie womöglich willens sei, den kühnen Ritt zu wagen. Darauf sprach 
Wodin, (3) sich von seinem Sitze erhebend Wahrhaftig, wollte Isais dies unternehmen, so wollten wir 
sie zum Danke zur Göttin erheben, zu einer der unsrigen, daheim in Walhall. 

4.3 

So wurde also beschlossen, Isais zu fragen, ihr anzutragen, das Werk zu vollbringen. Zum Preise böte 
Istara ihr an ihren einzigen Zauberspiegel, mit dem der Blick durchstreift sämtliche Wesenheiten und 
überschaut alle Zeiten; und Wodin wollte dazu ihr geben seines Speeres Spitze, als alle Räume und 
Zeiten durchdringenden Dolch. Außerdem sollte Isais auf immer Gastrecht in Wallhall erhalten, und 
mehr, gar zur vollkommenen Göttin erhoben sein. 

4.4 

Also ward es beschlossen, also begonnen. Nach Kuthagracht hin sandte nun Wodin seine Gedanken 
aus, geflügelt in zweier Raben Gestalt, wohlbekannt in allen Welten heiten des Jenseits. Schnell sollte 
Isais die Botschaft empfangen, wohl zu folgen der Götter bittendem Ruf. 

1) Ischtar/ Eostar/ Freyja/ Venus/ Aphrodite/ Aschera, Aramati etc.; die Liebesgöttin. 

2) Das Dämonenreich (auch Kuthärach). 

3) Odin/ Wotan/ Marduk/ Jupiter/ Zeus/ Indra. Die Verwandtschaft oder sogar Identitzität dieser Götter kann als 
sicher 

gelten. In Mesopotamien war auch die Anrede des höchsten Gottes mit dem Namen ,BeP häufig. Die Assyrer 
setzten diesen mit ihrem Hauptgott ,Assur* gleich. In einer Verbindung zu diesem dürfte eine der frühesten 
Isais(Isait)-Mythen stehen. 



5.1 

Isais, die Maid, war ganz eigenen Wesens. Daheim wohl in Kuthagracht, fern gelegen in Grünlands (1) 
Weiten, und doch stets dem Götterlicht zugetan, wohl fähig, die erbetene Tat zu vollbringen. Und wie 
Wodins Gedanken zu ihr hin flogen, nahm Isais sie sogleich wahr. Diese sprachen vorerst nicht mehr, 



147 



als sie möge sich eilends nach Walhall begeben. 
5.2 

Bald bestieg Isais ihr leuchtendes Flügelroß, Widar mit Namen, rief herbei ihre beiden schneeweißen 
Panther, Ohm und O/ah genannt, und begab sich auf den hurtigen Weg, mit lang wehenden 
Haaren und weit flatternden Röcken. 

5.3 

Von weitem schon sah man in Walhall sie kommen, es freuten sich sehr alle Göttinnen und alle Götter, 
denn Hilfe versprach ja die tapfere Maid, die schöne und kluge aus Kuthagracht. Ganz besonders ward 
der Empfang ihr bereitet, Labung geboten und freundliche Worte, bis Isais endlich die Frage erhob, 
was 

es mit der Eile wohl auf sich habe, die Wodins Botschaft verkündet. 
5.4 

Daraufhin ergriff Istara das Wort und führte die folgende Rede: 

Arges ist Walhall nun widerfahren, und Du, Isais, kannst retten, was dringend zu retten ist. Ilua, der 
lila schimmernde heilige Stein, in welchem iluisches Licht ist gebannt, wurde von Knechten des 
finsteren 

Feindes geraubt und in Schaddains Höllwelt entführt. Jetzt tut es Not, den hohen Stein zu bergen, 
doch der Weg dorthin ist allen Göttern versperrt, keiner von uns könnt' hinein in die Holl. Du aber, 
stammend auch Kuthagracht, vermöchtest dies wohlzu meistern. 

5.5 

Isais hatte dem zugehört und entgegnete nun mit folgenden Worten: 

Du, Istara, weißt doch genau, daß die Höllwelt das Wesen des Weiblichen haßt. So wenn ich den Mut 
auch hätte, bliebe der Gang doch unmöglich. 

5.6 

Doch Istara hielt Antwort bereit, wußte dies zu erwidern: 

Wohl ist wahr was Du sagst. Jedoch gibt es ein Mittel, durch das Du die Wege Dir ebnest: Nimm an 
für den Ritt eine Knabentracht. Eine Kapuze benutze, sie beschatte Dein Antlitz. Du bist zierlich 
beschaffen, fast für ein Kind mag man Dich halten, warum also nicht für einen niedlichen Knaben, so 
Du Dich danach 
bewegst. 

5.7 

Isais aber gab darauf zurück: 

Es wird dennoch nicht gehen, denn sieh' meine schöne Lockenfülle. Bis zu den Füßen reicht mir mein 
Haar und berührt sogar noch den Boden. Keine Kapuze reichte aus, meine Haare darin zu verstecken, 
an Länge wie Dicke stehen sie den Haaren einer Göttin nicht nach. Würde ich sie mir auch zu vielen 
Zöpfen flechten und feste zusammenschnüren, bliebe die Menge dennoch so viel, daß ich mich als 
Knabe nicht zu tarnen vermöchte. 

1) Der Jenseitskosmos, beziehungsweise eine alle jenseitigen Welten und auch den diesseitigen Kosmos 
umspannende Generalschwingungssphäre, in die sich alle Wesen bewegen können. 



5.8 

Nachdenklich senkte Istara den Kopf und streichelte Isais prachtvolle Haare. Dann sprach sie erneut: 
Wahr ist, was Du sagst, und Frauenhaare sind heilig. Schönheit und Reichtum an Lichtkraft sind sie, 
und Du, Isais, bist darin besonders beglückt. Sünde wär's, von Deinen Haaren ein Stück zu schneiden. 
Darum wird Dich keiner ersuchen. 

5.9 

Da mengte sich aber Sifra (l)ein und sprach mit erhobener Stimme die Worte: 
Soll Iluas Glanz in der Höllenwelt bleiben, weil Isais an ihrer Haarpracht kein Opfer mag bringen? Es 
würde genügen, nur ein Stück abzuschneiden, vielleicht gar nicht einmal allzu viel, auf das Isais sich 
wohl tarnen könnte und das Werk doch noch vollbringen. 



148 



5.10 

Wodin sprach streng: 

Isais' Haare sind heilig, wie es Istara gesagt. Keiner dränge sie zu falschem Opfer. Es muß andren 
Weg geben, zu erfüllen den Zweck. Darüber solltet ihr denken! 

5.11 

Und es dachten und grübelten die Göttinnen und die Götter keine Lösung aber erfindend, bis Sifra zu 
Isais dann sprach: 

Was wäre, Isais, brächtest Du das Opfer, und gleich nach dem Werk bekämest Du doppelt zurück, so 
du möchtest auch dreifach, was Du jetzt müßtest lassen? Istara und Wodin haben die Macht, Dir dies 
und noch andres zu schnelle geben! Bedenke, wie wertvoll Ilua ist, der geraubte Stein voll göttlichen 
Lichts. 

5.12 

Da betrachtete Isais nachsinnend ihrer Locken Fülle und sprach: 

Last zumindest uns prüfen, wie viel zu opfern vonnöten denn wäre. Und es hantierten sie mit Isais' 
Haaren, um zu prüfen, wie viel sich würde verstecken lassen, wie viel aber nicht könnte bleiben. 
Endlich gab Sifra die schmerzliche Antwort: 

Bis unter Deinen Gürtel, aber nicht mehr als bis zur Hüften, würd' von den wallenden Locken Dir 
bleiben, die göttinnengleich lange Haarespracht bis zum Boden indes, müßte in Mengen doch fallen 
unter scharf schneidenden Klingen. Hier reiche ich Dir einen goldenen Kamm, prüfe noch einmal Du 
selbst ganz allein. 

5.13 

Während sinnend Isais die Haare sich kämmte, sprach sie in lauten Gedanken: 
Die schönen Menschenfrauen der Erdenwelt haben der Haares/äng' mehr als bis an die Hüfte. In 
vollgültiger Hüft/äng' will auch ich meine Locken ganz sicher behalten. Was darüber hinaus hängt, 
mag herabfallen unter schrecklicher Schneide. Ein größeres Opfer indes kann ich nicht erbringen. 

1) unbekannt, möglicherweise handelt es sich um eine der zahlreichen Götterbotinnen aus der mesopota mischen 
Mythen- und Sagenwelt. Eine etwaige Gleichstellung mit der Sif der Edda erscheint höchst fraglich. 



5.14 

Da kam Istara heran und sprach zu Isais die Worte: 

Zu diesem Opfer drängen die Götter Dich nicht. Wohl aber sind sie Dir dankbar dafür. Das halbe 
Längenmaß, welches dir beinahe verbleibt, wird sich genügend verbergen lassen. Sehr bald dann 
erhältst Du ja wieder die ganze schöne vollkommene Länge. Außerdem schenke zum Danke ich Dir 
und als nützliches Werkzeug für Deinen Weg meinen wundersamen magischen Spiegel, der selbst mir 
heilig ist. Ich will ich sogleich für Dich holen. Von nun an gehöre und diene er Dir! 

5.15 

Wodin trat nun gleichfalls heran, und er sprach die bedrückten Worte: 

Mich schmerzt, Isais, Dein Opfer, will's drum auch nicht mit ansehen müssen. Doch um Iluas willen 
soll's halt geschehen. Der Schaden ist bald wieder vollständig gut. Und zum Danke, wie auch als 
wirksame Waffe, vermache ich Dir meines Speeres Spitze, die mir selbst heilig ist. Zu einem niedlichen 
Dolch forme ich sie Dir um, tue es sogleich und mit eigener Hand! 

5.16 

Sifra brachte eine silberne Schere und sprach zu Isais die Worte: 

Wende mir jetzt den Rücken zu, damit ich mit geschickter Hand von Deiner Locken Pracht ein Stück 
ab kann schneiden. Fürchte dabei aber nichts, die scharfe Schere packt gewißlich nicht mehr, als Du 
hast zugestimmt. Mit Schaudern dreht sich Isais um und fühlte bald unter Tränen mit Schmerzen, wie 
die scharfen Klingen in Ihren Haaren knirschten und mühsam die füllige Lockenmenge durchtrennte 
bei 

ihren Hüften. Bald bedeckte den Boden viel prächtigen Locken, die reichlich unter der Schneide waren 
gefallen. 



149 



5.17 

Hernach kämmte Isafs mit goldenem Kamm, ihr bis zur Hüfte geschnittenes Haar, welches für eine 
irdische Frau noch recht schön war' gewesen, einer Göttlichen jedoch sicher bei weitem zu wenig. (1) 
Istara und Wodin kehrten nun wieder, bereithaltend die versprochenen Geschenke, indessen Sifra 
suchte passende Kleidung fürlsais kommenden Ritt. Isais aber sprach zu den Göttern die Worte: 
Arge Last hab ich für Euch auf mich genommen, verloren fünf Ellen von meinen Haaren, an denen ich 
hing. Eure Geschenke behaltet getrost, ich mag sie nicht mehr haben. Die verlorenen Ellen aber sollt 
ihr verwahren, als Andenken hole ich später sie mir. 

5.18 

Daraufsprach Wodin, die Scham nicht verhehlend: 

Dein Opfer, Isais, bekümmert uns wohl, verkenne nicht, wie es ganz Walhall schmerzt. Doch schon 
bald wird ja Deiner Locken Länge Dir in vollem Ausmaße wieder zuteil. Anders steht's da um meinen 
heiligen Speer. Seine Spitze entbehr' ich nun mehr für immer und schenke sie Dir von Herzen gern. 
Mit eigener Hand brach ich sie vom Schaft und schuf aus ihr für Dich diesen Dolch, zierlich der 
Frauenhand angemessen. Keine bessere Waffe, nächst meinem heiligen Schwert, kennen sämtliche 
Weltenheiten. Ihr Stoß durchdringt jedes Feindes Panzer und nie geht er fehl. Überdies mehr dient Dir 
die hehre Waffe, von einer in die andre Welt zu gelangen und von einer in die andere Zeit. Der Besitz 
dieses Dolches erhebt 

Dich zur Göttin. Nimm an dies Geschenk, allein Dir ist es zugedacht. Und Wodin legte den Dolch aus 
seines Speeres Spitze auf Isais' gefallene Lockenstücke. 

1) Alle Frauenwesen - auch die Frauen der Menschen - besitzen mit ihrem ewigen himmlischen Leib' (auf Erden 
der Astralkörper) sehr lange Haare (im Gegensatz zu Männern); diese sind im Jenseits unverwundbar. Insofern 

widerspricht diese Dichtung den alten Mythen, nach denen weibliches Haar außerhalb der irdischen Welt in 
keinem Falle geschnitten werden kann. 



5.19 

Nun kam Istara heran, ihren Spiegel tragend, und sprach: 

Höre, Isais, was ich Dir sage zu diesem meinem Geschenke für Dich. Der magische Spiegel verleiht Dir 
die Macht, alles zu schauen in allen Welten und zu allen Zeiten. Nichts wird Dir fortan mehr verborgen 

sein, sogar die Gedanken der Götter spiegeln sich wider in diesem kostbaren Glas. Was der Menschen 
Geschicke anbetrifft, um deretwillen Ilua Du heimholen sollst, so zeigt der Spiegel Dir zu jederzeit 
deren Vergangenheit, Augenblick und zukünftig' Schicksal. Durch den Besitz dieses magischen 
Heiligtums, bist Du abermals zu einer Göttin erhoben. Und Istara legte den handlichen Spiegel auf 
Isais' gefallene 
Lockenstücke. 

5.20 

Durch solches Tun der heiligen Götter, fühlte sich Isais gerührt und sprach zu Istara und Wodin die 
Worte: 

Zwar schmerzen mich die Wunden, die ich empfangen habe durch Scherenschnitte, doch sprecht Ihr 
wahr, dieser Schaden wird wieder geheilt. Eure Geschenke indes soll'n auf immer mir bleiben. So will 
ich's nicht haben. Um Ilua wiederzugewinnen benutz' ich sie gern und behalte auch Spiegel und 
Speer, bis Ilua und Garil ihr Werk haben vollbracht für die hoffende Menschen welt. Dann aber sollen 
die Kostbarkeiten Euch wieder werden, ich aber kehre heim in meinen Palast an Kuthagrachts fernen 
Gestaden. Es soll kein Wesen versuch zu sein, was es von Anfang nicht ist; und mein Zuhause heißt 
nicht Walhall, mag Euer Anerbieten mich auch noch so hoch ehren. 

5.21 

Darauf erhob Wodin seine Rechte zum Gruß und sprach mit kräftiger Stimme: 

Wann immer Du willst, magst willkommen Du sein, Isais, freundliche Maid, in Walhalls Raum. Mein 

guter Wunsch begleite Dich nun. 

Und Istara sprach: 

Auch mein Gruß sei Dir, und es begleiten Dich meine Gedanken. 



150 



5.22 

Als nächstes Sifra brachte Knabenkleider, und Isais legte diese auch an: 

Grünes Wams mit breitem Gürtel, gülden verziert, grüne Strümpfe dazu und zierliche Stiefel. An den 
Kragen des Wamses knüpfte Sifra sodann eine tiefe grüne Kapuze. In dieser verstaute sie behende 
Isaiens quellende Locken, welche nun drei Ellen noch maßen. 

5.23 

Wie dies alles geschehen, entnahm ihrem Gürtel Sifra einen niedlichen Kieselstein und reicht ihn Isais 
mit folgenden Worten: 

Nur dieses kleine Geschenk kann ich zum Dank Dir vermachen. Gar unscheinbar wirkt es, schaust Du 
es an. Es ist aber doch ein magischer Stein, der Kräfte zu bannen vermag und Licht spendet wo 
immer Du willst. Möge vielleicht er Dir nützlich sein. 

5.24 

So mit allem gerüstet, brach Isais auf. Es staunten Widar, O/ah und Ohm, ihre Herrin gar so 
verwandelt zu sehen, und Widar wollte anfänglich sich weigern, sie in den Sattel zu lassen. Endlich 
erkanntedas Flügelroß doch, daß nichts Fremdes da war. Aber alle, Widar, O/ah und Ohm, weinten ob 
der Veränderung und es ließen die Tränen erst nach, als Isais ihnen auf Ehre versprach, bald wieder 
ganz wie einst und zu sein. 

6.1 

Wie Isais auf Kuthagrachts Zinnen mit Widar ging nieder, auf der prächtigen Mauer aus blaugrünem 
Kristall, da trat ihr gleich Malok entgegen, der kühne Recke mit dem Haupt eines Stiers und mit 
Flügeln wie jenen des Adlers. Malok, der Isais stets in Stille liebte, schwollen die Augen in glühender 
Wut, und der fragte die angekommene Maid mit bitterlich dröhnender Stimme: 
Wer hat Dich, Isais, so zugerichtet, Dir diese Schande angetan? Von Deines Hauptes Haaren fehlt die 
Hälfte der Länge, bis zum Boden waren sie wallend, reichen jetzt nur noch an Deine Hüften. Auch 
Deine wehenden Kleider seh' ich nicht mehr. Vernichtung durch alle Ewigkeit will ich den Schuldigen 
schwören. Zugleich will ich Lamaschuta (1) bewegen, Dir das Verlor'ne unverzüglich erneut zu 
erstatten! 

6.2 

Da stieg Isais herab von dem Flügelroß, trat zu Malok und legt' ihre zarte Hand an die schwellende 
Schulter des Recken; so gab sie ihm auf seine zornige Rede beruhigend Entgegnung: 
Auch mich quält, was Du an mir siehst. Doch es ist nur für kurze Zeit und tut Not, daß ich eine Tat 
vollbringen, die Wallhall erbat, um zu erretten die Erde der Menschen. 

6.3 

Malok erwiderte ihr in entrüstetem Ton: 

Was berührt Dich der Menschen Geschlecht und was machst Du Dir Walhalls Sorgen zueigen? Deine 
Heimat ist Kuthagracht, das stolze, das keinem Gott sich je beugte und sich um Menschengeschicke 
nicht kümmert. Schämst Du Dich etwa Deines Stamms, der Abkunft von weisen Dämonen (2), daß Du 
den Göttern willfährst? Diese fürchten uns - nicht fürchten wir sie! 

6.4 

Isais gab dem Recken zur Antwort: 

Malok, mein Guter, nie werde ich meines Stammes mich schämen noch demütig vor wem auch immer 
mich beugen, das ist es nicht! Den gemeinsamen Feind gilt es, zu bekämpfen: Schaddain, den 
finsteren Fürsten der Schatten. Gegen ihn will ich ausziehen, da hab ich ein Amt im Namen Walhalls 
übernommen. So Du willst, stehe mir bei in dem schwierigen Streite. 

1) Vermutlich babylonische Ellen (ä 26,5 cm), d.h. ca. 80 Zentimeter. 

2) Lamaschtu/ Lamaschut, die Königin des Dämonenreichs. 



6.5 

Ohne Zögern sprach Malok sogleich: 



151 



In jedem Kampf steh' ich wacker Dir bei, Isais, das sei gewiß. Den Willen der Götter aber will ich nicht 
tun noch mich um der Menschen welt willen plagen. Und auch Du wirst nicht tun, was Lamaschuta und 
Pasch uzu (1) nicht wollen. Vor diese tritt also zuerst hin, laß uns hören, was unsre Obersten sagen. 

6.6 

Dem stimmte Isais auch sogleich zu. Gemeinsam mit Malok schritt sie in die Stadt, von befremdeten 
Blicken der Bewohner gemustert, und endlich hinein in den Königspalast, bis hin vor den prangen den 
Herrscherthron. Wie Paschuzu die Kommenden aber sah, da wandte er sein Angesicht ab und sprach 
mit bebender Stimme: 

Isais! Tochter aus Kuthagracht! Wer tat die Schande Dir an, Dir des Haupthaares prächtige Länge zu 
kürzen und fortzunehmen die Frauengewänder? Sprich schnell, gegen wen muß Kuthagrachts 
Heer gleich sich wenden, um den argen Frevel zu rächen? - Und Lamaschuta erhob sich entsetzt von 
dem Thron, um zu rufen: 

Isais! Tochter aus Kuthagracht! Sprich, welchen Feind unsre Heere sollen strafen? Malok seh' ich 
schon an Deiner Seite, er wird führen einen vortrefflichen Krieg! 

6.7 

Isais aber sagte darauf die Worte: 

Mein König und meine Königin! Kein arger Feind hat mich so gequält. Um des Streits wider Schaddain 
brachte ich jenes Opfer, das Walhalls Götter erbaten im gedenken des Menschengeschicks. Denn 
Schaddain vermocht zu rauben Ilua, den magischen lila Stein. Ich nahm an das Amt, ihn zurück zu 
gewinnen. 

6.8 

Wortlos im Zorn verließ der König den Saal, und die Königin sprach in verhaltenem Grimm: 

Solches Amt kann nicht sein derer von Kuthagracht! Was Du tatest war falsch, was Du tun willst, ist 

fehl! 

6.9 

Indes Isais erwidert 1 der Königin: 

Schaddain ist Feind uns allen gemeinsam. Solfn wir ihn so viel gewinnen lassen, wie er gewönne 
durch jenen magischen Stein? Ist's nicht besser, den Finsterling zu bekämpfen, ihm zu entwinden, 
was er aus Walhall geraubt? Mein Opfer war schmerzlich, doch wird bald wieder gut der an mir 
entstandene Schaden. Wir haben ja Macht genug, solches zu richten. 

6.10 

Die Königin war damit unzufrieden, zornig sprach sie dagegen: 

An der Schade jedoch vermag dies nichts zu verändern, angetan einer Tochter von Kuthagracht! Ob 
Dir verziehen wird, Isais, soll Lilitane (2) entscheiden, die erste der weiblichen Kräfte darhier. 

1) Pazuzu 

2) „Dämonen" sind hier keine von vornherein negativen Wesen! Der Begriff meint von den Göttern Unabhängige. 



6.11 

Und die Königin ließ rufen herbei die Genannte, auf das diese ihr Urteil gäbe, Lilitane, das prächtigste 
Weib in Kuthagrachts Reich, bewundert von aller Männlichkeit und aller Weiblichkeit bestes Vorbild. 
Im wogend Gewand Lilitane erschien, das dreimal bodenlange Haupthaar vielfach gebunden und 
glitzernd von schmückenden Steinen. So betrat Lilitane, die schönste, den Saal, allen Prunk, der da 
war, überstrahlend. Die Königin sprach zu der Schönsten die Worte: 

Lilitane, schau Dir Isaien an, diese Tochter von Kuthagracht! Gefallen sind ihre Frauenkleider und, am 
schlimmsten, gekürzt ist ihr Frauenhaar. Das alles tat sie, um in Götternamen, einen Dienst den 
Erdenmenschen zu leisten. Sprich Du nun das Urteil, als die erste des Frauengeistes in Kuthagracht, 
ob Isais dies kann verziehen werden oder ob sie soll Strafe empfangen. 

6.12 

Lilitane trat an Isais heran, betrachtet diese und begann ihre Rede: 

Keine ärgere Schmach gibt es für eine Frau, als zu schneiden an ihren Locken! Von den Deinen, so 
seh' ich, fiel eine Menge herab durch die Bosheit scharf schneidender Klingen. Sogar unter den 



152 



Menschenweibern die schönsten, besitzen das Haupthaar länger als Deines nun ist. Es kann dafür 
keine Entschuldigung geben - keine Ursach) welche auch immer, kann dafür stehen. Doch zu strafen, 
das ist nicht an mir. Was ich meine, wonach ich ward gefragt, das sagte ich nun soeben. 

6.13 

Also sprach zu Isais die Königin wieder: 

Du hast es vernommen, so denke auch ich, und der König sieht es nicht anders. Mein Urteil über Dich 
ist nun dieses: 

Eine kleine Frist sollst Du haben, zu tun, was Du vollbringen möchtest Kehrst Du dann nicht wieder 
im vollkommenen Bild, in aller Würde einer Tochter aus Kuthagracht, so seien Dir der Heimat Tore 
unwiderruflich auf immer versperrt! 

6.14 

Gebeugten Haupts verließ Isais den Saal, selbst Malok mocht' sie so, wie sie war, nicht mehr 
anschauen. Und sogar Widar, O/ah und Ohm neigten ihr nicht mehr so zu, wie früher. So fand die 
zarte Isais doch, Falsches getan zu haben. AI/ein durch einen Sieg über Schaddain, so meint' sie, 
kämen ihr verlorene Achtung und Liebe zurück. 

6.15 

Also verließ Isais nun Kuthagracht, ritt entgegen der Welt tiefster Finsternis, in welcher der Schaddain 
regiert. Bald schon erstrahlten Kuthagrachts grüne Sonnen, unter deren Licht die kristallnen Paläste 
da funkeln, ihrem Wege nicht mehr. Und vorbei an den schwebenden Inseln von Khor (1) enteilte 
Isais ins Weite. 

1) Nach Nortbert Jürgen Ratthofer, die diese Mythe ev. für eine inner-kosmische Sage hält, Monde des Planeten 
Sumi im Sonnensystem Aldebaran (gewagt). 



7.1 

Rast legte Isais auf ihrem Weg ein auf Narogols (l) dunklem Stern, welcher nächst schon zum 
Höllenpfuhl liegt, ist aber doch noch viel besseren Wesens. Flüchtlinge aus der grausigen Holl, treffen 
sich dort mitunter, Schutz zu suchen vor Schaddains Häschern, welchen Narogol solchen auch 
gewährt. Daher kommt es, daß die Bewohner jenes dunklen Sterns manches wissen, was Isais könnt 
nützen für ihre Reise. 

7.2 

In Narogols Welt niemand nahm Anstoß an Isaiens verletzter Erscheinung. Die Bewohner da kannten 
nicht die vollendete Schönheit der Frauen von Walhall und von Kuthagracht, dem Menschengeschlecht 
entstammten die meisten, welche nach ihrem Sterben in die Höllwelt waren gelangt und dann mit 
Glück von dort entwichen; andere waren entlaufene Engel, nicht arg, doch ohne ein hohes Licht. 
Diesen allen kam Isais vor, auch wie sie gerade war, als eine Maid von strahlender Schönheit. Mit den 
Bewohnern dieser dunklen Welt, gedachte Isais zu reden, mit jenen besonders, welche den 
Höllenpfuhl kannten, um nützliches Wissen zu sammeln. 

7.3 

So sprach an Isais ein locker bekleidetes Weib, welches ihren Weg kreuzte, und frug: 

Isais bin ich, eine Kuthagrachttochter. Willst Du, Unbekannte, mir vielleicht einiges sagen, was Du 

vom Höllenpfuhl weißt? - Die Unbekannte hielt inne im Schritt, betrachtet Isaien und gab ihr zur 

Antwort: 

Nichts Gutes weiß ich Dir, Isais, da zu berichten. Schlimm ist die Höllwelt, besonders für die Frauen, 
weil Schaddain uns gnadenlos haßt. Ich warne Dich also viele tausendmal! Die Männer macht er sich 
dadurch zu Sklaven, daß er aus ihren Leibern läßt zerren die Sehnen. Solches tut Schaddain mit allen 
Männern als erstes, die seine Opfer werden. Die Frauen wirft er ganz auf den Boden und läßt ihnen im 
Nacken die Haare abschneiden zur Qual. Solches tut Schaddain mit allen Frauen als erstes, die seine 
Opfer werden. Allein die tapfersten Männer und die stolzesten Frauen, welche nicht gänzlich lichtlos 
sind, werfen sich niemals zu Boden. Und so lange sie sich nicht niederwerfen, kann Schaddain den 
Männern nicht die Sehnen entziehen und den Frauen die langen Locken nicht von den Häuptern 
scheren; denn am Willen, welcher durch Licht gestärkt, bricht Schaddains Macht selbst inmitten der 
Holl! Doch hüte Du wohl Dich und Deine wallenden Locken, halte Dich fern Schaddains Welt! In den 



153 



Vorhöfen seines höllischen Pfuhls, hält er die aufrechten Frauen gefangen und läßt sie ohne Unterlaß 
martern; nichts ist so schrecklich und so voller Qualen wie dies! Denn die Flucht aus der Hölle gelinget 
höchst selten. Mir ist es geglückt, doch die meisten scheitern. Auch hab' ich mich trotz aller Folter und 
Not niemals zu Boden gebeugt, nie bot ich 

dar Schaddains geschliffene Scheren die langen Frauenhaare zum Schnitt. So bewahrte ich mir jene 
weibliche Kräfte, die stärker sind als der Hölle Bann, und schließlich könnt' ich vor Zeiten entfliehen. 
Wer zu entweichen vermag, sucht bei Narogol Schutz; er allein gewährt Beschirmung denen, die der 
grausigen Hölle entronnen sind. Dafür danken wir alle ihm sehr, sind ihm treu und herzlich ergeben 
auf immer. Du aber, Tochter von Kuthagracht, was kümmern Dich unsre Geschicke? Die Dämonen 
berührte doch noch nie, was sie nicht allein selbst anbetrifft? 

1) unbekannt, möglicherweise Nergal? 



7.4 

Wie Isais dies hörte, schämte sie sich, und sprach zu der Unbekannten die Worte: 
Was Du sagst ist wohl wahr, ich verhehle es nicht und verleugne auch nicht, daß mir's nicht gefällt. 
Wäre ich Kuthagrachts Königin, stünden wir Dir und deinesgleichen bei, das ist gewiß. Doch bin ich 
keine Herrscherin im Reich der blaugrünen Paläste, vielmehr nur eine einsame Maid, die jetzt ihren 
Mut muß entfalten, um in Schaddains Welt gegen diesen zu kämpfen. 

7.5 

Da staunte die Unbekannte gar sehr, hob die Arme und sprach zu Isais beschwörend: 
Tue solches nicht, ich bitte Dich sehr, Dir zuliebe und weil guter Sinn es gebietet! Unmöglich ist's Dir, 
Schaddain zu besiegen inmitten seiner eigenen Welt! Käm' er heraus, würden auch wir mit ihm fertig, 
doch da es dies weiß, verläßt er zu keiner Zeit seinen höllischen Hof, hält sich stets unter dichtem 
Schutz seiner finsteren Kriegerscharen. Gib also auf den übermütigen Plan, rette dich vor Schande und 
Qual, meide die schreckliche Höllenwelt! - Unter beschwörenden Gesten ward dies gesprochen, und so 
ging ihres weiteren Wegs die gütige Unbekannte. 

7.6 

Einen Mann, der nächst ihr begegnete, fragte Isais, was sie die Frau schon gefragt, und erhielt zur 
Antwort das gleiche. Und so ging es weiter, bis Isais fand, Narogol selber fragen zu sollen. Dieser ist 
der Dämonen Freund nicht noch Feind. Einst war er ein lichtloser Engel gewesen im fernen iluischen 
Reich allen Anfangs. (1) Dieses verließ er, den Schaddain noch begleitend, bis er sich mit dem 
überwarf. (1 So baute Narogol seine eigene Welt, zwar dunkel, jedoch nicht finster. Danach ist auch 
seine Welt, nicht sonnenlos, doch nur von stets dämmerndem bläulichem Schein. 

1) Siehe dazu Motive aus Ilu Ischtar u. im Karthager-Buch Ilu Aschera. 



7.7 

Aus dunkelblauen und grauen unbehauenen Felsen ist Narogols Palast aufgetürmt. Da hinein lenkt 
Isais nun ihre zügigen Schritte. König Narogol bot Isais Willkommensgruß, lud ein sie, bei ihm zu 
weilen. Auch Algika, seine Königin, bot Isaien die Gastfreundschaft an, wünschte zuvor aber von ihr zu 
wissen, woher die Entstellung rühre, wer habe beschnitten ihre schimmernde Schönheit und sie der 
wogenden Kleider verlustig gemacht. Die Antwort, welche Isais gab, erschütterte Algika und Narogol 
in gleichem Maße; und wie sie hörten von Isaiens Plan, rieten sie inständig ihr, von solcher Kühnheit 
zu lassen. 

7.8 

Da Isais indes von ihrem Mut wollt nicht weichen, bot Narogol ihr seine Hilfe an und tat dies mit 
folgenden Worten: 

Eines nur kann ich zur Unterstützung Dir geben, Isais, Du tapfere Maid: 

Erbekan soll Dich soweit hin auf seinem Rücken tragen, so weit wie das nur irgend möglich ist. Seine 
Schwingen sind kräftig und sein Rachen ist stark; schwarzes Höllengeflatter verschlingt er geschwind. 
Das mag Dir einen Teil des mühsamen Weges noch ebnen, ehe die schreckliche Höllen welt selbst kein 
weit'res Hinein mehr erlaubt. Dies Anerbieten erfreut 1 Isais sehr, des machtvollen Drachens schnell 
tragende Schwingen würden gewißlich fördern das schwierige Werk. 



154 



7.9 

Auf einer Waldeslichtung in Narogols Welt, ließ Isais warten Widar, O/ah und Ohm, welche ihr stille 
immer noch grollten. Sodann bestieg sie den Rücken von Erbekan dem gepanzerten Drachen, und 
hieß ihn, dem Höllenpfuhl zuzustreben. 

7.10 

Immer tiefer hinein in die Düsternis, führte der rauschende Flug, Schaddains finsterem Schlunte 
entgegen, der keinen Lichtschimmer kennt. Bald kamen in Sicht die Vorhöfe der Holl, und Isais hieß 
den tüchtigen Drachen, sie dort niederzusetzen. Mit Dank und Gruß entließ sie ihn heim, fortan allein 
weiterzuziehen. 

8.1 

Isais betrat der Höllenwelt Boden, karg und doch ähnlich tückischem Moor. Finsternis überall, nur an 
einzelnen Plätze der Widerschein offen lodernder Feuer. Und von weitem schon klangen Isais 
entgegen, Klage und Jammer der elenden Opfer, welche die Hölle hatte gefangen oder die selber sich 
dahin begeben von irriger Bosheit getrieben. 

8.2 

Sich gut tarnend schlich Isais voran, hinter felsigen Brocken und blattlosen Sträuchern mit 
Gewandtheitsich deckend. Schaddains finstere Garden streiften umher, hielten Ausschau, ob vielleicht 
zu entfliehen wer wagte. Weiter drinnen in Schaddains Land, wurden Elende grausam gequält; 
Männer genagelt an faulige Hölzer und Frauen geknotet mit ihren Haaren an stechende Steine. Denn 
wer sich nicht ganz vor Schaddain wirft zu Boden, über den hat er nie und nirgends volle Gewalt, 
solchen Männern kann er nicht die Sehnen entziehen und solchen Frauen die Haare nicht scheren; 
wenige sind's, die alles standhaft ertragen, und nur solche haben Aussicht auf erfolgreiche Flucht. 

8.3 

Zuerst nun Isais schuf sich ein bergend Versteck, von wo aus mit Bedacht sie könnt Pläne schmieden 
und allmählich die Wege erkunden, welche dem Ziel mochten dienen. In einer schroffen schwärzlichen 
Felsenwand entdeckte Isais eine klaffende Spalte. Mit Vorsicht tastete sie sich hinein und gewahrt' 
eine spröde Grotte, die vermutlich noch keines Wesens Fuß zuvor hatte betreten. 



(So weit der Anfang des Originaltextes von „Isais" Höllenreise", der insgesamt einen Umfang von ca. 
60 Seiten hat.) 



155 



Die „Figura" Baphomet 




Ein Begriff und ein mythischer Gegenstand 




Im Mittelalter gelangte die „Geheimwissenschaftliche Sektion" des Tempelritterordens in den Besitz 
außergewöhnlichen Wissens. Teils aus Italien, teils durch Tauschgeschäfte mit Hasan Ibn Sabbah aus 
dem Orient. 



156 



Diese „Geheim wissenschaftliche Sektion" der Templer hatte ihre Hauptsitze auf der Achse Augsburg- 
Wien-Genua. Diese Templerformation war es, die dem Orden seinen geheimnisvollen Flair eintrug. 
Denn der Templerorden war nur in administrativer und militärischer Hinsicht eine geschlossene 
Einheit. In spiritueller Hinsicht waren die Unterschiede sehr groß. Die Mehrheit der Templer hing 
einem mehr oder weniger häretischen Christentum an. In England, Nordfrankreich und 
Westdeutschland waren Arianische Strömungen verbreitet, in Ost- und Südfrankreich, Portugal und 
Mitteldeutschland herrschte das Marcionitertum vor, welches dem Glauben der Katharer verwandt 
war. In Süddeutschland/ Österreich und Italien entwickelten sich rein heidnische Glaubensmodelle. 
Auf diese geht auch der „BAPHOMET 1 zurück, ein häufig mißverstandenes Sinnbild. Seit Eliphas Levy 
im 19. Jahr-hundert die Templerische Darstellung der Eklesias, der Kirche, irrtümlich als Baphomet 
bezeichnete, geistert dieser Fehler durch die esoterische Literatur. Levys bekannte Zeichnung geht auf 
die symbolische Darstellung der Kirche als gefallener Engel mit Teufelskopf zurück. Insbesondere die 
Marcioniter sahen in dem grausamen alttestamentarischen Gott Jahwe der Bibel den Satan, in Christus 
hingegen die Menschwerdung des wahren lichten Gottes, der im diametralen Gegensatz zu Jahwe 
steht. Sie stellten also die Kirche, welche Jahwe anbetete, als einen gefallenen Engel mit Teufelskopf 
dar (aus dem Teufelskopf machte Levi später einen Bockskopf). Ein weiteres häufiges Templer- 
Symbol, das umgekehrte Pentagramm, kommt ebenfalls aus dem Marcionitertum. Es versinnbildlicht 
die Abkehr vom Pentateuch, den fünf Büchern Mose. 

Die richtige Baphomet - Darstellung zeigt ein weiblich/ männliches Doppelhaupt, das von einem Zopf, 
der von der weiblichen Kopfhälfte ausgeht, wie von einer Säule getragen wird.. Es symbolisiert die 
beiden allschaffenden göttlichen Ilu - Kräfte Männlich und Weiblich. Dies entspricht dem alten 
babylonischen Glauben (s.a. Ilu Ischtar). Vor dem ersten Weltkrieg fand der Altorientalist Edmund 
Meyer einen solchen „Baphomet" altbabylonischen Ursprungs, welcher sich heute in Bagdad befindet. 
Hier wird auch das Wort Baphomet klar: Es heißt eigentlich: „Bab - Korne"; das bedeutet: „Tor zum 
Lichtstrahl" (Bab = Tor, Korne = Lichtstrahl). Wie auch der griechisierte Name Babylon eigentlich „Bab 
Ilu" heißt = Tor zum göttlichen Licht. Durch Übertragungen vom Akkadischen/ Babylonischen ist 
Altpersische, von da ins Arabische, dann ins Griechische und schließlich ins Lateinische wurde „Bab 
Korne" zunächst zu „Bakome" und endlich „Baphomet" verformt. Es ist aber sehr eindeutig, was 
darunter zu verstehen ist. Das Symbol des Baphomet (Bab Korne) entspricht dem Glauben an die 
höchsten absoluten Gottkräfte Männlich und Weiblich, welche durch die Liebesgöttin vereinigt, bewußt 
und schöpferisch werden. 



157 



Eine magische Apparatur 




Was war die „Figura" des „Großen Baphomet", wenn wir dem Geiste ihrer Schöpfer folgen? Eine 
magische Apparatur! Ihr Sinn und ihre Funktion waren auf eine aus damaliger Sicht ferne Zeit 
ausgerichtet: Auf den Übergang vom 20. ins 21. Jahrhundert, als das Neue Zeitalter, das 
Wasserkrugzeitalter (fälschlich zumeist Wassermannzeitalter genannt). Es war innerhalb des 
Tempelritterordens nur eine verhältnismäßig kleine Formation, die sich solchen Ideen ganz und gar 
verschrieben hatte. Das Zentrum all dessen war Wien. Hinter alledem stand ein mystisch- 
kosmologisches Glaubenssystem, das zu kennen und zu verstehen für alles Nachfolgende wichtig ist. 

Das mystisch/ magische System 

Die höchste Gottheit sind die Kräfte Männlich und Weiblich, das weibliche Ilu und das männliche Ilu. 
In ihrer Berührung werden beide zu den Iluhe, der namenlosen Allschöpferkraft. Einen einzigen Gott, 
wie nach biblischer Vorstellung, gibt es demnach nicht. Unter den Iluhe gibt es jedoch viele mächtige 
Wesen des Jenseits; lichte, die unsere Ahnen die Götter nannten, und finstere Dämonen. Außerdem 
gibt es zahllose andere Wesen des Jenseits, die mitunter auch mehr oder weniger Einfluß auf die 
Erdenwelt nehmen. Diese diesseitige Welt ist nicht die „wahre Welt" - denn die liegt im Jenseits -, 
sondern quasi ein Provisorium, das wir, die wir alle kleine gefallene Engel sind, zu unserer ersten 
Wiederverkörperung brauchen. Nach dem Sterben verkörpern wir uns dann in jenseitigen Welten 
wieder. Der Astralkörper, unser ewiger innerer Leib, bleibt dabei stets das Muster für unsere Form. 
Die Unterschiede zwischen Männlich und Weiblich sind ganz grundlegender Natur. Mann und Frau sind 
von verschiedenartigen Gottkräften erfüllt, eben entweder vom männlichen Ilu oder vom weiblichen 
Ilu. 

Die bedeutsamste Gottheit unter den Iluhe ist die Göttin der Liebe (Venus, Aphrodite, Ischtar, Freyja, 
Aramati, Inanna etc.), denn allein durch ihre Mittlung können die beiden Urelemente 
zusammenkommen und schöpferisch werden (daher rühren auch die sexualmagischen Komponenten). 



Die Wiener Baphomet - Darstellung, die schon im alten Mesopotamien ihre Vorbilder hat, soll all dies 
versinn-bildlichen. Zugleich ist sie eine magische Anlage. Aufgrund ganz bestimmter Abmessungen 
und Proportionen, sollen zwei mit Ilu - Schwingungen aufgeladene Kristalle in ihr belebt werden. Auch 



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der Schliff der Kristalle spielt dabei eine Rolle, der eine ist für die weiblichen Schwingungen geeignet 
und der andere für die männlichen. Die belebende Verbindung zwischen diesen beiden kann allein von 
einer jungen Frau durch deren lange Haare geschaffen werden, die wie „magische Saiten" wirken. 
Diese Frau übernimmt dabei gewissermaßen die Funktion der Göttin. Da der weibliche Astralkörper 
(im Gegensatz zum männlichen) auf großer Länge die Haare umfaßt, wirken diese wie „Antennen" in 
das Reich der Göttin. Der Planet Venus, der Stern der Liebesgöttin, ist die Schwingungsschleuse zum 
lichten Jenseits. Der Begriff Einherier, der dabei für den männlichen Teil eine Rolle spielt, stammt aus 
dem Germanischen, die Mythe um die Welt der ewigen Morgenröte, die einen Mittelpunkt der Mythe 
bildet, stammt hingegen aus Rom. Kaiser Augustus, der ihr anhing, hatte eine Geliebte halb 
germanischer Herkunft. Durch diese dürfte jener germanische Begriff nach Rom eingewandert sein. 
Die Mythe besagt, daß es in ganz bestimmten Fällen zu Verkörperungen von Halbgöttern auf Erden 
kommen kann, wie auch zur Wiedergeburt bedeutender Persönlichkeiten. Dazu bedarf es mehrerer 
magischer Vorgänge, die immer in einer Verbindung von Mann und Frau gipfeln - in der Vereinigung 
der Iluhe im Licht der ewigen Morgenröte, den Strahlen der alles bewirkenden Liebesgöttin. 



Magische Maschine 

Die „Figura" des Großen Baphomet ist als eine „magische Maschine" zu verstehen. Durch sie können 
ganz bestimmte Schwingungen geballt und in Funktion versetzt werden. Wenn dieser Vorgang gelingt, 
geht vom Scheitel des baphometischen Doppelhaupts ein Strahl aus, der in Schwingungsaffinität zu 
„Ilum" steht, jener unsichtbaren magischen Sonne, durch welche die göttlichen Ilu - Kräfte vom 
Jenseits ins Diesseits dringen (diese magische Sonne ist mißverständlicher Weise mitunter auch 
schwarze Sonne genannt worden, was aber nur besagen will, daß sie für das irdische Auge unsichtbar 
ist). 

Wenn jene magische Apparatur also in Kraft tritt, so glaubten die Geheimwissenschaftler unter den 
Templern, dann würde die Macht ihres Geistes sich über die ganze Erde ausbreiten und ein neues 
Reich in einem neuen Zeitalter entstehen lassen. 



Zur Figur des „Großen Baphomet" 

Der sogenannte „Große Baphomet" muß um 1200 entstanden sein, kaum früher und kaum wesentlich 
später. Er hat vielleicht etwa zwischen 1225 und 1243 von Fall zu Fall im Templer-Ordenshaus in der 
Wiener Blutgasse gestanden, wofür es aber keine unmittelbaren Zeugnisse aus dem Orden gibt, 
sondern lediglich Annahmen von Seiten der Inquisition. 

Die Figur hat sich, falls überhaupt, sicher nie permanent in der Blutgasse befunden. Wie gesagt, es ist 
nichteinmal ganz sicher, ob überhaupt! (Es haben sich manche Legenden gebildet.) Sicher befand sich 
die Figur zeitweilig an einem geheimen Ort in der Nähe des heutigen Klosterneuburg, bzw. heute 
zwischen der Stadtgrenze von Wien und Klosterneuburg (damals war das natürlich alles noch anders). 
Es gab ein ordenseigenes Gebäude, das völlig verschwunden ist, an der Stelle ist heute nur ein 
Gebrauchtwagen platz, oder so war es jedenfalls eine Weile. Das war aber vermutlich nicht jener 
geheime Ort, der muß näher Richtung Wien gewesen sein. Es war schon damals streng geheim, 
niemand weiß das mehr. 

Die Figur war etwa 1,25 hoch (ohne den hölzernen Sockel). Die Köpfe waren also lebensgroß. Das 
männliche Gesicht soll dem des Kaisers Augustus geähnelt haben (es war auch ohne Vollbart, wie 
ältere Darstellungen zeigen), das weibliche Gesicht war das einer vielleicht zwanzigjährigen Frau. Im 
Gegensatz zu späteren Darstellungen mit zwei Zöpfen gab es einen Zopf, der von der linken Kopfseite 
der Frau ausging, sich um des Hals (quasi des Mannes) wand und dann etwa in der Stärke des Halses 
nach unten verlief. Die Figur hat also wohl massiver ausgesehen als die bekannten Darstellungen. Das 
Zopfende geht auseinander. Diese Figur ist soweit völlig aus Gold. Unter dem auseinandergehenden 
Zopfende befindet sich ein oben gewölbter und unten achtkantiger Sockel aus Holz. Dieser ist 
wiederum mit Gold und auch mit Edelsteinen verziert, vor allem mit Karneolen (vielleicht auch 
ausschließlich, denn über andere Steine ist nichts bekannt, es ist aber wahrscheinlich, daß auch 
andere wertvolle Edelsteine, Perlen etc. aus Kreuzzugsbeute verwendet wurden). Die Höhe des 



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Sockels ist nicht genau bekannt, er dürfte aber verhältnismäßig groß gewesen sein. Es befand sich in 
dem Sockel eine Schublade, darin lag die Spitze eines Frauenzopfs, auf welcher der untere Kristall zu 
lagern war (er kann also nicht allzu groß sein). Auf dem Scheitel des Doppelkopfs war eine Öffnung 
für den oberen Stein, die man nur von oben sehen konnte. Von oben nach unten verlief eine Bohrung 
durch Kopf und Zopf, die aber sehr dünn war, nur etwa einen halben Zentimeter (ca. 6 mm, nach 
alten Zoll-Maßen umgerechnet). 

Die Figur war also massiv. Sie bestand wahrscheinlich aus einer dicken Goldschale, die in zwei Hälften 
um einen Holzkern zusammengeschweißt war. Das ist nur eine Annahme, manche meinen, sie sei aus 
massiv Gold gewesen (das Vermögen dazu wäre vorhanden gewesen). 

Hergestellt wurde die Figur sicher im Raum Wien. Einige Details sollen von einem Handwerker in oder 
aus Augsburg angefertigt worden sein. Diese Figur war kein „offizielles" Templerwerk, sondern 
gehörte dem süd-deutsch/ österreichisch/ nordilalienischen Ordenszweig Augsburg-Wien-Genua. 

Der untere Stein „Garil" (Gral) ist geklärt, er stammt aus dem Besitz des Königs Nebukadnezar II. von 
Babylon, der ihn bis auf Sargon I. zurückgeführt haben soll (so lautet die Annahme). Ob der obere 
Stein der „Schwarze Stein" im Untersberg ist, ist eine Annahme. Dagegen spricht, daß die Figur sicher 
vor 1226 hergestellt wurde. Die Mythe kann jedoch leicht älter gewesen sein (eventuell sogar 
assyrischen Ursprungs, man denke an die Erscheinung der Isais bei den Resten von Ninive, wo 
Hubertus sie erstmals sah und Anweisungen empfing). Dieser Punkt ist also unklar. Allerdings würde 
die Form der Einlassung im Doppelhaupt ganz genau passen. Auch Darstellungen mit der spitz oben 
herausragenden Hälfte des Steins würde genau passen. Es paßt auch die Übergabe durch ein 
weibliches Wesen (Isais), da es der „weibliche" Kristall ist, während der untere, „männliche" auf einen 
König zurückgeht. 

Die Spur der Figur verliert sich 1243/ 44. Die letzten Informationen darüber kommen von der 
Inquisition, worin angenommen wird, sie sei nach Berlin geschafft worden. Quasi intern gibt es darauf 
keine Hinweise. Später wurde aber allgemein angenommen, die Figur sei nach Berlin geschafft 
worden. Wie gesagt: Es gibt für diese verbreitete Annahme kein unmittelbares Zeugnis. Ebenso nicht 
über die Blutgasse. Intern läßt sich nur sicher sagen, daß die Figur irgendwo zwischen (nach heutiger 
Ortslage) Wien und Klosterneuburg war und dort wohl auch bleiben sollte, zumindest ursprünglich. 
Wenn man spekulieren will, käme auch Genua als „Fluchtort" in Frage, und falls das zuträfe, später 
Murano bei Venedig, ein Refugium des Bucintoro (siehe auch dazu). 

Genua wurde zu einem Schwerpunkt, weil dort zahlreiche von einem der Kinderkreuzzüge gestrandete 
deutsche Kinder blieben und von dortigen Adselsfamilien aufgenommen wurden, und die deutsch- 
italienische Achse daher sehr eng war. Aber, nochmal, es gibt kein internes Zeugnis darüber, daß die 
Figur ihren Entstehungsplatz jemals verlassen haben muß! 

Ferner wäre zu sagen, daß die Titulierung „Der große Baphomet" aus jüngerer Zeit stammt, während 
ursprünglich immer nur von „Der Figur" (FIGURA) die Rede war und sie nicht im Rahmen des 
offiziellen Templerordens bestand. Wahrscheinlich hatten auch die „Ritter vom schwarzen Stein" nichts 
oder nur indirekt mit ihr zu tun bzw. in untergeordneter Stellung (eventuell als Hüter des oberen 
Steins oder ähnlich). Es gibt Hinweise darauf, daß es eine Frau gab, die vorwiegend in Wien war, aber 
aus Genua stammte, welche bei alledem Regie führte. Eine solche Frau ist mehrfach intern erwähnt. 
Man muß dazu wissen, daß der Templerorden in Italien nicht sonderlich ausgeprägt und daher auch 
kaum von Ville neve du Temple in Paris aus kontrolliert wurde, wo ja bis zuletzt zwar Häresie, aber 
doch bis zu einem gewissen Grade Christentum herrschte, während auf der Achse Augsburg-Wien- 
Genua „die Göttin" verehrt wurde, welche, eindeutig mit der römischen Venus und der babylonischen 
Ischtar gleichzusetzen ist. 

So weit also, wie sich diese Fragen im Augenblick beantworten lassen. Die Frage nach dem 
materiellen Wert der Figur ist wohl klar: Er war sehr hoch. Man muß daher auch damit rechnen, daß 
sie im Laufe der Zeit gefunden und um ihres Materialwertes willen zerstört worden sein könnte. 

Aus der Wiener Blutgasse ist weitgehend sicher bloß das lebensgroße Wandbild der Göttin mit den 
flügelartig ausgebreiteten Haaren. Das Zeugnis stammt zwar nur von der Inquisition, ist aber 
glaubhaft. Intern ist über diese Darstellung in der Blutgasse nichts überliefert - wie es überhaupt über 



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das Haus in der Blutgasse so gut wie nichts gab, es war ja kein geistliches Haus, sondern ein Kontor! 
Die Darstellungsweise der Göttin in dieser Form ist aber mehrfach und sehr sicher bezeugt. 

Das Beleben der „Figura" des großen Baphomet 
Die Figur 

Diese ist so vorzubereiten, daß ohne Umstände sowohl der Sockel wie auch das Doppelhaupt erreicht 
werden kann. Die Höhe der Figur ist 127 cm, vom Scheitel des Doppelhaupts bis zum Sockelbeginn. 
Auf dieser ganzen Länge, durch Doppelhaupt, Frauenzopf und auseinandergehendes Zopfende, 
verläuft auch die vertikale runde Bohrung mit einem Durchmesser von 0,6 cm. Auf der Mitte des 
Doppelhaupts befindet sich eine vierkantige, nach unten konisch zulaufende Vertiefung; die Tiefe 
beträgt 7,3 cm, die Kantenbreite oben 5,2 cm. Dies ist die Einlassung für den oberen Stein/ Kristall, 
den weiblichen „Ilua", dessen untere Spitze dann in den Anfang der Bohrung reicht, während die 
obere Spitze zum Himmel hin ausgerichtet ist. Der untere Stein/ Kristall, der männliche „GariT, liegt 
unten flach und berührt den unteren Bohrungseinlaß. Über den Sockel sind keine exakten 
Beschreibungen vorhanden. Er ist halbkugelförmig und unten auf einem abermaligen achtkantigen 
Sockel befestigt. Über den oberen, halbkugelförmigen Teil des Sockels breitet sich das offene 
Zopfende aus. In diesem Sockel befindet sich eine Schublade. 

Die Braut 

Sie soll eine schöne, würdige Frau in einem Alter zwischen 17 und 27 Jahren sein. Sie braucht 
besonders dichte, füllige und dabei möglichst glatte Haare von mindestens 85 cm Länge. Für den Akt 
der Belebung der Figur müssen diese genau 3 magische (babylonische) Ellen plus eine Fingerbreite 
haben, das heißt eine Länge von ca. 79 cm, gemessen vom Ende des Mittelscheitels am Hinterkopf bis 
zu den Spitzen; die Länge muß völlig gleichmäßig sein. Auf dieses Maß werden die Haarspitzen am 
Anfang des Vorgangs rituell geschnitten. Da sie keinen einzigen Millimeter kürzer als 79 cm geraten 
dürfen, damit die Figur belebt werden kann, wohl aber ein wenig länger sein können, ist ein 
Sicherheitsmaß von ca. 81 bis 82 cm vorgesehen, mehr jedoch nicht. Die abfallenden Spitzen werden 
sodann in den Sockel gelegt; es genügt, wenn diese Schnipsel ca. 3 cm messen, falls es mehr ist, 
kommt alles hinein. Sodann wird die Braut gekrönt. Die Krone hat die Form eines Diadems, welches 
aus goldenen Lorbeerblättern in Größe ca. 1:2 besteht, die auf einem silbernen Reifen angebracht 
sind. Der Reifen entspricht einem Haarreifen, der auf den Kopf gesteckt wird und an beiden Seiten vor 
die Ohren reicht, wo das Silbergeschmeide breiter wird und somit festen Halt gewährleistet. Oben hat 
der Silberreifen zwei halbrunde, nach hinten gerichtete Ansätze, welche rechts und links des 
Mittelscheitels in die Haare geschoben werden. 

Die Belebung 

Dann werden der Braut die Haare in zwei gleichen Hälften vor die Schultern gehoben und nochmals 
glattgekämmt. Zuerst wird ihr jetzt der untere, der männliche Stein/ Kristall angereicht. Diesen schiebt 
sie, hochkant, in die Enden ihrer Haare, und zwar so, daß er völlig in diesen verschwindet. So hält sie 
ihn mit der linken Hand fest. Dann wird ihr der obere, der weibliche Stein/ Kristall angereicht. Diesen 
schiebt sie zwischen ihren Brüsten senkrecht in die Haare, so daß auch dieser völlig von ihnen umhüllt 
ist. So hält sie diesen mit der rechten Hand fest. In dieser Weise verharrt die Braut, bis die 
Schwingungen voll fließen, was einige Minuten dauern wird. Dann beginnt von ihrem Scheitel und 
auch von den Haarenden her ein Leuchten in hellroter Farbe. Wenige Augenblicke darauf erfaßt ein 
rötliches, leicht ins Violette gehendes, Leuchten ihre gesamten Haare (diese sind fortan, wie sie 
überhaupt, unverletzlich). Bald nimmt das rötliche Leuchten an Scheitel und Haarenden der Braut eine 
violette Farbe an. Dieses Leuchten umhüllt dann die ganze Braut für einige Augenblicke und zieht 
dann unten durch die Haarenden nach innen, ehe es aufhört. Jetzt werden die beiden Steine/ Kristalle 
an ihre Plätze in der Figur gegeben. Nach wenigen Augenblicken beginnt der sichtbare obere Teil des 
oberen Steins/ Kristalls auf dem Doppelhaupt zu leuchten, gleich darauf sendet er den affinen Ilu- 
Strahl aus. 



161 



Die magische Ehe der Braut mit dem Erwählten findet in der folgenden Nacht statt (das Baphomet- 
Symbol ist ein sexualmagisches Zeichen). Die Darstellungsweise in der Geschichte „Die Braut des 
Baphomet" kommt der Wahrheit sicher sehr nahe. 



Apokryphe Spuren 

Um den Verbleib der goldenen „Figura" des Großen Baphomet haben sich im Laufe der Zeit 
verschiedene Gerüchte und Legenden gebildet, die durchwegs wenig Wahrscheinlichkeit für sich 
haben. Dennoch soll aus Gründen der Vollständigkeit darüber gesprochen werden. 

Berlin-Tempelhof 

Das zeitweilig am verbreitetsten gewesene dieser Gerüchte wollte wissen, die Figur sei nach 
Tempelhof (Berlin) geschafft und dort in einem unterirdischen Tempel versteckt worden. Die 
Wahrscheinlichkeit, daß es so gewesen sein könnte, erscheint äußerst gering. Man muß sich nur 
vorstellen, welche Risiken mit dem Transport dieses Heiligtums über eine so weite Strecke zu jener 
Zeit verbunden gewesen wären. Trotzdem hat kein Geringerer als Heinrich Schliemann sich mit dem 
Gedanken getragen, die „Figura" Baphomet in der Gegend von Tempelhof zu suchen. 

Die geheimnisumwobene unterirdische Tempelanlage dürfte tatsächlich in der Mitte des 13. 
Jahrhunderts angelegt worden sein. Dabei haben vermutlich die beiden sogenannten 
„Templeroffenbarungen" eine Rolle gespielt. Zweifellos war die „Geheim wissenschaftliche Sektion" des 
Ordens davon überzeugt, daß dieser Ort in kommender Zeit noch Bedeutung gewinnen würde (was ja 
zumindest teilweise auch eingetroffen ist). Also hat der Orden im Raum des heutigen Berlin- 
Tempelhof fraglos ein geheimes Refugium geschaffen, das zur Beherbergung besonderer Heiligtümer 
bestimmt gewesen war. Sogar noch die Nazis sollen danach gesucht haben - so vergeblich wie alle 
übrigen, die den Versuch unternahmen. Es ist anzunehmen, jener unterirdische Tempel von den 
Tempelrittern selbst noch verschüttetet und damit unauffindbar gemacht worden ist. Ein geeignetes 
Versteck hätte um 1243 in Tempelhof also wohl zur Verfügung gestanden - sofern es möglich 
gewesen wäre, die „Figura" von Wien aus dort hin zu schaffen. 

Murano 

Eine nächste Legende will wissen, die Figur sei über Genua auf die Insel Murano bei Venedig geschafft 
worden. Das stets unauffällig gewesene Templerquartier in Genua muß bis Mitte des 13. Jahrhunderts 
noch verhältnismäßig unangefochten, wenngleich inoffiziell, bestanden haben. Auch hier stellt sich 
allerdings die Transportfrage. Sollte es gelungen sein, die Figur nach Genua zu bringen und dort 
sicher zu verbergen, so wäre vorstellbar, daß es geheimen Anhängern der Bruderschaft später hätte 
gelingen können, sie nach Murano zu schaffen, wo bis ins 18. Jahrhundert hinein eine Besitzung des 
Bucintoro - Geheimbunds bestanden hat. Diesem geheimen Orden, welcher fraglich direkte Bezüge zu 
den Templererben hatte, muß es gelungen sein, in der Republik Venedig erheblichen Einfluß zu 
erlangen, der später sogar bin an einige deutsche Fürstenhöfe reichte (auch Friedrich v. Schillers 
unvollendeter Roman „Der Geisterseher" berührt übrigens diese Thematik). 

Niederösterreich 

Die wohl wahrscheinlichste Behauptung spricht davon, die „Figura" sei an einen geheimen Platz im 
heutigen Niederösterreich verbracht worden. Dies erscheint aufgrund des verhältnismäßig günstigen 
Transportwegs am ehesten vorstellbar. Um welchen Ort es sich dabei ggf. handeln kann, läßt sich 
nicht sagen. Spekulationen sind darüber schon zahlreiche angestellt worden. Mit Sicherheit dürfte man 
nicht dort suchen, wo schon damals Templerbesitzungen bestanden haben, sondern müßte von einem 
besonders unauffälligen Platz ausgehen, vielleicht von einem Gebäude, das inzwischen längst nicht 
mehr besteht oder über dessen Fundamenten inzwischen ein anderes errichtet worden ist. 

Im Elsaß 



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Eine weitere Legende spricht davon, die Figur sei in eine kleine Templerniederlassung im Elsaß 
geschafft worden. Diese Variante erscheint besonders unwahrscheinlich, da im nahen Frankreich (das 
Elsaß gehörte damals noch nicht zu Frankreich) und dem ganzen westlichen Europa die 
Templerverfolgung massiv war. Schon der Weg dort hin wäre voller Risiken gewesen, und eine 
ehemalige Templerniederlassung würde ganz sicher der ungeeignetste Ort gewesen sein. 

Die allgemeine Logik spricht dafür, daß die wertvolle Figur irgendwann von irgendwem gefunden und 
in Materialwert verkauft wurde. Doch es hat auch schon so mancher Schatz Jahrhunderte und 
Jahrtausende in einem Versteck überdauert - auch das wäre also für den „Großen Baphomet" möglich. 
Schließlich kann auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, daß die Figur während all der Zeit mehr 
oder weniger unter der Obhut einer geheimen Templer-Erbenorganisation gestanden haben mag; 
etwa so, wie es in der Geschichte „Die Braut des Baphomet" angenommen wird. Dann gäbe es die 
„Figura" noch heute, doch kein Außenstehender würde sie finden. Dies ist jedoch von allen 
Möglichkeiten wohl die phantastischste. 



Zu der Schlüssel-Erzählung 

„Die Braut des Baphomet" 

Im Jahre 1983 hatte eine Wienerin namens Agnes, damals im Alter von 19 Jahren, ein merkwürdiges 
Erlebnis. Sie schrieb es in einem Tagebuch nieder, so weit es sie unmittelbar anbetraf und für sie 
überschaubar war. Später fügte sie Ergänzungen hinzu, teils, was sie vor der zeitweiligem Wahnsinn 
verfallenen Lydia noch hörte, teils auch Resultate ihrer persönlichen Nachforschungen hinsichtlich der 
historischen Hintergründe. Agnes ist eine Frau mit kühlem Kopf, sie neigt nicht zu Phantasmen. Um so 
mehr haben sie die seinerzeitigen Ereignisse beeindruckt. Das Bild des „Baphomet" wurde tatsächlich 
gemalt, die Malerin (die nicht Agnes' Schwester, sondern eine Freundin war), wurde tatsächlich 
wahnsinnig, es erfolgte auch ein tätlicher Angriff gegen Agnes, der sie veranlaßte, Wien zu verlassen 
(sie lebt inzwischen bei Düsseldorf, ist glücklich verheiratet und mehrfache Mutter). Erst im Dezember 
1997 entstand unter dem Titel „Die Braut des Baphomet" eine authentische Fassung der Geschichte. 

Die Geschichte, die unter dem Titel „Die Braut des Baphomet" entstanden ist, hat die von Agnes 
niedergeschriebenen Texte zur Grundlage, ist jedoch außerdem dramaturgisch erweitert worden. Es 
lohnt sich dennoch für Interessierte, diese Geschichte zu lesen; sie ist die vielleicht einzige Quelle, die 
einige echte Aufschlüsse über die mythischen Hintergründe des Großen Baphomet der Tempelritter 
und die damit verbundenen Vorstellungen und Ziele geben kann. 

Diese Geschichte, die in Skriptform bestellt werden kann, steht also zwischen Phantasie und 
Wirklichkeit. Wirklichkeit ist das Tagebuch der Agnes S.-N., auf dem die Geschichte hauptsächlich 
beruht, wie auch in der Beschreibung des Äußeren jener schönen jungen Frau, an dem sich Tag nichts 
geändert hat. Die erwähnten Schauplätze sind zutreffend. Allerdings befand sich das Atelier der 
Malerin, in einer anderen Gasse der Wiener Innenstadt. Hinsichtlich dieses Schauplatzes nimmt sich 
die Geschichte eine Freiheit, weil eben jener Ort, die Wiener Blutgasse, den Tempel ritterorden 
betreffend wiederum historisch ist. Im übrigen steht fest, daß gerade dort schon vor Zerschlagung des 
Ordens sehr eigenständige Wege gegangen worden sind. Reale Hintergründe haben auch die Mythen, 
von denen die Rede ist, sowie viele Einzelheiten. Dies betrifft etwa die durchaus nicht aus der Luft 
gegriffene Legende um den „großen Baphomet", die „Welt der ewigen Morgenröte", das Reich der 
Göttin Venus, an welches der Kaiser Augustus glaubte, eine wichtige Rolle spielt. Zutreffend ist auch 
die Verbindung all dessen mit dem Untersberg. Bei Salzburg. Richtig sind sicher die Schilderungen der 
lichten Magie, der Bedeutung der langen Haare der Frauen sowie die angedeutete quasi 
sexual magische Komponente. So weit es die Perspektive der Agnes anbelangt, sind alle magischen 
Aspekte richtig und auf sicheren Boden bauend geschildert. 

Was hingegen die schwarzmagischen Angriffe anbelangt, wurden durch Zuhilfenahme fremder Quellen 
Eventualitäten rekonstruiert. Erfunden sind auch die widerstreitenden Organisationen, was nicht 
unbedingt bedeuten muß, es könne solche nicht vielleicht geben. Alles in allem steckt jedoch in dieser 
Geschichte - insbesondere im Hinblick auf die geistig-magischen Details - womöglich mehr Wahrheit 
als Dichtung. 



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Anhang 3 



Der Untersberg 

Kaum ein Berg im Land Salzburg hat die Menschen früherer Jahrhunderte so sehr beschäftigt wie der 
scheinbar aus der Ebene steil aufragende Hausberg der Salzburger, der Untersberg. Schon zur Zeit 
der Germanen vermutete man auf seinen Gipfeln den Sitz der Götter, später nahm man an, daß sich 
Kaiser und Fabelwesen in seinem Inneren befinden. Von ca. vierhundert Höhlen sind gerade einmal 
ca. 140-150 zumindest teilweise erforscht. Die bekanntesten beiden Höhlen sind die Kolowrathöhle mit 
15 Km - Länge und die Schellenberger Eishöhle. Markant ist die Mittagsscharte (1800 m) sichtbar und 
trennt den Berechtesgadener Hochtrohn(links) und den Salzburger Hochthron (rechts). 





Aufnahme talwärts von der Mittagsscharte nach Marktschellenberg 



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In der Mittagsscharte 



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In der Schellenberger Eishöhle 



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Blick auch über 3000 Jahre alte Eisschichten der Schellenberger Eishöhle 



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Blick vom Schellenbergsattel auf Walserfeld und Salzburg 



Unzählige Sagen, Erzählungen und Bräuche ranken sich um den „Wunderberg". 




Untersberg-Sagen 



Der Untersberg oder Wunderberg liegt eine kleine deutsche Meile von der Stadt Salzburg an dem 
grundlosen Moos, wo vorzeiten die Hauptstadt Helfenburg soll gestanden haben. Er ist im Innern ganz 
ausgehöhlt, mit Palästen, Kirchen, Klöstern, Gärten, Gold- und Silberquellen versehen. Kleine Männlein 
bewahren die Schätze und wanderten sonst oft um Mitternacht in die Stadt Salzburg, in der 
Domkirche daselbst Gottesdienst zu halten. 

Kaiser Karl im Untersberg 

In dem Wunderberg sitzt außer andern fürstlichen und vornehmen Herren auch Kaiser Karl, mit 
goldner Krone auf dem Haupt und seinen Zepter in der Hand. Auf dem großen Walserfeld wurde er 
verzückt und hat noch ganz seine Gestalt behalten, wie er sie auf der zeitlichen Welt gehabt. Sein Bart 
ist grau und lang gewachsen und bedeckt ihm das goldne Bruststück seiner Kleidung ganz und gar. An 
Fest- und Ehrentagen wird der Bart auf zwei Teile geteilt, einer liegt auf der rechten Seite, der andere 
auf der linken, mit einem kostbaren Perlenband umwunden. Der Kaiser hat ein scharfes und 
tiefsinniges Angesicht und erzeigt sich freundlich und gemeinschaftlich gegen alle Untergebenen, die 
da mit ihm auf einer schönen Wiese hin und her gehen. Warum er sich da aufhält und was seines 
Tuns ist, weiß niemand und steht bei den Geheimnissen Gottes. 

Franz Sartori erzählt, daß Kaiser Karl V., nach andern aber Friedrich an einem Tisch sitzt, um den sein 
Bart schon mehr denn zweimal herumgewachsen ist. Sowie der Bart zum drittenmal die letzte Ecke 
desselben erreicht haben wird, tritt dieser Welt letzte Zeit ein. Der Antichrist erscheint, auf den 
Feldern von Wals kommt es zur Schlacht, die Engelposaunen ertönen, und der Jüngste Tag ist 
angebrochen. 

Die wilden Frauen im Untersberge 

Die Grödicher Einwohner und Bauersleute zeigten an, daß zu diesen Zeiten (um das Jahr 1753) 
vielmals die wilden Frauen aus dem Wunderberge zu den Knaben und Mägdlein, die zunächst dem 
Loche innerhalb Glanegg das Weidvieh hüteten, herausgekommen und ihnen Brot zu essen gegeben. 
Mehrmals kamen die wilden Frauen zu der Ährenschneidung. Sie kamen frühmorgens herab, und 
abends, da die andern Leute Feierabend genommen, gingen sie, ohne die Abendmahlzeit 
mitzunehmen, wiederum in den Wunderberg hinein. 

Einstens geschah auch nächst diesem Berge, daß ein kleiner Knab auf einem Pferde saß, das sein 
Vater zum Umackern eingespannt hatte. Da kamen auch die wilden Frauen aus dem Berge hervor und 
wollten diesen Knaben mit Gewalt hinwegnehmen. Der Vater aber, dem die Geheimnisse und 
Begebenheiten dieses Berges schon bekannt waren, eilte den Frauen ohne Furcht zu und nahm ihnen 
den Knaben ab, mit den Worten: „Was erfrecht ihr euch, so oft herauszugehen und mir jetzt sogar 
meinen Buben wegzunehmen? Was wollt ihr mit ihm machen?« Die wilden Frauen antworteten: „Er 
wird bei uns bessere Pflege haben und ihm besser bei uns gehen als zu Haus; der Knabe wäre uns 
sehr lieb, es wird ihm kein Leid widerfahren.« Allein der Vater ließ seinen Knaben nicht aus den 
Händen, und die wilden Frauen gingen bitterlich weinend von dannen. 

Abermals kamen die wilden Frauen aus dem Wunderberge nächst der Kugelmühle oder Kugelstadt 
genannt, so bei diesem Berge schön auf der Anhöhe liegt, und nahmen einen Knaben mit sich fort, 
der das Weidvieh hütete. Diesen Knaben, den jedermann wohl kannte, sahen die Holzknechte erst 
über ein Jahr in einem grünen Kleid auf einem Stock dieses Berges sitzen. Den folgenden Tag nahmen 
sie seine Eltern mit sich, willens, ihn am Berge aufzusuchen, aber sie gingen alle umsonst, der Knabe 
kam nicht mehr zum Vorschein. 

Mehrmals hat es sich begeben, daß eine wilde Frau aus dem Wunderberg gegen das Dorf Anif ging, 
welches eine gute halbe Stunde vom Berg entlegen ist. Alldort machte sie sich in die Erde Löcher und 
Lagerstätte. Sie hatte ein ungemein langes und schönes Haar, das ihr beinahe bis zu den Fußsohlen 
hinabreichte. Ein Bauersmann aus dem Dorfe sah diese Frau öfter ab- und zugehen und verliebte sich 
in sie, hauptsächlich wegen der Schönheit ihrer Haare. Er konnte sich nicht erwehren, zu ihr zu gehen, 
betrachtete sie mit Wohlgefallen und legte sich endlich in seiner Einfalt ohne Scheu zu ihr in ihre 
Lagerstätte. Es sagte eins zum andern nichts, viel weniger, daß sie etwas Ungebührliches getrieben. 
In der zweiten Nacht aber fragte die wilde Frau den Bauern, ob er nicht selbst eine Frau hätte? Der 
Bauer aber verleugnete seine Ehefrau und sprach nein. Diese aber machte sich viel Gedanken, wo ihr 
Mann abends hingehe und nachts schlafen möge. Sie spähete ihm daher nach und traf ihn auf dem 



169 



Feld schlafend bei der wilden Frau. „0 behüte Gott«, sprach sie zur wilden Frau, „deine schönen 
Haare! Was tut ihr da miteinander?« Mit diesen Worten wich das Bauersweib von ihnen, und der 
Bauer erschrak sehr hierüber. Aber die wilde Frau hielt dem Bauern seine treulose Verleugnung vor 
und sprach zu ihm: „Hätte deine Frau bösen Haß und Ärger gegen mich zu erkennen gegeben, so 
würdest du jetzt unglücklich sein und nicht mehr von dieser Stelle kommen; aber weil deine Frau nicht 
bös war, so liebe sie fortan und hause mit ihr getreu und untersteh dich nicht mehr, daher zu 
kommen, denn es steht geschrieben: >Ein jeder lebe getreu mit seinem getrauten Weibe<, obgleich 
die Kraft dieses Gebots einst in große Abnahme kommen wird und damit aller zeitlicher Wohlstand der 
Eheleute. Nimm diesen Schuh von Gold von mir, geh hin und sieh dich nicht mehr um.« 

Goldsand auf dem Untersberg 

Im Jahre 1753 ging ein ganz mittelloser, beim Hofwirt zu St. Zeno stehender Dienstknecht, namens 
Paul Mayr, auf den Berg. Als er unweit dem Brunnental fast die halbe Höhe erreicht hatte, kam er zu 
einer Steinklippe, worunter ein Häuflein Sand lag. Weil er schon so manches gehört hatte und nicht 
zweifelte, daß es Goldsand wäre, füllte er sich alle Taschen damit und wollte vor Freude nach Haus 
gehen; aber in dem Augenblick stand ein fremder Mann vor seinem Angesicht und sprach: „Was 
trägst du da?« Der Knecht wußte vor Schrecken und Furcht nichts zu antworten, aber der fremde 
Mann ergriff ihn, leerte ihm die Taschen aus und sprach: „Jetzt gehe nimmer den alten Weg zurück, 
sondern einen andern, und sofern du dich hier wieder sehen läßt, wirst du nicht mehr lebend 
davonkommen.« Der gute Knecht ging heim, aber das Gold reizte ihn also, daß er beschloß, den Sand 
noch einmal zu suchen, und einen guten Gesellen mitnahm. Es war aber alles umsonst, und dieser Ort 
ließ sich nimmermehr finden. 

Ein andermal verspätete sich ein Holzmeister auf dem Berge und mußte in einer Höhle die Nacht 
zubringen. Anderen Tages kam er zu einer Steinklippe, aus welcher ein glänzend schwerer Goldsand 
herabrieselte. Weil er aber kein Geschirr bei sich hatte, ging er ein andermal hinauf und setzte das 
Krüglein unter. Und als er mit dem angefüllten Krüglein hinwegging, sah er unweit dieses Orts eine 
Tür sich öffnen, durch die er schaute, und da kam es ihm natürlich vor, als sehe er in den Berg hinein 
und darin eine besondere Welt mit einem Tageslicht, wie wir es haben. Die Tür blieb aber kaum eine 
Minute lang offen; wie sie zuschlug, hallte es in den Berg hinein wie in ein großes Weinfaß. Dieses 
Krüglein hat er sich allzeit angefüllt nach Haus tragen können, nach seinem Tode aber ist an dem 
Gold kein Segen gewesen. Jene Türe hat in folgender Zeit niemand wieder gesehen. 

Riesen aus dem Untersberge 

Alte Männer aus dem Dorfe Feldkirchen, zwei Stunden von Salzburg, haben im Jahr 1645 erzählt, als 
sie noch unschuldige Buben gewesen, hätten sie aus dem Wunderberge Riesen herabgehen gesehen, 
die sich an die nächst dieses Berges stehende Grödicher Pfarrkirche angelehnt, daselbst mit Männern 
und Weibern gesprochen, dieselben eines christlichen Lebens und zu guter Zucht ihrer Kinder 
ermahnt, damit diese einem bevorstehenden Unglück entgingen. Sodann hätten sich die Riesen 
wiederum nach ihrem Wunderberg begeben. Die Grödicher Leute waren von den Riesen oft ermahnt, 
durch erbauliches Leben sich gegen verdientes Unglück zu sichern. 



170 



Anhang 4 



Nachtrag eines Lesers zu „Nicht alle UFO's waren rund": 

Die DM-1 war ein Versuchsgleiter für das üppisch-Projekt 13a das als Überschalljäger konzipiert 
war.D=Darmstadt, M=München. Während die P13a (ebenso die Varianten P12 und P13b) nicht über 
das Zeichenbrett-Stadium hinauskahmen, wurde die DM-1 als Versuchgleiter aus Holz gebaut, im 
Windkanal getestet, jedoch nie im Fluge erpropt . Da das Flugzeug ohne eigenen Antrieb war, 

war ein Huckepackschlepp mit Dreipunktfesselung durch eine zweimotorige Siebel Si 204 A 
vorgesehen. Die DM-1 sollte auf eine bestimmte Höhe geschleppt werden, dort ausgeklinkt werden 
und im Bahnneigungsflug hohe Geschwindigkeiten erreichen (errechnete Fluggeschwindigkeit: 560 
km/ h. Die angeblichen Muster die 1360 km/ h erreicht haben sollen, halte ich für nicht glaubwürdig). 
Die Flugerprobung fand so jedoch nie statt, geschweige denn ein Flug mit Raketen- oder 
Staustrahltriebwerken. Selbst die Amerikaner, die nach dem Kriege die Erprobung weiterführen 
wollten (unter ihrer Leitung wurde die DM-1 erst fertig gebaut), sahen davon ab. Fotos, die die DM-1 
im Fluge zeigen, sind Amerikanische Propagandafotos. 

Die DM-1 wurde am 9. November 1945 nach Virginia USA ins Langley Memorial Laboratory gebracht, 
wo die Amis zahlreiche Windkanaltests in ursprünglicher Form und zahlreichen Umbauten der DM-1 
vornahmen. 

Für ganz „Findige Dedektive": die DM-1 soll noch heute im National Air and Space Museum (NASM) im 
einem Lagerschuppen stehen. 

Nachzulesen in: 

Waffen-Arsenal, Band 102 des Podzun-Pallas-Verlag. 
Autor: H.P. Dabrowski 
ISBN: 3-7909-0298-5 

In diesem Band sind etliche Fotos und Zeichnungen der P13a als Modell, sowie der DM-1 im Aufbau, 
nach Fertigstellung, beim Verlad durch die Amis und viele mehr. 

Auch ich glaube, das die Vril Projekte (und Andere) Verwirklicht wurden, aber bei der P13a irrt Ihr 
bestimmt. 



171 



Vril-Technik 

Technische Hintergründe 
Bewaffnung der Flugscheiben 

weitere Details 




Folgende Anmerkungen sind als Ergänzung 
zu der Schrift „Das Vril-Projekt" gedacht 



Endkampf um die Erde? 





von Norbert Jürgen-Ratthofer 



posifarij 32 
33-1042 l©«tt 



173 



Anmerkung: 



Die hier vorliegende Schrift „Demnächst Endkampf am die Erde?" ist als aktuelle, kleine Ergänzung der 
schon erschienenen Arbeit „Das Vril-Projekt" der Autorengemeinschaft Ralf Ettl & Norbert Jürgen 
Ratthofer gedacht. 

Der Verfasser 



Mars - Mond 

seltsame Spuren auf unserem Nachbarplanenten und dem Erdtrabanten 



Demnächst „Endkampf um die Erde"?! 

Am Samstag, den 2. 9. 1995, erklärte ein Sprecher Im „ORF 1", den 1. Programm des 
Österreichischen Fernsehens, um 19,22 Uhr in der Sendung „Wissenschaft aktuell", dass die NASA die 
US-Marssonde „Observer" endgültig aufgegeben hat, nachdem am 24. 8. 1995 der „Observer" in 
Marsnähe plötzlich seinen Funkkontakt mit der NASA-Erdstation abbrach. Seither gibt es keinerlei 
Mög-lichkeit zu erfahren, was nun mit dem „Observer" geschehen ist, ja ob er überhaupt noch 
existiert! Doch bereits 1989 widerfuhr der Sowjetsonde „Phobos 2" in Marsnähe ähnliches, wie im 
August 1995 der US-Sonde. Ehe „Phobos 2" nämlich ein Landefahrzeug auf dem kleinen Marsmond 
Phobos absetzten konnte, nachdem die Sonde vorher in einer Marsumlaufbahn bereits einige 
Marsfotos zur Er-de funkte, brach ebenso aus bisher nie geklärten Gründen der Funkkontakt mit ihr 
für immer ab. 

Die am 24. August 1995 (übrigens, dem Geburtstag des Verfassers) „verlorengegangene" US- 
Marssonde „Observer" sollte unter ander-em auch das nach einer Computerüberprüfung eindeutig als 
künst-lich klassifizierte sogenannte „Marsgesicht", die gebirgsgroße Skulptur eines menschlichen, nur 
aus dem Weltall sichtbaren Ge-sichtes, dessen künstlicher Ursprung jedoch bisher von der NASA 
abgestritten wird, erforschen, sowie dann noch in dessen Umgeb-ung befindliche „Marspyramiden", 
bei deren genauer Betrachtung jeder halbwegs vernünftige Mensch zugeben muss, dass sie unmöglich 
auf natürliche Weise entstanden sein können. Die von der NASA und diversen „ Schulwissenschaftlern" 
hier präsentierte „Erklärung", hier handle es sich vermutlich um „Vulkankegel" kann wohl nur als ein 
schlechter Scherz angesehen werden, außer diese seltsamen „Geistesriesen" betrachten auch die 
ägyptischen Pyramiden als „Vulkankegel", denn zumindest ein-ige dieser Marspyramiden sind 
äußerlich das mehrfach vergrößerte genaue Gegenstück der ägyptischen Cheopspyramide einer 
Marspyramidenruine kann man wieder einen genau rechteckigen Innenraum erkennen, der wohl an 
bestes den rein künstlichen Ursprung der Marspyramiden belegt, denn nicht nur genau geometrisch 
rechteckige pyramidenförmige Vulkane, sondern auch ebenso genau geometrisch rechteckige 
Vulkankrater gibt es ganz einfach nicht! Doch auch noch weit größere Gesteinsformationen vom 
Ausmaß einer Gebirgskette mit ebenfalls genau rechteckigen Strukturen, welche wie die Grundmauern 
einer Titanenmetropole wirken, lassen zumindest vermuten dass es sich hier um die Ruinen einer 
einstigen Marsgroßstadt handelt. Dies muss sogar den NASA-Wissenschaftlern so sehr in den Augen 
gestochen haben, dass sie diese „Gebirgskette" wenn auch offiziell nur ironisch „Inkastadt" (Inkacity) 
tauften. Doch es wurden bisher von den US-Marssonden in den Siebzigerjahren nicht nur titanische, 
ganz offensichtlich künstliche Gebilde auf dem Mars fotografiert und die Bilder dann zur Erde gefunkt, 
sondern auch sehr kleine. Nur wenige Tage, nachdem die Sonde „Viking 1" im Juli 1976 am Mars 
landete, funkte sie von seiner Oberfläche ein Foto zur Erde, auf dem ganz klar ein Felsbrocken mit 
eines eingrav-ierten oder aufgemaltem „B", „G", oder einer „8" zu sehen war. Selbstverständlich war 
auch hier die offizielle Erklärung von „Geologen', die sie wie aus der Pistole abgeschossen von sich 
gaben folgende; „Es handelt sich um das Ergebnis ein es natürlichen Schattenfalls auf die verwitterte 
Felsfläche". 

An der Marsoberfläche sind also noch heute ganz eindeutig er-kenn- und unübersehbare, sowie 
zumeist ganz gewaltige Überreste einer einstiger großartigen menschlichen Superkultur land aus 
hierher noch vor Kriegsende transportierten Einzel-teilen zu einem walzen- bis zigarrenförmigen 
Fernraumschiff zusammengebaut wurde, welches auch als Mutterraumschiff 1 Haunebu-II- und 4 Vril- 



174 



1 Raumflugscheiben transportieren konnte. Vermutlich gelangten auf diese Weise die bei den US- 
Mondexpeditionen am Erdmond fotografierten Haunebu-II- und Vril-l-"UFOs" auf den Mond, denn vor 
allem bei den Vril-1 -Disken ist es fraglich, ob Ihre Reichweite für einen Mondflug groß genug war. 
Alle Haunebu- und Vril-Raumflugscheiben sowie auch aas „Andromeda-Gerät", welches wie das große 
Haunebu-III-Rundraumschiff nur als Einzelexemplar gebaut worden sein dürfte verfügten und 
verfügen über eine Art von „ elektromagnetischen Antig rafitationseffekt-Antrieb den bis heute 
niemand anderer auf unserer Erde nachbauen -funktionsfähig nachbauen (S), konnte. 

Sowohl die Marsreise des Haunebu-III-Rundraumschiffes, als auch die Stationierung der Haunebu-II-, 
Vril-1- und And romedagerätra umschiffe auf dem Erdmond knapp vor und nach dem Ende des 2. 
Weltkrieges, hatte alleine den Zweck auf dem Mars und dem Erdmond die von der reichsdeutschen 
Führung Vermutet- und dann tatsächlich vorhanden, intakten Anlagen unter den Oberflächen der 
beiden Himmelskörper zu relativieren, und für die Ankunft einer „ Befreiungsraumkreuzerarmada vor 
außerirdischen Menschen vom 68 Lichtjahre von der Erde entfernte Sonnenplanetensystem Aldebaran 
vorzubereiten. 

Durch die Tatsache, dass die USA in den Siebzigerjahren das bemannte Apollo-Programm der NASA 
nach wenigen Mondlandungen plötzlich abbrachen und dann sie mehr einen Astronauten zum Mond 
schickten, sowie nach dem unbemannten Viking-Marslandeprojekt keine erfolgreiche Marsoperation 
mehr aufweisen konnte, was sicher nicht rein zufällig auch für die Marssonden der UdSSR zutraf, darf 
hier neben verschiedenen anderen Kleinigkeiten auch die in Betracht gezogen werden die besagt, dass 
wohl hier den USA und der inzwischen einstigen UdSSR gegen-über wenig Sympathie empfindende 
Intelligenzen dafür die Verantwortung tragen. Diese auf dem Erdmond und dem Mars von den USA 
und UdSSR mit ihren Mond- und Marsexpeditionen belästigten Intelligenzen sind nun sowohl die nach 
1945 auf diesen beiden Himmelskörpern sesshaft gewordenen reichs-deutschen 
Raumschiffbesatzungen und ihre Nachkommen, als auch die mit einigen Spähraumschiffen als Vorhut 
ihrer Raumkreuzerarmada bereits auf Mond und Mars eingetroffenen Aldebaraner. Die vereinigten 
Reichsdeutschen & Aldebaraner auf Mond und Mars machten also den USA und UdSSR zunächst am 
Erdmond unmissverständlich klar, dass sie hier total un-erwünscht sind. Als dann die beiden 
„Hauptalliierten" USA & UdSSR mit zunächst unbemannten Marslandem bemannte Marsexpeditionen 
wie die US-Mondunternehmen Apollo vorbe-reiten wollten, deaktivierten die reichsdeutschen und 
aldebaranischen „Marsianer" nach dem unbemannten US-Viking-Unternehmen ganz einfach alle dann 
folgenden UdSSR- und US-Marssonden in Marsnähe. Ob dabei die Marssonden nur leicht beschädigt, 
oder aber ganz zerstört wurden, ist bisher un-klar und unbekannt. Zum Thema „Aldebaraner" ist hier 
folgendes von Interesse: 

Nach der Auswertung der allerneuesten bisher eingegangenen diesbezüglichen Überlieferungen und 
Informationen wäre ohne das „Vril-7-Fernrundraumschiff-Projekt"-der geheimen deutschen Vril- 
Gesellschaft ein unmittelbarer persönlich-leiblicher Kontakt zwischen Erdenmenschen und den 
außerird-ischen und dennoch durchwegs voll menschlichen Aldebaranern wohl nicht zustande 
gekommen, zumindest nicht mehr in dies-em Jahrhundert. Vor allem aber gäbe es ohne das Vril-7- 
Projekt mit großer Wahrscheinlichkeit keine bereits seit Jahren unser Sonne-Planeten-Uonde-System 
frequentierenden aldebaranischen Raumschiffe, von denen zumindest ein Teil die berühmt- 
berüchtigten sogenannten „UFOs" darstellen. Im Rahmen des deutschen Vril-7-Projektes entstanden 
insge-samt zwei unterschiedliche und unterschiedlich erfolgreiche Raumfahrzeuge: 



175 



Vril 7 



1) Vril-7, interstellares Fernrundraumschiff, leichter Fernraumkreuzer, - überlieferte, 
rekonstruierte und errechnete technische Angaben: 

Durchmesser 

= 45 Meter. 

Höhe 

=15 Meter; einstöckige Raumschiffpiloten- und Passagierzelle oben. 
Antrieb 

= Triebwerk Y-7/ 0. 

Horizontaldurchmesser 58 m, mit SM-Levitator E-24 V.,und Y-Schwing-Glocke verstellbar, Höhe 140 
cm, Breite 50 x 70-90 x 50 cm. 

Steuerung 

= Magnet-Feld-Impulser 4a. 
Geschwindigkeit 

= maximal Fastlichtgeschwindigkeit = ca. 500 000 km/ sec, im normalkosmischen 
Antig ravitationsra umfl ug ; 

5 x Lichtgeschwindigkeit = ca. 900 000 km/ sec, = Dreifachüberlichteffekt im überräumlichen 
Dimensionskanalflug. 

Reichweite 

= rein theoretisch unbegrenzt, in der Praxis war das geplante Maximum 68 Lichtjahre = ca. 640 
Billionen km=64xl0 (hoch 13) km= Entfernung zum Aldebaran im Sternbild Stier bei einigen 
Wochen Bordzeit und 22,5 Jahren Erd-Universums-Zeit. 

Bewaffnung 

= 4 x Mk-108-Drillingsbatterien = 4 drehbare Geschützhalterungen mit je 5 gebündelten 
Maschinenkanonen Kaliber 5 cm 

Kadenz 

= Schussfolge 660 Schuss je Mk-108, 
2 x Mk-108 Drillingsbatterien an der Raumschiffoberseite, 

2 x Mk-108-Drillingsbatterien an der Raumschiffunterseite, vorübergehende Montage eines KSK- 
„Donar"-Strahlgeschützes Kaliber 11 mm im Experimentalstadium in einem schmalen Panzerturm an 
der zentralen Raumschiffunterseite leicht seitlich versetzt; Fernsteuerung aller Geschütze an der 
Raumschiffunterseite. 

Außenpanzerung 

= Doppel-Viktalen-Panzerung 1945/ 44, Dreischott-Viktalen-Panzerung 1944/ 45. 
Besatzung 

= maximal ca. 14 Mann, 2 Mann bei Test Januar 1944. 

Weltallfähigkeit 

= 100%. 

Stillschwebefähigkeit 

= vermutlich ca. 25 Minuten wie bei Haunebu-III. 

Allgemeines Fugvermögen 

= wetterunabhängig Tag und Nacht. 



176 



Grundsätzliche Einsatztauglichkeit 

= Januar 1944 erster Dimensionskanal-Testflug bei einigen Stunden Bordzeit und einigen Monaten 
Erd- und Universumszeit mit Rückkehr in stark beschädigtem Zustand, da sich die Raumschiffzelle 
als zu schwach gebaut erwies, wonach Vril-7 nach einer Generalüberholung mit Zellenverstärkung 
und zusätzlichen Verkleidungen bis zur Übergabe an die SS im April 1945 nur mehr für 
Geheimtransporte auf der Erde verwendet wurde. Sowohl konstruktiv als auch antriebsmäßig war 
das Vril-7 nur eine stark vergrößerte Version des Vril-1. Ob jedoch auch Vril-1 so wie Vril-7 zu einer 

Dimensionskanalreise fähig war, ist unbekannt. 



2) „Vril-Odin", interstellares Fernrundraumschiff, leichter Fernraumkreuzer, - überlieferte, 
rekonstruierte und errechnete technische Angaben: 

Durchmesser 

= 45 Meter. 

Höhe 

= 22,50 Meter; zweistöckige Raumschiffpiloten- und Passagierzelle oben. 

Antrieb Möglichkeit A 

= wie bei Vril-7: 

Triebwerk Y-7/ 0, Horizontaldurcbmesser 58 m, mit SM-Levitator E-24 V., und Y-Schwing-Glocke 
verstellbar, Höhe 140 cm. Breite 50 x 70-90 x 50 cm. 

Steuerung 

= Magnet -Feld-Impulser 4a. 

Antrieb und Steuerung Möglichkeit B 

= Y-7/ O-Vril-7 und Thule-Tachyonator-7c-Haunebu-H-Antrieb in Form einer weiterentwickelten 
Rekombination beider ohne bewegliche Teile und dadurch verschleißfrei. 

Geschwindigkeit 

= maximal Fastlichtgeschwindigkeit = ca. 300 000 km/ sec, im normalkosmischen 
Antig ravitatlonsra umfl ug, 

3 x Lichtgeschwindigkeit = ca. 900 000 km/ sec, Dreifachüberlichteffekt im überräumlichen 
Dimensionskanalflug. 

Reichweite 

= rein theoretisch unbegrenzt, in der Praxis war das geplante Maximum 68 Lichtjahre = ca. 640 
Billionen km = 64-xlO (hoch 13) km = Entfernung zum Aldebaran im Sternbild Stier bei einigen 
Wochen Bordzeit und 22,5 Jahren Erd-Universumszeit. 

Bewaffnung 

= 1 Kuppelpanzerdrehturm von Haunebu-II mit KSK-"Donar"-Strahlgeschütz (Donar KSK HIV) vonVril- 
7 Kaliber 11 mm an der Raumschiff Oberseite in der Mitte auf der Raumschiffpilotenzelle; 5 kleinere 
abgeflachte Panzerdrehtürme von Haunebu-II mit je 2 von dessen KSK-Strahlgesehütz-Robformen 
Kaliber 8 mm an der Raumschiffunterseite in kreisförmiger Anordnung. 

Außenpanzerung 

= Dreischott-Viktalen-Panzerung. 

Besatzung 

= 28 Personen (14 Männer, 14 Frauen) im April 1945. 

Weltallfähigkeit 

= 100%. 

Stillschwebefähigkeit 



177 



= vermutlich ca. 25 Minuten wie bei Haunebu-III. 
Allgemeines Flugvermögen 

= wetterunabhängig Tag und Nacht. 

Grundsätzliche Einsatztauglichkeit 

= im April 1945 Start zum Aldebaran vermutlich von der Gegend Untersberg-Berchtesgaden, 
Deutschland, aus. Vermutlich davor Flugtests auf und im Bereich der Erde, aber ohne 
Di mensionska na If lugtest, da dafür die Zeit nicht mehr ausreichte, denn die militärische Niederlage 
Großdeutschlands stand ja unmittelbar bevor. „Vril-Odin" war der erste und letzte gelungene 
Prototyp einer Mischung von Vril- und Haunebu-Bauweise, -Antrieb und Bauteilen, denn wahrend 
der reine Haunebu-Antrieb sich für eine Dimensionskanal reise ungeeignet erwies, vermutlich 
verschwand bei einem derartigen Versuch das Glockenraumschiff Haunebu-II „Idun" auf 
Nimmerwiedersehen im Dimensionskanal, zeigte sich die reine Vril-Bauweise für den 
Dimensions-kanalflug als zu leicht und zu schwach, so daß das Vril-7 nach seinem Dimensionskanal- 
Testflug fast schrottreif wieder landete. Vril-Odin wurde aus verschiedenen Ersatzteilen für das Vril- 
7 und einen Haunebu-II zusammengebaut, was vermutlich wesentlich weniger Zeit brauchte, als der 

Bau des Vril-7. 



Vril-Odin 

Möglicherweise entstand „Vril-Odin" erst nach Oktober 1944 basierend auf einer Gedankenstudie eines 
Haunebu-Vril II/ 3-Kombinationsraumschlffes von dem eine Skizze wie die Klein-version des Vril-Odin 
aussieht. 

Wie die überlieferten Medial berichte besagen, kam „Vril-Odin" mit seiner Besatzung wohlbehalten im 
fernen Sonne-Planeten-system Aldebaran-Sumi an und landete dort auf dem Planeten SumiEr, einer 
sehr erdähnlichen und nur um eine Spur kleineren weit als unsere Erde. Die Führung von SumiEr war 
bereit, nach der Zusammenstellung einer Raumarmada von 280 Raumkreuzern, diese unter dem 
Kommando ihres bewährten Raumadmirals Zoder und der ihn begleitenden Vril-Odin-Mannscbaft, 
über den Dinensionskanal zu unseren Sonne-Planetensystem bis zur Erde zu entsenden, um ihren 
Bündnispartner Deutschland von seinen Feinden zu befreien. Über transmediale Kontakte zwischen 
weiblichen Medien der deutschen Vril-Gesellschaft und ebensolchen auf SumiEr, erfolgte nämlich 
bereits während des 2. Weltkrieg-es zugunsten Großdeutschlands ein Hilfsabkommen militärischer Art 
mit SumiEr, falls die reichsdeut s ehe Wehrmacht den Krieg verlieren sollte. 

Der Medialkontakt zwischen auf der Erde verbliebenen weiblich-en Medien der ehemaligen deutschen 
Vril-Gesellschaft und ihren Kolleginnen auf dem deutschen Interstellar-Raumschiff „Vril-Odin", dauerte 
bis zu rund 2 Jahre nach Landung des deutschen Fernraumschiffes auf SumiEr an. Etwa Anfang 1947 
brach dann der Medialkontakt unvermittelt ab. Der Grund dafür blieb bis- her unbekannt. Ebenso 
bisher unbekannt ist auch, ob irgend-wann später wieder ein solcher Medialkontakt aufgenommen 
wer-den konnte. Wenn man nun bedenkt, dass das Raumschiff „Vril-Odin" durch die Zeitverschiebung 
in Dimensionskanal bei zwar nur wenigen Wochen Bordzeit jedoch erst 22,5 Jahre später, etwa Ende 
1967, in der Nähe von Aldebaran-Sumi aus dem Dimensionskanal wieder ins Normaluniversum 
übertrat und dann mit einer bereits wartenden aldebaranischen Raumkreuzereskorte auf SumiEr 
landete, dann erfolgte der Medialkontakt zwischen den Vril-Odin-Medien auf SumiEr und den Vril- 
Medien auf der Erde nicht nur über eine Distanz von 68 Lichtjahren hinweg, sondern auch zwischen 
zwei Zeitebenen, einer rund 22,5 Jahre früheren und einer rund 22,5 Jahre späteren, also zwischen 
der bereits realen Gegenwart und einer davon ausgehend nur möglichen Zukunft. Nur durch den 
Umstand, das alle diese Medien ursprünglich aus der gleichen irdischen Zeitebene von 1945 stammen, 
ist es wohl zu verdanken, dass zwischen diesen in der Folge dann über einen Zeltraum von rund 22,5 
Jahren hinweg überhaupt ein Medialkontakt möglich war. Vermutlich verursacht durch die kosmisch- 
evolutionsbedingte „unschärfe" aller zukünftigen nur möglichen, aber nicht so wie die gegenwärtigen 
unmittelbar realen Zeitebenen, brach dann zwischen diesen beiden der Medialkontakt nach immerhin 
zwei Jahren plötzlich ab, was nach Erdzeit etwa Anfang 1947 und nach der Dimensionskanalreise von 
Vril-Odin zeitverschobener SumiEr-Zeit 1969/ 70 gewesen sein muß. Möglicherweise brach jedoch der 
Medialkontakt zwischen der Erde von Anfang 1947 und SumiEr 1969/ 70 deshalb ab, weil es zwischen 



178 



der Erde von 1969/ 70 und dem SumiEr 1969/ 70 wie-der einen Medialkontakt gab, einen 
Medialkontakt zwischen den Vril-Odin-Medien und vermutlich den weiblichen Nachkom-men der 
irdischen Vril-Medien. Da nun dieser Medialkontakt auf der gleichen Zeitebene ablief, war er 
wahrscheinlich ähnlich wie bei Rundfunkwellen so stark und intensiv, dass er den von 1947-1969/ 70 
total überlagerte und damit abbrach. Es stellt sich hier nun die berechtigte Frage, ob und wann nun 
diese „Befreiungsraumflotte" von Aldebaran-Sumi, vermut-lich mit der Vril-Odin-Besatzung an Bord 
des Raumflaggschif-fes, endlich zur Erde kommt und damit die Militärführung von SumiEr ihr 
Hilfsabkommen mit Großdeutschland einhält. 



Spekulationen? 

Gibt es vielleicht etwa inzwischen gar schon Indizien, die auf ein relativ baldiges Kommen dieser 
Raumflotte hinweisen? Rekonstruieren wir einmal was geschieht, wenn eine ganze Flotte von riesigen 
interstellaren Fernraumschiffen aus dem überräumlichen Dimensionskanal, vergleichbar dem 
hypotheti-schen „Tachyonenraum", kommend, in kosmisch gesehen relativ-er Nähe von Sonne-Erde 
mit allerhöchster Fastlichtgeschwind-igkeit in unser Normaluniversum überwechselt und hier dann 
allmählich bis auf einen Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit abbremst. - Zunächst einmal müssen wir 
uns klar machen, dass, sagen wir in immerhin 1 Lichtjahr von Sonne und Erde entfernt, eine plötzlich 
im Weltraum mit Fastlichtgeschwindigkeit auftauchende Armada von 280 riesigen Raumschiffen von 
Asteroidengröße und -masse im Weltraum einen starken Gravitations-schock erzeugt, der nicht nur im 
Randbereich unseres Sonne-Planetensystems, sondern abgeschwächt bis zum Erde-Sonne-Be-reich 
Auswirkungen hat. 

Diese Auswirkungen im solaren Randbereich betrifft vor allem die hier befindliche Kometenwolke, die 
„Oortsche Wolke", be-nannt nach dem niederländischen Astronomen «Jan Hendrik Oort, der ihre 
Existenz bisher rein rechnerisch postulierte, welche sich in einer Sonnenentfernung von 2 bis 7,5 
Billionen Kilo-metern, also bis zu 5/ 4 Lichtjahre in den Weltraum erstreckt. Hinter der Neptunbahn 
zwischen 5 Milliarden bis 2 Billionen Kilometern befindet sich die „innere Kometenwolke" und 
zwi-schen der Uranus- und der Neptunbahn, zwischen 5 bis 5 Milli-arden Kilometern, liegt dann der 
„Kuiper - Kometengürtel", benannt nach dem niederländischen Astronomen Gerard Kuiper. In diesen 
beiden Kometenwolken und dem Kometengürtel befinden sich einige Billionen Kometen mit einer 
Gesamtmasse von maxi-mal 10 Erdmassen. 

Allgemein besser bekannt ist wohl der sogenannte „ASTRIDEN-GÜRTEL" zwischen Mars und Jupiter, 
bestehend aus staubkorngroßen bis rund 1.000 Kilometer großen, kugelförmigen, atmosphär-en losen 
Himmelskörpern. Über die Gesamtmasse der Asteroiden gibt es unterschiedliche Berechnungen und 
Schätzungen die sich zumeist unterhalb der Masse des Erdmondes bewegen. Vielleicht stellt dieser in 
einer Entfernung von rund 450 Millionen Kilo-metern die Sonne umkreisende kosmische Staub- und 
Kleinplanet-enring die noch verbliebenen Kerne aus Gestein und Erzen eines einstigen „inneren 
Kometengürtels" in einem urzeitlichen Sonne-Planetensystem dar, oder aber es handelt sich einer 
schon etwas älteren Theorie zufolge, um einen kleinen, noch vorhand-enen Bruchteil eines vor 
Urzeiten geborstenen, erdähnlichen transmarsianischen Planeten, dessen Hauptmasse im Laufe von 
Äonen sowohl auf seine ehemaligen beiden Nachbarplaneten Mars und Jupiter als Kleinmonde verteilt 
wurde, oder auf deren Oberflächen niederstürzten, als auch auf einer in der Sonne endenden 
Spiralbahn zum Teil auch auf den inneren Planeten Erde (und auf dem Erdmond), Venus und Merkur 
niedergingen und sie verwüstet-en (Mars wird unbewohnbar, auf der Erde sterben plötzlich die 
Dinosaurier aus, die erdähnliche wasserreiche Venus wird zur Planetenhölle, Merkur erhält eine 
Krateroberfläche wie der Erdmond) . 

Sowohl Kometen, gigantische „schmutzige Schneebälle 0 aus Wassereis, gefrorenen Gasen, 
kosmischem Staub und Asteroiden im Kerngebiet, als auch Asteroiden aus dem Asteroidenring, 
er-fahren bei starken gravitationeilen Einwirkungen aus dem interstellaren Raum erhebliche 
Bahnstörungen, die einige von ihn-en eine sonnenwärts führende Spiralbahn einnehmen lassen. Auf 
den solaren Planeten, für uns vor allem von Interesse auf der Erde, führen „Gravitationsschocks" aus 
dem Interstellarraum bei entsprechender Stärke zu Serien von Erdbeben und Vulkanausbrüch-en, 
begleitet von fallweise überdurchschnittlich zahlreichen Meteoritenniedergängen und sich der Erde 
kosmisch gesehen be-drohlich nähernden meter- bis kilometergroßen Asteroiden. Nun, all das ist seit 



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Anfang der Neunzigerjahre der Fall und geschehen, wie man wohl in allen Zeitungen nachlesen 
konnte und sogar für erdbebensicher gehaltene Gebiete wie Ägypten, wurden von schweren Erdbeben 
mit Todesopfern heimgesucht! Auch verhielten sich manche „Meteoriten" innerhalb der 
Erdat-mosphäre und „Asteroiden" in Erdnähe eher wie kleine und große Aufklärungsraumschiffe, also 
wie künstliche und nicht wie na-türliche kosmische Objekte. 

In diesem Zusammenhang ist eine gelinde gesagt sehr seltsame Pressemeldung aus Nordamerika 
Mitte 1990 von Interesse, die in einem derjenigen englischsprachigen obskuren Blätter erschien, die 
ausschließlich zur Belustigung ihrer Leser stets nur frei erfundene und total verrückt erscheinende 
Berichte veröffentlichen. In wenigen Worten besagte nun dieser „Bericht", der wohl ganz offensichtlich 
und unmißverständlich als „April-scherz" gedacht war, „am 2. April 1990 wäre im Nordatlantik eine 
birnenförmige Raumkapsel mit drei jungen reichsdeutschen Astronauten an Bord gelandet und von 
einem US-Kriegsschiff geborgen worden. Die drei Männer waren 1945 mit einer drei-stufigen 
deutschen Weltraumrakete, einer Weiterentwicklung der legendären „V-2-Rakete", ins All gestartet, 
aus unerklär-lichen Gründen aber ohne längere Bordzeit erst 1990 wieder auf der Erde völlig 
ungealtert gelandet"! 

Bald nach diesem „Aprilscherzbericht" kam nun „zufällig" die Erde vor lauter Erdbeben bis heute nicht 
zur Ruhe, brachen rund um die Erde herum immer wieder Vulkane aus, kamen allerlei Asteroiden 
angeschwebt und gab es die spektakulärsten Meteorsichtungen und Niedergänge. 

In Kenntnis der Medialberichte von „Vril-Odln" könnte man nun durchaus zu dem Schluß gelangen, 
dass diese scheinbare „Zeit-ungsente" bis auf die Sache mit dieser Art „Super-V-2-Welt-raumrakete" 
tatsächlich stimmt, oder zumindest teilweise richt-ig ist. War vielleicht hier bereits eine reichsdeutsche 
Ab-ordnung im Auftrag der Aldebaraner-Raumarmadaführung in den USA gelandet und stellte diesen 
ein Ultimatum? - Nun, wie auch immer, am 5. Oktober 1990 erfolgte die Teilwiederverein-igung 
Deutschlands durch die Fusionierung der BRD und der DDR zu einer „Groß-BRD" und nur wenig später 
zerfiel die „UdSSR in Rußland und mehrere sich teilweise bekriegende, bankrotte Staaten, womit nur 
mehr die USA als „Supermacht" existiert. Doch diese „Supermacht USA" die ziemlich offensichtlich im 
Auftrag von Israel Anfang 1991 einen Angriffskrieg gegen den Irak führte, brach diesen völlig 
überraschend urplötzlich knapp vor dem bereits greifbar nahen Sieg ab, so als ob je-mand den USA 
ein Friedensultimatum gestellt hätte. - Ein Ultimatum von Aldebaran? 

Falls nun diese ganzen hier aufgezählten Indizien mit dem Eintreffen der Aldebaraner-Raumarmada 
um 1990/ 91 in etwa 1 Lichtjahr (= 9,46 Billionen km) von Erde-Sonne entfernt zu tun hätten, dann 
sind wir nun in der Lage grob abzuscnät-zen und zu kalkulieren, innerhalb welcher Zeitspanne diese 
Baumflotte von Aldebaran die Erde erreichen könnte: 

Wenn also die Aldebaraner-Raumarmada 1990/ 91 aus dem Über-raum-Dimensionskanal 1 Lichtjahr 
von der Erde-Sonne entfernt wieder ins Normaluniversum überwechselte, dann mußte sie schleunigst 
ihren fastlichtschnellen Flug abbremsen, denn ein fastlichtschneller Raumflug der Gesamtflotte zur 
Erde würde infolge der im „hochrelativistischen Geschwindigkeitsbereich" von den Raumschiffen 
erzeugten „Gravitationsschocks" unser Sonne-Planetensystem nicht nur arg verwüsten, sondern vor 
allem den Zielpunkt Erde womöglich bersten lassen, womit dann ein zweiter „innerer Asteroideng ürtel" 
entstünde. Mit Sicherheit würde die Raumarmada also nur mit einem Bruch-teil der 
Lichtgeschwindigkeit bis zu Erde vorstoßen. Hier nun eine kleine Tabelle, bei welcher Geschwindigkeit 
ohne eine Gefährdung der Erde und gleichzeitig bei Einhaltung einer nicht allzulangen Reisezeit die 
Raumflotte bei der Erde eintreffen könnte, wenn sie rund 1 Lichtjahr von unserer Sonne entfernt 



startet: 








Abflug 


1990/ 91 


bei 


1/ 5 Lichtgeschwindigkeit 


= Erdankunft 1993/ 94; 


Abflug 


1990/ 91 


bei 


Vi Lichtgeschwindigkeit = 


Erdankunft 1994/ 95; 


Abflug 


1990/ 91 


bei 


1/ 5 Lichtgeschwindigkeit 


= Erdankunft 1995/ 96; 


Abflug 


1990/ 91 


bei 


1/ 6 Lichtgeschwindigkeit 


= Erdankunft 1996/ 97; 


Abflug 


1990/ 91 


bei 


1/ 7 Lichtgeschwindigkeit 


= Erdankunft 1997/ 98; 



180 



Abflug 1990/ 91 bei 1/ 8 Lichtgeschwindigkeit = Erdankunft 1998/ 99; 
Abflug 1990/ 91 bei 1/ 9 Lichtgeschwindigkeit = Erdankunft 1999/ 2000; 

Abflug 1990/ 91 bei 1/ 10 Lichtgeschwindigkeit = Erdankunft 2000/ 2001; - usw. 

Die Raumflotte würde also vermutlich mit einem Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit mit der Sonne als 
Sichtschirm bis vielleicht zur Marsbabn vorstoßen, doch hier dann weiter bis auf wahrscheinlich 20 bis 
50 km/ sec, abbremsen, um erst dann sichtbar auf Erdkurs zu gehen, bei der Erde ange-langt eine 
Kreisbahn einschlagen, um dann ihren Auftrag zu erfüllen. 

Genausogut bestünde jedoch auch die Möglichkeit, dass die Aldebaraner und ihre irdischen 
Verbündeten so wie bisher im Geheimen weiterwirken und ihre Invasionsraumnotte nur „für den Fall 
der Fälle" für unbestimmte Zeit an den Grenzen unseres Sonne-Planetensystems abwartend 
bereithalten! 



Quellenangabe: 

Fortlaufender Text basiert auf Quellen aus dem Templer-Archiv Wien. 

Die Quellen von Text- und Bildauszügen sind auf den jeweiligen Tafeln angegeben und ersichtlich. 




181 



Vril 

Die Zeitmaschine, das Prinzip, der Untersberg, Tornados 




182 



Es hat nie eine Vril - Gesellschaft gegeben . 



Logo der Vril - Gesellschaft 



Um die Jahreswende 1921/ 22 löste sich aus der Peripherie der Thüle-Gesellschaft eine zunächst 
kleine Gruppe heraus, die vorwiegend aus jungen Damen bestand. 




Ihr Anliegen war u.a. der Kulturkampf gegen die in den Zwanzigerjahren zunehmend aufkommende 
Mode kurzer Frisuren für Frauen, was als kulturlos und Entwürdigung der Frau verstanden wurde - 
aber auch wegen der Wichtigkeit als „magische Antennen." Pferdeschwanzfrisuren, die damals 
ansonsten noch niemand kannte, wurden zur internen Vereinstracht in jenem Kreise, der sich 
„Alldeutsche Gesellschaft für Metaphysik" nannte. Im Untertitel stand die Bezeichnung Vri - II, aus der 
später „Vril" wurde. Das Signet dieser spirituellen Vereinigung wurde ein Frauenkopf mit langem 
Pferdeschwanz (genannt: Seepferdchen). 




Maria, Vril Chefin 

Dieser Zirkel junger Damen, geleitet von Maria und Traute, einer Wienerin und einer Münchnerin, 
erwies sich als ebenso geschickt wie tatkräftig. Die Damen traten nicht als esoterische Vereinigung auf 
(damals sprach man von okkult), vielmehr schufen sie sich einen Firmenmantel. Als 1941 dann alle 
esoterischen Vereinigungen in Deutschland verboten wurden, betraf die sie „Antriebstechnischen 
Werkstätten Vril" naturgemäß nicht. 



183 




Traute Sigrun 



Inzwischen hatte sich ein florierendes Unternehmen entwickelt, das u.a. für die Adam Opel AG tätig 
war, obwohl das Schwergewicht der Bemühungen im Bereich der Luftfahrt lag - oder richtiger; der 
Weltraumfahrt, denn die Damen wollten ein „Sternenschiff" bauen, resp. bauen lassen, dafür 
engagierten sie Männer. 




Schwarze Sonne 



Von der Flugzeugfabrik Arado war ein Gelände in Brandenburg übernommen worden. 

Dort entstanden vermutlich zwischen 1943 und 1944 die diskusförmigen Geräte Vril 7 und Vril 8. Es 
dürfte aber auch ein unmittelbares Zusammenwirken mit Arado gegeben haben. Etwa der Entwurf Ar 
E 555 stammte von den Reißbrettern der Damenriege, allerdings für einen unkonventionellen Antrieb 
vorgesehen; erst später schuf Arado einen Entwurf für Düsenantrieb. 



184 




Zeitschrift 1952 



Nachkriegsdarstellung über Flugscheiben 

Die Vril - Damen dürften einige gute Verbindungen zu hohen Offizieren der Wehrmacht gehabt haben, 
etwa zu Erich von Manstein, Adolf Galland oder Karl Dönitz, insbesondere aber zu Wilhelm Canaris, 
dem Chef der Abwehr. Dieser unterstützte die Arbeiten an neuartigen Waffen, da das 
Reichsluftfahrtministerium in erschreckender Weise ignorant zeigte. Wahrscheinlich schon Ende 1941 
entstand der Geheimbund „Die Kette," in deren Rahmen neue Technologien gefördert wurden. 
Der „Vril" - Kreis war nicht nationalsozialistisch, es wäre aber auch falsch, ihn dem Widerstand gegen 
das NS - System zuzuordnen. Der Krieg nötigte zur Loyalität. 




20 ( |aUf Wil- ^tMc'tlW&lft 

Die „Vril - Damen" spielten in diesem Kreis zweifellos eine wichtige Rolle. Eine „Vril - Gesellschaft" hat 
es jedoch unter diesem Namen nach außen hin nie gegeben. Nur unter sich verwendeten die Damen 
diese Berechnung. 




185 



Kette 



Vril-Gesellschaft - Geheimnis im Ungewissen 

Der Z-Plan kann separat bezogen werden. Das Original hat nun ein definitives Ende bekommen. 
Andere Versionen, welche nicht ganz legal im weltweiten Netz kuriseren unterscheiden sich somit vom 
Original. 

Bezugsquelle von „Der Z-Plan" von RalfEttl: 

Damböck-Verlag, Markt 86, A-3321 Ardagger (Österreich), Tel: 0043/ 7479/ 6329 



Ein kleiner Textauszug aus dem letzten Teil von der Z-Plan: 

...So verließ Lukowsky das Haus an der Rheinalle; voller Gedanken an seine Tochter und an Vera, die 
Siglinde zu ihrer Erbin gemacht hatte - und damit, genaugenommen, auch ihn. Siglinde hatte das 
offenbar sehr genau verstanden, viel besser als er, der er erst jetzt allmählich begriff, was dies hieß: 
'Es ist wohl wahr, wir sind unser Schicksal - Du bis das meine und ich bin das Deine. ' - Und: 'Wir sind 
die Vollstrecker der Apokalypse. ' 

Ernst Lukowsky - Vera Jörgens' Erbe. Und was bedeutete das? Den großen Drachen zu besiegen, 
mitkämpfen in der letzten, entscheidenden Schlacht, der Schlacht von Hermaggedon! 
Lukowsky lenkte den Wagen auf die nächtliche Autobahn, in Richtung Berlin. Dort gab es etwas zu 
tun. Er hatte keine Ahnung, was das sein mochte. Sicher nur ein Kleines auf dem großen Weg. Das 
war auch nicht wichtig, wichtig war, daß er dabei sein würde wenn die Fanfaren ertönten und die 
Trommeln gerührt wurden über dem Walserfeld und die Flagge mit dem Zeichen des Menschensohns 
stieg. ... 




186 



Mit jedem Versuch, den realen Hintergründen der „ Vr/T '-Gesellschaft und den mit dieser zusammen- 
hängenden Rätseln näher zu kommen, eröffnen sich neue Labyrinthe des Ungewissen, ein Verwirrspiel 
an Möglichkeiten, Wahrscheinlichkeiten, Eventualitäten. Kaum scheint es so, als habe man an diesem 
oder jenem Punkt weitgehende Sicherheit gewonnen, lugt auch schon wieder das Ungewisse 
dazwischen hervor. Was wir neulich schon als fast sicher annahmen, wissen wir dann doch wiederum 
nicht wirklich ... Wenn dies alles mehr als bloße Mystifikation ist, so haben wir es mit einem derart 
perfekt verschlüsselten System vollkommener Geheimhaltung zu tun, daß es buchstäblich unmöglich 
bleiben dürfte, diesen Dingen jemals auf den Grund zu kommen. Gerade darin aber liegt vielleicht ein 
Hinweis darauf, daß wir von durchaus realen Dingen sprechen. Zwangsläufig müssen diese - hat es sie 
gegeben - unter einem vielschichtigen Mantel von Tarnung, gezielter Irreführung und Geheimhaltung 
nach allen Regeln der Kunst verborgen liegen. Wäre es anders, ergebe das ganze keinen Sinn. 

Die eben geschilderte Lage gibt engagierten Autoren sicher ein gewisses Recht, mit 
Schlußfolgerungen zu arbeiten. Auf diesen Blättern indes soll auch dies vermieden werden. Den 
Rahmen des „ wahrscheinlich Wahren " zu finden, ist hier ohnehin schwierig genug. 

Was wissen wir also - sofern wir überhaupt etwas wissen - nachdem es vor Jahr und Tag 
verhältnismäßig einfach zu sein schien, das „ Vr/i-Projekt" zu durchschauen, einschließlich mancher 
sehr phantastisch anmutender Komponenten. Das hätte im Grunde schon mißtrauisch stimmen 
müssen. Aber mitunter vergeht Zeit, ehe Menschen die nötige Distanz zu interessanten Themen 
gewinnen. Dabei hätten vergleichende Betrachtungen schnell zu der Erkenntnis führen können, daß 
technische Neuerungen in jener Zeit zwar in großem Umfange von der deutschen Industrie geschaffen 
wurden, daß die politische Führung diese jedoch fast ausnahmslos ignorierte. Deshalb ging der 
technische Vorsprung Deutschlands während des Kriegs an den Fronten verloren - obwohl dieser 
Vorsprung bei den Industrie immer größer wurde, auf allen Gebieten, bei den Flugzeugen ganz 
besonders. Die Amerikaner ermittelten den technischen Vorsprung Deutschlands 1945 auf zehn bis 15 
Jahre. 




187 



Die deutsche Führung aber erkannte dies erst in der Schlußphase des Krieges, als es längst zu spät 
war. Das Konzept, der größeren Quantität des Gegners die eigene höhere Qualität entgegenzustellen 
(wie z.B. General Galland es immer wieder forderte), wurde nicht in die Tat umgesetzt, obschon dies 
ohne weiteres möglich gewesen wäre. Für die deutschen Soldaten an den Fronten aber schlug sich 
der technische Vorsprung nicht nieder. So lag beispielsweise die Hauptlast der Luftraumverteidigung 
bis zuletzt auf den Schultern der bei Kriegsende schon elf Jahre alten Me 109, während neue, 
überlegene Flugzeuge, die längst verfügbar waren, nicht in Serienproduktion gingen. Dasjenige Land, 
daß über die modernste Technik verfügte, die besten Flugzeuge und U-Boote hatte, versäumte alle 
damit verbundenen Chancen - bis es dann viel zu spät war, das Blatt noch zu wenden. Die 
Verantwortung dafür lag nicht bei der Truppe und nicht bei der Industrie, sondern ausschließlich bei 
der politischen Führung. So manchen, die behaupten, wir hätten den Zweiten Weltkrieg durch Verrat 
oder sonstige Unwägbarkeiten verloren, sei gesagt: Nein, wir haben diesen Krieg durch laufende 
Fehler der nationalsozialistischen Regierung verloren. Dies betraf sowohl unqualifizierte Einmischung 
in die Strategie wie insbesondere auch Ignoranz gegenüber den technischen Erfordernissen. Erst in 
der letzten Kriegsphase sollten dann plötzlich Wunderwaffen retten, was zuvor versäumt worden war. 

Diese Anmerkung ist wichtig, weil sie zeigt, das Entwicklungen wie das „ Vril-Projekt" ganz gewiß nicht 
aufgrund weitsichtigen Handelns der politischen Führung entstanden sein können. Im Gegenteil ist 
davon auszugehen, daß solche Ideen ebenso behindert wurden wie etwa die Düsenflugzeuge oder die 
Elektro-U-Boote; zwei ggf. kriegsentscheidende Waffen, die ohne weiteres rechtzeitig hätten zum 
Einsatz gelangen können. Der Krieg würde dann einen anderen Ausgang genommen haben. Technik 
kann nicht lügen, somit sehen wir hier objektive Faktoren. 

Im Lichte dieser objektiven Fakten erscheinen jene Quellen glaubwürdig, die aussagen, das „ Vril- 
Projekt" und andere unkonventionelle Fluggeräte seien aufgrund reiner Privatinitiative entstanden, 
ohne jede staatliche Unterstützung. Allein Admiral Wilhelm Canaris, der Chef des großdeutschen 
Geheimdiensts, habe Hilfestellung geleistet, insbesondere in Form von Rohstoff- und 
Materialbeschaffung. 

Dies führt nun ziemlich direkt zu der einzigen vorhandenen Spur, der nachzugehen sich wohl lohnen 
könnte: Die „Alldeutsche Gesellschaft für Metaphysik" (intern auch Vri-Il- und Vril-Ges. genannt), 
gegründet 1921 in München, hervorgegangen aus der Peripherie des „ Thüle-Gesellschaft, " 1926 in die 
Firma „Antriebstechnische Werkstätten. " umgewandelt, 1937 aufgrund eines nicht näher 
defininerbaren Zusammenwirkens mit den Arado-Flugzeugwerken vorwiegend in Brandenburg tätig, 
bis 1945, mit Kriegsende erloschen. Von dort kam - wenn überhaupt - das,, Vril-Projekt. " 



Bei Ar odo dürften wichtige 
Bauteile für Vril 7 und Vril 8 
hergestellt worden sein. 
Auch das "Vril-Geldnde" 
war von der Firma Arado 
gepachtet. 




Weiche Menschen betrieben dies alles? 

Gründerin der Gesellschaft war eine junge Wienerin, Maria 0.. 



188 



Sie hatte bereits während des Ersten Weltkriegs mit deutschnationalen und quasi esoterischen 
Persönlichkeiten Verbindung. So mit Karl Haushofer und Rudolf von Sebottendorf. Im Jahre 1919 
lernte sie einen Münchner kennen, mit dem sie später verlobt war (nach 1945 soll sie ihn in Schweden 
geheiratet haben, was jedoch ein Gerücht ist, über den Verbleib von Maria O. ist nichts Sicheres 
bekannt). Maria O. beteiligte sich an der Gründung des Thule-Ordens. Sie hat dort sicher auch Männer 
wie Rudolf Hess und Adolf Hitler kennen gelernt. Außerdem war sie mit Erik Jan Hanussen bekannt, 
dieser suchte sie auf. Vielleicht hatte das keine Bedeutung. Da der Thule-Orden sich zunehmend nur 
mehr mit politischen Anliegen beschäftigte, gründete Maria zusammen mit ihrer engsten Freundin 
Traute, einer Münchnerin, sowie anderen jungen Damen eine eigene Vereinigung, die „Alldeutsche 
Gesellschaft für Metaphysik." Diese jungen Damen führten u.a. einen Kulturkampf gegen die 
Entwürdigung der Frau durch damals aufkommende kurze Frisuren. Auf alle Fälle: Das sind sehr 
fesche junge Damen gewesen, die Männern gefallen können, und dabei sehr selbstbewußt - 
zumindest das steht zweifelsfrei fest. Ihre Geisteshaltung war traditionalistisch ausgerichtet, 
orientierte sich an Renaissance und Antike. 

1921 taucht erstmals der Begriff „Kette" auf (der später, in anderer Bedeutung, von Canaris ebenfalls 
verwendet werden sollte). Zunächst wurde unter dem Begriff „Kette" die Linie der geistigen Tradition 
verstanden, die vom alten Babylon über Karthago, Rom und Germanien, die deutsche Geheimsektion 
der Tempelritter und den venezianischen Ordo Bucintoro der Renaissance sowie die Panbabylonische 
Gesellschaft bis in die Gegenwart führte. Das tragende Motiv bei alledem war die kommende 
Herrschaft der Göttin (Venus/ Ischtar) in einem neuen Aon. Der Gemeinschaft um Maria O. ging es 
um die Überwindung der Moderne und die Wiedergeburt der Antike, um ein neues Atlantis-Ideal nach 
Plato. Dabei spielten sicher auch verschiedene magische Momente eine Rolle, auf die hier nicht im 
einzelnen eingegangen werden kann. Wichtig ist jedoch der Jenseitsglaube, der in jenem Kreise 
herrschte - und die Idee, durch Anwendung technischer Mittel in einem Apparat eine bestimmte 
Schwingung zu erzeugen, durch die es möglich sein sollte, nach der Gesetzmäßigkeit der Affinität von 
Schwingungen in das Jenseits zu reisen - in die Welten der Götter ... Das klingt phantastisch, doch die 
Vereinigung junger Damen um Maria O. bewies bald, nicht nur fest auf dem Boden der Wirklichkeit zu 
stehen, sondern auch außerordentlich geschäftstüchtig zu sein. 

Schon 1922 engagierten die Damen geeignete Techniker für ihre Vorhaben. Unter diesen befand sich 
zeitweilig auch Dr. W.O. Schumann, der sich mit Schwerkraft und Elektrogravitation beschäftigte. Ob 
das mehrfach erwähnte Projekt „Jenseitsflugmaschine" tatsächlich fertiggestellt worden ist, läßt sich 
nicht mit Sicherheit feststellen. Es ist aber wohl daran gearbeitet worden, und - so darf gemutmaßt 
werden - damit wurde der Grundstein für die späteren unkonventionellen Fluggeräte gelegt. 



189 



Die Verbindungen zum Thule-Orden sind damals wahrscheinlich sehr lose gewesen, sofern solche 
überhaupt noch bestanden haben. Nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus löste der 
Thule-Orden sich auf, zum Teil wohl in der SS. Die „Alldeutsche Gesellschaft für Metaphysik" aber war 
inzwischen längst zu der Firma „Antriebstechnische Werkstätten" geworden. Der Kreis umfaßte zu 
dieser Zeit etwa 40 Vollmitglieder, fast ausschließlich Damen. Ein enger Freund soll schon 
verhältnismäßig frühzeitig Kurt Tank geworden sein, der Chefkonstrukteur von Focke-Wulf, auch die 
Verbindung zu Ernst Heinkel galt später als betont freundschaftlich. Die Angestellten und Arbeiter der 
Firma hingegen sind in Hintergrundpläne sicherlich nicht eingeweiht gewesen. 

Diese Firma hat offenbar mit gutem Erfolg gearbeitet, ohne daß dabei etwas Auffälliges offenkundig 
geworden wäre. In den Jahren 1931 und dann 1934 dürften die ersten Fluggeräte gebaut und er- 
probt worden sein. Zu dieser Zeit war der Hauptkunde der Firma scheinbar die Adam Opel AG, die 
möglicherweise auch in das Flugmotorengeschäft vorstoßen wollte. Vordergründig beschäftigte sich 
die Firma aber wohl in erster Linie mit Maßnahmen zur Leistungssteigerung vorhandener Opel- 
Motoren. Aber es gab offenbar auch Verbindungen zu den Firmen Adler, Dornier, Focke-Wulf und 
Schlieper, später auch zu Heinkel und Arado. Darüber hinaus hatten die Damen gute persönliche 
Kontakte zum konservativen Offizierskorps, so zu Erich von Manstein und August von Macksensen, 
später auch zu Adolf Galland, Karl Dönitz und anderen. Die bedeutsamste Verbindung war aber sicher 
die zu Wilhelm Canaris. Dabei scheint es sich um eine persönliche durch Traute gehandelt zu haben. 
Auf alle Fälle sieht es so aus als habe Admiral Canaris - als Chef der „Abwehr" einer der mächtigsten 
Männer des Dritten Reiches - die Bemühungen der „Antriebstechnischen Werkstätten" immer wieder 
unterstützt, sogar noch zwischen 1944 und 1945, als er im Konzentrationslager Flossenbrüg inhaftiert 
war. Wenn er dazu trotz Haft die Möglichkeit hatte, so war dies Heinrich Himmlers Einwirken zu 
verdanken - ein sonderbarer Aspekt, über den noch zu sprechen sein wird. 

So lange Frieden herrschte, haben sich die Damen offenbar darauf konzentriert, durch ihre Firma Geld 
zu verdienen, um ihre phantastisch anmutenden Träume verwirklichen zu können. Bis Ende 1935 
scheint die Firma ein Versuchsgelände in der Nähe von Oberschleißheim bei München besessen zu 
haben. Dann ist wohl der Wunsch nach einem größeren und zugleich unauffälligeren Areal 
aufgetaucht. 1936 dürfte die Firma für wenige Monate in einer entlegenen Gegend 
Nordwestdeutschlands gearbeitet haben. Dort entstanden Pläne für ein Projekt namens „Hauneburg. " 
Dieses ist aber wohl nicht weiterverfolgt, sondern an die Flugzeugfabrik Arado verkauft worden. Von 
Arado pachtete die Firma 1937 ein brachliegendes Areal in Brandenburg. Obwohl die Büros bis Anfang 
1945 in München blieben, dürften alle weiteren Arbeiten der Firma dann in Brandenburg 
stattgefunden haben, bis Kriegsende (die Bezeichnung jenes Areals als „Vril-Gelände" ist nicht 
gesichert). 

Mit Ausbruch des Kriegs, stellten die Damen ihre Visionen zurück und bemühten sich, etwas für den 
Sieg beizutragen. Die Firma hat offenbar an verschiedenen offiziellen Rüstungsprojekten mitgearbeitet 
und auch Zulieferungsaufgaben übernommen. Besonders eng war sicherlich die Zusammenarbeit mit 
Arado, aufgrund der Freundschaft zu Kurt Tank aber auch mit Focke-Wulf. Dies dürfte u.a. zur 
Mitwirkung an der Konstruktion Ar E 555 und eventuell an der FW 1000 geführt haben. Die Firma der 
Damen hat unterdessen aber offenbar versucht, ihre unkonventionelle Antriebstechnik für militärische 
Objekte nutzbar zu machen. So soll ein verhältnismäßig kleines diskusförmiges Fluggerät unter der 
Bereichnung VR (Vril) 1 entstanden sein, das aber wohl nicht vollendet wurde. 

Inzwischen sind vermutlich anderer Orten Experimente mit verschiedenartigen Flugscheiben 
unternommen worden. Dabei taucht die Merkwürdige Bezeichnung „Haunebu" auf, die an Hauneburg 
erinnert. Die Firma Arado, an weiche die Hauneburg-Pläne verkauft worden sein dürften, hat mit den 
„Haunebu"-Geräten aber sicher nicht experimentiert, diese werden vielmehr in Wiener Neustadt und 
Augsburg vermutet. 

Erst im Jahre 1943 erscheint auf dem Firmengelände in Brandenburg das Gerät VR (Vril) 7, ein 
diskusförmiger Flugkörper von ca. 45 Metern Durchmesser mit einem verhältnismäßig großen Aufbau 
für eine Besatzung. Von allen Berichten und Erzählungen über deutsche „UFOs" erscheint dieses VR 7 
am greifbarsten. Im Gegensatz zu verschiedenen anderen Versuchen, senkrecht startende Maschinen 
mit Tragschrauben zu bauen, entspricht das VR 7 durchaus den Vorstellungen eines mit völlig 
unkonventionellem Antrieb ausgestatteten Weltraumschiffs. Mindestens eines dieser Geräte scheint 
fertiggestellt worden zu sein, eventuell sogar zwei. Möglicherweise gab es darüber hinaus ein VR (Vril) 



190 



8, das für einen weitreichenden Weltraumflug vorgesehen war. Doch dieser Aspekt soll hier nicht 
näher erörtert werden. Nur so viel: Der Flug sollte gewissermaßen durch das Jenseits führen, 
unbehindert durch die Naturgesetze des Diesseits, sollte es keine Schwierigkeit darstellen, schnell zu 
weit entfernten Gestirnen zu fliegen - um Hilfe zu holen ...Es gibt echt wirkende Hinweise auf solche 
Ideen. Vielleicht ist dies in der verzweifelten Lage Anfang 1945 noch versucht worden? Damals wurde 
manches versucht. Und die Damen hegten solche Träume schließlich schon lange ... Wer weiß! 

Welche konkreten Spuren können wir heutzutage von alledem auffinden? Fast gar keine! Eine 
mögliche Spur führt zu dem geheimnisumwobenen „Z-Plan" von Admiral Canaris, einen Plan, den es 
offiziell niemals gab. Diese Bezeichnung meint nicht den alten Z-Plan der Marinerüstung, sondern den 
„Zukunfts-Plan, " der in der Abteilung ,,Z' der Abwehr In aller Heimlichkeit ausgearbeitet und ins Werk 
gesetzt wurde. Dies ist vielleicht das letzte wirkliche Geheimnis aus der Ära des Dritten Reiches. 

Im Februar 1944 wurde Admiral Canaris unter dem Verdacht des Verrats festgenommen. Beweise 
gegen ihn gab es nicht, er wurde auch nicht verurteilt. Es ist vorstellbar, daß diese Verhaftung nichts 
anderes als eine Tarnung gewesen ist. Nach dem Krieg kam die Behauptung auf, es seien 
verräterische „Canar/s-Tagebücher" gefunden worden, doch solche hat es nie gegeben. Von der Haft 
aus konnte Canaris weitgehend frei agieren. Dafür sorgte insbesondere Himmler, der offenbar auch 
engen Kontakt mit ihm unterhielt. Himmler versuchte, einen Separatfrieden mit den Westmächten 
auszuhandeln. Canaris glaubte nicht an eine solche Möglichkeit, er wollte vielmehr Vorkehrungen für 
kommende Generationen treffen und eine allerletzte Reserve schaffen, gewissermaßen eine 
Abschreckungswaffe gegen Morgenthau-Plan oder Ähnliches. Am 9. April 1945 wurde Canaris 
hingerichtet. Doch zu diesem Zeitpunkt war wahrscheinlich schon alles Notwendige getan. 

Admiral Canaris soll einen Geheimbund ins Werk gesetzt haben, darauf ausgerichtet, notfalls über 
mehrere Generationen zu halten: „Die Kette" Diesem Geheimbund sollten für den Fall des Falles oder 
zur gegebenen Zeit die nötigen Mittel zur Verfügung stehen, in mehreren unterirdischen Anlagen 
verborgen. Wir wissen nicht, was es damit wirklich auf sich hat. Falls aber von den geheimnisvollen 
„Fliegenden Untertassen" des deutschen Reiches noch etwas vorhanden sein sollte, dann 
wahrscheinlich in einer der nie aufgefundenen Angalgen von Wilhelm Canaris' Z-Plan. 

Niemand weiß, was ist von alledem wahr, was womöglich gezielte Irreführung, was Trug oder auch 
unbeabsichtigte Selbsttäuschung. Sehr leicht nehmen solche Dinge Eigendynamik an. Was uns gestern 
nur möglich vorkam, erscheint morgen vielleicht, als ob es wirklich so war - und das stimmt ja 
womöglich sogar ... Wer weiß? Denken und Träumen vermengen sich in solchen Themen kreisen allzu 
leicht. Was wirklich war - wir wissen es nicht! Wilhelm Canaris könnte eventuell Antwort auf manche 
Fragen geben - doch der würde es sicher nicht tun. Von den Damen der,, Vril-Gesellschaft" gibt es seit 
Kriegsende keine erkennbare Spur, nicht mehr als vage Gerüchte und das Wissen, daß sie ihre Haare 
lang trugen und daß es sie gegeben hat - vor nun mehr als einem halben Jahrhundert. Seit Ende des 
Zweiten Weltkriegs gelten viele Menschen als verschollen - noch immer. So ungewöhnlich ist auch das 
also nicht. Vielleicht trafen Bomben ihre Brandenburgisches Quartier. 

Doch gerade wenn dies alles Wirklichkeit wäre - dann eben so gut versteckt, getarnt und verschleiert, 
daß keiner von uns es zu ergründen vermöchte! - Das wüßte dann allein: Die Kette! 




RalfEttl 
Z-PLAN 



191 



Das Leben ist immer heute; 
nie gestern, nie morgen - 
immer, heute. 

George Armstrong Custer 



192 



Admiral Wilhelm Canaris 



Nachstehend nun, aus den Quellen des Deutschen Historischen Museums Berlin, eine Kurzbiographie 
über Admiral Wilhelm Canaris: 




Wilhelm Canaris 

Militär 

1887 

7. Dezember: 

Wilhelm Canaris wird in Aplerbeck (Westfalen) als Sohn des Industriellen Carl Canaris und dessen Frau 
Auguste (geb. Popp) geboren. 

1905 

Nach dem Abitur tritt Canaris in die kaiserliche Marine ein, wo er zahlreiche Fahrten in 
südamerikanische Gewässer unternimmt. 

1914 

Im Ersten Weltkrieg dient er auf dem Kleiner Kreuzer „Dresden" und nimmt an der Seeschlacht bei 
den Falklandinseln teil. 

1915 

Nach der Selbstversenkung der „Dresden" flieht Canaris nach Chile und wird interniert. Er kann jedoch 
von dort fliehen und nach Deutschland zurückkehren. 

1916 

Als Kapitänleutnant führt er im Auftrag der Admiralität einen Geheimauftrag in Spanien aus. 
1917/ 18 

Auf eigenen Wunsch wird er wieder an der Front eingesetzt und hat das Kommando über ein U-Boot 
im Mittel meer. 



193 



1918/ 19 

In der Novemberrevolution unterstützt Canaris als Verbindungsoffizier die Bildung von Bürgerwehren 
zur Niederschlagung der revolutionären Bewegungen. 

1919 

Er ist Mitglied des Kriegsgerichts, das die des Mordes an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg 
beschuldigten Angehörigen des Freikorps der Garde-Kavallerie-Schützendivision größtenteils 
freispricht. 

Canaris wird zur Adjutantur von Reichswehrminister Gustav Noske berufen. 
Heirat mit der Industriellentochter Erika Waag, mit der er zwei Kinder hat. 

1920 

März: 

Canaris unterstützt den Putsch von Walther von Lüttwitz und Wolfgang Knapp. Er wird inhaftiert, aber 
nach kurzer Zeit wieder freigelassen. Trotz seiner Ablehnung der Weimarer Republik und des Versailler 
Vertrag verbleibt er in seiner Position. 

Juli: Als Admiralstabsoffizier in der Ostseeflotte wird er Erster Offizier auf dem Kreuzer „Berlin". 
1924-1928 

Canaris ist in der Marineleitung tätig. 
1928 

Erster Offizier auf dem Linienschiff „Schlesien". 
1930 

Canaris wird Chef des Stabs der Nordseestation. 
1932 

Als Kapitän übernimmt er das Kommando über die „Schlesien". 
1933 

Aus seinem Antikommunismus heraus begrüßt Canaris die Machtübernahme der Nationalsozialisten 
und hofft auf eine Revision von Versailles. 

1934 

Canaris erhält als Festungskommandant von Swinemünde einen sogenannten Verabschiedungsposten. 
1935 

Überraschend wird Canaris als Konteradmiral zum Chef der Abwehrabteilung im 
Reichskriegsministerium berufen, nachdem sein Vorgänger mit dem NS-Regime in Konflikt geraten 
war. Obwohl kein grundsätzlicher Gegner der Nationalsozialisten, bringen Hitlers Kriegsvorbereitungen 
Canaris in größere Distanz zum NS-Regime, zumal er sich auch dem zunehmenden Druck des 
Sicherheitsdiensts (SD) ausgesetzt sieht. Zu dessen Chef Reinhard Heydrich hat er ein 
freundschaftliches Konkurrenzverhältnis. 

1938 

Nach der Blomberg-Affäre und den Rücktritten von Wener von Blomberg und Werner Freiherr von 
Fritsch nutzt Canaris seine Stellung zur Organisation von Widerstand in der Wehrmacht. Er deckt die 
Widerstandsaktivitäten seines Stabschefs Hans Oster, fördert die Oppositionshaltungen von Ludwig 
Beck und gibt mehreren Widerstandsgruppen Informationen für einen Staatstreich. Seine 
Oppositionsaktivitäten werden durch seine Erfolge in der Spionageabwehr lange Zeit verdeckt. 

1939 

Um Adolf Hitler von einem Krieg abzuschrecken, warnt Canaris zahlreiche Vertraute Hitlers vor einem 
Krieg und versucht über seine Auslandskontakte auch Italiens Regierungschef Benito Mussolini zu 
beeinflussen. 



194 



1940 

Beförderung zum Admiral. 
1941-1944 

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion und mit zunehmendem Zweifel an der Handlungsbereitschaft 
der Generalität gegen Hitler verringern sich Canaris' organisatorische Widerstandsaktivitäten. Er nutzt 
jedoch weiterhin seine Position gegen das NS-Regime: Er protestiert gegen die Erschießung russischer 
Kriegsgefangener und ermöglicht zahlreichen Verfolgten die Flucht. 

1943 

Mit der Verhaftung seines Mitarbeiters Hans von Dohanyi gerät Oster unter Verdacht und wird 
beurlaubt. Damit steht auch Canaris von nun an unter ständiger Beobachtung. 

1944 

Februar: 

Das Überlaufen eines Abwehragenten zu den Briten ist der Anlaß, Canaris seines Postens zu entheben. 
Die Abwehrabteilung im Reichskriegsministerium wird vom Reichssicherheitshauptamt (RSHA) 
übernommen. 
Juli: 

Canaris wird drei Tage nach dem Attentat vom 20. Juli verhaftet. Obwohl er ein Attentat auf Hitler 
abgelehnt hat, wird er durch die bei Angehörigen von Widerstandsgruppen gefundenen Informationen 
belastet. 

1945 

9. April: 

Kurz vor Einrücken der amerikanischen Truppen wird Canaris gemeinsam mit Oster und Dietrich 
Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg (Oberpfalz) von Angehörigen der Schutzstaffel (SS) 
gehängt. 

Ein Widerstandszentrum war die militärische Abwehr unter Admiral Wilhelm Canaris, der auch die 
Aktivitäten seines Stabschefs Generalmajor Hans Oster deckte. Seit der „Sommerkrise" 1938 arbeitete 
Oster mit Ludwig Beck an Putschplänen. Enttäuscht über das Ausbleiben einer militärischen Aktion 
gegen Adolf Hitler, informierte er Norwegen und die Niederlande über die bevorstehenden Angriffe. 
Als Hans von Dohanyi, ein enger Mitarbeiter Osters, 1943 verhaftet wurde, geriet auch dieser unter 
Verdacht. Nach dem 20. Juli 1944 verhaftet, wurde Oster mit Canaris und Dietrich Bonhoeffer auf 
Befehl Hitlers am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg umgebracht. 

War Hitler zunächst davon ausgegangen, daß es sich bei den Verschwörern vom 20. Juli 1944 um eine 
„ganz kleine Clique ehrgeiziger Offiziere" handelte, so stellte sich bald heraus, daß die hinter dem 
Attentat Stauffenbergs stehende Gruppe weit über das Militär hinausreichte und sich bis in 
vermeintlich „parteitreue Kreise" erstreckte. Die zur Verfolgung der Attentäter gegründete 
„Sonderkommission 20. Juli" wuchs schnell auf über 400 Beamte an. Etwa 5.600 Personen, darunter 
auch alle ehemaligen Abgeordneten und Funktionäre der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), 
der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und des Zentrums, wurden in den Monaten nach 
dem 20. Juli verhaftet. Allein im Jahr 1944 fällte der Volksgerichtshof über 2.000 Todesurteile. 

Gegen Kriegsende gingen Terror und Verfolgung weit über den Widerstand hinaus. Bis zum letzten 
Kriegstag - und in einigen Fällen selbst nach der Kapitulation - wurden Menschen wegen 
„Wehrkraftzersetzung" hingerichtet. 



195 



Der Z-PLAN von Admiral Wilhelm Canaris 




Eines der letzten weitgehend ungelösten Rätsel aus der Ära des Dritten Reiches ist nach wie vor der 
Z-PLAN der deutschen Abwehr, ins Werk gesetzt von Admiral Wilhelm Canaris: 
Z-Plan - Ziel-Plan - Zukunfts-Plan. 




Scr Z-PLAN Des SMtyclm tfniinris. 



In der allgemeinen militärhistorischen Literatur wird der Begriff 'Z-Plan' als Bezeichnung für ein 
frühzeitig aufgegebenes deutschen Flottenrüstungsprogramm erwähnt. Damit hatte der Z-PLAN nichts 



196 



zu tun - obwohl die Übernahme dieser Bezeichnung möglicherweise auch als günstige Tarnung 
gedacht war. Der Ursprung ist jedoch die Abteilung 5 der Abwehr gewesen, die intern auch als 
'Abteilung Z' bezeichnet wurde. Die allgemeine Geschichtsschreibung weiß über diese 'Abteilung Z' 
nur, daß dort die geheimsten und ungewöhnlichsten Dinge vor sich gingen. Da weitgehend im Dunkel 
liegt, welcher Natur diese Dinge waren, wird der 'Abteilung Z' mitunter alles mögliche unterschoben, 
womit sie sicher überhaupt nichts zu schaffen hatte - je nach politischer Tendenz reicht die Bandbreite 
von angeblicher Widerstandstätigkeit bis zu Sonderaufgaben für Hitler. Die Wahrheit ist - so viel kann 
gesagt werden -, daß von der 'Abteilung Z' all jene Aktivität der Abwehr ausging, die in die 
mittelfristige oder sogar fernere Zukunft reichten, resp. reichen sollte. Dies umschließt mit hoher 
Wahrscheinlichkeit die meisten der weitreichenden Geheimmaßnahmen, die zwischen 1936 und 1944 
geplant und zum Teil auch verwirklicht wurden. 




197 



Zunächst ist eine Betrachtung der Persönlichkeit des Chefs der Abwehr, des großdeutschen 
Geheimdiensts, nötig: Admiral Wilhelm Canaris. 

Heutzutage gilt er allen Seiten als undurchschaubar. Die einen behaupten, er sei ein Widerständler 
gegen den Nationalsozialismus gewesen - wofür es keinen einzigen stichhaltigen Beweis gibt. Die 
anderen meinen, er wäre aus dem Hintergrund einer der ambitioniertesten Helfer Hitlers gewesen. Auf 
alle Fälle war er ein engagierter Patriot. Es trifft zu, daß Wilhelm Canaris sich mit Adolf Hitler 
ausnehmend gut verstand, dem er seine bedeutende Karriere verdankte, ebenso mit Heinrich 
Himmler. Weltanschaulich war Canaris das, was als rechts-konservativ bezeichnet werden kann. Die 
Demokratie lehnte er schon seit der Weimarer Zeit entschieden ab. Er war aber auch ein Gegner des 
Totalitarismus und verwendete sich beispielsweise für die anständige Behandlung russischer 
Kriegsgefangener. Wilhelm Canaris war dem Dritten Reich sicher loyal und vertrat grundsätzlich auch 
dessen Ideen, doch dem 'realexistierenden Nationalsozialismus' stand er nicht unkritisch gegenüber. 

Vielleicht ist es am besten, an dieser Stelle zu zitieren, was Rudolf J. Mund in seinem Werk „Vom 
Mythos der Schwarzen Sonne" schreibt: 

Wilhelm Walter Canaris, geboren am 1. Jänner 1887 in Aplerbeck, Kreis Dortmund, ins Unbekannte 
eingegangen am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenburg. Dazwischen lag ein Leben voll von 
so ungeklärter, zwielichtiger Konzeption, wie es nur das der großen Initiierten oftmals sein kann, ja 
sein muß. Als Admiral und deutscher Offizier stand er an der Spitze einer gigantischen Organisation, 
die unter dem Namen Abwehr' zum geschichtsbildenden Faktor de Zweiten Weltkriegs ward. Er wuchs 
jedoch weit darüber hinaus. Für ihn war diese Organisation Vorhof manches Vertrauten, den er in eine 
ganz andere Aufgabe einführen wollte. Man hat versucht, diese Aufgabe als Weltorganisation 
deutscher Einflüsse zu definieren. Sie war und ist mehr als das. Canaris war ein geschichtliches 
Regulativ, das sich weder der NS-Aggression noch der Widerstandsleistung ganz verschreiben konnte. 
Deshalb gilt er vielfach nach beiden Seiten als Verräter. Er war es nicht, denn er diente der 
unbekannten, übergeordneten Aufgabe. Er war das, was Dr. H. Fritsche vielleicht als „mer/ineske" 
Persönlichkeit bezeichnen würde. Sein Abtritt von der profanen Weltbühne fügt sich harmonisch in 
dieses Bild. Wir wissen nicht, welchen Mysterien Canaris angehörte, aber wir fühlen und erkennen ihn 
als einen der großen Realesoteriker unseres Jahrhunderts. Wir verspüren sein Genie und sein 
legendäres Schnelldenken an allen Ecken und Enden unserer Gegenwart. Es liegt etwas von seinem 
feinen, sensiblen Humor in der Luft. Wir entbieten ihm, der unserer Zeit so sehr das Siegel seiner 
Persönlichkeit aufzudrücken vermag, unseren Gruß: 

Möge Dir die Schwarze Sonne noch lange leuchten. 

Die Frage, welchen Mysterien Wilhelm Canaris angehörte, läßt sich zumindest insoweit beantworten, 
wie er u.a. mit jenem 'magischen Damenkreis' in Verbindung stand, der - intern - auch 'Vril - 
Gesellschaft' genannt wurde. Ein weiterer Hinweis mag sein, daß er die Schwarze Sonne in das Siegel 
seiner Organisation 'Kette' aufnahm. 

Bezüglich der Umstände um sein Verlassen dieser Welt gibt es viele Unklarheiten. Die Hinrichtung ist 
offenbar ohne Befehl von oben durch Über-eifrigen erfolgt. Canaris besaß bis zuletzt das Vertrauen 
Himmlers und wahrscheinlich auch Hitlers. Einiges spricht dafür, daß die Inhaftierung überhaupt nur 
eine Tarnungsmaßnahme war, denn Canaris konnte von dort aus ungehindert seine Pläne weiter 
verfolgen, sogar mit zunehmender Unterstützung durch die SS und Himmler. Es gibt auch nicht den 
geringsten glaubhaften Hinweis auf einen Verrat (angebliche verräterische 'Canaris-Tagebücher' gab 
es nie, sie sind eine Erfindung der Nachkriegszeit). Menschen, die Wilhelm Canaris besonders nahe 
standen, schließen nicht aus, daß er seine Hinrichtung selbst inszenierte, um nicht in Feindeshand zu 
geraten - und zugleich, um seine Geheimnisse vollkommen zu decken; denn wenn der Feind ihn für 
einen NS-Gegner hielt, würde das die beste Tarnung gewesen sein ... 

Wie es sich im einzelnen wirklich verhielt, das wissen wir nicht - weil Admiral Canaris nicht wollte, daß 
es irgend ein Außenstehender es weiß. Was wir jedoch wissen - bis zu einem gewissen Grade -, 
bezieht sich auf seinen Z-PLAN, auf dessen Ursprung und Ziel. 

Gegen Ende 1941 wurden durch die Ausweitung des Kriegs mit Rußland und den USA die 
Kräfteverhältnisse für Deutschland immer ungünstiger, von einem schnellen Sieg konnte keine Rede 
mehr sein. Die politische Führung erkannte dies nicht. In Erwartung eines schnellen Siegs wurde von 



198 



dieser die folgenschwere Entscheidung, alle neuen Rüstungsprogramme zu stoppen, die nicht binnen 
eines Jahres Frontreife erlangen konnten. Insbesondere für die Luftwaffe und die U-Boote mußte sich 
dies verhängnisvoll auswirken. Menschen wie Canaris und andere weitsichtige Offiziere, ebenso 
Techniker und Industrielle sahen die Gefahren sehr klar. Wichtige neue Entwicklungen, etwa die als 
neuer Standardjäger geplante Me 309 und auch der Düsenjäger Me 262, ebenso andere 
fortschrittliche Waffensysteme, sollten laut Führungsentscheidung nicht weiterbetrieben werden; noch 
immer glaubte die Regierung an einen baldigen Sieg, und offener Widerspruch war zu jener Zeit kaum 
möglich. Zu diesem Zeitpunkt erwiesen sich die deutschen Waffen dank des technischen 
Gesamtvorsprungs denen der Gegner noch als überlegen. Doch die Feindmächte arbeiteten mit 
Hochdruck an neuen Waffengenerationen. Die Deutsche Industrie tat dies aus Eigeninitiative ebenfalls 
- jedoch ohne Unterstützung durch die Führung. 

Diese Lage erfüllte Admiral Canaris mit Sorge - zumal bereits Vernichtungsabsichten einflußreicher 
Kreise in Amerika gegen das deutsche Volk insgesamt bekannt geworden waren, wie etwa der 
'Kaufman - Plan'(-> Nahum Kaufmann: „Germany must perish" (ein Vorläufer des Morgenthau - 
Plans)). Canaris' Geheimdienst hatte umfassende Informationen aus dem Ausland beschafft, die in 
vielerlei Hinsicht alarmieren mußten. Deutschlands neue Hauptgegner. Rußland und die USA, kannten 
nicht nur keinerlei Rohstoff knappheit, sondern verfügten auch über enorme Produktionskapazitäten. 
Diesbezüglich war nicht nur Amerika, sondern auch Rußland ein gefährlicher Gegner. 
Geheimdiensterkenntnisse hatten überdies ergeben, daß Rußland auch in technischer Hinsicht ein 
besonders ernstzunehmender Gegner war. Die zu erwartenden neuen russischen Panzer (T 34) und 
Flugzeuge (Jak 3/ 9 und Lagg 5) würden besser sein als die westlichen, und sie waren 1942/ 43 in 
großen Stückzahlen zu erwarten. In Amerika wurden neue, weitreichende Jagdflugzeuge entwickelt; 
die den gegenwärtig eingesetzten deutschen gleichwertig oder sogar überlegen sein würden (P 47 
und P 51). Für 1942/ 43 mußte damit gerechnet werden, daß große amerikanische Bomberverbände 
von tausenden Jägern begleitet das Reich angreifen Würden. Canaris verfaßte zu alledem eine 
Denkschrift mit besonderer Betonung darauf, daß der Krieg durch die Luftherrschaft entschieden 
werden würde, Deutschland müßte also seinen Vorsprung insbesondere bei den Jagdflugzeugen 
unbedingt halten und möglichst noch vergrößern (hier hat sicherlich auch die persönliche 
Bekanntschaft zwischen Admiral Canaris und General Galland eine Rolle gespielt). 

Bei der Führung, namentlich bei Hermann Göring, stieß dieses mahnende Papier auf Ablehnung. Es 
entsprach dem, was Adolf Galland (General der Jagdflieger) erst wenige Wochen zuvor dargelegt 
hatte und sich dafür als „Defätist" beschimpfen lassen mußte. Hitler selbst erklärte, sein 
Interessensgebiet sei der Landkrieg, die Luft wäre Görings Angelegenheit. 

In den Monaten September bis Dezember 1941 führte Admiral Canaris Gespräche, teils persönlich, 
teils telefonisch, mit verschiedenen ebenfalls besorgten Persönlichkeiten, so u.a. Adolf Galland, Erich 
von Manstein, Karl Dönitz, Valerio Borghese, August von Mackensen, Rolf Engel, Eugen Sänger, und 
Traute A.* sowie mit führenden Vertretern der Industrie, u.a. von Arado, Dornier, Focke-Wulf, 
Heinkel, Siemens, Henschel, Daimler-Benz, DSF, Gotha (wahrscheinlich auch Junkers, Blohm & Voss, 
Messerschmitt und Fiat, was jedoch ungewiß ist). Ferner führte Admiral Canaris in dieser 
Angelegenheit ein Gespräch mit Heinrich Himmler, der die technische Truppe der SS anwies, ggf. mit 
der Canaris-Initiative zusammenzuarbeiten, wozu es jedoch vorerst nicht kam. 

* Der Nachname wird mit Rücksicht auf die Familie nicht genannt. 



Es wurde beschlossen, einen Fonds zur Förderung neuer, technisch besonders fortschrittlicher Waffen 
zu schaffen. Daran beteiligten sich die Firmen Arado (nebst Antriebstechnische Werkstätten), Dornier, 
Heinkel, Siemens, Daimler-Benz, DSF und Henschel sowie die 'Abwehr' des Admirals Canaris, also der 
deutsche Geheimdienst. Das Projekt wurde in der Abteilung 5 - auch Abteilung Z genannt- der Abwehr 
organisiert, es erhielt die Bezeichnung „Z-PLAN" (Ziel-Plan). Die so gegründete Organisation bekam 
den Namen „Die Kette." Sie war eine Angelegenheit strengster Geheimhaltung, jedoch durchaus mit 
Duldung durch die Führung, Hitler und auch Himmler wurden informiert. 

Fortan beschäftigte sich die Abteilung Z des großdeutschen Geheimdiensts mit nichts anderem mehr 
als der Verwirklichung des Z-Plans. Dieser sah zunächst die Schaffung von Kampfmitteln zur 
weltweiten Erringung der Luftherrschaft vor, auch über Amerika. Die fortschrittlichsten Fluggeräte - 



199 



Jagdflugzeuge, schnelle Fernbomber, auch Lenkwaffen - wurden ins Werk gesetzt, sofern nicht bereits 
in Grundentwicklungen vorhanden. 

Die Aufgabenteilung innerhalb der Kette war, daß die Abwehr Devisen und schwer zu beschaffende 
Rohstoffe besorgte und gleichsam die Abschirmung sicherte, während die Techniker und Industriellen 
für die Verwirklichung der Projekte sorgten und die Offiziere praktischen Rat gaben. 




Aus dieser Initiative resultierten u.a. folgende Projekte: 

Ar 240, 
Ar 234, 
Ar 555, 

Fw 190D/ Ta 152, 

Ta 154, 

Fw „Neos", 

Do335, 

Do 317, 

He 162, 

He 219, 

Vr 7, 

Vr 8, 

Vr 9, 

Go 228, 

DSF 146, 

Hs 172, 

Hs 193, 

Hs 194, 

DFS 346, 

D-BZ/ E, 

Marschflugkörper Fritz und Enzian, 
etc. 

Die geheimsten Projekte des Z-Plans waren zweifellos die Ar 555, die Fw Neos, die He 1078 und die 
Vr - Geräte - die „Vril" - Raumschiffe. Die Produktionsstätten dieser Waffen lagen, so weit bekannt, in 
Brandenburg, Niederbayern, im Raum Dresden, Krefeld und in der Steiermark. 



200 




Einige dieser Projekte kamen über das Planungsstadium nicht hinaus, andere gelangten bis zur 
Frontreife, verschiedene wurden noch mit Erfolg eingesetzt. Zu einer umfassenden Unterstützung der 
Z-Plan-Projekte und Übernahme für den Fronteinsatz kam es jedoch nicht, im Gegenteil, Maschinen 
wie die He 219 oder die Do 355 wurden behindert; nur die Fw 190 D und, sehr spät, die Ar 234 sowie 
die Marschflugkörper können als ein praktische Resultate der Initiative bezeichnet werden. Als bei der 
Führung endlich die Erkenntnis der Notwendigkeit neuer Waffen durchdrang, wurden solche 
bevorzugt, die nicht aus der privaten Z-Plan-Initiative hervorgegangen waren. So die sicher wertvollen 
VI und V2 und die zweifellos hervorragende Me 262, die allerdings um Jahre zu spät wahrgenommen 
und dann auch noch falsch eingesetzt wurde. Zu spät ging auch die Ju 188 in Serie gegangene sowie 
weitere Maschinen insbesondere von Messerschmitt und Junkers, die überwiegend nicht mehr zur 
Frontreife gelangten. Hier ist auch der „Amerikabomber" Me 264 zu nennen, der zwar etwa der 
amerikanischen B 29 entsprach, aus deutscher Sicht jedoch schon im Entwurfsstadium veraltet war 
und auch im Falle der Fertigstellung ohne weit-reichende Begleitjäger verloren gewesen wäre. Arado 
und Focke-Wulf boten sehr viel bessere Lösungen an; auch das Daimler-Benz-Projekt Z/ E hätte den 
Zweck besser erfüllen können. Inwieweit die Vr - Geräte (Rundflugzeuge/ 'Flugscheiben') rechtzeitig 
zur Fronttauglichkeit hätten gebracht werden können, ist schwer zu beurteilen (es ist im übrigen auch 
nicht restlos sicher, ob die VR-Geräte wirklich Flugscheiben waren). Diesbezüglich setzte man 



201 



womöglich mehr auf die BMW-Entwicklungen und auf die H-Geräte (Haunebu/ Hauneburg) der 
technischen Truppe der SS, die auch an der Kraftstrahlkanone 'Donar' arbeitete. 

Endlich zum Jahreswechsel 1943/ 44 dürften auch in Kreisen der politischen Führung erstmals 
ernsthafte Sorgen bezüglich der Kriegsentwicklung wach geworden sein. Es kam zu einem Treffen 
führender Köpfe der 'Kette' und der technischen Truppe der SS und wahrscheinlich sogar zu einem 
Gespräch mit Adolf Hitler selbst. Das Ergebnis war ein partielles Zusammenwirken, über dessen 
Einzelheiten jedoch nicht viel bekannt ist. 

In der zweiten Hälfte des Jahres 1944 kam es zu einer Veränderung in der Struktur der Kette - aus 
dem Forschungsförderungsfonds wurde ein Geheimbund. Admiral Canaris war unter Verratsvorwurf 
inhaftiert worden. Insbesondere Dank Himmlers ungebrochenem Vertrauen in ihn, konnte er seine 
Arbeit jedoch weitgehend unbehindert fortsetzen. Die Hinrichtung von Canaris am 9. April 1945 
erfolgte höchstwahrscheinlich ohne Befehl von Hitler, auf alle Fälle ohne Wissen Himmlers. 

Beginnend mit Sommer 1944 nahm der Z-PLAiN eine neue Gestalt an, aus dem Ziel-Plan wurde der 
Zukunfts-Plan - die Schaffung allerletzter Reserven, die auch nach einer militärischen Niederlage des 
Reiches noch wirksam werden konnten - eine 'Kette', die notfalls über mehrere Generationen halten 
mußte! Für diesen neuen, sehr weitreichenden Z-PLAiN wurden ausgedehnte unterirdische Anlagen 
geplant und zumindest teilweise fertiggestellt. In diesen Anlagen wurden die letzten Geheimwaffen 
des Großdeutschen Reiches für einen eventuellen Gegenschlag bereitgehalten, um Kaufman - und 
Morgenthau - Plänen vorzubeugen - und darüber hinaus, um in Zukunft der Wiedererhebung des 
deutschen Volkes eine Grundlage zu geben. 

Während seiner Inhaftierung unterhielt Canaris besonders engen Kontakt zu Himmler, 
beziehungsweise dieser zu ihm. Es ist anzunehmen, daß in der sich abzeichnenden Schlußphase des 
Krieges nun alle Kräfte zusammenwirkten. Die bei der technischen Truppe der SS in Wiener Neustadt 
entwickelte 'Kraftstrahlkanone' dürfte zur Ausrüstung der wahrscheinlich in einsatzbereitem Zustand 
vorhandenen Einzelstücken der Vr 7, außerdem wurden einige Ju 288 und Do 317 mit dieser Waffe 
bestückt. Somit verfügte das Reich über einige wenige, jedoch äußerst wirksame Waffen für einen 
eventuellen letzten Gegenschlag. 

Parallel zu diesen Bemühungen des Z-Plans fand die Weiterführung von Projekten statt, die bereits 
früher aufgenommen worden waren: Die überseeischen Stützpunkte des Großdeutschen Reiches. 

Auch hier war die Initiative von Wilhelm Canaris ausgegangen. Schon während des Ersten Weltkriegs 
hatte er mit dem Kreuzer 'Dresden' die antarktische Region bereist und auch zur Antarktis gehörende 
vorgelagerte Inseln betreten. Der Gedanke, daß geheime Stützpunkte dort für Deutschland sehr 
wertvoll sein müßten, kam ihm schon damals. 

Seit 1936 rechnete Canaris mit einem gegen Deutschland gerichteten zweiten Weltkrieg. Insbesondere 
die geheimdienstlich beschafften Informationen über die strategische Rüstungspolitik Großbritanniens 
und der USA erhärteten diese Befürchtung. Seine Warnungen fanden bei der deutschen Regierung 
jedoch kein Gehör, die deutsche Rüstung blieb rein taktisch ausgelegt, nur für begrenzte Konflikte 
geeignet. 

Allein der damalige Großadmiral Reader teilte Canaris' Befürchtungen. Er unterstützte die Idee 
geheimer überseeischer Stützpunkte. Damit wurde der Grundstein für die deutsche Antarktis - 
Unternehmung gelegt, die 1938 zur völkerrechtlichen Inbesitznahme des Gebiets 'Neuschwabenland' 
für das Großdeutsche Reich führte. 

Gleichfalls schon vor Kriegsausbruch hatte Admiral Canaris einen deutschen Geheimstützpunkt auf den 
Kanarischen Inseln ins Werk gesetzt. Dazu hatte er sich mit dem dort lebenden Deutschen Gustav 
Winter ins Einvernehmen gesetzt. Unter stiller Duldung der befreundeten spanischen Regierung, 
wurde die Halbinsel Jandia auf Fuerteventura zu einer deutschen Luft-Basis ausgebaut (später, in 
Zusammenwirken mit Karl Dönitz, soll Jandia auch zur Versorgung von U-Booten genutzt worden 
sein). 



202 



Jandia, im Atlantischen Ozean gelegen, war ein idealer Stützpunkt zur Zwischenlandung für 
weitreichende See-Fernaufklärer (Fw 200 C). Es dürften auch einige deutsche Flugzeuge zeitweilig auf 
Jandia fest stationiert gewesen sein; zumindest zwei Me 110, deren Hauptaufgabe es darin bestand, 
eventuell erscheinende feindliche Fernaufklärer abzuschießen, noch ehe solche das Geheimnis hätten 
weitermelden können. Später soll diese Aufgabe von zwei oder drei Ar 240 wahrgenommen worden 
sein, gegen Kriegsende womöglich durch zwei Do 335 verstärkt. Hier handelte es sich um Prototypen 
besonders leistungsfähiger Flugzeuge, die jedoch nicht zur Serienfertigung gelangt waren. 

Unbestätigten Berichten zufolge sollen dort auch einzelne Ju 390, P 108 (italienisch), Do 317 und 
Flugboote Bv 222 auf dem Weg nach Neuschwabenland Station gemacht haben, möglicherweise auch 
auf Flügen nach Südamerika, wo seitens der SS namentlich in Peru an einem weiteren 
Geheimstützpunkt gearbeitet worden ein soll. 

Auf jeden Fall tat der geheime Stützpunkt Jandia auf Fuerteventura gute Dienste. Unbestritten ist, daß 
dieser auf Canaris zurückging. Wäre dieser Mann ein Verräter gewesen, so hätte der Gegner sicher 
nicht erst Monate nach Kriegsende entdeckt, daß sich dort ein deutscher Stützpunkt befand. 

Inwieweit die überseeischen Basen mit dem Z-PLAiN in Verbindung stehen, ist ungewiß, wahrscheinlich 
in keiner direkten. Die Mittel des Z-Plans dürften in unterirdischen Anlagen in der Heimat konzentriert 
worden sein, in der heutigen Bundesrepublik Deutschland und in Österreich. Daß solche geheimen 
Anlagen existieren, ist längst kein Geheimnis mehr - wo sie sich aber befinden und was sie enthalten, 
das ist noch immer ein großes Geheimnis. 



Auszüge aus der Z-Plan zur Apokalypse 




Anti-Pentateuch-Symbol 
(gegen d. 5 Bücher Mose) 



203 



Jahwe, El Schaddai - Z-Plan (neunter Teil) S. 477 

Wer die Wahrheit kennt, findet deren Spuren auch noch im Neuen Testament, etwa im 8. Kapitel des 
Johannes-Evangelium oder im Brief des Paulus an Titus. Er zeigte in die Richtung seiner ungezählten 
Bücher: „Sie müssen halt einmal selber nachlesen! - Auf alle Fälle: Christus ist keineswegs der Sohn 
des Hebräergottes Jahwe, wie die Kirche behauptet! Nein. Christus ist Gott - Jahwe ist der Teufel! So 
einfach! Jahwe stellt sich ja auch mit dem Satz: ,Ich bin El SchaddaP" vor - im Originaltext: ,Ani ha El 
SchaddaP, Genesis, erstes Buch Mose, 17.1. Wo Sie heute in der Bibel lesen, ,der Allmächtige' oder 
,Gotf, da steht im Originaltext ganz etwas anderes, nämlich El Schaddai, Jahwe oder Zebaoth. Das 
Wort ,Gotf gibt es im hebräischen Alten Testament nicht. Höchstens ,AdonaP, das heißt ,Herr\ Im 
Grunde ist es einfach zu durchschauen, wenn man einmal darüber nachzudenken begonnen hat. Nicht 
ohne Grund ist ja die ,Alttestamentarische Grausamkeit 1 sprichwörtlich - es ist eben das Buch des 
Teufels!" 

Die wichtigsten Fragen - Z-Plan (neunter Teil) S. 477 - 478 

Die Fragen, die uns Menschen seit jeher in dieser oder jener Weise bewegen, sind doch: Wer sind 
wir? Woher kommen wir? Warum sind wir hier? Wohin wird es uns nach unserem Sterben führen? Die 
Menschen - wie auch alle anderen Lebewesen, Tiere, Pflanzen - sind nicht erschaffen worden. Sie sind 
mit und neben der Gottheit Wesen ewigen Seins. Der Anfang fand in der raumlosen Unendlichkeit und 
der zeitlosen Ewigkeit statt. Dies ist die rein göttliche Seins-ebene, die wir nicht begreifen können, 
weil wir ohne Raum und Zeit nicht existieren können. Darum hat die göttliche Macht für uns Zeit und 
Raum geschaffen. Und das war - für uns - der Anfang. Stellen Sie sich vor, seit aller Ewigkeit lagen 
Myriaden von Samen kommenden Lebens bereit. In diesem Stadium bestanden all jene Samen aus 
Schale und Kern. Die Schale entspricht der Seele, der Kern dem Geist. Die Seele ist die Form, das 
quasi astral Körperhafte, der Geist ist der Charakter, sind die Begabungen und so weiter. In diese 
noch leb-lose Zweiheit hinein gab die göttliche Macht ein Drittes: Die Kraft des Lebens. Und mit der 
Belebung all der unzählbaren Samen wurde aus jedem Wesen die ewige Dreiheit Geist-Seele-Leben." 



204 



Wer war Jahwe oder El Schaddai? - Z-Plan (neunter Teil) S. 478 

„Die Kraft des Lebens, die wir alle aus der Gottheit empfangen haben, ist unverlierbar - es gibt keinen 
Tod. Das Sterben ist nicht mehr als ein Wechseln der Körperkleider, die dann in einer anderen Welt 
nach dem inneren Muster unseres Astralkörpers erneut aufgebaut werden. Es gibt auch keine 
Auslöschung des Ich - Bewußtseins im Sterben, kein Vergessen, wer wir sind, sondern ein bewußtes 
Übergehen von dieser in eine jenseitige Welt. Dort nimmt unser Leben dann seinen Fortgang. Daß es 
überhaupt ein Sterben gibt, liegt bloß daran, daß wir einmal den Weg durch die grobstoffliche 
diesseitige Welt gehen müssen. Wieso? Weil wir einstmals ausgezogen sind aus unserer Urheimat, 
dem Gottesreich des ewigen Lichts, und dabei unsere himmlischen Leiber verloren, also die rein 
lichtstofflichen Umsetzungen unserer Astralkörper, um es einmal so auszudrücken. In der 
Leerenendlosigkeit konnten wir nicht existieren. Wir verloren unser Bewußtsein und sanken in einen 
Samenzustand zurück. Wir sind in gewisser Weise alle gefallene Engel! Wie es dazu kam? Nun, weil 
eben der bewußte Jahwe zum Schaddain wurde, zum Verworfenen. Auch Worte wie Schatten und 
Shaddow kommen sprachlich aus diesem Stamm. Sein ursprünglicher Name im Himmelreich war 
Balael. In der Bibel kommt dieser Name in verdrehter Weise noch als Belial vor. Balael, das heißt, 
ganz wörtlich genommen: Werfer des Feuers - Bal-a-EI, also Luzifer. Bloß ist die häufige Übersetzung 
des Namens Luzifer mit ^ichtbringer 1 falsch, es müßte Feuerwerfer heißen, weil ,Elu' das Feuer ist, ,IP, 
beziehungsweise 'Ilu', hingegen das Licht, das göttliche Licht aber ,11 u\ Nun, dieser Balael, der selbst 
Gott sein wollte, zog mit einigen Anhängern aus dem Reiche des ewigen Lichts aus, um sich seine 
eigene Welt zu bauen und dort Gott zu spielen. Dazu verwendete er jene untauglichen Stoffe, die er 
außerhalb des Himmelreichs vorfand. Was er schuf, war - die Hölle! Von dort aus log er den im Reiche 
des Lichts verbliebenen Engeln vor, seine neue Welt sei ganz großartig gelungen. Christus nennt ihn 
daher den ,Vater der Lüge\ Auch das steht noch im Johannes-Evangelium zu lesen. Etwa ein Drittel 
der Engel des Himmelreichs - unter diesen auch wir! - glaubten dem Schaddain und machten sich auf 
den Weg. Doch, wie schon gesagt, diese alle - unter ihnen wir! - verloren dabei ihr Bewußtsein und 
ihren himmlischen Körper. 

Weltenkampf und Hintergründe zu „666" - Z-Plan (neunter Teil) S. 477 - 483 

„Dieser Kampf zwischen Licht und Finsternis, spricht von dem nicht auch die Apokalypse des 
Johannes? Kommt danach nicht mit dem 14. Kapitel der Sieg des Lichts? Ich hörte davon reden." Der 
alte Mann lächelte verschmitzt und nahm die Bibel zur Hand. „Ja," antwortete er, „ja, daran ist viel 
Wahres. Denn diese Zusammenfassung des letzten Teils der Apokalypse - mehr ist es nämlich nicht! - 
hat Marcion verfaßt. Und weil er wußte, daß alle Wahrheit Christi verfälscht werden würde, 
verschlüsselte er diese Schrift gleich so, daß allein Eingeweihte sie richtig deuten konnten! Die 
Verfälscher kannten sich damit nicht aus! Zwar schoben sie hier und da einige Begriffe aus dem Alten 
Testament hinein, wie sie das im ganzen sogenannten Neuen Testament taten - liest man nach, paßt 
es nie zusammen - und so kommt also auch in der Apokalypse der Name Moses vor und so weiter. 
Doch dank der schon zuvor von Marcion vorgenommenen Verschlüsselung, konnten die Verfälscher 
bloß wahllos vorgehen und darum den Sinn nicht zerstören. Für die Unterrichteten liest sich dieser 
Text noch immer sehr klar! Schauen Sie einmal her." Er schlug die Bibel auf und blätterte bis zur 
Apokalypse: „Im 13. Kapitel kulminiert die Jetztzeit. Dabei müssen Sie sich vorstellen, wie ein Seher 
im ersten Jahrhundert die Dinge der heutigen Zeit sah. Bomber, Panzer, Fernsehen und all Solches 
war ihm unbekannt. Er mußte daher Beschreibungen wählen, die ihm anschaulich erschienen. Aber 
zunächst die wichtigsten Schlüssel zur N.T. - Apokalypse: Das Lamm ist Christus, der Gott des Lichts. 
Der Drache ist Jahwe, der Satan. Das erste Tier sind die Anbeter Jahwes. Das zweite Tier sind deren 
Dienstwillige. Die Heidenvölker sind jene, die das Tier anbeten und diesem dienen. Die Heiligen 
hingegen sind diejenigen, die sich gegen das Tier und dessen Knechte stellen. Die Große Hure ist die 
Kirche. Babylon - dieser Name wurde nachträglich hineingefälscht, Marcion schrieb nur ,große Stadt' - 
ist die Hauptstadt der Anbeter des Tiers in der Endzeit. Das ist also ohne Zweifel New York. Die Zahl 
666 ist die Geldmacht; dies bezieht sich auf das Alte Testament, 1. Buch Könige, Kapitel 10, Vers 14, 
wo es heißt: 'Das Gewicht des Goldes, das alljährlich bei Salomo einging, betrug 666 Goldtalente.' 1 Der 
Berg Zion ist hier der Berg Sin, der Mitternachtsberg, was übrigens besonders deutlich im 48. Psalm 
zum Ausdruck kommt - die meisten Psalmen gehen auf babylonische, assyrische oder phönizische 
Texte zurück. - Dies sind die Ausgangspunkte, die Sie brauchen, um die Apokalypse zu lesen. Schauen 
wir uns jetzt das 13. Kapitel ein wenig an; es betrifft dieses Jahrhundert. Vers 13.1 meint, das ,Tier' 
steigt aus dem Meer der Völker auf und gewinnt sich viel Einfluß. Das meint die Anbeter Jahwes. Vers 
13.2 schildert die beiden Weltkriege. Die Gegner Deutschlands: Der Leopard, gefleckt, 



205 



verschiedenfarbig, kommt über das Meer. Das sind die U.S.A. Die Tatzen des Bären, das ist Rußland. 
Das Maul des Löwen, England. Der Drache verlieh diesen die Macht, den Krieg zu gewinnen, denn er 
ist der Herr des finsteren Zeitalters, der Fürst dieser Welt, so lange es währt. In Vers 13.5 lesen Sie 
sogar von 42 Monaten. Genau so lange waren die U.S.A. gegen uns im Zweiten Weltkrieg. Und so 
geht es vollkommen schlüssig weiter. 13.13: Der Bombenterror gegen die Zivilbevölkerung, 13.17: 
Wer nicht Materialist ist, die Zahl 666 nicht im Kopf und kein Geld in der Hand hat, vermag nichts 
auszurichten. Das Tier und seine Knechte scheinen nun unumschränkt auf dieser Erde zu herrschen - 
und doch kommt schon bald, in wenigen Jahrzehnten, alles ganz anders!" 

„Wir haben den Krieg nicht wegen der gewaltigen Überzahl des Feindes verloren, auch nicht wegen 
diverser Mängel, sondern weil auch wir selbst Mittel der Finsternis anwendeten! Das hätte nicht 
geschehen dürfen! Denn es war ein Krieg zwischen Licht und Finsternis - dieser große Krieg von 1914 
bis 1945! Die Mächte der Finsternis führten ihn gegen das deutsche Volk. Warum? Auch darüber gibt 
es im Neuen Testament noch eine Spur des wahren Wortes Christi. Im Matthäus-Evangelium 21.43: 
,Das Reich Gottes wird einem anderen Volke gegeben werden, das die erwarteten Früchte 
hervorbringt!' So sprach Christus, wendete sich einer ihm lauschenden Gruppe germanischer 
Legionäre zu und sagte: ,Euer Volk wird es sein!' - Und so wird es sein! Dies ist in den erhaltenen 
Bruchstücken des wahren Evangeliums, von dem so gut wie nichts in der Bibel steht, eindeutig 
bezeugt. Und damit wird klar, wo die Front verlief und noch immer verläuft: Es war und ist ein Kampf 
der Anbeter Jahwes gegen die Sachwalter Christi, gegen jenes Volk, daß berufen ist, das neue lichte 
Zeitalter zu verwirklichen - für alle Menschen, nicht etwa im Sinne eines kleinlichen Nationalismus. 
Hier geht es um das Tausendjährige Reich, von dem auch die Johannes-Apokalypse kündet - bloß, 
daß im Originaltext nicht von einem neuen Jerusalem die Rede ist, sondern vom neuen Babylon - Bab 
Ilu - Tor zum göttlichen Licht. Das ist ein Sinnbild, es meint den Triumph des geistigen Wesens 
Mensch über den Materialismus." 

Die weitere Entwicklung - Z-Plan (neunter Teil) S. 483 

„Doch schließlich überschätzt sich die Hölle - und sie unterschätzt die guten Kräfte in der großen 
Mehrzahl der Menschen aller Nationen. Denn, wie ich schon sagte, es wird die Stunde kommen, in der 
die Völker ihre Beherrscher durchschauen! Und dann kommt die große Wende." Er reichte Lukowsky 
die Bibel an: „Hier. Nehmen Sie die mit und lesen Sie bei Gelegenheit selbst. Die Bibel ist alles andere 
als ein heiliges Buch - aber ein sehr aufschlußreiches. Das Alte Testament enthüllt sämtliche Pläne der 
Hölle; und im Neuen finden sich noch immer etliche Spuren der Wahrheit." Lukowsky nahm die Bibel 
an sich. Es war die Herder-Übersetzung. Der ältere Herr im Sessel gegenüber sprach im Ton 
vollständiger Gewißheit: „Schauen Sie, so um 1990 bricht zuerst der Ostblock zusammen. Dann 
verschwindet auch die Mauer in Berlin und es kommt zu einer kleinen Wiedervereinigung. Durch die 
sich ausweitende Europäische Gemeinschaft, rückt dann auch bald Österreich wieder näher heran. Ja, 
und um das Jahr 2000 dann bricht der Westblock zusammen. Vielleicht stimmt es nicht ganz genau 
aufs Jahr, aber so ungefähr wird es kommen. Schließlich hat es Christus offenbart. Noch eine kleine 
Weile - und wir sind die Sieger, ohne auch nur einen einzigen Schuß! Denn Roheit und Haß, das sind 
die Schwingungen des Satans, nicht die unseren! 



206 



Jovian der Seher 




Vorwort 

Die nachfolgenden Seiten sind eine Abschrift der deutschen Übersetzung aus der syro-ara maisch 
geschriebenen Original-Apokalypse und beinhalten den I. und II. Teil des Werkes. 

Die Entstehungszeit des Originals geht aus dem Text genau hervor, sie fällt auf den 28. Mai 837 der 
Römer (ab urbe condita == nach der Erbauung der Stadt Rom, mit welchem Ereignis die Zeitrechnung 
des römischen Weltreiches begann). Unserer irrigen christlichen Zeitrechnung nach entspricht der 28. 
Mai 837 d. R. dem Jahre 84 nach 'Christi Geburt. Unsere christliche Zeitrechnung ist deshalb irrig, weil 
Jesus Christus am 19- Dezember 749 d. R. geboren wurde, welches eigentlich dem Jahre 5 v. Chr. 
Geburt entspricht. Demnach hinkt unsere Zeitrechnung um 5 Jahre nach, welche Tatsache den 
Fachgelehrten wohlbekannt ist. 

Es wäre noch zu bemerken, daß der Verfasser der Apokalypse, der Apostel Johannes der Seher, mit 
seinem richtigen Namen „Jovian" hieß, was die Juden später durch den jüdischen Namen „Jochan, 
bzw. Joschanan" deshalb ersetzt haben, um den Apostel, der griechisch-römischer Abstammung war, 
als Juden erscheinen zu lassen. Der jüdische Name wurde dann auf „Johannes" griechisiert. 




207 



Offenbarung die Gott, Der Herr seinem Diener und Apostel 
Jovian (Johannes) zu schauen gegeben hat. 

1 

(1) Selig, wer da liest, wer Verständnis dem Sinne des Wortes dieses Geschauten entgegenbringt und 
das Licht der Erkenntnis in seiner Seele lebendig erhält, denn für einen jeglichen ist die Zeit nahe, zu 
jedem Tage und zu jeder Stunde. 

(2) Jovian, der das Wort des heiligen Evangeliums Gottes geschrieben hat und dieses Gesicht zu 
schauen würdig gefunden worden ist, allen Gemeinden Gottes Christi Gruß zuvor in Seinem heiligsten 
Namen und Geiste! 

(3) Gnade, Segen und Friede sei euch allen von Dem, Der war, Der ist, Der sein wird und Dessen 
heiligstem Namen nach wir uns Christianer nennen dürfen, so wir, in der wahren Erkenntnis Seiner, 
auch Sein heiligstes Wort werktätig zu befolgen trachten. 

(4) Er, Der allein wahre, allgütige, ewige Gott und Vater alles Lebens liebt uns Unwürdige so, daß Er, 
aller Seiner himmlischen Herrlichkeit sich entkleidend, unsertwegen Mensch ward, um uns aus der 
Finsternis des Irrtums und der Lüge des Todes herauszuführen und allen, die guten Willens sind, das 
Licht des Lebens Seines .Reiches zu geben. 

(5) Ihm sei unser Dank, Ehre und Preis in aller Ewigkeit! 

(6) Ich, Jovian, euer Bruder und Mitgenosse in Leid und Freude, in der Trübsal, immer aber in der 
Geduld und im Frieden unseres Herrn, war gefangen auf der Insel Patmos wegen des Wortes Gottes 
Christi und des Zeugnisses Seiner ewigen Wahrheit. Ende März zu Miletus gefangen und Mitte April im 
letzten Jahre des Kaisers Titus, also auch im ersten Jahre des Kaisers Domitian, im Römer jähre 834 
verbannt, war ich bereits siebenundsiebzig Jahre alt, aber Gott Der Herr gab mir die Kraft, mit den 
jüngeren und jungen Verbannten nicht nur arbeiten sondern auch 30 manchen von ihnen zur 
Erkenntnis Der ewigen Wahrheit Gottes Christi und des wahren ewigen Lebens in Seinem Reiche 
bringen zu können. 

(7) Paulus Agatus, der Verwalter, wußte, daß ich auf Anklagen und Drangen der Juden von dem 
Präfekten Lucius Anius,der zu Miletus saß, auf unbestimmte Zeit gefangen und verschickt ward; also 
horte auch er mit den Seinen das Wort Der Wahrheit von Christo und enthob mich bald der ärgsten 
Drangsal. 

(8) Im dritten Jahre meiner Verbannung, die Römer schrieben das Jahr 837 (im dritten Jahre des 
Kaisers Domitian) am achtundzwanzigsten Tage des Monates Malus (gleich dem vierzehnten Tage des 
Monates Däsius = Thargelion der Griechen) am Tage Des Herrn, war ich allein an dem Felsen und im 
Reiste bei Ihm, denn es war der vierundfünfzigste Gedenktag Seiner glorreichen Himmelfahrt. 

(9) In Wehmut gedachte ich Seiner ersten Begleiter und Apostel, die alle schon bei Ihm waren, als 
letzter der Bruder Andreas Jonius, von dem ich wußte, daß er erst ein halbes Jahr zuvor zu Patra mit 
zwei Mitarbeitern am Kreuze starb und in das Reich Dessen aufgenommen ward, Dessen heiligstes 
Wesen, Geist, Leben, Licht, Wort und Namen wir unter die Völker trugen, auf daß auch sie der 
Finsternis des Irrtums und der Lüge entrinnen und Den allein wahren, ewigen Gott in Christo Dem 
Herrn erkennen, zu ihrem eigenen zeitlichen und ewigen Heile. 

(10) Alles auf Erden Erlebte stieg in meiner Seele auf in lebendigen Bildern, und das Wüten der Juden 
und ihrer scheingetauften Genossen, die, überall für Auchapostel des Herrn Jesus sich ausgebend, 
ihre eigenen Judenchristianergemeinden wider die wahren Gemeinden Gottes Christi sozusagen aus 
der Erde mit teuflischem Erfolg stampften, hat sich mit einer Bitternis erfüllt, die 'den Gedanken in 
meiner Seele aufkommen ließ, Gott, Die ewige Wahrheit in Christo zu bitten, auch mich von der Erde 
zu Sich in Sein Reich hin wegzunehmen. 



208 



(11) Und da ich tränen vollen Antlitzes diese Bitte im Geiste durch die Seele aussprach, siehe, da sah 
ich das unbeschreiblich wunderbare Licht, wie ich es vor einem Menschenalter bei Seinen 
Verklärungen gesehen habe, und in dem Lichte Seine noch wunderbarer leuchtende heiligste 
Menschengestalt, und Er, Seine Rechte auf meine Stirne legend, sprach: 

(12) Jo vian! Mein Friede sei mit dir! 

(13) Da warf ich mich vor Ihm nieder und sprach: 

Mein Gott und Herr! Vergib mir, daß ich in solchen Gedanken die Zuversicht lahme, die uns durch 
Deine Kraft alle erhalten hat, um das uns von Dir Auf getragene auch vollbringen zu können da auf 
Erden! 

(14) Da sprach Er zu mir: 

Jovian! Ich bin Die Vergebung! Sprich also nicht vergib mir! Du bist ein Seher; und damit auch die 
Nachwelt von deinem Sehertum gewinne, sollst du sehen, was keines ändern Auge je geschaut hat, 
noch schauen wird können; und was du gesehen hast, das schreibe auf, denn es ist das lebendige 
Gesicht alles dessen, was Ich euch auf Erden gesagt habe, da Ich mit euch gegangen bin. 

(15) Und da Er noch diese Worte sprach, ward Er in unendliche Fernen entrückt, und doch sah ich Ihn 
in immer derselben Wesensgröße, als stünde Er bei mir. 

(16) Es entschwand meinen Augen vorher schon die Erde, das Firmament und alles, was das All dieser 
Welt genannt wird, und siehe, ich sah da die Unendlichkeit der Unendlichkeiten nach allen Seiten hin, 
ober mir, unter mir, vorne, rück- und seitwärts es war zu schauen wie ein unendliches Heer ohne 
Nasser, wie gläsern und doch wesenlos, als wäre nichts sonst da, sondern allein Er im Lichte Seines 
Wesens, Geistes und Lebens, und alle die Unendlichkeit der Unendlichkeiten von diesem Lichte 
durchdrungen. 

(17) Da fühlte ich, daß mir jeder Sinn zu entschwinden drohe, denn obwohl außer Ihm und dem von 
Ihm ausgehenden, die Unendlichkeiten durchdringenden Lichte nichts Wesentliches da war, war die 
Anschauung von einer so unendlich über alles erhabenen Große, Ruhe, Reinheit und Heiligkeit durch 
Ihn, daß ich in der Leere des Wesenlosen selbst als wesenlos mich fühlend niedersank und wie im 
Traume außer mir denkend sprach: Herr! mein Gott! Was ist 'das? Wie soll ich mir dieses Gesicht 
deuten? 

(18) Und da hörte ich Seine Stimme in mir: 

Jovian! Das ist die zeitlose Ewigkeit, die raumlose Unendlichkeit und Meine Welt, der Ich keines 
Raumes und keiner Zeit bedarf, weil Ich ohne Anfang und ohne Ende lebe und bin. 
Du wähnst, außer Mir nichts sonst zu sehen; Ich aber sage dir; schaue näher um dich und sage dann, 
was du siehst! 

(19) Und da ich näher und genauer um mich sah, siehe, da schaute ich allerlei größere, kleiner und 
kleine, verschiedenartig gestaltete Dinge wie Samen und wie gläsern durchsichtig, daß ich auch das 
schauen konnte, daß es unter der Schale wie ein Korn aussah und da ich nun dasselbe der Dinge in 
unübersehbaren und unzählbaren Mengen auch weiter in den Fernen sah, sprach ich verwundert und 
wie im Traume außer mir denkend: 

Herr! mein Gott! Was ist das? So ähnlich alle diese Dinge einander scheinbar sind, sehe ich doch ihre 
unendliche Mannigfaltigkeit und o Wunder! Es kommt mir so vor, als sähe ich in manchen ganz kleine 
und verschwommene Bildchen wie von Menschengestalten, in ändern gleichfalls solche Bildchen, aber 
wie von allerlei Getier, und wieder in andern andere Bildchen von allerlei grünem Gewächs! 

(20) Und da hörte ich wiedermals Seine Stimme in mir: 

Alles das, von dem du aber nur ein ganz kleines Teilchen siehst, ist mit und neben Mir ewigen Seins 
und der Ewigkeit eingeschlossen, kann aber in der Ewigkeit und in der Unendlichkeit das Leben nicht 
empfanden, weil es ohne eigens dafür geschaffene Welt, die Zeiten und Räume angibt, nicht leben, 
nicht zum Bewußtsein des eigenen Lebens und Seins gelangen, sich nicht auskennen und nicht 
auswirken kann. 



209 



(21) Deshalb liegt es brach, leblos, unentwickelt, nichtig, ein Sehe ins ein des eigenen Seins. Was du 
schaust, war einmal in der Ewigkeit und du siehst seelisch-geistig alle die Äonen von Zeiten zurück, 
die seit dem von Mir für alles das Seelisch-Geistige, mit und neben Mir Seiende geschaffenen Anfange 
verflossen und der Ewigkeit eingeschlossen sind. 

(22) All dieser Same, von dem du zwar solche Mengen und doch nicht einmal den allerkleinsten Teil 
des Ganzen siehst, ist einzeln seines eigenen ewigen Seins, ein Same seelischer Schale und geistigen 
Kernes, aber ohne Lebenskraft; es war und ist da, erhalten durch sein Sein, und da Ich alledem den 
Anfang geschaffen habe, soll es das Leben von und aus Mir empfangen, damit alles, was seelischen 
und geistigen Lesens ist, mit Mir da lebe und wirke. 

(23) Was du in alledem siehst, ist die ewige Ruhe, in der allein Ich tätig war, damit alles das erhalten 
bleibe bis zu dem anfange, den dafür zu schaffen Ich beschlossen habe, und nun sollst du schauen, 
wie der Anfang geschaffen ward, und sehend sollst du den Sinn des Wortes fassen, so Ich sage: Ich 
bin Der Anfang! 



2 

(1) Und siehe! Da sah ich Ihn in unermeßlicher Ferne und doch wieder mir wie zum Greifen nahe, 
aber anders, ganz anders als zuvor; Er war wohl Derselbe Christus, unser Gott und Herr, in demselben 
Lichte Seines heiligsten Lesens, Geistes und Lebens, und wie zuvor, durchdrang auch jetzt dasselbe 
Licht der Unendlichkeit unermeßliche Fernen allüberall aber durch das Licht gingen von Ihm Strahlen 
allerlei anderen Lichtes aus, die in Seinem Lichte fast augenblicklich allüberall in die Unendlichkeiten 
der Fernen drangen, und überall dort sah ich eine Bewegung, die zu schauen war, als ballten sich dort 
lichte Wolken zu Wolken allerlei Lichtes kugelig zusammen. 

(2) Das sah ich ober mir, unter mir, allseitig, und darüber verlor ich den Sinn dafür, was oben, was 
unten und was seitwärts sei; in schwerer Verwirrung wandte ich meinen Blick wieder Ihm zu, und als 
ich Ihn in der Ferne, mir aber doch so nahe, mit erhobenen Armen stehen sah, wurden meine Sinne 
wieder klar. 

(3) Ich faltete meine Hände zur Anbetung, brachte aber kein Wort hervor, denn was ich sah, kann mit 
horten keiner Sprache gesagt, beschrieben und so erklärt werden, daß sich ein Mensch davon auch 
nur den Schatten einer wahren Vorstellung machen könnte; doch aber, weil mir gesagt ward: 
Schreibe auf, was du gesehen und gehört hast! Folge ich und schreibe, ohne nach besonderen Worten 
zu suchen, weil dafür keine zu finden sind. 

(4) Ich sah das Wirken des heiligsten Wesens Gottes besonders, besonders auch die Strahlungskraft 
Seines heiligen Geistes, besonders das Wirken Seiner Lebenskraft in Seinem Wesen, in Seinem Geiste 
und in Dessen Strahlen, in diesen aber gleichfalls besonders jene Kräfte einzeln und 
zusammenwirkend, welche die Fernen der Unendlichkeit in Bewegung brachten „ ich sah Gott in 
Seiner Kraft schaffend und ich sah, wie Er schafft Licht im Lichte, kraft Seines bloßen Willens. 

(5) In dieser Anschauung vergaß ich zu schauen, was in den Fernen der Unendlichkeit geschieht, 
fühlte aber eine Bewegung um mich selbst, ohne sagen zu können, welcher Art sie wäre, und da hörte 
ich Seine Stimme wiedermals in mir: 

(6) Jovian! Schaue hin und um dich, damit du schreiben kannst, was du gesehen hast! 

(7) Und siehe! Da sah ich, wie Wolken allerlei Lichtes aus den Fernen der Unendlichkeit, einzeln 
immer dichter werdend und einzeln zu ungeheuer großen, kleineren und kleinen Kugeln sich 
zusammenballend, näher rücken, in Seinem Lichte ihr eigenes, anderes und verschiedenartiges Licht 
nach innen und nach außen ausstrahlen, ein Firmament nach oben, nach unten und allseits bilden, 
eine Welt darstellend, die durch das eigene Licht gegen die Unendlichkeit allseits abgegrenzt, nun in 
sich selbst da war. 



210 



(8) Fassungslos sah ich staunend dieses Werden, denn auf vielen der einzelnen Weltkugeln sah ich 
Berge und Täler, Flüsse und Meere, nicht aber wie solche auf Erden aus Steinen und aus Wasser, 
denn wohl war beides auch da, aber eines ganz ändern Wesens, Licht im Lichte, wie gläsern und in 
den wunderbarsten Farben strahlend. 

(9) Und keine der Gelten stand still, sondern langsam drehte sich eine um die andere in 
verschiedenen Fernen und alle zusammen um eine Mitte; als ich das erkannt habe, sah ich nach 
dieser Mitte, und siehe dort stand mit wie segnend erhobenen Armen unser Gott und Herr, in Seinem 
Lichte alles das Licht der Gelten überstrahlend. 

(10) Unsagbar tief ergriffen und erschüttert fiel ich in die Knie und da fühlte ich plötzlich, daß ich 
selbst auf dem Boden einer der vielen, vielen Gelten mich befinde, ohne zu wissen, wie es gekommen 
ist, und ich schrie auf, ob aus Freude, ob aus Seligkeit, ob aus Überraschung? Ich weiß es nicht, aber 
ich lag auf meinem Angesicht und schluchzend wagte ich es nicht aufzuschauen, denn ich fühlte es, 
daß Er bei mir stand, und alsbald hörte ich Ihn sprechen: 

(11) Stehe auf und siehe, was und wie es einstens weiter war! 

(12) Und da ich aufgestanden war, wischte Er mit dem Ärmel Seines Rockes die Tränen von meinem 
Angesicht und sprach: 

Was du da siehst, Jovian, ist die Vollendung alles Meinen bisherigen Schaffens, obwohl das Größte in 
der Vollendung alles dessen, was noch kommen wird, erst im Verlaufe von Äonen der Zeiten, die Ich 
allen Seelenwesen erkenntnisfähigen Geistes schaffen werde, vollendet und vollbracht werden wird. 

(13) Das da ist die wahre Welt Meines Reiches für all den seelisch-geistigen Samen, den du in so 
großer Anzahl in der weltenlosen Leere der Unendlichkeit leblos und brachliegend gesehen hast, 
dessen wahre Menge und Mannigfaltigkeit aber niemand außer Mir jemals üb er s oben und abzählen 
wird können. 

(14) Es geht nicht an, daß Ich bin und daß allein Ich lebe, und alles das Seelische und Geistige leblos 
brachliegend bleibe. 

(15) Ich bin Die ewige Wahrheit, Das wahre Licht, Das wahre ewige Leben, in Meinem Wesen und 
Geiste Die unwandelbar unveränderlich gleiche Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und 
Selbstaufopferung und in alle dem auch Der Anfang, den Ich für alle Seelen-Wesen Erkenntnis fähigen 
Geistes schaffe; komme mit und siehe, was du weiter zu schreiben hast. 

(16) Er nahm mich bei der Hand und, in Augenblicken die Fernen zwischen den einzelnen Gelten mit 
mir durchmessend, zeigte Er mir viele, eine jede die ändern an Schönheit und Herrlichkeit 
übertreffende Gelten, und ich verwunderte mich immer mehr. 

(17) Er aber sprach: 

Findest du schön dieses Seelen-, Geist- und Leblose schön und herrlich, wie herrlich wirst du es erst 
finden, so allda und alles das von Meinem Leben, in myriadenfacher Mannigfaltigkeit alles seelisch- 
geistig Seienden belebt sein wird und bald wirst du es sehen. 

(18) Während Er noch sprach, kamen wir weiter, und da stand ich an einem wie Wasser führenden 
Strom, an dessen Ufern wunderbare Gewächse wie Bäume von Reben umrankt standen, die ranken 
aber in verschiedenen Höhen Geflechte wie Körbe und Schüsseln bildeten; oben sah ich unzählige 
Mengen der verschiedensten, wunderbaren und köstlich zu schauenden Früchte, aus den 
verschiedenfarbigen, herrlichen Blüten der ändern, ja aus den Blättern wieder anderer tropfte es wie 
Milch und Honig und fiel in größeren oder kleineren Tropfen und Körnern in die lebendigen 
Rankengeflechte, die Rinde wieder anderer Gewächse gab allerlei Säfte, die alsbald zu den 
verschiedenartigst geformten Gebilden, wie zu kleinen Fladen und Broten wurden, wieder von ändern 
floß klare, wie auch mannigfaltigst farbene Flüssigkeit durch Röhrchenranken in den Strom, alles von 
köstlichem, wunderbarem Ansehen und Geruch. 

(19) Und da ich vor Verwunderung nicht fähig war zu sprechen, sprach Er zu mir: 
Dieses da ist in unzähligen Arten in allen Gelten Meines reiches vorhanden; es sind dio Ströme und 



211 



Baume des Lebens; auch diese Gewächse sind Seele und Geist, lebendig durch Mich, aber eines ganz 
andern Wesens als alles das andere unzählbare Gewächs, und Ich habe ihnen durch das Wirken aller 
Dinge der Welten Meines Reiches unversiegbar o Kräfte gegeben, deren Frucht auch die Ströme sind, 
an denen sie stehen und die also unversiegbar wirken worden, in aller Zukunft der Ewigkeit. 

(20) Also habe Ich sie beschaffen gemacht, auf daß all der seelisch-geistige Same, der in diese dafür 
geschaffenen Welten Meines Reiches gelangt und da das Leben von und aus Meiner eigenen 
Lebenskraft empfangen hat, alsbald dann, so ihm ein himmlischer Leib zuteil geworden ist, eine 
diesem seinem Leibe entsprechende Nahrung habe. 

(21) Und da Er noch sprach, nahm Er mich wiedermals bei der Hand, und siehe, Er stand wieder in 
der Mitte der Welten Seines Reiches, ich neben Ihm, und Er, seine Hände wie zum Segnen erhebend, 
sprach zu mir nur das eine Wort: „Siehe!" 

(22) Und es kam auf eine jede der vielen Welten von allen Richtungen her wie ein Regen und da sah 
ich, daß es der von mir zuvor geschaute Same war, der, im Lichte Gottes und im Lichte der Gelten 
Seines reiches glitzernd wie gläsern und wie ein Regen, da die einzelnen Welten bezog, eine 
Erscheinung so wunderbar wie alles das vorher von mir Geschaute; und als sie zu Ende war, nahm Er 
mich bei der Hand und schon stand Er mit mir auf dem Boden einer der nächsten, Überaus großen 
Welt und sprach zu mir: 

(23) Bleibe da und siehe, was außer Mir niemand je geschaut hat, noch außer dir irgendwer jemals 
schauen wird; es war in der Ewigkeit, und du allein siehst an jetzt, wie es war, denn du sollst es für 
die Menschen auf Erden schreiben, damit sie den Sinn Meines Wortes verstehen, so Ich sage: 
Ich bin Der Anfang! 



3 

(1) Und siehe! Da sah ich den gefallenen Samen in Mengen auf dem Boden der Welt verstreut liegen, 
auf dem ich selbst stand und o Wunder, all der Same begann sich zu regen, zu wachsen, allerlei 
Gestalten und Formen anzunehmen, es ward aus vielem allerlei grünendes Gewächs, aus anderm 
allerlei Tiere, und siehe, auch Gestalten wie Menschen bildeten sich aus der Schale vielen Samens, ich 
fühlte, daß auch mich nie zuvor empfundene Kräfte durchdringen, wandte meine Blicke in die Hohen 
und da sah ich unseren Gott und Herrn wieder in der Mitte der selten deines reiches mit wie zum 
Segnen ausgebreiteten Hunden stehen. 

(2) Und wie zuvor, sah ich jetzt wieder das wirken der Kräfte Seines heiligsten Wesens besonders, 
besonders auch das wirken Seines heiligen Geistes, dessen Strahlung neben den vielen ändern Seiner 
Kräfte, jede in ihrem eigenen Lichte besonders sichtbar und die Strahlen Seiner Lebenskraft 
mitführend, all den Samen sichtbar durchdrang, hörte aber alsbald Seine Stimme wiedermals in mir: 

(3) Sieh den Empfang des Lebens jeglichen Geistes, den du als den Kern der Schale eines jeglichen 
Samens sähest, und schaue, wie der Geist kraft des von und aus Mir schon empfangenen Lebens auf 
die ihn einschließende Schale weiter wirkt; diese Schale ist das Wesen der Seele, welches die 
Grundwerte seiner eigenen Gestalt und Formen von Ewigkeit in sich barg und die nun kraft des 
empfangenen Lebens zur Entwicklung und Geltung kommen. 

(4) Und da, ich meine Augen wieder dem zugewendet habe, das um mich her sich regte, da sah ich, 
wie auch da in jedem einzelnen Wesen, das kein unscheinbar nichtiger Same mehr war, der Geist 
besonders, besonders auch der seelische Körper und wieder besonders das Leben in- und aufeinander 
wirken; in der Strahlung der nun eigenen Lebenskraft, die so anzusehen war, als flöße und sprühe ein 
zu klarstem Wasserdunst gewordenes Licht durch den Geist und die Seele, erstrahlte auch der Geist 
eines jeglichen der Wesen und die Geistesstrahlen durchdrangen mit den Lebensstrahlen den 
seelischen Körper, der wachsend immer bestimmtere Formen nahm, so bei allem grünenden 
Gewächs, wie bei den Tier gestalten und bei jenen, die zwar zu Menschgestalten sich bildend, 
wunderbarer als nur solche waren, da sie Gott ähnlich aussahen. 



212 



(5) Auch gingen von diesen die Strahlen ihres Geistes durch ihren seelischen Leib weit nach außen 
hin, jedoch nur einzeln und wie hin und her wankend; weniger, und bei manchen Arten der Tiere gar 
nicht nach außenhin strahlend, sah ich den Geist wirken, am wenigsten aber den des grünen 
Gewächses, obwohl er in manchen Riesengewächsen, wie auch in manchen Riesen der Tiere, an 
Menge größer war, als der Geist derer, die in Menschgestalt Gott ähnlich waren. 

(6) Weiter sah ich auch, soweit ich sehen konnte, daß keine zwei seelischen Körper, auch nicht einer 
und derselben Art, so gestaltet waren, daß ich sie nicht voneinander unterscheiden hätte können, und 
auch der Geist war in einem jeden seelischen Körper der gleichen Art ein anderer so im Aussehen wie 
in seiner Strahlung allein nur die Lebenskraft war in allen ohne Ausnahme eine und dieselbe, weil sie 
von und aus Gott empfangen ward. 

(7) Alles das sah ich denkend, klar und deutlich und verwunderte mich immer mehr, denn obwohl 
alles sich regte, das grünende Gewächs in unbeschreiblich schönen Farben prangte, die Gestalten der 
Tiere und die Gott ähnlichen Menschengestalten nicht mehr wuchsen, was mich erkennen ließ, daß die 
Größe der Gestalt, wie auch die Entwicklung ihrer Formen erreicht ist, regte es sich doch nur wie im 
Schlafe, war wie Hauch durchsichtig und wie gläsern in allerlei Farben sichtbar, so daß ich auch alles 
innere Gefüge jedes seelischen Körpers schauen konnte, und da habe ich plötzlich erkannt, daß zwar 
alles das nun lebendig ist, daß es aber von seinem Sein und Leben nichts weiß, daß es ohne 
Bewußtsein ist und darüber erschrak ich heftig, daß ich meinte, selbst auch bewußtlos hinfallen zu 
müssen. 

(8) Da aber horte ich Seine Stimme in mir: 

Jo v/äni Wie Ich von Ewigkeit in Meinem Wesen, Geiste und Leben dreieinig bin, ist nun all der von 
Ewigkeit her mit und neben Mir seiende seelische und geistige Same durch die Gabe des Lebens von 
und aus Mir dreieinig geworden. 

(9) Lebe Ich in Ewigkeit, soll auch alles das Seelische und Geistige in aller Zukunft der Ewigkeit leben. 
Wie Mein Leben von Meinem Geiste und Mein Geist mit Meinem Leben von Meinem Wesen und Mein 
Wesen von Meinem Geiste und von Meinem Leben untrennbar ist, also untrennbar haftet nun 
dasselbe Mein Leben dem Wesen alles Seelischen und Geistigen an, und kein einziges all dieser 
dreieinig gewordenen Wesen kann sein von Mir also empfangenes Leben jemals verlieren. 

(10) Ist doch der seelische und geistige Same als solcher an sich unzerstörbar und unvernichtbar; nun 
aber alles das Seelische und Geistige sein Leben von und aus Mir in sich trägt, hat es das ewige 
Leben, durch Mich, kann es, auch mit rillen, niemals mehr von sich werfen, und niemand kann es 
mehr dem ändern nehmen, zerstören und vernichten auch Ich nicht! Weil Ich es gegeben habe. 

(11) Du siehst nun, was alles in der myriadenfachen Zahl und unübersehbaren Menge des seelisch- 
geistigen Samens an Mannigfaltigkeit des Wesens und des Geistes verborgen war, du siehst nun, daß 
alles das lebt, aber auch, daß es bewußtlos ist, daß es von seinem eigenen Sein und Leben nichts 
weiß; du meinst, daß es in diesem Zustande nichts fühlt, daß es etwa so bleiben könnte und darüber 
bist du erschrocken. 

(12) Ich aber sage dir: 

Unbewußten Geistes fühlt ein jeder der seelischen Leiber und Körper die auf ihn eindringenden und in 
ihm wirkenden Kräfte, die alle nicht nur von und aus Mir sondern zum Teile auch von und aus den 
Gelten dieses Meines dafür geschaffenen Reiches ausgehen und so wirken, wie Ich sie geschaffen und 
geordnet habe, daß sie auch von selbst eine die andere zeugen und alle zusammen wirkend Bestand 
haben für alle Zukunft der Ewigkeit. 

(13) Würden die seelischen Leiber und Körper das Wirken all der von und aus Mir, wie auch von und 
aus den Welten Meines Reiches ausgehenden und sie durchdringenden Kräfte unbewußten Geistes 
unbewußt nicht fühlen, würdest du keine Regsamkeit in und an ihnen sehen können; da du aber diese 
siehst, sollst du wissen, daß alles Gefühl dem seelischen Leibe eigen ist, dem Geiste aber das 
Bewußtsein und in diesem auch der Wille, dessen Kraft je der eigenen, wie auch der Beschaffenheit 
jenes seelischen Leibes oder Körpers nach, dem er untrennbar ewiglich eigen ist, gewaltig groß, 
kleiner oder auch so klein ist, daß er gar nicht in Erscheinung treten kann. 



213 



(14) Es würde der Geist durch daß Einwirken des Lebens und durch die im seelischen Leibe unbewußt 
empfundene Einwirkung der ihn da durchdringenden Kräfte mit der Zeit, die durch diesen von Mir 
geschaffenen Anfang mitgeschaffen ist, zum Bewußtsein des eigenen Lebens und Seins gelangen und 
dadurch auch der ihm eigene seelische Leib; so aber, wie dieser an sich ist, könnte er dem Geiste da 
nichts nützen. 

(15) Sieh alle diese Gestalten an, die Mir, aber auch dir ähnlich sind; du hast gesehen und aus 
eigenem auch erkannt, daß ihr Geist eines ganz andern Aussehens und eines ganz andern Wesens ist 
als der Geist der Tiere, und dieser wieder ein anderer als der Geist der Pflanzen. 

(16) Der Geist dieser Mir und dir ähnlichen seelischen Gestalten ist erkenntnisfähig all der andere 
Geist aber nicht; es weist wohl auch dieser erkenntnisfähige Geist, wie du siehst, große und sehr 
große Unterschiede auf, doch aber ist und bleibt er erkenntnisfähig, und ihm wohnt auch größere, 
große oder auch kleinere Schaffensfähigkeit inne. 

(17) In der Ewigkeit und Unendlichkeit hätte er sich nie zurechtgefunden; hier aber, in der Welt 
Meines für ihn geschaffenen Reiches, wird er sich bald zurechtfinden und in dem Geschaffenen selbst 
auch aus eigenem schaffen wollen. Würde aber der seelische Leib, dem er eigen ist, so bleiben wie er 
jetzt noch ist, würde jeder Gedanke, der durch das gegenseitig sich ergänzende Wirken der Seele, des 
Geistes und des Lebens angesichts des Vorhandenen in Bildern entsteht, immer nur der Gedanke und 
ein seelisch geistiges Bild bleiben und könnte nach außen hin niemals verwirklicht werden. 

(18) Daher muß der seelische Leib teils aus den seelen-, geist- und leblosen Dingen und Kräften, teils 
aber auch aus den dazu geschaffenen lebendigen Dingen einen Leib annehmen, der, dem Wesen der 
Welten Meines Reiches angepaßt, die Seele fähig macht, alles das Geschaffene, Vorhandene nicht nur 
sehen, hören und greifen sondern auch darin und daraus das schaffen und wesentlich, handgreiflich 
das verwirklichen zu können, was seelisch-geistig in Gedanken und Bildern entsteht und auch für 
andere sichtbar, hörbar und greifbar geschaffen werden soll. 

(19) Mein Reich ist das Himmelreich, und alle seelischen Leiber und Körper müssen je ihrem Wesen 
nach auch einen himmlischen Leib oder Körper erhalten, dem ihren angepaßt; das grüne Gewächs 
wird seinen himmlischen Körper aus dem Boden und aus den Höhen über den Welten selbst erhalten, 
für die immerwährend gleiche Erhaltung des himmlischen Leibes der Tiere ist gleichfalls vor gesorgt, 
wie ganz besonders auch für den himmlischen Leib Meiner Kinder durch jene Schöpfung, die du an 
den Wassern und an den Bäumen des Lebens siehst. 

(20) Mit himmlischem Leibe und Körper soll der seelische Leib eines jeglichen durch Mich von nun an 
für alle Zukunft der Ewigkeit lebendigen Wesens angetan werden, im himmlischen Leibe soll alles das 
nun Lebendige zum Bewußtsein des eigenen Lebens und Seins auferstehen, und Meine Kinder, die Ich 
Engel nennen will, werden Mich als den Vater alles Lebens erkennen. 

(21) Sie werden in den Welten dieses Meines himmlischen Reiches kein Werden und kein Vergehen 
des Seelisch-Geistig-Lebendigen kennen, daher auch nach keinem Anfange fragen, und erst durch das 
zu ihnen gesprochene Wort über diesen Anfang werden sie fühlend den Sinn erfassen, so Ich sage: 
Ich bin Der Anfang! 



4 

(1) Da hörte ich wie ein leises tauschen ober mir, unter mir in dem Boden der Welt, auf der ich stand, 
seitwärts von allen Richtungen her, fühlte eine Bewegung wie eines leichten Windes und sah auf in 
die Hohen, wo Er wie mit zum Segnen ausgebreiteten Händen immer noch stand in unbeschreiblich 
wunderbar strahlendem Lichte Seines heiligsten Wesens und Geistes. 

(2) Anbetend hob ich meine Hände zu Ihm, Er aber sprach: 
Sieh um dich, denn das Geschehen um dich sollst du schreiben! 



214 



(3) Da sah ich um mich auf alle, die wie im Schlafe liegenden und sich regenden Wesen der Seele, des 
Geistes und des Lebens und siehe, ich sah die seelische Gestalt ihres Wesens von Strahlen 
durchdrungen werden, die aus dem Boden, aus den Wassern und Lebensbäumen der Welten des 
Reiches Gottes hervorgingen, und also gleich erkannte ich, daß alles das die Strahlen Seines heiligen 
Geistes bewirken, die ich in den andern besonders sah. 

(4) Alle die seelischen Gestalten, die zuvor noch wie ein Hauch und wie gläsern durchsichtig waren, 
wurden wie dichter, als würden sie wie Fleisch und Blut werden, nicht aber wie irdischen Fleisches 
und Blutes, sondern unendlich erhaben rein, wunderbar im Aussehen, denn trotzdem der seelische 
Leib und Körper einen himmlischen Leib und Körper annahm, war beides besonders an sich sichtbar, 
der eigene ewige seelische, wie auch der empfangene himmlische Leib, wie ein und derselbe und 
doch sichtbar verschieden - und ich wusste nicht, wohin ich zuerst schauen und was ich mehr 
bewundern könnte, ob die Schönheit und Reinheit der Pflanzen, ob die der Tiere oder die Kinder 
Gottes - ich konnte mich nicht fassen. 

(5) Plötzlich sah ich aber alles, was nicht grünendes und blühendes Gewächs war, die Augen Öffnen 
und auf den Füßen stehen Seligkeit, Freude und Frieden im Angesicht, trotz der staunenden Blicke, 
die sich alle auf Den richteten, Der in unbeschreiblich wunderbarem Lichte Seiner Kraft mitten auf 
dem Firmamente der Welt Seines himmlischen Reiches stand. 

(6) Da öffnete Er Seinen Mund, und ich sah in den Lichtstrahlen Seines allgegenwärtigen, weil Überall 
hin strahlenden Geistes neue Kraftstrahlen besonders, Strahlen, die Sein gesprochenes Wort trugen, 
und ich sah diese Strahlen Seines Wortes in den Geist und in den seelischen Leib Seiner Kinder 
dringen, in ihren Köpfen lebendig haften, im lebendigen Verstehen gleich lebendig wirken und da 
erkannte ich die Kraft des gesprochenen Wortes Gottes, durch welches Seinen Kindern die Sprache 
und das Verständnis für das empfangene, aufgenommene, weit er gedachte und gesprochene Wort 
der Sprache gegeben ward, denn alsbald erhoben sich unübersehbar unzählbare Hände zu Ihm, und 
aus dem Munde all der Scharen Seiner Kinder klang das Wort zu Ihm: Gott! 

(7) Da fiel ich nieder in die Knie, barg mein Angesicht in den Händen und sah im Geiste die von mir 
auf Erden geschriebenen ersten Worte Seines heiligen Evangeliums: 

Vor jeglichem Anfange war Gott (welcher ist) Seines ewigen Wesens, Geistes und Lebens Wort, Das 
Wort Gott war allein in Gott und Gott war Das Wort! 

Das Wort Gott war aber nur vor dem Anfange allein in Gott, denn als Gott durch Sein Wort alle Dinge 
der wahren Welt Seines Reiches geschaffen und dort von Seiner eigenen ewigen Lebenskraft allen 
Wesen, denen ein Geist eigen war, das Leben gegeben hatte, sprach ein jegliches Wesen 
erkenntnisfähigen Geistes Das Wort Gott zu Ihm „ und das war der Anfang. 

(8) Nun sah ich diesen Anfang, habe gesehen, was und wie es vor dem Anfange war, nun wußte ich 
kraft des Gesehenen, was die Seele, der Geist und das Leben ist, wie das Leblose des Wesens der 
Seele und des Geistes lebendig ward, von Wem es das Leben und die Kraft des Bewußtseins 
empfangen hat, wie die wahre Welt des Reiches Gottes, das Himmelreich ist und unsagbar tief 
erschüttert und von Ehrfurcht tief ergriffen, hob ich anbetend mein Antlitz und meine Hände zu Ihm! 

(9) Er aber sprach von den Höhen des himmlischen Firmamentes und Sein heiligstes Wort erklang in 
den Ohren Seiner Kinder, die Er Engel nannte, klar und deutlich, als stünde Er bei einem jeden Selbst, 
und staunend verwunderte ich mich, als ich an dem Ausdrucke und den Mienen der Gesichter Seiner 
Kinder sah, daß auch sie ein jedes Seiner Worte so verstanden haben wie ich, der ich noch mehr 
darüber erstaunt und verwundert war, daß auch ich ein jedes Wort Seiner Sprache lebendig verstehe, 
denn wohl hatte Seine Sprache viele,, in den Sprachen der Menschen auf Erden gesprochenen Laute 
und selbst auch V/ orte, in die aber dort allerlei andere Bedeutung gelegt ist. 

(10) Ich erkannte, daß Seine Sprache die Sprache Seines himmlischen reiches bleibt, und nun wußte 
ich auch, woher alle die Sprachen der Menschen auf Erden sind, die alle ohne Ausnahme in ihrem 
Grundwesen dieselben oder zumindest mehr oder weniger ähnliche Laute, Silben und selbst auch 
Worte jener Sprache in sich bergen, die von und aus Gott ist. 

(11) Weiter sprach Gott von der himmlischen Nahrung der Seele erkenntnisfähigen Geistes durch Sein 
Wort, dem das Licht und Leben innewohnt, dann aber auch von der himmlischen Nahrung, Trank und 



215 



Speise für den himmlischen Leib Seiner Kinder, die für sie in unzählbarer Mannigfaltigkeit und 
unerschöpflich in den Früchten und Säften der Lebensbäume an den Wassern bereitet ist. 

(12) Während Er noch lange wie in Lehren sprach, ging das Wesen Seiner heiligsten Gestalt immer 
mehr im Lichte Seines heiligen Geistes strahlend auf, bis nur mehr das unaussprechlich und 
unbeschreiblich wunderbare Licht verblieb und wiedermals erhoben sich unübersehbar und unzählbar 
viele Hände zu Ihm, und wie der mal s klang aus dem Munde all der Scharen Seiner Kinder wie ein 
Brausen das heiligste Wort zu Ihm: Gott! 

(13) Ich aber hörte Seine Stimme wiedermals in mir: 

Sieh alles an, damit du schreiben kannst! Was du jetzt weiter siehst an Leben und Schaffen all dieser 
Meiner Kinder, hat da Äonen von Zeiten gewährt, für die, zurückschauend, auch der größte Geist 
unter allen diesen Meinen Engeln weder Sinn noch Verständnis, und noch eine klare Vorstellung 
findet, obwohl mit dem von dir nun geschauten Anfange auch die Zeit geschaffen ward. 

(14) Und siehe, da sah ich unter den Kindern Gottes jetzt erst allerlei verschiedene Gesicht sauge und 
Unterschiede in der Farbe nicht nur ihres seelischen sondern auch ihres himmlischen Leibes; auch 
blieben so manche unter den Scharen einander ähnlicher Gesichtszüge und glei-cher Farbe kleiner als 
andere, ja nicht wenige auch so klein wie Kinder, und ich sah an ihren Seelen und ihrem Geiste, daß 
ihnen auch ein kindliches Gemüt eigen war, das sie durch ihr Reden, Fragen, Äußerungen ihrer 
Verwunderung und Freude, wie auch durch ihr Streben, das Tun der Größeren und Großen 
nachzuahmen, kund taten. 

(15) Auch sah ich dasselbe in einem noch größeren Ausmaße und zahlreicher noch unter allerlei 
Tieren, und da erkannte ich erst die unendlich großen Unterschiede des Wesens der Seele und des 
Geistes einer und derselben Schar Ihres gleichen... da aber ungleich weniger unter den Tieren, als 
vielmehr unter den Kindern Gottes. 

(16) Männliches und leibliches gab es nicht, Geschlechtliches war nicht, und die Schönheit aller gerade 
in der schier unendlichen Mannigfaltigkeit des Aussehens der Gestalten in ihrer Reinheit gleich 
wunderbar unter den Kindern Gottes, wie auch unter den Tieren und mehr noch als unter diesen in 
der herrlichen Pracht unter dem grünenden und blühenden Gewächs der Pflanzen. 

(17) Und da sah ich Scharen der Kinder Gott es an den Wassern bei den Bäumen des Lebens essen 
und trinken, und es schien mir, als ob dadurch ihr himmlischer Leib womöglich noch schöner und 
herrlicher geworden wäre; auch merkte ich späterhin, daß alle die Mannigfaltigkeit der Nahrung, der 
Speisen und Getränke, die aus den Bäumen und Geränken an den Wassern in allerlei wunderbarer Art 
und Weise hervorgeht, eines allerreinsten Lesens ist, weil sie keine Schlacken und Abfälle im Leibe 
zeugt und auch keinerlei Übersättigung herbeiführt. 

(18) Alsbald traten dann da und dort nicht wenige auf, die zu sprechen begannen, und Scharen 
sammelten sich um sie, um ihnen zuzuhören, und schon sah ich, welch eines großen Geistes diese 
Sprecher und Prediger sind, denn ich sah die Strahlen ihres Geistes weithin, ja bei manchem selbst 
auch über die Grenzen der Welten des Reiches Gottes in die Unendlichkeit dringen und da erkannte 
ich staunend, wie ähnlich die Strahlungskraft so manchen Geistes der Strah-Iungskraft des heiligen 
Geistes Gottes ist und wie ähnlich sie Ihm auch dadurch sind. 

(19) Freilich ist es eine Ähnlichkeit, die sozusagen erst gesucht und ganz willkürlich auch gefunden 
werden muß; denn so ich in mir Vergleiche zwischen der Strahlungskraft, dem Lichte und Leben des 
heiligen Geistes Gottes und dem größten Geiste unter Seinen Kindern lebendig hervorrief, habe ich als 
o gleich erkannt, daß die Ähnlichkeit eine recht entfernte ist, denn die Strahlungskraft des heiligen 
Geistes Gottes dringt zur gleichen Zeit und immerwährend allüberall hin, ist allgegenwärtig und führt 
Strahlenkräfte in sich, die in einem solchen Maße und in einer solchen Verschiedenheit unter sich und 
zusammenwirkend, keinem ändern Geiste eigen sind. 

(20) Wohl sah ich in der Strahlungskraft so manchen großen Geistes unter Seinen Kindern ähnliche 
Kräfte wie jene, die dem heiligen Geiste Gottes eigen sind, aber im Vergleiche mit diesen sah ich den 
unendlichen Unterschied gerade in ihrer Kraft; auch habe ich erkannt, daß viele Kräfte, die dem 



216 



heiligen Geiste Gottes eigen sind, dem großen und selbst auch dem größten Geiste unter Seinen 
Kindern mangeln. 

(21) Es dringt die Strahlungskraft ihres Geistes wohl auch in die Unendlichkeit, aber stets nur seitlich 
wie ein Wasserstrahl abgegrenzt, immer nur in einer, wenn auch noch so augenblicklich wechselnden 
Richtung, wobei der Strahl, in die Fernen gelangend, wie suchend und wie kraftlos und zitternd wankt, 
so er keinen Anhaltspunkt findet, der ihm feste Stütze gibt und sucht der Geist andauernd diesen 
Stützpunkt sich selbst gewaltsam zu erzwingen, ohne daß dieser tatsächlich vorhanden ist, irrt seine 
Strahlung und durch diese nicht nur er selbst, sondern weil er untrennbar an den seelischen Leib 
gebunden ist und in ihm wirkt, zieht er in Mitleidenschaft auch ihn. 

(22) Diese Erkenntnis ist mir zuteil geworden durch eine lebendig in mir aufgenommene Erinnerung 
an das irdische Leben der Menschen großen Geistes, die mitunter Großes schaffen wollen, es auch in 
ihrer Art, schwer irrend, schaffen und durch die scheinbare Größe ihres Schaffens auch unzählige 
andere beirren. 

(23) Da aber hörte ich Seine Stimme in mir: 

Jo vian! Das Leben, Wirken und Schaffen Meiner Kinder in Meinem Reiche sollst du schauen und 
schreiben, denn was auf Erden war, ist und weiter geschehen wird, sollst du demnach sehen! 
Siehe Meinen Frieden in Meinem Reiche, der alles beseelt, was das Leben von und aus Mir trägt. 



5 

(1) Da schlug ich die Augen auf, und siehe, ich befand mich nicht mehr auf dem Boden einer der 
vielen, vielen Welten des himmlischen Reiches Gottes, sondern stand in Seinem Lichte mitten auf des 
Himmels Firmamente und sah alle die Welten einzeln, die näheren so wie die fernen und fernsten und 
alle doch wieder so nahe, als könnte ich sie greifen oder mit einem einzigen Schritte erreichen. 

(2) Viele der Welten waren riesig groß, andere kleiner, noch klei-ner wieder andere, alle aber hatten 
ein eigenes Licht, welches anders, ganz anders war als das Licht Des heiligsten Wesens, Geistes und 
Lebens Gottes, und alsbald habe ich erkannt, daß das Licht der Welten und des Firmamentes des 
himmlischen Reiches im Treffen der Strahlen des heiligen Geistes Gottes mit den von den Welten 
Seines Reiches ausgehenden Strahlen besteht und unendlich wunderbarer ist, als alles Licht der 
Sonnen, welches blenden, versengen und verbrennen kann, was alles dem wunderbaren Lichte des 
Himmelreiches fremd und ferne ist. 

(3) Und wiedermals ward .ich nach dieser Betrachtung abgelenkt und an die Erde erinnert, denn auf 
vielen der riesigen und kleineren Welten sah so manches ähnlich aus wie auf der Erde, nur 'unendlich 
schöner, wunderbarer, reiner und erhabener, das herrliche Pflanzenreich, die wunderbar schöne 
Tierwelt und das erhaben Reine der Kinder Gottes. 

(4) Auch sind diese nicht auf eine bestimmte Welt des Himmelrei-ches so gebunden wie die Menschen 
an die Erde, sondern können nach Willen von der einen auf beliebige andere hin, wie sie auch Tiere 
und Pflanzen mitnehmen können, denn die Tierwelt hält 'sich an die Kinder Gottes es ist der Friede 
des Himmels. 

(5) Sollte aber ein Gotteskind alle Welten des Reiches Gottes aufsuchen und dort alle Gegenden 
kennen lernen wollen, würde es ihm auch in Äonen von Zeiten nicht möglich sein, denn die Zahl der 
Welten ist eine überaus große. 

(6) Der himmlische Leib und Körper der Pflanzen, der Tiere und der Kinder Gottes ist so unverletzbar 
wie ihr seelischer Körper und Leib und kein Ding der Welten des himmlischen Reiches kann ihn in 
keinerlei Art und Weise irgendwie bedrängen, verletzen oder krank machen, da er zäher und in seiner 
Art fester ist, als alle die seelen, geist- und leblosen Dinge dort, wodurch auch das Schaffen in und 
aus ihnen kein Übermaß an Kraftanwendung erfordert. 



217 



(7) Alles Schaffen, Wirken und alle Tätigkeit in den Welten des Reiches Gottes geschieht einzig und 
allein aus Freude am Schaffen, zur Freude aller ändern, die gerade daran und nicht an einem ändern 
Schaffen größere Freude finden, wodurch sich das Schaffen in der mannigfaltigsten Art und Weise 
gestaltet und von allem größeren und großen Geiste immer wieder anderes und Neues erfunden wird. 

(8) Also sah und hörte ich die Kinder Gottes in den Welten Seines Reiches schaffen, ward dadurch, 
ohne es zu wollen, an das Schaffen und an die Schöpfungen der Menschen auf Erden erinnert und 
wiedermals lebten in mir Gedanken auf, auch da Vergleiche zu stellen, da so manches Schaffen der 
Menschen auf Erden dem Schaffen der Kinder Gottes in Seinem Reiche ähnlich war. 

(9) Bald aber erkannte ich den schier unendlichen Unterschied zwischen dem Schaffen und den 
Schöpfungen der Kinder Gottes in den Welten Seines Reiches und dem der Menschen auf Erden, denn 
schon der Zweck des Schaffens und aller Tätigkeit der Kinder des Himmelreiches steht den Zwecken 
des Schaffens der Menschen auf Erden unendlich ferne, da vieles Schaffen und viele Schöpfungen der 
Menschen auf Erden finster und böse sind, wie sie auch finsteren, bösen und selbst teuflischen 
Zwecken dienen, wogegen alles Schaffen, alle Tätigkeit und alle Schöpfungen der Kinder Gottes in 
Seinem Seiche rein, erhaben, licht, gut und wunderbar sind so in den größten, wie auch in den 
kleinsten, unscheinbarsten und kindlichsten Dingen, die dort sämtlich allein zu dem Zwecke 
geschaffen werden, um damit nicht allein einander allseits, sondern vor allem ändern: Gott Freude zu 
machen. 

(10) Sage niemand, daß Gott Der Herr, Der doch in der ewigen Dreifaltigkeit Seines heiligsten 
Wesens, Seines allgegenwärtigen heiligen Geilstes und unerschöpflichen Lebens höchst vollkommen 
und kraft diesem Seiner ewigen heiligen Dreifaltigkeit unwandelbar, unveränderlich ist, keine Freude 
und daher auch kein Leid kenne, denn in einem solchen schweren Irrtum kann nur derjenige 
aufgehen, der Gott nicht kennt. 

(11) Empfinden Freude und Leid die unvollkommenen, und unvollkommensten Wesen der Seele, des 
Geistes und des Lebens in dem Maße ihrer Beschaffenheit, muß doch die allereinfachste gesunde 
Vernunft aus eigenem erkennen, daß auch Gott Freude und Leid empfindet und daß sich gerade 
Seiner Höchstvollkommenheit wegen dafür, wie Er Freude und Leid empfindet, kein Maßstab jemals 
finden kann. 

(12) Und da ich in den Welten Seines himmlischen reiches von Seinen Kindern geschaffene 
Kunstwerke entstehen sah an Kleidung, Bauten, Statuen, Bildern und unzähligen ändern Dingen, unter 
diesen auch allerlei solche, die Musik geben, und da ich die Musik und den Gesang hörte, allerlei Arten 
Reigens und allerlei Spielen zusah, habe ich wieder auf die Menschen der Erde denken müssen, und 
da kam mir die Erkenntnis, woher so mancher Mensch das auf die Erde mitbringt, was dort 
angeborene Fähigkeit, Anlage, Begabung und Talent genannt wird. 

(13) In alledem Zusehen, Zuhören und Nachdenken war es mir, als wie wenn Äonen von Zeiten 
vorübergegangen wären, seitdem ich die Ewigkeit und Unendlichkeit vor dem Anfange, das Schaffen 
Gottes und den von Ihm für all den mit und neben Ihm dagewesenen seelischen und geistigen Samen 
geschaffenen Anfang gesehen habe, und alles kam mir noch schöner, herrlicher und wunderbarer vor, 
als es am Anfange war. 

(14) Immer wieder erschien im Lichte inmitten des himmlischen Firmamentes Gott in der Kraft Seines 
heiligsten Wesens, sprach zu Seinen Engeln, wie Er Seine Kinder nannte, und stets scharten sich jene 
um Ihn, deren Geist groß, größer, weil in seiner Strahlung durchdringender und mit Kräften 
ausgestattet ist, die dem Geiste der ändern nicht eigen sind und sie empfingen von Ihm Lehren, 
Weisungen und Fingerzeige zu immer neuer Tätigkeit, zu immer neuem Schaffen, damit sie, selbst in 
allem Wissen unterrichtet, allen jenen Vorbilder seien, die aus eigenem Neues zu schaffen 
unvermögend sind und deshalb auch weiter ge-leitet und geführt werden müssen. 

(15) Die weit, weitaus überlegene Mehrzahl der Kinder Gottes, um in und aus den dazu von Gott 
geschaffenen Dingen der Welten Seines Reiches schaffen zu können, mußte ähnlich so zugreifen, wie 
es der Mensch im Schaffen irdischer Dinge tun muß; es gab und gibt aber, ganz besonders unter 
jenen Kindern des Reiches Gottes, die (wie schon darauf hingewiesen) großen und größeren Geistes 
als die meisten ändern sind, nicht wenige, die, um aus dem Vorhandenen irgend welche, vorerst 



218 



seelisch-geistig-bildlich gedachte Werke und Dinge nun auch für andere schaffen, vielmehr entstehen 
lassen zu können, nicht immer und nicht alles Gewölbte auch mit den Händen schaffen müssen, weil 
so manches durch die in der Strahlung ihres Geistes getragenen eigenen Kräfte nach dessen eigenem 
Willen auch entsteht oder aber auch gewollte Veränderung und Umwandlung erfährt. 

(16) Der mit solchen schöpferischen Kräften ihres Geistes ausgestatteten Kinder Gottes gab und gibt 
es angesichts der unübersehbaren und .unzählbaren Scharen der ändern, denen sie nicht eigen sind, 
viele und wieder einzelnen von ihnen waren und sind sie in einem solchen Maße eigen, daß ihr 
Schaffen durch sie wunderbar ist und als Wunder von allen angesehen wird, denen es an solchen 
Kräften mangelt. 

(17) Gott nannte alle Seine Kinder ohne Ausnahme Engel; diese aber, den durchdringenden Geist, die 
schöpferischen Kräfte vieler unter ihnen und die dadurch entstandenen wunderbaren Werke und 
Dinge sehend, nannten solche aus eigenem: Großengel, und auch ich sah, daß sie kraft des ihnen 
eigenen solchen Geistes wirklich groß zu nennen sind; ich sah aber auch, daß selbst alles das 
Wunderbare ihrer Kräfte, ihres Schaffens, ihrer Werke und ihres Könnens zusammengenommen und 
abervertausendfacht, nicht einmal einen Schatten der Schöpferkraft Gottes ergibt und mit Seiner Kraft 
nicht verglichen werden kann, in der Er aus der Leere der Unendlichkeit das Wunderbarste, die Welten 
Seines himmlischen Reiches geschaffen hat und den Anfang; die Auferstehung alles Wesens der Seele 
und des Geistes aus einem leblosen, ewigen Scheinsein, zum ewigen Sein und Leben! 

(18) Ich sah im Schauen Äonen von Zeiten in die Ewigkeit eingehen, und doch war das entfernteste 
Geschehen der fernsten Vergangenheit so zu fühlen, als wäre es vorgestern, gestern gewesen und 
würde heute sein; jedesmal, so Gott in Gestalt Seines heiligstem Wesens in Lichte Seiner Kraft 
gesprochen hatte, hoben die um Ihn . geschaffen Großengel ihre Hände zu Ihm auf und, sich in alle 
Richbungen der Welten Seines Reiches wendend, riefen sie wie aus einem Munde: Ja - Ave - Rah - 
Gotodin - Deaus - Amen! 

(19) Und wie ein Brausen kam der Ruf Seiner Kinder aus allen Welten des himmlischen Reiches zurück 
und von einer Welt in die andere dringend, und ein jegliches unter ihnen verstand im lebendigen 
Erfühlen Seine Bedeutung, die verdolmetscht heißt: Er - Heiliger - Schöpfer, - Vater des Lebens - 
Ewiger - Gott! 



6 

(1) Da kam einer der Großengel,die kraft ihres Geistes Gott Dem Herrn am nächsten stehen, und 
sprach: 

Jovian komm mit mir und sieh! 

(2) Und er führte mich in eine der größten Welten des himmlischen Reiches, wo einige andere 
Seinesgleichen versammelt waren, in ein großes Buch Namen der Kinder Gottes schrieben, und da ich 
ihn fragend ansah, sprach er: 

Das ist das Buch des Lebens, und gleiche Bücher mit, Namen der Engel Gottes werden in jeder Welt 
Seines Reiches angelegt, was zu tun uns von Ihm auf-getragen ward für uns alle. 

(3) Und da er meine Verwunderung darüber und über das mir Gesagte sah, sprach er: 
Weil keiner von .uns übersehen kann, was in allen Welten des Reiches Gottes geschieht, deshalb 
wirken in jeder einzelnen jene von uns, die .sich die bestimmte Welt dazu gewählt haben, und' wie so 
manche unter uns es nicht gemerkt haben, daß ein Geschehen im Anzüge ist, welches uns 
vollkommen unbekannte und uns völlig fremde Folgen nach sich ziehen wird, so ist es auch dir im 
Schauen des Lebens und Schaffens der Kinder Gottes entgangen. 

(4) Da wir nun aber, von Gott Selbst darauf auf-merksam gemacht, auch weitere Weisungen und 
Belehrungen von Ihm empfangen haben, wissen wir so manches darüber, wenn wir uns es auch nicht 
recht erklären können, da „uns alles das, wie ich dir schon gesagt habe, völlig unbegreiflich, 
unbekannt und fremd ist. Komm aber mit und sieh selbst! 



219 



(5) Und alsbald stand er mit mir auf einem Berge einer der äußersten Wel-ten des himmlischen 
Reiches, und da wies er mit seiner Hand eine Richtung in die Leere der Fernen. 

(6) Ich sah hin, aber eine Weile konnte ich nichts anderes als eben nur die Leere schauen; dann aber 
sah ich in einer schier unendliche Ferne etwas wie eine kleine, finstere Wolke, aus der es wie ein 
dunkler und schwefelgelber Rauch hervorkam und schon sah ich auch ein Zahl der Kinder Gottes, wie 
sie in kleinen und größeren Gruppe in derselben Richtung teils hinziehen, teils aber auch zurückkehren 
und erstaunt, aber auch sehr erschrocken zugleich merkte ich, da keines von ihnen mehr ein reines (!) 
Kind Gottes war. 

(7) Da nahm mich der Großengel bei der Hand und wies ringsherum au andere Berge und in die 
zwischen ihnen liegenden Taler, und da sä ich große Scharen der Kinder Gottes versammelt, aus jeder 
Welt Seines Reiches je eine kleine Schar, und bald erkannte ich, daß sie von dort geholt werden, denn 
schon sah ich, wie einige mit neuen kleinen Gruppen ankamen und, mit den Händen in die Richtung 
des zuvor von mir Geschauten weisend, eindringlich auf sie einsprachen; und ich konnte mir alles das 
nicht deuten. 

(8) Der bei mir Stehende ergriff mich, wandte mich wieder in di Richtung des fernen Geschehens hin, 
und da sah ich einen he r streben in dem ich trotz seines schwer veränderten Aussehens einen jene 
Großengel erkannte, die kraft ihres durchdringend großen Geistes und der Kräfte in seiner Strahlung 
Gott am nächsten stehen. 

(9) Um ihn herum und ihm nachstrebend kam eine Schar wie zusammengerottet, und als er an der 
Grenze des Lichtes der Welten des Reiche Gottes angelangt war, blieb er mit der Schar dort stehen; 
ich aber konnte nicht erkennen, ob er selbst nicht weiter will oder ob e nicht weiter kann; da aber hob 
er dort seine Hände so, wie er es Gott Den Herr unzählige mal tun gesehen hatte, tat seinen Mund auf 
und mit weithin schallender Stimme, die auch zu den Scharen der auf den Bergen und in den Tälern 
Versammelten drang, rief er: 

(10) Ihr seid die Meinen! und meine Kraft ist mit euch! Ihr sollt eine neue, meine Schöpfung sehen, 
bewohnen und ein anderes Leben in einem ändern Schaffen leben! 

(11) Wie zum Sterben erschrocken hielt ich mich an dem bei mir Stehende fest, denn mit Entsetzen 
sah ich die Schar um ihn die Hände erheben und, erschauernd wie im Fieber, hörte ich sie zu ihm 
rufen: Ja - .A ve! - Ja - A ve! - Ja - navim Rah! Der Heilige! Der Heilige! Der neue Schöpfer! 

(12) Und da derselbe Ruf auch aus dem Munde vieler der auf den Bergen unl in den Tälern ringsrum 
Versammelten erscholl, sprach der Großengel voll Trauer: Komm! 

(13) Und alsbald stand er mit mir in der großen Welt, in der er mich zuvor das Buch des Lebens 
schauen hat lassen; dort besprach er mit vielen Seinesgleichen das eben gesehene Geschehen vor 
vielen Versammelten Scharen, und als o gleich wurden viele in die Welten ringsum gesandt, um alle 
Kinder Gottes vor dem Großtuer und Großsprecher wie auch vor den Seinen zu warnen und die 
Warnung in alle Welten des Reiches Gottes eilends zu tragen. 

(14) Auch ich habe vorher schon in den Welten des himmlischen Rei-ches unter den Engeln Gottes da 
und dort eine Bewegung bemerkt, die anders war und in ihrem Schaffen anders wirkte als zuvor, habe 
ihr aber angesichts des sonst allgemein herrschenden seligen Friedens keinerlei Bedeutung 
beigemessen; nun aber fühlte und wußte ich, daß dieser heilige Friede schwer gefährdet war, und 
wieder allein stehend, zitterte ich, in mir selbst nachdenkend, was da werden wird. 

(15) Im Nachdenken sah ich plötzlich auf, denn im Lichte mitten am Firma mente erschien Gott Der 
Herr im heiligsten Wesen Seiner Kraft, und schon sammelten sich, von allen Welten Seines Reiches 
kommend, die Scharen der Großengel um Ihn; und da sie versammelt waren, sprach Er: 

(16) Alle Meine Kinder, die Ich Meine Engel nenne, hören Mein Wort, und die es hören und weiter wie 
bisher betätigen wollen, werden es auch weiter zeigen, daß sie Mein sind, Meine Kinder, Meine Engel 
und daß Mein Leben und Mein Reich ihr Eigentum ist von und aus Mir und durch Mich. 



220 



(17) Nach Verlauf vieler Äonen von Zeiten eines selig-friedlichen Lebens und Schaffens hat nun einer 
der Mir kraft ihres Geistes am nächsten stehen-den Engel, einer, der Mir nicht mehr nahe stehen will, 
sondern Mein Widersacher zu werden gedenkt, ein Schaffen außerhalb der Welten Meines doch auch 
für ihn von Mir geschaffenen Reiches begonnen, ein Schaffen, welches gegen alle Meine Schöpfung 
gerichtet ist und daher auch gegen die Meinen, gegen euch alle. 

(18) Durch die Kenntnis seines Könnens hochmütig und überheblich geworden, sucht er sich nicht 
allein über alle jene zu erheben, deren Kräfte und Können seine Kraft und sein Können hundertfach 
übertreffen, sondern auch über Mich, der Ich doch auch ihm das Leben von und aus Meiner eigenen 
Lebenskraft gegeben habe; er redet große Worte seinem Können, seiner Kraft, seinem Wollen und 
seinem Schaffenswillen, be-trügt aber damit sich selbst und alle, die seinem großen Worte Gehör und 
Glauben schenken. 

(19) Meine Kinder, als Meine Engel, kennen die seelische und geistige Finsternis der Lüge, der Bosheit 
und auch des Irrtums nicht, und daher kann ihnen weder das noch die Folgen alles dessen so erklärt 
werden, daß sie es erfassen und verstehen könnten; es kann ihnen allein nur die Seligkeit und der 
Friede ihres bisherigen, seit Äonen von Zeiten währenden Lebens und Schaffens vor Augen gehalten 
werden mit dem Hinweise darauf, daß es für alle das Höchsterreichbare ist, in dem sie, weiter im 
seligen Frieden schaffend, verharren sollen. 

(20) Ihr da bei Mir seid großen Geistes, und ihr wisset, daß Ich Selbst und ihr Mir nach, jenem von Mir 
und von euch immer mehr sich abwendenden Engel zugeredet und ihm alle Erklärung gegeben habe, 
wohin ein solches Schaffen, welches er bereits unternommen hat, ihn selbst, wie auch alle jene 
unabwendbar fuhren wird, die ihm folgen und an einem solchen seinem Schaffen werktätig 
teilnehmen. 

(21) Ich habe ihm gesagt, daß er durch sein Schaffen, welches das gerade Gegenteil Meines 
Schaffens ist, und wel-ches in den Welten Meines reiches nie-mand aufzurichten vermag, sich selbst 
verwerfen und zu einem Schadain (Satan) [1] werden wird, so er nicht Einkehr in sich selbst halten 
und sein begonnenes Schaffen aufgeben wird. 

(22) Noch hat er sich nicht gänzlich verworfen, noch ist er nicht der Schadain, der sich selbst 
Vorwerfende, noch fehlt viel dazu, aber schon ist er so weit gelangt, daß er das Licht Meines Wesens 
und Geistes, wie auch das Licht der Welten Meines Reiches als ihn bedrängend empfindet; schon hat 
er durch Annahme des von ihm außerhalb Meines Reiches Gefundenen viel von seinem gehabten 
himmlischen Leibe verloren und kommt deshalb in keine der Welten Meines Teiches her, weil er fühlt, 
daß ihn der Boden da nicht mehr trägt. 

(23) Schon läßt er sich von jenen Meinen Kindern, die an seinen Großsprechereien Gefallen finden, 
sein Schaffen bewundern und die sich gleich ihm von Mir und von euch immer mehr abwenden: Ja - 
Ave! Ja - Ave! [2] zurufen, was weiter nichts zu bedeuten hätte, würde er diese Anpreisung einer 
Heilig-keit auch in euch und in allen Meinen Engeln sehen wollen, denn ihr alle seid geheiligt durch 
Mich! 

(24) Nun er sich aber vor den von ihm Betörten den Anschein gibt, als gebühre dieser Ruf sonst 
niemand als ihm allein, verleugnet er Mich, Meine Schöpfung, euch alle, Mein Reich, und weil er es 
trotz seines eigenen besseren Wissens tut, ist er zum Lügner und Heuchler geworden und hat damit in 
sich selbst Kräfte geschaffen, Eigenschaften, die unter allen euch fremden und unbekannten, weil 
finsteren und niedrigen Eigenschaften der Seele und des Geister, die finsterste und niedrigsten sind. 

(25) Noch aber könnte er guten Willens wieder derselbe werden, der er mit und neben euch, mit und 
neben Mir und euch Äonen von Zeiten hindurch gewesen ist; noch könnte er kommen, denn Ich 
Selbst würde und will ihm holten, er aber will Meine Hilfe nicht und sein freier Wille bleibt ihm 
ewiglich wie euch allen. 

(26) Und weil er nicht zu Mir kommen will, zum ewigen Zeugnis und zur Erkenntnis sage Ich euch, will 
Ich mit euch zu ihm gehen und mit ihm nochmals sprechen! 



221 



(27) Und siehe, alsbald stand Er mit der Schar der Großengel an jenem Berge, von dem aus mir einer 
der Seinen das Schaffen des von Gott sich Ab gewendete n und seiner Schar zuvor sehen hat lassen. 

(28) Große Scharen der Kinder Gottes aus allen Welten Seines himmlischen Reiches sah ich kommen, 
und es schien wie ein ungeheurer Aufruhr zu sein in den unübersehbaren und unzählbaren Scharen, 
obwohl noch größere in ihren Welten, weiter friedlich schaffend, gelb lieben sind, als wüßten sie von 
alledem nichts. 

(29) Und siehe, da sah ich den von Gott und von den Seinen sich abwendenden finsteren Schöpfer 
des unerhört Neuen, und er stand mit seiner Schar dort, wo ich ihn das erstemal an der Grenze des 
Lichtes des himmlischen Reiches stehen gesehen habe; allein war die Schar der Seinen viel, viel 
zahlreicher als zuvor dort, wie auch die Schar Ihresgleichen, die noch in den Tälern und auf den 
Bergen ringsum versammelt waren und zu ihm zu stoßen bereit waren. 

(30) Nun aber hob Gott Der Herr Seine Hände und, hinschauend, sprach Er zu dem finster blickenden 
Schöpfer des unerhört Neuen: 

Wie alles, was einst vor den von Mir geschaffenen Anfange bloß als seelischer und geistiger Same da 
war und nun in Meinem dafür geschaffenen reiche lebt und wirkt, das Leben von und aus Mir 
empfangen hat, so doch auch du, der du weißt, daß du Mein Leben in dir trägst! 

(31) Da aber verfinsterte sich das Antlitz des so Angesprochenen noch mehr und, ohne Gott Den 
Herrn anzusehen, sondern halb wie zu den Seinen gewendet, sprach er: 

Das eben weiß ich nicht, sondern das weiß ich, daß ich ewiglich lebe und keiner von uns allen kann 
sich eines Anfanges erinnern, sondern dessen, daß wir sind und leben. 

(32) Und da er das aussprach, riefen die ihm nahe Stehenden: Ja - A ve! Ja - A ve! 

(33) Nun aber sprach Gott Der Herr: 

Du bist verloren und die Deinen mit dir! Ich bin gekommen, dich zur Einkehr zu bewegen und dich, 
wie alle diese Deinen, zu retten, die du ins Verderben führst, wie dich selbst. 

(34) In Ewigkeit sah Ich dieses Geschehen und weiß, daß ein jedes Meiner Worte an dich umsonst 
gesprochen ist, aber Ich tue es zum ewigen Zeugnis allen den Meinen, die bisher nicht gewußt haben, 
was Lüge und Bosheit ist, diese aber jetzt in und aus dir gezeugt sehen und hören; Ich habe dir 
gesagt, daß du dich selbst verwerfen, ein Schadain, der sich selbst Verwerfende, werden wirst! „ Nun 
bist du aber schon so weit gelangt und bist samt diesen Deinen verloren! 

(35) Der böse und finster gewordene Widersacher, immer noch halb zu de Seinen gewendet, verzerrte 
sein Antlitz wie zum Lachen und so höhnisch wie grimmig sprach er: 

Niemand ist verloren, der mit dieser Schöpfung, mit diesem Leben und mit diesem Schaffen nicht 
zufrieden ist und mit mir geht, der ich anderes zu schaffen weiß und ein eigenes Reich schaffe, in dem 
ich mit den Meinen etwas ganz anderes noch schaffen und ganz anders leben werde, als in dieser 
unvollkommenen Schöpfung, die ein Schaffen, wie ich es will, unmöglich macht! 

(36) Und da er also sprach, rief seine Schar mit erhobenen Händen ihm aufs neue zu: Ja - A ve! Ja - 
navim - Rah! 

(37) Gott Der Herr aber sprach: 

Die Welten Meines für alles Seelisch-Geistige und durch Mich Lebendige geschaffenen Reiches geben 
dem kleinsten wie auch dem größten Geiste unter Meinen Engeln die Mittel, alles schaffen zu können, 
was rein, gut und erhaben ist, ihm und allen ändern Freude macht, die Seligkeit des Friedens in allen 
und in jedem immer aufs neue belebt und lebendig erhält. 

(38) Weder der kleinste noch der größte Geist wird die unendlich vielen Arten dieses Schaffens jemals 
erschöpfen können; und also in Meinem, wie auch im Lichte der Welten und aller Dinge Meines 
Reiches seit dem Anfange, Äonen von Zeiten hindurch, schaffend, kennen Meine Engel keine 
Finsternis der Lüge und der Bosheit, keine Bedrängnis, kein Leid und Schmerz, keine Überheblichkeit, 
keinen Hochmut, keine Heuchelei und nichts von dem, was auch Mir unendlich fremd ist und Mir 
unendlich ferne steht, obwohl Ich von Ewigkeit weiß, daß alles das samt aller Frucht in und aus jenem 



222 



gezeitigt und ins Leben, gerufen werden wird, der nun dort steht und trotz seines eigenen besseren 
Wissens offen vor den Seinen, die er bereits wie sich selbst verdor-ben hat, leugnet, auch sein Leben 
von Mir empfangen zu haben. 

(39) Zum ewigen Zeugnis aber ihm und seiner Schar wie auch allen meinen Engeln rufe Ich ihm 
nochmals zu: 

Nicht Ich schicke dich fort, nicht Ich dränge dich aus den Welten Meines Reiches, sondern,allein dein 
Wille, dein Trachten und dein Entschluß, von den Deinen Gott genannt zu werden, wie Ich von Meinen 
Engeln, deren einer auch du so lange gewesen bist, der du dich aber nun in Lüge und Bosheit wider 
Mich, wider die Meinen und wider Mein Reich wendest. 

(40) Du bauest auf die dir eigenen Kräfte, aber du überschätzt dich und sie unendlich und wirst von 
deinem eigenen Schaffen sehr, sehr enttäuscht werden, was dich und die Deinen immer tiefer sinken 
und auf immer verwerflichere Mittel sinnen lassen wird, um euch zu behaupten und bestehen zu 
können, aber die Frucht alles dessen wird keine andere sein als eigene Bedrängnis, unstillbarer Haß 
gegen alle und alles, was Mein ist, und ein Leben voll des Unfriedens, der Finsternis, des Unheiles und 
der Qual. 

(41) Siehe! Unter diesen Meinen, zu denen du selbst dich Äonen von Zeiten zählen hast können, sind 
es viele und sehr viele, denen jene Kräfte, auf die du alles setzt, in hundert- und aberhundertfachem 
Maße mehr eigen sind und doch bleiben sie angesichts Meiner Kraft bei Mir, Der ewigen Wahrheit, 
Dem wahren Lichte und Dem wahren ewigen Leben, du aber bist in Der Wahrheit nicht bestanden! 

(42) Da wandte sich der Verführer der Kinder Gottes, der Schadain - Satan vollends zu den Seinen 
und schrie: 
Hört mich allein! Er allein will Gott genannt und angebetet werden und spricht nur aus Neid, weil er 
weiß, daß er und keiner der Seinen nie das schaffen kann, was ich schaffe und noch schaffen werde; 
daher bin ich der Schöpfer des unerhört Neuen, und ich werde mit euch ein Reich schaffen, das nicht 
seinesgleichen findet, und ihr werdet zu mir nicht nur der Heilige, der neue Schöpfer, sondern Gott 
sagen! 

(43) Ich habe euch an euerem Geiste unter allen den Bewohnern dieses Reiches erkannt und deshalb 
auch erwählt, daß. ihr die Meinen seid und ich euer Gott! 

(44) Und da er also sprach, wandte er sich auch zu jenen, die nicht bei ihm an der Grenze des Lichtes 
des Reiches Gottes, sondern auf den Bergen und in den Tälern jener Welt standen, wie ich, das 
erstemal von dem Engel hingebracht, sie dort stehen gesehen habe und die jetzt noch zahlreicher 
waren. 



7 

(1) Die Schar aber, welche bei ihm stand, erhob die Hände und schrie den noch in der Welt des 
Reiches Gottes stehenden Scharen Ihresgleichen zu: Ja - A ve! Ja - navin Rah! Ja - nos - Amen! 

(2) Und in denselben Ruf fiel schreiend auch die Schar der in der Welt des Lichtes noch Stehenden 
ein, die sich erhoben, um sich mit der Schar zu vereinigen, die schon um den Schadain stand; viele 
aber ergriffen dabei andere, die nicht zu ihnen gehörten, und suchten, diese gewaltsam mitzuziehen; 
aber schon standen viele der Großengel dabei, hoben ihre Hände, und die Ergriffenen loslassend, 
fuhren die Gewalttätigen, wie sich überstürzend, zu der Schar dessen, dem sie: der Heilige, der neue 
Schöpfer und unser Gott zugeschrieen haben. 

(3) Nun wendete sich dieser nochmals den Welten des Reiches Gottes zu, erhob seine zu Fäusten 
geballten Hände drohend, und aus seinen Munde drang ein nie zuvor gehörtes, den Kindern Gottes 
fremdes und unverständliches Wort: „Anutem", das heißt: Verflucht! Und sich wieder abwendend, 
wies er mit der Hand in jene tiefen Fernen, wo es wie eine finstere Wolke stand, aus der es wie 
schwefel färben rauchte, und an der Spitze seiner Scharen zog er mit diesen dahin. 



223 



(4) Und es war so anzusehen, als zöge ein riesiger Drache mit un-zähligen, wie Schlangen sich 
ringelnden und schnellenden, ungeheuren Gliedern dahin, wie Krakenglieder, die nach Beute au s 
greifen und wie eine unzähligköpfige Hydra, die wie ausgehungert sucht und irgendwelche gefundene, 
den Kindern Gottes unbekannte und fremde Dinge gierig verschlingt. 

(5) Wie in einem lähmenden Entsetzen sahen unzählige Scharen der Kinder Gottes dem Zuge nach, 
viele aber unter ihnen mit größerer oder kleinerer Neugierde, die allermeisten aber wandten sich 
alsbald Gott Dem Herrn zu, Der in heiliger Ruhe dastand, aber mit einem unbeschreiblich tiefen 
Schmerz und unsagbar tiefer Trauer in Seinem heiligsten Angesicht. 

(6) Da trat der von allen ändern Ihm am nächsten stehende Großengel, dessen Antlitz mir sehr, sehr 
bekannt vorkam, zu Ihm und, seine Knie beugend, ergriff er Seine Hand und drückte sie im Schmerz 
wortlos aufsein Angesicht; auch ein anderer der Großengel tat dasselbe, sah aber alsbald zu Ihm auf 
und sprach: 

(7) Herr! Vater alles Lebens, unser, Gott! Du bist kraft Deines heiligen Geistes allwissend; also hast Du 
den böse gewordenen Widersacher und Lügner wie auch alle die sein Gewordenen gekannt und 
gewußt, was sie im Laufe der von Dir für uns geschaffenen Zeiten werden; nun bitten wir Dich, 
angesichts aller dieser Deiner Kinder uns zu sagen: 

(8) Wäre es nicht möglich gewesen, daß Du ihn, oder auch sie alle, so gelassen hättest, wie sie vor 
dem von Dir für uns geschaffenen Anfange, als bloßer seelischer und geistiger Same, leblos gewesen 
sind? Hättest Du sie nicht dort lassen können, wo sie waren und wie sie waren? Wäre dadurch Dir, 
Herr, uns allen und ihnen selbst dieses, traurige Geschehen nicht erspart geblieben? 

(9) Gott Der Herr aber sprach: 

So großen und so durchdringenden Geistes ihr seid, und so viele Äonen von Zeiten ihr mit Mir nun 
lebet, fasset ihr noch vieles nicht und werdet es erst dann erfassen, so alles geschehen sein wird, was 
zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis Meiner, alles erkenntnisfähigen Geistes wegen, 
geschehen wird müssen. 

(10) Wohl hätte Ich diesen zum Satan Gewordenen samt allen den Seinen so lassen können, wie er 
und sie vor dem Anfange waren; da sie aber als seelischer und geistiger Same da waren, sind sie 
wesentlich so dagewesen, und gerade euch allen wäre und könnte es auf die Dauer nicht verborgen 
bleiben, daß sie da sind, und alsbald würdet ihr alle mit der Frage an Mich herantreten, warum, 
weshalb und wieso dieser Same, in dem ihr untrüglich das unentwickelte Bild eueres eigenen 
seelischen und geistigen Wesens erkennt, so geblieben ist. 

(11) Wie er mit den Seinen, seid auch ihr nicht an die Welten Meines Reiches gebunden; und da auch 
euere Ausschau weit über die Lichtgrenze Meines Reiches in die Unendlichkeit reicht, würde euch ihr 
Sein auch als bloßer Same nicht für immer verborgen bleiben können -und saget .mir selbst, was für 
eine Antwort Ich euch auf, euere Frage, warum Ich jene vom Leben ausgeschlossen, hätte jemals 
geben können, die ihr auch, jetzt doch nur den Beginn, den Anfang und den Ausbruch der Lüge und 
der Bosheit sehet und höret, ihr Wesen, ihre Kraft, .Frucht und die Folgen aber auch weiter nicht 
kennet, da ihr an sich guten Willens und voll Meines Friedens seid in Meinem Geiste. 

(12) Ich hätte euch erklären müssen, warum Ich jene ausgeschlossen hätte, hätte zu euch von der 
Finsternis der Seele und des Geistes sprechen müssen, von Lüge, Bosheit, Haß, Neid, Überheblichkeit, 
Hoffart, Verführung, Versuchung, Rachsucht, Vernichtungsgier und desgleichen euch Fernen, 
Unbekannten und Fremden, das ihr jetzt von Mir in Worten genannt höret, aber auch jetzt' noch kein 
Verständnis für ihre Bedeutung aufbringet, obwohl ihr den Ausbruch der Lüge und der Bosheit' in und 
an ihrem Schöpfer gesehen und gehört habt. 

(13) Leider wird es aber bei dem allein nicht bleiben; und erst alles das nacheinanderfolgende 
Geschehen wird euch mit der Zeit so aufklären, daß ihr Mich nicht fragen müssen werdet; ihr wisset 
anjetzt, daß Ich Die ewige Wahrheit, Das wahre Licht, Das wahre ewige Leben, und in diesen die Güte 
und Liebe bin, denn ihr fühlet alles das in der Seele; sage Ich euch aber, daß Ich auch Die 
unwandelbar-unveränderlich gleiche Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung bin, 



224 



höret ihr diesen Worten verständnislos zu, weil euch das Gegenteilige unbekannt und fremd ist, mag 
auch eine Ahnung dessen in euch angesichts des so überaus traurigen Geschehens aufsteigen. 

(14) Alles aber wird euch das weitere Geschehen besser als Worte erklären; nun aber gehet in die 
Welten Meines Reiches und zählet jene gegen Mich sich Gewendeten, deren Namen im Buche des 
Lebens gestrichen sind, und redet jenen Meinen Engeln zu, die wohl noch Mein sind, aber von einer 
Neugierde ergriffen dem nachsinnen, von dem sie gehört haben und untereinander weitertragen, daß 
er das schaffen wird, was Ich niemals schaffen kann, und worin er recht hat, denn, ein Reich des 
Pfuhles höllischer Finsternis kann Ich nicht schaffen, da Ich allein die Seligkeit des Friedens im wahren 
ewigen Leben allen Meinen in Meinem himmlischen Reiche schaffe. 

(15) Und alsbald stand Er wieder mitten auf dem Firmamen te der Welten Seines Reiches, die beiden 
zuvor Seine Hände haltenden Großengel, einen zu Seiner Rechten, den ändern zu Seiner Linken, im 
Lichte Seines heiligsten Wesens und Geistes alles Licht Seines Reiches überstrahlend, und Sein Wort 
durchdrang alle die Welten, als Er, Seinen Mund auftuend, sprach: Mein Friede sei in euch! 

(16) Ich, Jovian, lag aber zusammengesunken und wie im Fieber an der Stelle, von wo aus mich der 
Engel das erstemal zuvor das Schaffen des Satans sehen hat lassen; da berührte mich eine Hand und. 
als ich aufsah, sah ich denselben Engel, der mich bei der Hand nahm, und sprach: 

(17) Komm, damit du die Zahl jener erfährst, die sich gegen Gott Den Herrn empört und mit dem 
Schadain ins Verderben gegangen sind. 

(18) Noch wissen wir die Bedeutung des Wortes „Verderben" nicht voll zu deuten, fühlen aber im 
Erschauern, daß es das Gegenteil unseres Lebens und Schaffens sein muß und irgendwie auch gegen 
uns selbst gerichtet ist; groß, sehr groß ist die Zahl der Verdorbenen, deren Namen in den Büchern 
des Lebens- gestrichen gefunden wurden, sie sind gezählt worden, dieweil du von Leid wie in 
Ohnmacht warst, doch aber ist jetzt schon erkannt worden, daß auf viel, viel mehr als auf 
dreißigtausend der Kinder Gottes bei weitem nicht eines derer kommt, die mit dem Verderber 
gegangen sind. 

(19) Und da wir in die größte der Welten kamen, sah ich viele bei den aus allen ändern Welten 
hingebrachten Büchern, und alsbald hörte ich die Zahl derer, die ins Verderben gegangen sind, und es 
waren ihrer aus hundertvierundvierzigtausend Welten, je hundertvier und vierzigtausend und die 
Gesamtzahl noch tausendfach vergrößert durch die ungleichen Zahlen, derer aus den ändern Welten 
des himmlischen Reiches; die es gezählt haben, sprachen die Zahl in Worten aus, als eine Gesamtzahl, 
die ich mir aber nicht merken konnte. 

(20) Allein aber das habe ich gehört, daß trotz dieser ungeheueren Zahl die Zahl der im himmlischen 
Reiche Gottes Verbliebenen noch weit, weitaus größer als eine dreißigtausendfache, ist, denn so in 
vielen Welten des Reiches Gottes auf mehr als dreißigtausend der dort Geblichenen einer kam, der mit 
dem Satan gegangen ist, wurde in vielen ändern Welten ein solcher auf vierzigtausend, und in wieder 
ändern auch auf fünfzigtausend Gebliebene gezählt. Und ich freute mich, daß die Zahl der im Reiche 
Gottes Gebliebenen in den mir gesagten Worten schier unaussprechlich ist, denn auch sie ist mir 
gesagt worden; ich aber hatte besseren Sinn dafür, sie mir in meiner eigenen Zählweise vorzustellen, 
und nun dachte ich, daß nach dem Auszuge des Satans mit den von ihm verdorbenen Engeln der 
Friede und die Seligkeit aller Kinder Gottes wieder so ungestört sein wird wie Äonen von Zeiten 
hindurch zuvor. 

(21) Bald aber merkte ich, daß dem anders, ganz anders, war, denn immer neue Scharen standen auf 
mit Fragen an die Engel größeren und großen Geistes, warum und aus welchem Grunde sie das 
Schaffen des Schöpfers des unerhört Neuen nicht sehen und nicht auch hingehen sollten, warum 
dasselbe nicht auch in den Welten des Reiches Gottes geschaffen wird; die Neugier vieler wurde 
immer großer, und schon erhoben sich da und dort Stimmen, dieser Empörung des Satans und der 
Seinen wider Gott ihr Wort sprachen mit den Fragen, was für eine neue Weise es sei, die einen 
großen und mächtigen Geist an einem neuen, großen Schaffen hindern will, und schon sammelten 
sich Scharen in und um jene Welt des himmlischen Reiches, von wo sie eine kleine Zeit zuvor den 
Reden des Satans zugehört und den Auszug des großen Drachen gesehen hatten. 



225 



(22) Sie hielten Ausschau nach der früher gesehenen finsteren Wolke, sahen sie aber nicht; allein es 
schien ihnen, als wurde durch die Leere der Unendlichkeit ein Schatten von dort bis an die Grenze des 
Lichtes des Reiches Gottes sich hinziehen, und schon riefen einige: 
Sehet, schauet, ist das nicht etwa der Weg, den der Schöpfer des neuen Reiches mit den Seinen also 
gekennzeichnet hat für uns? 

(23) Und als das ausgesprochen ward,, erhoben sich viele, um die Welt des Reiches Gottes in dieser 
Richtung zu verlassen, und immer neue Scharen kamen hinzu, wie in einem Aufruhr schreiend, ein 
jeglicher etwas anderes redend und viele wie sinnlos hin und her strebend. 

(24) Viele andere aber; wiesen mit ihren Händen die Richtung zur Mitte des himmlischen 
Firmamentes, wo Gott Der Herr im alles überstrahlenden Lichte Seines heiligsten Wesens und Geistes 
inmitten der Scharen Seiner Großengel stand, mit ihnen redend, und da ward es für eine Weile unter 
den aufgeregten Scharen stiller. 

(25) Dann sah ich, wie Gott Der Herr Seine Hände wie zum Segnen über die vor Ihm in die Knie 
gesunkenen Engel erhob, und als sie sich wieder aufgerichtet hatten, wendeten sie ihr Angesicht in 
alle Richtungen der Welten des himmlischen Reiches, und wie aus einem Munde erklang ihr Ruf des 
Lobes zu Gott, der von den Kindern Gottes in allen Welten. Seines Reiches wiederholt wurde und zu 
Ihm hinklang. 

(26) Allein unter den versammelten Scharen des stiller gewordenen Aufruhrs gab es viele, die den Ruf 
des Lobes Gottes nicht mehr mitsprachen, ja sogar untereinander und die ändern fragten, ob der 
Lobruf nicht etwa oder mehr noch dem gelten solle, der Größeres zu Schaffen versprach, als es das 
Himmelreich sei, und schon wuchs wieder die Unruhe; viele gebärdeten sich wie unsinnig und es ward 
der Aufruhr groß, als die erste große Schar sich erhob und zur Grenze des Lichtes dos Reiches Gottes 
eilends zu streben begann, von großen Mengen allerlei Arten der an sie gewöhnten Tiere gefolgt. 

(27) Da traten dieser Schar einige Großengel und andere Kinder Gottes, die in ihrer Seele und in 
ihrem Geiste rein geblieben sind, entgegen und suchten sie durch gütiges Zureden, durch Hinweise 
auf die gehabte Seligkeit des Friedens, Lebens und Schaffens im Reiche Gottes, wie auch durch 
Hinweise darauf zur Einkehr und Umkehr zu bewegen, daß .keiner weiß und keiner wissen kann, was 
seiner außerhalb des himmlischen Reiches, in der weltenlosen Leere der Unendlichkeit warte. 

(28) Schon hatte es den Anschein, als würden viele in sich gehen und umkehren, was aber alsbald 
durch das Geschrei vieler Ungebärdigen vereitelt wurde, die den ändern zuschrien: 
Wir bleiben nicht in der weltenlosen Leere, sondern ziehen in das Reich des neuen großen Schöpfers; 
und sollte es dort nicht so sein, wie er geredet hat, ziehen wir wieder in unser Himmelreich zurück! 

(29) Das Zureden der Großengel und ihre Hinweise darauf, daß eine Rückkehr des unrein gewordenen 
Geistes und der unrein gewordenen Seele in das Reich Gottes unmöglich werden wird, rief in den 
Ungebärdigsten eine Bosheit hervor, die sie wie Irrsinnige reden und herumfahren ließ, und da die 
Schar unaufhaltsam weiter strebte, gaben die Rettungswilligen ihr Bemühen auf, nicht wenige von 
ihnen zogen aber weinend und weiter mahnend mit. 

(30) Und schon sahen die ändern der Retter, die zurückkehren wollten, eine zweite große Schar, der 
sich gleichfalls viele Reingebliebe in den Weg stellten mit demselben Bestreben, sie zur Einkehr und 
Umkehr zu bewegen, jedoch aber auch ohne Erfolg, und das wiederholte sich eine mir schier 
unendlich lang scheinende Zeit hindurch. 



8 

(1) Immer neue Scharen aus allen Welten des Reiches Gottes sammelten sich in und um jene Welt, 
von der aus erst der Auszug des Satans mit den Seinen stattfand und von wo aus ihm nun auch die 
ersten Scharen der durch seine Großsprechereien verdorbenen Kinder Gottes folgten. 



226 



(2) Schar auf Schar zog ihn nach, sodaß ich wähnte, kein Ende dieses so traurigen und furchtbaren 
Geschehens erschauen zu können, und wieder war es mir, als sehe ich alles das wie im schweren 
Fieber. 

(3) Gedanken stiegen in mir auf: Was wird aus allen diesen Unzähligen werden? Was aber wird auch 
aus allen jenen werden, die reiner Seele und reinen Geistes Kinder Gottes geblieben und nur zur 
Rettung der ändern mitziehen? 

(4) Unter diesen habe ich aber auch einige gesehen, die durch Ungebärdigkeit und Bosheit der 
Schreier, die sich wie zu Führern der ändern aufwarten, so aufgebracht wurden, daß sie, der 
Kindschaft Gottes vergessend, jene mit Gewalt ergriffen, aber das Nutzlose eines solchen ihres 
Vorgehens einsehend, dann auch mitgezogen sind voll Reue übersieh selbst und voll des Mitleides mit 
den. halsstarrigen Irrenden, und Verdorbenen. 

(5) Endlich, endlich hörten die Ansammlungen in jener Welt des Reiches Gottes auf, von der aus sie 
gezogen sind, und da stand jener Engel wieder bei mir, der mich zuvor zu jenen geführt hat, denen 
das Buch des Lebens in jeder der Welten des himmlischen Reiches zu führen obliegt, und sprach zu 
mir: 

(6) Die Schar, die du dort noch siehst, ist die letzte derer, die aus gezogen sind, und wir wissen es 
von Gott Dem Herrn, daß keine einzige der aus Seinem Reiche aus gezogene n Seelen den Pfuhl 
höllischer Finsternis erreichen wird, den der Satan mit den Seinen in den Fernen der Unendlichkeit, 
weit, weitab von da schafft; sie werden, dieses Schaffen in den Fernen zwar schauen, bevor sie aber 
weiterkommen, werden sie unter Verlust ihres himmlischen Leibes und Lichtes sterben, das heißt das 
Bewußtsein verlieren und in tiefer Ohnmacht, die bei den allermeisten auch völliges Vergessen alles 
Geschehenen nach sich ziehen wird, wieder zu ähnlichem seelischen und geistigen Samen werden, 
wie wir es alle vor dem für uns von Gott geschaffenen Anfange gewesen sind. 

(7) Allein aber wird all der Same nicht leblos, wie er vor dem Anfange war, sondern das einmal von. 
und aus Gott empfangene Leben bleibt ihm eigen, und Gott Der Herr wird allen diesen Samen zum 
Bewußtsein des eigenen Lebens und Seins durch die Kräfte jener Welt erwecken, die Er dafür schaffen 
wird und wohin nach und nach all der seelische, geistige und lebendige Same gelangen wird, um dort 
durch den Aufbau eines ändern eigenen Leibes selbst, auch in und mit diesem entwickelt, einmal 
durchzugehen. 

(8) Noch ist die letzte Schar der Ausziehenden in Sicht und schon ist Gott Der Herr daran, dafür zu 
sorgen, eine Welt zu schaffen, die dem verdorbenen Wesen der Seele und des Geistes der von Ihm 
sich abgewendeten und dem Lügengroßsprecher nachstrebenden Kinder entspricht; es wird eine Welt 
sein, zum Großteil ein Spiegelbild Seines Reiches, und darum bin ich gekommen, dich von dieser Welt 
Seines Reiches, auf der wir da stehen und von der aus der Auszug des finsteren Widersachers mit den 
Seinen, wie hernach auch der Auszug der ihm nachstrebenden Scharen stattgefunden hat, 
hin wegzuführen, da sie nicht weiter eine Welt des Reiches Gottes sein, sondern Er aus ihr, aber auch 
aus Dingen, die nicht Seines Reiches sind, jene Welt schaffen wird, die entstehen zu lassen, Er in 
.Ewigkeit beschlossen hat, da Er allwissend alles dieses so unendlich traurige Geschehen so gekannt 
und gesehen hat, wie Er auch alles zukünftige Geschehen kennt und sieht. 

(9) Er nahm mich bei der Hand, und alsbald stand er mit mir wieder in jener großen Welt, in welcher 
die Zahl derer gezählt ward, die, des Geistes und des Trachtens des Satans, seine Teufel wurden und 
deren Namen im Buche des Lebens gestrichen sind. 

(10) Und ich sah dort wiedermals, aus allen Welten des himmlischen Reiches zusammengetragen, das 
Buch des Lebens in Büchern, und viele, welche die Namen der von Gott sich abgewendeten und auf 
dem Wege ins Verderben sich befindenden Scharen der vorher so reinen Kinder Gottes mit Zeichen 
versahen, sie zählten, und siehe, als das geschehen war, da fand es sich, daß ihre Zahl fast ein Drittel 
der Zahl jener Kinder Gottes war, die sich durch die Großtuerei und Großsprecherei des Satans und 
der Seinen nicht betören haben lassen und in Seinem Reiche geblieben sind. 

(11) Ich sah die Trauer, das Leid und den Schmerz über dieses so unsagbar traurige Geschehen dem 
Antlitze der reingebliebenen Kinder Gottes aufgedrückt, und auch mir traten bittere Tränen aus den 



227 



Augen; da aber hörte ich die wunderbare Stimme des Wortes Gottes die Welten Seines himmlischen 
Reiches durch dringen und, gleich allen ändern aufschauend, sah ich Ihn im Lichte Seiner Kraft mitten 
am Firmamente mit erhobenen Händen stehen, die Seinen segnen, sie durch Sein Wort, daß viele 
beizeiten noch zurückkehren werden, trösten, und da Er noch sprach, wich die Trauer, das Leid und 
der Schmerz aus dem Antlitze Seiner Engel; und als Er Sein Wort beendet hatte, scholl Ihm aus allen 
Welten Seines Reiches der Ruf der Anbetung entgegen: Ja - Ave -Rah - Gotodin - Deaus - Amen! 

(12) Und da ich mit zum Gebet gefalteten Händen kniend zu Ihm hinsah, hörte ich Seine Stimme in 
mir: Gehe hin zu den Scharen die aus gezogen sind und sieh, was du schreiben sollst! 

(13) Und da ich diese Seine Stimme in mir noch hörte, stand ich alsbald an der Grenze des Lichtes 
Seines Reiches, dort, wo zuvor schon, am Beginne des Auszuges der betörten Kinder Gottes, viele den 
durch die Leere der weltenlosen Unendlichkeit sich hinziehenden Schatten für den Weg ansahen, den 
der Verführer, Großtuer und Großsprecher mit seiner Schar für sie also gekennzeichnet hatte und an 
dem sie dessen unerhört neue Schöpfung erreichen sollten. 

(14) Und siehe, dort standen einige kleine Gruppen der zurückkehrenden Kinder Gottes mit Gesichtern 
voll des Schreckens und Entsetzens, weitere sah ich in kleinen Gruppen zurückkehren, und schon 
waren auch Großengel und Engel des Reiches Gottes da, um sich der Zurückgekehrten anzunehmen; 
ich aber strebte weiter, und mir ward die Kraft des Sehens, in die Unendlichkeit schauen zu können; 
was ich aber sah, erfüllte bald auch mich mit Schrecken. 

(15) Erst sah ich alles das furchtbare Geschehen in einem unendlich scheinenden, lebendigen Bilde, 
wie ein Zeichen, das so aussah, als würde ein ungeheurer, feuerroter Drache mit seinem Schwänze 
den dritten Teil vieler noch hell leuchtenden, unendlich mehr aber wie verlöschenden Sterne des 
Himmels nach sich ziehen, also gleich aber erkannte ich in ihnen jenen dritten Teil der Kinder Gottes, 
die, von Ihm sich abwendend, Sein Reich verlassen haben. 

(16) In weiter, weiter Ferne sah ich das Schaffen des Satans und der Seinen, ein Reich der Finsternis, 
das durch feuerrote und schwefelgelbe Lichter wie Blitze durchzuckt ward, und ich erkannte, daß es 
das Licht des höllischen Pfuhles ist, in welchem die Teufel, nach Weisungen ihres „Ja- Ave" schaffend, 
wie wahnsinnig hin und her schössen. 

(17) Auch sah und erkannte ich, daß dasselbe viele der Scharen, die aus dem Reiche Gottes aus 
gezogen sind, auch sehen, trotz den schier unendlichen Fernen, die sie von der Welt des Bösen und 
der Seinen trennte, und auch das sah ich, daß sie auch weiter hinstreben mochten, es aber nicht 
mehr konnten; und mich umsehend sah ich, daß auch diejenigen letzten Scharen des ganzen 
ungeheueren Zuges, die sich von der fernen Welt der Finsternis abgewendet hatten und in die 
Richtung zurückschauten, aus der sie hergelangt sind, auch nicht mehr zurück können. 

(18) Aus der leidvollen Vertiefung in das so unendlich traurige und zugleich furchtbare Bild des 
Ganzen ward ich wie herausgerissen durch eine Stimme, die zu hören war wie das Krächzen eines 
Aasvogels im Donner und Sturm, und mich umschauend, sah ich den Drachen den Satan mit einer 
Schar der Seinen an der Grenze der Finsternis seiner Welt und hörte ihn Worte der Lästerung 
krächzen wider Gott und wider Sein Reich, welches der böse Lügner und Schöpfer des Pfuhles 
höllischer Finsternis ein Scheinreich nannte, welches er zerschmettern und nach seinem Willen 
gestalten werde, um allen, die sein werden, zu zeigen, daß er der Heilige, Schöpfer, Lebendige, Ewige 
und Gott sei, dem allein die Anbetung und der Preis aller gebühre. 

(19) Da aber eine Schar Großengel, die sich vor der ersten, sozusagen die Spitze des ungeheueren 
Zuges bildenden Schar gesammelt und aufgestellt hatten, ihre Hände gegen ihn erhob und Den 
wahren ewigen Gott und Vater alles Lebens pries, wandte er sich unter gräßlichen Flüchen um und, 
wie zurückgeworfen, fiel er mit seiner Schar in den Pfuhl der von ihm und den Seinen gebauten 
Schöpfung. 

(20) Im Schauen wandte ich .mich wieder zu jenen Scharen der Mitte und des Endes des schier 
unendlichen, in die Fernen nach vorne nach rückwärts, nach den Seiten, nach oben und nach unten 
reichenden, ungeheueren Zuges, der aber nicht mehr in Bewegung der anfangs eingeschlagenen 



228 



Richtung weiter strebte, sondern in der weltenlosen Leere der Unendlichkeit zwischen der wahren 
Welt des Reiches Gottes und dem Pfuhle höllischer Finsternis stand. 

(21) Und wieder sah ich viele der Großengel unter den einzelnen Scharen und hörte so manche von 
ihnen wiedermals sprechen: 

Ihr Mitengel und Mitkinder Gottes! Sehet uns und sehet euch untereinander an! So ihr schon unserem 
Worte taub seid, sehet doch, welche Veränderung ihr jetzt schon in euerem Wesen erfahren habt und 
was euer Antlitz spiegelt! 

(22) Welche Zeiten sind schon vergangen, seitdem ihr das himmlische Reich verlassen habt, und 
seitdem ihr da zwischen dem Lichte des Reiches Gottes und der Welt des Pfuhles höllischer Finsternis 
wandelt! Noch ist es für viele Zeit, noch wird es vielen möglich sein, sich zu wenden und uns zu 
gehen! Sehet ihr nicht, wie schier unendlich ferne wir alle dem Lichte des Reiches Gottes sind? 

(23) Da aber sprachen viele, viele auch der letzten, den ungeheueren Zug wie abschließenden 
Scharen: Wir sehen das Licht, des Reiches schon seit Zeiten nicht! 

(24) Das hörend, wandten sich die andern um, wie suchend Ausschau haltend und schrien auf, denn 
auch sie sahen kein Licht; ein Entsetzen ergriff die meisten, ein Wehklagen erscholl ringsum, und 
traurig sprachen diejenigen, die unter all den Scharen das Licht ihres eigenen Wesens und Geistes 
immer noch hatten: Es ist zu spät! 



9 

(1) Das Wehklagen ward nun noch größer, und viele wandten sich wider die ändern, ihnen Vorwürfe 
der Überredung machend und sich auch gegenseitig allerlei ihnen bis dahin unbekannten Vorgehens 
beschuldigend, einander die Schuld, an dem Auszuge teilgenommen zu haben, zuschiebend, und es 
hatte den Anschein, als wollten die so Beschuldigten wider die es ihnen Vorwerfenden gewalttätig 
werden. 

(2) Ein Entsetzen aber ergriff auch mich, als ich einzelne Stimmen aus den Scharen vernahm und jene 
sah, die zu den ändern sprachen: 

Siehe! Es ist uns gesagt worden, daß Gott allmächtig ist! Müssen wir aber angesichts all des 
Geschehenen an Seiner Allmacht nicht etwa zweifeln? Ist Er allmächtig, warum hat Er den neuen 
Schöpfer das schaffen lassen, was wider Ihn und uns gerichtet sein soll, und ist Er allmächtig, wieso 
hat Er es zulassen können, daß wir aus Seinem Reiche gezogen und an diesen Abgrund gelangt sind, 
aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint, da wir weder vor noch zurück können und das Gefühl 
des Fallens uns wie würgend ängstigt! 

(3) Und ähnlich so in andern Worten begannen auch andere, zu sprechen. 

(4) Die lichten Engel und Großengel unter den nun lichtlosen Scharen hoben aber ihre Hände, und da 
es alsbald stiller ward, sprachen sie: 

Erniedriget nicht das Leben Gottes in euch dadurch, daß ihr Ihn dafür verantwortlich machet, was 
eueres eigenen Willens, Entschlusses und Tuns ist; wir alle haben kraft unseres eigenen Geistes auch 
unseren eigenen Willen, unser Wille ist frei und daß er frei ist, beweist eines jeglichen von uns Tun. 

(5) Kraft seines eigenen freien Willens ist der einstige, Gott zuvor so nahe gestandene Großengel zum 
Satan geworden, und eine große Schar anderer Engel zu seinen Teufeln; ihm hat Gott erklärt, wohin 
ihn sein vorgefaßtes. Tun führen, bringen, und was aus ihm und aus denen, die er an sich ziehe, 
werden wird; hat er aber dem Worte Gottes Gehör gegeben, Seine Erklärungen angenommen, Seine 
Mahnungen beherzigen und befolgen wollen? 

(6) Nein, sondern kraft seines eigenen freien Willens hat er sich wider Gott gewendet und mit 
Seinesgleichen das himmlische Reich verlassen, um weit, weitab von Ihm und Seiner Welt das 
schaffen und tun zu können, was im Reiche Gottes unbekannt und unmöglich ist; dieses, den Welten 
des himmlischen Reiches Unbekannte, Fremde und Unmögliche, schafft er nun mit den Seinen dort in 



229 



den Fernen aus eigenem freiem Willen wider Gott und wider alles, was Gottes ist, nur um von den 
Seinen der Heilige, Schöpfer und Gott genannt zu werden. 

(7) Gott ist Die ewige Wahrheit! Das wußten und wissen wir von Ihm, aus Seinem Munde, durch Sein 
heiligstes Wort; und vor diesem trau-rigen und furchtbaren Geschehen wußten wir von einer Lüge 
nichts, kannten nicht einmal das Wort; nun aber kennen wir nicht nur das Wort und die Bedeutung 
des Wortes Lüge sondern auch ihr Wesen, ihre Kraft und den, der sie geschaffen hat und erst jetzt, so 
wir die Lüge ah, in und aus dem Lügner kennen, ermessen wir die unendlich über alles erhabene, 
reine und heilige Bedeutung der Kraft Gottes ewiger Wahrheit! 

(8) Im Wesen Seiner ewigen Wahrheit ist Gott Das wahre Licht und Das wahre ewige Leben! Das 
wußten und wissen wir durch Sein heiligstes Wort; die wahre Bedeutung und die unendlich über alles 
erhabene Große, Reinheit und Heiligkeit dieser Kräfte Seines Wesens und Geistes haben wir gleichfalls 
jetzt erst voll erkannt, seitdem wir das unendliche Gegenteil an, in und aus, dem Lügner kennen, der 
voll Finsternis alles zu verderben sucht, was Gottes ist. 

(9) Wir wissen noch nicht, was die Finsternis und Lüge des Verderbers noch ersinnen, schaffen, 
zeitigen, und welche weiteren Folgen alles das haben wird; das aber wissen wir, daß es, weil es gegen 
Gott, gegen alle und gegen alles, was Gottes ist, erdacht und gerichtet ist, am furchtbarsten gerade 
an jenen sich auswirken wird in aller Zukunft, die daran teilnehmen und mitwirken. 

(10) Weil der Verderber, Lügner und Satan das Wort „Wahrheit" kraft des Wortes Gottes kennt, 
beansprucht er, von den Seinen auch der Wahrhaftige genannt zu sein, und sie nennen ihn auch so, 
weil er das, was er schaffen zu können ihnen vorgegeben hatte, tatsächlich auch schafft und zwar 
das, was seinem Worte nach allein er, Gott aber nicht schaffen kann und wir sagen euch, daß dieses 
Wort des Satans das einzige ihm gebliebene Bröcklein jener ewigen Wahrheit bildet, in Der er nicht 
bestanden ist und wider Die er sich wendet; denn sagt er, daß Gott nicht das. schaffen kann, was er 
schaffe, sagt er die Wahrheit! 

(11) Was Gott für uns geschaffen hat, damit wir selbst darin schaffen können, das kennen wir alle und 
wissen auch jetzt erst recht, wie zufrieden, glücklich und selig wir darin waren, jetzt, da euch alles 
ängstigt, mehr aber noch uns, und da wir in Gefühlen aufgehen, die uns unbekannt, fremd waren, die 
wir nicht einmal nennen können! Daher klaget ihr: o wehe, wehe uns! 

(12) Es ist doch auch zu euch geredet worden, auch ihr habt das heiligste Wort Gottes gehört; wir alle 
mit jenen Mitengeln und Mitkindern Gottes, die in Seinem Reiche bei Ihm geblieben sind, haben euch 
erklärt, euch gebeten, gemahnt und wieder gebeten, auf die Großsprechereien des Lügners, 
Verderbers und der Seinen nicht zu hören und siehe, nun hat der eigene freie Wille des eigenen 
Geistes eines jeglichen unter euch wider alles obsiegt. 

(13) Und darum sagen wir euch: 

Wer wie ihr sich also von Gott abwendet und so eigen- wie mutwillig Sein Reich verläßt, um der 
Finsternis nachzugehen, wer das heiligste Wort Gottes in sich unterdrückt,: um Lügen zuzuhören und 
an ihrer Bosheit etwa auch noch Gefallen zu finden, der mußte eben an diesen Abgrund gelangen 
und das sich also selbst bereitete und sich selbst geschaffene Übel ' tragen, denn alles das ist kraft 
eueres eigenen freien Willens geschehen. 

(14) Wir ändern haben uns von Gott nicht abgewendet, aber kraft unseres eigenen freien Willens sind 
wir mit euch gegangen und kraft desselben unseren freien Willens bleiben wir bei euch, da wir wissen, 
daß Gott der Die ewige Wahrheit, Das wahre Licht und Das wahre ewige Leben ist - keinen, auch 
nicht den allergeringsten Einzelnen unter uns umkommen lassen wird, so er sich wieder zu Ihm 
wendet. 

(15) So aber, wie und was ihr nun geworden seid, taugt keiner und kann keiner in das Reich Gottes 
eingehen, für an jetzt ist es zu spät! Wir aber wissen, daß Gott Großes zur Rettung aller derjenigen 
schaffen wird, die gerettet zu werden verlangen und wollen werden. 

(16) Niemand von uns hat jemals das Werden des Seienden gesehen und niemand von uns hat jemals 
ein Vergehen des Seienden, Lebendigen und des von Gott Geschaffenen gekannt; nun aber sehen wir 



230 



an dem Schaffen des Lügners und Verderbers, an dem Schöpfer des Pfuhles höllischer Finsternis ein 
Werden des Nichtgewesenen, und ein scheinbares Vergehen werdet ihr mit uns an euch selbst kennen 
lernen müssen. 

(17) Für den Satan, für die Seinen und für euch ist das Licht des Reiches Gottes selbst vergangen; für 
ihn und die Seinen sicher für immer, da sie ihr eigenes Reich, den Pfuhl der Hölle schaffen und 
ausbauen werden; für die meisten von euch wohl aber nicht für immer, da das Trachten, Kinder 
Gottes wieder zu werden, in vielen nicht verlöschen wird. 

(18) Von Gott wissen wir, daß wir mit euch einem Geschehen entgegengehen, in dem uns alle das 
erste Sterben trifft, der Schein eines Nichtmehrseins, der Schein eines Todes, den es in Der Wahrheit 
nicht gibt, doch aber durch das Sterben ein Zustand, aus dem uns allein Er durch eine neue 
Schöpfung erwecken kann und erwecken wird, die dem Zustande, in welchem sich euere Seele und 
euer Geist an jetzt befindet, angemessen sein, uns allen aber das bieten wird, was uns nötig ist, um 
den Weg zu Ihm in Sein Reich wieder finden zu können. 

(19) Ist diese Seine zweite Schöpfung für uns da und wir wissen, daß sie schon im Beginne zu werden 
ist - werden wir nach und nach alle hingelangen, ein Werden an allem Seelisch-Geistig-Lebendigen 
kennen lernen, aber auch ein Vergehen, da wir dort ein zweitesmal sterben werden müssen. 

(20) Es wird ein augenscheinliches Werden und Vergehen sein, wohl in der Wirklichkeit der 
Schöpfung, in derselben augenscheinlichen Wirklichkeit begründet, an und in sich selbst aber der 
Wirklichkeit nur ein Schein, da es ein Werden und Vergehen des Seelisch-Geistig-Lebendigen in 
seinem Grundwesen nicht gibt, weil dieses ewig ist. 

(21) Die zweite Schöpfung Gottes für uns wird uns alles geben, um dort leben, schaffen und den Weg 
gehen zu können, der uns zu Ihm führen wird, in das Licht Seiner ewigen Wahrheit und zum wahren 
ewigen Leben in Seinem Reiche, welches ihr frei-, eigen- und mutwillig verlassen habt, oder aber, 
auch dort den jetzt eingeschlagenen Weg weiter gehen zu können, der in den Pfuhl höllischer 
Finsternis führt, den der böse Geist und Vater der Lüge mit den Seinen schafft. 

(22) Sehet euch und uns an! Wie wir jetzt noch, also trüget auch ihr an euerem seelischen einen 
wunderbaren himmlischen Leib; was von diesem wunderbaren Leibe habt ihr aber noch eigen? Und 
sehet, bald wird euch gar nichts davon mehr eigen sein, schon sind so viele seiner fast ganz verlustig 
worden und schon hören sie unser Wort nicht mehr, schon ist ihr Bewußtsein am Verlöschen, schon 
ist das erste Sterben da. 

(23) Und da sie noch so und ähnlich in allerlei diesen und ändern Hinweisen und Worten zu den 
Scharen sprachen, hob das Wehklagen und das Geschrei der Verzweiflung dermaßen an, daß ich zu 
flüchten versuchte, mich aber voll Entsetzen nicht rühren konnte. 

(24) Ich sah da Seelen ohne den gehabten himmlischen Leib wie tot, andere an ihrem Hals und um 
sich herumgreifend und wie nach Stütze blindlings suchend, wieder andere in Verzweiflung schreiend, 
ein ungeheuerlich ausgedehntes Feld eines unbeschreiblichen Jammers. 

(25) Die lichten Engel und Großengel aber traten zusammen, wandten ihr Angesicht den Hohen des 
Reiches Gottes zu, erhoben ihre Hände und sprachen: 
Allgütiger ewiger Gott! Vater alles Lebens! Deinem heiligen Geiste und Worte folgend, bleiben wir 
unter diesen Scharen, um Dir und ihnen zu dienen, wann, wie und wo immer Du, heiliger Gott, uns 
dazu rufen wirst. Dir sei Preis, Ehre, Kraft, Anbetung und Herrlichkeit in Ewigkeit! 



10 

(1) Und siehe! Da sah ich ein zweites Gesicht, ein Gesicht im Gesichte, wie im Fieber zwiefach sehend, 
denn ich sah mich selbst unter jenen, die also anbetend zu Gott riefen, und ich stand dort selbst 
zwischen zweien der Großengel inmitten all der andern, sah das furchtbare Sterben aller neben- und 



231 



nacheinander, zuletzt mit jenen zweien selbst sterbend, zwischen denen ich war und die mir so 
bekannt vorkamen, als wäre ich von Ewigkeit bei ihnen gewesen. 

(2) Dann ward es stille, wie eine Stille des Todes; es war aber die Stille eines lebendigen Todes, ein 
Grab von ungeheueren Maßen ohne Wände und Boden, ein licht leeres Reich der tiefsten 
Bewußtlosigkeit und Ohnmacht; ich sah mich selbst mitten darin und doch sah ich von anderswo alles 
das und wurde dadurch so aufsetzt, daß ich, einen unbeschreiblich großen Schmerz empfand, ohne 
mir sagen zu können, welcher Art er wäre. 

(3) Plötzlich aber ward es Licht um mich und ich hörte Seine Stimme in mir: 
Jo v/äni In dieses Reich der Bewußtlosigkeit, der Ohnmacht und des Brachliegens hat niemand und 
wird niemand Einblick nehmen, als allein Ich und du, dem Ich den Einblick gebe, damit du siehst, was 
du schreiben sollst; hast du gesehen und es dir gemerkt, sollst du auch jene Meine Schöpfung 
schauen, die der Rettung aller dieser Verirrten, Verführten, an Seele und Geist Verdorbenen dienen 
wird, die trotz des teilweisen, mehr aber noch vollständigen Vergessens alles seit dem Anfange bis 
anjetzt Geschehenen, guten Willens Mich und Mein Reich suchen werden und damit sie Mich und Mein 
Reich wiederfinden, Ich zur gegebenen Zeit, wesentlich-persönlich Selbst Sorge tragen werde in der 
Schöpfung, die nicht Mein Reich werden wird. 

(4) Da sah ich auf, fiel Ihm zu Fußen und, keines Wortes mächtig, ja Sein Wort auch voll zu erfassen 
unfähig, weinte ich bitter. 

(5) Er aber legte Seine Hand auf mein Haupt und sprach: 

Weine nicht; es ist Furchtbares geschehen, aber Schreckliches wird noch folgen Zeiten hindurch, bis 
daß alles geschehen ist, was zur entgültigen Rettung aller jener Meiner Engel geschehen wird müssen, 
die so mutwillig sich von Mir abgewendet und Mein für sie geschaffenes Reich verlassen ha-ben, um 
dem Großsprecher, Vater der Luge und Schöpfer der Hölle nachzugehen, der, sich selbst ins 
Verderben stürzend, auch alle mit sich ziehen will, die trotz allem Mein sind und, bis auf vereinzelt 
wenige, Mein wieder werden für alle Zukunft. 

(6) Als ich Sein Wort nicht mehr vernahm, sah ich auf, und siehe, da stand Er nicht mehr bei mir, 
sondern mitten am Firmamente der Welten Seines Reiches im unbeschreiblich und unaussprechlich 
wunderbaren Lichte Seines heiligsten Wesens und Geistes und mir ward die Kraft, Ihn so zu sehen, als 
stände Er bei mir. 

(7) Strahlend wirkte Sein heiliger Geist in alle Richtungen der Unendlichkeit, und in den Strahlen sah 
ich welche, die kraft Seines heiligen Geistes auch vom Wesen Seiner heiligsten Gestalt ausgingen, zu 
schauen wie sieben wunderbar leuchtende, in ihrem Wesen, Kraft, Klang und Farben gleiche reine 
Lichter, aus einem und demselben Lichte, eins seiend und doch wieder einzeln von einander 
unterscheidbar, und da ich das sah, wußte ich alsbald, daß ich da Seine, sieben heiligen Eigenschaften 
im Wesen ihrer Strahlungskraft sehe: Die Wahrheit, Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, 
Gerechtigkeit und Selbstaufopferung. 

(8) Und da ich über das Wunderbare dieses Schauens nachdachte, habe ich alsbald erkannt, daß die 
ersten drei Seiner sieben heiligen Eigenschaften in der ersten Seiner Schöpfung, in den Welten Seines 
Reiches wirken, daß aber die ändern vier, Seiner zweiten Schöpfung und jenen gelten, um 
derentwillen Er eine zweite Schöpfung entstehen lassen werde. 

(9) Im Schauen und Nachdenken verging eine Weile; da aber horte ich Seine Stimme wiedermals in 
mir: Sieh jetzt um dich und merke, was du schreiben sollst! 

(10) Und alsogleich fühlte ich mich mitten im Reiche derjenigen, die da, alles Himmlischen verlustig, in 
tiefer Bewußtlosigkeit und Ohnmacht lagen, ein Schweigen und tiefe Stille ringsum, wie in einem 
schier unendlichen, wände und bodenlosen, ungeheuren Grab o, doch aber war das Düstere, ja 
Schreckhafte d-es vorherigen Aussehens des Ganzen einem Aussehen gewichen, das wie reine 
Dämmerung eines klaren Himmels am Morgen zu schauen war, und die tiefe Stille einer heiligen Ruhe 
gleich. 



232 



(11) Die Meere derjenigen, die da still lagen, waren Seelen ohne des gehabten himmlischen Leibes, 
ähnlich so, wie ich sie vor Äonen von Zeiten gesehen habe, nachdem sie an dem von Gott für sie 
geschaffenen Anfange das Leben von und aus Ihm empfangen hatten und gestaltlich zu der 
Entwicklung gelangt sind, die in einem jeglichen seelischen Wesen als Grund- und Stammwert von 
aller Ewigkeit her unentwickelt verborgen war. 

(12) Nun aber erschrak ich, als ich sah, daß viele und sehr viele nicht mehr die Größe ihrer seelischen 
Gestalt hatten, sondern ungleich kleiner geworden sind, ja zusehends nicht nur immer kleiner werden, 
sondern auch die Formen ihrer Gestalt immer mehr an Deutlichkeit einbüßen, daß dasselbe noch viel 
augenscheinlicher auch mit vielen und sehr vielen der unzählbaren Arten der von den ausziehenden 
Kindern Gottes mitgenommenen Tiere geschieht, die wie noch größere und ungleich zahlreichere 
Seelenmeere zu schauen waren als die Meere der ohnmächtigen Seelen der Kinder Gottes. 

(13) Welche Zeiten in diesem Schauen um mich vergangen sind, weiß ich nicht; allein aber das habe 
ich im Weiterschauen gesehen und erkannt, daß die allermeisten Wesen all der Seelenmeere ein 
ähnliches Aussehen bekamen, wie ich sie vor dem Anfange als bloßen seelisch-geistigen Samen 
geschaut habe: winzig klein und auch größer, mit mehr oder minder verschwommenem Bildchen ihrer 
Gestalt und Formen in der seelischen Schale, den Geist als Kern einschließend; nun sind sie zu 
ähnlichem Samen wieder geworden (nicht aber alle), jedoch sah ich da in jedem einzelnen das Leben, 
aber kein Bewußtsein des Lebens und Seins. 

(14) Anfänglich darüber erschrocken, was aus alle de m in der Zukunft werden wird, habe ich mich 
bald in den Gedanken beruhigt, daß all dieser seelisch-geistig-lebendige Same in einer von Gott dafür 
geschaffenen Welt, wenn etwa auch in einer ändern Art und Weise, so doch auch wieder zur 
Entwicklung und zum Bewußtsein des eigenen Seins und Lebens gelangen werde da er einstens ohne 
Lebenskraft in Sein Reich gelangt ist und dort erst das Leben von und aus Ihm empfangen hat, nun er 
aber das eigene Leben habe, wird er das verlorene Bewußtsein auch anderswo erlangen können wie 
auch die Wiederentwicklung, so Gott ihm eine entsprechende Welt dazu schafft. 

(15) In solchen Gedanken angesichts der unübersehbaren Meere lebendigen Todes versunken, hörte 
ich mich beim Namen rufen, und da ich aufsah, ward ich den Meeren der Bewußtlosigkeit, der 
Ohnmacht und des Schweigens entrückt und sah Ihn in einer Welt Seines Reiches stehen, umgeben 
von großen Scharen Seiner Engel, und ich fiel Ihm zu Fußen; Er aber hob mich auf, wies mit Seiner 
Hand eine Richtung und sprach: Sieh hin! 

(16) Und da merkte ich, daß jene eine Welt Seines Reiches, von der aus erst der Auszug des 
einstigen, zum Lügner, Schöpfer der höllischen Finsternis und zum Satan gewordenen 
Großengelsundseiner Teufel, hernach aber auch der Auszug so unendlicher Zahl der Kinder Gottes 
stattgefunden hat, nicht mehr an ihrem Orte, nicht mehr da war; als ich aber in die mir gewiesene 
Richtung weiter sah, siehe, da sah ich sie dem Reiche Gottes weit, weit in die Fernen der 
Unendlichkeit entrückt, in einer dem Pfuhl der Hölle entgegengesetzten Richtung. 

(17) Er aber erhob Sich aus der Mitte der Schar Seiner Engel in die Höhen, breitete Seine Hände in 
jene Richtung aus und wie einstens, Äonen von Zeiten zuvor die Welten Seines Reiches, sah ich Ihn 
nun Welten eines Reiches schaffen, welches Seinem Reiche unendlich ferne, nicht Sein Reich ist. 

(18) Die Schöpfung der Welten Seines Reiches und des Anfanges hat Er allein mich im Gesichte 
schauen lassen; dieser zweiten Seiner Schöpfung aber sahen unzählige Seiner Engel mit mir auch und 
wie einstens Äonen von Zeiten zuvor, sah ich auch jetzt von und aus Ihm Strahlen allerlei ändern 
Lichtes und allerlei anderer Kräfte ausgehen, die im Lichte der Strahlungskraft Seines heiligen Geistes 
alsogleich in weite Fernen der Unendlichkeit drangen, und alsbald sah ich überall dort eine Bewegung, 
ähnlich der, die ich bei der Schöpfung Seines Reiches einstens gesehen habe. 

(19) Allein sah ich damals die Bewegung der Fernen allüberall, ober mir, allseits und unter mir, 
wogegen die Bewegung, die ich da mit den Scharen der Engel Gottes sah, einen zwar ungeheuren 
und unermeßlichen, doch aber nur einen Großteil der Fernen der Unendlichkeit erfaßte, und schon 
habe ich auch erkannt, daß von ihr jene Fernen ausgeschlossen sind, in denen der Satan mit den 
Seinen den Pfuhl der Hölle schuf. 



233 



(20) Auch jetzt war die Bewegung der Fernen so zu schauen, als würden dort überall unzählige 
kleinere, größere und große Wolken Lichtes entstehen und immer kugeliger werden, als leuchteten 
viele aus sich selbst und als hätten andere kein eigenes Licht und als würden sie licht nur durch das 
Licht der andern. 

(21) Das Licht aber, welches den Welten dieser Schöpfung eigen war, setzte mich in Staunen, und 
Staunen sah ich auf dem Antlitze der Kinder Gottes, denn das Licht, welches die Welten dieser 
Schöpfung Gottes aus sich selbst zeugten und strahlen ließen, war kein Licht der Welten und des 
Reiches Gottes, sondern ein unbekannt fremdes Licht, ein Licht wie des verzehrenden Feuers, ein 
Licht, unendlich arm an allem, was dem Lichte der Welten und des Reiches Gottes eigen ist, ein Licht 
arm an Farben, dem Auge weh tuend. 

(22) So es groß und grell, oder auch wieder nicht die richtige Sicht bietend, so es klein und schwach 
ist und auch bei der größten Kraft und Grelle nicht das durchdringend, von wo es ausging, was schon 
daran zu sehen war, daß so manche Welten der neuen Schöpfung, die kein eigenes Licht hatten, nur 
so weit licht waren, so weit die Strahlung der ändern sie traf. 

(23) In dem Schauen merkte ich plötzlich, daß auch jene Welt, die aus dem Reiche Gottes dorthin 
entrückt ward, das gehabte eigene, also himmlische Licht eingebüßt hat, dabei auch sicher 
abertausendfach kleiner geworden ist als sie War, auch sonst anders aussah, trotzdem aber unter den 
unzählbaren anderen Welten der neuen Schöpfung die Mitte einnahm. 

(24) Wie lange Zeit alles das gewährt hat? Ich weiß es nicht, denn im Schauen alles des dem Reiche 
Gottes Fremden, Andersartigen, Armen und doch wieder in der Vielgestaltigkeit irgendwie Ähnlichen, 
Großartigen und Ungeheueren versunken, dachte ich an keine Zeit; es dünkte mir, daß alles das nur 
Augenblicke gewährt haben kann und neues Staunen ergriff mich, als ich die Bewegung in dieser 
Schöpfung sah, die mir bisher entgangen war und mit den Engeln Gottes sank ich anbetend in die 
Knie vor Ihm. 



11 

(1) Ich hörte die Stimme des Wortes Gottes zu Seinen Engeln sprechen, und als Er gesprochen hatte, 
erklang von allen Welten Seines Reiches Lob, Preis und Anbetung in Worten und im Gesang zu Ihm, 
Der alsbald mitten am Firmamente des Himmelreiches stand - und wieder hörte ich Sein Wort in mir: 
Sieh, damit du weißt, was du schreiben sollst! 

(2) Ich wendete mich in der Kraft des Schauens in die Unendlichkeit, der neuen Schöpfung Gottes zu, 
und siehe, da war alles in Bewegung, obwohl es den Anschein des Stillestehens hatte; alle Welten 
liefen, sich langsam oder rascher um sich selbst und dabei vielfach auch um andere drehend dahin, 
viele eine ihrer Hälften licht, die andere verfinstert, kleine, größere, große und manche ungeheuer 
groß, darunter auch welche wie mit langem Lichthaar, oder mit schier unendlich scheinenden 
Schwänzen, als sammelten sie in diesen das von den ändern Abgestoßene, und da 

(3) o Wunder, merkte ich, daß die Mitte dieses ganzen Alls und gerade jene Welt, die dem Reiche 
Gottes entrückt und, andersartig gestaltet, der neuen Schöpfung einverleibt ward, die Richtung auf 
das Meer- der Seelen nehme, die da, wie in einem end- und bodenlosen Grabe, bewußtlos in tiefer 
Ohnmacht und in tiefem Schweigen liegen, viele, sehr viele, ja bereits die meisten in der Unscheinbar 
keif winzigen Samens. 

(4) Als ich das sah, ward ein Verlangen in mir wach, auf derselben Welt durch das Reich der 
Ohnmacht und des Schweigens zu gehen und alsbald stand ich auf einem, ihrer Berge, maßlos 
erstaunt, zugleich aber auch tief ergriffen, denn nun wußte ich, ich stand auf der Erde, alles Land um 
mich übervoll grünenden und blühenden Gewächses, Sträucher und Bäume, alles das Grünende und 
Blühende äußerlich wohl nicht so wunderbar zu schauen wie in den Welten des Reiches Gottes, doch 
aber derselben Seele, desselben Geistes und Lebens. 



234 



(5) Flüsse reinen Wassers durchzogen das Land wie silbern glitzernde Bänder, in der Ferne lag das 
Meer, und Wolken zogen dahin, wie um das Land vor den Strahlen des der Erde nächsten Lichtquells 
zu schützen und ihr Wasser zu geben,: auch war da Tag und Nacht. 

(6) Bald aber erreichte die Erde das Reich der Ohnmacht und des Schweigens, und siehe, sie zog jene 
Seelen der Kinder Gottes und jene der Tierwelt an sich, die noch am wenigsten von der Größe und 
den Formen ihrer seelischen Gestalt eingebüßt hatten und hielt sie fest; ich aber habe alsbald erkannt, 
daß dieses Geschehen nicht etwa darin gelegen wäre, sie würden an Seele und Geist weniger 
verdorben gewesen sein als die ändern, sondern daß es im Wesen der Seele selbst begründet ist und 
weder von gut, noch von böse abhängt. 

(7) Der Tage aber, da die Erde durch das Reich der Ohnmacht und des Schweigens ging, waren 
achtundzwanzig, genau von einem vollen Lichte des bleichen Erdbegleiters zum ändern; nun aber sah 
ich das lebendige Bild des Werdens der Tiere und der Menschen auf Erden. 

(8) Noch lagen sie bewußtlos und ohnmächtig da und dort, einzeln, wie auch in kleineren oder 
größeren Gruppen, als Seele, Geist und Leben inmitten all der sie umgebenden irdischen, grob festen 
Dinge, kaum wahrnehmbar, als wären sie des Irdischen ein Hauch; durch die Einwirkung der irdischen 
Dinge aber, der Erde, der Luft, des Lichtes, der Wärme des Wassers und anderer Kräfte, nicht zuletzt 
auch durch die Einwirkung der dem irdischen Körper des Pflanzenreiches entsteigenden Kräfte, und 
von alledem durchdrungen, kam alsbald in die Tierseelen eine Bewegung, hernach dann, erst 
vereinzelt, dann aber steigernd auch in die Seelen der Kinder Gottes. 

(9) Wie im Halbschlafe schlugen da und dort einer oder der andere die Augenlider auf, schlössen sie 
aber alsbald wieder, griffen wie im Schlafe unbewußt um sich, konnten aber das ihnen völlig Fremde 
nicht greifen und erst allmählich erwachte eines oder das andere soweit, um verwundert, oder auch 
wie in Sinnestäuschung um sich zu schauen und wie krampfhaft nach einer Erinnerung in sich selbst 
zu suchen. 

(10) Daß eine Erinnerung so manchem unter den vielen kam, erkannte ich daran, daß sie ihre Hände 
zu den Höhen des Firmamentes hoben, und so mancher bitterlich zu weinen begann; inzwischen 
bildeten die Kräfte der Erde an dem seelischen Leib einen irdischen Leib, jedoch einer Art, die ihrer 
Dichte nach nicht einmal mit einem Spinnengewebe verglichen werden kann. 

(11) Da sie aber sahen, wie allerlei ihnen bekannte Tiere von der grünenden und blühenden Gewächs 
nehmen, taten sie es auch und siehe, ihr Leib ward irdischer brachte daß Verlangen nach weiterer 
Einverleibung allerlei Düfte, Säfte und Früchte mit sich, und aus den Kindern Gottes wurden Menschen 
irdischen Leibes, obwohl ihr Leib nicht viel dichter als ein Spinnengewebe ward. 

(12) Das aber hatte für sie den Vorteil, daß sie nicht an den Boden der Erde festgebunden waren, 
sondern sich für kürzer oder länger auch erhebend und schwebend die Gegenden wechseln konnten; 
als dann nach Verlauf von weiteren zwölfmal achtundzwanzig Tagen, die seit den erstgezählten 
achtundzwanzig vergangen sind, die Erde wiedermale durch das Reich der Ohnmacht und des 
Schweigens ging, erkannte daran irdisches Jahr . 

(13) Wiedermale nahm die Erde Seelen der Kinder Gottes und der Tiere auf, und das irdische Werden 
der Kinder Gottes ward immer zahlreicher; allein bemühten sich die schon zuvor Hergelangten um die 
Neuangekommenen, und das wiederholte sich, bis alle Teile des Landes der Erde von 
Menschenscharen bewohnt wurden. 

(14) Viele einzelne unter ihnen erinnerten sich mehr oder weniger an das traurige Geschehen, suchten 
die Erinnerung daran auch in den ändern zu wecken, und schon waren unter ihnen auch einzelne, 
denen die Fähigkeit eigen war, die reingebliebenen Engel Gottes nicht nur zu schauen sondern auch 
zu sprechen, von ihnen Mitteilungen zu empfangen und sie wiederzugeben, ja es fehlte auch nicht an 
einzelnen solchen, durch welche sich die Engel Gottes den Menschen selbst mitteilen konnten, und 
also war das Seher- und Prophetentum bald nach dem irdischen Mensch werden der von Gott sich 
abgewandten, aus Seinem Reiche ausgezogenen und zur Erde gelangten Kinder da. 



235 



(15) Wie alle Engel als Kinder Gottes (aber auch das gesamte Tierreich) in Seinem Reiche 
geschlechtslos sind, waren auch diese ersten, auf die Erde gelangten Scharen geschlechtslos, und der 
ein-fache Organismus ihres sich da dem Wesen und - den Formen des seelischen Körpers nach 
aufgebauten irdischen Leibes brachte es mit sich, daß sie hunderte von Jahren, ja nicht wenige auch 
über tausend Jahre lang da leben, schaffen und wirken konnten, ihrer irdisch - leiblichen 
Beschaffenheit entsprechend. 

(16) Als aber die Erde aus dem Reiche der Ohnmacht und des Schweigens im Verlaufe von Zeiten 
Seelen aufnahm, die, wie ich gesehen hatte, vorher schon und inzwischen zu einer Unscheinbarkeit, 
Winzigkeit und scheinbar völligen Nichtigkeit des bloßen seelisch-geistig-lebendigen Samens geworden 
sind, war es diesen nicht mehr möglich, auf Erden so verkörpert zu werden, wie den vielen, vielen 
Scharen ihrer Vorgänger und nun geschah irdisch Wunderbares. 

(17) Der hergelangte seelisch-geistig-lebendige Same in seiner Winzigkeit und scheinbaren Nichtigkeit, 
von den kürzer oder länger schon dagewesenen, irdisch verkörperten Seelen gar nicht 
wahrgenommen, ward von dem schon Irdisch-Leiblichen der Vorgänger seiner Art so angezogen, daß 
er sich ihnen unbewußt einverleibt hatte, von ihrem irdischen Leibe sich seinen eigenen Leib baute, 
wuchs, durch sein Sicheinverleiben und Wachsen bildete sich im Körper des Trägers ein neues 
leibliches Gefüge, durch die zunehmende Entwicklung und Schwere auch ein Ausgang, und hatte die 
Entwicklung einen bestimmten Grad erreicht, verließ die nun irdisch bekleidete Seele ihres Trägers 
Leib. 

(18) Staunend sahen diesen Vorgang die Menschen erst bei den. Tieren, im Verlaufe der Zeiten aber 
auch unter sich selbst und also ist auf Erden das Weibliche und die Mutter entstanden; die Menschen 
sind irdisch-leiblich anders geworden, als es die ersten ihrer Vorgänger gewesen sind, und so war es 
auch mit den Tieren, wie vielfach auch mit allerlei grünem Gewächs, und schon dadurch, aber auch 
sonst bekam auch die Erde ein anderes Aussehen. 

(19) Nach Verlaufe weiterer irdischen Zeiten, in welchen immer neuer seelisch-geistig-lebendiger 
Same aus dem Reiche der Ohnmacht und des Schweigens auf die Erde kam, fand die erwähnte 
Einverleibung weiter statt, doch aber war die Beschaffenheit des Samens bereits eine solche 
geworden, daß er von den weiblich gewordenen Trägern (ohne ihres Wissens und Willens) wohl 
angezogen und einverleibt wurde, nicht aber aus eigener Kraft von ihrem Leiblichen nehmen und sich 
entwickeln konnte 

(20) Weil er aber da und seinen Trägern einverleibt war, konnte es ohne Folgen und entsprechende 
Erscheinungen nicht bleiben und zeigte sich, ganz besonders bei Menschen, durch das Zeichen einer 
Art Blutung an; die Beschaffenheit dieses Samens benötigte schon be-. sonders zubereiteter irdischer 
Safte, und um seine Entwicklung beginnen zu können, mußte der Same mit ihnen in Berührung 
kommen, sie mußten ihm einverleibt werden. 

(21) Die inzwischen eingetretene, durch reichlichere und mehr verschiedenartigere Nahrung bewirkte 
eine größere und immer mehr in Erscheinung tretende Verdichtung des irdischen Leibes, verbunden 
mit allerlei Kräften der Erde, zeitigte in den Nichtträgern des seelisch-geistig-lebendigen Samens nicht 
allein jene erwähnten, zur Weckung seiner Entwicklung notwendigen Säfte, sondern mit der Zeit auch 
immer sinnvoller und kräftiger hervortretende Organe, und also entstand das Männliche auf Erden. 

(22) Bis dahin sah ich im Geiste mehr als hundertmal zehntausend irdische Jahre vergehen, und die 
Menschen der Erde hatten einerlei Erkenntnis, die auch dann noch, wie zuvor, durch Seher und 
Propheten unter ihnen erhalten geblieben ist; also wußten sie von ihrem einstigen Leben und Schaffen 
in der wahren Welt des Reiches Gottes, welches sie das Paradies nannten, von ihrer Abwendung von 
Gott, von ihrem Auszuge, von ihrem einstigen Sterben, und da sie auf Erden so füreinander alles Gute 
und Schöne zu schaffen trachteten wie einstens in der wahren Welt, war die Erde gerade auch darin 
ein Spiegelbild des. Reiches Gottes. 

(23) Es waren unter ihnen wohl auch schon im Anbeginn ihres irdischen Daseins, wie auch im Verlaufe 
der Zeiten, solche Seelen, die mehr oder weniger bewußt wie auch unbewußt dem Bösen neigten, da 
jeder Seele der Kinder Gottes, die von Ihm sich abgewendet und aus Seinem Reiche gegangen sind, 
ein Malzeichen ihres damaligen Trachtens, Wollens und Tuns eingeprägt blieb und in ihrem irdischen 



236 



Dasein mit leb endig ward, doch waren solche, die dem Bösen weiter neigte n, nur vereinzelt und 
konnten den sich geschaffenen Frieden der unzähligen ändern ernstlich und auf die Dauer nicht 
stören. 

(24) Die steigend zunehmende leibliche Dichte band aber alle immer mehr auf den Boden der Erde, 
und auch die Dauer des Daseins ward merklich zusehends kürzer; das viele Unbekannte und Neue des 
irdischen Lebens und Schaffens, das Entstehen des Weiblichen und dos Männlichen, die eingetreten g 
Unmöglichkeit, sich nach Willen von Boden zu erheben und schwebend nach Belieben weite Gegenden 
zu wechseln, und die unzähligen ändern Umstände brachten es mit sich, daß die von einander 
entfernter lebenden Menschenscharen das Neue anders als die ändern nannten, und also entstanden 
aus der ursprünglich einen himmlischen Sprache einzeln und in der Folge immer mehr irdische 
Sprachen. 



12 

(1) Das Sterben der ersten Menschenscharen auf Erden war infolge der Einfachheit und sehr geringen 
Dichte ihres irdischen Leibes schmerzlos, einem Einschlafen, gleich; die lebendige, Seele mit ihrem 
Geiste verließ den irdischen, abgebrauchten Leib ohne viel Bedrängnis und ohne Kampf. 

(2) Auch habe ich erkannt, daß der irdische Schlaf eine Folge der engen Verbindung und des engsten 
Ineinandergreifens und Wirkens des seelischen und des irdischen Leibes ist, die Seele darin nicht 
un -unterbrochen tätig sein kann, deshalb regelmäßig wiederkehrend eine Lockerung in diesem 
erstrebt und auch erzielt, dadurch dem Geiste die Nützung der irdisch leiblichen Sinne sperrt und 
durch alles das auch selbst bestimmte Grade des Bewußtseins für die Dauer dieses Zustandes 
einbüßt; daß aber allerlei, mitunter auch der geringste Einfluß auf die Gefühle des irdischen Leibes 
und seine Sinnesorgane einerseits, wie auch ein Einfluß auf die Gefühle des seelischen Leibes und 
seine Sinnesorgane anderseits genügt, um das engste Ineinandergreifen beider augenblicklich wieder 
herzustellen und dem Geiste die Sinnesorgane beider nütze zu machen. 

(3) Als die ersten Menschen auf Erden starben, das heißt als sich ihre Dreieinheit Seele-Geist-Leben 
von dem da getragenen irdischen Leibe getrennt hatte, siehe, da sah ich manche an der Hand der 
Engel in die wahre Welt des Reiches Gottes geführt, andere dagegen in Welten, die weder dem 
himmlischen Reiche noch den Welten des Alls dieser Welt mit ihrer Erde zugehörig- sind, und alsbald 
habe ich erkannt, daß es Welten des Jenseits sind. 

(4) Und mir ward die Einsicht in alle diese Welten gegeben, der er es eine große, große Zahl gibt, und 
da ich hinsah, stand ich auch schon in einer von ihnen, die ein ähnliches, ja fast gleiches Licht hat wie 
eine der Welten des Reiches Gottes, und von der aus das Himmelreich, anderseits aber, auch einige 
ihr ähnliche Welten des Jenseits zu sehen sind, die aber wie von Stufe zu Stufe eines ändern Lichtes 
und auch ändern Wesens sind, und ich fand sie von vielen jenen bewohnt, die auf Erden gelebt und 
dort gestorben sind. 

(5) Ich sah sie Schönes und Reines schaffen, hörte manche von ihnen über das Geschehen in der 
Ewigkeit seit dem Anfange predigen und dann alle Gott loben, preisen und Ihm Dank für alles das 
sprechen, was Er von Ewigkeit für alles das tut, dem Er von Seiner eigenen ewigen Lebenskraft das 
Leben gegeben hat und das Sein Leben in sich trägt. 

(6) Und da ich weiter sah und auch schon dort stand, sah ich Welten des Jenseits, die wie von Stufe 
zu Stufe immer weniger und immer schwächeres und immer weniger reines Licht haben und auch 
immer Weniger reines Wesens sind und im Schauen immer weiterkommend, sah ich die Welten des 
Jenseits immer lichtloser, unreineren Wesens, wie von Stufe zu Stufe schattenvoller, düsterer, und 
erschrak heftig, als ich sah, wie steigernd düster die noch weiteren Welten sind, und deren letzten 
fast nichts mehr eigen ist, was ein Licht genannt werden könnte. 

(7) Ich aber fand mich im Schrecken plötzlich dort und entsetzt wandte ich mich zur Flucht; da aber 
sah ich .in unermesslichen Fernen über allen den Welten des Jenseits, aber auch über der ganzen 
Schöpfung des die Erde einschließenden Alls die wahre Welt Seines Reiches und Ihn, mitten am 



237 



Firmamente des Himmels, in unbeschreiblich und unaussprechlich wunderbarem Lichte Seiner Kraft 
mit erhobenen Armen stehen, Sein heiligstes Angesicht mir zugewendet. 

(8) Da wich aller Schreck und das Entsetzen einer Seligkeit Seines heiligen Friedens, ich fiel auf den 
unreinen Boden der wie finster bedrohend aussehenden Welt und horte Seine Stimme in mir: 
Ich bin bei dir, Jovian! Und du sollst alles schauen, damit du schreiben kannst! Und ich blieb eine 
Weile im Beten. 

(9) Aufstehend wandte ich mich um und da sah ich in den Fernen das Reich des Pfuhles höllischer 
Finsternis, dessen Schöpfer und die Seinen im Schaffen; ein Schaffen, wie solches nur derjenige und 
diejenigen aushecken können, deren Geist, Wille, alles Sinnen und Trachten wider Gott Die ewige 
Wahrheit und wider alles gerichtet ist, was Er tut und schafft. 

(10) Und siehe, da sah ich, daß der Pfuhl höllischer Finsternis auch sein Licht hat, ein Licht von 
unzähligen, wie blutroten und schwefelgelben Feuerflammen, die von Scharen der Teufel durch allerlei 
Dinge gezeugt und erhalten werden, damit es Licht in der Finsternis sei; sie selbst aber gehen auch 
durch die feurigen Zungen, fahren darin hin und her, auf und nieder, und so sie des Schöpfers alles 
dessen ansichtig werden, werfen sie sich nieder und mit erhobenen Händen schreien sie: Ja - Ave! Ja 
- A ve! Ja nos Amen! 

(11) Und ich sah einen ungeheueren Thron, vorne, hinten, seitwärts und an seinen Ecken umgeben 
vom Lichte allerlei wie Schlangen sich windenden Feuerzungen, fahlgelb und blutrot, und es waren 
vor, hinter, seitwärts aber auch oberhalb des Thrones Flächen wie Spiegel, die das fahlgelbe und 
blutrote Licht tausendfach verstärkt auf den Thron warfen; da erhob sich von vielen Seiten dasselbe 
Geschrei, und ich sah den alten Drachen, den Satan, der mit einer Schar seiner Großen kam, den 
Thron bestieg, sich darauf setzte und die Seinen um ihn herum an die Ecken, Säulen und Stufen des 
Thrones. 

(12) Angetan mit glänzendem Gewände, hatte er um die Brust einen wie goldenen Gürtel, seine Füße 
wie im Silbererze und in alledem brach sich zuckend das flammende Licht der feurigen Zungen, daß es 
schien, als gingen von ihm Blitze aus; sein Haupt, Mund, Kinn und die Wangen hatte er mit weißem 
Haar, ähnlich weißer Wolle, gedeckt, und aus seinem Munde hing die Zunge, wie ein zweischneidiges 
Messer, an jeder seiner Seite aber hing ein zweischneidiges Schwert. 

(13) Da ging es aus seinem Munde, als wären es sieben kleine, aus sich selbst weiß leuchtende kleine 
Sterne, und er griff hin und warf sie unter den Sitz des Thrones; die größten der Seinen sprangen 
aber auf; ergriffen hinter dem Throne stehende sieben wie goldene Leuchter, stellten sie vor ihm hin, 
legten oben wie Feuerzungen auf, und siehe, da sah ich auf den Leuchtern sieben Worte der 
Lästerung geschrieben wider Gott. 

(14) Und da,er und alle um ihn her in dem fahlgelben und blutroten Scheine der Feuerflammen selbst 
wie brennend aussahen, tat er seinen Mund auf, und mit einer dem Krächzen der Aasvögel im Sturme 
ähnlichen Stimme sprach er: 

Kein anderer, sondern ich bin der Anfang und das Ende, ich bin der Erste und der Letzte, ich bin das 
Leben und der Tod, denn ich habe die Schlüssel des Todes in meiner Hand, ich lasse leben, wen ich 
leben lassen will, und ich kann töten, wen ich töten will; die aber mich als ihren Gott anbeten, lasse 
ich leben, und niemand wird sie töten können. 

(15) Und da er noch also sprach, erhoben sich seine Großen, schlugen mit großen Sch lögein auf 
riesige, wie aus glänzendem Erz gegossene Scheiben, und andere Ihresgleichen ließen Röhren wie 
Posaunen ertönen, derer schauriger Schall weithin drang. 

(16) Und siehe, es kamen von zwei Seiten Scharen der Seinen, angetan mit Panzern und Helmen, 
zwei riesige Heere gerüstet mit Wehrgehängen, die ich nie zuvor gesehen habe, und als die, um den 
Thron Sitzenden, ihre Hände hebend, zu schreien begannen: 

Bata! Bata! Ja - Ave. velchot setu Bata! Bata! Kampf! Kampf! Der Heilige will sehen Kampf! Kampf! 
stürzten die Scharen auf- und übereinander los, werfend, hauend, stechend, schlagend und Bata, Bata 
schreiend; ich aber wandte mich entsetzt ab und wollte in stillem Gebete aufgehen! 



238 



(17) Gleich aber weckten mich entsetzliche Schmerzensschreie und ein Gebrülle mit wildem Gelächter 
gemengt, und als ich mich umwendend hinsah, sah ich unzählige der Kämpfer mit grässlichen 
Wunden am Boden in Qualen sich winden, ja manche auch vor Schmerz weiter sich selbst 
zerfleischen, worüber ihre Überwinder in immer neues Gelächter ausbrachen. 

(18) Und da es der besiegten Wundbedeckten viele Hunderttausende gab in Haufen, fiel mir ein, daß 
viele im Blute der andern ertrinken müßten, aber siehe, ich sah kein Blut, auch nicht bei den am 
ärgsten Zerfleischten, und es waren auch die offenen Wunden nicht rot, sondern schvärzlich im 
Lichte der fahlgelben, und roten Feuerzungen schrecklich anzusehen. 

(19) Der aber auf dem Throne saß, hob seine Hand und, rief: 
Ich habe den Schlüssel des Todes in meiner Hand; ich kann schlagen und kann heilen, ich kann töten 
und lebendig machen, und niemand ist, der jemand aus meiner Hand errette; ihr seid geschlagen, 
sollt aber geheilt werden und leben, denn ihr alle seid mein! 

(20) Und es hob allseits ein Gebrüll an wie des Sturmes Grollen und Donnern: Ja - A ve! Ja - Ave - Ja - 
nosAmen! 

(21) Darüber sah ich, daß inzwischen Teile der Welt höllischen Pfuhles finster geworden sind, und 
schon merkte es auch der auf dem Throne sitzende Drache, der alsogleich aufsprang und voll 
grimmigen Zornes jenen zu fluchen begann, denen die Wartung und Erhaltung des flammenden 
Lichtes oblag, und alle um ihn her zitterten vor seinem Grimme. 

(22) Sein Zorn legte sich erst, als die finsteren Teile seiner Schöpfung in dem flammenden Lichte 
neuerlich erhellt wurden, und er sprach: 

Ich bin der Schöpfer des Lichtes, ich schaffe Licht, ich schaffe Finsternis und verfluche alle, die mein 

Licht nicht warten und versorgen, um sich in. der Finsternis meinen Blicken zu verbergen; hütet euch, 

daß euch mein Zorn nicht verzehre, denn ich bin der große und schreckliche Gott! 

Darnach setzte er sich und sprach zu jenen, die um ihn her auf den Stufen und Ecken des Thrones 

saßen: 

(23) Ihr lasset euch ringsum meines Thrones vierundzwanzig kleinere Throne bauen, ebensoviel weiße 
Gewander und goldene Kronen machen, zu jedem Throne sieben flammende Leuchter, welche die 
sieben Kräfte meines Geistes anzeigen. 

(24) Die Throne werdet ihr aber erst dann besteigen, so ihr jene Scharen gefunden, oder mir die 
sichere Nachricht gebracht habt, was aus ihnen geworden ist, die mir und auch euch aus dem von mir 
verfluchten Reiche der Untertänigkeit und desselben Einerlei in so unübersehbaren Mengen 
nachgezogen sind, wie wir es gesehen haben. 

(25) Die bisher sie zu suchen Ausgesandten kamen stets nichtswissend zurück; nun aber wählet ihr 
euch ein jeglicher eine Schar und, sie führend, werdet ihr nach jenen emsig weiter suchen, denn 
irgendwo müssen sie zu finden sein; der erste von euch, der eine sichere Nachricht über sie oder sie 
selbst herbeibringt, wird auf meinem Throne neben mir sitzen und seinen Thron wird derjenige für ihn 
einnehmen, den er von den Gefundenen als ersten herbeibringt. 

(26) Noch ist es nicht die Zeit, daß ich diese meine Schöpfung verlasse, um nach denen, die mir und 
euch nachgefolgt sind, uns aber nicht erreicht haben, selbst Nachschau zu halten; also sende ich euch 
und erhoffe besonders von euch vier Lebendigen und mit mir Schaffenden, daß ihr nicht eher 
wiederkommt, bis daß ihr jene gefunden und gebracht habt, die mir nachgegangen sind und mein 
werden. 

(27) Da fuhren die, welche er die Lebendigen und Schaffenden genannt hatte, hinter den Thron, und 
als sie wieder hervorkamen, waren sie zur Unkenntlichkeit vermummt, lächerlich und auch schrecklich 
anzusehen, denn der erste dieser Lebendigen trug den Mummenschanz wie eines Löwen mit offenem 
Rachen, heraushängender roter Zunge und sieben schrecklich langen Zähnen, der zweite den 
Mummenschanz eines Stieres mit sieben starken, scharfen Hörnern und sieben Schwanzquasten, der 
dritte trug über seinem eigenen Kopfe eine Maske, ähnlich dem Antlitze eines finsterblickenden 
Menschen, aber mit siebenfachem Munde der vierte den Mummenschanz wie eines Adlers, mit sieben 



239 



scharfbekrallten Fängen auf jedem seiner Füße, jeder der vier trug sechs Flügel und alle vier waren 
von oben bis unten, vorn, hinten und auf den Seiten voll und voll gemachter Augen, die wie zuckende 
Feuerflammen leuchteten. 

(28) Sie traten vor den Thron des alten Drachen, der sich durch den Mummenschanz des weißen 
Hauptes und Haares das Zeichen eines ungleich größeren Alters vor den ändern gab, und mit den 
vermummten Händen, die Flügel hebend, riefen sie: 

Heilig, dreimal heilig ist unser Gott und Herr, der Schöpfer unseres Reiches, der war, ist und sein wird, 
der die Schlüssel des Lebens und des Todes hat! 

(29) Und sie fielen mit den zwanzig ändern nieder und beteten ihn an rufend: 
Allein du, Herr, bist unser Gott und allein du bist würdig, von uns zu nehmen Preis, Lob, Ehre, Kraft, 
Herrlichkeit und Machtgewalt, denn durch deinen Willen hast du dein Reich erschaffen, welches 
bestehen wird ewiglich! 

(30) Da stand er auf, erhob seine zu Fäusten geballten Hände, und, verzerrten Antlitzes in den 
fahlgelben Schein des. finsteren Firmamentes seiner Schöpfung aufblickend, schrie er: 
Ich war, ich bin, ich schaffe, ich werde sein, und der Grimm meines Zornes wird alle und alles 
verzehren, was nicht mein ist, nicht mein sein und mich nicht anbeten will! - Gehet! 

(31) Die vierundzwanzig seiner Großen erhoben sich, ein jeder rief eine Schar darauf wie schon 
Wartender zu sich, und wie in Sprüngen strebte ein jeglicher mit seiner Schar in eine andere Richtung 
aus dem Pfuhle des Reiches der Hölle hinweg, dem finsteren Firmament e zu, welches die Welt des 
alten Drachen begrenzt. 



13 

(1) Und siehe, da sah und erkannte ich den Zweck der vielen wie flammenden Augen an den 
Vermummten, denn in der Finsternis des höllischen Firmamentes, aber auch außerhalb in der Leere, 
zeigten sie den ändern stets den Ort an, wo sich die vier Lebendigen und Schaffenden mit ihrer Schar 
befanden und ich erschrak, als ich sah, daß gerade derjenige mit seiner Schar, der den 
Mummenschanz wie eines Löwen trug, die Richtung zu jener finster unreinen Welt des Jenseits nahm, 
auf deren Boden ich stand; immer naher kam er mit den Seinen, in alle Richtungen schauend und 
spähend; ich nahm an, daß er und sie alle die Welt und mich sehen müßten, sie aber zogen 
schwenkend vorüber, und ich habe erkannt, daß sie weder die Welt auf der ich stand, noch mich 
sehen konnten. 

(2) Wie diesen Vermummten und seine Schar, sah ich in der Unendlichkeit der Leere auch die ändern 
dreiundzwanzig Scharen suchend spähen, vorwärtsstreben, schwenken, umkehren und immer neue 
Richtungen einschlagen, und da erkannte ich, daß sie wie in Kreisen immer wieder aufstellen kamen, 
wo sie mehreremale zuvor schon gewesen sind und daß sie aus den gezogenen Kreisen gar nicht 
heraus und weiter gelangen können. 

(3) Mir schien, daß sie selbst es aber gar nicht merkten, und da wandte ich meine Blicke wieder dem 
höllischen Pfuhle zu und siehe, da saßen vor dem Throne des alten Drachen einige, denen er befahl, 
die Namen der er in Bücher zu schreiben, die den Pfuhl seiner Schöpfung mit ihm bezogen haben; die 
Bücher aber hatten Blätter wie von dünnem Erze, und die Griffel schrieben die Namen wie in 
flammenden Zeichen. 

(4) Jeder aber, der aufgeschrieben ward, mußte zu dem aufgeschrie-benen Namen auch noch mit 
seiner eigenen Hand ein Zeichen machen, worauf die Schreiber dasselbe Zeichen mit dem Griffel auf 
die Stirne des Betreffenden zeichneten. 

(5) Darüber verliefen Zeiten, und ermüdet von all dem Schauen war es mir, als schliefe ich ein und als 
wie wenn der Schlaf tausendmal zehntausend Jahre gedauert, ich aber alle die Zeiten hindurch auch 
im Schlafe weiter alles Geschehen im Himmel, auf Erden, im Jenseits und in dem Pfuhle der Hölle 



240 



geschaut hätte, gar nicht recht erwachen könnte, fühlte mich wie schwer bedrängt und darüber 
erschrocken, sprach ich im Geiste ein Gebet zu Gott. 

(6) Da fühlte ich Seine Kraft und hörte Seine Stimme in mir: 

Stehe auf und gehe durch das Jenseits zur Erde, um sehen und schreiben zu können, was überall dort 
geschehen ist und weiter geschehen wird .'Gestärkt, Ruhe und Frieden in der Seele stund ich auf und 
alsbald gelangte ich von einer Welt des Jenseits in die andere. 

(7) Und siehe, die düsteren, unreinen und schattenvollen Welten des Jenseits sah ich leer wie zuvor; 
schon aber fand ich die nächsten, nicht so schattenvollen und andere weniger düstere Welten von 
Seelen verstorbener Menschen bewohnt, und weiter gelangend, sah ich sie in den lichteren und 
reineren Welten in immer größeren Scharen, und so auch in den reinen und lichten Welten, von 
welchen die sieben reinsten und lichtesten der wahren Welt des Reiches Gottes am nächsten stehen. 

(8) Wie lange dieser mein Weg durch die Welten des Jenseits gedauert hatte, ermaß ich fühlend den 
bis dahin vergangenen Zeiten nach und habe darnach erkannte daß wiedermals ein Zeitverlauf der 
Ewigkeit eingeschlossen ward, der tausendmal zehntausend irdische Jahre umfasst. 

(9) In allen den Welten, die ich bewohnt fand, sah ich die einstigen Kinder Gottes als Menschenseelen 
werktätig, aber in einer Reihe von neunundvierzig der jenseitigen Welten fand ich sie zu weitaus 
überlegenem Teile teils wie in tiefer Ohnmacht und teils wie schlafend; diejenigen unter ihnen aber, 
die nicht vollends schliefen, sondern erwacht waren in verschiedenen Graden, des Wachseins, gaben 
deutlich zu erkennen, daß sie nicht wissen, wo sie sich befinden und was mit ihnen vorgeht, und ich 
habe erkannt, daß sie nur teilweise über einen einer solchen ihrer jenseitigen Welt entsprechenden 
Leib verfügen und sich ihn erst schaffen müssen. 

(10) Und gerade in diesen Welten sah ich nicht wenige, die zwar einen dem Wesen dieser Welten 
entsprechenden Leib tragend, sich um jene bemühten, die wach und halbwach einen so hilflosen 
Eindruck auf mich machten; schon aber habe ich auch erkannt, daß die Helfer trotz ihres der 
betreffenden Welt entsprechenden Leibes Seelen lichterer Welten sind, und sich von den Dingen der 
Welt, in der ich sie sah, einen entsprechenden Leib nur deshalb aufgebaut (angenommen) haben, um 
in ihr handgreiflich helfend wirken zu können - und solcher war in einer jeglichen der neunundvierzig 
Welten eine nicht kleine Schar. 

(11) Einige von ihnen bemühten sich, die Wachen und .Halbwachen zu laben, ihnen allerlei Nahrung 
und Trank, wie solche die betreffende Welt bietet, einzuflößen und ihnen dadurch jenen Leib 
aufzubauen zu helfen, zu dessen Entstehen die Kräfte der betreffenden Welt an sich schon eine 
Grundlage geben, ohne Wissen und Wollen der dahin gelangten Seele; andere von ihnen bemühten 
sich um die Ohnmächtigen und Schlafenden, um sie zum Erwachen zu bringen und wieder andere 
predigten und redeten jenen zu, die voll erwacht, gelabt und geleitet, in den Besitz des ihrer Welt 
entsprechenden Leibes gelangt sind. 

(12) Dann sah und erkannte ich, daß eine jede der neunundvierzig Welten eine Verbindung mit je 
acht anderen Welten des Jenseits hat, und daß jede der erwachten und belehrten Menschenseelen in 
dem sich aufgebauten Leibe in eine bestimmte dieser acht Welten gelangen kann, und erst von dort 
aus sich ihr die Möglichkeit bietet, lichtere und reinere, - oder aber auch nach ihrem freien Willen 
lichtärmere, unreinere und schattenvolle, ja selbst auch die düsteren und finsteren Welten des 
Jenseits erreichen zu können. 

(13) Allein aber auch das sah und erkannte ich, daß je sieben der acht mit einer der neunundvierzig 
Welten des Schlafes verbundenen Welten lichter und reiner sind als jede der neunundvierzig,, 
dagegen jede achte weniger rein und licht als diese und daß jede der erwachten, mit dem Leibe ihrer 
Welt angetanen und belehrten Seeion dorthin strebt, wohin ihr einst sich bei dem Auszuge aus der 
wahren Welt des Reiches Gottes eigenwillig erworbenes Malzeichen sie hinzieht. 

(14) Jedes dieser Malzeichen ist gegen eine, mehrere, oder auch gegen alle jene Eigenschaften der 
guten Seele und des guten Willens jeglichen erkenntnisfähigen Geistes gerichtet, Eigenschaften, die in 
höchster Vollkommenheit, Reinheit und Heiligkeit Gott eigen sind und Er in ihnen Die ewige Wahrheit, 
Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung ist und je demnach, 



241 



welchen Grad von gegenteiligen Eigenschaften das Malzeichen und durch dieses die Seele in sich 
trägt, wie auch durch welchen Grad des Willens des Geistes die gegenteiligen Eigenschaften des 
lebendigen Malzeichens der Seele zu unterdrücken und auszumerzen, oder aber als das gerade 
Gegenteil davon, zu vertiefen, zu nähren und zu erweitern gesucht und getrachtet werden, demnach 
auch das Licht, oder die Finsternis der Seele und des Geistes ist. 

(15) Und da es der Grade der Gefühle und des daraus sich ergebenden Trachtens der Seele einerseits, 
wie auch der Grade des Willens des Geistes anderseits unzählige gibt, ist auch die Mannigfaltigkeit der 
Grade des Lichtes, sowie der bis an die volle Finsternis reichenden Grade der Schatten und des Düster 
- Unreinen unzählbar und unübersehbar. 

(16) Weil es aber trotzdem Scharen gibt, die seelisch-geistig in einem fast gleichen Trachten und 
Wollen aufgehen, das Trachten und Wollen anderer Scharen aber im Wesen und in Graden so 
mannigfaltig ist, deshalb auch so viele Welten des Jenseits, wo in jeder einzelnen Welt nur das 
beisammen lebt und wirkt, was dorthin gehört. 

(17) Keine Welt des Jenseits erlaubt und ermöglicht es, daß dort Gutes und Böses, Schönes und 
Abscheuliches, deines und Schmutziges, Heiliges und Teuflisches, Liebes und Garstiges, Wahres und 
Verlogenes, Erhabenes und Verwerfliches, Hohes und Niedriges, Geordnetes und Wüstes im Lichte 
und in der Finsternis mit; in- und untereinander leben und wirken kann, denn alles das ist nur auf 
Erden, weil es dort der Erkenntnis des Guten und des Bösen, der Wahrheit und der Lüge und der 
Erkenntnis des seelisch-geistigen Lichtes, wie auch der seelisch-geistigen Finsternis dient und deshalb 
ist das irdische Leben, sind Werktätigkeit und Erkenntnis alles des da Aufgezählten so unendlich 
wichtig für die Ewigkeit, und für nicht wenige geradezu entscheidend. 

(18) Ich habe in den einzelnen der neunundvierzig Welten einige Seelen gesehen und erkannt, deren 
Malzeichen durch ihr Trachten, Wollen und Wirken im Menschenleibe auf Erden ungleich 
ausgeprägter, größer, ärger und finsterer geworden ist, als es ursprünglich während des Auszuges 
und bei dem ersten Sterben war, dagegen aber sah ich bei vielen andern das gehabte Malzeichen 
unter dem Malzeichen ihrer guten. Werke auf Erden wie ohne Kraft und fast verlöscht, denn das Licht 
des Malzeichens ihrer guten Werke durchdrang das alte Malzeichen und ließ das Unreine seines 
Wesens kaum mehr erkennen. 

(19) Der Welten des Jenseits aber, die zu je acht mit einer der neunundvierzig Welten in Verbindung 
stehen, gibt es zusammen dreihundertzwe/ündneunzig; von diesen sind dreihundertdreiundvierzig in 
verschiedenen Abstufungen lichter und reiner, dagegen die restlichen neunundvierzig gleichfalls in 
Abstufungen lichtärmer und unreiner als die neunundvierzig Welten des Schlafes und all dem 
Gesehenen nach habe ich erkannt, daß die weitaus überlegene Mehrzahl der Seelen aller schon um 
jene Zeit (die ich angegeben habe) auf Erden verstorbenen Menschen in eine der Welten des Schlafes 
gelangt und daß diese Welten die eigentliche Mitte aller Welten des Jenseits bilden, und daß es von 
ihnen aus so viele immer lichtere und reinere Welten gibt, die in die wahre Welt des .Reiches Gottes 
wie anderseits auch, daß es ebenso viele, jedoch stufenweise immer lichtärmere, unreinere und 
finster düsterere Welten gibt (in welche ich bis dahin noch keine Menschenseele fand), die fast bis zur 
Grenze der Welt des höllischen Pfuhles reichen. 

(20) Und da ich das sah und erkannt habe, erschauerte ich im Schrecken, denn in mir stieg der 
finstere Gedanke auf, daß Gott, der Die ewige Wahrheit, Güte und Liebe, ist, Selbst durch das 
Schaffen solche Welten des Jenseits allen, die dem alten Drachen, Satan etwa doch noch Neigenden 
und Zugetanen die Möglichkeit gebe, den Pfuhl höllischer Finsternis erreichen zu können und verloren 
zu gehen und wie von schwerem Fieber geschüttelt, fürchtete ich irre zu werden, denn in zweien der 
neunundvierzig Welten sah ich kleinere Gruppen Seelen allerlei zwar nicht durchaus finsteren, jedoch 
aber mehr oder weniger unreinen Malzeichens, von gar keinen Lichtzeichen guter Werke gedeckt. 

(21) Und wie einstens vor und während des Auszuges der Scharen au der wahren Welt des Reiches 
Gottes sah und hörte ich auch jetzt viele Seelen reineren und lichteren Wesens und Malzeichens, 
welche ihr einst sich erworbenes unreines Malzeichen mehr oder weniger, ja bei sehr vielen fast zum 
Verlöschen gebracht hatte, jenen kleine Gruppen zureden, auf die ewige Wahrheit, Güte und Liebe 
Gottes einerseits und auf die Verlogenheit, Bosheit und auf den Haß des alten Drachen-Satans und 
Widersacher Gottes anderseits hinweisen, bitten, mahnen, sie immer wieder aufs neue alles des 



242 



Furchtbaren und Entsetzlichen vor und während des einstigen Auszuges Geschehene erinnern, aber 
ich sah und hörte, daß alles das bei vielen einzelnen denen es galt, wenig und sehr wenig, ja bei 
manchen überhaupt nicht fruchtete. 

(22) Diese wiesen darauf hin, daß weder sie selbst noch einer der ihnen Zuredenden die Schöpfung 
dessen erreicht habe, der das zu schaffen versprach, was Gott nicht geschaffen hat und nicht schaffen 
kann, daß sie aus Fernen nur den Beginn, den Anfang-, nicht aber die Vollendung seines Schaffens 
gesehen haben, diese daher keine gesehen hat, deshalb auch keine Behauptungen dagegen beweisen 
könne und den Schöpfer eines so unerhört großen Werkes etwa nur aus Neid und Kränkung über das 
eigene Unvermögen einen „alten Drachen", eine: „Satan", und die Seinen „Teufer nenne. 

(23) Da ich das hörte und in dem Antlitz dieser Sprecher .die eigen Bosheit ausbrechen sah, trat ich 
hinzu und begann ihnen wie auch jenen, die sich um sie bemühten, mit großer Stimme zu predigen, 
da. ich es bin, der den Pfuhl höllischer Finsternis und das Treiben seines Schöpfers mit den Seinen, 
wie auch alles was dort vorgehe, gesehen habe, es daher kenne, abersiehe, ich habe alsbald gesehen 
und erkannt, daß mich kei-ner von ihnen allen weder sieht noch meine Stimme hört und daß ich, 
obwohl selbst alles sehend und hörend, ein Fremdling all der Seelen und Welten bin und von diesen 
letzteren so wenig als eigenen Leib an mir trage, daß ich selbst zwar alle und alles sehen und hören 
konnte, sie aber nicht mich. 



14 

(1) Das Betragen und die Reden so manchen Trägers eines unreinen Malzeichens einerseits wie 
anderseits auch das Zureden, die Hinweise, Bitten und Mahnungen derer, die als Bewohner reinerer 
und lichterer Welten des Jenseits opferfreudig her kamen und unter Überwindung ihrer selbst den 
Leib einer bestimmten Welt annahmen, um von denen gesehen und gehört werden zu können, denen 
ihr Bemühen und Werktätigkeit galt, zog immer mehrere Zuhörer herbei, und schon sah ich in 
mancher Seele, deren gehabtes unreines Malzeichen von einst unter dem Lichte des sich auf Erden 
erworbenen Malzeichens ihrer guten Werke fast am Verlöschen war allerlei Zweifel aufkommen und 
unter ihrer Einwirkung auch so manche Unreinheit ihres alten Malzeichens wieder aufleben. 

(2) Das sehend, erschrak ich heftig aufs neue, erkannte aber also gleich, daß dasselbe auch jene 
wahrnehmen, die sich um die ihnen Widersprechenden bemühten, denn sie wandten sich von diesen 
ab und jenen zu, in denen sie die Zweifel aufleben sahen. 

(3) Ich aber sah an dem ganzen Wesen so mancher der redenden Träger eines unreinen Malzeichens, 
daß keine reinere und lichtere Welt sie aufnehmen kann, ja daß ihr weiteres Verbleiben in der Welt, in 
der sie aus ihrem Schlafe geweckt wurden und aus deren Dingen ihr Leib aufgebaut war, kraft ihrer 
seelisch-geistigen Einstellung bereits un-möglich geworden ist, denn schon sah ich ihren Leib 
allmählich verflüchtigen, sie selbst wie trunken und wie im halben Bewußtsein taumeln, und siehe, 
schon wurden sie wie von einer unwiderstehlichen Kraft gehoben, verloren noch im Bereiche der 
Grenzen' der von ihnen bis dahin bewohnten Welt ihren Leib unter sichtbaren Leidenserscheinungen, 
und alsbald nahm sie eine der licht ärmeren und unreineren Welten des Jenseits auf. 

(4) Ich aber fiel nieder, und unsagbar tief ergriffen bat ich in der Seele und im Geiste, der allgütige 
Gott möge, jenen unreinen Gedanken mir vergeben und keinen solchen mehr in mir aufkommen 
lassen, daß Er es sei, der solchen böswilligen Menschenseelen Selbst Welten geschaffen habe, die 
ihnen den Weg zu dem alten Drachen, Verderber und Satan ermöglichen, denn durch das Gesehene 
und Gehörte habe ich erkannt, wie unerläßlich und unumgänglich notwendig auch die Schöpfung 
solcher Welten des Jenseits war und ist, die das finstere und unreine Wesen der Böswilligen 
aufnehmen und sie daran hindern, ihre Bosheit in reinere und lichtere Welten des Jenseits zu tragen, 
um dort jene zu verderben, die guten Willens sind. 

(5) Aufschauend sah und hörte ich den Bemühungen, Erklärungen, Fingerzeigen, Weisungen, Bitten, 
Mahnungen und Predigten zu, welche die reineren und lichteren Helfer den weiter erwachten, 
erweckten und mit dem Leibe einer der neunundvierzig Welten angetanen Seelen angedeihe ließen 
und schon sah ich auch viele und sehr viele der erwachten und belehrten Menschenseelen sich 



243 



erheben, um den Weg zur Erde zu nehmen denn in ihnen erwachte die Sorge um jene, die auf Erden 
die Ihre sind. 

(6) Daß alle Seelen erkenntnisfähigen Geistes, die einmal durch das Reich der Erde als Menschen 
gegangen sind, nach freiem Willen von jeder Welt des Jenseits, wie auch aus der wahren Welt des 
Reiches Gottes auf die Erde und wieder in ihre eigene Welt gelangen können, daß sie die Menschen 
auf Erden (wie auch die Tiere und Pflanzen dort), zwar nicht irdisch, also nicht ihren irdischen, 
sondern allein ihren seelischen Leib und Geist sehen, die Ihren erkennen und sich ihnen durch 
geeignete Mittler, gelegentlich und unter gegebenen Umständen auch auf allerlei andere Art und 
Weise mehr öder minder deutlich mitteilen können, wußte ich bald, nachdem die Seelen der ersten 
auf Erden verstorbenen Menschenscharen in das Jenseits eingegangen sind, wie auch, daß schon 
diese ersten Menschenscharen auf Erden in ähnlicher und gleicher Verbindung mit den reinen Kindern 
Gottes .in Verbindung standen. 

(7) Nun aber wußte ich auch schon einige der unreineren und lichtarmen Welten des Jenseits 
bewohnt, denn im Verlaufe der Zeiten meines Schauens, Hörens und Betrachtens all der Vorgänge, 
haben neue, wohl unbedeutend kleine Gruppen Seelen mehr oder minder unreinen, einzelne aber 
auch mehr oder minder finsteren Malzeichens, eine oder die andere der neunundvierzig Welten 
verlassen, und ihrem Wesen entsprechende Wollen des Jenseits bezogen. 

(8) Und da ich hinsah, siehe, auch von ihnen verließen nicht wenige ihre Welten, um auf der Erde 
unter den Menschen Umschau zu halten, kamen nach Zeiten wieder zurück mit allerlei Mitteilungen, 
gingen dann mit ändern Ihresgleichen zur Erde, kamen zurück und berichteten Wahres, aber auch 
Erlogenes über alles das, was ihnen unter den irdischen Menschen zu beobachten und wahrzunehmen 
gelungen sei; inzwischen trafen aus den neunundvierzig Welten des Jenseits weitere Seelen einzeln, 
mitunter aber auch in kleineren Gruppen dort ein, die jedes mal mit Jubel der andern aufgenommen 
wurden. 

(9) Dann aber sah ich, daß so manchen der Böswilligen seine Welt nicht entsprach, daß sein Trachten 
nach einem noch unreineren Schaffen und Wirken ging, und alsbald sah ich einige in einer ihrem 
Trachten und Wollen entsprechenden anderen Welt, die ihnen nach Zeiten aber wieder nicht 
genügend unrein und finster war, Und also sah ich sie von Stufe zu Stufe dem Verderben 
entgegengehen. 

(10) Die ganze Reihe der von Stufe zu Stufe unreineren, immer lichtärmeren und steigernd düster, 
finstereren Welten des Jenseits, die ich vor Zeiten alle bis zur Mitte jener neunundvierzig Welten des 
Schlafes leer und unbewohnt fand, bekam von dieser Mitte des Jenseits aus nach und nach Bewohner; 
wohl war immer noch die weit, weitaus größere Zahl solcher Welten leer wie zuvor, da aber das 
Streben einzelner auch so manchen der ihnen Zugeneigten wie unaufhaltbar mitzog, mussten sie in ab 
sehbar ein Zeit verlaufe schließ-lich doch in jene wie drohend düstere und finstere Welt des Jenseits 
gelangen, von der aus ich den Pfuhl höllischer Finsternis, den alten Drachen-Satan, die Seinen und 
das Treiben aller dort geschaut habe. 

(11) So im Geiste zurückschauend und die Zeitverläufe, die seitdem verflossen und der Ewigkeit 
eingeschlossen wurden., fühlend und sie in der Seele ermessend, habe ich erkannt, daß sie mit 
wiedermals tausendmal zehntausend irdischen Jahren richtig verglichen sind; ich nahm im Geiste dazu 
die im Schauen vorher, seitdem ich die ersten Menschenscharen auf der Erde leben und wirken 
gesehen habe, verflossenen Zeiten und wußte nun, daß seitdem rund dreitausendmal zehntausend 
Jahre vergangen sind, ein Zeitverlauf, der vielen irdischen Menschen schier wie unendlich dünkt. 

(12) Mir aber, der ich alles das gesehen, gehört und mit erfühl t habe, kam es vor, als wäre alles das 
vorgestern, gestern und heute, und so ich diesen Zeitverlauf mit den Zeiten im Geiste verglich, die seit 
der Erschaffung der wahren Welt des Reiches Gottes für uns und seit dem von Ihm für uns 
geschaffenen Anfange bis zum Auszuge der vom Satan verdorbenen. Kinder Gottes verflossen sind, 
habe ich erkannt, daß alle diese dreitausendmal zehntausend Jahre sich in keiner Art und Weise mit 
jenen Äonen von Zeiten vergleichen lassen, die wir, in seligem Frieden schaffend, in der wahren Welt 
des Reiches Gottes gelebt haben, denn mit jenen Äonen von Zeiten verglichen, sinkt die Bedeutung 
der dreitausendmal zehntausend irdischen Jahre nicht einmal, zu einem Augenblick zusammen. 



244 



(13) Ich habe die Ewigkeit, die allein vom Lichte und der Kraft des heiligsten Wesens, Geistes und 
Lebens Gottes durchdrungene Leere der Unendlichkeit und Ihn Selbst im Lichte Seiner Kraft vor der 
Schöpfung der wahren Welt Seines Reiches und vor dem für uns geschaffenen Anfange durch Seine 
Gnade schauen können, bin dazu in der mir eigenen Fähigkeit von Ihm würdig gefunden worden, ich 
Unwürdiger, der ich so manchen Seher kenne, dessen Fähigkeit sicher nicht kleiner ist, und der 
vielleicht fähiger wäre, alles . das Gesehene, Gehörte, Erlebte und Erfühlte in besserer, schönerer und 
verständlicher erhabeneren Weise aufzuschreiben, als mir es beim besten Willen möglich ist. 

(14) Die im Gesicht gegebene Offenbarung aber, welche die Ewigkeit umfasst, kann nur einen 
verschwindend kleinen Bruchteil all des Gesehenen, Gehörten, Gefühl ton und Miterlebten in der 
Schrift wiedergeben, denn sollte alles das geschrieben werden, müßte der Seher und Schreiber, 
abertausende von Jahren leben und schreiben - und ich glaube, daß er auch dann nicht entsprechen 
würde; deshalb und darum schreibe ich allein das, was jedem erkenntnisfähigen Geiste, der guten 
Willens, ist, zur wahren Gott - und zur wahren Selbsterkenntnis und in der Erkenntnis Der ewigen 
Wahrheit zum Heile des wahren ewigen Lebens gereicht. 

(15) Wer Den guten Willens erkennt, Der allein Die ewige Wahrheit, Das wahre Licht, Das wahre 
ewige Leben, Der Anfang, Die ewige Güte, Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und 
Selbstaufopferung ist, und von Dem nichts Böses kommen kann, der muß auch von dem Sein des 
Widersachers wissen, von dem alten Drachen und Satan, von dem Vater der Lüge und aller Bosheit, 
der, auf dem Throne seines finsteren höllischen Pfuhles sitzend, so sich gebärdet, als wäre er Gott, 
und von dem nichts Gutes kommen kann, weil er in seiner Verlogenheit, Bosheit und in seinem Hasse 
rachgierig wider alles wütet, was Gottes ist. 

(16) Dieser finstere Widersacher Gottes weiß es wohl und ungleich besser als manche Schar der 
Kinder Gottes, daß es nur Einen wahren, allgütigen, ewigen Gott und Vater alles Lebens (auch des 
Lebens des alten Drachen) gibt; er weiß es besser als viele andere, daß von Gott, Dem Vater alles 
Lebens, nichts kommen kann, was auch nur entferntest wider die unwandelbar, unveränderlichen 
Eigenschaften des heiligsten Wesens und Geistes Gottes auch nur schattenweise gerichtet wäre, und 
Ihnen nicht vollkommen entsprechen würde. 

(17) Gerade deshalb aber behauptet der alte Drache den von ihm Verdorbenen und Seingewordenen 
gegenüber, er sei der wahre Gott, der keinen anderen neben sich duldet, weil er Großes, zuvor nie 
Dagewesenes schafft und nicht allein den Schlüssel des Lebens sondern auch die Schlüssel des Todes 
in seiner Hand hätte, welche. Behauptung eine der größten 'seiner Lügen ist, da es für alles Seiende 
Seelisch-Geistige allein das von und aus Gott empfangene Leben gibt, niemals aber einen Tod der 
Vernichtung und des Nichtseins. 

(18) Das einmal von und aus Gott empfangene Leben bildet mit dem Geiste, dem es in der wahren 
Welt des Reiches Gottes an dem von Ihm geschaffenen Anfange gegeben ward, und mit dem 
seelischen Körper, dessen untrennbares Eigen der Geist ewiglich ist, Eine Dreieinigkeit-Dreifaltigkeit: 
Seele-Geist-Lebe n eines jeglichen seelisch-geistig-lebendigen Wesens, und dieses, weil es als Seele 
und Geist seines eigenen ewigen Seins ist und die Kraft des ewigen Lebens, von und aus Gott einstens 
empfangen hat, ist unverlierbar, unzerstörbar und unvernichtbar. 

(19) Dem ewigen Wesen der Seele und des Geistes das einmal empfangene Leben zu nehmen, 
vermag niemand, auch Gott nicht! Weil es Sein Leben ist, kraft dessen alles Seelisch-Geistige lebt, und 
Er das geschenkte, von den Beschenkten getragene Leben niemals mehr zurücknehmen kann und 
nicht zurücknehmen wird, weil Er Die ewige Wahrheit ist. 

(20) Wie der Geist von dem ihm ewiglich eigenen Wesen der Seele und diese von dem ihr ewiglich 
eigenen Geiste untrennbar ist, genauso untrennbar ist das Leben von den beiden, mit denen es eine 
untrennbare, unzerstörbare und unvernichtbare Dreieinheit eines seelisch-geistig-lebendigen Wesens 
ist. 

(21) Die wahre Welt des Reiches Gottes kennt allein das wahre ewige Leben der Seligkeit und des 
Friedens in schönem, reinem und erhabenem Schaffen und Wirken für einander, Gott und einander 
zur Freude; in der wahren Welt des Reiches Gottes gibt es an Kräften und Dingen nichts, was das dort 



245 



lebende, wirkende und schaffende Seelisch-Geistige, wie auch den dort getragenen himmlischen Leib 
auch nur im geringsten irgendwie bedrängen und ihm nachteilig werden könnte. 

(22) Von dort sind schier unzählbare und unübersehbare Scharen ausgezogen, um dem 
großsprecherischen Vater der Lüge und der Bosheit nachzugehen; sie haben ihn und seine teuflische 
Schöpfung aber nicht erreichen können und sind in der weltenlosen Leere samt jenen gestorben, die 
zu ihrer Rettung mitgegangen sind. 

(23) War aber dieses ihr einstiges Sterben, war es der Tod der Vernichtung und des Nichtmehrseins? 
Hat dieses Sterben dem ewigen Sein der Seele, des Geistes und des Lebens ein Ende bereiten 
können? 

(24) Nein! Denn sonst wäre dieselbe Seele mit demselben ihren Geiste und Leben nicht lebendig da 
auf Erden; unmöglich wäre es, daß wir da waren und mit uns alles das Lebendige der Seele und des 
Geistes; daß wir aber da. sind, ist das sprechendste und unwiderlegbare Zeugnis unseres ewigen 
Seins, ein Zeugnis, daß ein jegliches Wesen der Seele und des Geistes nicht Gott zum Schöpfer hat, 
sondern daß es seines eigenen ewigen Seins ist, ein Zeugnis, daß das Sterben kein Tod der 
Vernichtung und des Nicht mehr seins ist, sondern ein Weg, ein Tor und ein Eingehen in eine andere 
von Gott für uns geschaffene Welt zum Leben in einem ändern der uns gebührenden Welt 
angepassten Leibe. 

(25) Daß wir als Seele und Geist keine Schöpfung Gottes sind, bezeugt am deutlichsten und 
unwiderlegbar nicht allein die unendliche Mannigfaltigkeit und schwere Unvollkommenheit des Wesens 
der Seele und des Geistes, sondern ungleich mehr noch auch das Teuflische der Seele 
erkenntnisfähigen Geistes, der Satan als Vater der Lüge und aller Bosheit, der Widersacher Gottes 
ewiger Wahrheit, seine Teufel und alle Menschen, die ihm anhangen und an seinen teuflischen 
Gelüsten Gefallen finden. 

(26) Unser einstiges Sterben war der Verlust unseres gehabten himmlischen Leibes, und wir kommen 
alle nach und nach, ein jeglicher ein einzigesmal in das Irdische dieser Welt, um da zum Bewußtsein 
unseres Lebens und Seins geweckt zu werden, im irdischen Leibe das Gute und das Böse durch den 
irdischen Leib zu erkennen, Gutes einander zu erweisen und durch den Verlust des irdischen Leibes 
neuerlich zu sterben, das heißt in jene Welt des Jenseits einzugehen, die wir uns durch unsere 
Gesinnung, Erkenntnis und Werke auf Erden voraus schon selbst bestimmt und selbst verdient haben. 



15 

(1) Diese und viele andere Erwägungen ergriffen meine Seele, als ich darüber nachdachte, wie ich 
alles das Gesehene, Gehörte und Miterlebte für die Menschen schreiben werde, damit sie mein 
Zeugnis verstehen, und der Geist des geschriebenen Zeugnisses kraft des guten Willens ihres Geistes 
in ihrer Seele so lebendig werde, daß sie im seligen Frieden dem Heile des wahren ewigen Lebens im 
Reiche Gottes mit Zuversicht entgegengehen können. 

(2) In diesen und vielen ändern solchen Gedanken merkte ich es kaum, daß ich inzwischen aus der 
Mitte der Welten des Jenseits in eine der reinen und lichtvollen Welten gelangt bin, die an das Reich 
Gottes grenzen, und zurück in die lange Reihe der Welten des Jenseits bis zu ihrer Mitte schauend, 
freute ich mich darüber, daß die Zahl ihrer Bewohner eine so überaus große ist, daß dagegen die Zahl 
jener, die den Weg des Verderbens nahmen, und die ich in den lichtarmen, unreinen und düsteren 
Welten gesehen habe, fast verschwindet und der wahren Welt des Reiches Gottes mich zuwendend, 
dankte ich in der Seele und im Geiste Den Allgütigen, daß Er zur Rettung aller, die auch nur einen 
kleinen Teil ihres einst in so großem Maße gehabten guten Willens aufbringen, eine so große und 
wunderbare Schöpfung entstehen hat lassen. 

(3) Und da ich in seligem Frieden betend dankte, siehe, da sah ich Ihn wiedermals mitten am 
Firmamente Seines Reiches mit zum Segnen ausgebreiteten Händen im unbeschreiblich wunderbarem 
Lichte Seiner Kraft; ich fiel nieder und da hörte ich Seine Stimme in mir: 



246 



(4) Jovian! Da du Zeiten hindurch von der Erde abgewendet warst, sollst du jetzt wieder hinsehen, 
damit du auch über das Wirken und Schaffen der Menschen dort weiteres schreiben kannst, den 
Kommenden zum Zeugnis und zur Erkenntnis! 

(5) Und da ich mit von Seligkeit tränenden Augen aufsah, war es mir, als stände Er bei mir und als 
berühre Seine Rechte meine Stirn, - Ich brachte den Mund nicht auf, aber in der Seele sprach ich: 
Herr! Mein Gott! Ich danke Dir für alle, die guten Willens Dich wieder gefunden haben, und für alle, 
die guten Willens Dich noch finden werden .zum Heile des wahren ewigen Lebens in Deinem Reiche! 

(6) Wie lange ich in diesem Danke meiner Seele verblieb, ich weiß es nicht; als ich aber aufstand und 
aufsah, siehe, da war ich auf Erden und, über Berge, Taler, Länder und Meere schauend, sah ich so 
mancherlei Veränderung im äußeren Aussehen dieser Welt; es war mehr Land da als früher, ein 
großes der Länder war geteilt, von dem ändern Teile fortgerückt und dazwischen ein Meer, welches 
wieder von dem größten Meere geteilt war durch das geteilte große Land. 

(7) Doch aber war die Erde dasselbe schwache Spiegelbild und der Abglanz einer der kleinsten Welten 
des Reiches Gottes, es waren auch dieselbe Sonne, Mond und Sterne des Alls dieser Welt da, wie alles 
erschaffen ward; es war vielfach auch ein anderes Pflanzenreich, eine andere Tierwelt und es waren 
auch andere Scharen Menschen allerlei Farben da als anfänglich und in der Folge, aber, von Land zu 
Land schauend, sah ich, daß inzwischen im Wirken und Schaffen der Menschen nur jene Änderung 
eintrat, daß sie größere Städte und Orte gebaut, Felder und Garten geschaffen und bestellt hatten, 
mit allerlei Fahrgerät das Land, mit Schiffen die Meere befuhren und alles Land so dicht bewohnten, 
daß ich ihre Gesamtzahl auf mehr als fünfundzwanzigtausendmal Hunderttausend schätzen mußte. 

(8) Und eine große Freude ergriff mich, als ich überall unter den Menschen einen Frieden fand; wohl 
sah ich in der Seele so manches Menschen ein unreines, ja selbst auch düster, finsteres Malzeichen, 
aber die weit, weitaus überwiegende Mehrzahl trug ein solches in ihrer Seele, daß es im Lichte des 
Malzeichens ihres guten Willens und ihrer Werke nur schwach und wie verlöscht erschien. 

(9) Auch standen sie in einem viel emsiger gepflegten Verkehr mit den verstorbenen Ihren durch so 
manche fähige Seher, Propheten und Mittler, wußten von ihrem einstigen Leben und Wirken in der 
wahren Welt des Reiches Gottes, von ihrer Abwendung von G oft und von ihrem Aus-zuge aus Seinem 
Reiche und daher kannten sie keine andere Gott Verehrung und keinen ändern Gottesdienst als allein 
den, einander Gutes zu erweisen und Gutes zu tun, dann aber auch,: an jedem siebenten Tage unter 
freiem Firmamen te sich zu versammeln, von dem Geschehen ihres einstigen Auszuges zu sprechen, 
durch einen etwa unter ihnen seßhaften oder von Ort zu Ort und von Land zu Land pilgern de n 
Propheten-Mittler das Himmelreich oder auch das lichte Jenseits zu hören, Gott durch eigene Reden 
zu preisen, Ihm zu danken, sich zu freuen und sich auf das Abgehen von der Erde so vorzubereiten, 
daß sie hernach zu Ihm in Sein Reich wieder gelangen. 

(10) Alledem nach sah und erkannte ich, daß sich im Schaffen, Wirken und in der Erkenntnis der 
Menschen in einem Zeitverlaufe von mehr als dreitausendmal zehntausend irdischen Jahren nicht viel 
und fast gar nichts geändert hatte, was irgendwie schwerer nachteilig für sie wäre, und über alles das 
freute ich mich unendlich, von Land zu Land und von Volk zu Volk schauend immer mehr. 

(11) Ich sah die Menschen auf Erden von Scharen Menschenseelen des lichterer und lichten Jenseits 
aber auch von reinen Kindern Gottes umgeben, von Zeit zu Zeit mit ihnen durch fähige Mittler- 
Propheten sprechen und freute mich auch darüber, daß die Bewohner der unreinen, düsteren und 
finsteren Welten des Jenseits, die ich gelegentlich einzeln oder in kleiner Zahl gleichfalls unter den 
Menschen auf Erden Umschau halten sah, bis dahin keinen Mittler, Seher, Propheten und daher auch 
keine Gelegenheit fanden, sich den Menschen mitteilen zu können. 

(12) Ich sah von der Erde aus ihre Welten und als ich dort Nachschau hielt, siehe, da sah ich die 
ganze Reihe der von Stufe zur Stufe unreineren, düsteren und finstereren Welten deutlich mehr 
bewohnt, und schon sah ich einige wenige dieser lichtlosen Menschenseelen Anstalten zu treffen, um 
jene finstere und wie drohend düstere Welt zu beziehen, von der aus die Grenze der Schöpfung des 
alten Drachen und Satans, der Pfuhl höllischer Finsternis, nicht allzuferne ist. 



247 



(13) Als sähe ich jetzt schon in die Zukunft, erschrak ich heftig in dem Gedanken und in der 
Vorstellung, die von dem alten Drachen Ausgesandten würden die finsteren Ankömmlinge in der 
ihnen, zusagenden finsteren Welt finden, von ihnen den Aufenthalt der gesuchten Scharen erfahren 
und durch das finstere Jenseits etwa auch noch zur Erde geführt .worden, und Gott bittend, mir die 
Kraft zu geben, all den weiteren Geschehen aus der Nähe folgen zu können, stand ich alsbald 
wiedermals in jener wie drohend düsteren und finsteren 'Welt, von wo aus ich Zeiten zuvor die 
Vorgänge im Pfuhle der Hölle geschaut habe. 

(14) Nicht mehr Furcht, aber ein unsagbarer Ekel und Grauen ergriff mich, als ich wiedermals den 
alten Satan auf seinem Throne sitzen sah und seine heiser krächzende Stimme vernahm, als er gerade 
mit nicht wiederzugebenden und mir vielfach auch unverständlich neuen Worten fluchte und jedem 
Ungehorsam die furchtbarste Rache schwur. 

(15) Ich sah um seinen ungeheuren Thron die vierundzwanzig kleineren Throne ringsum für die 
damals von ihm Ausgesandten aufgebaut, auf jedem der Throne lag das von ihm damals 
versprochene Kleid und die wie goldene Krone, vor jedem der Throne standen auch schon die sieben 
Leuchter der Lästerung aber alle die vierundzwanzig Throne waren leer, es saß keiner der zwanzig, 
die er Älteste genannt hatte, und auch keiner der vier, von ihm die Lebendigen genannt, auf ihnen. 

(16) Und da ich mich umsah, siehe, da sah ich sie, jeden mit seiner Schar immer noch suchen und 
sich dabei nach den jeweiligen Wege und Standorte der vier Lebendigen des alten Satans richten, die 
immer noch vorne, hinten, seitwärts, oben und unten voll gemachter Augen, die wie Feuerflammen 
zuckten, den ändern den Weg ihres Suchens angaben. 

(17) Wie einst zuvor, strich bald auch diesesmal einer der vier mit seiner Schar ganz nahe an der 
Welt, über deren Boden ich stand, vorbei, aber wie das erstemal, erkannte ich auch diesesmal, daß er 
weder die Welt noch mich sehe, noch irgendwie sonst wahrnehme, und ich sah zu, wie er und alle die 
ändern, wie wahnsinnig weitersuchend, in riesigen Kreisen herumfuhren. 

(18) Angeekelt und von Widerwillen gegen alles dieses Treiben ergriffen, wandte ich mich um, 
erschrak aber, als ich sah, daß ich nicht mehr allein in der Welt des Grauens bin, sondern daß jene, 
die ich zuvor in einer ähnlichen Welt hierher zu gelangen Anstalten treffen gesehen habe, nun da 
waren, zehn an der Zahl. 

(19) Ich sah sie deutlich und fand alsogleich, daß ihr Aussehen dem Aussehen der Teufel ähnlich und 
sehr ähnlich war, denn in ihrem aus den unreinen Dingen der von ihnen durchgegangenen Welten 
gebildeten Leibe sahen sie noch schrecklicher aus als in ihrer Seele; trotzdem aber fing ich alsogleich 
an auf sie einzureden, um sie von ihrem letzten Schritt ins Verderben abzuhalten, aber alsbald habe 
ich erkannt, daß sie mich weder sehen noch hören und auch nicht fühlen, so ich, trotz des Ekels und 
Grauens, einen oder den ändern bei der Hand zu ergreifen versucht habe. 

(20) Also ließ ich von ihnen ab, sah aber, daß sie alle wie gebannt, in jene Richtung schauten, wo ich 
die suchenden Teufelvorderen wußte, und nun sah ich, daß auch sie alle die Suchenden sehen, und 
da gerade wieder einer der vier mit den überall an sich angebrachten feuerflammenden Augen 
Angetanen mit seiner Schar in die Nähe der finsteren Welt schwenkte, auf der die Zehn standen, 
erhoben diese ihre Hände und begannen aus allen ihren Kräften zu schreien: Ja - Ave!, efa - aje Ja - 
A ve? efa aje? Ja - A ve! (Der Heilige!, wo ist der Heilige - wo ist der Heilige!) 



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Das Lied der Linde 
(1850) 

Alte Linde bei der heiligen Klamm, 
Ehrfurchtsvoll betast' ich deinen Stamm, 
Karl den Großen hast du schon gesehn, 
Wenn der Größte kommt, wirst du noch stehe'n 

Dreißig Ellen mißt dein grauer Saum, 
aller deutschen Lande ältester Baum, 
Kriege, Hunger schautest, Seuchen not, 
Neues Leben wieder, neuen Tod. 

Schon seit langer Zeit dein Stamm ist hohl, 
Roß und Reiter bärgest du einst wohl, 
Bis die Kluft dir sacht mit milder Hand 
Breiten Reif um deine Stirn e wand. 

Alte Linde, die du alles weißt, 
Teil uns gütig mit von deinem Geist, 
Send ins Werden deinen Seherblick, 
Künde Deutschlands und der Welt Geschick! 

Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht, 
Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit, 
Hundertsechzig sieben Jahre Frist 
Deutschland bis ins Mark getroffen ist. 

Fremden Völkern front dein Sohn als Knecht, 
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht, 
Grausam hat zerrissen Feindeshand 
Eines Blutes, einer Sprache Band. 

Zehre, Magen, zehr' vom deutschen Saft, 
Bis mir einmal endet deine Kraft, 
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin, 
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin. 

Ernten schwinden doch die Kriege nicht, 
und der Bruder gegen Bruder ficht, 
Mit der Sens' und Schaufel sich bewehrt, 
Wenn verloren gegen Flint' und Schwert. 

Arme werden reich des Geldes rasch, 
Doch der rasche Reichtum wir zur Asch' 
Ärmer alle mit dem größ'ren Schatz. 
Minder Menschen, enger noch der Platz. 

Da die Herrscherthrone abgeschafft, 
Wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft, 
Bis der Tag kommt, wo sich glaubt verdammt; 
Wer berufen wird zu einem Amt. 

Bauer heuert bis zum Wendetag, 
All sein Müh'n ins Wasser nur ein Schlag, 
Mahn wort fällt auf Wüstensand, 
Hörer findet nur der Unverstand. 



Wer die meisten Sünden hat, 
Fühlt als Richter sich und höchster Rat, 
Raucht das Blut, wird wilder nur das Tier, 
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier. 

Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar, 
Schonet nicht den Greis im Silberhaar, 
Über Leichen muß der Höchste flieh'n 
Und verfolgt von Ort zu Orte ziehn. 

Gottverlassen scheint er, ist es nicht, 
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht, 
Leistetauch in Not er nicht Verzicht, 
Bringt den Gottesstreit vors nah' Gericht. 

Winter kommt, drei Tage Finsternis, 
Blitz und Donner und der Erde Riß, 
Bet' daheim, verlasse nicht das Haus! 
Auch am Fenster schaue nicht den Graus! 

Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein, 
Wofern sie brennen will, dir Schein, 
Giftiger Odem dringt aus Staubesnacht, 
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht. 

Gleiches allen Erdgebor'nen droht, 
Doch die Guten sterben se/'gen Tod, 
Viel Getreue bleiben wunderbar 
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr. 

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt, 
Eine and're mit dem Feuer ringt, 
Alle Städte totenstill, 

Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill. 

Zählst du alle Menschen auf der Welt, 
wirst du finden, daß ein Drittel fehlt, 
Was noch übrig, schau in jedes Land, 
Hat zur Hälft' verloren den Verstand. 

Wie im Sturm ein steuerloses Schiff, 
Preisgegeben einem jeden Riff, 
Schwankt herum der 
Eintags-Herrscher-Schwarm, 
Macht die Bürger ärmer noch als arm. 

Denn des Elend einz'ger Hoffnungsstern 
Eines bessern Tages ist endlos fern. 
„Heiland, sende den du senden mußt!" 
Tönt es angstvoll aus des Menschen Brust. 

Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf, 
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf? 
„Alles ist verloren!" hier's noch klingt, 
„Alles ist gerettet", Wien schon singt. 



Ja, vom Osten kommt der starke Held, 
Ordnung bringend der verwirrten Welt. 
Weiße Blumen um das Herz des Herrn, 
Seinem Rufe folgt der Wack're gern. 

Alle Störer er zu Paaren treibt, 
Deutschem Reiche deutsches Recht er schreibt, 
Bunter Fremdling, unwillkomm'ner Gast, 
Flieh die Flur, die du gepflügt nicht hast. 

Gottes Held ein unzertrennlich Band 
Schmiedest du um alles deutesche Land. 
Den Verbannten führest du nach Rom 
Großer Kaiserweihe schaut der Dom. 

Preis dem einundzwanzigsten Konzil, 
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel, 
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt, 
Daß nun reich und arm sich nicht mehr würgt. 

Deutscher Nam', du littest schwer, 
Wieder glänzt um dich die alte Ehr', 
Wächst um den verschlung'nen Doppelast, 
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast. 

Dantes und Cervantes welscher Laut 
Schon dem deutschen Kinde ist vertraut, 
Und am Tiber - wie am Ebrostrand 
Liegt der braune Freund von Hermannsland. 

Wenn der engelgleiche Völkerhirt' 
Wie Antonius zum Wandrer wird, 
Den Verirrten barfuß Predigt hält, 
Neuer Frühling lacht der ganzen Welt. 

Alle Kirchen einig und vereint, 
eine Herde einz'ger Hirt erscheint. 
Halbmond mählich weicht dem Kreuze ganz, 
Schwarzes Land erstrahlt im Glaubensglanz. 

Reiche Ernten schau ich jedes Jahr, 
Weiser Männer eine große Schar, 
Seuch ' und Kriegen ist die Welt entrückt, 
Wer die Zeit erlebt, ist hochbeglückt. 

Dieses kündet deutschem Mann und Kind 
Leidend mit dem Land die alte Lind', 
Daß der Hochmut mach ' das Maß nicht voll, 
Der Gerechte nicht verzweifeln soll! 



Quelle: Magazin 2000plus Spezial „Prophezeiungen", 

Sommer 1999, Seite 87 



251 



Der Weg ins neue Zeitalter 




Das Zeitalter der Göttin 
Panbabylonischer Arbeitskreis 



Eine zusammenfassende Betrachtung über die Mythe vom „Neuen Zeitalter" und deren tatsächliche 
Hintergründe. 



Der Weg ins neue Zeitalter 

Die Zeitalter entsprechen einem Gleichnis mit der jahreszeitlichen Entwicklung auf der Erde. Es ist die 
Idee und die Erkenntnis des zyklischen Verlaufs der Dinge. Adäquat zum irdischen Sonnenjahr gibt es 
das kosmische Jahr, und adäquat zu den Monaten die kosmischen Monate - die Zeitalter. 

Seit frühester Geschichte ist der Mythos um die Zeitalter in den Hochkulturen der Menschheit 
verankert. Nach Heraklit bilden 18.000 Sonnenjahre ein kosmisches Jahr, das „Große Jahr", welches in 
die kosmischen Monate, eben die Zeitalter, unterteilt sei. Andere, aber proportional gesehen stets 
harmonierende Vorstellungen kannten die alten Inder, die Perser und die Babylonier. Aus dem alten 
Mesopotamien ist die älteste Überlieferung erhalten: Die Zeitalterrechnung der Sumerer. Auf diese, 
und spätere Weiterentwicklung durch die Babylonier, gründet unser heutiges Wissen um die Zeitalter, 
wie die Astrologie überhaupt und die aus ihr später durch Keppler hervorgegangene Astronomie. 

Die Babylonier rechneten ein kosmisches Jahr mit 26.000 Sonnenjahren, ein „Adu", ein Zeitalter, also 
mit 2.166 Sonnenjahren, wobei jedoch Unterschiede bestehen, da die beeinflussenden Kräfte 
unterschiedlich stark sind - und auch die Menschen einen mitbestimmenden Anteil haben. Jedes „Adu" 
entspricht dem Durchlaufen eines der zwölf Tierkreiszechen. 

Die Zeitalter stehen unter unterschiedlichen Einflüssen, verschiedenartige Mächte wirken sich während 
ihrer auf die irdischen Geschehnisse und Zustände aus. Das gegenwärtig zuende gehende 
Fischezeitalter ist das Zeitalter der Finsternis. Es wird vom Einfluß einer grausamen, rein männlichen 
Wesenheit dominiert (etwa dem alttestamentarischen Jahwe). Das nun aber bevorstehende 
Wassermannzeitalter (das richtig Wasserkrugzeitalter heißt!), wird ein Zeitalter des Lichts sein. In ihm 
dominiert die liebende weibliche Kraft (etwa die Göttin Ischtar/ Freyja/ Aphrodite/ Venus etc.). 



252 



Da nun die Dauer der Zeitalter bis zu einem gewissen Grade von der Einflußstärke der jeweils 
dominierenden Macht - und auch von der entsprechenden Resonanz bei den Menschen - mit bestimmt 
wird, ist jede Zeitalter-Endzeit von einem Kampf der kosmischen Mächte gekennzeichnet. Je weiter ein 
Zeitalter voranschreitet, um so stärker wird der Einfluß der dominierenden Macht. Es ist mit einer 
spiralförmigen Bewegung zu vergleichen, bei der die Anziehungskraft des dominierenden Faktors zum 
Ende hin immer stärker wird - und um so drastischer wird dann auch der Umschwung in das Neue. 

Dies erklärt, warum das 20. Jahrhundert, das letzte Jahrhundert des finsteren Fischezeitalters, von 
extremster Grausamkeit und nie zuvor dagewesenen Massenmorden etc. gekennzeichnet ist: Die 
finstere Macht, welche dieses „Adu" dominiert, tobte sich noch einmal in all ihrer Grausigkeit aus. 
Möglich wurde dies erst, weil es der finsteren, nur männlichen, Macht gelang, die weiblichen Kräfte in 
extremster Weise zu schädigen. Als Folge des 1. Weltkriegs wurden erstmals den Frauen die langen 
Haare abgeschnitten und damit die astralen Schwingungsorgane genommen, durch welche sie das 
göttliche Licht anzogen. Erst als die weiblichen Kräfte durch das Abschneiden der langen Haare so 
sehr geschwächt waren, konnte die Finsternis ihre Hölle auf Erden ausbreiten. 

Jetzt aber wirkt sich schon wieder das Nahen des göttlichen Lichts der neuen Zeit aus. Immer mehr 
Frauen lassen ihre Haare lang, die weibliche Schwingung wird stärker. Deshalb ist die Hoffnung auf 
einen baldigen Sieg des Lichts, auf den Triumph des neuen Zeitalters, groß. Alle Frauen und Mädchen, 
die sich ihre langen Haare bewahren, tragen einen sehr wichtigen Teil zum segensreichen Sieg des 
Lichts bei! Dann wird auch die Liebe den Haß besiegen, es wird Herzenswärme statt materialistischer 
Kälte herrschen, und auf lange Zeit werden Neid, Bosheit und Krieg überwunden sein. 

An den Frauen liegt es ganz wesentlich, denn das neue lichte Zeitalter ist das der weiblichen Gottheit. 

Der Wiederaufstieg der weiblichen Kraft wird gleichsam die Männer stärken. Diese werden in ihren 
Frauen das Göttliche, das ewig Weibliche erkennen, jenen Schlüssel zum Licht, den auch Goethe so 
klar erfaßte. Die Harmonie der Lebensgefüge auf Erden wird wieder hergestellt werden - wenn das 
neue Zeitalter kommt. Deshalb laßt uns im Geiste dieses Lichtes denken und handeln! 



Das Zeitalter der Göttin 

Die Zukunft liegt in den Händen der Frauen. 

Das vergehende finstere Zeitalter, das die Astrologie das „Fischezeitalter" nennt, war die Ära der 
Weiblichkeitsfeindlichkeit. Auch jene Ideologien, die den Frauen „Emanzipation" predigten, verfolgten 
damit das Ziel, die weiblichen Kräfte zu schädigen oder gar zu vernichten, denn die Frauen sollten 
vermännlicht werden und dadurch für die finstere Macht ungefährlich gemacht werden. Daß die Macht 
der Finsternis durch das Weibliche besiegt werden wird, ist im Wissen der Weisen seit Jahrtausenden 
verankert. Sogar im Christentum ist dieses Motiv noch latent vorhanden: Viele Mariendarstel-Iungen 
zeigen die Frau, wie sie unter ihren Füßen die Schlange, als Symbol des Bösen, zertritt. In den 
heidnischen Kulturen ist dieses viel klarer erhalten. Die (noch) vorherrschende finstere Macht verfolgte 
seit Antritt ihrer Herrschaft das Ziel, das Frauentum zu schädigen. Auf dem Höhepunkt der Macht der 
Finsternis zeigte sich dies in der weitgehenden seelisch-geistigen Kastration der Frauen durch kurze 
Frisuren. In den langen Haaren der Frauen wirkt ja deren astrale Kraft (deshalb schnitt die Inquisition 
"Hexen" die Haare ab). Durch alle Jahrtausende wußten, ahnten, fühlten die Frauen, wie wichtig die 
langen Haare für sie sind - für sie und auch für die Menschen, die ihnen nahestehen, ihre Männer, ihre 
Kinder, die mit unter dem Schutz ihrer astralen Lichtschwingung standen. Erst auf dem Höhepunkt der 
Finsternis, im 20. und letzten Jahrhundert dieses Zeitalters, gelang es der Finsternis, die Frauen in so 
extremer Weise zu schädigen. Die grauenhaften Ereignisse dieses Jahrhunderts haben darin eine ganz 
wesentliche Ursache, denn erstmals waren die weiblichen Strahlungskräfte derart massiv geschädigt. 
Aber das Licht des neuen Zeitalters hat die Erde bereits berührt, immer mehr junge Frauen bewahren 
sich ihre langen Haare und damit ihr Potential lichter Schwingungskräfte. Und je mehr vollwertige 
Frauen wieder da sind, um so mehr strahlt dies auch auf die Männer aus - die Harmonie des 
gesamten Gefüges nimmt wieder feste Form an, die Finsternis weicht, das Licht kommt! 

Alles liegt nun in den Händen der Frauen. Wenn sie sich wieder mehrheitlich in ihrem Wesen als 
Frauen begreifen und die weiblichen Kräfte voll zur Entfaltung bringen, dann ist der Triumph des 



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neuen lichten Zeitalters nahe. Allein sie, die Frauen, vermögen dies zu bewirken. Die Männer können 
ihnen in diesem seelisch-geistigen Kampf nur dienend und unterstützend zur Seite stehen. Dies 
werden sie beglückt tun, weil wahre Frauen ihnen den Weg des Lichts und der Liebe weisen. Denn die 
Macht der Liebe ist niemals abstrakt, sie ist immer die Liebe zwischen Mann und Frau, aus der alles 
hervorgeht. Jetzt ist es an den Frauen, sich selbst zu finden, ihre lichten Schwingungspotentiale 
aufzubauen - äußerlich durch lange Haare - und zu nutzen. 

Wasserkrugzeitaler 

Wir überschreiten die Schwelle in ein neues Zeitalter. Es ist das Zeitalter der Göttin, die Herrschaft der 
weiblichen Macht. So heißt das viel besprochene Neue Zeitalter („New Age") auch nicht 
„Wassermannzeitalter", wie oft fälschlich behauptet wird, sondern Wasserkrugzeitalter! Der Ursprung 
des Wissens um die kosmische Zeitrechnung geht ja auf die sumerisch-altbabylonische Kultur zurück. 
Das für uns jetzt neue Zeitalter, der gerade anbrechende „kosmische Monat" (Adu), heißt richtig: 
Wasserkrugzeitalter. Da wird die Göttin Ischtar (Freyja, Inin, Inanna, Aphrodite, Venus etc.) die 
„Wasser der Reinigung" über die Erdenwelt ausgießen. Später machte die abendländische Astrologie 
aus dem Wasserkrugzeitalter das Wassermannzeitalter, durchaus willkürlich und ohne Verständnis für 
die tiefgreifenden Zusammenhänge. 

„Liebe Göttin" 

Wenn von der Göttin als absolutem Begriff gesprochen wird, so ist dies ähnlich zu verstehen, wie 
wenn von "dem Gott" die Rede ist - und doch ist es etwas völlig anderes. Denn der totale Anspruch, 
den etwa die Bibel für ihren "Gott" erhebt, ist ebenso inakzeptabel wie unsinnig. Dieser männlichen 
Unsinnigkeit wird keine weibliche Unsinnigkeit entgegengestellt werden. Die Göttin aber ist der 
wichtigste Aspekt innerhalb eines größeren Gefüges, über dem die absoluten Ilu-Kräfte stehen, also 
die göttlichen Kräfte von Männlich und Weiblich. 

In der Göttin bündeln sich alle weiblichen Ilu-Kräfte. Der Begriff „die Göttin" steht für kein einzelnes 
persönliches Wesen, vielmehr beinhaltet er sämtliche göttlichen Kräfte des Weiblichen - und auch die 
göttliche Seite in all jenen irdischen Frauen und Mädchen, in und an denen sich die Weiblichkeit 
genügend ausgeprägt zeigt, um eine entsprechende Schwingung aufnehmen und entfalten zu können. 
Die Iluhe, die absoluten Gottkräfte, das weibliche Ilu und das männliche Ilu, bestehen beisammen, 
aber nicht zusammen. Nur zu schöpferischen Akten vereinigen sie sich - vergleichbar mit dem 
Liebesakt zwischen Mann und Frau. Die Mittlerin zwischen diesen beiden Kräften ist die Göttin der 
Liebe. Sie ist daher die wichtigste aller Gottheiten, in ihr offenbart sich die Göttin auch als Person. In 
verschiedenen Kulturen sind der Liebesgöttin im Laufe der Zeiten auch andere Bereiche zugeordnet 
worden. Einmal wurde sie auch zur Fruchtbarkeitsgöttin, ein andermal auch zur Beschirmerin der 
Krieger oder zur Herrin über die ewige Jugend. All solches ist jedoch mißverstanden, es hat sich 
allmählich entwickelt. Da die Liebesgöttin nirgends so reinerhalten blieb wie in bei den Römern, soll 
sie im hier Venus genannt werden. Ihre Funktion ist völlig klar: Es ist die Liebe - geistig wie körperlich 
- die Kraft des erneuerten Schöpfungsakts, im irdischen Diesseits ebenso wie in den jenseitigen 
Sphären und Welten. Neben Venus, respektive unter ihr, stehen andere Göttinnen, deren Schwingung 
sich in der höchsten vereinigen. 

Die Anrufung der Göttin braucht fortan keinen Namen. Wie andre gewöhnt waren (und es noch sind), 
„lieber Gott" zu sagen, gilt für die, die bereits Wissende sind: „Liebe Göttin!" 

Para-Kosmologie 

Eine wichtige Grundlage für das Begreifen der Zusammenhänge vermittelte jene Para-Kosmologie, die 
frühe Hochkulturen in Mesopotamien schon kannten. Sie beantwortet schlüssig die größten Fragen der 
Menschen: Wer sind wir? Woher kommen wir? Warum sind wir hier? Wohin wird es uns nach unserem 
Sterben führen? Da dies an dieser Stelle nicht in allen Einzelheiten wiedergegeben werden kann, soll 
gleich zum Studium zweier besonders geeigneter Schriften geraten werden: Das „Karthager-Buch" 
und das „Ilu Ischtar". 

Was ist die Gottheit? Sie ist kein "einziger Gott", den man sich als einen einmal zürnenden und einmal 
mildtätigen Mann vorzustellen hätte. Das ganz gewiß nicht! Die Gottheit sind die namenlosen ewigen 



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Kräfte des Weiblichen und des Männlichen. Alles Leben, alles Schaffen kommt aus ihnen. Weil das 
menschliche Denken Begriffe braucht, wurden dies Kräfte die Iluhe genannt. 

„Ilu" heißt, wörtlich übersetzt, „göttliches Licht". Dieses göttliche Licht hat seine zwei verschiedenen, 
vollkommen gleichwertigen Ausformungen, die eigenständig bestehen: Das männliche Ilu und das 
weibliche Ilu! In ihrer zeitweiligen Verbindung werden diese beiden Kräfte zur „Allschöpferkraft", zu 
den Iluhe (Akkadisch Iluim), der höchsten absoluten Gottheit. 

Unter dieser großen, ewigen weiblich/ männlichen Allkraft stehen starke Wesen des Jenseits, die 
unsere Vorfahren ihre Göttinnen und Götter nannten - und diese Wesen haben zweifellos einige 
Macht. Die Iluhe aber sind die über allem stehende göttliche Allmacht. Das Zeichen des 
baphometischen männlich/ weiblichen Doppelhaupts will dies versinnbildlichen. In abstrakterer und 
inzwischen oft weniger klar verstandener Weise zeigt auch das ostasiatische Yin/ Yang-Zeichen diese 
Erkenntnis. 

Die Menschen (wie auch alle anderen Lebewesen) sind nicht erschaffen. Sie sind vielmehr mit und 
neben jener Gottheit ewigen Seins. Der Anfang fand statt in der raumlosen Unendlichkeit und der 
zeitlosen Ewigkeit. Dies ist die rein göttliche Seinsebene, die wir nicht begreifen können, weil wir ohne 
Raum und Zeit nicht zu existieren vermögen. Wir können uns daher eine raumlose Unendlichkeit und 
eine zeitlose Ewigkeit auch nicht vorstellen. Das ist auch gar nicht notwendig, weil diese göttliche 
Macht für uns Zeit und Raum geschaffen hat. Das war - für uns - „der Anfang". Seit aller Ewigkeit 
lagen Myriaden von „Samen" kommenden Lebens bereit: Alle „Götter", „Engel", Menschen, Tiere und 
Pflanzen - desgleichen „Dämonen". In diesem Stadium bestanden all jene Samen aus Schale und 
Kern. Die Schale entspricht der Seele, der Kern dem Geist. Die Seele (Schale) ist das (Astral-) 
Körperhafte, der Geist (Kern) ist das Wesen (der Charakter, Begabungen etc.). In diese noch leblose 
Zweiheit hinein gab die göttliche Macht ein Drittes: Die Kraft des Lebens. Und mit der Belebung der 
Samen wurde aus jedem Wesen die ewige Dreiheit Geist-Seele-Leben. 

Da die Kraft des Lebens unverlierbar ist, gibt es auch keinen Tod. Das Sterben ist nicht mehr als ein 
Wechseln der Körperkleider, die nach dem inneren Muster unseres Astralkörpers erneut aufgebaut 
werden. Es gibt auch keine Auslöschung des Ich-Bewußtseins im Sterben, kein Vergessen dessens, 
was war, sondern ein bewußtes Übergehen von dieser Welt in eine andere, in eine jenseitige Welt. 
Dort nimmt unser Leben dann seinen Fortgang. Daß es überhaupt ein Sterben (der Hülle) gibt, liegt 
bloß daran, daß wir einmal den Weg durch die grobstoffliche diesseitige Welt zu gehen haben. Wieso 
müssen wir das? - Weil wir einstmals aus unserer Urheimat, dem Gottesreich des ewigen Lichts, 
ausgezogen sind und dabei unsere „himmlischen Leiber" verloren, also die rein lichtstofflichen 
Umsetzungen unserer Astralkörper. In der „Leerenendlosigkeit" konnten wir nun nicht mehr existieren. 
Wir verloren unser Bewußtsein und sanken in einen Samenzustand zurück. Wir sind in gewisser Weise 
alle „gefallene Engel". Damit wir nun wieder zu uns kommen und uns erneut verkörpern konnten, 
schuf die göttliche Macht, die Kraft der Iluhe, den diesseitigen grobstofflichen Kosmos mit der Erde. 
Dadurch wurde eine Schwingungsgrundlage gegeben, die es ermöglicht, uns abermals aus dem 
Samenzustand zu entfalten. (Einzelheiten zu alledem können z.B. im Karthager-Buch, bes. dort bei 
„Ilu Aschera", nachgelesen werden.) 

Während des Geschlechtsakts zwischen Mann und Frau wird eine Schwingung erzeugt und durch 
diese ein Same aus einer speziellen jenseitigen Sphäre angezogen, in der sich die Samen befinden. Da 
auch hierbei die Gesetzmäßigkeit der Affinität von Schwingungen wirkt, erklärt sich u.a. die 
Familienähnlichkeit. Dies gelingt bei zwei gesunden Menschen von gleichartiger Grundschwingung 
immer. 

Unser Weg durch die grobstoffliche Erdenwelt ist also nötig, um uns eine Wiederverkörperung zu 
ermöglichen - und dadurch den Weg zur Heimkehr in die Urheimat zu eröffnen. Es ist unsere Aufgabe, 
durch das Zeugen von Kindern auch anderen „gefallenen Engeln" diese Möglichkeit zu geben - denn 
es liegen noch viele Samen ohnmächtig in jener Sphäre. Nach unserem irdischen Sterben verlieren wir 
unser Bewußtsein nicht wieder, sondern werden von einer der zahlreichen Welten des Jenseits 
angezogen; und zwar von derjenigen, die jener Geistesschwingung entspricht, die wir uns während 
unseres Erdendaseins durch Gedanken und Handlungen erworben haben. Von dort aus können wir 
uns dann weiter bewegen - in lichtere oder dunklere jenseitige Welten, unser Wille ist diesbezüglich 
völlig frei. Das von der Gottheit, der Macht der Iluhe, gesteckte Ziel ist jedoch die Heimkehr in die 



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Urheimat, in das Reich des ewigen Lichts. Ein abermaliges Sterben gibt es nicht (in einigen 
besonderen Fällen kann es jedoch auch eine erneute Verkörperung im Irdischen geben). 

Verwandtschaften zu dieser Para-Kosmologie finden sich, mehr oder weniger deutlich, in vielen alten 
Glaubenslehrenlehren. 

Da wir unsere „Persönlichkeiten" von Anfang her haben und also auch in diese Welt mitbrachten, sind 
unsere Aufgaben für die Gesamtheit unter-schiedlich. Von vielen wird nur erwartet, daß sie ihren 
unmittelbaren Weg anständig gehen; von anderen hingegen, daß sie Dinge für die Gemeinschaft 
leisten. Denn bloß wenn diese Welt in einem brauchbaren Zustand erhalten wird, vor allem aber die 
natürliche Relation der beiden Geschlechter zueinander, können auch die anderen „gefallenen Engel" 
ihre Chance zur Heimkehr wahrnehmen. 

Den diesseitigen Kosmos mit der Erde müssen wir uns wie eine verhältnismäßig kleine Insel inmitten 
eines weiten Ozeans jenseitiger Spähern und Welten vorstellen. Das Diesseits ist zwar vom Jenseits 
getrennt, aber für den starken Geist ist die Scheidewand hauchdünn, er kann mit Hilfe des 
Astralkörpers die Sphären wechseln. Nötig ist dazu aber immer eine starke Schwingung der Liebe 
zwischen einem weiblichen und einem männlichen Wesen. Allein dadurch kann die nötige hohe 
Anziehungskraft entstehen, dank derer dieser schwierige Weg möglich wird. Es ist hier ausdrücklich 
nicht von einer mehr oder minder abstrakten „Nächstenliebe" die Rede, sondern von der klar 
personifizieren Liebe zwischen Mann und Frau. Diese Liebe muß nicht unbedingt die zwischen zwei 
Menschen sein, auch nicht einem hier im Irdischen lebenden und einem Verstorbenen, es kann auch 
die verehrende Liebe zwischen Menschen der Erde und einen andersgeschlechtlichen Wesen des 
Jenseits sein, das nicht als Mensch durch das Erdendasein gegangen ist - also etwa zu einem 
göttlichen Wesen, das zu einem „spirituellen Eros" fähig ist. 

Unserem Wesen nach sind wir Menschen also alle „gefallene Engel". Deshalb steckt auch in jedem von 
uns ein vielfach höheres Vermögen, als wir es uns jetzt während unseres Menschseins vorstellen 
können. Aber zurückgewinnen wird seine himmlische Kraft immer nur, wer die Reinheit der 
Schwingung seines Geschlechts sichert - als Frau oder als Mann. 



Die Astralkörper 

Der Begriff „Astral körper" bezeichnet den „inneren Leib", jenes feinstofflichen Grundmuster, das alle 
lebenden Wesen in sich tragen; ob Mensch, Tier oder Pflanze. Der Astralkörper ist somit das, was wir 
aus unserer Urheimat, dem Reich des ewigen Lichts (Ilu-Reich) mitgebracht haben. Auch unsere 
diesseitigen Grobstoffkörper sind nach dem Muster des innenliegenden Astralkörpers aufgebaut. Dabei 
dürfte der diesseitige Körper im Alter von rund 21 Jahren dem Original, dem ewigen Astralkörper, am 
ähnlichsten sein. Allein der diesseitige Grobstoffleib ist ja dem Altern unterworfen, nicht aber unser 
eigentlicher, auf Erden bloß innerlich vorhandener, wahrer Leib, dessen ewiges Muster eben der 
Astralkörper ist. 

Nun sagt schon die Para-Kosmologie aus, daß die unterschiedlichen Ge-schlechter Männlich und 
Weiblich von allem Anfang an dagewesen sind - auch wenn diese sich erst hier im Irdischen in der 
hier nötigen biologischen Weise auswirkten. Schon immer aber, auch im Reich des ewigen Lichts, gab 
es das Männliche und das Weibliche, und in den Welten des Jenseits, die wir nach dem irdischen 
Sterben durchwandern, ist es ebenso. 

Vor unserem Auszug aus dem Reich des ewigen Lichts (siehe Para-Kosmo-Iogie) können wir von einer 
„vorbiologischen" Geschlechtlichkeit sprechen. Der Unterschied zwischen Männlich und Weiblich war 
jedoch geistig (psychisch) und äußerlich vorhanden und sogar sehr ausgeprägt, noch stärker, als dies 
im Irdischen der Fall ist. Zu jener Zeit und in jener lichten Sphäre waren unsere Astralkörper 
sozusagen in l:l-Form umgesetzt. Daher kommt es, daß die äußerlich größeren Unterschiede, die 
damals zwischen Mann und Frau bestanden haben und nach unserem Erdenleben wieder bestehen 
werden, auch jetzt in Gestalt unserer Astralkörper in uns stecken. Die Astralkörper beinhalten 
gleichsam die grundlegende Verschiedenheit von Mann und Frau. Alles ist so aufgebaut, daß die 
beiden Geschlechter einander ergänzen - und auch gegenseitig anziehen. Erst im Zusammenkommen 
dieser Verschiedenheit während des Liebesakts zwischen Mann und Frau entsteht für Augenblicke die 
göttliche Einheit der beiden Iluhe, der allschaffenden Kräfte von Männlich und Weiblich. 



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Verschiedenheit ist also der Schlüssel zur Ganzheit, denn von allem Anbeginn her sind Paare bestimmt 
- auch wenn sie sich vielleicht im Erdenleben nicht immer treffen können; dann finden sie sich in der 
nächsten Welt wieder. 

Das göttliche Prinzip der Iluhe ist das der Kräfte von Männlich und Weiblich in jeweils vollkommen 
reiner Art. Beide haben den gleichen Wert - Frau und Mann - doch niemals sind sie gleich! Dies drückt 
sich auch in ihren Astralkörpern aus. Die Astralkörper bewirken auch die im allgemeinen unsichtbare 
„Aura". Dabei handelt es sich um abstrahlendes, sozusagen schon verbrauchtes, Astrallicht. 

Unterschiede zwischen weiblichem und männlichem Astralkörper 

Die Astralkörper von Frau und Mann sind sehr verschieden. Diese Unterschiede zeigen sich 
naturgemäß auch äußerlich in deren irdischen grobstofflichen Umsetzungen, also an unseren 
Erdenleibern. Allerdings selten so ausgeprägt, wie es dem Original entspräche. Dazu kommt, daß sich 
durch den Auszug aus dem Ilu-Reich (siehe Para-Kosmologie) bei vielen Schäden ergeben haben. 
Daher gibt es schöne und weniger schöne Menschen - ihre Astralkörper sind aber alle sehr schön. 
Insoferne steckt in jeder Frau eine Helena und in jedem Mann ein Paris, um mit der griechischen 
Mythologie zu sprechen. 

Die Astralkörper von Mann und Frau bestehen aus unterschiedlichen Feinstoffarten. Darin liegt auch 
einer der Hauptgründe der äußerlichen Unterschiede. Während die grobstofflichen Erdenleiber aus 
Fleisch und Blut gleicher Art bestehen, sind die Astralkörper aus verschiedenartigen Stoffen, aus 
unterschiedlichen Feinstoffen. Diese Stoffe sind einmal „Lichtsubstanzen" nach männlicher oder 
weiblicher Art genannt worden. Sie stehen jeweils in Affinität zu entweder männlichen oder weiblichen 
„Lichtschwingungen". Da unsere Astralkörper auch atmen, bedürfen sie adäquater Astrallicht- 
Atemsubstanzen. Diese sind zwischen Mann und Frau sehr verschieden, und daher sind auch die 
astralen Atmungsorgane von Mann und Frau ganz unterschiedlich. 

Am offenkundigsten ist der Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Astralkörper bei den 
Haaren. Bei den Frauen und Mädchen erstreckt sich der Astralkörper vollständig bis in die Haare. Die 
Astralhaare einer Frau sind immer sehr lang, sicher erheblich über einen Meter. Da die Haare der 
Frauen also auf großer Länge einen vollwertigen Astralkörper besitzen, fallen sie ihnen auch nicht aus. 
Anders ist es bei Männern, deren Astralhaare nur etwa ein bis zwei Handbreiten messen, weshalb sie 
mehr oder weniger ausfallen. Zwar kann auch Männerhaar relativ lang wachsen, doch das ist dann 
lediglich eine verlängerte Hornbildung, wie auch beim Bart oder überlangen Finger- und Fußnägeln; es 
gibt dafür kein inneres astrales Gegenstück und somit auch keine Bedeutung. Frauenhaare sind also 
etwas ganz grundsätzlich anderes als Männerhaare. Frauenhaare haben immer auf ganzer Länge ein 
vollwertiges inneres Gegenstück, sie sind astral lebendig! Daher ist das lange Haar der wertvollste 
Besitz jeder Frau und jedes Mädchens. Nicht zufällig spielt es auch in der Sexualität eine so große 
Rolle: Es ist ein Ursignal der Frau an den Mann. 

Weil Frauenhaare astral lebendig sind, heißt das: Jedes Schneiden, Sengen, Ätzen, jedwede 
Beschädigung von Frauenhaaren, bedeutet eine unmittelbare Schädigung des Astralkörpers der 
betreffenden Frau oder des betreffenden Mädchens! Solches wirkt sich naturgemäß immer negativ 
aus; es sollte daher unbedingt vermieden werden. Schon die Sumererinnen wußten, daß besonders 
die ersten ca. 80 cm (drei sumerisch/ altbabylonische Ellen) sehr empfindlich sind. Mindestens diese 
Länge hatten daher die Haare der Frauen. In allen Hochkulturen galt Ähnliches. Das Funktionieren des 
weiblichen Astralatmens beginnt bei einer Haarlänge von etwa 50 Zentimetern, doch eine größere 
Länge ist naturgemäß sehr viel besser; ein Maß von 75 bis 80 Zentimetern Haarlänge entspricht dem 
Natürlichen bei der Frau, mehr Länge bewirkt noch mehr. 

Durch die Vergrobstofflichung im Irdischen, welche durch den Geschlechtsakt zwischen Mann und 
Frau eingeleitet wird, kommt es zu mehr oder weniger großen „Minimalvermengungen". Es wandern 
also teilweise weibliche Strahlungen in den Mann und teilweise männliche Strahlungen in die Frau. 
Dadurch entsprechen die irdischen Verkörperungen zwar weitgehend, jedoch nicht ganz, dem Abbild 
des wahren Leibes, also dem des Astralkörpers. Es ist an-sich gegen die Natur der Frau, ihre Haare zu 
schneiden oder schneiden zu lassen. Wo es trotzdem geschieht, tragen immer negative Einflüsse 
daran die Schuld. 



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Der weibliche Astralkörper unterliegt anderen Gesetzmäßigkeiten als der männliche. Der weibliche 
Astralkörper ist in vielerlei Hinsicht empfindlicher, feinfühliger, strahlungsvoller. Dies ist von allem 
Anfang her so eingerichtet. Es ist auch der Grund dafür, daß die Mutterschaft (die es ja allein im 
Irdischen gibt) dem Weiblichen übertragen wurde - eben weil das Weibliche an-sich lichter ist und 
zarter fühlend ist als das Männliche und daher besser geeignet, Kinder in das Leben hineinzuführen. 
Aber auch die lichte Magie war seit jeher eine Angelegenheit der Frauen. 

Wichtig ist für beide Geschlechter, eine jeweils reine Ilu-Schwingung in sich zu schaffen - je nach 
Geschlecht. Denn der Lichtgrad, welcher dem Astralkörper durch die Anziegungskräfte des Geistes 
(d.h. auch des eigenen Willens) zugeführt wird, entscheidet über das Ausmaß der Lebenskraft in 
dieser Welt - und über den zukünftigen Weg in einer lichten Jenseitswelt nach dem irdischen Sterben. 



Der astrale Atem 

Die astralen Atmungsorgane von Mann und Frau, ihre Schwingungsorgane, unterscheiden sich sehr 
stark voneinander. Dies sowohl hinsichtlich ihrer Art und Anordnung wie auch in ihrer Funktionsweise. 
Gemeinsam ist nur die Hauptaufgabe, nämlich die jeweiligen astralen Atmungslichtstoffe kontinu- 
ierlich aus der allgemeinen Feinstoffsphäre anzuziehen und dem astralen Herzen zuzuführen - denn 
dabei sprechen wir natürlich vom astralen Gegenstück des grobstofflichen Herzens (insofern ist aber 
die uralte Bezugnahme auf das Herz als Sitz der Lebenskraft abermals zutreffend). Der prinzipielle 
Unterschied zum irdischen Atmen besteht darin, daß die Grobstoffe einheitlich sind und daher auch 
Männer wie Frauen die gleiche Luft atmen können - die Astralkörperstoffe bei Mann und Frau jedoch 
unterschiedlich sind und daher auch verschiedenartigen Atem benötigen. Daraus wiederum resultiert, 
daß Frau und Mann auch ganz unterschiedliche astrale Atmungsorgane brauchen und haben. 

Das ganze Gefüge des Lebens basiert auf den beiden Faktoren Männlich und Weiblich, es ist auf die 
Ergänzung dieser beiden unterschiedlicher Wesenheiten angelegt! Die Anziehung der jeweiligen 
astralen Atemfeinstoffe erfolgt durch das jeweils geschlechtsspezifische Hauptschwingungsorgan, 
partiell ergänzt durch das jeweilige Nebenschwingungsorgan. Dies ist eine maßgeb-liche Grundlage für 
die Erhaltung der Lebenskraft und der Sexualität wie auch der Funktionstüchtigkeit des 
erkenntnisfähigen Geistes. 

In den Jahren der Kindheit werden die nötigen Feinstoffe, welche quasi der Atem des Astralkörpers 
sind, durch von außen her wirkende Kräfte zugeführt. In der Kindheit zieht der Mensch solche Kräfte 
also noch nicht an. Etwaige Verletzungen der Schwingungsorgane wirken sich daher in 
denKindheitsjahren auch kaum diesbezüglich aus. Erst wenn der diesseitige Grobstoffleib bis zur 
Geschlechtsreife entwickelt ist, so daß sich der Astralkörper (der ja kein Werden und Vergehen kennt!) 
voll in ihm zu entfalten beginnt, hört die automatische Feinstoff- und Schwingungszufuhr von außen 
auf, der Mensch muß diese von nun an aus eigener Kraft anziehen - seine astralen Atmungsorgane 
müssen funktionsfähig sein. 

Erst im höheren Alter nimmt die Wichtigkeit der Schwingungsorgane ab, weil bis dahin gewisse 
Reserven angesammelt worden sind - jedenfalls dann, wenn die Hauptschwingungsorgane stets im 
wesentlichen in Ordnung waren. Im hohen Alter, wenn der Astralkörper registriert, das seine 
grobstoffliche Hülle allmählich an Stabilität verliert, richtet er sich sozusagen auf das Ausziehen ein. 



Der Astralatem der Frau 

Die astralen Substanzen, welche der weibliche Astralkörper zur Erhaltung seines Lichts und seiner 
Lebenskräfte braucht, sind von äußerst feiner Art. Man muß sie sich vorstellen wie winzige Funken, 
die von der astralen Ebene her kommend das Diesseits durchziehen, etwa so, wie Schwärme kleiner 
Fische einen Ozean durchziehen. Es bedarf eines möglichst großen Netzes - um bei dem Vergleich zu 
bleiben - um solche Feinstoffunken aufzufangen. Dazu eignet sich allein das Frauenhaar. Sein astrales 
Gegenstück besitzt eine hauchfeine magnetische Ader, die im Inneren des Astralhaares verläuft - wie 
im diesseitigem Gegenstück der Haarmarkkanal. Dadurch ermöglicht das grobstoffliche Haar dem 
Astralhaar, seine Fähigkeiten auch hier im Diesseits zu entfalten und jene notwendigen weiblichen 
Astralstoffe anzuziehen und einzufangen. Dies geschieht ununterbrochen, es ist das Atmen des 
weiblichen Astralkörpers. 



258 



Das Hauptschwingungsorgan der Frau und Mädchen sind also ihre langen Haare (die Haare von 
Frauen und Mädchen sind ja aufgrund der geschlechts-spezifischen Beschaffenheit des weiblichen 
Astralkörpers ganz etwas andres als die von Männern). Das Funktionieren des astralen Atmens der 
Frau ist also vom intakten Vorhandensein der diesseitigen, also der grobstofflichen Gegenstücke der 
astralen Atmungs/ Schwingungsorgane abhängig - eine Frau braucht unbedingt ausreichend lange 
Haare, um die Vitalität ihres Astralkörpers zu erhalten! 

Der Astralatem des Mannes 

Die astralen Substanzen, die der männliche Astralkörper benötigt, kann man sich wie feinstoffliche 
Zusammenballungen vorstellen, die, kleinen Kummuluswolken ähnlich, von der astralen Ebene her das 
Diesseits durchziehen. Nach Form und Größe entsprechen sie ungefähr dem Zwerchfell. Dessen 
astrales Gegenstück im Körper des Mannes strahlt einen Magnetismus aus, der solche 
Feinstoffwölkchen immerzu anzieht und dafür sorgt, daß die Zufuhr frischer männlicher 
Astralsubstanzen nie abreißt. Dies entspricht dem Atmen des männlichen Astral körpers. 



Astrallicht und Sexualität 

Die sexuellen Fähigkeiten bei Frau und Mann sind ganz wesentlich mit dem Lichtpotential des 
Astralkörpers verbunden. Dieses Potential bestimmt auch die sexuelle Potenz. Denn der Geist dirigiert 
den Körper - nicht umgekehrt. Deshalb erleben auch allein wahrhaft Liebende alle vollen Wonnen des 
Liebesakts. Die Kraft ihrer Liebesfähigkeit übersteigt die Grenzen des diesseitigen Vermögens - 
körperlich ebenso wie geistig. Je höher der Lichtgrad ihrer Astralkörper ist, um so mehr. Denn neben 
der diesseitigen gibt es auch eine astralkörperliche Erotik! 

Das Potential des Astrallichts bestimmt nun einmal die Lebenskraft und die Liebesfähigkeit. Es 
entwickelt sich aufgrund der Reinheit der Eigenschwingung - männlich beim Mann, weiblich bei der 
Frau - und der Qualität der astralen Atmungsorgane, welche für das Funktionieren der 
Astrallichtzufuhr sorgen. 

Da heutzutage viele Frauen ihre astralen Atmungs- und Hauptschwingungsorgane nicht im nötigen 
Ausmaß besitzen, also zu kurze Haare haben, fehlt es diesen auch an astralem Licht. Aber schon 
immer mehr Frauen und Mädchen erfühlen diesbezüglich die Fingerzeige der Göttin und lassen ihre 
Haare lang. Bei Männern sind die Ursachen für Astrallichtmangel noch vielfältiger. Im Kern liegt das 
Übels immer im Mangel an gechlechtsspezifischer Schwingungsreinheit. Dadurch geht das Astrallicht 
verloren, die Astralkörper verdunkeln und verlieren ihre Vitalität. 

Wo Mann und Frau in hochgradigem Astrallicht den Liebesakt vollziehen, entstehen zwei besondere 
Schwingungen: Die erste reicht in jene Sphäre, in der die Samen des zu empfangenen Lebens ruhen. 
Einen solchen Samen zieht diese erste Schwingung an; aus ihm wird ein Kind. Dies geschieht 
aufgrund zeitweiliger Vereinigung der beiden persönlichen Eigenschwingungen, die nun nach dem 
Prinzip der Affinität einen passenden Samen anziehen. Daraus erklärt sich die Familienähnlichkeit, in 
der sich sowohl Züge der Mutter wie auch des Vaters zeigen. 

Diese erste entstehende Schwingung können wir die diesseitsbezogene nennen. Sie bedarf keines 
starken astralen Lichts, sie entspricht der sexuellen Grobstoffunktion und funktioniert fast immer, auch 
unabhängig von Liebe. Die zweite Schwingung, die einen Augenblick lang entsteht, kommt 
ausschließlich bei starkem Astrallicht der Liebenden zustande. Diese können wir die jenseitsbezogene 
Schwingung des Liebesakts nennen. Es ist die astrale Herzensliebe. In ihr offenbart sich jenes höchste 
Gefühl wunderbarer Gemeinsamkeit, das ein Teil der Ewigkeit ist. Denn von Ewigkeit her besteht ja 
die Paarsamkeit zwischen Mann und Frau. Und diese zweite Schwingung ist jene, die dem ewigen 
Liebesakt im Jenseits entspricht! Diese zu empfinden, übersteigt alles Irdische. Sie schenkt eben jene 
Augenblicke höchster Glückseligkeit schon im Irdischen, die einer höheren Ebene angehören. Zugleich 
schafft jene zweite Schwingung, die Schwingung des astralen Eros, ein Strahlengebilde um die beiden 
Liebenden herum, das sie gegen ungute Einflüsse abschirmt. Dies stärkt die anhaltende 
Gemeinsamkeit der beiden und hilft ihnen, die Lebenskämpfe im Diesseits gut zu bestehen. So bewirkt 
der vollkommene Liebesakt zwischen Mann und Frau deren festen Zusammenhalt durch Unterstützung 
von der astralen Ebene her. 



259 



Der interkosmische Schlüssel 

Man hat sich daran gewöhnt, unseren Kosmos als „Universum" zu bezeichnen. Das trifft die 
Wirklichkeit nicht, denn unser Kosmos ist lediglich wie eine Insel in einem weiten Ozean, den wir den 
„Interkosmos" nennen könnten. In diesem Ozean jenseitiger Sphären gibt es viele jenseitige Welten, 
zahlreiche andere "Universen" von anderer Stofflichkeit. So ist auch unser Kosmos durchdrungen von 
jenseitigen Sphären, durch welche Wesen des Jenseits - lichte wie finstere - unsere Welt erreichen 
und sich hier auswirken können. Ebenso ist der umgekehrte Weg möglich: Wir können nach "drüben", 
schon vor unserem irdischen Sterben, und von dort aus wirken. Dazu aber bedarf es wiederum der 
starken weiblichen Schwingung, die quasi den „Leitstrahl" vom Diesseits in das lichte Jenseits bereitet. 
Dies ist der Schlüssel zur Kommunikation mit dem lichten Jenseits, mit dem Reich der Göttin. Und 
abermals schließt sich der Kreis: Es sind die Frauen mit ihren langen Licht tragenden und anziehenden 
Haaren, die den Weg bahnen können - für alle, in den Händen der Frauen, in ihrem Willen und ihrem 
rein weiblichen Bewußtsein liegt die Zukunft des neuen Zeitalters! 



Die Liebesgöttin Ischtar/ Venus. 

Die Perle auf der Stirn symbolisiert ihr drittes Auge, das in die Menschen hineinschaut. 

Über ihrem Kopf schwebt die magische Sonne, die Quelle des göttlichen Lichts Ilu. 

Die langen Haare der Göttin sind ausgebreitet wie magische Schwingen, 

durch sie senden und empfängt sie Botschaften und Gebete und bewirkt Wunderkräfte. 

In den Händen hält sie die Spitze von Marduks (Odin/ Jupiter) Speer zum Zeichen dafür, 

daß sie die Jenseits/ Diesseits-Grenze durchschreiten kann, und in der anderen Hand einen Spiegel, 

der sie alles erschauernd macht. (Darstellung babylonisch, ca. 1600 v. Chr., z.Zt. Bagdad). 

Die Form auf der Lilie ist eine Adaptation der Templer-Sektion Augsburg-Wien-Genua (um 1220). 



Darstellung der Liebesgöttin 




Ischtar/ Inanna/ Inin/ Venus/ Aporodite/ Freyja/ Aramati/ Aschera/ etc. 



260 



Wunderwaffengalerie 

Im folgenden eine Übersicht bestimmter Fotos und Illustrationen zum Thema „Wunderwaffen": 

Die Authenzität der Bilder ist nicht immer eindeutig, jedoch stammen einige Fotos aus den Archiven 
des Templerarchivs, sowie teilweise auch aus privaten Quellen. 

Wunderwaffen 1 




261 




262 




264 




266 



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ifttAhit tftt ftnlt\tv[flnapfihnt. 



267 





Der "Bhetnbote." Eine der ersten Mehrstufenraketen • ge- 
schalten In Deutschland 1943/44. 
Die Ähnlichkeit mit den um Jahrzehnte später erschienenen aus- 
landischen Raketen, die samtlich auf Beule aus Deutschland 
basierten, ist unverkennbar 



Rheinbote 




Prof. Eugen Sanger bei der Arbelt an seinem 
Bakenetbomber, mit dessen Hille insbesondre 
die amerikanische Rüstungsindustrie bekämpft 
werden sollte. Spaier wurde auch ein Vcrgd- 
lungsangrlff gegen New York erwogen. 



268 



Antriebstechnische Werkstätten / Arado, VR ("Vril") 7, Brandenburg 1944 



Vril 7 schmitbiid mit Aurieb Mannschafl 




i Das Antriebsvertahren dieser Gerate ist nach wie vor uncrsr undet obwohl es tatsächlich funktioniert tu haben scheint Sicher bekannt Ist lediglich, das die Ausnutzung von 
"SchwinsunssaKinität" eine maßgebende Rolle spielte- Es handelte sich also wohl nicht nur um eine reine Elektrogravitationstechnolosie 




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BcuikIws ImmM öaniMb» II ' Im Kampl. FrflhlMa |0|5 (feio 
iwMilkti kein Ordinal!). 



Wunderwaffen 



Fotos und Animationen von sogenannten Wunderwaffen, sowie deren Entwicklung usw. 

Tip: Besuchen Sie den Haigerlocher Atomkeller, diesen kann man nach wie vor besichtigen, wenn 
auch bestimmte „Fakten" aufgrund der aktuellen Situation „angepaßt" wurden... 




Hagerloch reactor sie. Original drawing 1945 




Berlin s ciclotron . Aprtl 1945 




Ruegen Island atomic explosion. October12, 1944 
11:45 AM .Photo done in Stralsund. 
The sky looks dark as contrast to brilliant explosion. 



280 



He177 Greif Typ« A-5 prototype V38 in 194S. 
Done in France and modified in Czechoslovaquia 



German camer submarine Type XB U-234 




Deutsches Uran über Hiroschima? $ M .n» 

960 Mofranun LVanmkJ h iitilnata—aia •Sx Anrnkjacr tm Ntu 
IW5 >■••' ciarn \ i ' - ' H. . < 4» n«k Jj^mi .-.!> »,,-. aar. I«i 
.In ff*» w» V»Dw»'i-i >■ *' :i V cfMal' 

IV Au««fc f«r» I".« (»IdnkwVn Mi« Jk« Wmvuior« 





Der Spiegel, August \. 1996 
Hiroshima revisionism 





Nazi 4 stages rocket "Rheinbote" 
(or long ränge ballistic bombing. December. 1944 




Nazi nnti-aircraft missile "Rhemtochter". Jury, 1944. 



WiM '.»J iC . r \ m\ LA »iL», i m , r i l' l I *i T m t i . "-■.■f- 71 1 -m 1 1 1 : Ii 1 J 




bahstic nazi bomber A9-A10 afterlaunching. 
(c) Jos ha Hirtwine/ www Iufl46.com 



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"Vampir": Night Vision infra-red personal System, 
installed in an assault rifle STG MP44. December 1944. 




Konrad Zuse s ZI. world s first binary Computer. 1938. 
In 1944, trte Z-3 was used in "Dora" factory for V-2 s 
ballistic trajectory calculations The "Plankalkul", the 
first progranwning language was developed for that. 




Nazi "Magnetophon' -The world s first audio/video 
tape recorder. Also used by SS Gen. Kammler for 
Computer data recording Original photo 1942 





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Haunebu - Hauneburg 



Der „UFO" - Name HAUNEBU ist vermutlich in dieser Form mißverständlich überliefert, wahrscheinlich 
lautete er, vollständig, HAUNEBURG. 

Im Frühjahr 1935 suchte die Vril - Firma „Antriebstechnische Werkstätten" nach einem billigen, 
unauffällig gelegenen Versuchsgelände. Dieses fand sich an einem nicht genau bekannten Ort im 
Haunetal, Nordwestdeutschland. Wahrscheinlich gab es dort zu jener Zeit einen Ort, der „Hauneburg" 
genannt wurde. Vielleicht das Gebiet um die Reste einer Burgruine, einen Bauernhof, der so 
bezeichnet wurde, eventuell auch ein inzwischen in einen größeren Ort eingemeindetes Dorf. 

An jenem Ort wurden scheinbar „UFO" - Entwicklungen betrieben, welche nach der Niederlassung 
HAUNEBURG benannt wurden: Hauneburg. 

Die Firma arbeitete dort nicht lange. Bald hatte sie Gelegenheit, von der Flugzeugfabrik Arado ein viel 
geeigneteres Gelände zu pachten, das sich in Brandenburg befand. Dieses Gelände ist offenbar bis 
Kriegsende in Betrieb gewesen. 

Als Gegenleistung für den günstigen Pachtvertrag, soll die Firma Arado die Pläne der „UFO" - 
Konstruktion HAUNEBURG erhalten haben, da die „Vril" - Firma an einem neuen, stärkeren Triebwerk 
arbeitete, das mehr Platz benötigte und eine andere Zellenform verlangte (VR/ Vril 7). 

Die Hauneburg - Pläne befanden sich auf Papierblättern mit aufgestempelten Beschriftungstabellen 
mit Kästchen für Bezeichnungen, wie dies auch heutzutage noch mitunter üblich ist. Da diese 
Beschriftungskästchen nicht sehr groß waren, paßte der Name HAUNEBURG nicht ganz hinein, so daß 
die Abkürzung „Haunebu" entstand. Auf solche Weise dürfte der merkwürdige Name Haunebu 
zustande gekommen sein. 

Bei Arado beschäftige man sich damals bereits mit Konzepten deltaförmiger Nurflügelflugzeuge. 
Offenbar hat die Firma Arado die Haunebu(rg) - Pläne weiterverkauft. Später führt die Spur der 
„Haunebu" - Geräte nach Wiener Neustadt und Augsburg. 

Bei dieser Gelegenheit sei angemerkt, daß die Bezeichnung „Flugscheiben" mit aller größter 
Wahrscheinlichkeit eine Erfindung aus der Nachkriegszeit sein dürfte. Bis 1945 war vermutlich von 
„Rundflugzeugen" und „Flugkreiseln" die Rede. Dieses Indiz bietet vielleicht eine Möglichkeit, Echtes 
von Unechtem zu unterscheiden. 




Gerät llauneburg II im Jahre 1944 
bei der Waffenerprobung. 
Die Echtheit dieses Fotos in der 
hier vorlliegendn Form ist nicht 
schlüssig geklärt. 



287 



Obersalzberg 




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Der deutsche Griff nach der Antarktis 



Die Geschichte der deutschen Antarktiserforschung geht auf das Jahr 1873 zurück, als Eduard 
Dahlmann im Auftrage der zuvor gegündeten deutschen Polarschiffahrtsgesellschaft mit seinem Schiff 
„GRÖNLAND" neue Regionen und Passagen in den antarktischen Gewässern entdeckte. Unter 
anderem entdeckte Dallman die Kaiser-Wilhelm-Inseln am westlichen Ausgang der Bismarkstrasse 
entlang der Biscoue Inseln. Die Deutschen erwiesen sich in der Erforschung der Polar Regionen schon 
damals innovativ, denn die „GRÖNLAND" war das erste Dampfschiff überhaupt, das die antarktischen 
Gewässer erkundete. 

In den darauffolgenden 60 Jahren fanden acht weitere Expeditionsvorstösse sowie zwei weitere 
Hauptexpeditionen, nämlich 1910 unter Wilhem Filchner mit dem Schiff „DEUTSCHLAND" sowie 1925 
mit dem Polarschiff „ METEOR" unter der Leitung von Dr. Albert Merz. 




Abb. 44: l'.Ul leitete der Axicnfonchvr 
Wilhelm filchner die zweite deuache 
SiidpuLirexpedition. 



Abb. 46: Auf ihrem südlichsten lahrrubsch -t ■ m*» mu passierte auch die METtOR v>2b}K? i de 
Atlantischen Expedition 1924-27 dm Sücif*m~zp • ülarmeer. 




289 



In den Vorkriegsjahren wurde das Hegemoniebestreben der deutschen Militärführung immer stärker, 
einen Stützpunkt im antarktischen Eis aufzubauen. Zu diesem Zeitpunkt war der Südpol noch nicht 
durch die internationalen Antarktisverträge gesichert, eine Absteckung des Gebietsanspruches vor 
Ausbruch des unmittelbar bevorstehenden Krieges schien strategisch äusserst sinnvoll und konnte 
zudem dank der nationalsozialistischen Propaganda als weiterer Schritt zur Wahrnehmung deutscher 
Interessen und Demonstration von Grossmachtstärke ausgenutzt werden. Auf der anderen Seite 
musste eine weitere Provokation der Alliierten (noch!) vermieden werden. So wurde in 
Zusammenarbeit mit der deutschen Lufthansa der Gedanke einer militärisch-politische Operation unter 
dem Deckmantel einer zivilen Expedition entwickelt und umgesetzt. Ein politisch brisanter Balanceakt 
am Vorabend des Krieges. Das Kommando über dieses Unternhemen sollte der erfahrene Polarkapitän 
Alfred Ritscher innehaben. Als Schiff wurde die „SCHWABENLAND" ausgewählt, der schwimmende 
Flugzeugstützpunkt der Lufthansa, der mithilfe von Dampfkatpulten 10t schwere Dornier „Wale" 
Flugboote starten konnten. Diese revolutionäre Technik verwendete die Lufthansa bereits seit 1934 
für den Postverkehr mit Südamerika. Die „SCHWABENLAND" wurde noch im Herbst 1938 in 
Hamburger Werften für die Expedition antarktistauglich gemacht, was allein die enorme Summe von 1 
Mio. Reichsmark verschlang und ein 
Drittel des veranschlagten Expeditionsbudgets ausmachte.. 





290 




291 



ißi Am 3. Februar 1934 hatte (he Deutsche l.ufthjma den planmäßigen l.stftpiHt- 
tach Südamerika- eröffnet. Der Siuladamtk wurde zwischen Hathunt/Wotafiika 
i Nutiil'lSt Milien mit dem hlugboot Dimtier Wal »Taifivf überquert. Da> Foto zeigt 
Flughaut Mm Start vorn Katapult eina Stützpunktschiffe*. Diese Technik war die 
i\tH.\>ct/.n»f> der Aiuarktiscxpeditton 1938. 





Wähhrend die Schiffsvorbereitungen auf Hochtouren liefen sorgte die deutsche Polarschiffahrts- 
gesellschaft auch anderweitig für Aufsehen. Auf ihre Einladung hin mitte November 1938 traf der - 
damals schon legendäre - amerikanische Antarktisforscher Rychard E. Byrd in Hamburg zur 
Sonderaufführung seines neuen Antarktisfilmes ein. Dieser Film wurde in der Urania in Hamburg vor 
82 Anwesenden, davon 54 Mitglieder der Schiffsbesatzung zur Schulung und Vorbereitung auf die 
anstehende Expedition vorgeführt. Byrd, der bereits 1929 den Südpol fast überflogen hatte, war zu 
dieser Zeit noch im Status eines Zivilisten, wenngleich ein Nationalheld für die Amerikaner. Es mag 
eine Ironie der Geschichte sein, dass genau dieser Richard E. Byrd im Jahre 1947 im Rang eines US 
Admirals die grösste militärische Operation der Antarktis leitete. Jene bis heute geheime Operation, 
die höchstwahrscheinlich die Zerstörung des deutschen Antarktisstützpunktes 211 bewirken sollte und 
die höchstwahrscheinlich völllig gescheitert ist. 



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Doch zurück zu den Tatsachen: 



Die „NEUSCHWABENLAND" verliess Hamburg am 17.12.1938 und erreichte die Antarktis am 
19.01.1939 bei 4° 15' W und 69° 10 'S. (s. Karte). 




Smckenkurti der ScHTAUNUNn-ftjWttiiM Wft/IW 
r Lufthanui-A tcbiv). 



In den folgenden Wochen wurden auf insgesamt 15 Flügen der beiden Flugboote „BOREAS" und 
„PASSAT' fast 600.000 Quadratkilometer Fläche überflogen und mit Zeiss Reihenmesskameras RMK38 
fotografiert. Nahezu 11.000 Bilder dokumentieren dies heute noch. Knapp 1/ 5 der antarktischen 
Fläche wurde so erstmals dokumentiert und gleichzeitig als deutsches Reichsgebiet deklariert: „NEU- 
SCHWABENLAND". Um diesem Anspruch auch im Äusseren gerecht zu werden, warfen die beiden 
Flugzeuge insgesamt über 100 deutsche Fallflaggen ab. Gleichzeitig wurde entlang der Nordküste mit 
den damals üblichen Steckflaggen geflaggt. 



293 




So kommt es das das gesamte Nördliche Segment der Antarktis deutsche Namen trägt, jene Namen 
von hohen Berliner Reichsbeamten, die diese Expedition politisch und militärisch vorbereiteten. 
Teilweise wurden nach dem Antarktisvertrag von 1957 Gebirgszüge neu benannt (QUEEN MAUD 
U\ND) und unter norwegisches Protektorat gestellt. Aber auf alten Karten finden sich noch alle alten 
Namen. Die Expedition brachte einige neue Erkenntnisse, auch zu heissen Quellen in der Antarktis, 
denn sie entdeckte (erstmals?) regelrechte geothermische Inseln mit schmalen Anzeichen von 
Vegetation auf dem überflogenen Gebiet. 

Mitte Februar verliess dann die „SCHWABENLAiND" wieder das antarktische Eis. Auf der 2 monatigen 
Heimreise wurde das kartographische Material gesichtet und vorausgewertet. Von Kapitän Ritscher ist 
bekannt, dass er eine weitere Expedition mit verbesserten „leichteren Flugzeugen auf Kufen" 
vorbereitete. Im Oktober 1939 sollen dann die zivilen Expeditionsvorbereitungen eingestellt worden 
sein... 

Doch wie sah die militärische Option hierzu aus? Alle Historiker sind sich heute einig, dass die 
deutschen Militärs spätestens seit 1933 auf eine Kriegstauglichkeit in allen wirtschaftlichen, 
militärischen und strategischen Punkten hinarbeiteten. Nichts wurde mit deutscher Gründlichkeit dem 
Zufall überlassen. Dies dürfe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch für die semi- 
militärischen Vorbereitungen am Südpol gegolten haben. Leider verlieren sich an dieser Stelle 
sämtliche zuverlässigen Quellen. Was bleibt ist ein Puzzle aus Zeugenaussagen und Indizien die bis in 
die 50 'er Jahre. 

Niemand kann bislang beweisen, dass die folgenden Ausführungen und die verwendeten 
Aussagen von Beteiligten auch der Wahrheit entsprechen. Dennoch gibt es durchaus 
berechtigte Vermutungen, dass die Geschehnisse so wie in der Antarktischronologie 
verwendet auch stattgefunden haben können, denn einige der verwendeten Quellen, die 
mit 100%iger Sicherheit unabhängig voneinander sind, decken sich in empfindlichen 
Details. 



Zeittafel der Antarktisaktivitäten, Flugscheiben 

Es folgt nun der Versuch einer chronologischen Zusammenstellung der Ereignisse und deren 
Schlussfolgerungen soweit sie uns heute bekannt sind. Sie alle münden in die Errichtung der 
antarktischen Basis 211 gegen Ende des Weltkrieges unter Einsatz von deutschen „Flugscheiben" und 
dem wahrscheinlich (?) gescheiterten Versuch der Zerstörung durch die US-Navy 1947: 



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Ab 1936 

Auswertungen des Antriebes einer praktisch vollständig erhaltenen fliegenden Untertasse 
(Schwarzwald, 1936), Nähe Schramberg (Lauterbach). Das Gelände war während und nach dem 2. 
Weltkrieg Hochsicherheitssperrgebiet. Bei einem Sprengversuch der Alliierten war die Detonation bis 
nach Schramberg zu hören. Nach dem Scheitern der Sprengung wurde der Zugang wahrscheinlich 
unter einem Betonmantel verschlossen. 

Alternative Hypothese: Die Deutschen Machthaber zwangen Viktor Schauberger zu kollaborieren 
und seine Erkenntnisse aus den ersten Anti-Gravitationsscheiben für die deutsche Militärforschung 
umzusetzen. Nach dem Krieg wiederholte sich dieser Vorgang mit anderem Vorzeichen: Schauberger 
wurde gezwungen in Amerika mit den dortigen Behörden und Wissenschaftlern an einem bis heute 
sagenumwobenen Geheimprojekt in Texas mitzuarbeiten, vermutlich ging es wiederum um die 
Gravitationsforschung. Schauberger starb in Gram, weil er und seine bahnbrechenden Erkenntnisse 
zum Spielball der jeweils politisch Mächtigen wurden. Seit dem Tode seines Sohnes Walter 1995 
versuchen nun die verbliebenen Angehörigen Licht in die Geschehnise zu bringen und Schauberger 's 
Pläne zu realisieren. 

Ab 1938 

Erste, zunächst unbemannte Flugversuche Nachbauten des Antriebes, es kommt zunächst zu 
erheblichen Stabilisierungsproblemen mit der „Gravitationsgondel". 

Ab 1940 

Deutschland unternimmt weitere geheime Expeditionen zur Antarktis. Als Anlandepunkte könnten zwei 
der drei Markierungsbuchten nord-westlich des Mühlig-Hoffman-Gebirges am Nordrand bei 3° W und 
70° S gedient haben. Diese waren bereits von Ritscher markiert und als Anlandebucht 
dokumentiert worden. 




Ab 1942/ 43 

Es wird mit dem Bau der Basis unter dem Eis aufzubauen, die deutsche Antarktis Basis 211. 
Gleichermassen wird ein Plateaustützpunkt in den südamerikanischen Anden aufgebaut. 
(Argentinien?) 

1942-1945 

Die Einrichtungen für die Basis werden auf U-Booten transportiert. Dafür spricht, dass deutsche U- 
Bootskapitäne im Weltkrieg durch die Versorgung der Nordstützpunkte über eine ausgezeichnete 
Erfahrung im Umgang mit arktischen Gewässern verfügten. Dies zeigte sich z.B. im über 20 
dokumentierten Unternehmen entlang der Arktis bis 1945 (!). Deutsche U-Boote mussten hier z.T. 
unter extremsten Bedingungen Material und Personen entlang der nördlichsten Forschungsstationen 



295 



ausbringen und versorgen. Im Rahmen der Materialtransporte nach „NEU-SCHWABENLAND" wurde 
zudem eine U-Bootfähige Warmwasser Tiefseetrasse entdeckt, die sich hervorragend benutzen Hess. 




Map of Antarcrica showlng relarJonship to other conttnents 
and locatlon of Neuschwabenland The dark vertlcal line represents a deep sub 
sea rrencn discovered bv German explorers lt was found to be of volcanic on- 



Herbst 1944 

Die Hannebu-Serie läuft aus dem Prototypenstadium heraus. Neben einem „Kleinjäger" kommen auch 
Pläne für ein Mutterschiff „Hannebu III" zu Zuge. Deren Umseztung scheint aber zu scheitern, da sich 
deutsche Rohstsoffsituation zunehmend verschlechtert. Die Gesamtzahl der Schiffe der 2. Generation 
beträgt zwischen 19 und 25. Sie kommem nur z.T. zum Zuge, sind aber wohl in der Lage bei alliierten 
Bomberverbänden durch einen fast völligen Instrumentenausfall eine Umkehr auszulösen. Einige 



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dieser Typen dürften mit unter die Bezeichnung „Foo-Fighters" (Schättenjäger") fallen, die gegen 
Ende des Krieges jedem alliierten Bomberpiloten über Europa ein Begriff ist. 




Winter 1944/ 45 

Bedingt durch den massiven Druck von Osten müssen die Deutschen Ihre Ha nebu- Werften nach 
Zentraldeutschland verlagern. Materialeng passe und Kriegswirren sowie das unbeirrte Vorrücken der 
Alliierten, die sehr wohl um die geheimen Ostdeutschen Produktionsstätten wissen, tun ihr Übriges. 

April 1945 

Ein letzter Konvoi mit U-Booten und Material und Blaupausen verlässt deutsche Häfen mit 
Bestimmungspunkt Antarktis- und/ oder Andenstützpunkt. Es ist der Versuch, sich dem Zugriff der 
Alliierten zu entziehen. Unter Ihnen sind auch die U530 und die U577 (Kapitän Heinz Schäffer), die 
Kiel vollbeladen am 26.April verlassen. 

April/ Mai 1945 

Gleichermassen verfährt man mit den Resten der „Ha nebu"- Flotte, ein Teil bringt hochrangige NS- 
Beamte und Wissenschaftler zu den Anden, den Rest zur Antarktis. Die genaue Ziffer der bis heute 
untergetauchten Personen ist unbekannt. Wahrscheinlich ist es den beschränkten 
Transportkapazitäten zu verdanken, dass es nicht noch mehr geworden sind. 

Mai 1945 

Der Konvoi erringt im Atlantik mit seinen Gross-U-BOOTEN einen bis heute verschwiegenen Seesieg 
über Alliierte Streitkräfte. 

8.Mai 1945 

Offizielle Kapitulation Deutschlands. 
17.August 1945 (!) 

Einzelne U-Boots Besatzungen, die nicht gewillt sind in diesem Stützpunkt unterzukommen (oder die 
nicht aufgenommen werden können (?)) ziehen nach Beendigung Ihrer Mission nach Südamerika 



297 



(Argentinien) und übergeben dort ihre völlig leergeräumten Boote, darunter jenes U-977, das das 
letzte Mal in Kiel 4 Monate zuvor gesehen worden war. Die Besatzungen werden von hohen US- 
Beamten verhört und nach Amerika in Kriegsgefangenschaft überführt. Die Amerikaner erhalten 
wahrscheinlich weitere Hinweise auf die Position des Stützpunktes. 

Bis heute sind über 100 U-Boote vermisst, die gegen Kriegsende mit dem sog. „Walterschnorchel" 
einem Hochleistungsschnorchel für Unterseefahrten ausgerüstet wurden. Damit war es den U-Booten 
technisch möglich praktisch die gesamte Strecke zu tauchen und unerkannt zu bleiben. 





An advanced submarine schnorkel. With thls devlce German 
U-Boats ovetcame the necesstty for surfacing to recharge their batteries 

fhe Ä-nt o( ,he "Electro Boa." and the Walter mjj 
of the 1940's and 1950'» (courtesy of U.S. Navy Archive*) 



Januar 1947 

Die Amerikaner starten die größte Militäroperation in der Antarktis ( Operation „HIGHJUMP") unter der 
Leitung von Admiral Richard Evelyn Byrd mit dem Ziel den Stützpunkt zu zerstören. Beteiligt sind u.a. 
1 Flugzeugträger und mehrere Zerstörer, alles in einem 13 Schiffe. Insgesamt 4000 Mann Besatzung. 



298 



Einzige offizielle Begründung: Erprobung von neuem Militärmaterial unter antarktischen Bedingungen. 
Offizielle Stellen sprechen bis heute von einem ungeheuren Erfolg. 

Am 27.01.1947 ankert der Konvoi im westlichen Bereich des „NEUSCHWABENLAND" Territorium. Die 
Militäroperation wird ein Desaster. Byrd verliert gleich am ersten Tag einige Männer auf tragische 
Weise. Mindestens 4 Flugzeuge verschwinden unerklärlich mitsamt Piloten. Die Expeditionsstreitmacht 
zerbricht in drei Teile, die Operation muss abgebochen werden, Byrd kehrt bereits Mitte Februar in die 
Staaten zurück obwohl Expeditionspläne und Bevorratung für 6-8 Monate ausgelegt waren. (Das ist 
Faktum!) 

1947 

Auf einem Flug in einer DC 3 wird Byrd, sein Bordmechaniker und sein Co-Pilot von Flugscheiben zu 
einer Landung gezwungen und über die Folgen eines Einsatzes oberirdischer Atombombem aufgeklärt. 

Nach seiner Rückkehr wird gibt Byrd in einem bis heute nicht verifizierbaren Statement gegenüber 
einem Reporter zu erkennen, dass in Zukunft mit bedrohlichen neuen Flügkörpern zu rechnen sei, die 
in der Lage seien „ mit ungeheurer Geschwindigkeit von Pol zu Pol zu fliegen" und sich die USA gegen 
diese neue Art von Bedrohung aus der Polarregion schützen müssten. Bei seiner Rückkehr muss sich 
Byrd einem scharfen Kreuzverhör durch die US NAVY unterziehen. 

Nach 1947 

Einstellung aller militärischer Bewegungen in der Antarktis. 
Ab 1953 

Weltweite Massensichtungen von Ufos. Erst in den 70 'gern gelingt retrospektiv der Nachweis, dass 
einige der Sichtungen in wichtigen technischen Details fast identisch mit den „HANEBU" Typen sind. 
Dies gilt vor allem für die sogenannten „ADAMSKY" UFOs, die schon durch ihr aussergewöhnlich 
irdisches Aussehen bestechen. 




1957 

Das internationale Antarktische Jahr. In der Folge der bis heute gültige Antarktisvertrag zur friedliche 
Nutzung und Erforschung der Resourcen. 



299 




Landkarte 



300 




Satellitenbild 



301 



Nach Aldebaran? 



Der eventuelle deutsche Aldebaranflug vom April 1945 ist ein schwierig zu behandelndes Thema. Es 
gibt ernsthafte Menschen, die von der Realität dieses Unternehmens überzeugt sind; und es gibt nicht 
wenige andere ernsthafte Menschen, die das alles für pure Phantasterei halten. Dazwischen gibt es 
anscheinend nichts. Das liegt in erster Linie an der völlig unterschiedlichen Bewertung der wenigen als 
echt einzustufenden Unterlagen zu diesem Thema. Dazu kommt auf der ablehnenden Seite der 
ideologisch motivierte Aspekt, die ohnehin beträchtlichen technischen Leistungen des Dritten Reiches 
nicht noch um eine weitere Sensation bereichern zu wollen. 

Dabei gibt es unbestreitbar einige greifbare Hinweise dafür, daß es sich bei alledem keineswegs um 
bloße Spinnerei handelt. Diejenigen, die den Aldebaranflug für eine Realität oder zumindest für 
wahrscheinlich halten, gehen davon aus, daß sich unter den verschiedenen Materialien zum 
Aldebaranflug zwar mehrere befinden, die falsch zugeordnet wurden, sicherlich auch einige 
Fälschungen, daß nach Aussortieren dieser Fehlerquellen genug an ernstzunehmendem Material 
verbleibt, um den Nachweis der Realität des Unternehmens weitgehend führen zu können. 

Daß diesbezüglich einiges an schwer wegzuleugnenden Unterlagen vorhanden ist, wissen auch die 
Gegner der Annahme des Aldebaranflugs. Die ideologisch Vorgeprägten unter ihnen ignorieren daher 
das Ganze oder erklären es ungeprüft für falsch. Das ist sicherlich der Karriere dienlich, denn es macht 
bei einflußreichen Kreisen nicht unbeliebt. Man erinnere sich etwa daran, wie auf Betreiben einiger 
Organisationen in den USA hoch verdiente deutsche Wissenschaftler gnadenlos abgehalftert wurden, 
nach dem man sie nicht mehr zu brauchen meinte. Ideologie herrscht heutzutage in der sogenannten 
westlichen Welt überall vor. Aus der Ära des Dritten Reiches darf nichts Gutes gekommen sein, wenn 
es auch noch so unpolitisch wäre. Arrivierte Personen können sich daher mit Themen wie dem 
eventuellen deutschen Aldebaranflug nicht beschäftigen - sonst würden sie sehr schnell nicht mehr 
arriviert sein. Dies ist menschlich verständlich, es geht ja nicht nur um Positionen, sondern auch um 
Familien. 

Durch diese Gegebenheiten kommt es fast zwangsläufig dazu, daß sich ideologisch Vorgeprägte von 
der anderen Seite des Themas annehmen, Personen, die vielleicht schon unter politischen 
Repressalien zu leiden hatten, insofern nichts mehr zu verlieren haben, und nun ihrerseits politische 
Aspekte der Sache in den Vordergrund rücken. Auch das mag wiederum menschlich verständlich sein, 
führt jedoch erneut zu keiner objektiven Erörterung der Angelegenheit. 

Auch um Objektivität bemühten Personen besten Willens ist es kaum möglich, den Dingen wirklich auf 
den Grund zu gehen. Zumeist fehlen ihnen dazu die nötigen Mittel, beginnend mit ausreichend Zeit, 
weil sie in der Regel einem täglichen Broterwerb nachgehen müssen. 

Versuchen wir an dieser Stelle, ohne Wertung quasi zu sortieren, welche unterschiedlichen Annahmen 
und Auffassungen es zum Aldebaranflug gibt. 

Da ist zunächst die vollständige Ablehnung und Ignoranz aus politischen oder karrierebedingten 
Gründen. Dies bedarf keiner Erörterung. 

Dann gibt es einige, die das ganze völlig unkritisch als ein nationalsozialistisches Helden-Epos 
betrachten. Auch das bedarf keiner Erörterung. 

Was bleibt also, wenn wir die beiden ideologisch geprägten Sichtweisen ausschließen, was wir tun 
müssen, wollen wir der objektiven Wahrheit so weit näherkommen, wie es möglich ist. 

Zunächst müssen wir sichten, was es an ernstzunehmenden Unterlagen über das Aldebaran - Projekt 
und dessen Vorgeschichte gibt, resp. uns zugänglich ist. Das soll nachstehend in knapper Form 
unternommen werden, und zwar in einer Weise, die nur jene Unterlagen wertet, die mit hoher 
Wahrscheinlichkeit als echt angesehen werden dürfen. Damit ist nicht gesagt, alle andere, hier nicht 
erwähnten, müßten unecht sein. 



302 



Von dem Aldebaran - Raumschiff VR (Vril) 8 „Odin" gibt es zumindest ein mit höchster 
Wahrscheinlichkeit echtes Foto. Dieses zeigt das Gerät am Boden, bei der Koppel noch mit einem 
Gerüst versehen. Die erkennbaren Proportionen dürften mit den überlieferten Maßen - 45 m 
Durchmesser, zweistöckiger Kuppelaufbau - in Einklang stehen. An der Kuppelseite ist ein großes 
Balkenkreuz zu erkennen, das deutsche Hoheitszeichen jener Zeit, in der damals üblichen Form; es 
besteht nur aus vier zueinandergestellten Winkeln. Möglicherweise bedeutet das seitlich erkennbare 
Gerüst, daß solche Hoheitszeichen gerade an allen vier Seiten angebracht wurden. Das Foto ist 
offensichtlich entweder in den Abendstunden oder im Morgen-grauen aufgenommen. Das erscheint 
logisch, am hellichten Tag würde das Gerät wegen der feindlichen Luftüberlegenheit kaum aus seiner 
unterirdischen Fabrikationsstätte hervorgeholt worden sein. Es ist sogar denkbar, daß es sich um eine 
Aufnahme unmittelbar vor dem Abflug handelt und das, was wie ein Gerüst aussieht, eine Beladehilfe 
ist. Vielleicht zeigt uns dieses Foto also das Raumschiff „Odin" unmittelbar vor dem Start. 

(Dieses Foto ist nicht zur Veröffentlichung bestimmt!) 

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß ein fragwürdiges Foto existiert, daß den Start zeigen 
könnte. Vergleicht man dieses Bild mit dem zuvor als sicherlich echt geschilderten, so könnte auch das 
Foto des Starts durchaus echt sein. Es war jedoch scheinbar stark beschädigt und ist in einer Weise 
überarbeitet worden, die es völlig unmöglich macht, noch zu beurteilen, ob es sich um ein 
ursprünglich echte Vorlage, eine Spielerei oder eine bewußte Fälschung handelt. 



Vß (Vril) 8 beim Start 
im April 1945 ? 

Echtheit dieses 
Fotos unsic 




Besser steht es hinsichtlich der Bilddokumentation um das Vorläufermodell VR (Vril) 7. Von diesem 
gibt es mehrere Fotos, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit echt sind. Auch diese seiden aber zum 
Teil darunter, daß Beschädigungen unsachgemäß ausgebessert wurden. Besonders drei Aufnahmen 
sollen hier angeführt werden, weil sie als die sichersten gelten dürfen. Das beste dieser Fotos steht 
hier nicht für die Veröffentlichung zur Verfügung. Es zeigt VR 7 in gelandetem Zustand. Der 
Durchmesser entsprach dem des VR 8, also 45 m, der Aufbau war jedoch nur einstöckig, also 
niedriger. Ein zweites, vermutlich zum selben Zeitpunkt aufgenommen, ist jedoch gut erhalten. Die 
junge Dame im Vordergrund ist namentlich bekannt. Das Foto muß im Oktober oder November des 
Jahres 1944 auf dem Arado/ Vril - Gelände in Brandenburg aufgenommen worden sein. Die Vorlage ist 
kein Repro, das Fotopapier ist deutsch und stammt aus der betreffenden Zeit. Auch die gut 
erkennbare Pferdeschwanzfrisur der jungen Dame spricht für die Echtheit des Bildes, denn dies war 
quasi eine interne Vereinstracht der „Vril" - Damen. 



VR 7m Brandenburg 1944 











303 



Um dieselbe Zeit oder wenig später, vielleicht im Dezember 1944, dürfte eine im Grunde sehr gute 
Flugaufnahme des VR (Vril) 7 entstanden sein. Auch an dieser sind Beschädigungen überarbeitet 
worden, wodurch z.B. das Balkenkreuz nachgezogen wird. Glücklicherweise wurden diese 
Verbesserungen jedoch auf einem Repro vorgenommen. Dadurch ist das unveränderte Original noch 
vorhanden. Die Echtheit darf daher als durchaus sicher gelten. 




Sehr wahrscheinlich echt sind auch einige Skizzen, die sich auf VR 7 beziehen. 



1943 




Ein wichtiger Schlüssel für die mögliche Realität des Aldebaranflugs sind einige erhaltene Papiere der 
Antriebstechnischen Werkstätten (inoffiziell „Vril - Gesellschaft"). Aus diesen Papieren lassen sich - 
fragmentarisch aber doch - definitive Vorbereitungen für den Aldebaranflug erkennen, an einigen 
Stellen sogar ganz unzweifelhaft. Hier bestätigt sich auch, daß tatsächlich überwiegend Frauen dieses 
Projekt in ihren Händen hatten. Diese Papiere sprechen an einigen Stellen eine so deutliche Sprache, 
daß zumindest am erfolgten Start kaum ein Zweifel bleiben kann. Im Detail steht ferner fest, daß es 
sich um Papier deutscher Herstellung aus des betreffenden Zeit handelt. Auch die Schrift - Typo war 
damals gebräuchlich. Die teilweise erkennbaren Signets entsprechen jenen, die von dem ursprünglich 
in München gegründeten Damenzirkel zwischen 1921 und 1945 verwendet wurden. Historisch ist auch 
Maria 0., die „Vril" - Chefin. 



304 




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1944 



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Aufbruch nach Aldebaran, März 1945 



305 




Wenn wir diese Fakten zur Beurteilung des Aldebaran - Unternehmens heranziehen, kann zumindest 
fohlendes gesagt werden: 

• Die Initiatoren, „Antriebstechnische Werkstätten" (inoffiziell 'Vril - Gesellschaft'), sind zutreffend. 

• An der Schaffung der technischen Voraussetzungen ('Fliegende Untertassen') wurde zweifelsfrei 
gearbeitet, Erprobungen fanden statt. 

• Vorbereitungen für den Flug nach Aldebaran wurden ganz konkret getroffen - der Starttermin 
stand fest. 

Aus diesem Blickwinkel gibt es keinen vernünftigen Grund, anzunehmen, der Start habe auch nicht 
tatsächlich stattgefunden. Die Kriegslage war verzweifelt, der Betreiberkreis des Unternehmens erklärt 
patriotisch ausgerichtet. Ein Versuch unter der Bereitschaft, das Leben zu wagen, lag da geradezu in 
der Logik der Dinge. 

Dazu wäre zu sagen: Start bedeutet noch nicht Erfolg, Abflug heißt noch nicht, ankommen. Das ist 
wohl völlig offen. 

Was gibt es nun dagegen? Jene Leute, die nicht an die Realität des Aldebaranfugs glauben, aber die 
vorhandenen Unterlagen wahrnehmen, behaupten zweierlei: 

Zum einen, bei den Aufnahmen der VR/ Vril - Geräte handle es sich zwar wahrscheinlich um echte 
Fotos aus der damaligen Zeit, doch diese zeigten nicht die Endprodukte, sondern nur Modelle. Auch 
die Flugaufnahmen des VR (Vril) 7 zeigten lediglich Modellversuche. Das Bild des VR (Vril) 8 am Boden 
könnte möglicherweise ein Endprodukt zeigen, dieses wäre aber nicht flugfähig gewesen und bei 
Kriegsende zerstört worden. 

Zum anderen, bei den Papieren, die ebenfalls aus der Zeit und grundsätzlich echt seien, handle es sich 
um schwärmerische Phantasien junger Mädchen, um eine Art Spielerei, mehr sei das nie gewesen. 
Auch die historische „Vril" - Gesellschaft wäre nicht mehr gewesen als eine von mystischer 
Schwärmerei getragene Gemeinschaft junger Frauen, die zwar einige private Verbindungen zu 
hochrangigen Personen jener Zeit gehabt habe (August von Mackensen, Erich von Manstein, Wilhelm 
Canaris, Adolf Galland, Ernst Heinkel, Kurt Tank u.a.), aber ohne praktische Auswirkung. 

Da bei Zurückverfolgen der Spur auch die Haunebu - Geräte (Hauneburg) dieselbe Quelle zeigen (was 
zutrifft), werden auch diese als teils Modellversuche und teils Phantasieobjekte eingestuft. 

Zwischen diesen beiden gegensätzlichen Auffassungen sich eine eigene Meinung zu bilden, möge 
jedem einzelnen überlassen bleiben. 



306 



Die weitreichenden Perspektiven des deutschen Aldebaran - Unternehmens, wie sie Norbert Jürgen 
Ratthofer darstellt, sollen hier nicht erörtert werden. Es darf aber gesagt werden, daß die 
Nachforschungen und Überlegungen dieses seriösen Mannes auch ihre Berechtigung haben - quasi am 
äußersten Ende dieses Spektrums. 



307 



Chronologie der UFO-Sichtungen 



Der Leser sollte sich auch hier des eigenen Verstandes bedienen, und möge sich sein eigenes Bild von 
den aufgeführten Ereignissen machen. 



Vorwort zur Chronologie 

Es scheint als können UFOs und USOs (unidentifizierte schwimmende Objekte) nicht unterschieden 
werden. In vielen, gut dokumentierten Fällen behaupten Zeugen, daß fremdartige, metallische, 
Scheiben- und zigarrenförmige Objekte, plötzlich aus dem Wasser auftauchten, sich in die Luft 
erhoben und verschwanden. In anderen Fällen kamen sie herunter auf die Meeresoberfläche und 
verschwanden unter Wasser. Stützpunkte dieser Flugobjekte werden unter dem Meer vermutet. Es 
wird die Frage aufgeworfen, ob das der Grund dafür ist, das die US-Marine für die UFO-Forschung 
mehr Geld aufwendet, als die US-Luftwaffe. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.. S.19/ 21). 

Als Gebiete mit häufigen Schiffsunglücken und UFO/ USO-Sichtungen werden, außer dem 
Bermudadreieck noch die Biskaya (S.74, 75) und der sogenannte „Kreis des Todes" zwischen Gotland 
und Öland angegeben (S.86, 87). 

Im Zusammenhang mit UFO-Sichtungen und bei merkwürdigen Erscheinungen im Bermudadreieck, 
wurde immer wieder von „Wolkenbildung", „einer Art Nebel" oder „Schwefelsäuretröpfchen" berichtet. 
Oftmals hüllte eine Wolke oder ein seltsamer Nebel, Schiffe und Flugzeuge ein, die dann nie mehr aus 
diesen Wolken- oder Nebelgebilden herauskamen. Diese Gebilde lösten sich dann langsam auf und 
das Flugzeug oder Schiff, das darin verschwand existierte nicht mehr. Der Nebel wird oftmals als 
grünlich und die Wolken als röhrenähnlich geschildert. Der Nebel tritt immer ganz plötzlich aus dem 
Nichts heraus auf und läßt Instrumente versagen. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.48/ 52) 

Das amerikanische Luftverteidigungskommando NORAD hat zugegeben, daß seine komplizierten 
Infrarotsensoren, die gleichzeitig Satellitenwiedereintritte orten und in Phasen durch ein weltweites 
Radarnetz berechnen, täglich um die „800 bis 900 Objekte" registrieren, deren Flugcharakteristiken 
weder denen irgendwelcher Satelliten noch den gewöhnlichen ballistischen Flugbahnen entsprechen. 
(Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 18) 



CHRONOLOGIE 

Zeitraum -1.5 Millionen bis zum Jahre „0" 

Außerirdische Einflußnahme auf die frühe Menschheitsentwicklung 
-1.500.000 bis -1.000.000 

Diluvium: Nebeneinander entwickeln sich Archanthropinen, Paläanthropinen und Neanthropinen. 
Letztere entwickeln sich zum Homo Sapiens. Die beiden anderen Zweige sterben als primitivere aus. 
1.4 Millionen Jahre altes Lagerfeuer in Kenia - Steinwerkzeuge der Heidelberger und verwandter 
Kulturen erweisen tertiäre Werkzeugtechnik, Sammler- und Wildbeuterstufe. Peking-Mensch kennt 
Feuerbenutzung. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-540,000 

Archanthropinen aus China, Peking (Sinanthropus), Java (Pithecanthropus) und Heidelberg (Mauer) 
mit 800-1000 ccm Gehirnvolumen. Oldoway-Mensch am Kilimandscharo (archanthropiner Vertreter 
afrikanischer Faustkeilkultur) (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-450,000 

Auf dem Nibiru, einem fernen Planeten unseres Sonnensystems, droht das Leben zu erlöschen, weil 
sich seine Atmosphäre zersetzt. Von Anu entthront, entkommt der Herrscher Alalu in einem 
Raumschiff und findet Zuflucht auf der Erde. Hier entdeckt er Gold, das sich zum Schutz der 



308 



Atmosphäre verwenden läßt. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.417. (Zecharia Sitchin 
wurde in der UDSSR geboren und wuchs in Palästina auf, wo er Alt- und Neuhebräisch, andere 
semitische und europäische Sprachen lernte und das Alte Testament sowie die Geschichte und 
Archäologie des Nahen Ostens studierte. Nach einem Studium an der London School of Economics 
war er viele Jahre als einer der führenden Journalisten in Israel tätig. Heute lebt und arbeitet er als 
anerkannter Altertumsforscher in den Vereinigten Staaten.)) 

-445,000 

Angeführt von Enki, einem Sohn Anus, landen die Anunnaki (biblischer Name: Nefilim) auf der Erde 
und errichten Eridu, die erste Erdstation, um aus dem Gewässer des Persischen Golfs Gold zu 
gewinnen. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.417) 

Die Nefilim, angeführt von Enki, kommen vom Zwölften Planeten auf die Erde. Eridu - Erdstation 1 - 
wird in Südmesopotamien gegründet. (Sitchin: Der zwölfte Planet, S.411) 

Die Sumerer betrachten Niburu als den zwölften Planeten unseres Sonnensystems, bestehend aus 
Sonne, Mond, den neun Planeten die wir heute kennen, sowie einem größeren, dessen Umlauf 3600 
Erdenjahre beträgt. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.97) 

-430,000 

Das Klima der Erde wird milder. Immer mehr Anunnaki kommen auf die Erde, darunter Enkis 
heilkundige Halbschwester Ninharsag. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.417) 
Die großen Eisdecken beginnen zu weichen. Im Nahen Osten herrscht ein ausgesprochen 
angenehmes Klima. (Sitchin: Der zwölfte Planet, S.411) 

-416.000 

Da die Goldproduktion nachläßt, kommt Anu mit dem Thronerben Enlil auf die Erde. Es wird 
beschlossen, das lebenswichtige Gold durch Bergbau in Südafrika zu gewinnen. Das Los bestimmt Enlil 
zum Befehlshaber der Erdmission; Enki wird nach Afrika verwiesen. Beim Verlassen der Erde wird Anu 
durch Alalus Enkelsohn herausgefordert. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.417) 

-415.000 

Enki zieht landeinwärts und gründet Larsa. (Sitchin: Der zwölfte Planet, S.411) 
-400.000 

In Südmesopotamien sind folgende Anlagen entstanden: ein Raumschifflughafen (Sippar), ein 
Kontrollzentrum (Nippur), ein metallurgisches Zentrum (Badtibira), ein medizinisches Institut 
(Schuruppak). Das Gold wird in Afrika verschifft, veredelt und von den Igigi, welche die Erde 
umkreisen, auf die Raumschiffe verladen, die regelmäßig von Nibiru kommen. (Sitchin: Die Kriege der 
Menschen und Götter, S.417) 

Die Interglaziale (Zwischen warmzeit) breitet sich weltweit aus. Enlil kommt auf die Erde und gründet 
Nippur als Missionskontrollzentrum, Enki setzt Seewege nach Südafrika fest und organisiert die 
Ausbeutung von Goldminen. (Sitchin: Der zwölfte Planet, S.411) 

-380.000 

Mit Unterstützung der Igigi versucht Alalus Enkel, die Macht über die Erde zu gewinnen. Die Enliliten 
siegen im Krieg der alten Götter (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.418) 

-360.000 

Die Nefilim gründen Badtibira als ihr metallurgisches Zentrum zum Schmelzen und Raffinieren der 
Metalle. (Sitchin: Der zwölfte Planet, S.411) 

-300.000 

Die Anunnaki, die in den Goldminen arbeiten, meutern. Enki und Ninharsag erschaffen durch 
genetische Manipulation mit einem weiblichen Affenmenschen die primitiven Arbeiter, welche die 
Schwerarbeit der Anunnaki übernehmen. Enlil überfällt die Minen und verschleppt diese Arbeiter nach 
Mesopotamien. Sie erhalten die Fähigkeit, sich fortzupflanzen, und der Homo Sapiens beginnt sich zu 
vermehren. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.418) 

Im Epos von der Erschaffung des Menschen, in anderen diesbezüglichen Texten und in flüchtigen 
Erwähnungen beschreiben die Sumerer den Menschen einerseits als willentlich hervorgebrachtes 
Geschöpf der Götter und andererseits als ein Glied der Entwicklungskette, die mit den 



309 



Himmelsereignissen begonnen hat, welche das „Epos der Schöpfung" schildert. (Sitchin: Der zwölfte 
Planet, S.337) 

In der biblischen Geschichte, die alle Leistungen einer einzigen Gottheit zuschreibt, wird an dieser 
Stelle die Mehrzahl benutzt, nämlich Elohim (Gottheiten): „Und Elohim sprach: Lasset uns Menschen 
machen nach unserem Bilde und uns ähnlich ..." Genesis 1: Im Anfang schuf Gott den Himmel und die 
Erde. Die Erde war wüst und leer, Finsternis lag über der Urflut, und der Geist Gottes schwebte über 
den Wassern. (Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes, 1989, Pattloch Verlag) 
In der Rotherham Bibelübersetzung aus dem Hebräischen heißt es: „Jetzt war die Erde wüst und leer 
geworden". (Des Griffin, Wer regiert die Welt, S. 9) 

Sitchin belegt anhand sumerischer Texte, daß die (Götter) Anunnaki die Menschenrasse aus Primaten 
(Affen) genetisch herangezogen haben. Nach einigen Fehlversuchen befruchteten sie eine Äffin mit 
eigenem Samen, entnahmen das befruchtete Ei und ließen dieses Ei von einer der ihren austragen. 
Die in der Bibel erwähnte Erkenntnis war der Moment, als der Mensch die Zeugungsfähigkeit erhielt. 
Im Alten Testament wird das Wort „erkennen" für Geschlechtsverkehr gebraucht, meist zwischen 
Mann und Frau zwecks Fortpflanzung. Die ersten „Geschöpfe" waren Hybriden und nicht 
zeugungsfähig, vergleichbar mit dem Maultier, welches sich als Kreuzung zwischen Pferd und Esel 
ebenfalls nicht paart. 

Sitchin erklärt den Streit um diese Erkenntnis zwischen Gott und Schlange als einen Streit zwischen 
Enlil, dem Befehlshaber und Enki, der mit der Aufsicht über die Berg Werksarbeiten betraut war. 
(Sitchin, Der zwölfte Planet, Kapitel 12 und 13) 

-250.000 

Der frühe Homo Sapiens vermehrt sich und verbreitet sich auf andere Erdteile. (Sitchin: Der zwölfte 
Planet, S.411) 

-200.000 

Die Entwicklung auf der Erde stagniert während einer neuen Eiszeit. (Sitchin: Die Kriege der Menschen 
und Götter, S.418) 

-120.000 bis -60.000 

Prä-Neandertaler (Funde von Ehringsdorf, aus Palästina u.a.), Neandertaler und Rhodesia-Mensch. 
Etwa gleichzeitig leben der primitivere Ngandong-Mensch und Präsapiens-Typen (z.B. in Palästina). 
(Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-100.000 

Das Klima erwärmt sich wieder. Die Anunnaki (die biblischen Nefilim) vermählen sich trotz Enlils 
Unwillen mit den Töchtern der Menschen. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.418) 

-77.000 

Ubartutu/ Lamech, ein Halbgott, übernimmt unter Ninhursags Gönnerschaft die Herrschaft in 
Schuruppak. (Sitchin: Der zwölfte Planet, S.411) 

-75.000 

Die Verfluchung der Erde - eine neue Eiszeit - beginnt. Ein regressiver Menschenschlag streift auf der 
Erde umher. (Sitchin: Der zwölfte Planet, S.411) 

Ein neues Eiszeitalter beginnt. Regressive Menschentypen entstehen. Die Cromagnonrasse überlebt. 
(Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.418) 

-60.000 bis ca. -40.000 

Homo-Sapiens: Aurignac-, Brünn-Mensch (ähnlich den heutigen Ureinwohnern Australiens; 
Gehirnvolumen ca. 1000 ccm) verdrängt von Osten kommend den Neandertaler, der ausstirbt. 
Übergang der primitiveren zur höheren Jägerstufe: Mammutjagd, Wurfspeer, Pfeil und Bogen, Freiland 
und Grottenwohnungen, teilweise schon hüttenartige Wohnbauten für Sippen. Cro-Magnon-Mensch 
(hohe Stirn, Kinn, große eckige Augenhöhlen, ca. 1200 ccm Gehirnvolumen), Ausbildung der heutigen 
Hauptrassen. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-49.000 

Enki und Ninharsag erlauben den Anunnaki-Menschen, in Schuruppak zu herrschen, in seiner Wut 
plant Enlil die Vernichtung der Menschheit. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.418) 



310 



Ziusudra (Noah), ein treuer Diener Enkis, übernimmt die Herrschaft. (Sitchin: Der zwölfte Planet, 
S.412) 

-45.000 

Die (grauen) Außerirdischen besuchen die Erde seit 45.000 Jahren. Sie behaupten, die Menschheit 
durch eine Kreuzung mit den primitiven Primaten geschaffen zu haben. Das Ergebnis sei der Cro- 
Magnon-Mensch gewesen, der vor rund 40.000 Jahren in Nordspanien und Südwest-Frankreich 
aufgetaucht sei 

(Höhlenmalereien etc.). Sie hätten die Religionen als Mittel zur Beeinflussung der Evolution des 
Menschen geschaffen und als moralische Instanz. Sie selbst stammen aus einem Doppelsternsystem 
wie das von Ceta Reticuli. Ihr Planet ist ein Wüstenplanet, dessen Sonne zu sterben drohe und sie 
hausen ähnlich wie die Pueblo-Indianer. (Johannes v. Buttlar, Drachenwege, S. 191) 

-38.000 

Bedingt durch die rauhen klimatischen Verhältnisse der sieben Durchgänge, vermindert sich die Zahl 
der Menschen immer mehr. Der europäische Neandertaler verschwindet, nur die aus dem Nahen 
Osten stammende Cromagnonrasse überlebt die schlimme Zeit. Enlil sucht die Menschheit, die ihn 
enttäuscht hat, auszurotten. (Sitchin: Der zwölfte Planet, S.412) 

-32.400 

(Dr. Andrija Puharich/ Phyllis Schelmer: Das Wesen namens Tom; sprach 1974 durch Phyllis bezüglich 
der Einflußnahme der Außerirdischen von Hoova auf die Menschheitsentwicklung): 
Die erste Zivilisation, welche die Außerirdischen auf der Erde begründeten, sei die Kultur von AKSU im 
Tarimbecken, nördlich von Tibet gewesen. Diese Zivilisation zerstörte sich selbst. Ihre Überlebenden 
gründeten die Zivilisation von Atlantis. Nach deren Zerstörung hätten seine Überlebenden die Kulturen 
von Ägypten, Ur und China begründet. Die nordische Rasse stamme von der Zivilisation von Ashand 
ab, während die Schwarzen die ursprünglichen Bewohner dieses Planeten sind. (Hesemann: UFOs: Die 
Kontakte, S. 161) 

Ab ca. -25.000 

13900 Jahre lang sollen die Götter über Ägypten geherrscht haben, und die darauffolgenden 
Halbgötter zusammen nochmals 11.000 Jahre. Die Götter, so Manetho (Manetho wird bei dem 
Historiker Plutarch als Zeitgenosse des ersten ptolemäischen Königs (304 - 282 v. Chr.) erwähnt), 
hätten verschiedene Wesen entstehen lassen, Monstren und Mischkreaturen aller Art. Genau dies 
bestätigt der Kirchenfürst Eusebius (Historiker,gestorben 339 n. Chr.): 

„Und es waren daselbst gewisse andere Untiere, von denen ein Teil selbsterzeugte waren, und mit 
lebenerzeugenden Formen ausgestattete; und sie hätten erzeugt Menschen, doppelbeflügelte; dazu 
auch andere mit vier Flügeln und zwei Gesichtern und einem Leib und zwei Köpfen, Frauen und 
Männer, und zwei Naturen, männliche und weibliche; weiter noch andere Menschen, mit Schenkeln 
von Ziegen und Hörnern am Kopfe; noch andere, pferdefüßige; und andere von Pferdegestalt an der 
Hinterseite und Menschengestalt an der Vorderseite, welche der Hippokentauren Formen haben; 
erzeugt hätten sie auch Stiere, menschen köpf ige, und Hunde, vierleibige, deren Schweife nach Art der 
Fischschwänze rückseits aus den Hinterteilen hervorliefen; auch Pferde mit Hundeköpfen; und 
Menschen sowie noch andere Ungeheuer, pferdeköpfige und menschenleibige und nach Art der Fische 
beschwänzte; dazu weiter auch 

allerlei drachenförmige Unwesen; und Fische und Reptilien und Schlangen und eine Menge von 
Wunderwesen, mannigfaltig gearteten und untereinander verschieden geformten, deren Bilder sie im 
Tempel des Belos eins neben dem anderen dargestellt aufbewahrten." 

Im Louvre kann jedermann drei kleine, nur zehn Zentimeter hohe Figürchen von menschenköpfigen 
Stieren bestaunen. Sie werden um 2200 v. Chr. datiert. Ebenfalls im Louvre steht der dreiundzwanzig 
Zentimeter hohe „Becher des Gudea", entstanden um etwa 2200 v. Chr. Die Gravur auf dem Becher 
zeigt ein Mischwesen ganz besonderer Art: Vogelklauen an den Beinen, Schlangenkörper, 
Menschenhände, Flügel und den Kopf eines Drachens. Sogar im fernen Zentral- und Südamerika 
fehlen die Mischkreaturen auf künstlerischen Darstellungen nicht. Ob Olmeken, Maya oder Azteken, 
immer wieder tauchen tiermenschliche Schauergestalten auf Tempelwänden und auf Kodizes auf. 
Herodot schildert, die Priester in Theben hätten ihm höchstpersönlich 341 Statuen gezeigt, deren jede 
eine hohepriesterliche Generation seit 11.340 Jahren angebe. Menschen dieser Art waren von den 
Göttern weit verschieden. Vor diesen Männern hätten die Götter in Ägypten geherrscht und bei den 
Menschen gewohnt (Erich von Däniken, Die Augen der Sphinx, S. 67/ 74) 



311 



In einem anderen Bericht wird von einem Zeitraum „seit 25.000 Jahren besuchen sie die Erde" 
gesprochen. Sie (die Grauen) verfügen über unterirdische Basen in verschiedenen Ländern der Erde. 
(Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 81) 

-20.000 

Israel sei der Ort, wo sie (die Wesen von Hoova) vor 20.000 Jahren zum ersten Mal gelandet seien, zu 
Abrahams Zeit in Mamre. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 156/ 57, Hypnosesitzung mit Uri Geller, 
siehe 1970/ 71) 

„Wir griffen vor 20.000 Jahren das erste Mal in die Geschicke der Menschheit ein. Wir kamen in einer 
geplanten Mission von unserem eigenen Sonnensystem und unsere erste Landung fand in Israel statt, 
wo Abraham uns begegnete. Wir fanden jedoch schon Spuren früherer Besucher aus dem Weltraum, 
die schon Millionen Jahre früher auf die Erde gekommen waren. Seitdem geben wir der Menschheit 
einmal alle 6000 Jahre eine Unterweisung. Das letzte Mal in Ägypten." (Hesemann: UFOs: Die 
Kontakte, S. 158) 

-15.000 bis 12.000 

In dem Buch „Die Chronik von Akakor" (erzählt von Tatunca Nara, dem Häuptling der Ugha 
Mongulala, Karl Brugger, 1976, Econ Verlag) wird von einem südamerikanischen Stamm berichtet, 
dessen Chronik besagt, daß die Götter vor 15.000 Jahren auf die Erde kamen und vor 12.000 Jahren 
wieder verschwanden. Sie hätten eine Flugscheibe in der 4-5 km durchmessenden Stadt Unter-Akakor 
zurückgelassen. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 72) 

-14.000 

Besuch Außerirdischer von einem Planeten im System Alpha Centauri (siehe 1954, 24.10.). 
„Zum ersten Mal haben wir Deinen Planeten vor 14.000 Jahren besucht. Seit jener Zeit haben wir in 
periodischen Abständen den Fortschritt der Erdbewohner beobachtet." Sol-Tec (Name des 
Außerirdischen) spricht darüber, daß sich Atlantis und Lemuria (Mu) mit nuklearen Waffen bekämpft 
haben, resultierend in einer Zerstörung der Erde. Das gleiche drohe jetzt wieder. Alpha Centauri 
gehört einer universalen Galaktischen Konföderation von über 680 Planeten an, die durch Erreichung 
einer bestimmten evolutionären Stufe das Recht auf Mitgliedschaft erworben haben. Diese Planeten 
befinden sich in weit voneinander verschiedenen Stadien oder Graden der Evolution, und dennoch 
leben und wirken sie alle zusammen zum Wohle aller. Auch die Erde war einmal Mitglied dieser 
Konföderation, vor der Atlantis-Katastrophe. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 46-48) 

-13.000 

Enlil wird es klar, daß das Vorbeiziehen des Nibirus in Erdennähe eine ungeheure Flutwelle auf der 
Erde auslösen wird. Er läßt die Anunnaki schwören, die drohende Katastrophe vor den Menschen 
geheimzuhalten. Enki wird wortbrüchig und weist Ziusudra (Noah) an, ein Unterwasserschiff zu bauen. 
Die Sintflut überschwemmt die Erde; die Anunnaki sehen die vollständige Zerstörung von ihren 
kreisenden Satelliten aus mit an. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.418) 
Enlil übergibt den überlebenden Menschen Geräte und Samenkörner. Im Hochland beginnt die 
Landwirtschaft. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.418) 

Genesis 6,1-2: Es begab sich, daß die Menschen auf Erden sich zu mehren begannen und ihnen auch 
Töchter geboren wurden. Da sahen die Gottessöhne, daß die Töchter der Menschen schön waren, und 
sie nahmen sich zu Frauen, welche sie nur mochten... 

Genesis 6,5-8: Der Herr sprach: „Ich will den Menschen, den ich geschaffen, vom Erdboden vertilgen, 
vom Menschen bis zum Vieh und zum Kriechtier und zu den Himmelsvögeln. Denn es reut mich, sie 
gemacht zu haben". Nur Noe fand Gnade in den Augen des Herrn. 

Ca. 12.000 v.Chr. 

Invasion der Arier in Indien. In diese Zeit etwa fällt die Entstehung der Veden, grundlegende Lehre 
des Hinduismus. Verehrt werden unter anderem: 

* Brahman: Der Eine - der Einzige - der Ursprung, zu dem alles zurückkehrt. 

* Pradscha-Pati, personaler Schöpfer 

* Ischwara „Der Herr - Gott als Person" (Caterina Conio, Hinduismus, Pattloch Verlag) 
-10.500 

Den Nachkommen Noahs werden drei Regionen zugewiesen. Ninurta, Enlils erstgeborener Sohn, 
errichtet Talsperren und kanalisiert die Flüsse, um Mesopotamien bewohnbar zu machen. Enki macht 



312 



das Niltal urbar. Die Sinaihalbinsel wird von den Anunnaki als Stützpunkt für den neuen Flughafen 
ausersehen, das Kontrollzentrum wird auf dem Berg Moa (später Jerusalem) errichtet. (Sitchin: Die 
Kriege der Menschen und Götter, S.419) 

Seit etwa 10.000 

Es spielt sich ein grundlegender Wandel menschlicher Existenz ab, die „Neolithische Revolution" 
Haustiere, Ackerbau, Seßhaftigkeit, stadtartige Siedlungen. Damit sind die Voraussetzungen einer 
höheren Zivilisation gegeben. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-9.780 

Ra (Marduk), Enkis erstgeborener Sohn, teilt die Herrschaft über Ägypten zwischen Osiris und Seth. 
(Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.419) 

-9.330 

Seth kämpft mit Osiris und entmannt ihn; er übernimmt die Rolle des einzigen Herrschers über das 
Niltal. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.419) 

-8.970 

Horos rächt seinen Vater Osiris, indem er den Ersten Pyramidenkrieg beginnt. Seth flieht nach Asien, 
er eignet sich die Sinaihalbinsel und Kanaan an. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.419) 

-ca. 8.000 

Bob Lazar: „.... Als Teil meiner Einführung in das Programm S-4 wurde ich in einen kleinen Raum 
gebracht, in dem sich ein Tisch, ein Stuhl und etwa 120 Instruktionen in blauen Aktenordnern 
befanden. Ich wurde dort unterschiedlich lang allein gelassen, um zu lesen, normalerweise ca. eine 
halbe Stunde. 

Diese Instruktionen enthielten ein weites Spektrum an Informationen, von denen sich die meisten auf 
Außerirdische und außerirdische Technologie bezogen. Diese Berichte schienen eine Überblick über 
„außerirdische Informationen" darzustellen, die den Zweck hatten, Wissenschaftler jeden Gebietes 
über die Reichweite des Projektes zu informieren, nicht nur über ihr spezielles Gebiet und ihre 
Aufgaben. Die Wesen sind 3 bis 4 Fuß groß und wiegen 25 bis 50 Pfund. Sie haben grauschimmernde 
Haut und große Köpfe mit mandelförmigen, großen Augen. Sie haben sehr dünne, schlanke Nasen, 
Münder und Ohren und sind unbehaart.... 

...Diese Wesen sagten, daß sie die Erde über einen langen Zeitraum hinweg immer wieder besucht 
hätten und präsentierten photographisches Beweismaterial, das sie als über 10.000 Jahre alt 
bezeichneten. Die Wesen sagten, der Mensch sei das Produkt einer von außen korrigierten 
(beeinflußten) Evolution. Sie sagten, daß die Menschheit als Rasse sich 65 Mal genetisch verändert 
habe. Sie bezeichneten Menschen als „Behälter", jedoch weiß ich nicht, wofür sie Behälter sein 
sollten." 

-8.670 

Die Enliliten lehnten sich dagegen auf, daß Enkis Nachkommen allein über die Raumfahrtanlagen 
herrschen, und beginnen den Zweiten Pyramidenkrieg. Der siegreiche Ninurta zerstört alle Anlagen in 
der Großen Pyramide. Ninharsag, Enkis und Enlils Halbschwester, beruft eine Friedenskonferenz ein. 
Die Aufteilung der Erde wird neu besprochen. Die Herrschaft über Ägypten wird von der Dynastie Ra 
(Marduk) auf die von Thoth übertragen. Heliopolis entsteht als neue Leuchtsignalstadt. (Sitchin: Die 
Kriege der Menschen und Götter, S.419) 

-8.500 

Die Anunnaki errichten Außenposten an den Zugängen zu den Raumfahrtanlagen; einer davon ist 
Jericho. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.419) 

-7.400 

Während weiterhin Friede herrscht, gewähren die Anunnaki den Menschen Verbesserungen. Beginn 
der Jungsteinzeit. Über Ägypten herrschen Halbgötter. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, 
S.419) 



313 



- 4.000 

Die großen Pyramiden sollen gebaut worden sein, um eine Supernova-Explosion im Jahre 4000 v.Chr. 
zu beobachten und zu feiern. (Anmerkung: In der Schulgeschichte wird der Bau auf 2700 v.Chr. 
datiert). 

Dr. Anthony Hewish, Gewinner des Nobelpreises in Physik (1974), entdeckte eine rhythmische Serie 
von Radioimpulsen und bewies deren Abstammung von einem Stern, der in dieser Zeit explodierte. 
Die Freimaurer beginnen ihre Zeitrechnung „Im Jahr des Lichtes" in dieser Zeit. Dieses Licht soll im 
Jahre 2000 n.Chr. wieder gesehen werden. (M.W. Cooper, Behold a pale Horse, S. 72) 
Basierend auf Untersuchungsergebnissen in den 1920er-30er Jahren wurde eine Expedition 
zusammengestellt, um eine geheime Kammer unter der Pyramide zu öffnen. Man fand eine Metalltür, 
500 Fuß (ca. 150 m) unter dem Fundament der Pyramide. Die Öffnung der Tür bedurfte eines Schall- 
Codes. Man fand einen Raum mit über 30.000 Aufzeichnungsscheiben und Ausrüstungsgegenstände 
außerirdischer Herkunft. Die Scheiben wurden entziffert. Sie beschreiben den Aufstieg und den Fall 
von Zivilisationen außerhalb der Erde und gehen mehr als 100.000 Jahre zurück. Diese Gruppe hat 
diese Kammer gebaut und anschließend die Pyramide darübergesetzt. (Krill, O. H.: Orion based 
Technology Mind Control..., S. 35) 

-3.900 

Im vordynastischen Ägypten unterscheidet man Badäri-, Tsas-, Amratien-, Gerzeen-Kultur im 
Übergang von der Jungsteinzeit zur Metallzeit. Zusammenwachsen von Dörfern zu größeren 
politischen Verbänden. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-3.800 

In Sumer beginnt die Urbane Zivilisation; die Anunnaki bauen die alten Ortschaften wieder auf, zuerst 
Eridu und Nippur. Anu stattet der Erde einen Besuch ab. Zu seinen Ehren wird eine neue Stadt erbaut; 
Uruk (Erech). Den Tempel dieser Stadt macht er zur Wohnung seiner geliebten Enkelin Inanna (Istar). 
(Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.419) 

-3.760 

Der Menschheit wird das Königtum bewilligt. Kisch ist die erste Hauptstadt unter Ninurtas Ägide. In 
Nippur wird der Kalender eingesetzt. In Sumer, der ersten Region, erblüht die Zivilisation. (Sitchin: Die 
Kriege der Menschen und Götter, S.419) 

-3.700 

Tell-Halaf-Stufe in Mesopotamien bis ca. -3.300; hier entstehen Stufenterrassen als Fluchtberge vor 
Überschwemmungen (später entstehen darauf Hochtempel). Sintflutartige 
Überschwemmungskatastrophe in Mesopotamien. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-3.450 

Das Primat wird auf Nannar (Sin) übertragen. Marduk proklamiert Babylon zum „Torweg der Götter". 
Der Turmbau zu Babel wird begonnen. Die Anunnaki verwirren die Sprache der Menschen. Da 
Marduks Coup fehlgeschlagen ist, kehrt er nach Ägypten zurück. Er setzt Thoth ab und legt sich mit 
dessen jüngerem Bruder Dumuzi an, der mit Inanna verheiratet ist. Als vermeintlicher Mörder 
Dumuzis wird Marduk in der Großen Pyramide lebendig begraben. Nach seiner Befreiung durch einen 
Rettungstrupp geht er ins Exil. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.420) 

-3.372 

Beginn der Maya-Zeitrechnung in Mittelamerika. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 
-3.300 

Die Sumerer wandern vermutlich aus Zentralasien nach Mesopotamien ein Die Datierungen der 
sumerischen Geschichte sind teilweise bis zu mehreren hundert Jahren unsicher. Religiöse Gebräuche 
der Sumerer deuten auf Herkunft aus Gebirgsgebiet, vermutlich Zentralasien oder Baktrien: 
Bergtempel, Verehrung des Gebirgstieres Wisent, freiwilliger Gifttod des Königsgefolges beim Tode 
des Königs wie in Zentralasien. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

Genesis 11: Alle Welt hatte nur eine Sprache und dieselben Laute. Als man von Osten her aufbrach 
fand man im Lande Sinear eine Ebene und wohnte darselbst... „Laßt uns eine Stadt und einen Turm 
bauen, dessen Spitze bis in den Himmel reicht! Wir wollen uns einen Namen machen, damit wir nicht 
in alle Welt zerstreut werden!" Der Herr aber fuhr herab, um sich die Stadt und den Turm, den sich 



314 



die Menschen erbaut hatten, anzuschauen. Der Herr sprach: „Siehe, sie sind ein Volk, und nur eine 
Sprache haben sie alle; das ist aber erst der Anfang ihres Tuns. Nichts von dem, was sie vorhaben, 
wird ihnen unmöglich sein. Wohlan, laßt uns herabsteigen! Wir wollen dort ihre Sprache verwirren, 
daß keiner mehr die Rede des anderen versteht!" Und der Herr zerstreute sie von da aus über die 
ganze Erde hin; sie hörten mit dem Städtebau auf... (Die Heilige Schrift des Alten und Neuen 
Testamentes, 1989, Pattloch Verlag) 

-3.100 

Ein 350jähriges Chaos endet mit der Einsetzung des ersten Pharaos in Memphis. (Sitchin: Die Kriege 
der Menschen und Götter, S.420) 

-4.000 bis -3.000 

Die ältesten Berichte sind uns als Sagen oder Legenden überliefert. Beispielsweise ist in einer alten 
chinesischen Geschichte von einem fernen „Land der fliegenden Wagen" die Rede, in dem einarmige, 
dreiäugige Menschen in geflügelten Wagen mit vergoldeten Rädern fahren. Der Sanskrit-Text DRONA 
PARVA enthält Beschreibungen von Luftkämpfen zwischen Göttern, die Flugmaschinen - sogenannte 
VIMANAS steuern. In einer dieser Schlachten wird ein „flammendes Geschoß von der Leuchtkraft 
rauchlosen Feuers" abgeschossen". (Time-Life Bücher, Geheimnisse des Unbekannten, Die UFOs, S. 
12) 

- 3.000 

Die älteste Geheimgesellschaft ist die Bruderschaft der Schlange, auch Bruderschaft des Drachen 
genannt. Diese Bruderschaft hat sich der Wache über die „Geheimnisse der Zeiten" verschrieben und 
erkennt Luzifer als den wirklichen und einzigen Gott an. (M.W. Cooper, Behold a pale Horse, S. 68) 

-2.900 

Altes ägyptisches Reich (1.-6. Dynastie bis ca. -2.150, 1. und 2. Dynastie bis ca. -2.780). Menes, 
erster historisch nachweisbarer König von Ägypten, vereinigt Unter- und Oberägypten, gründet 
Hauptstadt Memphis. Erste Ägyptische Hieroglyphen-Texte (meist religiöser Natur). Der Pharao wird 
zum Gott-König. Verehrung von Naturgottheiten und totemistischem Tierkult in der europäischen 
Jungsteinzeit. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-2.900 

Das sumerische Königtum wird nach Uruk verlegt. Die Herrschaft über die dritte Region, das Indus- 
Tal, wird Inanna übertragen, und auch hier beginnt die Entwicklung der Zivilisation. (Sitchin: Die 
Kriege der Menschen und Götter, S.420) 

-2.750 

Sagenhafter König Gilgamesch von Uruk. Große Stadtmauer im sumerischen Uruk mit 900 Türmen 
entsteht (9,5 km lang). Uruk hat 47.000 Einwohner. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-2.700 

Bau der Cheopspyramide. Sonnenschiffe zur Reise der Seele Königs Cheops in das Jenseits (eines wird 
voll ausgerüstet und unversehrt 1954 in einer Felsgruft neben der Pyramide gefunden). (Werner Stein, 
Der große Kulturfahrplan) 

-2.650 

Die sumerischen, königlichen Hauptstädte werden fortwährend gewechselt und das Königtum droht zu 
zerfallen. Enlil verliert die Geduld mit der ungezügelten Vermehrung der Menschen. (Sitchin: Die 
Kriege der Menschen und Götter, S.420) 

-2.650 

Bau der Chephrenpyramide bei Gizeh. Die große Sphinx von Gizeh (73 m lang, 20 m hoch) entsteht 
vermutlich gleichzeitig mit der Chephrenpyramide. Bauzeit einer Pyramide (Snofru) 17 Jahre mit 
650.000 cbm Mauerwerk.(Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

Ca. -2.400 

Bau der Pyramiden von Sakära. Höhepunkt der bis -2.270 sumerisch-akkadischen Kunst in Babylonien. 
(Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 



315 



-2.371 

Inanna verliebt sich in Scharru-Kin (Sargon), der eine neue Hauptstadt errichtet: Agade (Akkad). Das 
akkadische Reich nimmt seinen Anfang. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.420) 

-2.316 

Um die Herrschaft über die vier Regionen zu erringen, eignet sich Sargon geweihten Boden aus 
Babylon an. Der Marduk-Inanna-Konflikt flammt wieder auf. Er endet damit, daß Marduks Bruder 
Nergal von Südafrika nach Babylon reist und Marduk überredet, Mesopotamien zu verlassen. (Sitchin: 
Die Kriege 

der Menschen und Götter, S.420) 
-2.291 

Naram-Sin besteigt den Thron von Akkad. Von der kriegerischen Inanna aufgewiegelt, dringt er in die 
Sinaihalbinsel ein und überfällt Ägypten. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.420) 

-2.255 

Inanna reißt die Macht in Mesopotamien an sich; Naram-Sin entweiht Nippur. Die obersten Anunnaki 
zerstören Agade. Inanna entkommt. Sumer und Akkad werden von fremden Truppen besetzt, die Enlil 
und Ainurta ergeben sind. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.420) 

-2.220 

Unter den gebildeten Herrschern über Lagasch entwickelt sich die sumerische Kultur zu neuer Blüte. 
Thot hilft dem König Gueda beim Bau einer Zikkurat für Ninurta. (Sitchin: Die Kriege der Menschen 
und Götter, S.420) 

-2.193 

In Nippur wird Tera, Abrahams Vater in eine priesterlich-königliche Familie geboren. (Sitchin: Die 
Kriege der Menschen und Götter, S.421) 

-2180 

Ägypten wird geteilt; Nachfolger von Ra (Marduk) regieren im Süden; feindliche Pharaonen sitzen auf 
dem Thron von Unterägypten. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.421) 

-2.150 

Durch Umsturz von innen und durch Feinde von außen wird das Alte Reich Ägyptens beendet. 
Auflösungserscheinungen in der ägyptischen Kunst. Das babylonische Epos von der Weltschöpfung 
entsteht: Die 3 menschengestaltigen Götter des Himmels, der Luft und der Erde mit Unterwelt 
vernichten die Urgöttin des Chaos, die als Tiersternbilder an den Himmel versetzt wird. (Werner Stein, 
Der große Kulturfahrplan) 

-2.130 

Da Enlil und Ninurta immer seltener zugegen sind, ist auch die Autorität in Mesopotamien umstritten. 
Inannas Versuch, das Königtum abermals nach Uruk zu verlegen, ist nicht von Dauer. (Sitchin: Die 
Kriege der Menschen und Götter, S.421) 

-2.123 

Abraham kommt in Nippur zur Welt. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.421) 
-2.113 

Enlil vertraut Sems Länder Nannar an, und Ur wird zur Hauptstadt eines neuen Reichs erklärt. Ur- 
Nammu besteigt den Thron und wird der Beschützer von Nippur genannt. Ein nippurianischer Priester 
- Tera, Abrahams Vater - kommt nach Ur, um Verbindung mit dem Königshof aufzunehmen. (Sitchin: 
Die Kriege der Menschen und Götter, S.421) 

-2.096 

Ur-Nammu fällt in einer Schlacht. Die Menschen interpretieren seinen frühen Tod als Verrat der Götter 
Anu und Enlil. Tera zieht mit seiner Familie nach Harran um. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und 
Götter, S.421) 



316 



-2.095 

Schulgi besteigt den Thron von Ur und vergrößert seinen Herrschaftsbereich. Während das Reich 
gedeiht, verfällt Schulgi Inannas Reizen und wird ihr Liebhaber. Als Entgelt für geleistete Dienste 
erhält seine Fremdenlegion Larsa. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.421) 

-2.080 

Unter Mentuhotep I. rücken die thebanischen Prinzen, die zu Ra (Marduk) stehen, nordwärts vor. 
Marduks Sohn Nabu gewinnt in Ostasien Anhänger für seinen Vater. (Sitchin: Die Kriege der Menschen 
und Götter, S.421) 

-2.055 

Auf Nannars Befehl entsendet Schulgi elamitische Truppen, um die Unruhen in kanaanitischen Städten 
zu unterdrücken. Die Elamiten gelangen zu dem Torweg, der zur Halbinsel Sinai und zu dem dortigen 
Raumschifflughafen führt. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.421) 

-2.048 

Schulgi stirbt. Marduk zieht in das Land der Hethiter um. Abraham erhält den Befehl, mit einer 
Elitetruppe der Kavallerie nach Südkanaan zu gehen. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, 
S.421) 

-2.047 

Amar-Sin (der biblische Amraphel) wird König von Ur. Abraham geht nach Ägypten, bleibt hier fünf 
Jahre und kehrt dann mit noch mehr Truppen wieder zurück. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und 
Götter, S.422) 

-2.041 

Von Inanna angeleitet, bildet Amar-Sin eine Koalition der Könige des Ostens und setzt eine 
militärische Expedition nach Kanaan und der Sinaihalbinsel in Gang. Der Anführer ist der Elamit Kedor- 
Laomer. Abraham schlägt sie am Torweg zum Flughafen zurück. (Sitchin: Die Kriege der Menschen 
und Götter, 
S.422) 

-2.038 

Schu-Sin ist Amar-Sins Nachfolger auf dem Thron von Ur; das Reich zerfällt. (Sitchin: Die Kriege der 
Menschen und Götter, S.422) 

-2.029 

Ibbi-Sin ist der nächste Thronfolger. In den westlichen Provinzen gewinnt Marduk immer mehr 
Anhänger. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.422) 

-2.024 

An der Spitze seiner Anhänger zieht Marduk nach Sumer und inthronisiert sich selbst in Babylon. Die 
Kämpfe dehnen sich bis Mittelmesopotamien aus. Nippurs Allerheiligstes wird entweiht. Enlil fordert 
Marduks und Nabus Bestrafung. Enki widersetzt sich, aber sein Sohn Nergal ergreift Enlils Partei. 
Als Nabu alle seine kanaanitischen Anhänger aufbietet, um den Raumfahrtflughafen einzunehmen, 
stimmen die Großgötter dem Einsatz der Kernwaffen zu. Nergal und Ninurta zerstören den Flughafen 
und die aufsässigen kanaanitischen Städte. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.422) 

-2.023 

Die Winde tragen die radioaktive Wolke nach Sumer. Die Menschen sterben einen fürchterlichen Tod, 
die Tiere verrecken, das Wasser ist vergiftet, der Boden wird unfruchtbar. Sumer und seine großartige 
Kultur sind zerstört. Seine Hinterlassenschaft geht an Abrahams rechtmäßigen Sohn über, den er im 
Alter von hundert Jahren zeugt: Isaak. (Sitchin: Die Kriege der Menschen und Götter, S.422) 
Prof. Jim Hurtak: „Es existieren mehr als 25.000 Dokumente arkadischer Texte, als Ergebnis der 
Untersuchungen in Syrien von 1978. Darin findet man sehr genaue Bezeichnungen oder Namen von 
Göttern oder göttlichen Wesen. Über 500 sind aufgeführt. Noch bedeutender jedoch ist, daß es hier 
einen Prototypen der Bibel gibt. Wissenschaftler fanden Genesis Nr. 14 in früherer Form. Die 
Geschichte handelt von einem großen Krieg im Mittleren Osten und der Intervention von Raum- 
Intelligenzen unter dem Kommando von Michaelo. Die Lokalisation dieser Städte (Sodom und 



317 



Gomorrha) und das Fallen von Feuer vom Himmel, läßt die Folgerung zu, daß dort ein großer Krieg 
stattgefunden hat." (Kongreß „Dialog mit dem Universum" vom 16.-19.10.92 in Düsseldorf) 

Ca. -2000 

In der Bibel wird von der Einführung einer Art Barcode-System (Strich-Code) gesprochen, welches auf 
der Vorderseite der Stirn oder auf dem Handrücken angebracht werden soll. Dies ist ein Szenario, 
welches schon vor über 2000 Jahren initiiert wurde um Menschen besser kontrollieren zu können. 
... unsichtbare Nummern werden auf der Stirn und dem Arm eingepflanzt werden und nur 
photoskopische Scanner werden in der Lage sein diese Nummern zu lesen. Die Nummern können in 
drei Blöcken zu jeweils sechs Zahlen angeordnet sein. Dieses „Zeichen" wird bei allen benötigt und 
keiner wird ohne diese unsichtbar eintätowierte Nummer etwas kaufen oder verkaufen können. (David 
Wilkerson, The Vision, (aus der „King James Version der Bibel) S. 22) 

Die Grauen geben zu, daß sie Informationen bezüglich der Menschheitsentwicklung schon vor ca. 
2000 Jahren haben einfließen lassen. (Cooper-Lecture, CBR UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 3a) 

-2.000 bis ca. -1.600 

Beginn der mittelminoischen Zeit auf Kreta: Paläste in Konossos und Phästos, städtische Siedlungen 
mit mehrstöckigen Häusern. Beginn der Bronzezeit in Nord- und Mitteleuropa (bis ca. -750). (Werner 
Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-1.800 

Zeit des sagenhaften Abraham: aramäische Wanderhirten gelangten vom Osten oder Nordosten nach 
Palästina und versuchten dort unter der ansässigen, politisch und religiös zersplitterten Bevölkerung 
mit vorwiegend semitischer Sprache Fuß zu fassen (ihre Heimat wird auch im Kaukasus vermutet). 
(Werner 

Stein, Der große Kulturfahrplan) 

In der Apokalypse des Abraham wird eindrücklich geschildert, wie Abraham von zwei Gesandten des 
Höchsten, „in den Himmel geführt wurde"; hoch über der Erde sah er „etwas wie ein Licht, nicht zu 
beschreiben" und „große Gestalten, die sich Worte zurufen, die ich nicht verstehe". Der hohe Ort, auf 
dem er gestanden habe, hätte sich mal abwärts, dann wieder aufwärts gedreht, mal habe er die Erde 
über sich, dann wieder die Sterne unter sich gesehen. (Erich von Däniken, Wir sind alle Kinder der 
Götter, S. 107) 

(Dr. Andrija Puharich/ Phyllis Schelmer, Phyllis: Das Wesen namens Tom sprach 1974 durch Phyllis 
bezüglich der Einflußnahme der Außerirdischen von Hoova auf die Menschheitsentwicklung): Das Land 
Mesopotamien wurde von einer Gruppe bevölkert, die von der atomaren Zivilisation AKSU abstammte. 
Gegen 2.000 v.Chr. startete Hoova einen weiteren Versuch das Bewußtsein der Menschen anzuheben 
und wählte dafür eine Gruppe innerhalb von Mesopotamien aus, der Abraham von Ur vorstand. Ziel 
dieses Experimentes war es, eine fortgeschrittene Menschengruppe zu schaffen, welche die übrige 
Menschheit in den nächsten Evolutionszyklus führen konnte. Sie verbesserten dafür den genetischen 
Code der Kinder Abrahams und beauftragten sie, sich mit den Rassen der Welt zu mischen um ihr 
genetisches Material zu verbessern und das menschliche Bewußtsein durch ihre Lehren zu erhöhen. 
(Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 161) 

-1.700 

Die Könige von Konossos (u. a. der sagenhafte König Minos) beherrschen ganz Kreta. Seeherrschaft 
und ausgedehnter Handel mit Syrien, Ägypten und Mesopotamien. (Werner Stein, Der große 
Kulturfahrplan) 

-1.230 

Moses führt die Israeliten aus Ägypten nach Palästina zurück; Tafeln mit 10 Geboten am Berge Sinai 
(seine Gesetzestafeln haben babylonische Vorbilder) (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan). 
In dem Bericht, wie Moses die Kinder Israels aus Ägypten und durch die Sinai-Wüste ins Gelobte Land 
führt, heißt es: (Dr. Andrija Puharich/ Phyllis Schelmer: Das Wesen namens Tom sprach 1974 durch 
Phyllis bezüglich der Einflußnahme der Außerirdischen von Hoova auf die Menschheitsentwicklung): 
Nächster Versuch: Moses führte die Nachkommen Abrahams aus der Einbindung einer fremden Kultur 
und gab ihnen das Gesetz, das zur Grundlage ihrer Religion wurde und alle Elemente der kosmischen 
Ethik enthielt. Ziel der 40-jährigen Wüstenwanderung war es einerseits, eine Generation zu schaffen, 
die nicht von einem Gastland konditioniert war und andererseits das Vertrauen der Juden zu testen. 
Ihr Glaube an Gott wurde gekräftigt. Die erste Staatsgründung war verheißungsvoll, bis sie 



318 



unterworfen wurden und in der Gefangenschaft ihren Ursprung vergaßen. Die Erscheinung Gottes: Am 
dritten Tag.... begann es zu donnern und zu blitzen, eine dichte Wolke bedeckte den Berg und man 
hörte lauten Posaunenschall. Das Volk im Lager zitterte vor Angst. Da führte Moses die Israeliten aus 
dem Lager hinaus, Gott entgegen. Am Füße des Berges stellten sie sich auf. Der ganze Berg Sinai war 
in Rauch gehüllt, weil der Herr im Feuer auf ihn herabgekommen war. Der Rauch stieg auf wie der 
Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg bebte. (2. Moses 19, 16-19) 

Als aber das ganze Volk erlebte, wie es blitzte und donnerte, Posaunenschall ertönte und der Berg 
rauchte, bekam es große Angst und blieb zitternd in weiter Ferne stehen. (2. Moses 20,18) 
Während der Wanderung ging der Herr tagsüber in einer Wolkensäule vor ihnen her, um ihnen den 
Weg zu zeigen und nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten. So konnten sie Tag und Nacht 
unterwegs sein. Jeden Tag war die Wolkensäule an der Spitze des Zuges und jede Nacht die 
Feuersäule. (2. Moses 13, 21-22) 

-925 bis ca. -960 

Zeit des König Salomon. (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 
-854 

Der Prophet Elias kämpft gegen den phönizischen Baal-Kult im palästinensischen Nordreich Israel. 
Der alttestamentarische Prophet Elija (Elias) fuhr in einem „Streitwagen aus Feuer" gen Himmel. 
(Time-Life Bücher, Geheimnisse des Unbekannten, Die UFOs, S. 12) 

Jakobs in der Genesis verzeichnete Vision von Engeln, die auf einer Leiter in den Himmel steigen, ist 
als UFO-Ereignis gedeutet worden. (Time-Life Bücher, Geheimnisse des Unbekannten, Die UFOs, S. 
12) 

-740 bis - 701 

Jesajas, Prophet in Juda. Durch seine Weissagungen entsteht der Glaube an das Erscheinen des 
Gründers eines Gottesreiches (Messias). (Werner Stein, Der große Kulturfahrplan) 

-593 

Vision Ezechiels (Hesekiel): Es begab sich im dreißigsten Jahre, am fünften Tag des vierten Monats, 
als ich am Flusse Chebar unter den Verbannten war, da tat sich der Himmel auf, und ich sah das 
göttliche Gesicht. Ich sah aber, wie ein Sturmwind daherkam von Norden her und eine große Wolke, 
umgeben von einem strahlenden Glanz und einem unaufhörlichen Feuer, aus dessen Mitte es blinkte 
wie Glanzerz. Und mitten darin erschienen Gestalten wie von vier lebenden Wesen; die waren 
anzusehen wie Menschengestalten. Ihre Beine waren gerade, und ihre Fußsohle war anzusehen wie 
die Fußsohle eines Kalbes, und sie funkelten wie blankes Erz. Unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten 
hatten sie Menschenhände, und die Flügel von allen vieren berührten einander, und ihre Gesichter 
wandten sich nicht um, wenn sie gingen; ein jedes ging gerade vor sich hin. Ihre Gesichter aber 
sahen so aus: ein Menschengesicht nach vorn bei allen vieren, ein Löwengesicht auf der rechten Seite 
bei allen vieren, ein Stiergesicht auf der linken Seite bei allen vieren und ein Adlergesicht bei allen 
vieren nach innen. Und zwischen den lebendigen Wesen war es anzusehen, wie wenn feurige Kohlen 
brannten; es war anzusehen, als würden Fackeln zwischen den lebenden Wesen hin- und herfahren, 
und das Feuer hatte einen strahlenden Glanz, und aus dem Feuer fuhren Blitze. Und die lebenden 
Wesen liefen hin und her, daß es aussah wie Blitze. Weiter sah ich neben jedem der vier lebenden 
Wesen ein Rad auf dem Boden. Das Aussehen der Räder war wie der Schimmer eines Chrysoliths, und 
die vier Räder waren alle von gleicher Gestalt, und sie waren so gearbeitet als wäre je ein Rad mitten 
in dem anderen. Wenn die lebenden Wesen gingen, so gingen auch die Räder neben ihnen; und wenn 
sich die lebenden Wesen vom Boden erhoben, so erhoben sich auch die Räder. Und über den 
Häuptern der lebenden Wesen war etwas wie eine feste Platte, schimmernd wie furchtbarer Kristall, 
hingebreitet oben über ihren Häuptern. Und wenn sie gingen hörte ich ihre Flügel rauschen, gleich 
dem Rauschen großer Wasser, gleich der Stimme des Allmächtigen, und ein Getöse wie das eines 
Heerlagers. Wenn sie aber stillstanden, senkten sie ihre Flügel. Und siehe, über der festen Platte, die 
über ihrem Haupte lag.... (Hesekiel 1, 1-25) 

Die Stimme sagte zu Hesekiel, daß sie „Gott der Herr" sei. (Hesekiel 2, 4) 
-563 bis -483 

Lebenszeit des Buddha (Siddharta), Beginn des Buddhismus ab ca. -528 (Erleuchtung Siddhartas). 
(Marcello Zago, Buddhismus, s. 93) 



319 



In sich selbst ist der Buddhismus weder eine Religion noch eine Philosophie. Die philosophische 
Konzeption ist das Ergebnis der rationalen Spekulationen des buddhistischen Gläubigen. „Sehen und 
richtig sehen ist der einfache und dennoch komplizierte Sinn des Buddhismus..". Er ist der Aufruf an 
den 

Menschen, eine geistliche, mystische Erfahrung zu erreichen, in der er sich mit eigener Kraft ohne die 
Hilfe eines transzendenten Wesens selbst verwirklicht. (Marcello Zago, Buddhismus, s. 4) 

394 v.Chr. 

Plinus der Ältere (1. Jh. n. Chr.) erwähnt in seiner „Naturgeschichte", daß leuchtende Balken am 
Himmel erschienen, als die Spartaner in der Seeschlacht von Knidos die Seeherrschaft an Athen 
abtreten mußten. (Johannes v. Buttlar, Drachenwege, S. 58) 

332-26 v.Chr. 

Ein anonymer Verfasser der Geschichte Alexander des Großen berichtet davon, wie bei der Belagerung 
von Tyros wundersame fliegende Schilde über dem mazedonischen Lager erschienen. Die fünf 
Objekte formierten sich in V-Form, mit dem größten Schild an der Spitze. Die anderen waren halb so 
groß. Sie kreisten über den Mauern. Aus dem größten der Schilde kam ein Blitz, der diese zum 
Einsturz brachte, und der Weg der Belagerer frei war. Sie kreisten über der Stadt, bis sie vollständig 
eingenommen war und verschwanden dann im Himmel. Die Objekte begleiteten Alexander bei seinen 
Feldzügen und stoppten ihn erst als er in Indien den Beas-Fluß überschreiten wollte. (Johannes v. 
Buttlar, Drachenwege, S. 56) 

Alexander erreicht Indien. Die Kenntnis des Buddhismus dringt zum ersten Mal über den indischen 
Kontinent hinaus. (Marcello Zago, Buddhismus, s. 94) 

102 v.Chr. 

Plinus der Ältere (1. Jh. n. Chr.) sagt, daß zur Zeit des Krieges gegen die Kimbern und Teutonen ein 
„brennender Schild" gesehen wurde, der Funken sprühte und bei Sonnenuntergang von West nach 
Ost über den Himmel flog. (Johannes v. Buttlar, Drachenwege, S. 58) 

73 v.Chr. 

Die Armee des Mithridates, König von Pontus stand dem Heer des Lucullus in der Nähe der 
Dardanellen gegenüber. Gerade als der König seine Hand zum Angriff heben wollte, öffnete sich der 
Himmel. „Ein riesiger, flammender Körper, geformt wie eine Trinkschale und von der Farbe wie 
geschmolzenes Silber, fiel zwischen die beiden Heere". Die Schlacht wurde vermieden. Mithridates 
wurde später von Lucullus geschlagen. (J. v. Buttlar, Drachenwege, S. 59) 



Zeitraum: Jahr „0" bis 1928 

0 

(Dr. Andrija Puharich/ Phyllis Schelmer: Das Wesen namens Tom sprach 1974 durch Phyllis bezüglich 
der Einflußnahme der Außerirdischen von Hoova auf die Menschheitsentwicklung): 
Der nächste Eingriff war die Inkarnation Jehovas als Jesus Christus von Nazareth, der seinem Volk ein 
Beispiel für den Menschen in der nächsten Phase der Evolution und für das Prinzip der Liebe gab. Er 
wurde nicht verstanden. Als der Aufstand der Juden gegen die römischen Besatzer, ihr Versuch, 
wieder einen Staat der alten Größe zu schaffen scheiterte, wurden sie unter alle Völker vertrieben, mit 
denen sie ihr Wissen, ihren Erfindungsgeist und die Schönheit ihrer Künste teilten, ohne noch einmal 
den gleichen Fehler zu machen, ihre Identität aufzugeben. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 161) 

312 

Kaiser Konstantin erschien auf dem Marsch in Richtung Italien, am frühen Nachmittag „das Zeichen 
des Kreuzes", gebildet vom Lichte, mit einer Inschrift versehen: >In hoc signo vinces< (in diesem 
Zeichen wirst Du siegen). Dieses Zeichen wurde vom gesamten Heer gesehen. Das Kreuz wurde sein 
Banner. Es war der Auslöser für Konstantin zur Einigung des römischen Reiches und zur Einführung 
des Christentums als Staatsreligion. (Johannes v. Buttlar, Drachenwege, S. 56) 



320 



540-592 

Das Oströmische Reich wird von der Beulenpest heimgesucht. Diese Pest war eine der verheerendsten 
Pestepidemien in der Geschichte, und viele Menschen jener Zeit hielten sie für eine Strafe Gottes. Das 
Wort „Pest" leitet sich von dem lateinischen Wort für „hauchen" oder „verwunden, verletzten kränken" 
ab. Die Pest wurde daher auch „Gottesplage" genannt, d.h. Hauch oder Schlag, den Gott schickt. 
Einer der Gründe, warum die Menschen glaubten, die Pest käme von Gott, war, daß bei Ausbruch 
einer Pestepidemie häufig Erscheinungen am Himmel beobachtet wurden. Ein Chronist der 
justinianischen Pest war der berühmte Historiker Gregor von Tours, der eine Reihe ungewöhnlicher 
Ereignisse aus den Pestjahren schriftlich festhielt. Gregor berichtet, daß kurz bevor die justinianische 
Pest 567 n. Cr. die Auvergne erreichte, drei oder vier helleuchtende Lichter rings um die Sonne zu 
sehen waren, und der Himmel in Flammen zu stehen schien. Möglicherweise hat es sich dabei nur um 
eine natürliche „Nebensonne" gehandelt; es wurden in dieser Gegend jedoch auch noch andere 
ungewöhnliche Himmelserscheinungen wahrgenommen. So berichtet ein Historiker von einer 
ähnlichen Begebenheit, die sich 23 Jahre später in einem anderen Teil Frankreichs zutrug, in Avignon. 
Es wurden „seltsame Erscheinungen" am Himmel gemeldet, und die Erde war nachts bisweilen taghell 
erleuchtet. Kurz darauf brach hier die Pest aus. Gregor berichtete von einer Erscheinung in Rom, die 
wie ein riesiger „Drachen" aussah, der durch die Stadt hinunter ans Meer schwebte, worauf 
unmittelbar danach eine schwere Pestepidemie ausbrach. Bei solchen Berichten drängt sich ein 
graueneinflößender, unvorstellbarer Gedanke auf: daß die justinianische Pest durch Mittel der 
biologischen Kriegsführung verursacht wurde, die durch Flugkörper der „Herrgötter" verbreitet 
wurden. Das würde eine Wiederholung ähnlicher Seuchen bedeuten, wie sie in der Bibel und in alten 
mesopotamischen Texten geschildert werden. (William Bamley, Die Götter von Eden, S. 161-162) 

553 

Nach langem Streit wird die Philosophie von Origenes aus Alexandria (ca. 253) auf dem 5. 
allgemeinen Konzil zu Konstantinopel als nicht rechtgläubig verurteilt. (Werner Stein, Der große 
Kulturfahrplan) 

Der Glaube an die Reinkarnation und an den Kreislauf der Wiedergeburt war ein grundlegender 
Glaubenssatz in der römisch-katholischen Kirche bis zum Jahre 553 AD, als in der Synode von 
Konstantinopel entschieden wurde, dieser Glaube könne nicht existieren. Sie verdammte die Lehren 
der Reinkarnation als Ketzerei, und zu diesem Zeitpunkt geschah es, daß Hinweise auf diesen Glauben 
aus der Bibel entfernt wurden. Christliche Kirchen behaupten heute, daß die Lehre von der 
Reinkarnation dem Urchristentum fremd gewesen wäre und erst nachträglich von Anhängern des 
griechischen Philosophen Pythagoras in die christliche Lehre eingebracht worden sei. Daraufhin hätte 
sich die Kirche veranlaßt gesehen, dies als Irrlehre auf einem Konzil zu verurteilen (Hermann Bauer, 
Wiedergeburt). 

622 

Mohammed wandert von Mekka nach Medina aus: dieser Hidschra genannte Auszug ist Beginn der 
islamischen Zeitrechnung. Begleitet von Visionen und Halluzinationen sowie unter physischen 
Schmerzen brach die neue „Offenbarung" - wie die Moslime sie nennen - mit unwiderstehlicher Gewalt 
und unverfälschter Echtheit über Mohammed herein. Auf die Weisung eines göttlichen Boten, des 
Engels Gabriel hin, begann der 40 Jahre alte Reformer die grundlegenden und neuen Vorstellungen 
seines Glaubens zu predigen. (Prof. Federico Peirone, Islam, S. 40) 

Gott ist der Herr des Himmels und der Erde. Es ist die Pflicht des Menschen, ihm zu gehorchen, und 
zwar um so mehr, als er in seiner Barmherzigkeit seine Boten zum Wohl der Menschheit herabgesandt 
hat. Gott ist unumschränkter Herrscher und Ursprung aller Gesetze, der religiösen wie der zeitlichen. 
Alle Offenbarungen des Willen Gottes an die Menschen sind gesammelt und niedergelegt in den 
geoffenbarten Büchern. (Prof. Federico Peirone, Islam, S. 26) 

776 

Karl (der Große) führte Krieg gegen die heidnischen Sachsen auf dem Gebiet des heutigen Westfalen. 
Ein „himmlisches Zeichen" (laut Annales regni Francorum) kam den Franken zur Hilfe, als sie in einer 
Burg von den Sachsen belagert wurden. Man sah zwei Rundschilde, die sich rötlich flammend über der 
Kirche bewegten. Als die Heiden dies sahen, gerieten sie sogleich in Panik und flohen. Erscheinungen 
dieser Art begleiteten ihn in den Beginn einer neuen Epoche europäischer Geschichte. (Johannes v. 
Buttlar, Drachenwege, S. 56) 

9tes Jh. Der französische Geistliche Agobard, Erzbischof von Lyon, beschrieb möglicherweise Besuche 
außerirdischer Raumschiffe, als er im 9. Jahrhundert bemerkte, Mitglieder seiner Gemeinde 



321 



behaupteten, ihre Gegend werde von „Seeleuten aus der Luft" heimgesucht, die auf Schiffen in den 
Wolken ankämen und Obstgärten und Weizenfelder plünderten. (Time-Life Bücher, Geheimnisse des 
Unbekannten, Die UFOs, S. 14) 

Ca. 1171 

Dr. Andrija Puharich/ Uri Geller: In einer weiteren Hypnosesitzung nannte die Stimme (die durch 
Geller sprach) das Raumschiff Spektra als ihre Herkunft - ein riesiges Mutterschiff, das sehr weit von 
der Erde entfernt stationiert sei. Ein anderes Mal wurde gesagt, es sei seit 800 Jahren in der 
Nähe der Erde stationiert. Die Stimme sagte weiter: „Unsere Computer studieren jeden auf der Erde". 
(Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 157/ 58, Hypnosesitzung mit Uri Geller, siehe 1971, 5.12.) 

1300 

Da sich anscheinend die UFO-Sichtungen in dieser Zeit häuften, erließ der Papst in diesem 
Jahrhundert ein Dekret, welches die Berichte von solchen „fliegenden Dingen" bei Strafe verbot. (Der 
Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 17) 

1347-1350 

Die Schwarze Pest oder der Schwarze Tod grassierte zum ersten Mal in Europa. Auch danach wurde 
Europa noch bis zum 17. Jahrhundert alle zehn bis zwanzig Jahre von kurzen Ausbrüchen der 
Lungenpest heimgesucht, wobei die Zahl der tödlich verlaufenden Krankheitsfälle immer mehr 
zurückging. Sehr viele Menschen aus ganz Europa und anderen von der Pest heimgesuchten Regionen 
der Welt berichteten nämlich, daß Pestepidemien durch übelriechende „Nebel" verursacht worden 
seien. Diese Nebel traten häufig nach ungewöhnlich hellen Lichtern am Himmel auf. Auf den ersten 
Ausbruch der Pest folgten eine Reihe ungewöhnlicher Ereignisse. Zwischen 1298 und 1314 wurden 
über Europa sieben große „Kometen" gesehen; einer war von „grauenerregender Schwärze". Ein Jahr 
vor dem Ausbruch der Epidemie in Europa wurde eine „Feuersäule" über dem Papstpalast in Avignon 
in Frankreich gesichtet. Zu einem früheren Zeitpunkt jenes Jahres beobachtete man einen „Feuerball" 
über Paris; er soll eine Zeitlang sichtbar gewesen sein. Die Menschen von Europa betrachteten diese 
Erscheinungen als Omen für die Pest, die bald darauf ausbrach. Schon während der ersten 
Pestepidemien in Asien wurden der Schwarze Tod und ungewöhnliche Himmelserscheinungen 
miteinander in Verbindung gebracht. Beschreibungen von Stürmen und Erdbeben, von Meteoren und 
Kometen, die schädliche Gase hinter sich zurückließen, durch welche die Bäume verdorrten und das 
Land unfruchtbar wurde. 

1479 

„In Arabien wurde ein Komet gesehen, der die Form eines sehr spitzen Holzbalkens hatte " Die 

dazugehörige Illustration, die sich auf Augenzeugenberichte stützt, zeigt etwas, das ganz 
offensichtlich wie die vordere Hälfte einer Rakete zwischen einigen Wolken aussieht. (Conrad 
Lycosthenes, „Eine Chronik der Wunder und Omen, die jenseits der richtigen Ordnung, Vorgänge und 
Abläufe in der Natur liegen, in den höheren wie in den niederen Regionen der Erde, vom Anfang der 
Welt bis heute", S. 494) 

1561/ 66 

Zu den weiteren Wahrnehmungen merkwürdiger Himmelserscheinungen in der fernen Vergangenheit 
gehört auch ein spektakuläres Ereignis über der Stadt Nürnberg im April 1561; dort erschienen damals 
Kugeln und runde Scheiben am Himmel und führten ein regelrechtes Luftballett auf. Einwohner von 
Basel in der Schweiz beobachteten fünf Jahre später ein ähnliches Schauspiel. Nach zeitgenössischen 
Berichten war der Himmel plötzlich mit großen schwarzen Kugeln übersät, die mit hoher 
Geschwindigkeit in Richtung Sonne oder umeinander herum flogen. So schnell und geheimnisvoll, wie 
sie aufgetaucht waren, verfärbten sie sich dann feuerrot und verschwanden. (Time-Life Bücher, 
Geheimnisse des Unbekannten, Die UFOs, S. 15) 

Nebenstehend die Illustration seltsamer kugelförmiger Körper, die man im Juli und Anfang August des 
Jahres 1566 über Basel in der Schweiz beobachtet hat. Sie wurden von Samuel Coccius, einem 
Augenzeugen, als große schwarze Kugeln beschrieben, die auf die Sonne zurasten und sich 
gegeneinander wandten, als ob sie in einen Kampf verwickelt wären. 

1661 Nov. 

Tibet: Der Jesuitenpater Albert d'Orville sieht in Lhasa ein UFO. Ein Lama, der es auch gesehen hat, 
sagte zu ihm: „Seit langer Zeit befahren Wesen von anderen Welten die Meere des Raumes und 



322 



brachten geistige Erleuchtung den ersten Menschen, welche die Erde bevölkert haben. Diese Wesen 
werden von uns stets freundlich empfangen und landen oft in der Nähe unserer Klöster, wo sie uns 
lehren und Dinge enthüllen, die in den Zeiten der Kataklysmen, (Überschwemmungen) 
verlorengingen. .."(Johannes von Buttlar: Zeitriß, Seite 91-92) 

1665 10.4. 

Der Gelehrte Erasmus Francisi berichtet in seinem 1500 Seiten umfassenden Werk „Mysteriöse 
Erscheinungen" über UFO-Sichtungen. (Johannes von Buttlar: Zeitriß, Seite 90) 

1776 1.5. 

Dr. Adam Weishaupt (1748-1830), Professor für katholisches Kirchenrecht an der Universität 
Ingolstadt gründet den Illuminatenorden. Weishaupt - von Geburt Jude, der später zum Katholizismus 
konvertierte - brach mit dem Jesuitenorden, dem er als Priester angehörte. (Des Griffin, Wer regiert 
die Welt, S. 28) 

Sein erklärtes Ziel war die Errichtung eines „Novus Ordo Saeclorum«, einer neuen Weltordnung 
beziehungsweise einer neuen Weltregierung. Der Name „Illuminati« ist von dem Wort Luzifer 
(Lichtbringer) abgeleitet (S. 30). Die neue Weltordnung sollte erreicht werden durch: 

• Abschaffung jeder ordentlichen Regierung, 

• Abschaffung des Privateigentums, 

• Abschaffung des Erbrechts, 

• Abschaffung des Patriotismus, 

• Abschaffung aller Religionen, 

• Abschaffung der Familie. (Des Griffin, Wer regiert die Welt, S. 34) 

Es gibt in diesem Zusammenhang eine interessante Aussage von Bill Hamilton auf einem Vortrag mit 
William Cooper und John Lear. Diese Personen haben zusammen das Alien-Szenario untersucht. 
Cooper ist ein ehemaliger Geheimdienstler, dessen Aufgabe es war, hochrangige Offiziere über die 
Außerirdischen-Projekte zu informieren, bevor er sich aus Gewissensgründen entschloß, an die 
Öffentlichkeit zu gehen. Hamilton sagte auf diesem Vortrag, daß Jahrhunderte zurück eine 
Geheimgesellschaft, die Illuminaten einen Pakt mit einer außerirdischen Nation (die Grauen) 
schlössen, die sich innerhalb der Erde versteckt halten und daß die amerikanische Regierung 1933 den 
Pakt erneuert habe, um Menschen und Tiere für High-Tech einzutauschen. (Hamilton-Cooper-Lear- 
Lecture, CBR - UFO-Briefing, 3.3.90, Seite lb) 

1886 

Als echten Beweis für das Vorhandensein unbekannter, vernunftbegabter Kräfte im Kosmos wertete 
Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski (Vater der sowjetischen Weltraumfahrt) eine geometrische Figur 
und eine menschliche Gestalt, die er am Himmel ausgemacht hatte. (Quelle: Spiegel 1989/ 42 bzgl. 
Woronesch) 

1897 23.4. 

Alexander Hamilton, ein Farmer, erzählte einem Reporter von einem kolossalen, 100 Meter langen 
Luftschiff, das am 23. April 1897 auf seinem Grund in der Nähe der Kleinstadt Yates Center in Kansas 
gelandet sei. Als er und zwei andere neugierig zu der Stelle gelaufen seien, hätten sie in der 
Glaskanzel des Luftschiffs „sechs der seltsamsten Wesen gesehen, die man sich vorstellen kann. Sie 
unterhielten sich plappernd, aber wir verstanden kein Wort von dem, was sie sagten." Dann habe sich 
das Schiff wieder in die Luft erhoben, unter Mitnahme einer von Hamiltons Kühen. Eine Zeitlang 
schwebte es noch über der Farm, dann entschwand es. Tags darauf fand ein Farmer in einiger 
Entfernung die Haut, die Beine und den Kopf der entwendeten Kuh. Hamilton: „Nachdem ich die Haut 
anhand meines Brandzeichens identifiziert hatte, fuhr ich heim. Aber vor dem Einschlafen sah im 
immer dieses vermaledeite Ding mit seinen großen Lichtern und den gräßlichen Menschen vor mir. Ich 
weiß nicht, ob sie Teufel oder Engel oder sonst etwas waren, aber wir haben sie alle gesehen." (Time- 
Life Bücher, Geheimnisse des Unbekannten, Die UFOs, S. 23) 

1908 30.6. 

Atombombenexplosion in Sibirien (ein Meteorit wird ausgeschlossen). Prof. Aleksei Zolotow fand auf 
seiner Forschungsreise durch die Taiga Aufzeichnungen Überlebender. Sie hatten unmittelbar vor der 
Explosion am Himmel einen zylinderförmigen Flugkörper beobachtet, der mehrmals die Richtung 
änderte. (Bild Zeitung: Sept. 90, Atombombenexpl. 37 Jahre vor Hiroschima) 



323 



1909-1913 

Ein Jahr nach dem Ereignis von Tunguska erlebte die Welt ihre erste größere Welle von UFO- 
Beobachtungen. Diesmal handelte es sich um ein internationales Phänomen, denn zwischen 1909 und 
1913 kamen Berichte aus Europa, Nordamerika, Südafrika, Japan, Neuseeland und anderen Gebieten 
der Erde. Den Anfang machte Südwestengland, wo mehrere Personen behaupteten, sie hätten bei 
Nacht ein großes, längliches Objekt mit einem hellen Licht hoch über sich am Himmel schweben 
sehen. (Time-Life Bücher, Geheimnisse des Unbekannten, Die UFOs, S. 25) 

1917 13.10. 

Fatima, portugiesischer Wallfahrtsort: 50.000 Menschen sahen fassungslos zu, wie sich die Wolken 
teilten und den Blick auf eine riesige Silberscheibe freigaben, die sich wie eine Windmühle drehte und 
dabei über den Himmel tanzte. Das Objekt strahlte Wärme aus und einige Augenzeugen berichteten 
später, ihre durchnäßte Kleidung sei davon binnen Minuten getrocknet. Nachdem die kreisrunde 
Scheibe sich im Sturzflug der Erde genähert hatte, stieg sie wieder in den Himmel hinauf und 
verschwand zur Sonne hin. 

Mit diesem aufregenden Schauspiel erfüllte sich die Prophezeiung von drei Hirtenkindern, die 
behauptet hatten, mit der Jungfrau Maria gesprochen zu haben. Die Gottesmutter habe ihnen gesagt, 
sie werde sich am 13. Oktober auf eine solche Weise offenbaren, „daß jeder wird glauben müssen". 
Die katholische Kirche erklärte dies zu einem Wunder... (Time-Life Bücher, Geheimnisse des 
Unbekannten, Die UFOs S. 25/ 26) 

Die Hirtenkinder Jacinta Martos, Francesco und Lucia Santos erlebten insgesamt sieben 
Marienerscheinungen - jedesmal an einem Dreizehnten der Monate Mai bis Oktober. Die Kinder 
starben bald nach den Erscheinungen. Das Mädchen Lucia Santos ging in ein Kloster, sie hatte die 
empfangenen Botschaften schriftlich niedergelegt und dem zuständigen Bischof übergeben. Die dritte 
Botschaft - so Lucia - sollte vom Heiligen Vater erst im Jahr 1960 veröffentlicht werden. Das „dritte 
Geheimnis von Fatima" wurde seinerzeit versiegelt an Papst Pius XII übergeben, der das Schriftstück 
verschlossen an das Heilige Officium weiterleitete. Im Jahr 1960 war Papst Johannes XXIII Herr der 
römischen Kurie. Lucias Brief wurde hinter verschlossenen Türen des päpstlichen Büros geöffnet. 
Erschüttert sagte Johannes XXIII: „Wir können das Geheimnis nicht preisgeben. Es würde eine Panik 
auslösen". (Erich von Däniken, Wir sind alle Kinder der Götter, S. 263/ 268) 

Es wird behauptet, daß dieses Ereignis von Fatima Religion als ein falsches Konzept enthüllt. Das ist 
der Grund, warum der versiegelte Brief von der Katholischen Kirche unter Verschluß gehalten wird. Er 
würde das Glaubenssystem und die Macht der Kirche erschüttern. Mindestens ein Papst wurde 
ermordet, nachdem er beabsichtigte, den Menschen die Informationen zu enthüllen. (The leading 
Edge, No. 23, 1991, S. 52) 

Die Ereignisse von Fatima wurden auf den Verdacht hin untersucht, daß es sich hierbei um eine 
Manipulation der Außerirdischen (den Grauen) handeln könnte. Eine Spionageaktion wurde ins Leben 
gerufen, um das Geheimnis zu lüften. Die USA benutzten ihre Vatikankontakte und erhielten schon 
kurze 

Zeit darauf die vollständige Studie, einschließlich der Prophezeiung. Diese besagte, daß, falls der 
Mensch sich nicht vom Übel abwenden und sich zu Füßen Christi setzte, der Planet sich selbst 
zerstören und die Ereignisse, wie in der Offenbarung der Bibel beschrieben, tatsächlich eintreten 
würden. 
Prophezeiung: 

• Ein Kind soll geboren werden, das die Welt mit einem Friedensplan und einer falschen Religion ab 
1992 einigen sollte. 

• Gegen 1995 würden die Völker jedoch herausfinden, daß er (das Kind, das die Welt mit einem 
Friedensplan und einer falschen Religion einigen sollte) böse war und in Wirklichkeit der Antichrist 
sei. Der Dritte Weltkrieg würde im Nahen Osten, mit einer Invasion Israels, durch eine geeinte 
arabische Nation, beginnen. Zunächst würden konventionelle Waffen eingesetzt. 

• 1999: Der Krieg im Nahen Osten würde in einem Holocaust, durch den Einsatz nuklearer Waffen 
seinen Höhepunkt finden. 

• Bis 2003 würde der größte Teil des Planeten schrecklich leiden und das Leben weitgehend 
vernichtet werden. 

• 2011 soll die Wiederkunft Christi stattfinden. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 
14) 



324 



1917 

„... Ich habe Beweise gefunden, daß Geheimgesellschaften seit 1917 eine künstliche Bedrohung aus 
dem Weltraum planen, mit dem Ziel, die Menschheit in einer Weltregierung, genannt „die neue 
Weltordnung" zusammenzubringen." (M.W. Cooper, Behold a pale Horse, S. 27) 

1919 19.5. 

Gründung des Council on Foreign Relations in Paris im Hotel Majestic. (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, 
Anhang) 

1928 

Ziolkowski entdeckt drei kyrillische Buchstaben am Horizont, die bedeuten „die Außerirdischen kennen 
ihre Freunde". (Quelle: Spiegel 1989/ 42 bzgl. Woronesch) 



Zeitraum: 1930 bis 1949 

1933-1945 

Franklin Delano Roosevelt (1882-1945) ist Präsident der USA. Er führte das Siegel der Illuminaten auf 
der Ein-Dollar-Note ein. Der Illuminatenplan eines „Novus Ordo Saeclorum«, einer neuen Weltordnung 
(New Deal) beziehungsweise einer neuen Weltregierung wird somit öffentlich weiterverfolgt. Dieses 
Zeichen wurde von Weishaupt eingeführt, als er den Illuminatenorden am 1.5.1776 gründete. Auf 
dieses Ereignis wird durch die römischen Ziffern MDCCLXXVI am Fuße der Pyramide hingewiesen. Von 
Bedeutung ist die Inschrift des Zeichens: „Annuit coeptis« bedeutet „Unsere Unternehmung 
(Verschwörung) ist vom Erfolg gekrönt". (Des Griffin, Wer regiert die Welt, S. 70) 

1933 

Die amerikanische Regierung (Roosevelt) schließt einen Handel mit den Grauen. Sie tauschen 
Menschen und Tiere für High-Tech ein. (Hamilton-Lecture, CBR UFO-Briefing, 3.3.90, Seite lb) 
Interview mit dem amerikanischen Forscher Alfred Bialek: „... Roosevelt unterzeichnete 1933 ein 
Abkommen mit den K's" (Anm.: Bialek spricht von den „K's", vermutlich den Grauen. An anderer Stelle 
des Buches (S. 443) wird von der K-Gruppe als eine Abkürzung für die Kondrashkin gesprochen). ... 
„Die Plejadier gingen hinüber zu den NAZI-Deutschen und arbeiteten mit denen etwas aus. So gab es 
zwei Mächte auf verschiedenen Seiten des Atlantik, die sich darauf vorbereiteten gegeneinander zu 
kämpfen. Eine Seite fütterte uns technische Informationen und es ist sehr wahrscheinlich, daß es auf 
der anderen Seite welche gab, die das gleiche taten um eine Art Balance zu halten". (Matrix III, S. 
367, Interview mit Alfred Bilek) 

1938/ 39 

Deutsche Expedition in die Antarktis. Ehemalige Mitglieder berichteten, daß auch noch nach 
Beendigung der Expedition (im Frühjahr 1939) das Expeditionsschiff „Schwabenland" im 
vierteljährlichen Rhythmus zwischen Neuschwaben land (Antarktis) und dem Heimathafen pendelte, 
um Ausrüstungsgegenstände und ganze Bergbaueinrichtungen in die Antarktis zu befördern. Dazu 
gehörten auch Gleisanlagen, Loren und eine riesige Fräse, um Tunnelsysteme ins Eis bohren zu 
können. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.. S.14) 

Neuschwabenland wurde erforscht und vermessen. Es umfaßt ein 600.000 KM großes Gebiet (fast 
gleich so groß wie Deutschland vor 1937) Neuschwabenland wurde zum deutschen Hoheitsgebiet 
erklärt. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.. S.15) 

1939 1.9. 

Einmarsch der Deutschen in Polen (Beginn des Zweiten Weltkrieges). 1941 Die Deutschen verbanden 
sich mit den Ugha Mongulala (südamerikanischer Stamm, der die Deutschen um Hilfe gegen 
Eindringlinge bat). In dem Buch „Die Chronik von Akakor (erzählt von Tatunca Nara, dem Häuptling 
der Ugha Mongulala, Karl Brugger, 1976, Econ Verlag) wird von einem südamerikanischen Stamm 
berichtet, dessen Chronik besagt, daß die Götter vor 15.000 Jahren auf die Erde kamen und vor 
12.000 Jahren wieder verschwanden. Sie hätten eine Flugscheibe in der 4-5 km durchmessenden 
Stadt Unter-Akakor zurückgelassen. Es wird spekuliert, ob die Deutschen diese Flugscheibe gefunden 
und zum Bau eigener zu nutzen wußten. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 72) 



325 



1941 

Erste Entwicklungsarbeiten an deutschen Flugscheiben wurden aufgenommen. Das erste Modell war 
im Juni 1942 fertig. Die eigentliche Konstruktion und Herstellung erfolgte erst 1944 in Prag. 
(Haarmann: Geheime Wunderwaffen I, S. 35) 

1942 25.2. 

Über Los Angeles erschienen 15-20 unbekannte feindliche Objekte, worauf die umliegend stationierten 
FLAK-Stellungen das Feuer eröffneten. (London Times, 26.2.42; Haarmann: Geheime Wunderwaffen 

II, S. 10) 

1942 

Ende Howard Menger begegnet einem (Außerirdischen) Mann mit schulterlangem, blonden Haar, der 
sich als einer von „seinem Volk" ausgab. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 62) 

1943 28.9. 

Augenzeugenbericht: Im Norden von Korsika hatte es beim Rückzug der deutschen Truppen größere 
Menschenansammlungen gegeben. Bei klarem Himmel griff dreimal ein Bombengeschwader an. 
Jedesmal schoben sich dicke Wolken zwischen die Angreifer und die Bodentruppen, so daß die 
Bomben nicht abgeworfen werden konnten. Als die Bomber beidrehten und verschwanden, wurde der 
Himmel wieder klar. Dieser Vorfall wiederholte sich im ganzen drei Mal. (Bergmann, Deutsche 
Flugscheiben.., S.42) 

1943 7.11. 

Zeichnungen von den Deutschen Flugscheiben Haunebu I, und II der SS-Entwicklungsstelle IV. 
Technische Daten Haunebu II: 

• Durchmesser 26,3 Meter, 

• Antrieb: Thule-Tachionator, 

• Steuerung: Magnetfeldimpulser 4a, 

• Geschwindigkeit: 6000 KM/ H (rechnerisch 21000 möglich) 

• Reichweite 55 Stunden etc. 

• Weltallfähigkeit 100% - Geplante Serienfertigung Jahreswende 1943/ 44. (Bergmann, Deutsche 
Flugscheiben.., S. 62-65) 

Verglichen mit dem Foto von Adamski sehen Zeichnung und Foto mehr oder weniger identisch aus. 
(Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.66, 67) 

1944 

Sommer UFO-Sichtung - Augenzeugenbericht: „Vom Ufer des Zierkersees wurden Fliegende 
Untertassen gesichtet. Sie wirkten wie lotrechte, fliegende, flache Scheiben, die rotglühend waren und 
weithin erkennbar. Da auch die V I Geschosse über Neustrelitz und Ostmecklenburg erprobt wurden, 
war dieser Anblick nicht einmal sensationell. Auch für uns waren die Scheiben Geheimwaffen in 
Erprobung." (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 12) 

1944 Herbst „Im Herbst 44 hat mein Mann in Oldenburg mit seiner Einheit einen Flugplatz auf 
höheren Befehl hermetisch abgesperrt und gesichert. Auf diesem Flugplatz sind die in den 
„Vertraulichen (Mitteilungen)" erwähnten kreisrunden Apparate mit erstaunlicher Geschwindigkeit 
aufgestiegen und haben auch rechtwinklig - wie die Hasen - Haken geschlagen."(Haarmann: Geheime 
Wunderwaffen III, S. 12; Wochenzeitschrift Kristall, Nr. 9, 50) 

1944 

Herbst Die Arbeit an einem Anti-Radar-Feuerball wurde in einem Luftwaffen-Experimentierzentrum 
nahe Oberammergau beschleunigt durchgeführt. Dort und in den aeronautischen Einrichtungen in 
Wiener Neustadt wurden die ersten Feuerbälle hergestellt. Später, als sich die Russen Österreich 
näherten, wurden diese Produktionen in den Schwarzwald verlegt. Schnell und ferngesteuert, 
ausgerüstet mit Klystron-Röhren, auf der gleichen Frequenz wie das feindliche Radar arbeitend, 
konnten sie die Radarzeichen vom Bildschirm wischen und waren unsichtbar für die Bodenkontrolle. 
Am Tage sah das Ding aus wie ein leuchtender Kreisel, der sich um seine eigene Achse drehte. Nachts 
war der „Feuerball" mit einer brennenden Kugel zu vergleichen. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen 

III, S. 16) 



326 



1944 14.12. 

Zeitung: New York Times, Titel: Floating Mystery Ball is a new Nazi-Air Weapon, Oberstes 
Hauptquartier, Alliierte Expeditionstruppe, 13. Dez. Eine neue deutsche Waffe ist an der westlichen 
Front erschienen, das wurde heute enthüllt. Flieger der amerikanischen Luftwaffe berichten, daß ihnen 
silberfarbene Kugeln in der Luft über deutschem Gebiet begegnet sind. Die Kugeln begegneten ihnen 
einzeln oder in Schwärmen. Manchmal sind sie fast durchsichtig. 

1944 Dez. 

Sieben amerikanische Bomber verließen die USA. Nach einer Zwischenlandung auf den Bermudas 
stießen sie auf zahlreiche seltsame meteorologische Phänomene. Sie dauerten nur etwa eine Minute. 
Die Flugzeuge wurden erschüttert. Nur zwei Flugzeuge kehrten auf die Bermudas zurück. Die anderen 
fünf sind verschollen. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen II, S. 13) 

Ende 1944 

Drei verschiedene Konstruktionen von Flugscheiben waren fertiggestellt. Man hatte zwei 
grundverschiedene Wege eingeschlagen. Den einen Typ hatte der bekannte V-Waffenkonstrukteur 
Miethe entwickelt. Er bestand aus einer diskusähnlichen, nicht rotierenden Scheibe von 42 Metern 
Durchmesser. Im Gegensatz dazu drehte sich bei den Konstruktionen von Habermohl und Schriever 
ein breitflächiger Ring um eine feststehende, kugelförmige Pilotenkabine. Von Habermohl und seinen 
Mitarbeitern fehlt seit der Besetzung Prags jede Spur. Schriever ist vor wenigen Woche (1953) 
verstorben, Miethe ging in die USA. (Welt am Sonntag, 26.4.53; Haarmann: Geheime Wunderwaffen 
I, S. 36) 

Ende 1944 

Metz, Frankreich: Ein heller Lichtpunkt folgte einem amerikanischen Bomberverband, der Richtung in 
Deutschland flog. Dieser Lichtpunkt flog in diesen Verband hinein und operierte dort in schnellen Zick- 
Zack-Flügen. Danach stürzten etwa 15-20 Maschinen des Verbandes brennend auf die Erde. 
(Haarmann: Geheime Wunderwaffen II, S. 13) 

Ende 1944 

Im Krieg trifft Howard Menger einen (Außerirdischen) hochgewachsenen Mann, der sich als 
Raumbruder ausgab. „Wir haben viel auf Deinem Planeten unter Euch Menschen zu tun und wir 
müssen es rasch tun, solange es noch einen Planeten und Menschen gibt, mit denen man 
zusammenarbeiten kann. Binnen kurzem wirst Du wissen auf welche Gefahr ich hingewiesen 
habe."(Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 62) 

1944 

Während des Zweiten Weltkrieges trafen hunderte amerikanischer Flieger auf geheimnisvolle, runde, 
glühende Flugobjekte über Europa und den Ländern des fernen Ostens. Diese frühen UFOs erschienen 
sowohl einzeln als auch in Formation. Unzählige Male flogen sie US-Bomber und -Jäger an und 
umkreisten sie mit hoher Geschwindigkeit. Geheimdienste vermuten eine neue deutsche Waffe, was 
jedoch nach Kriegsende nicht bestätigt werden konnte. (Keyhoe, 1954: Der Weltraum rückt uns 
näher, S. 47ff) Teilweise hatten diese Kugeln einen Durchmesser von nur 30 cm. (Haarmann: 
Geheime Wunderwaffen II, S. 11) 

1944 

Report der technischen Intelligence-Abteilung der US strategischen Luftwaffe, London: „Wir erhielten 
alarmierende Berichte von verschiedenen Stellen, daß die Bomber, die von Deutschland zurückkehrten 
immer mehr über mysteriöse Motorausfälle klagten." Eine neue Geheimwaffe der Deutschen wurde 
vermutet, die das elektrische System der Bomber störte. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen II, S. 
27/ 28) 

Im Zusammenhang, auch mit späteren UFO-Sichtungen, wurde immer wieder von Stromausfällen 
berichtet, solange sich dieses Objekt über dem Gebiet aufhielt. Allein im Zeitraum 1966-67 waren 20 
Städte weltweit von solchen Ausfällen betroffen. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 29ff) 

Vor 1945 

Es wird vermutet, daß die Deutschen in der Arktis Stützpunkte errichtet haben, speziell auf Grönland. 
(Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.133) 



327 



1945 1.1. 

London Daily Telegraph: „Und jetzt die Foo-Fighters" - „Foo-Fighters sind die Sensation bei unseren 
Störflügen. Es handelt sich um eigenartige, orangenfarbene Lichter, die in Formationen und einzeln 
unseren Flugzeugen folgen und auch wieder abdrehen und steigen. Einige sind bis auf wenige Meter 
an die Flugzeuge herangekommen und wurden abgeschossen. Ein anderer Typ erscheint unter den 
Tragflächen und sendet eine Serie trüber Blitze aus". (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 18) 
New York Herald Tribüne gleichen Datums: Piloten berichten, daß die silbernen Kugeln, welche die 
Deutschen gegen am Tage einfliegende Flugzeuge einsetzen bei ihren Flügen über dem Rhein einzeln 
oder in Trauben gesehen haben. Nun hat es den Anschein, als ob die Deutschen etwas Neues in den 
nächtlichen Himmel über Deutschland geworfen haben. Es sind die verrückten, rätselhaften „Foo- 
Fighter-Kugeln", die an den Tragflächenspitzen der über Deutschland Nachtstöreinsätze fliegenden 
„Beaufighters" dahinrasen. Die Besatzungen der Flieger sind diesen Kugeln schon seit mehr als vier 
Wochen begegnet. Sie scheinen durch Funksteuerung vom Boden aus gelenkt zu werden. Es gibt drei 
Arten dieser Lichter: 

• Eine ist eine rote Kugel, die an unseren Tragflächen erscheint und uns begleitet. 

• Nr. 2 ist eine senkrechte Reihe aus drei Feuerbällen, die vor uns herfliegt und 

• Nr. 3 ist eine Gruppe von ca. 15 Lichtern, die in der Ferne erscheint und wie ein Christbaum am 
Himmel steht, dessen Lichter an- und ausgeknipst werden. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen 
III, S. 18) 

1945 Jan./ Feb. 

Bezüglich der Flugscheiben sei dem Feind nichts in die Hände gefallen. Im Januar bis Februar seien 
die Techniker und Ingenieure mit Frauen und Kindern und unbekanntem Ziel mit den Flugscheiben 
fortgeflogen. Nichts Verwertbares sei zurückgelassen worden. Sie basieren auf einer völlig neuen 
Antriebsart. Übliche Motoren bleiben stehen. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III) 

1945 Jan./ März 

Deutschland erreichte die höchsten U-Boot-Produktionsziffern (27, 37, 27 Stück pro Monat) der 
ganzen Kriegsjahre. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.. S.6) 

Das Bauprogramm wurde mit ganz besonderem Nachdruck und höchster Dringlichkeitsstufe 
durchgezogen. (S.13) Der Verbleib von einigen 100 U-Booten wurde auch nach dem Krieg nie geklärt. 
(S.9) Ein ehemaliges Mitglied einer U-Boot-Besatzung sagte aus, daß zwischen 1944 und Mai 45 
pausenlos U-Bootteile in U-Boote verladen wurden. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.. S.12) 

1945 März 

Die Japaner haben bedingungslos kapituliert. In diesem Monat sandte das japanische Oberkommando 
an die amerikanische Botschaft in Moskau, an die russische Botschaft in Tokio und direkt an das 
Pentagon in Washington die Mitteilung, daß die japanisch-kaiserliche Regierung die bedingungslose 
Kapitulation wünsche. Die Amerikaner ließen das Angebot links liegen. (Des Griffin, Wer regiert die 
Welt, S. 206) 

1945 April 

Der deutsche Ingenieur Rolf Schriever berichtet nach dem Krieg über die Entwicklung deutscher 
Flugscheiben. Im April 45 wurde die erste Scheibe in Prag getestet. Sie hat einen Durchmesser von 
ca. 15 Metern und eine Plastikkuppel als Führerhaus. Ein Probelauf zeigt Mängel, deren Zeit länger als 
geplant in Anspruch nehmen. Am 9. Mai wird die Arbeit eingestellt und die Scheibe wird zerstört um 
sie nicht in die Hände der einmarschierenden Truppen fallen zu lassen. (Buntes Leben, Nr. 131, 31.5 
52;) 

Erste Entwicklungsarbeiten wurden 1941 aufgenommen, das erste Modell war im Juni 42 fertig. Die 
eigentliche Konstruktion und Herstellung erfolgte erst in Prag. Die Flugeigenschaften waren 
frappierend: senkrechter Start, senkrechte Landung, stillstehen in der Luft, Höchstgeschwindigkeit 
4.000 KM/ H. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen I, S. 35) 

1945 7/ 8.5. 

Kapitulation der deutschen Wehrmacht. 
1945 Mai 

Nach der Kapitulation Deutschlands wurden die „Foo-Fighter" noch vereinzelt über ostasiatischen 
Kriegsschauplätzen beobachtet. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen II, S. 14) 



328 



Nach der Besetzung Deutschlands durch die Alliierten wurden keine Foo-Fighter mehr beobachtet. 
Auch bei genauerer Untersuchung der deutschen Versuchsstellen und ihrer Geheimprojekte wurde - 
soweit uns bekannt ist - nichts gefunden, was darauf schließen ließe, daß die Deutschen etwas 
erfunden hatten, was als goldene oder silberne Kugeln stundenlang in Formationen fliegen und von 
einem Moment zum anderen unsichtbar und wieder sichtbar gemacht werden konnte. Die 
Regierungsakten bezüglich der Foo-Fighter wurden noch lange über den Krieg hinaus geheimgehalten. 
(Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 19) 

1945-1953 

Harry S. Truman (1884-1972) ist Präsident der USA. 
1945 6./ 9.8. 

F. D. Roosevelt's Befehl zum Abwurf der Atombombe über Japan wurde nach 
seinem Tod (12.4.45) von seinem Vizepräsidenten Truman ausgeführt. 

1945 2.9. 

Kapitulation Japans. Ende des Zweiten Weltkrieges. 
1945 5.12 

Die Amerikaner verlieren fünf Avenger Torpedobomber im Bermudadreieck. Man fand keine 
Wrackteile. (Süd-Kurier, 13.3.64) 

PBM-Martin-Marine-Bomber, mit 13 Mann Besatzung auf der Suche nach den fünf Avanger-Bombern 
nach 20 Minuten verschwunden (Berlitz, Das Bermudadreieck, 1975, S. 48). 

Zwischen 1945 und ca. 1978 sind in diesem Gebiet 150 Flugzeuge und Schiffe mit rund 1500 
Personen spurlos verschwunden (DNZ Nr. 17, 1978). 

Dieses Gebiet nimmt unter den ungeklärten Rätseln unserer Erde einen besonderen Rang ein. Hier 
sind mehr als hundert Schiffe und Flugzeuge spurlos verschwunden - die meisten von ihnen nach 

1945 -, und hier haben während der letzten sechsundzwanzig Jahre mehr als tausend Menschen das 
Leben verloren. (Berlitz, Das Bermudadreieck, 1975, S. 11). 

Nach 1945 

In Erkundungsflügen stieß die kanadische Luftwaffe im inneren der Arktis auf eine Blaunebelschicht, 
die sie durchstieß und darunter bewohnte Gebiete sah, inklusive Siedlungen, Grünflächen, durch einen 
typischen Inselcharakter gekennzeichnet. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.134) 

1946 6.1 

Drei Frauen (Mona Stafford, Louise Smith, Elaine Thomas) fahren von Stanford nach Liberty 
(Kentucky), als ihnen am Himmel ein riesiges Flugobjekt auffiel (groß wie ein Fußballplatz). Es hatte 
an der Unterseite eine Reihe verschiedenfarbiger Lichter und oben eine weiße Kuppel. Plötzlich verlor 
die Fahrerin die Kontrolle über den Wagen, der jedoch seine Fahrtrichtung mit ca. 120 km/ h 
beibehielt. Den drei Frauen begannen die Augen zu tränen und sie bekamen schier unerträgliche, 
stechende Kopfschmerzen. Später hatten sie eine Gedächtnislücke von etwa anderthalb Stunden. 
Unter Hypnose sagten sie aus, daß sie an Bord des UFOs entführt wurden. Die Wesen waren ca. 1.30 
m groß und hatten kapuzenähnliche Kopfbedeckungen. Sie wurden einer schmerzhaften Untersuchung 
unterzogen. Alle drei hatten Einstiche an der gleichen Stelle. (Johannes von Buttlar: Zeitriß, Seite 149- 
150) 

1946 März-Nov. 

Im Frühjahr 1946 brach am Nachthimmel der skandinavischen Länder und im Nordwesten Rußlands 
ein Feuerwerk los, Nacht für Nacht von Tausenden beobachtet: schwach leuchtende Objekte, die über 
den Himmel flitzten, oftmals schwebten, dann wieder Kurs und Geschwindigkeit so plötzlich 
wechselten, daß dies in hohem Maße über die Möglichkeit irdischer Flugzeuge hinausging. Sie 
bewegten sich völlig geräuschlos. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen II, S. 14) 

1946 ab Juni 

In Schweden und Norwegen werden sogenannte „Geisterraketen" (Ghost-Rockets) gesichtet. Es gab 
hunderte von Pressenotizen zu diesem Thema. Militärattaches und Militäreinheiten in Norwegen und 
Dänemark wurden aufgefordert alle Sichtungen und Daten festzuhalten. Zwischen Juni und Anfang 
Juli waren es 30 Meldungen. Allein am 9.7. schnellten sie auf 250 hoch und erreichten am 11.8. ein 



329 



Maximum. Zwischen Oktober und November flaute die Welle merklich ab. Die Gesamtzahl der 
Sichtungen belief sich auf 987. Am 27.7. beschlossen die schwedischen Generäle und am 29.7. die 
Norweger, der Presse keine weiteren Sichtungen mehr bekanntzugeben. Schwedische Militärstellen 
erklärten, daß es ihnen nicht gelungen sei, den Ursprung der Geisterraketen festzustellen. (Haarmann: 
Geheime Wunderwaffen II, S. 14) 

1946 9.10. 

George Adamski beobachtete am Mt. Palomars ein zigarrenförmiges Objekt, welches bewegungslos 
am Himmel stand, bevor es sich Richtung Süden in Bewegung setzte. Wenige Minuten später wurde 
das UFO von Tausenden Bewohnern der südkalifornischen Stadt San Diego gesehen, was auch in 
Radio und Zeitung Beachtung fand. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 21) 

1946/ 47 

Im Winterhalbjahr 46/ 47 startete die US-Kriegsmarine unter Leitung von Admiral Richard E. Byrd die 
als Expedition getarnte, militärische Aktion Operation High Jump (bis 1955 zum Teil der 
Geheimhaltung unterlegen) in die Antarktis. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen I, S. 15) 
Admiral Byrd traf am Südpol Außerirdische, die er in seinem Tagebuch als sehr groß, blond und 
blauäugig beschreibt. (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 28) 

1940er 

Die Grauen verlagern ihre Operationsbasis von Südamerika in die USA (West) in Untergrundbasen. 
Diese Basen waren wichtig wegen bestimmter Mineralien und der magnetischen und plasmischen 
Effekte der Steine in dieser Gegend. Diese Außerirdischen betrachten sich selbst als eine alte 
Erdenrasse, einer 

Kreuzung zwischen Reptilien und Menschen. Das haben sie der Regierung erzählt. (Hamilton-Lecture, 
CBR - UFO-Briefing, 3.3.90, Seite lb) 

1947 Jan. -Dez. 1952 

Sechzehn fremde Raumschiffe mußten notlanden oder stürzten ab. Dabei wurden 65 fremde Tote und 
ein Lebender geborgen. Ein weiteres Raumschiff war explodiert, wobei keine Überreste geborgen 
werden konnten. Von diesen Ereignissen fanden 13 innerhalb der Grenzen der Vereinigten Staaten 
statt, das explodierte Raumschiff nicht eingerechnet. Von diesen 13 ereigneten sich eines in Arizona, 
elf in New Mexico und eines in Nevada. Drei ereigneten sich in anderen Ländern, davon eines in 
Norwegen und die anderen beiden in Mexico. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 1) 
Andere Quelle: Zwischen 01/ 47 und 12/ 52 sind mindestens 12 weitere außerirdische Flugkörper über 
dem Territorium der USA abgestürzt oder notgelandet. Allein in den Monaten Februar und März 48 
wurden in Neu Mexico zwei UFOs gefunden. In diesen UFOs befanden sich die Körper von insgesamt 
17 Außerirdischen sowie eine große Anzahl menschlicher Körperteile. Im Folgenden wurden dann vom 
National Security Council (NSC), der ebenfalls zu dieser Zeit gegründet worden war, Verordnungen 
erlassen, die den Geheimdiensten erlaubten jegliche Informationen, die mit UFOs zu tun hatten, unter 
Verschluß zu halten. (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 21 und Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 
74ff) 

1947 3.3. 

Nach spurlosem Verschwinden von 4 Kampfflugzeugen blies Admiral Byrd die gerade erst begonnene 
Expedition vorzeitig ab und verließ die Antarktis. Weitere 9 Flugzeuge mußten unbrauchbar 
zurückgelassen werden. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen I, S. 15) 

1947 5.3. 

Artikel in El Mercurio, Santiago, Chile: Admiral Byrd nimmt zu der strategischen Wichtigkeit der Pole 
Stellung. Er machte die Mitteilung, daß die Vereinigten Staaten notwendigerweise Schutzmaßnahmen 
ergreifen müßten, gegen die Möglichkeit einer Invasion des Landes durch feindliche Flugzeuge, die 
aus dem Polargebiet kommen. Der wichtigste Erfolg seiner Beobachtungen und Entdeckungen 
während der Expedition sei der augenblickliche Machtfaktor, den dieser bezüglich der Sicherheit der 
USA habe. Er hob die Notwendigkeit hervor „in Alarmzustand und Wachsamkeit entlang des gesamten 
Eisgürtels, der das letzte Bollwerk gegen eine Invasion sei" zu bleiben. „.. das Überleben der 
Menschheit wie das der militärischen Wissenschaft befinden sich augenblicklich in einer 
lebenswichtigen Phase der Entwicklung..". (Haarmann: Geheime Wunderwaffen I, S. 17) 



330 



Nach Rückkehr der Flotte wurde Byrd einem Geheimverhör und einer psychiatrischen Untersuchung 
unterzogen. Als der wahre Informationsgehalt (Byrd soll in einen Kampf mit einer außerirdischen 
Macht verwickelt gewesen sein, bei der er die 4 Flugzeuge verlor) der Antarktis-Schlappe bekannt 
wurde, gaben die U.S.A die Devise aus „Die Antarktis muß aus dem Gedächtnis der Menschen 
gelöscht werden". (Zeitschrift Brisant, Nr. 5, 1978, S. 10) 

1947 25.3. 

Ein weiteres Raumschiff wird in Hart Canyon, nahe Aztec, New Mexico gefunden. Es maß 33 Meter 
Durchmesser. Insgesamt 17 tote Außerirdische wurden aus diesen beiden Schiffen geborgen. Von 
noch größerer Bedeutung war jedoch die Entdeckung einer großen Anzahl menschlicher Körperteile in 
diesen Schiffen. Aus Verschlußcode „Geheim" wurde sofort „Super-Streng Geheim". Ein 
Geheimhaltungsnetz, dichter noch als das Man hatten- Projekt (Entwicklung der Atombombe) wurde 
über diese Ereignisse gebreitet. In den nachfolgenden Jahren sollten die Vorfälle sogar zu den 
strengst gehüteten Geheimnissen der Weltgeschichte werden. (Milton William Cooper, Die geheime 
Regierung, S. 1-2) 

1947 24.6. 

Es wurden zum ersten Mal offiziell UFOs gesichtet (zumindest nach Presseberichten zu urteilen). Der 
Hobbypilot Kenneth Arnold entdeckte um den Mt. Ranier (USA, Washington) unbekannte Flugobjekte. 
Weniger als 4 Wochen danach kreuzten im Sommer 47 ganze Kaskaden von UFOs am US-Himmel auf. 
(Quelle: Spiegel 1978, Ausgabe 38, Seite 260) 

1947 2.7. 

Roswell, New Mexico: Der Viehzüchter William Brazel beobachtet den Absturz eines UFO (strahlendes, 
helles, scheibenförmiges Objekt). Am nächsten Tag finden sie Wrackteile: federleichte, silbrige 
Metallteile aus einem Stück, Metallträger, die mit fremdartigen Hieroglyphen versehen sind und einige 
funkelnde Kristalle. Die Air-Army-Base in Roswell wird unterrichtet. Major Jesse Marcel vom 
militärischen Geheimdienst des 509. Bombengeschwaders und ein CIC-Corps-Officer namens Cavitt 
übernehmen die Untersuchung. Am nächsten Tag besagt eine Pressemeldung: „Die vielen Gerüchte 
um die fliegenden Scheiben fanden gestern eine Bestätigung. Das 509. Bombengeschwader war in der 
glücklichen Lage, das Wrack einer solchen Scheibe sicherzustellen...". Die Wrackteile werden 
geborgen. Die besten Wissenschaftler des Landes analysieren den Fall. Dr. Vannevar Bush 
(wissenschaftlicher Chefberater der Regierung) wird nach Roswell abkommandiert. (Johannes von 
Buttlar: Zeitriß, Seite 78-79; Hesemann, UFOs: Die Beweise, S. 74) 

Stanton Friedmann, Nuklearphysiker, referierte 1989 auf dem UFO-Kongreß in Frankfurt über ein Top- 
Secret-Eyes-Only-Papier aus dem Weißen Haus: Die „Majestics 12 Operation", einer Zwölfergruppe 
hochkarätiger Militärs und Wissenschaftler untersuchte angeblich am 7.7.1947 ein in der Einöde 
nordwestlich des Stützpunktes Roswell Army Air Base (New Mexico) abgestürztes UFO, samt seiner 
getöteten Insassen (4 Körper - tot und stark verwest). Seitdem sei eine internationale 
Vertuschungskampagne im Gange, die auch weitere Abstürze und die dabei entdeckten, zum Teil noch 
lebenden Außerirdischen unter der Decke hielten, (siehe Artikel in der taz vom 1.11.89 von Matthias 
Bröckers und Spiegel 1978, Ausgabe 38, Seite 162) 

Man fand Leichen der Besatzungen: Kleine Körper von grauer Hautfarbe, mit großen Köpfen und 
langen Armen. Sie hatten nur vier Finger. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 81) 

1947 2.9. 

Mit Vertrag dieses Datums legen alle amerikanischen Staaten die Interamerikanische 
Verteidigungssphäre fest, die im Südpolgebiet von 5° N, 24° W in gerader Linie zum Südpol verläuft 
(Dept. of State Publ. 3016. Washington 1948)(Haarmann: Geheime Wunderwaffen I, S. 19) 

1947 19.9. 

Der Präsident (Truman) erhält einen Zwischenbericht über den Roswell-Fund, aus dem hervorgeht, 
daß es sich bei dem aufgefundenen Wrack höchstwahrscheinlich um einen Kurzstreckenaufklärer, 
außerirdischer Herkunft, handelt. (Johannes von Buttlar: Zeitriß, Seite 75-79) 
Es wurden die Leichen von vier kleinen humanoiden Lebewesen gefunden, die durch die Explosion ca. 
2 Meilen östlich der Absturzstelle aufgeschlagen sind (durch Witterungseinflüsse stark verwest und 
durch Tiere verstümmelt). Der MJ12-Wissenschaftler Dr. Detlev Bronk ist an der Untersuchung der 
Leichen beteiligt. Schlußfolgerung: Diese Wesen sehen zwar menschenähnlich aus, ihre 
Entwicklungsprozesse weichen jedoch stark von dem des Homo Sapiens ab. Sie sind kleinwüchsig, 



331 



haben überproportional große, runde Köpfe mit kleinen Augen und keine Haare. Soweit noch 
feststellbar, ist ihre Kleidung overallähnlich und aus einer Art synthetischem, grauen Material gefertigt. 
Zukünftige Bezeichnung „EBEs" („Extraterrestrial Biological Entities). Im Wrack wird eine Anzahl 
schriftähnlicher Symbole entdeckt, deren Entschlüsselung erfolglos bleibt. Ebenso ergebnislos 
verlaufen auch die Bemühungen, die Antriebsmethoden oder die Art der Energieübertragung zu 
ermitteln. Jeder Hinweis auf Flügel, Propeller, Düsen oder andere konventionelle Antriebs- und 
Steuerungssysteme fehlt. Darüber hinaus gibt es weder Kabel, Vakuumröhren, noch andere 
erkennbare elektronische Komponenten. (Johannes von Buttlar: Zeitriß, Seite 80-81) 
In der Bildzeitung vom 25.8.90 wird ein Artikel veröffentlicht, der sich auf dem Roswell-Fund bezieht. 
Titel: Betrug oder Beweis? Foto: Einer der vier Außerirdischen - sie starben angeblich beim Aufprall 
ihres UFOs am 2.7.47 in New Mexico. Freiherr Nicholas van Poppen fotografierte sie im Auftrag des 
US-Geheimdienstes. Nachdem Poppen die Fotos machte, starb er auf mysteriöse Weise. Unter 
strengster Geheimhaltung wurden die unbehaarten Winzlinge (60 cm bis 1,20 cm) untersucht und 
einbalsamiert. Die Ärzte fanden Erstaunliches: Die Hände an den langen dünnen Armen haben vier 
Finger, ohne Daumen. An den Füßen keine Zehen. Die Haut ist gräulich oder hellbraun, leicht 
schuppig. Keine Muskeln, keine Schweißdrüsen. Keine erkennbaren Geschlechtsorgane. Keine 
Verdauungsorgane. Im Körper statt Blut eine farblose Flüssigkeit. Die Wesen, die wahrscheinlich heute 
noch mit Beweisstücken von UFO-Abstürzen aus den Jahren 1950 und 1982 im US- 
Luftwaffenstützpunkt Wright Patterson versteckt werden, trugen metallische Overalls. Ihr Raumschiff 
hatte weder Düsen, noch einen anderen, uns bekannten Antrieb. Die fremdartigen Hieroglyphen im 
Inneren konnten bis jetzt nicht identifiziert werden. 

1947 19.9. 

Am 29.9.83 bestätigte Robert I. Sarbacher (zu diesem Zeitpunkt Präsident des „Washington Institute 
of Technology" in einem Schreiben an William Steinmann, „... mit einigen Leuten im Büro (Pentagon) 
darüber gesprochen zu haben, daß diese Fremden biologisch konstruiert waren wie gewisse Insekten, 
die wir hier auf der Erde kennen". (Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 29) 

1947 23.9. 

General Nathan F. Twining (Wright Patterson Air Base) schickte eine Lageeinschätzung an das 
Pentagon. Titel: AMC Opinion concerning flying discs (AMC (Air Material Command)-Meinung über die 
fliegenden Scheiben). Das Phänomen, von dem berichtet wird ist real und beruht nicht auf Fiktion 
oder Einbildung. Es sind Objekte, ungefähr in diskusform, die so groß wie Flugzeuge zu sein scheinen. 
(Hesemann, UFOs: Die Beweise, Seite 10-12) 

1947 24.9. 

Dr. Bush und Verteidigungsminister James V. Forrestal werden zum Präsidenten ins Weiße Haus 
gebeten. Im Verlauf der streng geheimen Besprechung raten die beiden dem Präsidenten zur 
Gründung einer Geheimoperation - Codename „Majestics 12". (Johannes, von Buttlar: Zeitriß, Seite 
80) Die CIA und MJ12 wurden gleichzeitig ins Leben gerufen. In dem streng geheimen CIA-Dokument 
(OSI/ PG Strong: bxl) wurden dann die Richtlinien für die Handhabung des UFO-Phänomens 
festgelegt. So heißt es in Absatz 2 unter c: „Aufgaben des Geheimdienstes:" Ein weltweites System 
der Berichterstattung wurde eingerichtet und die wichtigsten Luftwaffenbasen erhielten den Befehl, 
unbekannte Flugobjekte abzufangen. (Johannes von Buttlar: Zeitriß, Seite 84) 
Nachfolgeprojekte von MJ12 sind: „Aquarius" und „Snowbird". (Johannes von Buttlar: Zeitriß, Seite 
81) 

1947 9.12. 

Truman stimmte der Ausgabe des NSC 4 zu, überschrieben mit „Koordination der Maßnahmen 
bezüglich ausländischer Geheimdienstinformationen". Ein streng geheimer Zusatz, NSC 4a wies den 
Direktor der CIA an, geheime psychologische Aktivitäten zur Erreichung von NSC 4 zu unternehmen. 
Die ursprünglich der CIA erteilte Autorisierung zu Geheimoperationen unter NSC 4a enthielten keine 
formellen Richtlinien, weder für die Koordination noch für die Genehmigung solcher Operationen. Sie 
wies den Direktor der CIA lediglich an, diese Geheimoperationen durchzuführen und in Absprache mit 
Außen- und Verteidigungsministerium sicherzustellen, daß die durchgeführten Operationen sich im 
Einklang mit der amerikanischen Politik befanden. Später sollten NSC 10 und NSC 10/ 2 die NSC 4 und 
NSC 4a ersetzen und dadurch die Möglichkeiten zu Geheimoperationen noch erweitern. Das Büro zur 
Richtlinienkoordination (OPC) wurde zur Durchführung eines erweiterten Programmes von 
Geheimaktivitäten eingeschaltet. NSC 10/ 1 und NSC 10/ 2 legalisierten illegale und außerlegale 



332 



Praktiken und Vorgänge, weil sie als für die Führer der nationalen Sicherheit annehmbar angesehen 
wurden. Die Auswirkungen zeigten sich sofort. Den Nachrichtendienstlern waren nun Tür und Tor 
geöffnet. Unter NSC 10/ 1 war zwar eine Abteilung „Ausführende Koordination" gegründet worden, 
zur Begutachtung von Geheimprojekten, aber nicht zu deren Genehmigung. Diese Abteilung wurde 
nun stillschweigend mit der Koordination der außerirdischen Projekte betraut. NSC 10/ 1 und NSC 10/ 
2 wurden dahingehend interpretiert, daß an der Spitze niemand von irgendetwas wissen wollte, bevor 
es nicht erfolgreich abgeschlossen war. Diese Aktionen schufen einen Puffer zwischen dem 
Präsidenten und der Information. Sinn dieses Puffers sollte sein, den Präsidenten in die Lage zu 
versetzen, jegliche Kenntnis zu bestreiten, falls undichte Stellen den wahren Tatbestand durchsickern 
lassen sollten. Dieser Puffer wurde in den späteren Jahren ausschließlich dazu benutzt, die 
nachfolgenden Präsidenten nur so viel über die Anwesenheit der Außerirdischen wissen zu lassen, wie 
es die geheime Regierung und die Nachrichtendienstler für vertretbar befanden. Durch NSC 10/ 2 
wurde eine Studiengruppe gegründet, die sich im geheimen traf und aus den führenden 
Wissenschaftlern jener Tage bestand. Diese Studiengruppe wurde nicht Majestics 12 genannt. Ein 
weiteres Memo, NSC 10/ 5 umriß die Aufgaben dieser Studiengruppe. Erst vier Jahre später schufen 
weitere NSC-Memos und geheime Führungsbefehle die Voraussetzungen zur Gründung von MJ 12. 
(Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 3) 

1947 Dez. 

Man formte eine Sonderabteilung aus Amerikas Top-Wissenschaftlern unter dem Decknamen „Projekt 
Sign", um das Problem zu untersuchen. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 2) 

1947 

Seit dieser Zeit wird von „phantastisch leuchtenden und furchterregend aussehenden" Rädern 
berichtet, USOs die sich aus der Tiefe des Meeres aus dem Wasser erheben und verschwinden. „Es 
gleitet über das Schiff hinweg. Ein Schwefelgeruch verbreitet sich, während das Rad mit 
fürchterlichem Brummen ins Ungewisse aufsteigt und Dampf ausstößt". Zeugenaussagen berichten 
von Sichtungen im Persischen Golf, in der Meerenge von Malacca, im Chinesischen Meer, im Pazifik, in 
der Nähe von Japan, vor Amerika, bei den Karolinen, bei Mexico und Kalifornien. (UFO-Nachrichten 
Nr. 19, 1958) 

1947 

Seit dieser Zeit registrierte eine Spezialabteilung der US Air-Force etwa 1200 Berichte über UFOs. 
(Spiegel, 14.10.68, Titel: Argentinien - Fliegende Untertassen - Blut abgezapft) 

1947 

Nach dem Krieg hatte Howard Menger noch zahlreiche Kontakte, wobei sich die Treffen an einem 
vorher festgelegten Landeplatz abspielten. Menger erhielt immer neue Aufgaben von ihnen. Er fuhr sie 
zu bestimmten Orten, wo Meßgeräte aufgestellt wurden, er versorgte Neuankömmlinge mit Kleidung, 
verpaßte ihnen den richtigen Haarschnitt, damit sie nicht auffielen, damit sie unerkannt unter den 
Menschen leben und arbeiten konnten. Um die Operationen nicht zu gefährden, mußte er 
versprechen, bis 1957 nicht über seine Erfahrungen zu sprechen. Die Außerirdischen erklärten, daß sie 
von Planeten innerhalb und außerhalb unseres Sonnensystemes kommen. Innerhalb ist Venus, Mars, 
Saturn. Menger wurde zu ihrem Heimatplaneten mitgenommen, um ihn anzuschauen. Er sagt, die 
Außerirdischen kämen zur Erde, um den Menschen zu helfen, selbst zu einem besseren Verständnis 
des Lebenssinnes zu kommen. Sie hätten bereits hohe Politiker und bekannte Persönlichkeiten 
kontaktiert, aber die offiziellen Stellen weigern sich darüber zu sprechen, weil das unser 
Wirtschaftssystem durcheinander bringen würde. Sie nähern sich Einzelpersonen, um die Menschen an 
ihre Anwesenheit zu gewöhnen. Viele innerhalb der Erdbevölkerung haben sich freiwillig auf der Erde 
inkarniert um einem Plan voranzuhelfen, der universalen Ausmaßes ist. (Hesemann, UFOs: Die 
Kontakte, S. 63ff) 

1947-48 

Die ersten Bauarbeiten an den unterirdischen Basen begannen in Dulce (New Mexico). Die Bewohner 
der Gegend bemerkten rege Bautätigkeiten und hohes Militäraufkommen. (Der Pandora Aspekt, Elian 
Lian, Seite 41) 

Die Bewohner von Dulce (New Mexico) sahen, daß viele Truppen und Lastwagen in diesen Bereich 
hinein- und herausgingen und daß die Zeichen auf den Lastwagen von einer Holzfirma in Colorado 
stammten, die es bei weiterer Nachforschung nicht gab. Die Rand-Corporation war am Bau der 



333 



Untergrund-Basis beteiligt. Sie hatten eine Tunnelbohrmaschine, die das Felsgestein schmilzt und 
glatte Wände hinterläßt, um einen Magnetzug darin fahren zu lassen. Diese Methode ist eine 
wissenschaftliche Erkenntnis, die bereits veröffentlicht wurde. Es gibt über hundert solcher geheimen 
Untergrundbasen. Eine davon ist auf der Rückseite des Mondes und eine andere auf dem Mars. Dies 
wurde von Personen berichtet, die dort gearbeitet haben. Der Mann, von dem dieser Bericht stammt, 
war ein Bauarbeiter. Nachdem er seine Arbeit beendet hatte, wurde er gebeten, dort zu arbeiten. Die 
einzige Bedingung war, daß er sich nachher einer chemischen Auslöschung seines Gedächtnisses hätte 
unterziehen lassen müssen. Dies hat er abgelehnt. (Hamilton-Lecture, CBR - UFO-Briefing, 3.3.90, 
Seite 2a) 

Hamilton erwähnt Gespräche mit Arbeitern in der Dulce-Base, die von den Aliens erfahren haben, sie 
seien Repräsentanten einer fremden Rasse und sie wollen die Erde als eine Operationsbasis benutzen. 
Es gibt noch andere außerirdische Rassen, die sich im Konflikt miteinander befinden, wessen 
Absichten auf der Erde verfolgt werden sollen. Dies ist seit den Vierziger Jahren sorgfältig vor der 
Öffentlichkeit verborgen worden. Es gibt verschiedene Basen rund um die Erde. (Hamilton-Lecture, 
CBR - UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 2a) 

Alle CIA-Direktoren seit 1947 waren Mitglieder in MJ12. Alle Außenminister der USA waren sowohl 
Mitglieder im Council on Foreign Relations und MJ12. Seit dieser Zeit gab es in der Gegend New 
Mexico 47 UFO-Abstürze, bei denen 26 tote Aliens gefunden wurden. Cooper hebt hervor, daß die CIA 
aus dem einzigen Grund ins Leben gerufen wurde, nämlich, sich einerseits mit der Alien-Frage zu 
beschäftigen und um andererseits die Kontinuität zu waren, wer immer auch der Präsident sein mag. 
(Cooper-Lecture, CBR - UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 3a) 

1948 1.1. 

UFO-Sichtung im Süden von Mississippi. Der Flugkörper hatte entfernte Ähnlichkeit mit einem 
Baumstamm. (Die Welt, 30.10.50, Titel: Die vergebliche Jagd) 

1948 7.1. 

Am frühen Nachmittag sehen mehrere hundert Menschen in Louisville, ein auf 80-100 m Durchmesser 
geschätztes, rundes, mal weiß mal rot glühendes Flugobjekt. Thomas F. Mantell verfolgt dieses Objekt 
bis auf 7000 m Höhe. Er beschreibt es als: „170 m Durchmesser, scheibenförmig, Oberteil mit Ring 
und Kuppel, scheint schnell um zentrale Vertikalachse zu rotieren, sieht metallisch aus, schimmert 
glänzend, ändert seine Farbe." Mantell nähert sich der Maschine bis auf 350 m, trudelt dann ab und 
explodiert in der Luft. (Div. Zeitungsartikel) 

1948 Jan. 

Die US-Luftwaffe beginnt Berichte über angebliche Flugobjekte der dritten Art zu sammeln und 
auszuwerten - anfangs unter dem Decknamen „Sign", dann als Projekt „Grudge", von 1952 an als 
Action „Blue Book". (Quelle: Spiegel 1978, Ausgabe 38, Seite 260) 

1948 13.2. 

Ein fremdes Raumschiff wurde auf einem Tafelberg in der Nähe von Aztec, New Mexico, entdeckt. 
(Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 1) 

1948 25.5. 

Hans P. Klotzbach wollte von Deutschland nach Luxemburg, um dort zu arbeiten. Er reiste illegal auf 
einem Kohlenzug. Er sprang kurz vor der Grenze ab, geriet jedoch mit seinen Beinen unter den Zug 
und verlor das Bewußtsein. Er wachte in einer Art Operationssaal, in einem Raumschiff auf. Seine 
Beine waren operiert. Er bekam fremdartige Früchte gegen seinen Hunger angeboten. Die Fremden 
sagten, daß das kosmische Gesetz ihnen verbiete zu töten. Sie ernähren sich nur vegetarisch. 
Klotzbach bekam eine Botschaft für seine Mitmenschen aufgetragen: „Sag ihnen, daß wir als Wächter 
des Universums da sind und allen edelgesinnten Menschen eine Hilfe sein werden. Wir wollen ihnen 
Hoffnung machen, auf daß sie ihre Verzweiflung überwinden, denn Eure Erde wird einer Zeit 
entgegengehen, in der Schmerz, Leid und Chaos herrschen werden. Es ist die Zeit der kosmischen 
Dunkelwolke. Diese Wolke wird in nicht allzu ferner Zukunft die Erde berühren... Ihr werdet vor dem 
Problem stehen, daß es innerhalb von bewohnten Planetensystemen auch negative Kräfte gibt, die 
ebenso wie wir Eure Erde besuchen und euch unter der Maske von Friedensbringern ins Unglück 
stürzen wollen... Sie werden mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln der Technik, der 
Wissenschaft und auch der Konfessionen versuchen, Euch in ihren Bannkreis zu ziehen, aus dem Ihr 



334 



nicht mehr herauskommen werdet, so Ihr nicht zu unterscheiden versteht..." (Hesemann: UFOs: Die 
Kontakte, S. 89-90) 

1948 22.1. 

Projekt Sign wurde unter die Leitung des Luftwaffen-Geheimdienstes der USA im Wright Patterson Air- 
Base-Stützpunkt in Ohio gestellt, um das UFO-Phänomen zu untersuchen. (Der Pandora Aspekt, Elian 
Lian, Seite 23) 

1948 Juli 

Über Holland wird ein „flügelloser Luftriese" gesehen, ebenfalls mit Fensterreihen. Er wird beschrieben 
„wie ein gewaltiger Wäschepfahl - sehr hoch und äußerst schnell". (Die Welt, 30.10.50, Titel: Die 
vergebliche Jagd) 

1948 Juli 

Die Mitglieder von Projekt Sign veröffentlichten einen Bericht, der damals „top Secret" war, wonach 
die UFOs außerirdische Flugkörper seien. Als Stabschef General Hoyt S. Vandenberg davon erfuhr, 
wies er den Bericht als unwahrscheinlich zurück und ersetzte die Mitglieder durch Gegner der UFO- 
Theorie. (Der Pandora Aspekt, Elian Lian, Seite 23) 

1948 Dez. 

Als im Dezember 1948 Feuerbälle den gesamten Südwesten der USA heimsuchten, richtete die U.S.- 
Air-Force 1949 das Projekt Twinkle zur Erforschung dieser mysteriösen Kugeln ein, die dort nicht nur 
von hunderten von US-Piloten, Wetterbeobachtern und Atomforschern beobachtet, sondern auch vom 
Oberst der Luftwaffe, U.S. -Geheimdienstoffizieren und hohen Stabschefs gesehen wurden. Die erste 
Beobachtungsstation des Projektes befand sich in Vaughn, New Mexico und später, neben anderen, 
auf der Holloman Luftwaffenbasis in Alamorordo, New Mexico. (UFO-Nachrichten Nr. 89, Jan. 1964; 
Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 20) 

1948 Dez. 

Zu Zwecken der Desinformation und zum Zusammentragen weniger wichtiger Informationen formte 
man unter Grudge das Projekt Blue Book. Insgesamt 16 Bände sollten im Laufe der Jahre von Grudge 
erarbeitet werden, einschließlich des umstrittenen Grudge 13, welches Bill English und ich einsehen, 
lesen und der Öffentlichkeit zugänglich machen konnten. Sogenannte „Blue Teams" wurden 
zusammengestellt, um die niedergegangenen Flugscheiben, sowie tote und lebende Aliens zu bergen. 
Diese „Blue Teams" sollten später in sogenannte „Alpha Teams" im Projekt Pounce aufgehen. 
Während dieser 

frühen Jahre übten ausschließlich die Luftwaffe der USA und die CIA die Kontrolle über das Alien- 
Geheimnis aus. Tatsächlich wurde die CIA durch Präsidentenbefehl zunächst als „Central Intelligence 
Group" gegründet, mit dem ausschließlichen Auftrag, sich mit der Anwesenheit der Außerirdischen zu 
befassen. Im später verabschiedeten „Nationalen Sicherheitsgesetz" führte man sie als CIA. Der 
„Nationale Sicherheitsrat" wurde zur Überwachung der Geheimdienste und besonders der 
Außerirdischen gegründet. Eine Reihe von Anordnungen und Befehle seitens des NSC entbanden die 
CIA von ihren ursprünglichen Aufgaben der Zusammenstellung ausländischer 
Geheimdienstinformationen und betrauten sie mehr und mehr mit Geheimaktionen im In- und 
Ausland. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 2) 

1948 

Grönland: UFOs wurden wiederholt von Wissenschaftlern einer Erdvermessungsstation in den 
nördlichen grönländischen Eisebenen gesehen. (UFO-Nachrichten, Nr. 245, Juni 1977) 

1949 11.2. 

Sign wurde durch Projekt Grudge ersetzt. Grudge konzentrierte sich neben den UFOs hauptsächlich 
auf die Leute, die darüber berichteten. Schließlich kam man zu dem Schluß: wenn sich die UFO- 
Sichtungen nicht durch natürliche Phänomene erklären ließen (wie es in ca. 23% der Fälle geschah), 
dann hätte man es mit einem psychologischen Phänomen zu tun. Grudge bestand noch bis 1952 
weiter, obwohl es am 27.12.49 offiziell aufgelöst wurde. Grudge ging in das Projekt Blue Book über. 
Blue Book sollte die Öffentlichkeit angesichts der steigenden Anzahl von UFO-Berichten abwiegeln, 
hatte aber nicht viel Erfolg, denn immer mehr Stimmen wurden laut, die das Ganze für 
Verschleierungstaktik hielten. 



335 



1949 22.5. 

James Forrestal wird vom CIA ermordet. Er stimmte nicht mit der Geheimhaltung der Außerirdischen- 
Fragen überein und wollte die Führer der Parteien und den Kongreß informieren. Truman wies ihn an, 
zurückzutreten. Man befürchtete, daß Forrestal zu reden anfing, und begann ihn zu isolieren und zu 
diskreditieren. Am frühen Morgen des 22.5. banden CIA-Agenten ein Bettlaken um seinen Hals, 
befestigten das andere Ende in seinem Zimmer und warfen ihn aus dem Fenster. Das Laken riß und er 
stürzte zu Tode. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 3) 

1949 1.10. 

Am 29.11.47 stimmten die Vereinten Nationen mit Wirkung zum 1.10.49 für eine Teilung Palästinas in 
zwei unabhängige Staaten - einen jüdischen und einen arabischen. (Des Griffin, Wer regiert die Welt, 
S. 218) 

(Dr. Andrija Puharich/ Phyllis Schelmer: Das Wesen namens Tom sprach 1974 durch Phyllis bezüglich 
der Einflußnahme der Außerirdischen von Hoova auf die Menschheitsentwicklung): Die Gründung des 
Staates Israel war die erste Gelegenheit seit der Diaspora der Juden, wieder ihre alte Aufgabe zu 
erfüllen. Da es jedoch mittlerweile zu spät für den ursprünglichen Plan einer schrittweisen Evolution 
ist, plant Hoova jetzt eine Schocktherapie, eine Vorbereitung der Menschheit, gefolgt von einer 
Massen landung. Der Prozeß der Vorbereitung geschieht diesmal nicht durch ein Individuum wie Moses 
oder Jesus, sondern durch eine Gruppe von Individuen, ausgestattet mit den Kräften von Hoova. 
Parallel würde versucht, das Bewußtsein Israels als eine Holographie der Menschheit zu erhöhen, was 
Auswirkungen auf den gesamten Planeten hätte. Umgekehrt würde eine Zerstörung Israels die 
Zerstörung der gesamten Menschheit zur Folge haben. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 161) 

1949 

Die Journalistin Linda Moulton Howe erhielt 1983, während eines Interviews mit dem AFOSI 
Sonderagenten des U.S. -Luftwaffengeheimdienstes Sgt. Richard Doty Informationen über UFO- 
Abstürze und konnte Dokumente einsehen: 

1949 

Weiterer Absturz eines UFOs nahe Roswell, New Mexico: Ein Außerirdischer überlebte und wurde nach 
Los Alamos gebracht, wo er am 18.6.52 starb. (Los Alamos war damals die best gesicherte 
Vorrichtung der US-Streitkräfte. 1944-45 hatte hier das Manhatten-Projekt, das die Entwicklung der 
Atombombe koordinierte, seinen Sitz.) Dort wurde er von einem Luftwaffenoberst bis zu seinem Tod 
betreut. Das Wesen wurde als reptiloider Humanoid mit gewissen insektoiden Charakteristiken 
beschrieben, als Mischform von Mensch, Reptil und Insekt. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 81) 
Das Projekt Garnet untersuchte die Einwirkung der Außerirdischen auf die Evolution der Menschheit. 
Ein Bericht zitiert einige Erkenntnisse, die aus den telepathischen Kommunikationen mit EBEs 
gewonnen wurden: Die Außerirdischen besuchen die Erde seit 45.000 Jahren. Sie hätten die 
Menschheit durch eine Kreuzung mit den primitiven Primaten geschaffen. Das Ergebnis sei der Cro- 
Magnon-Mensch gewesen, der vor rund 40.000 Jahren in Nordspanien und Südwest-Frankreich 
aufgetaucht sei (Höhlenmalereien). Sie hätten die Religionen als Mittel zur Beeinflussung der Evolution 
des Menschen geschaffen und als moralische Instanz. Sie selbst stammen aus einem 
Doppelsternsystem wie das von Ceta Reticuli. Ihr Planet ist ein Wüstenplanet dessen Sonne zu 
sterben drohe und sie hausen ähnlich wie die Pueblo-Indianer. (Johannes v. Buttlar, Drachenwege, S. 
192) 



Zeitraum: 1960 bis 1969 

i960 8.4. 

Die Amerikaner beginnen mit dem Projekt OZMA, um Kontakt mit außerirdischen Intelligenzen 
herzustellen. OZMA wurde am 28-m-Teleskop von Green Bank begonnen, wurde aber 1964, nach 
Fertigstellung der Teleskopanlage auf Puerto Rico, dort weitergeführt. Die über OZMA erzielten 
Resultate wurden vom Pentagon sofort für geheim erklärt. Als Zweck dahinter wird der Versuch 
vermutet, den Funk-Nachrichtencode außerirdischer Flugobjekte zu knacken. (Bergmann, Deutsche 
Flugscheiben.., S.25) 



336 



1960 9.2. 

Die Leute vom Saturn brachten Reinhold Schmidt nach Ägypten zur Cheopspyramide. Sie erklärten 
ihm, daß der Aufbau der 54 Tonnen schweren Steine nur möglich gewesen sei, dank der Anwendung 
der universellen Gesetze und von Naturkräften, welche die Gravitation aufgehoben hätten. Sie führten 
ihn in einen unterirdischen Raum in der Pyramide, eine dreieckige Kammer, in der sich ein kleines 
Raumschiff befand - und Beweise für das irdische Wirken Christi. Nach 1998, wenn ein neues Zeitalter 
beginnt, würden diese geheimen Kammern enthüllt werden, würde die Menschheit erstmals Zeugnisse 
für das Leben Christi erhalten und seine wahre Herkunft erkennen. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 
74) 

1960 16.10. 

Hans P. Klotzbach: Dritter Kontakt mit Außerirdischen. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 90) 
1960 

Ein Südafrikaner (Edwin) hat Kontakt zu einem Außerirdischen. Dieser erzählt ihm von seinem 
Heimatplaneten Koldas und einer Konföderation der 12 Planeten, die hofft, daß die Erde ihr 13. 
Mitglied werden würde. Es ist nicht die Absicht dieser Konföderation in die Angelegenheiten der 
Menschen einzugreifen, aber dennoch sind sie sehr besorgt über den Einsatz atomarer Waffen und die 
Gefahr einer Kettenreaktion, ausgelöst durch die Atombombenversuche. Viele Tausende von ihnen 
würden unerkannt auf der Erde leben. Sie blieben zwischen einem und fünf Jahren und studieren in 
dieser Zeit die Menschen so gründlich wie möglich. Danach würden sie abgeholt und wieder auf ihren 
Heimatplaneten gebracht werden. Er warnte vor negativen Gruppen auf der Erde, die verwirrende 
Botschaften verbreiten. Diese Gruppen werden von einer anderen Raumrasse kontrolliert, welche die 
Bemühungen Valdars (Name des Außerirdischen) und seiner Gruppe zur Rettung der Erde sabotiert. 
Diesen Gruppen gelang es zu allen Ebenen der irdischen Gesellschaft und der Regierungen 
vorzudringen. Seine Gruppe hätte den irdischen Regierungen bereits die Aufnahme in die Galaktische 
Konföderation der Erde angeboten, ein Ansinnen, welches nur bei einigen Kleinstaaten auf Gehör 
stieß. Warnungen der Konföderation an die Welt über künftige drastische Änderungen wurden von 
den Regierungen ignoriert. Gemäß den Wissenschaftlern der Konföderation treten diese Änderungen 
auf, wenn sich das Magnetfeld der Erde zwischen dem ersten und zweiten Spannungsfeld normalisiert. 
Sie erwarten, daß sich die Erdachse leicht verschiebt und dadurch das Abschmelzen der polaren 
Eiskappen verursacht. Dies wird sich in abnormen Gezeiten, Wetteränderungen und graduellen 
Überflutungen tiefergelegener Landstriche auswirken. Auch Erdbeben und vulkanische Eruptionen 
werden erwartet. Im Fall einer Verschlechterung der Lebensbedingungen auf der Erde wäre die 
Konföderation bereit, eine große Anzahl Menschen zu evakuieren. Tatsächlich hat man dazu schon 
einen jungen Planeten namens EPICOT vorbereitet, ein Planet im Sonnensystem unserer Milchstraße, 
der ähnliche Lebensbedingungen aufweist wie die Erde. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 105/ 6) 

1960/ 70 

Starke Welle von UFO-Berichten in Kanada und Grönland. 1970 wurde bestätigt, daß die fliegenden 
Scheiben in ausgedehntem Maße in der Nähe von Frühwarnstationen gesehen wurden. (UFO- 
Nachrichten, Nr. 245, Juni 1977) 

1961-1963 

John Fitzgerald Kennedy (1917-1963) ist Präsident der USA. Das offizielle Raumfahrtprogramm erhielt 
durch Kennedy einen wesentlichen Schub. In der Rede anläßlich seiner Amtseinführung rief er das 
amerikanische Volk auf, vor Ablauf der 60er Dekade einen Menschen zum Mond zu bringen. Dieser 
Plan erlaubte den Verantwortlichen riesige Geldbeträge für ihre finsteren Zwecke abzuzweigen und 
das tatsächliche Raumfahrtprogramm vor der amerikanischen Öffentlichkeit fernzuhalten. Ein 
Parallelprogramm in der Sowjetunion diente dem gleichen Zweck. Tatsächlich existierte bereits eine 
gemeinsame Basis der Aliens, der Amerikaner und der Russen auf dem Mond, als Kennedy seine Rede 
hielt. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 16) 

1961 

Außerirdische entführten das Ehepaar Barney und Betty Hill an Bord ihres Flugobjektes, um sie dort 
medizinischen Untersuchungen auszusetzen. In Hypnose versetzt konnte sich das Ehepaar später an 
die kleinsten Einzelheiten dieses Erlebnisses erinnern. Betty gelang es, sich an eine Sternenkarte zu 
erinnern, die ihr von den Fremden gezeigt wurde. Eine Astronomin identifizierte diese Sternenkarte als 



337 



exakte Darstellung unserer Milchstraße - gesehen aus der Perspektive eines zum System Ceta Reticuli 
gehörenden Planeten. (Johannes von Buttlar, Drachenwege, S. 178) 

1961 

(Sept. 1977: Interview der Autoren mit Prof. Gerstein bezüglich der drei Überlebens-Alternativen der 
Menschheit) Atmosphärische Veränderungen auf dem Mars wurden beobachtet und wissenschaftlich 
aufgezeichnet: Der Mars hatte immer einen Wolkenmantel, der in Dichte zu unterschiedlichen Zeiten 
variierte. 

1961 

wurde festgestellt, daß Stürme kolossalen Ausmaßes auf dem Mars stattfanden. Als die Wolken sich 
dann aufklärten, wurden bemerkenswerte Veränderungen festgestellt. Die polaren Eiskappen waren 
kleiner geworden und um die äquatorialen Regionen hat sich ein breites Band einer dunkleren 
Farbschattierung erstreckt. Es wurde angenommen, daß dies Vegetation sei. (Alternative 3, S. 175/ 
77) 

1962 

Jan. Norbert Haase, 18 Jahre alt, wohnhaft in Stendal, DDR sieht ein UFO, verliert das Bewußtsein, 
wacht mit starken Kopfschmerzen wieder auf. Sein Gesicht war rot wie von einem Sonnenbrand. An 
der rechten Seite der Nase hatte er eine kleine Wunde, die oberste Hautschicht war entfernt. Die 
ersten beiden Nächte hatte er starke Alpträume. Unter Hypnose wurden 7-8 Tonbänder 
aufgenommen. Am letzten Tag bekam er fünf Minuten der Aufnahmen vorgespielt, wo er sich an 
„schöne, schlanke Menschen mit langen Haaren und weißen Overalls" erinnert. Er sieht ein Symbol am 
Kragen, den Baum des Lebens, aber ohne Schlange. Es ist das gleiche Symbol, welches Dr. Daniel 
Frey am 4.7.50 an der Sitzlehne des Raumschiffes gesehen hat, mit dem er geflogen ist. (Hesemann: 
UFOs: Die Kontakte, S. 92) 

1962 

27.1. Der Eisbrecher der U.S. -Navy befand sich auf einer geheimen Mission in der Antarktis, als 
plötzlich ein ca. 10 Meter langes, silbrig glänzendes, einem U-Boot gleichendes Objekt das ca. 7 Meter 
dicke Eis von unten her durchbrach und in den Wolken verschwand. Aus dem Loch stiegen ca. 30 
Meter hohe Wasserkaskaden empor. (Vi Menn, Nr. 3, 1986) 

1962 30.4. 

Eugenio Siragusa verspürte den heftigen Drang auf den Ätna zu fahren. Dort traf er zwei Individuen 
mit silbrig schimmernden Raumanzügen, über 1.85 m groß, athletischer Wuchs, lange blonde Haare, 
die bis auf die Schultern fielen. Sie stellten sich vor als Ashtar und Ithakar. Ashtar ist „der heilige 
Oberbefehlshaber" der Flotte in Mission auf unserem Planeten mit Basis auf der Venus. Ithakar ist 
höchster Repräsentant des Planeten Mars in der Konföderation der Welten. Sie haben Basen auf der 
Erde u.a: Kanarische Inseln, in der Adria, im Mittelmeer, in der Biskaya und vor den Portugal-Inseln 
(S. 129). 

Er sollte eine Botschaft an die mächtigsten Männer der Erde weitergeben. Diese Botschaft wies noch 
einmal auf die Gefahren, durch die Fortsetzung der über- und unterirdischen Atomversuche hin und 
auf die mehrmaligen Versuche der Außerirdischen, der Menschheit zu helfen. „Wir haben versucht, 
Euch die unaussprechliche Schönheit des Weltalls erahnen zu lassen, mit seinen unerreichbaren 
Reichtümern der Liebe und des Wohlergehens... Eure tiefverwurzelte Skepsis und die gefährliche 
Unwissenheit einiger egoistischer Erdenmenschen haben versucht und versuchen noch, unser 
brüderliches und selbstloses Wirken unwirksam zu machen und zu verdunkeln. Heute breitet sich auf 
Eurem Planeten ein dunkles und verhängnisvolles Schicksal aus, dank Eurer Taubheit und der 
gewissenlosen Arbeit Eurer Wissenschaftler, wodurch die schon gefährdete Situation des kosmischen 
Gleichgewichtes Eures Planeten hartnäckig unterminiert wird. Von unserer Seite aus werden wir 
möglichst bestrebt sein, das Schlimmste zu verhindern, aber wir können nichts mehr tun, wenn das 
Gesetz, welches das Gleichgewicht der kosmischen Entwicklung schützt, zu Eurem Unglück wirksam 
wird. Rettet Euch... Noch habt Ihr Zeit... Wir werden Euch helfen!" Dann erklärten Ashtar und Ithakar, 
daß sie Repräsentanten einer intergalaktischen Konföderation sind, der zahlreiche bewohnte Planeten 
angehören. Die Botschaft, die Siragusa in der selben Nacht tippte, schickte er an den Papst, Kennedy, 
Chruschtschow, de Gaulle, die Königin von England, den König von Schweden und den Präsidenten 
Italiens. Nur de Gaulle antwortete. In der Folgezeit sah Siragusa UFOs und zweimal zigarrenförmige 
Mutterschiffe über seinem Haus. Tatsächlich meldete die Presse in diesen Tagen eine UFO-Welle über 



338 



Italien. Zwischen 1962 und 1978 hatte Siragusa 19 physische Begegnungen mit Außerirdischen. 
(Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 126/ 7) 

1962 22.5. 

Marslandung: Temperatur bei Sonnenschein 4 Grad Celsius - Luftdruck 704 mb (Computerausdruck in 
englisch und russisch). Hintergrundstimmen ebenfalls in englischer und russischer Sprache. Die 
Stimmen sagen: „22.5.1962. Wir sind auf dem Mars - und wir haben Luft!" Der dem Buch „Alternative 
3" zugrunde liegende Film wurde von dem englischen Radio-Astronomen Sir William Ballentine über 
das Jordell-Bank-Teleskop aufgefangen. Diese Aufnahme konnte erst später in den siebziger Jahren 
durch einen NASA-Dekoder entschlüsselt werden. Ballentine starb am 6.2.1977 bei einem mysteriösen 
Autounfall, wobei er innerlich verbrannte, wiedurch Mikrowellen bestrahlt. Der Befehl zu dieser 
Eliminierung wurde vom sowjetisch-amerikanischen „Policy Committee" gegeben, die diese Art 
Liquidierung „hot jobs" nannten. (Buch: Alternative 3, S. 45ff: Die Autoren glauben, daß dieses Band 
authentisch ist und daß dies die erste, geheime, unbemannte Marslandung war) 
Eine unbemannte Sonde landet auf dem Mars und bestätigt die Existenz einer Umwelt, die 
menschliches Leben ermöglichen konnte. Nicht lange danach begann man ernsthaft mit dem Aufbau 
einer Kolonie auf dem Mars. Heute findet man auf dem Mars Städte, bewohnt von besonders 
ausgewählten Personen aus verschiedenen Kulturen und Berufsgruppen verschiedener Länder. 
Obwohl wir in Wahrheit engste Verbündete sind, wird offiziell eine Feindschaft zwischen den USA und 
der Sowjetunion aufrechterhalten, um so, im Namen der nationalen Verteidigung, Gelder für die 
Geheimprojekte bereitstellen zu können. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 16) 

1962 

Juni Geheimnisvolle Flugkörper über Argentinien Glaubwürdige Augenzeugen - Brennstoffproben 
werden untersucht. (General-Anzeiger Bonn, 8.6.62) 

1962 4.9. 

Eugenio Siragusa fuhr wieder auf den Ätna und traf Außerirdische, ca. 2.15 m groß, in einteilige 
Raumanzüge mit Helmen gekleidet. Sie stellten sich als Woodock und Link vom Planeten Alpha 
Centauri/ Metaria vor. Sie diktierten eine Botschaft an die Wissenschaftler der Erde. In dieser Nacht 
haben hunderte Bewohner dieser Region die Scheibe über die Insel fliegen sehen. Die Zeitungen 
berichteten darüber. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 127) 

1963 14.2. 

Eugenio Siragusa wurde wieder von Ashtar und Ithakar kontaktiert um abermals eine Botschaft an die 
Völker und Regierungen der Erde entgegenzunehmen: „Während Eure Wissenschaftler schweigen, 
beginnen sich die Wirkungen Eurer unverantwortlichen Atomexperimente bemerkbar zu machen. Der 
magnetosphärische Mantel Eures Planeten hat bereits erhebliche Veränderungen infolge Eurer 
Atomexperimente in großer Höhe erlitten". (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 127) 

1963 16.7. 

Paul Villa erhielt einen telepathischen Impuls sich seine Kamera zu schnappen und an einen 
bestimmten Platz zu fahren, wo er eine Landung eines UFOs miterlebte und fotografierte (seine Fotos 
gehören zu den besten UFO-Fotos der Welt). Es stiegen vier Männer und 5 Frauen aus, alle zwischen 
2.10 und 2.70 Meter groß. Sie erklärten ihm, sie seien aus dem Sternbild Coma Berenice. Sie hatten 
unterschiedliche Haarfarben (blond, kupferrot, schwarz). Sie konnten englisch und spanisch sprechen. 
Untereinander waren sie in telepathischem Kontakt. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 67) 

1963 22.11. 

J. F. Kennedy wurde während einer Autofahrt durch Dallas (Texas) von tödlichen Schüssen getroffen. 
Ein Artikel der Bild Zeitung vom 16.11.90 greift dieses Thema nochmals auf. Es wird von 
„Widersprüchen, die bis heute noch nicht geklärt wurden" gesprochen. Kennedy wurde vom CIA 
erschossen, weil er nicht Mitglied in MJ12 war und er die Öffentlichkeit über diese Projekte 
informieren wollte, nachdem er Kenntnis davon erhalten hatte. Kennedy wurde - gemäß später 
sichergestellter Amateurfilme - von seinem Fahrer erschossen. (Lear-Lecture, CBR UFO-Briefing, 
3.3.90, Seite 3a) 

Artikel in der Zeitschrift „Globe" vom 17.3.1992 (Foto) Zu einem Zeitpunkt während seiner Amtszeit 
entdeckte Präsident Kennedy Teile der Wahrheit bezüglich der Drogen und der Außerirdischen. 1963 
richtete er ein Ultimatum an MJ 12. Der Präsident drohte ihnen, daß wenn sie nicht das 



339 



Drogenproblem ausräumen würden, er es für sie tun würde. Er informierte MJ 12 von seiner Absicht, 
im folgenden Jahr dem amerikanischen Volk die Anwesenheit der Außerirdischen bekannt zu machen 
und rief einen Plan ins Leben, der zur Durchsetzung seiner Entscheidung bestimmt war. Präsident 
Kennedy war kein Mitglied des CFR und wußte nichts von Alternative 2 oder 3. Ihre Operationen 
wurden international überwacht und gesteuert durch ein „Richtlinienkomitee". In den USA 
unterstanden seine Mitglieder MJ 12 und in der UdSSR seiner Schwesterorganisation. Präsident 
Kennedys Entscheidung verursachte Besorgnis bei den Verantwortlichen. Seine Ermordung wurde 
deshalb durch das Richtlinienkomitee befohlen und von Agenten des MJ 12 in Dallas ausgeführt. 
Kennedy wurde durch den Fahrer seines Wagens erschossen. Alle Augenzeugen, die nahe genug am 
Wagen standen, um zu sehen, wie William Greer Kennedy tötete, wurden selbst innerhalb der 
nächsten zwei Jahre ermordet. Viele andere Patrioten, die während der nächsten Jahre versuchten, 
das Geheimnis der Außerirdischen zu lüften, wurden ebenfalls ermordet. (Milton William Cooper, Die 
geheime Regierung, S. 16/ 17) 

„... Ich (Cooper) habe herausgefunden, daß das Office of Naval Intelligence an der Ermordung 
Präsident Kennedys mitgewirkt hat. Es war ein Geheimdienstagent, der die Limousine gefahren und 
Kennedy in den Kopf geschossen hat." (M.W. Cooper, Behold a pale Horse, S. 27) 

1964 13.3. 

Süd-Kurier, Titel: Das Todesdreieck auf der Landkarte Die US-Marine verwandte 5 Millionen $ für ein 
Suchprojekt im Bermudadreieck mit Flugzeugen und spezial Such-U-Booten. Ziel war es, das 
Verschwinden von Flugzeugen und Schiffen der letzten Jahre zu erkunden. (Süd-Kurier, 13.3.64) 
Einige Phänomene, die immer wieder auftreten sind: Funkstille, weiße Gewässer, Ausfall von 
Instrumenten und Kompassen, unerklärliche Luftlöcher, „wie von der Hand eines Riesen" geschüttelte 
Maschinen, optische Anomalien, bläuliche und grünliche Lichter, die plötzlich Cockpit oder Laderaum 
der Maschine erhellten, Zerstörung der elektrischen Stromkreise, heftige Stürme. Rauchwolken, die 
aus dem Wasser aufsteigen, Zeitverschiebungen, Feuerbälle die auf die Maschinen zurasen und im 
Meer verschwinden etc. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.33/ 36) 

Vielfach wurde den UFOs/ USOs auch unterstellt, sie trieben im Bermudadreieck Menschen, vermutlich 
als Arbeitssklaven ein. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.40) 

1964 24.4. 

Der Polizist Deputy Marschall Lonnie Zamora entdeckte auf Streife nahe Socorro/ New Mexico ein 
gelandetes UFO. Er konnte ein Emblem sehen, welches er als einen nach unten offenen Halbkreis 
beschreibt mit einem nach oben zeigenden Pfeil. Zamora sah noch zwei „kleine, schmale Wesen", die 
in das Raumschiff einstiegen bevor es startete. Das UFO hinterließ vier kreisförmige Eindrücke im 
Boden. Die US-Luftwaffe untersuchte und bestätigte den Vorfall. (Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 
90) 

1964 25.4. 

Ein U.S. -Luftwaffenoffizier traf zwei Außerirdische an einer vorbereiteten Stelle in der Wüste von New 
Mexico. Der Kontakt dauerte etwa zwei Stunden. Es gelang dem Luftwaffenoffizier mit den 
Außerirdischen grundlegende Informationen auszutauschen. Dieses Projekt wird auf einer 
Luftwaffenbasis in New Mexico fortgeführt. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 78) 
Ein UFO landet auf der Holloman Luftwaffenbasis, New Mexico. Heraus steigen drei menschenähnliche 
Wesen in engen Raumanzügen. Sie sind etwa 1.60 m groß, ihre Haut ist blaugrau, ihre Augen stehen 
weit auseinander, wie die der Orientalen. Sie haben eine hervorstehende Hakennase. Sie tragen 
Kopfbedeckungen. In ihren Händen hielten sie ein Übersetzungsgerät. Der Kommandant und weitere 
Luftwaffenangehörige begrüßten sie. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 80) 

In einem Interview, welches Linda Moulton Howe nach 1983 mit dem Sonderagenten des 
Luftwaffengeheimdienstes AFOSI, Richard Doty führte, versprach er ihr Filmmaterial über die 
genannten Regierungsprojekte, darunter Aufnahmen von EBE und einige hundert Meter Film von der 
Holloman-Landung. Fünf Kameras hätten die Landung gefilmt. Drei UFOs wären erschienen, eines 
landete, zwei blieben zum Schutz in der Luft. Der Oberst, der EBE betreut hatte (siehe 1949, Seite 
84), hätte zum Begrüßungsteam der Außerirdischen gehört. Ein Außerirdischer sei auf der Erde 
geblieben, im Austausch gegen einen Luftwaffenoffizier, der den Planeten der „EBEans" besuchte. 
(Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 81) 

Auch Bill Cooper wurde von Linda Moulton Howe interviewt: In den Geheimakten, so Cooper, sollen 
sich 20 Fotos befunden haben, Bilder der abgestürzten Raumschiffe, der Leichen, der drei EBEs und 
der 



340 



Holloman-Landung. „Auf einem Foto waren die langnasigen Grauen, die in Holloman landeten 
besonders deutlich zu erkennen. Ihre Augen waren geschlitzt. Sie sahen richtig böse aus und schienen 
zu glühen, auf jeden Fall waren sie hellweiß auf dem s/ w-Foto. Im Profil schien ihr Kopf sehr weit 
nach hinten zu reichen. Sie erinnerten mich an Darstellungen aus dem alten Ägypten oder Assyrien". 
Die Holloman-Landung fand statt, nachdem es durch Projekt Sigma gelungen war, mit Hilfe binärer 
Computersprache und Hochfrequenzwellen mit den Fremden in Kontakt zu kommen und sie so quasi 
nach Holloman einzuladen. „Die Außerirdischen landeten in Holloman und man kam zu einer 
Grundsatzvereinbarung, die dazu führte, daß ein Vertrag ausgehandelt und beim nächsten Treffen 
unterzeichnet wurde." Die Außerirdischen erzählen uns, sie seien unsere Freunde sie hätten die 
Menschheit in einer Kreuzung mit den primitiven Primaten geschaffen. Das Ergebnis wäre der Cro- 
Magnon-Mensch gewesen. Auch hätten sie unsere Religionen geschaffen. Die Regierung glaubte 
ihnen, weil sie ihr holographische Bilder in einem kristallartigen Gerät zeigten, die das bewiesen. „Aber 
es heißt auch in den Geheimberichten, daß die Außerirdischen sie belogen haben, und daß sie uns 
täuschen, daß sie entgegen der Vereinbarung Menschen entführt haben, ohne die Regierung zu 
informieren." (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 85) 

Krlll oder Crlll, gesprochen „Krill" hieß der zweite „EBE", der 1964 im Rahmen eines 
Austauschprogrammes nach der Holloman-Landung auf der Erde blieb und zum Botschafter der 
außerirdischen Nation in den USA wurde. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 85) 

1964 April 

Eugenio Siragusa wurde erstmalig auf einen Raumflug mitgenommen. Sie brachten ihn zum 
„Schwarzen Mond", einem künstlichen Satelliten, der im Mondorbit stationiert ist. Zur Verbreitung der 
Botschaften, die ihm die Außerirdischen physisch oder telepathisch übermittelten, gründete Siragusa 
zusammen mit ersten Freunden und Schülern das Centro Studi Fratellianza Cosmica (C.S.F.C), als 
Studienzentrum für kosmische Brüderschaft. Es existierte bis 1978. Zu diesem Zeitpunkt erklärten die 
Außerirdischen seine Aufgabe für abgeschlossen. Bemerkungen zu bzw. von den Außerirdischen: Ihre 
Körper sind teilweise auf Silizium aufgebaut anstatt auf Kohlenstoff. Darwins Theorie ist falsch. Die 
Urväter der Menschen wurden nicht auf der Erde geboren und sind auch nicht das Ergebnis einer 
tierischen Evolution. Das Universum war und ist immer noch ihre Heimat. Sie kamen auf die Erde um 
ein Paradies zu schaffen und auch dieser Welt eine große Anzahl Seelen zu geben. (Hesemann, UFOs: 
Die Kontakte, S. 127/ 28) 

1964 

In einem Talkessel bei Arecibo (Puerto Rico) wurde die größte Radio-Raster-Teleskopanlage der Welt, 
mit einem Durchmesser von 305 Metern errichtet. Sie wurde zwar von der Conell-Universität errichtet, 
aber gleich nach Fertigstellung vom Pentagon, zur Kontaktaufnahme mit außerirdischen Intelligenzen, 
übernommen (siehe Projekt OZMA, 8.4.60). 

Diese Anlage dient auch dem Weißen Haus, dem Pentagon und der NASA als wesentliche 
Nachrichtenverbindung, teils gekoppelt mit den Militärsatelliten. Die UFO-Sichtungen in Puerto Rico; 
nahmen schlagartig zu, so daß vermutet werden kann, daß diese Nachrichtenzentrale umgekehrt von 
den UFOs angezapft wurde. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.25/ 26) 

1964 

Ludwig Pallmann begegnete auf einer Indienreise einem Außerirdischen in Menschengestalt. Dieser 
erklärte ihm, vom Planeten ITBI RA II zu kommen. Sein Name sei Satu Ra. Zahlreiche Außerirdische 
würden auf der Erde leben. Auf seinem Planeten hat man tiefen inneren Frieden gefunden, den die 
Menschen auf der Erde durch spirituelle Wege zu erreichen versuchen. (Hesemann: UFOs: Die 
Kontakte, S. 137) 

1965 März 

Unbekannte Flugkörper über Sydney - Rundfunk und Zeitungsredaktionen mit Anrufen 
überschwemmt. (Rhein-Neckar-Zeitung, 8.3.65) 

1964-72 

Die USA führt das Apollo-Programm mit dem Ziel einer bemannten Mondlandung durch. Erste 
bemannte Landung war am 20.7.69. 



341 



1965 18.4. 

Paul Villa wurde zu seinem zweiten Fototermin eingeladen, etwa 40 km nördlich von Albuquerque. Das 
Raumschiff war begleitet von drei kleinen, runden Kugeln. Villa erfuhr, daß es ferngelenkte 
„Telemeterkugeln" seien. Dem Schiff entstiegen drei Besatzungsmitglieder, alle ca. 1.65 m groß, 
hellbraunes Haar. Sie unterhielten sich 2 Stunden lang in Spanisch. Sie teilten ihm unter anderem mit, 
daß sie die Indianer seit jeher beschützen und daß speziell die Hopi und Navaho eine wichtige 
Funktion für das neue Zeitalter hätten. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 67) 

1965 7.9. 

Am 1.10.1971 wurde ein Dokument vom Vorsitzenden des Policy Committee herausgegeben, 
adressiert an die National Chief Executive Officers. Thema: Batch Consignments (Gruppen-Sendung): 
„Die Ausführungen des Policy Committees, welche am 7.9.1965 in Umlauf waren, verdeutlichten die 
Notwendigkeit alle Komponenten geschlechtlich zu neutralisieren: Um die Möglichkeit für sie 
auszulöschen ein traditionelles Paarungsverhältnis einzugehen, welches sie von der Effizienz zur 
Durchführung ihrer alleinigen Funktion ablenken könnte. Um sicherzustellen, daß die Komponenten 
sich nicht fortpflanzen und somit aufs geradewohl eine Unterspezies entsteht..." (Alternative 3, S. 
140/ 41) 

1965 

Der französische Bauer Maurice Masse sieht auf seinem Feld ein eiförmiges Objekt mit einem 
sechsbeinigen Landegestell. Daneben standen angeblich „zwei kleine Gestalten mit übergroßen 
Kahlköpfen, grauen Gesichtern und lippenlosen Mündern". (Quelle: Die neue Ärztl. vom 20.1.88, Titel: 
Interstellares Mysterium oder galaktischer Schwindel?) 

1966 19.6. 

Paul Villa wurde zu seinem dritten Fototermin eingeladen. Er fotografierte ein kleineres Raumschiff bei 
der Landung, das wieder von Kugelsonden umgeben war. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 67) 

1966 

Pine Gap (Australien), eine weitere Untergrundbasis der Aliens. Finanziert wird sie von der US- 
Regierung. Sie unterliegt der Verantwortung der US DARPA (Defence Advanced Research Projects 
Agency). Sie wurde 1966 gegründet und heißt offiziell Joint Defence Space Research Facility. Hier 
wurden ebenfalls Gehirn- bzw. Gedächtnisauslöschungen am Personal vorgenommen. (Der Pandora 
Aspekt, Elian Lian, Seite 43 und National Review vom 17.5.76) 

1966 

Prof. McDonald wird von der U.S. -Navy beauftragt, eine Untersuchung bezüglich UFOs über den 
Meeren von Australien durchzuführen. Seine Berichte über „treibende Riffe" und glühende Lichtkugeln, 
welche in der Bass-Straße (zwischen Australien und der Insel Tasmanien) beim Eintauchen beobachtet 
wurden, sind nie für die Öffentlichkeit freigegeben worden. Viele Kapitäne und ihre Offiziere haben 
gigantische, fremdartige Fahrzeuge in der Nähe ihrer Schiffe gesehen. (Zeitschrift „People", Australien, 
22.5.85) 

1967 17.2. 

Ludwig Pallmann wurde in Peru von Satu Ra (siehe Kontaktaufnahme 1964) in einem Raumschiff 
mitgenommen. Satu Ra erklärte ihm: Vor langer Zeit sei seine Zivilisation zu der Erkenntnis 
gekommen, daß alle Lebensformen anfällig für Krebs seien, aufgrund eines Lebens in einer 
ungesunden, künstlichen Umgebung. Sie haben ihren Mond zu einer Art „planetarischen Fabrik 
gemacht, indem sie alle Industrie dorthin verlegt haben. Als sie die Erde auf einer botanischen 
Expedition entdeckten, wurde ihnen nach 

eingehenden Studien klar, daß auch die Erde ein Krebsplanet ist und sich die Krebsrate in den 
nächsten Jahrzehnten auf 70% der Gesamtbevölkerung erhöhen wird. (Hesemann: UFOs: Die 
Kontakte, S. 137) 

1967 19.2. 

Dr. James E. McDonald, Professor der Meteorologie an der Universität von Arizona und leitender 
Physiker am Institut für atmosphärische Physik, kritisiert im „The Enquirer" die UFO-Verschleierung 
der Regierung: „Die Air Force blendet die Öffentlichkeit in skandalöser Weise bezüglich der 
tatsächlichen Vorkommnisse in der Luft. Die Air-Force-Untersuchungen sind absurd, oberflächlich und 



342 



inkompetent... und die Wissenschaftler rund um die Erde sollten besser aufhören diese lächerlichen 
Air Force Berichte zu akzeptieren und sofort eigene Untersuchungen beginnen... Dieses Problem 
verlangt wahrhaftig internationale Untersuchung."(Alternative 3, S. 215) 

1967 Sept. 

Colorado: Fund eines toten Pferdes. Es war vom Hals aufwärts nur noch ein Skelett aus weißen, 
ausgebleichten Knochen, die aussahen, als wären sie tagelang der bleichenden Sonne ausgesetzt 
gewesen. Vom Hals abwärts war es völlig intakt. Es gab keine Spuren von Bißwunden. Seit dieser Zeit 
häuften sich die Berichte von sogenannten „Cattle Mutilations" (Viehverstümmelung). Hunderte von 
derartigen Fällen wurden aus dem Mittelwesten der USA und Kanada gemeldet, aus Puerto Rico, 
Mexico, 

Mittel- und Südamerika, ebenso Australien, England und von den Kanarischen Inseln. (Johannes v. 
Buttlar, Drachenwege, S. 147ff) 

1967 3.12 

Der amerikanische Polizeioffizier Herbert Schirmer sichtete auf Patrouille, nachts um 2.30 ein UFO. Er 
schrieb dies in sein Tagesberichtsbuch. Als er früh morgens vom Dienst nachhause kam, hatte er 
fürchterliche Kopfschmerzen und Ohrensausen. Als er zu Bett ging, fiel ihm unterhalb des linken Ohres 
ein Kratzer am Hals auf. Er hatte Gedächtnislücken. Unter Hypnose konnte er sich dann an 
Einzelheiten erinnern: Das Objekt hatte die Form eines amerikanischen Footballs. Schirmer wurde an 
Bord eingeladen. Ihm wurde erklärt, daß das Schiff durch eine Art reversiblen Elektromagnetismus 
funktioniere. Sie sprechen nicht durch den Mund sondern durch den Geist. Sie geben uns nach und 
nach Informationen, um uns vorzubereiten. Sie bereiten uns auf ihre Invasion vor - nicht um uns zu 
erobern, sondern um uns etwas zu demonstrieren. Sie stammen aus einem anderen System und 
haben Basen auf einigen Planeten, beispielsweise auf der Venus. Auf einem Bildschirm zeigten sie 
Schirmer ihr weit draußen stationiertes Mutterschiff, ein zigarrenförmiges Objekt, das oben mit vielen 
mysteriösen Schriftzeichen markiert ist. Schirmer beschrieb die Wesen als 1.35-1.50 Meter groß, mit 
stark vorgewölbtem Brustkorb, verhältnismäßig großen Köpfen und übergroßen, schrägstehenden 
Augen. Sie trugen enganliegende Kleidung und auf der Brust das Symbol der geflügelten Schlange. 
Sie seien hier, um eine Art genetisches Experiment durchzuführen. (J. v. Buttlar, Drachenwege, S. 
182) 

1967 

Prof. Dr. James E. McDonald schreibt an den Generalsekretär der UN in Bezug auf die Verbindung 
zwischen UFO-Sichtungen und elektromagnetischen Störungen bei Motoren, elektrischen Uhren, 
Funkanlagen etc. McDonald wurde am 13.6.71 bei der Canyon-del-Oro-Brücke in Arizona mit einer 
Kugel im Kopf tot aufgefunden. (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 34 u. 45) 

1967 Juli 

Stefan Danaerde, ein bekannter holländischer Industrieller, befand sich beim Segeln auf seinem Boot 
in der Oosterschelde, einem abgedämmten Nordseearm. Er lief auf einen festen Gegenstand auf, ein 
scheinbar lebloser Körper, der auf dem Wasser trieb. Er sprang ins Wasser, um ihn zu retten. Erst als 
er ihn an Bord heben wollte, bemerkte er die feste, metallartige Montur und eine Kugel, in der sein 
Kopf steckte. Ein Suchlicht richtete sich auf ihn und er bemerkte eine Metallscheibe auf dem Wasser, 
auf der dunkle Gestalten erschienen, humanoide Wesen, etwa 1.40 groß. Sie hatten eine hohe Stirn, 
spitze Ohren, schwere Augenbrauenwulste und geteilte Stirnlappen, die den Anfang zu einem Wulst 
bildeten, der sich vertikal über ihren Schädel zog. Sie sprachen ihn mit einer metallenen Stimme, in 
gebrochenem englisch an und bedankten sich für die Rettung eines Besatzungsmitgliedes von ihnen. 
Ihr Planet Jarga liegt etwa 10 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist größer als diese. Auf ihrem 
Planeten herrscht eine Art Superkommunismus ohne gesellschaftliche Unterschiede. (Hesemann: 
UFOs: Die Kontakte, S. 135/ 36) 

1968 14.3. 

UFO-Sichtung eines Mannes in Ohio: Er wurde von einem über den Bäumen schwebenden UFO aus 
einem Rohr gezielt mit einem Lichtblitz beschossen. Seine Kleidung fing Feuer. Seine Verwandten 
konnten ihn in letzter Minute retten. (NZ, Nr. 23, 1974) 



343 



1968 Okt. 

Argentinien: Beschreibung von Außerirdischen: Knapp über 1.40 Meter groß, übergroße kahle Köpfe. 
Sie zapften bei zwei Menschen aus Daumen und Zeigefinger Blut ab und verschwanden. Argentinien 
erlebt seit Mai einen UFO-Boom. Eine andere Sichtung berichtet von drei menschenähnlichen, zwei 
Meter großen Wesen in phosphoreszierenden Kombinationen. Sie entstiegen einem gleißenden, hellen 
und vielfarbig strahlenden UFO. (Quelle: Spiegel vom 14.10.68, Titel: Argentinien - Fliegende 
Untertassen - 
Blut abgezapft) 

1968/ 72 

In den letzten Jahren trat in der ganzen Welt eine Epidemie von verschwindenden U-Booten auf. Sie 
scheinen weder der UdSSR noch den USA anzugehören. Zuverlässige, geübte Beobachter, wie Piloten 
und Schiffskapitäne, beschrieben diese Objekte in seichten Gewässern, wo kein vernünftiges U-Boot 
einen Einsatz wagen würde. Die Flotten von Neuseeland, Australien, Argentinien und Venezuela liefen 
aus in der Annahme, die geheimnisvollen U-Boote innerhalb ihrer Hoheitsgewässer zu ertappen. Die 
Objekte schafften es immer wieder ihren Verfolgern zu entkommen. Hierbei wurden 
Geschwindigkeiten von mehr als 200 Knoten und Tauchtiefen von 8000 Metern angegeben. 
(Bergmann, Deutsche Flugscheiben.. S.18) 

1969 20.4. 

Bob Grodin, Apollo-Astronaut behauptet, daß es zu diesem Zeitpunkt ein Zusammentreffen zwischen 
Russen und Amerikanern im All gegeben hat und daß weder dasjenige vom Juli 1975, noch dieses 
vom 20.4.69 das erste gewesen sei. „Es gab all die anderen vor ihm". (Alternative 3, S. 25) 

1969 10.5. 

Enrique Mercado hat in einer mexikanischen Bar eine Begegnung mit einem Außerirdischen. Er bittet 
um Mithilfe, daß die Menschen ihre Denkweise ändern, hin zum Geistigen, weg vom Materiellen. 
(Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 98) 

Ca. 1969 Mai 

Ein Journalist des Columbus Dispatch (Ohio) schoß auf der NASA-Basis White Sands ein Foto eines 
merkwürdigen Flugobjektes mit 15 Fuß Durchmesser, was wie ein UFO aussah. Zunächst wollte bei 
der NASA keiner darüber reden. Es stellte sich heraus, daß diese Maschine von der Martin Marietta 
Gesellschaft in Colorado gebaut wurde. (Alternative 3, S. 9) 

1969 19.7. 

Einen Tag vor der historischen Mondlandung filmte Edwin Aldrin zwei UFOs. Nach Aussage der NASA- 
Abteilung (Dr. Maurice Chatelain) erschienen offenbar die selben zwei Raumschiffe am Kraterrand, als 
die Apollo XI-Fähre auf dem Grund des Kraters landete. (Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 29) 

1969 20.7. 

Apollo 11 landet mit den Astronauten Buzz Aldrin und Neil Armstrong auf dem Mond. Teile der 
Konversation zwischen Mission Control und Apollo wurden aus den offiziellen Aufzeichnungen 
herausgenommen. Eine Aussage war: „Diese Babys sind groß, Sir., enorm.. Oh Gott, Sie würden es 
nicht glauben! ... Ich sage ihnen, daß es da draußen andere Flugfahrzeuge gibt., aufgereiht an der 
entfernten Seite der Kraterecke., sie sind auf dem Mond und beobachten uns". (Alternative 3, S. 10) 
Auch Bob Grodin sah bei einer späteren Landung etwas auf dem Mond, was er offensichtlich nicht 
erwartet hat. Dies war in der Konversation mit Mission Control (MC) der Auslöser, von der Live- 
sendung auf einen geheimen Kanal zu schalten. 

Grodin: „Oh Mann, es ist wirklich etwas Phantastisches hier. Sie können sich das nicht vorstellen. Da 
ist eine Art Grat mit einem sehr spektakulären., oh mein Gott! Was ist da? Das ist alles was ich wissen 
will. Was zum Teufel ist das?" 

MC: „Roger. Interesting. Gehen Sie auf Tango., sofort., gehen Sie auf Tango..." 
Grodin: „Das ist jetzt eine Art Licht..." 

MC: (hastig) „Roger. Wir haben es, wir haben es markiert. Verlieren Sie ein wenig Kommunikation, 

heh? Bravo Tango... Bravo Tango... Wählen Sie Jezebel, Jezebel." 

Grodin: Ja., ja., aber es ist unglaublich... Aufnahmegerät aus, Bravo Tango, Bravo Tango. 

Weiter konnte nichts vernommen werden. Grodin hatte auf eine andere Frequenz geschaltet. 

(Alternative 3, S. 106) 



344 



In den Anfangsjahren der Raumfahrt und der anschließenden Mondlandungen wurde jeder 
Raketenstart von Außerirdischen Flugkörpern begleitet. Apollo-Astronauten sichteten und filmten eine 
Mondbasis mit dem Decknamen Luna. Auf den Fotografien sind Kuppeln, kegelförmige große 
Rundbauten, die Silos ähnlich sehen, erkennbar. Riesige T-förmige Bergbaufahrzeuge, die 
scharfkantige Spuren auf der Mondoberfläche hinterlassen, sowie Außerirdische, kleine und große 
Flugkörper sind sichtbar. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, S. 17) 

1969 

In dem unterirdischen Labor Dulce kam es zu einer Konfrontation zwischen unseren Wissenschaftlern 
und den Außerirdischen. Die Aliens nahmen viele der Wissenschaftler als Geiseln. Delta Teams wurden 
eingesetzt zu ihrer Befreiung, jedoch waren ihre Waffen denen der Außerirdischen unterlegen. Bei 
dieser Aktion wurden 66 unserer Leute getötet. Für wenigstens zwei Jahre wurden alle gemeinsamen 
Projekte unterbrochen. Schließlich fand eine Versöhnung statt und die Regierung nahm die 
Zusammenarbeit wieder auf. Sie besteht heute noch. (Milton William Cooper, Die geheime Regierung, 
S. 18/ 19) Hamilton spricht davon, daß in der Dulce-Base eine Art Krieg oder Revolte zwischen den 
Menschen und Aliens ausbrach, als die Menschen herausfanden, was dort an Experimenten 
durchgeführt wurde, bzw. die Resultate entdeckt wurden. Es gab Tote auf beiden Seiten (66 
Menschen - die meisten von den Sicherheitskräften, genannt die Delta Group). Als Waffe wurde eine 
Art Blitzkanone (Flash-Gun) benutzt, weil diese auf beiden Seiten funktioniert. Dulce wurde für eine 
Weile geschlossen. Letztlich gab es Verhandlungen seitens der Regierung und man beschloß die 
Geschäfte, wie gehabt, weiterzuführen. (Hamilton-Lecture, CBR UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 2a) 



Zeitraum: 1970 bis 1979 

1970 März-August 

In der Mapimi-Wüste in Mexico soll 40-50 km nordöstlich des Dorfes Ceballos im mexikanischen 
Dreiländereck ein UFO-Stützpunkt sein. Rötliche Feuerbälle werden gesehen, die umliegenden Dörfer 
melden fast täglich seltsame Lichterscheinungen, Tiere reagieren anomal, gereizt und nervös. Selbst 
Funk- und Radiogeräte bleiben in diesem Gebiet stumm. 

Seit 1966 

observieren die Amerikaner dieses Gebiet. Der Staat Mexico lehnte die Anpachtung durch die 
Amerikaner ab. Am 27.3. beabsichtigte die NASA in Ceballo eine Beobachtungsstation zu errichten, um 
die Vorgänge in der 40-50 km entfernten Wüstenregion „Sierra del Silencio" (250 km südlich der US- 
Grenze) besser untersuchen zu können. Im April wurden Wissenschaftler, Ingenieure und 
Einheimische zu einer Expedition zusammengestellt und in dieses Gebiet entsandt. Am 11.7. um 3.15 
morgens stürzte eine nordamerikanische Rakete des Types „Athena" über dem Zentrum dieses 
Gebietes ab. Die Versuchsrakete, die eine hochradioaktive Kobaldkapsel mit sich führte, sollte 
angeblich in dem U.S. -Versuchsgelände „White Sands" niedergehen, schoß aber in Wirklichkeit 1.200 
km darüber hinaus und landete in dem später von den Amerikanern für „Top Secret" erklärtem 
mexikanischen Wüstengebiet. Erst am 2.8. wurden die Raketenüberreste gefunden, und die USA 
mußten diese mitsamt 200.000 Tonnen Erdreiches abtransportieren. (Haarmann: Geheime 
Wunderwaffen III, S. 78ff) 

1970 7.3. 

Seit dem 7.3.70, so erklärten die Außerirdischen (siehe 24.12.74, Bericht von Enrico Castillo Rincon), 
sei die Erde in ein neues Zeitalter getreten, das Zeitalter des Übermenschen. In ihrem Mittelpunkt 
steht die Begegnung des Menschen mit sich selbst in seinem Inneren, die zur Entdeckung Gottes im 
Menschen führe. Viele Brüder im Universum haben sich vereinigt, um uns in dieser Übergangsphase 
zu helfen... Sie dürfen nicht direkt eingreifen, das verbiete das kosmische Gesetz. Sie dürfen uns 
jedoch nach und nach informieren, so daß es dann an uns ist, dieses kosmische Puzzlespiel 
zusammenzusetzen. Unser Planet ist der am dichtest besiedelte Planet unseres Sonnensystems und es 
bräuchte eine Reinigung, schon weil wir sämtliche ethischen und moralischen Werte verloren haben. 
Es ist die Aufgabe des Menschen diese Situation zu erkennen und den Kampf zu bestehen. 
(Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 123) 



345 



1970 Dez. 

Der NASA-Physiker Dr. Jonathan Wright und sein Team wurden auf die Bahamas beordert, weil die 
NASA ständig aus diesem Gebiet kommend von UFOs heimgesucht wurde, denn auf Cape Kennedy 
tummeln sich die UFOs am Himmel während der jeweiligen Raketenstarts. Dr. Wright: „Im 
Kontrollzentrum empfingen wir zu den Startzeiten immer wieder seltsame elektronische Signale. 
Unsere Instrumente zeigten an, daß sie aus diesem Gebiet stammten." Weiter „Es besteht kein Zweifel 
darüber, wir haben eindeutige Beweise dafür, daß UFOs regelmäßig auf einer winzigen Insel landen, 
ungefähr 50 Meilen von Grand Cayman entfernt." (Haarmann: Geheime Wunderwaffen III, S. 83) 

1970 

Seit 1970 mußte Norwegen mehr als 250 Verletzungen seiner Territorialgewässer durch „fremde" U- 
Boote hinnehmen. (Diagnosen, Januar 1988, Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.105) 

1970/ 71 

Sechs U-Boote von Israel, Frankreich, England und den USA verschwanden spurlos. Drei von ihnen im 
Mittelmeer und keine noch so gründliche Suchaktion konnte ihr Schicksal klären. Man fand weder 
Ölspuren noch Trümmer. (UFO-Nachrichten, Nr. 192, Aug. 1972) 

1970/ 71 

Dr. Andrija Puharich führender Para Psychologe in den USA, lernte Uri Geller kennen. Dieser war in der 
Lage durch reine Willenskraft Metall zu verbiegen. Geller sprach von Gedanken, die ihm nicht aus dem 
Kopf gingen - daß seine Vorfahren nicht von der Erde seien und daß sie einst in fliegenden 
Untertassen landeten. Uri hätte seine Kräfte von ihnen geerbt. Puharich hypnotisierte Geller. Während 
dieser Hypnosesitzung sprach eine Stimme (mehr ein Kollektiv, den die Stimme sprach von „Wir") 
durch Geller: Sie sagte, daß Geller ihr Helfer ist, der gesandt wurde, um der Menschheit zu helfen. Wir 
programmierten ihn in seiner Kindheit und wir programmierten ihn ebenfalls sich nicht daran zu 
erinnern. Wir offenbaren uns, weil wir glauben, daß die Erde an der Schwelle zu einem Dritten 
Weltkrieg stehen könnte. Ägypten plant den Krieg und wenn Israel ihn verliert, wird die ganze Welt im 
Krieg explodieren. Puharich leitete spezielle Informationen sogar an die israelische Armee weiter, denn 
es war offensichtlich, daß diese fremden Intelligenzen Israel unterstützten. Israel sei der Ort, wo sie 
vor 20.000 Jahren zum ersten Mal gelandet seien (zur Zeit Abrahams in Mamre). (Hesemann: UFOs: 
Die Kontakte, S. 156/ 57) 

1971 1.10. 

Dokument, herausgegeben vom Vorsitzenden des Policy Committee, adressiert an die National Chief 
Executive Officers. Thema: Batch Consignments (Gruppen-Sendung): Der experimentelle Fortschritt 
von Batch Consignment-Komponenten bringt nun einen 96 prozentigen Erfolg. Dies wird als nicht 
unbefriedigend angesehen. Die Ausführungen des Policy Committees, welche am 7.9.1965 in Umlauf 
waren, verdeutlichten die Notwendigkeit, alle Komponenten geschlechtlich zu neutralisieren. Es wird 
weiter von der Schwierigkeit, den eigenen Willen bei diesen Batch Consignments zu eliminieren, 
gesprochen. Untersuchungen auf diesem Gebiet werden in Amerika, England, Japan und Rußland 
durchgeführt und brachten nun eine beträchtliche Reduzierung der Fehlerquote. Die „Fehler- 
Personen" bekommen ihr Gedächtnis gelöscht und werden freigelassen. Dieses Verfahren wurde nun 
in Dnepropetrovsk perfektioniert und allen A3-Laboratorien zur Verfügung gestellt. Zukünftig werden 
Geschlechtsneutralisierungen erst nach Persönlichkeitsabgleichung durchgeführt, damit diejenigen, die 
eventuell nachhause zurückkehren keine Beweise für eine Laborarbeit tragen. (Alternative 3, S. 140/ 
41) 

1971 16.10. 

Durch die Kontaktperson Phyllis Schelmer meldete sich ein Wesen namens Tom. Dieser erklärte, zu 
diesem Zeitpunkt sei die Menschheit in ein neues Zeitalter getreten. Weltweit würden jetzt Kinder mit 
paranormalen Kräften geboren, die sich auf verschiedene Arten manifestieren und das Bewußtsein der 
Weltöffentlichkeit für das Paranormale öffnen werden. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 159) 

1971 5.12 

Dr. Andrija Puharich/ Uri Geller: In einer weiteren Hypnosesitzung nannte die Stimme (die durch 
Geller sprach) das Raumschiff Spektra als ihre Herkunft, ein riesiges Mutterschiff, das sehr weit von 
der Erde entfernt stationiert sei. Ein anderes Mal wurde gesagt, es sei seit 800 Jahren in der Nähe der 



346 



Erde stationiert. Die Stimme sagte weiter: „Unsere Computer studieren jeden auf der Erde". 
(Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 157/ 58) 

1971 

UFO-Nachrichten, Nr. 177, Mai 1971: Titel: NASA-Physiker entdeckt UFO-Basis vor der Küste Floridas: 
Beweise deuten darauf hin, daß das Verschwinden von mehr als 120 Schiffen und Flugzeugen im 
geheimnisvollen Bermudadreieck auf UFOs zurückzuführen ist. UFOs benutzen eine abgelegene 
Bahama Insel als Basis für die Überwachung der US-Raumflüge und als Ausgangspunkt, um 
menschliche Musterexemplare von der Erde wegzuholen. Dr. Jonathan Wright, NASA-Physiker, 
enthüllte diese Nachricht letzte Woche in seinem Hotel in Nassau, nachdem er von einer dreiwöchigen 
Forschungskreuzfahrt durch die abgelegene Inselwelt zurückgekehrt war. „UFOs landen regelmäßig 
auf einer winzigen Insel, ca. 50 Meilen von Grand Cayman entfernt". 

1971-1990 

Dr. Fred Bell lernte Semjase aus den Plejaden, vom Planeten Erra kennen. Sie wollen die Menschen zu 
einem höheren Bewußtseinsniveau verhelfen. Die Plejaden sind Teil einer Konföderation bewohnter 
Welten, kontrolliert durch den „Rat der Ältesten" von Andromeda. Diese Bruderschaft geht durch das 
ganze Universum. Die menschliche Rasse hat die freie Entscheidung, ihre Evolution voranzutreiben 
oder sich selbst zu zerstören. Sie wollen uns nicht manipulieren - sie kommen als Brüder und 
Schwestern, um uns durch die Übergangszeit in ein neues Zeitalter zu begleiten. Einer der Gründe, 
warum sie Dr. Bell kontaktierten war, ihn zu ermutigen auf dem Gebiet der Pyramidenenergie zu 
forschen und ihm Anregungen für diverse Entwicklungen zu geben. Jene, welche die 
Pyramidenenergie anwenden werden es einfacher haben, die drastischen Erdveränderungen zu 
überstehen, die 1958 begannen und sich bis 1998 fortsetzen. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 
141/ 144) 

1972 2.3. 

Pioneer 10 startet um den Jupiter zu erforschen. Inzwischen (1990) hat die Sonde Kurs auf die Sterne 
genommen. Als interstellare Botschaft der Menschheit hat sie eine goldüberzogene Platte an Bord, mit 
einer Beschreibung der Erde und ihres Lebens. (Bild der Wissenschaft 12/ 1990) 

1972 27.8. 

Dr. Andrija Puharich bekam die Mitteilung über zukünftige Pläne der Außerirdischen: „Wir möchten, 
daß ihr die Erde auf unsere Massenlandung vorbereitet. Wir landeten vor 3.000 Jahren in Südamerika 
und wollen nun wieder landen. Wir wollen der Menschheit helfen, aber auch uns selbst. Darum 
müssen wir uns offenbaren. Wir beziehen unsere Energie aus diesem Sonnensystem. Es ist keine 
Invasion. Die Erde ist ein Spielplatz für uns. Unser Heimatplanet Hoova ist 16.000 mal größer als Euer 
Planet... Wir haben unsere Seelen, Körper und unseren Geist vor Millionen von Jahren in Computern 
manifestiert. Aber wir werden kontrolliert durch die höheren Kräfte jenseits von uns. Wir griffen vor 
20.000 Jahren das erste Mal in die Geschicke der Menschheit ein. Wir kamen in einer geplanten 
Mission von unserem eigenen Sonnensystem und unsere erste Landung fand in Israel statt, wo 
Abraham uns begegnete. Wir fanden jedoch schon Spuren früherer Besucher aus dem Weltraum, die 
schon Millionen Jahre früher auf die Erde gekommen waren. Seitdem geben wir der Menschheit 
einmal alle 6000 Jahre eine Unterweisung. Das letzte Mal in Ägypten. Zweck aller Existenz ist es sich 
Gott zu nähern. Die Menschheit soll sich an die Zehn Gebote halten. Diejenigen (Rat der Neun), die 
Puharich schon 1952 auf seine Mission vorbereitet hätten, wären die Hierarchie des gesamten 
Universums, aller Galaxien. Sie verteilen Aufgaben an verschiedene Zivilisationen. Es sind keine Wesen 
sondern Kugeln von Licht, sie haben keine Körper sondern sie sind totales Bewußtsein, totale Energie. 
(Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 158) 

1972 22.10. 

Enrique Mercado hat den zweiten Kontakt zu einem Außerirdischen, der ihn einlädt mit ihm an Bord 
seines Schiffes zu kommen. Sie wurden von einem Strahl hochgezogen. Mit dieser ca. 10 Meter 
durchmessenden Scheibe flogen sie dann zu einem größeren Schiff. Er wurde dem Kommandanten 
Yastek vorgestellt, der sich bereit erklärte seine Fragen zu beantworten. (Hesemann: UFOs: Die 
Kontakte, S. 98) 



347 



1972 11.12. 

Landung auf dem Mond. Die Astronauten blieben 74 Stunden im „Mare Serenitates" und machten 
unter anderem Tausende von Fotos. Der sensationellste Fund blieb bis heute (1990) verborgen - 
Aufnahme eines nackten Fußes im Mondstaub. Die Spur ist 13.5 cm lang, zeigt deutlich einen großen 
und fünf kleinere Zehen. Der Moskauer Astrophysiker Prof. Georgi Sakalow datiert es auf ca. 300.000 
Jahre Alter. Die Fußlänge entspricht der eines sechsjährigen Kindes. Sein Kollege Nicolai Budenski 
meint, daß diese Wesen wie Kristalle aufgebaut sein könnten. (Bild Zeitung vom 26.8.90) 

1972 

Dokument, herausgegeben vom Vorsitzenden des Policy Committee, adressiert an die National Chief 
Executive Officers. Thema: Designated Movers (ausgewählter Umzügler) - Zusammenfassung: 
Teilnehmer von Alternative 3 müssen lernen sich weg von Konzepten nationaler oder stammesmäßger 
Interessen weiterzuentwickeln, was sich mit zunehmender Population des neuen Territoriums als 
notwendig erweist. Es darf keiner als potentieller Designated Mover nominiert werden, wenn es 
irgendwelche Zweifel daran gibt, daß er sich in diese Richtung entwickeln kann. Diese Voraussetzung 
überwiegt alle anderen Betrachtungen zu anderen Fähigkeiten der Person. Es wird weiter 
herausgestrichen, daß eine Gleichverteilung aller Nationalitäten und Hautfarben gewährleistet ist. 
Repräsentanten aller Aspekte des menschlichen und kulturellen Lebens sollen letztlich in das neue 
Territorium gebracht werden. Verstärkter Bedarf besteht zur Zeit an Ärzten, Chemikern, Neurologen 
und Bakteriologen. Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Personen beträgt drei zu eins. 
(Alternative 3, S. 155/ 56) 

1972 

Weitere Mondlandung - Dialog zwischen Mission Control (MC) und dem Piloten: 

MC: Mehr Details bitte. Können Sie mehr Details über das, was Sie sehen geben? 

Pilot: Es ... blitzt etwas. Das ist soweit alles. Nur ein Licht welches an- und ausgeht an der Ecke des 

Kraters. 

MC: Können Sie die Koordinaten geben? 

Pilot: Das ist etwas da unten... vielleicht etwas weiter unten. 

MC: Könnte es eine Vostok sein? 

Pilot: Ich bin nicht sicher... es ist möglich 

Anmerkung: Die russischen Vostok-Flüge fanden Anfang der sechziger Jahre statt und waren nicht für 
Mondlandungen geplant. (Alternative 3, S. 131) 

1972 

Rockefeiler schlug in einer Rede dem internationalen Finanzpublikum der Chase Manhattan Bank in 
London, Brüssel und Paris die Gründung einer internationalen Kommission für Frieden und Wohlstand 
vor (die später Trilaterale Kommission genannt wurde), die „dafür sorgen sollte, daß die klügsten 
Köpfe sich mit den Problemen der Zukunft befassen". Von dem Rechercheur Craig S. Karpel erfahren 
wir, daß „Brzezinski im Juli 1973 die Columbia Universität verließ, um Präsident der Trilateralen 
Kommission zu werden. Er hatte den Auftrag, 200 Mitglieder auszuwählen, die etwas Vergleichbares 
zu einem Weltvorstand darstellen würden." (Des Griffin, Wer regiert die Welt, S. 48/ 49) 

1972/ 73 

Häufige Sichtungen von UFOs über Puerto Rico. Die Bevölkerung beobachtete Schwärme von 
Flugobjekten am Nachthimmel. (Bergmann, Deutsche Flugscheiben.. S.26, 27) 

1973, März 

Anita, 20.000 Tonnen-Frachter mit 32 Mann Besatzung, auf dem Weg von Newport News nach 
Deutschland verschwunden (Berlitz, Das Bermuda-Dreieck, S. 52). 

1973 

Oktober Der Spiegel, Titel: Mit Spitzohren, Die Extra-Terristrischen sind wieder da. Fast gleichzeitig 
wurden sie auf drei Erdteilen wahrgenommen. Fotos: UFO-Foto aus Georgia. Außerirdische in 
Falkville: UFO-Fotos aus Ohio. Sowjetische Wissenschaftler nahmen Signale auf, die von 
Außerirdischen stammen können. Sichtung in Uganda. Sichtung in Ohio: Zigarrenförmiges, 
bernsteinfarbenes Objekt. In Mississippi wurden drei Kreaturen gesehen (ohne Lippen, mit Spitzohren 
und Krabbenscheren an den Armen). 



348 



1973 Okt./ Nov. 

Die Karibik, Puerto Rico und der südliche Teil des Bermudadreiecks wurde von einer UFO-Welle 
heimgesucht. Es wurden Dutzende von Objekten beobachtet, die alle auf- oder untertauchten. 
(Bergmann, Deutsche Flugscheiben.., S.25) 

1973 11/ 12.10. 

Enrique Castillo Rincon empfängt eine telepathische Botschaft, die er auf zwei Blättern niederschrieb. 
Es handelte sich darin um die Gefahr eines Dritten Weltkrieges und die Zukunft seines Landes. Zum 
Schluß hieß es, andere Brüder kämen jetzt zur Erde, Brüder von Andromeda, die einer kosmischen 
Konföderation angehörten. Sie (Rincon und seine Gruppe) sollen sich am nächsten Tag zur bekannten 
Zeit versammeln. Dies geschah, wobei eine weitere Botschaft übermittelt wurde. Diese handelte von 
einer großen Zivilisation im hohen Peru. Es wurde bekanntgegeben, daß ein physischer Kontakt am 
3.11.73 auf einer Lagune im Norden Bogota's stattfinden soll. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 
120-23) 

1973 3.11. 

Enrique Castillo Rincon fand sich zur Landung des Raumschiffes ein und wurde an Bord geholt. Auf 
dem Schiff traf er den Mann wieder, den er 1969 in Costa Rica kennengelernt hatte und der sich als 
Schweizer namens Cyril Weiss ausgab. Weiss erklärte ihm, daß er ihn sowie 24 weitere Personen 
gleichzeitig auf diesen Kontakt vorbereitet habe... Dies sei von größter Wichtigkeit, weil sich Ereignisse 
von größter Tragweite auf der Erde anbahnten. Sie selbst kämen von den Plejaden. Tausende 
bewohnte Planeten würden in kulturellem, technologischem und wirtschaftlichem Austausch 
miteinander stehen und hätten eine Art Bruderschaft gegründet. Diese Galaktische Konföderation 
hätte sie zur Erde geschickt, um eine bestimmte Mission zu erfüllen. Sie hätten schon immer indirekt 
unsere Evolution gelenkt... Die Bewußtseinsbildung sei das wichtigste für die Menschen in dieser Zeit. 
Castillo soll die Menschen darauf vorbereiten. Immer mehr Menschen würden in den nächsten Jahren 
die größte Entdeckung in der Geschichte der Menschheit machen, die Entdeckung, daß es ein Fehler 
war Gott irgendwo draußen zu suchen und daß Gott in Wahrheit in uns ist, in jedem von uns. Sie 
hätten einen Plan für die Zukunft und es sei wichtig, daß alle Menschen davon erfahren, auch wenn 
„eine sehr mächtige und große Organisation auf der Erde das verhindern will. Dieser Organisation 
gehören Kirchenleute, Politiker und Militärs an. Ihre Macht ist so groß, daß sie jederzeit einen Krieg 
entfesseln können. Sie verwirren die Menschen, um sie in dem Moment, den sie für zweckmäßig 
halten in Angst und Schrecken zu versetzen." Castillo war 8 1/2 Stunden an Bord des Raumschiffes. 
(Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 120-123) 

1973 18.11. 

Enrique Castillo Rincon - zweites Treffen, diesmal im Osten des Landes. Um 3.00 früh tauchten 13 
Raumschiffe verschiedener Typen auf. Ein kleineres Schiff landete. Castillo bekam weitere 
Informationen. Ihm wurde gesagt, daß sie nicht nur von den Plejaden sondern von verschiedenen 
Gestirnen kämen. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 120/ 23) 

1973 

Olaf Palme berechtigt die schwedische Polizei, Brain-Transmitter, das sind Übertragungsgeräte, die in 
das Gehirn implantiert werden, heimlich in die Köpfe von Menschen einzusetzen. Dies wurde in USA 
und Rußland ebenso gemacht. (Hamilton-Lecture, CBR - UFO-Briefing, 3.3.90, Seite 2a) 

Anfang 1974 

Dr. Andrija Puharich hypnotisierte Bobby Horn: Durch ihn meldete sich ein Außerirdischer von dem 
Planet Corean. Essenz: Sie möchten gerne auf die Erde kommen. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 
159) Eine weitere Kontaktperson (Channelling) ist Phyllis Schelmer. Durch sie meldete sich ein Wesen 
namens Tom. Dieser erklärte, sie seien der erste Angelpunkt eines weltweiten Plans, dessen Ziel es 
sei, die Welt über die Existenz außerirdischer Zivilisationen und ihre guten Absichten zu informieren 
und auf die Landung vorzubereiten. „Wir haben die Technologie um Euch zu helfen, aber es ist sehr 
schwer Menschen zu helfen, die nicht an unsere Existenz glauben. Aber sie brauchen unsere 
Technologie, um zu überleben." 

Am 16.10.71 sei die Menschheit in ein neues Zeitalter getreten. Weltweit würden jetzt Kinder mit 
paranormalen Kräften geboren, die sich auf verschiedene Arten manifestieren und das Bewußtsein der 
Weltöffentlichkeit für das Paranormale öffnen werden. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 159) 



349 



1974 2.5. UFO-Sichtung über Grönland: US-Piloten sichten UFO. „Es war rund und flach, die Farbe 
erinnerte an flüssigen Stahl. Ich glaubte eine Reihe von Fenstern am Rand zu erkennen." Andere 
Sichtungen in Polarregionen - einschließlich der großen UFO-Welle in Alaska 1974 - brachten die 
Forscher zu der Frage, ob sich die außerirdischen UFO-Mannschaften in kalten Klimazonen heimisch 
fühlen würden. (UFO-Nachrichten, Nr. 245, Juni 1977) 

1974 Juni 

Charles Silva lernte in Peru Rama kennen. Sie erklärte ihm, daß sie aus der Region der Plejaden 
stamme und daß ihr Volk Basen in den Anden und auf dem Jupiter hätte. Rama sprach über 
Prophezeiungen bezüglich der Zukunft der Menschheit. Der Erde würden Dürren und 
Naturkatastrophen bevorstehen. Schließlich würde ein Weltführer, der Antichrist, die Macht ergreifen. 
Seine Macht würde jäh beendet, wenn ein riesiger Himmelskörper im Jahre 2001 der Erde begegnet 
und große Fluten, Erdbeben und eventuell eine Polverschiebung auslöst. Es würden vorher jedoch 
144.000 Menschen, die Führungselite des Neuen Zeitalters evakuiert, instruiert und später wieder zur 
Erde zurückgebracht werden, um den Überlebenden den Weg in eine bessere Zukunft zu weisen. Wir 
Außerirdischen sind die apokalyptischen Engel der Bibel, die Diener Gottes, die den Boden bereiten für 
die Wiederkunft Jesus Christus. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 139/ 40) 

Anfang 1974 Juli 

Eine Gruppe von sechs Personen um den Peruaner Sixto Paz-Wells bekam die telepathische Mitteilung 
sich in die Wüste bei Chilca zu begeben. Dort angekommen, sah Sixto eine Blase in der Form eines 
Halbmondes mit etwa 10 m Durchmesser. Eine Gestalt trat aus diesem Objekt und forderte ihn auf 
hineinzukommen. Er trat durch eine Art Energiemauer. Er spürte, daß er an Gewicht verlor. Ihm 
wurde schwindlig und übel. Eine seltsame Wärme durchdrang seinen Körper, er spürte einen Druck im 
Nacken und auf der Stirn. Die Person, die ihn empfing (Name Oxalc) erklärte ihm, daß er gerade einen 
„XENDRA" durchschritten habe, eine Lichtschwelle zu einer anderen Dimension. Die Landschaft hatte 
sich gewaltig geändert. Sixto stand vor einer hell erleuchteten Stadt mit kuppeiförmigen Häusern - der 
Stadt „Kristall", der Hauptstadt von MÖRLEN (Jupitermond Ganymed). Er sah Menschen 1.80-2.00 m 
groß und auch andere Rassen. Die Bewohner von MÖRLEN stammen ursprünglich von Beteigeuze, 
Bellatrix und Rigel. Vor über 40.000 Jahren haben sie ihre Heimatwelten verlassen und vor 20.000 
Jahren seien sie in unserem Sonnensystem angekommen. Auf Ganymed hat es zu der Zeit kein Leben 
gegeben. Mit Hilfe von Cäsium und kristallinen Materiales vom Jupitermond IO errichteten sie, 
teilweise unterirdisch, ihre Kristallstädte. Morien wird durch den Rat der Ältesten regiert und ist 
Mitglied in der Galaktischen Konföderation. Seine Bewohner haben Egoismus und Privatbesitz 
überwunden - es herrscht eine Art spiritueller Superkommunismus. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, 
S. 167-169) 

1974 18.7. 

Dr. Andrija Puharich und Phyllis Schelmer im Hause von Puharich, das Wesen namens Tom sprach ein 
weiteres Mal durch Phyllis: Die geplante Landung sei die Wiederkunft Jesus Christi. Es wird ein 
kollektives Bewußtsein. Die Außerirdischen würden technische Hilfe, vor allem aber spirituelle Hilfe 
bringen. Die Erde sei der am niedrigsten entwickelte Planet im Universum.... Die schleichende 
Evolution der Erde behindere derzeit die Evolution der Galaxis, ja des gesamten Universums. Phyllis 
wäre seit ihrer Kindheit vorbereitet worden, um an diesem Meisterplan mitzuwirken. Ihr wäre 1963 
sogar ein Implantat in ihr Gehirn eingesetzt worden, welches als Übersetzer dient. Dies sei kein 
Eingriff gegen den freien Willen, wenn sich das Wesen vor der Geburt damit einverstanden erklärt. 
Tom sagte, daß er ein Sprecher des Rates der Neun sei, bei denen es sich um die universale 
Hierarchie handelte, um direkte Manifestationen Gottes. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 160) 

1974 25.7. 

Enrique Castillo Rincon - drittes Treffen: Es landete ein Schiff des „Adamski-Types", und er wurde 
einem Venusianer vorgestellt. Castillo bekam den Auftrag eine Gruppe zu gründen, die ihre 
Informationen verbreiten soll. Zwischen Kolumbien und Venezuela müsse ein gemeinsamer Plan 
durchgeführt werden. Als Castillo sich zu Vorträgen in Venezuela aufhielt, bekam er einen Termin für 
den 24.12.74 an dem er zu den anderen Kontaktpersonen nach Peru gebracht werden solle. 
(Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 123) 



350 



1974 Juli 

Die Gruppe um Sixto Paz-Wells fuhr erneut nach Chilca. Sie sahen ein gelandetes Raumschiff und ein 
Wesen, humanoid, über 2 Meter groß, schulterlange, platinblonde Haare, leicht schrägstehende Augen 
mit einem markanten Kinn. Dieses Wesen kam von Apu, einem Planeten im System Alpha Centauri. 
Sein Name war Antar Sherart, der Befehlshaber der UFO-Flotte der Mission Rama. Die Gruppe erhielt 
den Auftrag, auf der Erde die Mission Rama zu gründen und durchzuführen. Ziel dieser Mission sei es, 
die Menschen „aus der Sklaverei der Unwissenheit zu befreien und ihnen den Weg in die vierte 
Dimension zu erleichtern". Antar kündigte eine weltweite Verbreitung der Mission Rama durch die 
Presse an. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 167-169) 

1974 7.9. 

Nachdem eine Agenturmeldung über die Mission Rama berichtete, reiste der spanische Journalist JJ. 
Benitez an. Auf Vermittlung der Außerirdischen sah er tatsächlich ein UFO, kehrte nach Spanien 
zurück und schrieb ein Buch über die Gruppe: „UFOs: Ein SOS an die Menschheit". Bald entstanden 
weltweit über 600 Rama-Gruppen. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 169) 

1974 8.11.-12.12. 

Dr. Andrija Puharich/ Phyllis Schelmer: Das Wesen namens Tom sprach durch Phyllis: Unsere 
wichtigste Aufgabe ist die Bewahrung des Planeten Erde - sonst wird es in 200 Jahren zu einer 
globalen Eiszeit kommen. Darum ist es wichtig die Menschen auf die Massenlandung vorzubereiten, 
denn dann können wir Euch unsere Technologie geben, um den Planeten zu retten. Wir planen die 
Menschheit durch einen Eingriff in Eure Fernsehsysteme zu alarmieren. Daran arbeiten wir und eine 
Gruppe Außerirdischer, die vom Planeten Ashand stammen. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 160) 
In Israel hat der letzte Versuch der Außerirdischen stattgefunden, um das Bewußtsein der Menschen 
anzuheben und zwar in der Gestalt des Jesus von Nazareth. Die Juden seien genetisch verwandt mit 
den Außerirdischen, speziell mit der Zivilisation von Hoova und deshalb seien sie das auserwählte 
Volk. Hier würde sich das Schicksal der Menschen entscheiden - das Harmaggedon, der Endkampf 
zwischen dem Armeen des Lichtes und den Kräften der Finsternis. Der Staat Israel besteht aus 
Menschen, die aus allen Teilen der Welt zusammengekommen sind und darum die Nationen der Erde 
repräsentiere. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 161) 

1974 22.12. 

Prof. R. N. Hernandes, führender Atomwissenschaftler in Mexico hatte Kontakt zu einer 
Außerirdischen, die sich mit Namen LYA vorstellte und ihn in der Universität besuchte. Sie erklärte 
vom Planeten Aenstria in der Galaxis Andromeda zu kommen. Sie sagt, die Menschen gehen einen 
falschen Weg aber gegen unseren Willen können sie uns nicht retten. Darum studieren wir Eure Welt, 
und nicht nur wir. Viele Zivilisationen haben dies getan und fast alle stimmen darin überein, daß Eure 
Welt ein privilegierter Ort ist. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 99) 

1974 24.12. 

Enrique Castillo Rincon wurde von einem Raumschiff aufgenommen und in ein Hochtal der Anden 
gebracht. Dort lernte Castillo Kontaktpersonen aus 19 Ländern der Erde kennen, darunter nur eine 
Frau, eine 59-jährige Kalifornierin, ansonsten Peruaner, ein Inder, ein Australier, zwei Europäer und 
einige Südamerikaner. Es waren Wissenschaftler, Künstler, Handwerker und Arbeiter. In der 
Andenkolonie lebten 218 Menschen aus allen Ländern der Welt, die dort unterrichtet werden und die 
in ihrer Heimat als „verschollen" gelten. Insgesamt gibt es in Südamerika zehn solcher Stützpunkte. 
Seit dem 7.3.70, so erklärten die Außerirdischen, sei die Erde in ein neues Zeitalter getreten, das 
Zeitalter des Übermenschen. In ihrem Mittelpunkt steht die Begegnung des Menschen mit sich selbst 
in seinem Inneren, die zur Entdeckung Gottes im Menschen führe. Viele Brüder im Universum haben 
sich vereinigt, um uns in dieser Übergangsphase zu helfen. Sie dürfen nicht direkt eingreifen, das 
verbiete das kosmische Gesetz. Sie dürfen uns jedoch nach und nach informieren, so daß es dann an 
uns ist, dieses kosmische Puzzlespiel zusammenzusetzen. Unser Planet ist der am dichtest besiedelte 
Planet unseres Sonnensystems und es bräuchte eine Reinigung, schon weil wir sämtliche ethischen 
und moralischen Werte verloren hätten. Es ist die Aufgabe des Menschen diese Situation zu erkennen 
und den Kampf zu bestehen. Die Außerirdischen offenbarten ihren „Plan A", der drei Phasen 
beinhaltet: Erkenntnis der Sachlage: Sie besteht darin, daß sich die außerirdischen Schiffe 
systematisch vorsichtig in den Lufträumen aller Nationen sehen lassen, speziell in denen der 
technisch, wissenschaftlich und militärisch fortgeschrittenen, damit man klar erkennt, was sie für 
unsere Welt und ihre Bewohner vorhaben. Die Vorbereitung besteht darin, so viele Informationen wie 



351 



möglich, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verbreiten, das heißt, Rundfunk, Fernsehen, 
Presse, durch Kongresse, Einzel- und Gruppengespräche, Flugblätter usw. Sie werden die Kräfte derer 
gegen sich haben, die diese Angelegenheit nicht ernst nehmen und die finsteren Machenschaften der 
Großmächte, die auf ihrem Planeten entfesselt sind, die Zweifel streuen und die Verkünder (sie) 
angreifen... Der Weltfeind: Als man nach vielen Jahren der Beobachtung Eurer Welt zu dem Schluß 
kam, daß ihren Bewohnern geholfen werden muß, in ihrem evolutionären Aufstieg voranzukommen, 
gab es Momente, in denen wir an diesem Beschluß zweifelten angesichts der Grausamkeit, mit der Ihr 
Kriege führt, Städte bombardiert, Männer, Frauen und Kinder foltert und mit welcher Gleichgültigkeit 
Eure Regierungen und geistigen Führer zusahen, wie Kinder selbst in Friedenszeiten Hungers starben. 
Der Schluß, der daraus gezogen wurde, war die schreckliche Wahrheit: Die Erdbewohner sind, von 
einigen abgesehen, unverbesserliche, brutale Schlächter bis tief in ihre Seelen. Trotzdem entschied 
man sich den Menschen zu helfen, wirksam gegen die skrupellosen Gewinn- und Machtsüchtigen 
anzukämpfen, die von gewissen Kräften geschützt wurden. Die Kräfte des Feindes sind uns bekannt, 
der Kreis um ihn ist fast geschlossen, und er weiß es. In einem verzweifelten Versuch zu überleben, 
wird er die Welt und ihre Bewohner, zusammen mit seinen Fahnenträgern in einen großen Endkampf 
schicken, der nur ein hoffnungsloses Rennen in den eigenen Untergang sein wird. Hilfe für den 
Planeten Erde: Diese Phase beinhaltet die direkte Hilfe für viele Menschen durch Instruktionen. Zu 
diesem Zweck ist es in vielen Fällen notwendig, sie von diesem Planeten an einen speziellen Ort zu 
evakuieren, wo sie in einem neuen Bewußtsein geschult werden, damit sie später ihre eigenen Brüder 
auf der Erde führen können. Das sind Menschen, die um ihrer Verdienste und ihres Mutes willen für 
das Wohl der Erde zu arbeiten, für dieses große Werk ausersehen wurden. Es sind auf Eurem 
Planeten schon viele Menschen zu diesem Zweck verschwunden. (Hesemann, UFOs: Die Kontakte, S. 
123) 

1974 

Bermudadreieck: Ein schwedischer Kapitän sah mit dem Fernglas eine „plötzlich aus dem Meer 
auftauchende Metallinser, die radarschirmähnliche Instrumente auf sein Schiff richtete, worauf sich 
ein schlohweißer Nebel auszubreiten begann. Er ließ trotz Sonnenschein drei Scheinwerfer auf dieses 
Objekt richten, worauf dann zuerst der Nebel und dann die Metallinsel selbst verschwand. (DNZ, Nr. 
49, 1977) 

1974/ 75 

Allein in Colorado wurden über 130 Viehverstümmelungen registriert. Die Fälle liefen alle nach 
gleichem Muster ab: Unidentifizierbare Flugkörper, in den meisten Fällen schwarz und ohne 
erkennbare Identifikationsmerkmale wurden beobachtet. Hin und wieder sind es auch „schwarze 
Hubschrauber". Pferde und Rinder werden verstümmelt aufgefunden und weisen meist äußerst 
präzise ausgeführte, glatte Schnittwunden, manchmal auch Verbrennungsspuren auf, die den Einsatz 
von Lasern vermuten lassen. Die verschiedensten Organe wurden entnommen. Am häufigsten fehlten 
die Geschlechtsorgane. Aber auch Herz, Leber, Nieren, Euter, Hoden, Muskelfasern, Gebärmutter, 
Gehirn, Augen, Zunge, Nüstern, Lippen und in einigen Fällen der ganze Unterkiefer sind 
herausgenommen worden. Manchmal ist in den verstümmelten Tieren jeder Knochen gebrochen, als 
wenn sie aus einiger Höhe zu Boden gestürzt wären. Die Fundstellen weisen kreisrunde Abdrücke oder 
verhältnismäßig tiefe Eindrücke wie von Landefüßen auf. Rings um den Fundort sind unerklärliche 
Brandstellen, die oft höhere radioaktive Werte aufzeigen. (Johannes v. Buttlar, Drachenwege, S. 
155ff) 

1975 22.4. 

Prof. R. N. Hernandes hat einen weiteren Kontakt mit LYA, die ihn mit auf ihr Schiff nahm und ihm die 
Strahlengürtel der Erde zeigte. Diese Strahlengürtel seien beschädigt, die Folge davon seien 
klimatische Veränderungen, die weltweit beobachtet würden und die sich in den 90er Jahren noch 
verstärken. Sie spricht von einer Neutralisierung der Ozonschicht durch nuklearchemische Versuche. 
Eure Zivilisation steht vor dem Niedergang. In nur einem Jahrhundert habt ihr genügend 
Atomversuche durchgeführt um die Menschheit während der nächsten 200 Jahre erhöhter radioaktiver 
Strahlung auszusetzen. Es ist einer der Hauptgründe für den Verlust der Ozonschicht. Sie sagt neue 
Krankheiten voraus. Ihre Welt sei Teil einer intergalaktischen Gemeinschaft. Ziel dieser Gemeinschaft 
ist der Austausch von Wissen zum Nutzen aller, unter der klaren Voraussetzung, daß dieses Wissen 
nie gegen das Leben eingesetzt wird. Nur eine Zivilisation, die sich als vertrauenswürdig erwiesen hat, 
kann in diese Gemeinschaft aufgenommen werden. Lya warnte Hernandes vor einer außerirdische 
Gruppe, die keinen Emotionalkörper hätte und die lebende Wesen, Kinder und Erwachsene gewaltsam 



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in ihre Schiffe entführt hätten. Sie brauchten das Oxygen im Blut von Lebewesen. Sie hätten 
genetische Proben entnommen, um Brutexperimente durchzuführen und eine neue Rasse zu züchten. 
In der Sprache ihres Volkes hießen sie XHUMZ und kämen seit 6000 Jahren zur Erde, da ihr Planet in 
Gefahr ist. Wenn wir unsere Welt zerstört hätten, würden die XHUMZ sie übernehmen und 
kolonialisieren wollen. Sie erzählte dem Professor weiter, daß die weiße und gelbe Rasse von 
verschiedenen Planeten kämen. Die weiße Rasse stamme von Bewohnern des Planeten Maldek ab, der 
einst zwischen Mars und Jupiter existiert hätte, wo sich heute der Asteroidengürtel befindet. Die 
Bewohner von Maldek wiederum wären Abkömmlinge der Welt von Sion. Nach der Zerstörung ihres 
Planeten in einem großen Bruderkrieg flohen die Überlebenden von Maldek auf die Erde und 
begründeten die Zivilisation von Atlantis. Sie entwickelten Anti-Materiewaffen. Als die ursprünglichen 
Einwohner Atlantis angriffen, weil es Experimente durchführte, welche die Erde gefährdeten, setzten 
die Atlanter die Waffe ein. Ihr Einsatz führte zu einer verheerenden Katastrophe. Die Anti- 
Materiewaffe befindet sich noch immer in einer großen Pyramide auf dem Meeresgrund vor Florida, 
nahe der Insel Bimini und würde noch immer, von Zeit zu Zeit, Energie aussenden, die zur 
molekularen Desintegration von allem führt, was in die Nähe kommt - die Ursache für das 
Verschwinden so vieler Flugzeuge und Schiffe im Bermudadreieck. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, 
S. 99-101) 

1975 Juni 

Massimo Poli, Mitarbeiter des C.S.F.C, gegründet von Eugenio Siragusa, erlebte eine „kontrollierte 
Astralprojektion" in das Innere der unterirdischen Kolonie der Außerirdischen El Dorado, die Stadt der 
goldenen Sonne. Sie wurde, wie er erfuhr, vor über 75.000 Jahren von den „Fürsten des Weltraums" 
gegründet und existiert auf sieben Dimensionen gleichzeitig. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 129) 

1975 29.7. 

Oscar Magocsi sah die Landung eines UFO als er nördlich von Toronto (Kanada) kampierte. Er wurde 
mitgenommen und sie flogen über Kanada, New York, nach Ägypten zu der großen Pyramiden. Er 
bemerkte, daß dort ein Energiestrahl aus der Spitze strömte, an dem sich das Schiff aufzuladen 
schien. 

Oscar erfuhr, daß Wesen aus allen Planeten sehr verschiedener Dimensionen mit dem außerirdischen 
Programm für die Erde verbunden waren. Auf dem Schiff traf er den Kommandanten namens 
Spectron. Dieser überbrachte ihm eine Einladung zum Konzil der Wächter. Er wurde transferiert ins 
Reich der Gedankenformen, welches unkörperlich ist. Er begegnete den „Meistern" und „Ihm", dem 
kosmischen Jesus Christus. Am 7.8. landete er wieder in Kanada. (Hesemann: UFOs: Die Kontakte, S. 
144-146) 

1975 Juli 

Erste öffentliche Zusammenkunft zwischen Amerikanern und Russen im Weltraum (Soyuz und Apollo). 
Fernsehkameras zeigten ein Andocken der beiden Raketen und den Austausch von Lebensmitteln 
zwischen der Besatzung. (Alternative 3, S. 24) 

1975 13.8. 

Holloman Luftwaffenbasis: Sergeant Charles L. Moody sieht ein 18 Meter breites, metallisches, 
scheibenförmiges Objekt auf sich zufliegen. Lichter und Motoren seines Wagens fallen aus. Zehn 
Meter von ihm entfernt bleibt das UFO in der Luft hängen. Moody wird bewußtlos und sieht das 
Objekt erst nach 90 Minuten am Horizont verschwinden. Durch Selbsthypnose erinnert er sich an die 
fehlende Zeit: Außerirdische Wesen mit übergroßen Köpfen kamen auf ihn zu und brachten ihn zum 
Schiff, legten ihn auf eine Art Operationstisch und heilten mit einem Stab seinen Rücken. Ihm wurde 
auch der Maschinenraum des Schiffes gezeigt. Der Anführer der Fremden erklärte ihm folgendes: Es 
ist nicht nur eine außerirdische Rasse, die uns besucht. Es sind verschiedene Rassen, die 
freundschaftlich zusammenarbeiten, obwohl ihre Planeten Lichtjahre voneinander entfernt liegen. Sie 
kommen zu uns, um unseren Planeten zu besuchen und zu studieren. Sie kommen in friedlicher 
Absicht. Es ist nicht unser Problem sie zu akzeptieren, es ist ihr Problem uns zu akzeptieren. 
(Hesemann: UFOs: Die Beweise, S. 97) 

1975 6.10. 

Artikel im Daily Telegraph: Zwanzig Personen verschwanden spurlos aus Gemeinden in Oregon, 
nachdem ihnen gesagt wurde, sämtlichen Besitz abzugeben, ihre Kinder eingeschlossen, so daß sie, in 
einem UFO, in ein besseres Leben gebracht werden können. Eine Untersuchung der Polizei führte zu 



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einem Treffen am 14.9. in ein Hotel, dem Bayshore Inn in Waldport, Oregon. Den Menschen wurde 
gesagt, daß sie ihre Seelen durch ein UFO retten können. Die Leute würden in einem speziellen Camp 
in Colorado auf das Leben auf einem anderen Planeten vorbereitet. (Alternative 3, S. 17/ 18) 

1975 

Durch Beamte von 17 Regierungen der Welt einschließlich der USA und der Sowjetunio